Befreiung aus der Ego-Falle
Wie gegen deinen Willen Hingabe geschieht.
„Ich muss es schaffen – aber ich kann nicht”: in diesem Zwiespalt leiden wir an uns selbst und am Leben. Aus dieser Falle des Egos kommt keiner von selbst heraus, denn wir wollen die Hilfe nicht. Das Leben macht dich trotzdem bereit – und du wirst berührt.
Über dieses Video:
Es gibt einen Zwiespalt, in dem fast jeder Mensch lebt: „Ich muss das schaffen – aber ich kann es nicht.” Es spielt keine Rolle, worum es dabei geht: um Geldsorgen, um eine Sucht, um eine unlösbare Situation in der Familie oder um die scheinbar so einfache Aufgabe, beim Meditieren die Gedanken zu ignorieren. Das Gefühl ist immer dasselbe – und es ist dieser Zwiespalt, der uns an uns leiden lässt.
Ich nenne das die Falle des Egos, und in diesem Video spreche ich darüber, warum du aus dieser Falle nicht selbst herauskommst; warum es keinem Menschen möglich ist, sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf des Egos zu ziehen: das Ego schützt sich selbst, und es tut das auf eine verblüffend einfache Weise.
Doch ich erzähle dir, wie man trotzdem herauskommt: nicht durch Anstrengung, nicht durch Verstehen, nicht durch eine Technik – sondern indem du einem Menschen nahekommst, der ohne Ego lebt, und dich von ihm berühren lässt. Das ist keine Tat und kein Tun, weder von deiner noch von seiner Seite. Es ist einfacher als das: die Hingabe dieses Menschen ist ansteckend – sie überträgt sich von selbst, und dann wird alles anders und leicht.
Und trotzdem wehren wir uns mit Händen und Füßen genau davor – denn eben das ist das Ego, das nicht zulässt, dass seine Falle geöffnet wird. Wie das Leben dir dabei hilft, dass es dennoch geschieht, auch wenn du diese Hilfe ganz und gar nicht magst, davon berichte ich dir in diesem Video.
Und vielleicht kennst du sogar beides schon: Momente, in denen alles leicht wurde und von selbst ging – und dann den Rückfall, in dem du nichts mehr glauben kannst, nicht einmal deinen eigenen Erfahrungen, und wohin du auch schaust, nur Ausweglosigkeit siehst. Auch davon spreche ich, denn dieser Rückfall gehört zum Weg; er ist kein Zeichen, dass du versagst.
Ich spreche zu dir, der du müde bist davon, es schaffen zu müssen. Doch etwas in dir weiß längst, dass das Leben in Wirklichkeit ganz anders funktioniert – und genau das möchte ich mit diesem Video berühren.
Links zu den Themen in diesem Video:
(weiter unten gibt es die vollständige Abschrift).
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Die Erleichterung, machtlos zu sein
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Die Falle des Egos
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Das Wunder des spirituellen Lebens
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Lass dich berühren
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Zurück in der Ausweglosigkeit
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Hingabe: der Anfang vom Ende der Sucht
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Dem Moment treu sein, nicht den Gedanken
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Den freien Willen gibt es nicht
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Entscheiden ohne Gedanken
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Du glaubst, Hingabe sei absurd
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Vollständiger Text der Aufzeichnung zum Mitlesen:
Die Erleichterung, machtlos zu sein
Link zum Thema im Video bei 0m32s
Guten Morgen.
Heute Morgen möchte ich zu dir darüber sprechen, warum es uns so schwer fällt, im Leben glücklich zu werden.
Ich möchte mit dir darüber sprechen, woher diese Mühsal kommt, diese Last, die wir empfinden als Mensch.
Und im Kern von allem, im Kern von allen Problemen, von allen Schwierigkeiten, die wir fühlen, steckt im Grunde immer das Gleiche.
Im Kern von allen Problemen, von allen Schwierigkeiten steckt im Grunde immer das Gleiche. Wir haben dieses Gefühl: „Ich muss das schaffen. Ich muss die Lösung finden. Aber ich kann nicht. Ich bin einfach machtlos.” Und in diesem Zwiespalt – „ich muss, aber ich kann nicht” – da leiden wir.
Link zum Zitat im Video bei 1m13s
Wir haben dieses Gefühl: „Ich muss das schaffen. Ich muss damit umgehen können. Ich muss die Lösung finden.
Aber ich kann nicht. Ich habe keine Kraft, oder ich weiß nicht, wie es geht, oder ich bin einfach machtlos.”
Und in diesem Zwiespalt – „ich muss, aber ich kann nicht” – da leiden wir.
Und es spielt überhaupt keine Rolle, um was es geht, ganz praktisch im Leben.
Vielleicht bist du in einer Situation, wo du das Gefühl hast, du musst sie lösen, aber du kannst nicht. Vielleicht geht es deiner Familie schlecht. Ihr habt kein Geld, und du weißt nicht, was du tun sollst, um das zu lösen. Du fühlst dich verantwortlich und gleichzeitig machtlos.
Oder du erlebst eine Sucht: Du rauchst oder du trinkst oder du nimmst Drogen, und du spürst: „Das ist nicht gut für mich. Ich muss aufhören”, und du erlebst: Du kannst es nicht.
Oder du meditierst, und du hast diese einfache Aufgabe, mit deiner Aufmerksamkeit ins Kronenchakra zu gehen und deine Gedanken zu ignorieren. Was könnte einfacher sein?
Und du hast das Gefühl, du musst das schaffen, wenn du ein guter Mensch bist. Und dann erlebst du jeden Morgen beim Meditieren aufs Neue, dass du das nicht kannst.
Du bist machtlos.
Manchmal erleben wir als Menschen Situationen, in denen es vollkommen offensichtlich ist, dass wir machtlos sind, und dann geschieht etwas ganz Erstaunliches.
Manchmal erleben wir Situationen, in denen es offensichtlich ist, dass wir machtlos sind, und dann geschieht etwas ganz Erstaunliches: Erleichterung, und alles geschieht wie von selbst. Wir lassen los, da oben. Dann hört das, was ständig glaubt „ich muss”, auf. Plötzlich wird es im Kopf still, und dann geschieht alles wie von selbst.
Link zum Zitat im Video bei 4m03s
Dann geschieht Erleichterung; dann geschieht alles wie von selbst.
Da wir zweifelsfrei erleben: „Ich bin machtlos, ich kann überhaupt nichts tun”, dann lassen wir los, da oben. Dann hört das, was ständig glaubt „ich muss”, auf. Plötzlich wird es im Kopf still, und dann geschieht alles wie von selbst.
Manche Menschen erleben das in Katastrophen. Ich habe Berichte gehört von Menschen, die Waldbrände erlebt haben und wie ihr Haus verbrannte und die ganze Siedlung, in der sie lebten – alles zerstört . Und die Menschen, die dann zurückkamen und alles wieder aufbauen mussten und nichts hatten und keine Ahnung, wie es weitergehen soll – die berichteten später, dass das die beste Zeit ihres Lebens war.
Alles war weg, alle Vorstellungen, alle Zukunftspläne.
Was übrig blieb, war nur der Moment, nur der Augenblick. Und dann ging alles von selbst.
Manche Menschen erleben das in einem Unfall.
Plötzlich geschieht etwas: von einer Sekunde auf die andere ist alles anders, und der Kopf hält an.
Da ist nur noch Stille, und alles geschieht von selbst – eine Art erzwungenes Loslassen.
Manche Menschen erleben das im Krieg.
Manche Menschen berichten von ihrer Zeit als Soldat und dass sie nie wieder so glücklich waren wie damals – denn da hat sie das Leben in eine Situation gebracht, wo sie nichts anderes tun konnten als loslassen.
Manche Menschen berichten von der Zeit als Kriegsopfer sozusagen – nicht als Soldat, sondern als Zivilist, der damit zurechtkommen muss, dass jetzt plötzlich alles anders ist.
Und manche dieser Menschen berichten dann, dass sie sich niemals im Leben so lebendig gefühlt haben wie zu dieser Zeit: dem Leben ausgeliefert, dem Augenblick ausgeliefert, keine Zeit für Gedanken, keine Zeit für Träume.
Das sind radikale, sehr extreme Situationen, von denen ich hier berichte.
Ich möchte dir da einfach einen Geschmack davon geben, dass wir alle im Grunde beides kennen.
Wir haben dieses Gefühl „ich muss es schaffen”, und gleichzeitig dieses Gefühl „ich kann es nicht, ich bin machtlos”.
Und doch hat jeder Mensch auch in sich, manchmal sehr tief verborgen, dieses Wissen, dass es in Wirklichkeit ganz anders geht.
Und viele Menschen haben das in ihrem eigenen Leben schon erlebt – vielleicht im Kleinen; vielleicht nicht in diesen großen, dramatischen Situationen, die ich vorhin erwähnt habe.
Und wenn du jemanden darüber sprechen hörst, dann denkst du vielleicht: „Ja, das stimmt.
Ja, das stimmt. So funktioniert das Leben wirklich.”
Und dann, später, dann bist du wieder in deiner normalen Alltagssituation mit anderen Menschen zusammen, die ganz anders ticken.
Und dann bist du wieder zurück in diesem Gefühl „ich muss es tun, ich muss es schaffen”. Und dann fühlst du dich belastet und hoffnungslos und wie ein Opfer des Lebens.
Die Falle des Egos
Link zum Thema im Video bei 10m07s
Wie kommt man jetzt von der Erfahrung, die du kennst – wo das Leben eine Last ist, wo das Leben voller Probleme ist –, hin zu der Erfahrung, dass ich nichts tun kann und nichts tun muss und alles von selbst geschieht?
Du kennst beides.
Wenn ich dir von meiner Erfahrung des Lebens erzähle, dann nickst du innerlich und denkst: „Ja, da ist was dran.”
Aber du hast keine Ahnung, wie du da hinkommen sollst.
Und darüber möchte ich mit dir in diesem Video sprechen: wie das funktioniert.
Denn es ist so: Du erlebst im Leben, dass du nicht in der Lage bist, die Probleme zu lösen, die sich in deinem Leben auftürmen.
Und du bist auch nicht in der Lage dazu, dieses Erleben zu ändern, obwohl du glaubst, du solltest es können. Du glaubst, du solltest jetzt in der Lage sein, deinen Gedanken nicht mehr zu glauben.
Du solltest in der Lage sein, dem Leben zu vertrauen und einfach loszulassen.
Das klingt alles so einfach und so schön.
Und du probierst es, und für kurze Zeit geht es, und dann bist du wieder in deiner üblichen Misere. Wie also kommt man von diesem Schlamassel hinüber zu dem, was ich Himmel nenne – Himmel deswegen, weil es dort keine Last gibt.
Und ich sagte es eben: du kannst auch das nicht.
Kein Mensch kann das. Kein Mensch kann sich an den Haaren aus dem Sumpf ziehen.
Es geht nicht. Jemand anders muss kommen und dich beim Schopf packen und herausziehen.
Und genau das wollen wir nicht.
Es ist, als würden wir in der Falle stecken.
Wir sind überzeugt: „Ich muss es können.”
Wir sind überzeugt davon: „Ich kann es nicht.”
Aber wenn dann jemand kommt, der dir hilft und diese Zwickmühle auflöst, sagst du: „Nein, nein.
Ich will das selbst tun.”
Ich nenne das „die Falle des Egos”.
Das ist das Ich-Gefühl, das Ego, diese Gedanken – ich muss es tun, ich kann es tun und kann doch nicht – daraus entsteht dieses Ich-Gefühl.
Und die Falle des Egos besteht nun darin, dass sich dieses Ego schützt: davor, nicht mehr gebraucht zu werden.
Wenn du keine Probleme mehr hättest und alles von selbst geschähe, wenn es so wäre, wie du es dir erträumst, dann gibt es nichts mehr, was du tun musst, dann gibt es kein Ich.
Und darin besteht diese Ego-Falle.
Sie schützt sich selbst. Das Ego schützt sich selbst, und es tut es dadurch, dass es drei Dinge tut: Erstens, es erschafft Probleme.
Das Ego schützt sich selbst, und es tut es dadurch, dass es drei Dinge tut: Erstens, es erschafft Probleme. Zweitens, es erkennt: „Ich kann das Problem nicht lösen.” Und drittens: „Ich muss das Problem selbst lösen.” Und da all das ein Widerspruch ist, kommt man da nicht wieder heraus. Du kannst dich aus dem Ego nicht befreien.
Link zum Zitat im Video bei 15m02s
Zweitens, es erkennt: „Ich kann das Problem nicht lösen.” Und drittens: „Ich muss das Problem selbst lösen.”
Und da all das ein Widerspruch ist, kommt man da nicht wieder heraus.
Es geht nicht.
Du kannst dich aus dem Ego nicht befreien. Das Ego lässt es nicht zu.
Du bestehst darauf, dass deine Probleme echt sind und du dich darum kümmern musst. Und gleichzeitig erzählst du mir, dass du das nicht kannst.
Und wenn ich dir sage: „Lass los!
Gott wird sich darum kümmern, ein Guru wird sich darum kümmern, ich werde mich darum kümmern” – dann sagst du: „Nein, so geht es nicht”, und du bist zurück in deiner Falle.
Aber wir haben als Menschen, ich sagte es vorhin schon, beides in uns. Wir haben dieses Ego im Kopf, das aus nichts als Gedanken besteht, im Grunde völlig harmlos. Und wir haben tief in uns drin verborgen die Seele: der Funke Gottes. Und dort wissen wir, wie alles wirklich funktioniert.
Und deswegen besteht Hoffnung. Deswegen hörst du dir so ein Video an – weil etwas in dir weiß: „Ah, da muss ich hin.
Der zieht mich heraus.”
Mein Meister, Soham, dessen Schüler ich seit 26 Jahren bin, der sagte einmal vor vielen Jahren: „Jeder, der bei mir ist, wird Befreiung erlangen, wenn er bleibt.”
Und ich habe das von Gurus gehört, die sagen: „Was sorgst du dich? Du kennst meinen Namen. Dir kann nichts geschehen.”
Damit sagt er: „Ich kümmere mich um alles – du brauchst nichts zu tun.”
Jesus sagte: „Ich bin der Weg. Folge mir einfach nach.”
Das Wunder des spirituellen Lebens
Link zum Thema im Video bei 18m53s
Aber das Ego lässt nicht zu, dass du loslässt. Das Ego lässt nicht zu, dass all deine Probleme von jemandem weggenommen und gelöst werden.
Du sagst: „Nein, das ist verrückt. Nein, so geht es nicht.
Nein, das will ich nicht.”
Und irgendwann wirst du doch berührt, meistens obwohl du gar nicht willst.
Du glaubst nicht an Gurus, und plötzlich läufst du einem Guru über den Weg, und du erlebst, was es bedeutet, wenn einer dir deine Probleme nimmt.
Du willst überhaupt keine Videos wie dieses hier anschauen, aber plötzlich, irgendwie, schaust du doch zu. Plötzlich erlebst du, wie in dir etwas loslässt und etwas ganz anderes geschieht – in dir – als das, was normalerweise deine Wirklichkeit ist.
Das ist das Wunder des Lebens: dass wir in der Falle stecken, aus der es keinen Ausweg gibt. Und dann kommt einer, berührt dich, und alles ist anders.
Das ist das Wunder des Lebens: dass wir in der Falle stecken, aus der es keinen Ausweg gibt – und dann kommt einer, berührt dich, und alles ist anders. Wenn du einem Wesen nahekommst, das ohne Ego lebt, leer ist – einer, der den Gedanken nicht glaubt und dem Leben hingegeben lebt –, dann wird das in dir, was auch davon weiß, berührt und gestärkt.
Link zum Zitat im Video bei 20m25s
Es ist nicht so, dass ein Guru, ein Jesus oder ich irgendetwas tut, um dich zu befreien.
Aber wenn du einem Wesen nahekommst, das ohne Ego lebt, leer ist – einer, der den Gedanken nicht glaubt und der dem Leben hingegeben lebt... Wenn du jemandem nahekommst, der losgelassen hat und erlebt, wie das Leben von selbst geschieht, dann wird das in dir, was auch davon weiß, berührt und gestärkt.
Und plötzlich erlebst du selbst in dir, was das heißt.
Und diese Gurus, die ich kenne, diesen Meister, den ich kenne, die leben so: vollkommen hingegeben.
Swamiji, der indische Meister, der die Samarpan-Meditation in die Gesellschaft bringt, tut nichts.
Er ist seinen Gurus hingegeben, vollkommen.
Neem Karoli Baba, einer der krassesten Gurus, die je gelebt haben, der sagte immer nur – wenn die Leute sich gewundert haben, wie diese Wunder möglich sind, die um ihn herum die ganze Zeit geschehen sind –: „Das ist Gott, das ist alles Gott”, sagte er immer.
Dieser Guru führte Tagebuch.
Jeden Tag schrieb er zwei Seiten in seinem Tagebuch voll, mit den wichtigsten Begebenheiten des Tages – und jeden Tag schrieb er das Gleiche.
Das war ein Inder, der schrieb: „Ram...” Zwei Seiten: „Ram, Ram, Ram, Ram, Ram, Ram...” Gott.
Das war das Wichtigste, was an dem Tag geschehen war: Gott, immer wieder Gott, immer wieder noch einmal Gott und überall Gott, alles Gott.
Und in dieser absoluten Hingabe, da geschehen die Wunder des Lebens, die ganz normalen Wunder des Lebens. Und jeder, der solch einem Medium nahekommt, beginnt, selbst Hingabe zu erleben in sich drin, denn die ist ansteckend. Es ist nichts, was der Guru tut, nichts, was der Meister tut. Es ist wie eine Resonanz, und die geschieht von selbst.
Und in dieser absoluten Hingabe geschehen die Wunder des Lebens. Und jeder, der solch einem Medium nahekommt, beginnt, selbst Hingabe zu erleben in sich drin, denn die ist ansteckend. Es ist nichts, was der Guru tut, nichts, was der Meister tut. Es ist wie eine Resonanz, und die geschieht von selbst. Und dann erlebst du das.
Link zum Zitat im Video bei 23m45s
Und dann erlebst du das.
Und irgendwann rennst du wieder weg und sagst: „Nein, das geht überhaupt nicht.
Was tue ich überhaupt?” Und du rennst zurück in das, was du kennst.
Du packst dein Leben wieder selbst beim Schopf.
Aber das macht nichts. Das Leben ist unendlich geduldig mit dir.
Und irgendwann, wenn du wieder erkennst: „Ich komme hier keinen Schritt weiter”, dann, durch Zufall, kehrst du wieder zurück.
Ich erzähle dir davon nicht, um dir zu sagen: „Such dir einen Guru, such dir einen Meister oder bleib bei mir.”
Nein, das ist nicht notwendig, und so funktioniert es auch nicht. Ich erzähle dir davon, weil in jedem Menschen beides vorhanden ist.
Wir sind voller Ego, bis zum Kragen – und wir sind Seele.
Die Welt bestärkt dein Ego.
Aber wenn du einem Guru nahekommst oder einem Jesus oder wenn du jemanden darüber sprechen hörst, wie ich es tue, dann wird deine Seele berührt; dann wird das berührt, was du auch weißt, und dann wird das gestärkt.
Und mehr ist nicht notwendig. Der Rest geschieht mit der Zeit von selbst.
Ich erzähle dir davon, damit das in dir berührt und gestärkt wird, was schon da ist.
Und dadurch entsteht bei dir wieder die Offenheit für den, der dich beim Schopfe packt und aus dem Sumpf zieht.
Ich kann mein Leben nicht leben.
Es ist unmöglich. Nichts kann ich.
Aber ich habe einen Meister, und wenn ich ihm nahe bin, dann gebe ich mich hin – nicht ihm als Mensch. Ich gebe mich hin – dem Leben, allem, dem Augenblick.
Swamiji, dieser indische Meister, ist mein Guru, und ich brauche nur an ihn denken, und alles in mir geht auf – und Hingabe geschieht, weil er die personifizierte Hingabe ist ans Leben, an seine Gurus.
Es gibt einen indischen Guru, der längst nicht mehr in seinem Körper ist. Ich erwähnte ihn vorhin schon einmal, neben Karoli Baba, der mich zutiefst berührt.
Meine Seele kennt diesen Meister ganz intim, und ich brauche nur seinen Namen denken, ich brauche nur „Baba” denken, so wie ich ihn früher immer genannt habe, als ich damals in irgendeinem Leben bei ihm war, und alles in mir schmilzt und geht auf, und da ist nur noch Zuversicht, nur noch das Wissen: alles ist gut.
Das ist unerklärlich, aber so funktioniert Hingabe.
Und jetzt hat dieser Guru, der schon lange nicht mehr in seinem Körper ist, dafür gesorgt, dass ein lebendiger Guru in mein Leben kommt und mir diese Hingabe wieder direkt ins Herz pflanzt.
Lass dich berühren
Link zum Thema im Video bei 30m03s
Und wie gesagt, ich spreche zu dir nicht, um dich dazu zu bringen, jetzt selbst loszuziehen und so jemandem zu finden. Das ist nicht möglich.
Aber wenn du mich erzählen hörst von mir und meinem Leben oder vom Leben meines Meisters oder meines Gurus, dann bekommst du die Erlaubnis, das, was du in dir ohnehin spürst, auch spüren zu dürfen.
Denn in jedem Menschen ist beides: Ego und Seele – Ego und Hingabe.
Und ich bin ein ganz normaler Mensch.
Nachher, wenn dieses Video fertig ist und ich hier die Lampen und die Kamera ausgeschaltet habe, dann programmiere ich wieder.
Ich bin ein normaler Mensch, genau wie du.
Und für normale Menschen, so wie ich, so wie du, ist es möglich. Das ist erlaubt; es ist nichts Komisches. So funktioniert das Leben einfach, weißt du. Es ist nichts Seltsames, es ist nichts Esoterisches.
Es ist noch nicht einmal etwas Spirituelles. So funktioniert einfach das Leben.
Wenn du also aus dieser Ego-Falle entkommen möchtest, dann ist das Erste, was du tun kannst, zu sagen: „Okay, hier komme ich von selbst nicht heraus.
Hilfe.”
Wenn du das sagen kannst, geschieht alles andere von selbst.
Dann fängst du an zu meditieren – das empfehle ich dir –, und jeden Morgen übst du diese Hingabe. Jeden Morgen übst du es, deine Gedanken zu ignorieren, nur um festzustellen, dass du das nicht kannst. Aber du tust es trotzdem, obwohl es zwecklos ist.
Das ist Hingabe.
Die Gedanken sagen: „Es ist alles zwecklos, so geht es nicht. Ich muss es schaffen. Ich kann zwar nicht, aber ich muss.”
Aber dann meditierst du trotzdem.
Du liebst deinen Guru, wenn du einen hast, trotzdem, oder du schaust dir trotzdem verrückte Videos an.
So entsteht Hingabe: nicht weil du es kannst – sie wird zu dir gebracht.
Die Meditation bringt die Hingabe in dein Leben hinein. Du brauchst dich nur jeden Morgen eine halbe Stunde hinsetzen.
Der Guru, wenn du einen hast, bringt Hingabe in dein Herz.
Du kannst es nicht tun; es geschieht einfach.
Wenn du mir zuhörst, passiert das Gleiche, nicht weil ich etwas tue, sondern weil ich selbst nichts tun kann und einfach sage: „Herr, dein Wille geschehe.”
So funktioniert das Leben, und so kommst du aus dieser Ego-Falle heraus. Lass dich einfach berühren.
Lass dich aus dem Sumpf ziehen.
Und ich erzähle dir immer wieder davon – eigentlich sage ich immer das Gleiche –, weil wir das nicht wollen.
Und doch sind wir bereit dafür. Es ist ganz paradox.
Ich spreche zu diesem zweiten Teil in dir, der bereit ist. Ich weiß, da ist auch der andere, natürlich, aber um den kümmere ich mich nicht, der interessiert mich überhaupt nicht.
Ich berühre einfach den Teil in dir, der bereit ist, und der Ja sagt.
Ja, lass dich berühren und meditiere jeden Tag. Mehr ist nicht notwendig.
Du kannst dein Ego nicht abschalten. Du kannst nicht aus dieser Ego-Falle heraus, das ist unmöglich.
Aber du kannst einfach meditieren, und dann wirst du daraus getragen, und alle Probleme verändern sich. Alles verändert sich – und du weißt gar nicht, wie das möglich ist.
Zurück in der Ausweglosigkeit
Link zum Thema im Video bei 36m44s
Und ich spreche auch zu dir, weil ich weiß, was dieser Weg beinhaltet.
Ich erlebe das selbst immer wieder...
Du erlebst Zeiten, wo du genau das erlebst, wovon ich hier spreche: den Segen dieser Hingabe; diese Offenheit, die dann einfach von selbst geschieht, fast gegen deinen Willen, und wie das Leben leicht wird.
Du erlebst den Segen dieser Hingabe – und dann erlebst du wieder Zeiten, wo du all das vergisst und nichts mehr glauben kannst, und wohin du auch schaust: nur Ausweglosigkeit. Aber auch in dieser Zeit spreche ich zu dir und sage dir: „Bleib, wo du bist. Auch das wird für dich erledigt, auch das wird wieder von dir genommen.” Es ist wirklich so.
Link zum Zitat im Video bei 37m00s
Und dann erlebst du wieder Zeiten, wo du all das vergisst und nichts mehr glauben kannst. Du glaubst deinen eigenen Erfahrungen nicht mehr, und du bist wieder tief in der Falle.
Und du kannst an nichts glauben, du kannst dich an nichts erinnern.
Wohin du auch schaust: nur Ausweglosigkeit.
Aber auch in dieser Zeit spreche ich zu dir und sage dir: „Bleib einfach, wo du bist.
Atme weiter meditiere weiter, bleib hier – und auch das wird für dich erledigt, auch das wird wieder von dir genommen.”
Es ist wirklich so.
Ja, das ist die Magie des Lebens. Du kannst es nicht tun, aber du brauchst es auch nicht tun.
Die Hilfe wartet überall um dich herum.
Diese Meditation, von der ich spreche, die Himalaya-Samarpan-Meditation – immer wenn ich sage „meditiere”, dann meine ich diese Meditation, denn die ist reine Hingabe; da lernst du Hingabe –, die kommt nicht von mir. Ich habe mit der eigentlich gar nichts zu tun. Ich meditiere sie einfach seit langer, langer Zeit.
Die wird von einem indischen Guru, von Swamiji, aus dem Himalaya in die Gesellschaft gebracht.
Wenn du die lernen möchtest – die geht ganz einfach, jeder kann sie tun, es kostet auch nichts –, dann schau auf meiner Website vorbei, auf der Himalaya-Samarpan-Meditations-Seite, und da habe ich dir einige Informationen zu dieser Meditation zusammengestellt und auch dazu, wie du sie lernen kannst. Es gibt hier in Deutschland den Verein Samarpan-Meditation e. V., ein gemeinnütziger Verein, und die bieten zum Beispiel jeden Montagabend online eine Einführung an, wo die Meditation erläutert wird. Aber es gibt auch andere Möglichkeiten, und da kannst du dich informieren.
Es geht ganz leicht, so leicht, dass der Verstand überhaupt nicht weiß, wozu das eigentlich gut sein soll.
Aber es verändert alles.
Hingabe: der Anfang vom Ende der Sucht
Link zum Thema im Video bei 40m29s
Und jetzt möchte ich noch ein paar E-Mails vorlesen und etwas dazu sagen, denn wenn ich auf die Fragen des Lebens antworte, die die Menschen haben, dann wird oftmals etwas konkreter klar, wovon ich überhaupt spreche.
Die erste E-Mail ist ein bisschen länger, aber ich denke, in diesem Bericht finden sich sehr viele Menschen wieder, auch wenn vielleicht deine persönlichen Herausforderungen etwas anders gelagert sind als die von dieser Frau, die mir hier schreibt.
„Mein Erfahrungsweg führte mich etwa zehn Jahre lang durch den Alkohol. Ich war dem vollkommen hingegeben, ohne mir dessen bewusst zu sein. Irgendwann sagte ein Mann, den ich sehr schätzte, zu mir: ‚Mädel, du gehörst hier nicht hin.‘
Ich nahm das unbewusst auf, und etwas später, ich kann nicht mehr sagen, wie lang dies ging, kehrte ich dem Alkohol den Rücken zu und ging ohne ihn weiter. Ich hatte keine körperlichen Entzugserscheinungen, was wie ein Wunder war, und kann heute, wenn ich möchte, was sehr selten der Fall ist, ein Glas trinken, ohne das Bedürfnis zu haben, dies wieder in mein Leben zu integrieren.
Ich bin einfach gegangen, weg vom damaligen Freund, heraus aus der Kneipe, die mein zweites Zuhause war. Zeitgleich traf ich einen Mann, der nicht trank und mit dem ich sieben Jahre lang zusammen war, und wir bekamen ein Kind.
In der Alkoholzeit begann ich mit 21 Jahren, Marihuana zu konsumieren, was mich sage und schreibe 35 Jahre jeden Tag begleitet hat. Und auch dies konnte ich ohne körperliche Entzugserscheinungen einfach beenden, was mir wie ein zweites Wunder erschien. Ich probierte auch andere Drogen und machte schöne Erfahrungen, nicht mehr und nicht weniger.
Heute bin ich 59 Jahre. Ich habe mit zwölf Jahren angefangen zu rauchen, und es begleitet mich ab und zu immer noch, mal mehr, mal weniger, manche Tage gar nicht. Ich weiß noch, wieso ich angefangen habe zu rauchen: Ich wollte zu den Erwachsenen gehören. Heute scheint es so, als müsste ich wieder dorthin zurück, um als Kind einen neuen Weg zu gehen.
Ich habe mir deine Geschichte vom Kaffeetrinken angehört, und so scheint es auch bei mir zu sein mit dem Rauchen. Wie viele Päckchen Zigaretten habe ich schon gekauft, um sie nach ein oder zwei gerauchten Zigaretten wieder wegzuschmeißen, mit dem Willen, es endlich sein zu lassen. Ich habe schon so oft darum gebeten, mir das doch zu nehmen, aber nichts hat geholfen.
Ich habe gefleht, geschrien, geweint. Ein langer Prozess, der noch nicht zu Ende ist, obwohl mir vollkommen bewusst ist, dass ich dem Körper damit nichts Gutes tue. Und da schleicht sich die Angst ein, denn ich weiß, dass alles Tun seine Konsequenzen hat.
Es scheint so zu sein, dass alles, was einem im Leben begegnet, in seiner Vollständigkeit durchlebt werden will, bevor man sich ganz und gar ohne Nebenwirkungen davon trennen kann. Du hast auch in einem Video gesagt, man solle gegen die Sucht nicht ankämpfen, was mir auf eine Art auch verständlich ist. Wenn ich mich dem aber jedes Mal hingebe, wenn der Gedanke vorbeikommt, und ich mich damit identifiziere, dann füttere ich das doch, und es kann wieder zur Sucht werden, was ich nicht möchte.
Ich will frei sein, unbelastet, unbeschwert. Wenn ich ein paar Tage nicht rauche – mein Umfeld hat sich auch dementsprechend mit mehr Nichtrauchern als Rauchern gefüllt –, dann bemerke ich den Rauch, wie er durch meinen Körper fährt. Es fühlt sich komisch an, nicht angenehm, und trotzdem kann ich es noch nicht vollständig lassen.
Irgendwie habe ich Angst, dass mir die Zeit davonläuft – Angst, es nicht zu schaffen, was auch immer. Kannst du bitte etwas dazu sagen?”
Oh ja, sehr gerne sage ich etwas dazu. Ich danke dir für deinen Brief.
Du sagst: „Du kannst es noch nicht vollständig lassen.”
Du kannst es überhaupt nicht lassen. Du bist nicht in der Lage dazu, das zu lassen.
Du sagst: „Wenn du nicht gegen die Sucht kämpfst, dann kann das dazu führen, dass wieder Sucht entsteht.”
Nein – du bist mitten in der Sucht, da braucht nichts zu entstehen.
Die Hingabe führt nicht zur Sucht – sie macht sie dir bewusst, die Sucht.
Das funktioniert so...
Du erkennst: ich kann nicht aufhören.
Dann rauchst du weiter.
So ist es nun einmal: du rauchst.
Aber jetzt tust du es anders als früher: Jetzt kämpfst du nicht mehr dagegen. Und wenn du nicht mehr kämpfst, dann ist dir etwas vollkommen Neues möglich: Dann kannst du dabei sein; dann kannst du hier im Augenblick damit sein, nicht in Gedanken. Wenn du kämpfst, bist du in Gedanken.
Du bist nicht hier: du rauchst, du nimmst einen Zug nach dem anderen, aber du bist nicht dabei. Du denkst – „ach”... Mit jedem Zug denkst du: „Das sollte ich nicht tun, das ist schädlich, wofür das nur? Ich mache es verkehrt, das sollte ich nicht tun.” All diese Gedanken kennst du.
Aber wenn du aufhörst, dagegen zu kämpfen, bist du nicht mehr in Gedanken. Du bist hier damit; du kannst es genießen.
Genieße jeden Zug, den du nimmst, so gut du nur kannst. Schmecke den Rauch, spüre auch die unangenehmen Seiten, ohne darüber nachzudenken. Du nimmst einfach wahr. Du bist mit dem, was geschieht, und du kannst es jetzt, weil du es nicht mehr anders haben willst. Das ist das Geheimnis von Hingabe. Und aus diesem Erleben heraus geschieht alles andere von selbst.
Genieße jeden Zug. Schmecke den Rauch, spüre auch die unangenehmen Seiten – ohne darüber nachzudenken. Du nimmst einfach wahr, du bist mit dem, was geschieht, und du kannst es jetzt, weil du es nicht mehr anders haben willst. Das ist das Geheimnis von Hingabe. Aus diesem Erleben heraus geschieht alles andere von selbst.
Link zum Zitat im Video bei 47m26s
Und nur daraus geschieht alles – nicht aus den Gedanken, nicht aus dem Kämpfen, nicht aus dem Besserwissen. Natürlich weißt du, dass Rauchen nicht gut für dich ist – aber es nützt nichts.
Kauf dir die Zigaretten, die dir am besten schmecken, auch wenn sie teurer sind, und dann genieße jeden Zug.
Schmeiß sie nicht weg, wenn du gerade nicht rauchen willst. Hab immer einen Vorrat da, damit du wieder anfangen kannst.
Und wenn du dann rauchst, tue es mit Bewusstheit, mit Freude. Genieße es, so gut du kannst.
Das wird alles verändern.
Du hast noch etwas gesagt, was mich berührt hat...
„Es scheint so zu sein, dass alles, was einem im Leben begegnet, in seiner Vollständigkeit durchlebt werden will, bevor man sich ganz und gar ohne Nebenwirkungen davon trennen kann.” Ja, weißt du... Es ist nicht so, dass du dich davon trennst. Das kannst du nicht. Es ist nicht möglich. Es trennt sich von dir. Wenn du es genug genossen hast, wenn du es durch und durch kennengelernt hast, dann vielleicht, wenn es sein soll, trennt es sich von dir. Wenn nicht, dann eben nicht, aber es ist nicht mehr deine Angelegenheit, und das ist das Geheimnis.
Wir sind mit diesem Körper und mit dem, was wir tun, und dem, was geschieht, vollkommen identifiziert. Wir glauben, es sollte anders sein, und wir glauben, wir müssen dafür sorgen, dass es anders wird.
Wenn du aufhörst zu kämpfen und Ja sagst zu dem, was ist, dann löst sich diese Identifikation auf mit dem, was da geschieht: „Ich rauche. Ich bin dumm.
Ich kann es nicht.”
Du akzeptierst, was geschieht, egal was die Konsequenzen sind. Und darin geschieht Freiheit.
Darin kommst du dir selbst näher, und damit meine ich: dem, was in Wirklichkeit dieses Leben lebt.
Du betest zu Gott: „Herr, bitte kümmere du dich um dieses Rauchen; ich kann es nicht.”
Und dann kannst du gewiss sein, dass Gott sich darum kümmert.
Und das heißt für dich: Du brauchst dir keine Gedanken mehr darüber zu machen.
Du kannst es einfach geschehen lassen. Wenn Gott glaubt, dass du damit aufhören solltest, dann wird es geschehen. Wenn nicht, dann geschieht es halt nicht. Aber es ist nicht mehr deine Angelegenheit. Du brauchst nicht mehr darüber nachzudenken. Und in diesem Loslassen wirst du fähig, hier zu sein. In diesem Loslassen wirst du fähig, die Gedanken zu ignorieren.
In diesem Loslassen wirst du fähig, hier zu sein und die Gedanken zu ignorieren. In diesem Loslassen verschwindet das Ego – und es ist das Ego, was dich in der Sucht hält. All das, was so vernünftig klingt, ist in Wirklichkeit die Fessel, die dich daran bindet. Die Hingabe durchtrennt die Fessel, ohne dass du irgendetwas tun musst.
Link zum Zitat im Video bei 51m30s
In diesem Loslassen verschwindet das Ego – und es ist das Ego, was dich in der Sucht hält.
All das, was so vernünftig klingt, ist in Wirklichkeit die Fessel, die dich daran bindet. Die Hingabe durchtrennt die Fessel, ohne dass du irgendetwas tun musst.
Das ist das Geheimnis von Glaube, das ist das Geheimnis von Hingabe, von Guru, von Gott. Du sagst: „Gott, kümmere du dich darum, ich kann es nicht.” Und wenn du keine Beziehung zu Gott hast, sondern zu einem Guru, dann machst du das da. Du weißt: er kümmert sich um alles, du spürst es, du erlebst es – und in diesem Loslassen verschwindet das Ego, und alle Fesseln an das, was dich plagt, verschwinden.
Die Gedanken können es nicht verstehen; trotzdem erlebst du es.
Danke für deine E-Mail, danke für deinen Mut, so schön aus deinem Leben zu berichten.
Dem Moment treu sein, nicht den Gedanken
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Ich möchte noch eine E-Mail vorlesen: „Lieber Mikael, du sprichst davon, sich dem hinzugeben, was gerade sein möchte, auch dann, wenn ich etwas anderes mit jemandem geplant habe. Aber ist es dann nicht so, dass ich einfach nur dem folge, was mir gerade in den Sinn kommt, und keine Rücksicht auf den anderen nehme, mit dem ich ja etwas ausgemacht habe?
Mein Geist ist wie ein Affe und springt von einem Ast zum anderen, von einem Thema zum anderen. Geht es nicht genau darum, Ordnung und Ruhe da hineinzubringen, Beständigkeit? Wie soll ich mich denn sonst auf mich verlassen können, und wie können andere mir dann vertrauen? Werde ich dann nicht fremdbestimmt?”
Den ersten Satz, den möchte ich noch einmal vorlesen: „Du sprichst davon, sich dem hinzugeben, was gerade sein möchte, auch dann, wenn ich etwas anderes mit jemandem geplant habe.”
Es ist so: Wenn mich jemand fragt: „Hey, hast du Lust, dich zu treffen?”, oder jemand sagt: „Hey, hast du Lust, da-und-da dahin zu kommen und Satsang zu geben?”, dann nehme ich mir jede Freiheit, so zu antworten, wie ich will. Ich spüre in mich hinein und schaue, wozu ich Energie habe und wozu nicht. Und dann bin ich dem treu. Und dann sage ich: Ja oder Nein.
Und dann tue ich das.
Ich stelle mir hinterher nicht noch einmal die Frage: „Soll ich das tun? War das eine gute Idee?” Nein – in dem Moment, wo ich die Entscheidung getroffen habe, da war ich mir treu, und dann mache ich das. Natürlich kommt der Verstand später hinzu und hat eine neue Idee. Die Gedanken sind, wie du es beschreibst: wie ein Affe; der springt von Baum zu Baum.
Die haben jetzt die Idee, fünf Minuten später eine ganz andere, die der Idee, die jetzt da ist, vollkommen widerspricht. So sind die Gedanken. Da ist keine Beständigkeit, und in Gedanken findest du nie Beständigkeit, nur im Augenblick.
Manchmal kannst du Sachen spontan tun.
Da kannst du dir einfach treu sein. Du sitzt mit jemandem zusammen, und jemand fragt dich etwas: „Hey, hast du Lust, das und das zu machen?” Und dann kannst du dir einfach treu sein und sagen: Nein, oder: Oh ja, gerne.
Aber wenn ich etwas ausgemacht habe, dann mache ich das.
Ich lasse nicht zu, dass meine Gedanken mich da zum Narren halten. Und ich bin da radikal.
Das habe ich von meinem Meister gelernt, von Soham.
Es gibt viele Dinge, da kann man nicht spontan sein, die müssen geplant werden. Anders geht es nicht. Und er wurde natürlich, weil er ja der Chef war sozusagen, oft gefragt: „Hey, wie willst du das haben?
Sollen wir dies machen? Wie soll das arrangiert werden?” Und dann ist er in sich gegangen und hat entschieden.
Und dann kamen oft Menschen später noch einmal zu ihm und haben gefragt: „Hey, sollen wir das wirklich so machen?”, weil sie selbst daran gezweifelt haben; sie dachten: „Ja, sollen wir nicht lieber? Ist das nicht besser so oder besser so?” Diesen anderen Menschen um ihn herum ging es wie dir: jeden Tag neue Ideen, neue Zweifel.
Und dann gingen sie zu ihm hin und haben gesagt: „Hey, du hast es entschieden, willst du das immer noch so? Wollen wir das nicht so machen?” Und er war radikal – er ist radikal; er hat gesagt: „Hey, du hast mich gestern gefragt, ich habe entschieden, ich will nicht noch einmal darüber nachdenken, lass mich in Ruhe.”
Und so gehe ich mit meinem Verstand um: Wenn ich etwas entschieden habe, habe ich entschieden: Ich will nicht noch einmal damit behelligt werden.
Vielleicht war die Entscheidung falsch, das kann schon sein, das ist mir aber egal. Und indem ich dazu stehe, was ich gesagt habe, und es durchlebe, dadurch lerne ich. Und dann wird die nächste Entscheidung vielleicht eine andere. Aber auch der bin ich dann wieder treu.
Es geht nicht darum, Sklave der Gedanken zu sein – das, was du fremdbestimmt nennst. Es geht nicht darum, jedem Gedanken zu folgen, den du hast, im Gegenteil.
Du hast irgendwelche tolle Ideen, die sich die ganze Zeit ändern, und dann gibt es da eine, wo du denkst: „Ja, vielleicht will ich das machen.”
Und jetzt willst du wissen: Ja, ist das nur dieser Affe, oder will ich das wirklich?
Es geht ganz einfach: abwarten, still werden. Vergiss den Gedanken. Kehre dich nach innen, werde ganz still. Denke nicht darüber nach, und dann schau, was von selbst geschieht, ohne dass du dich entscheidest – einfach indem du still warst und leer.
Das geht ganz einfach. Und wenn du wirklich nicht weiter weißt: tu nichts.
Warte, bis sich die Frage von selbst erledigt. Warte, bis Klarheit kommt. So mache ich das.
Aber sei nicht Sklave der Gedanken, das ist dumm, die führen dich im Kreis.
Es gibt einen Unterschied zwischen dem, was man denkt, und dem, wofür ganz klar Energie da ist.
Aber um das spüren zu können, muss man ganz still werden und langsam werden, ohne Eile, ohne Hast.
Und dann wird ganz schnell klar, wo das Leben den nächsten Schritt hinsetzen möchte.
Danke für deine Frage.
Ich habe noch eine Frage, die ich gerne vorlesen möchte.
Ah... und hier steht noch eine letzte: „Hast du einen Link zu der Biografie von Swamiji?” Ja, den habe ich auf meiner Website, auf der Seite Himalaya-Samarpan-Meditation. Da habe ich nicht nur die Links zu den Informationen über die Meditation aufgelistet, sondern da habe ich auch einige Informationen und Links zu Informationen über Swamiji aufgeführt, und das sind auch die Links und Informationen zu seiner Autobiografie. Es macht sehr viel Freude, die zu lesen, und ich kann das jedem nur ans Herz legen. Es ist eine wunderbare Lektüre.
Ich lese diese sechs Bände immer wieder. Sie sind Seelennahrung für mich – Prasad. Es ist einfach ein Geschenk.
Den freien Willen gibt es nicht
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So, aber jetzt noch zu der Frage, die ich hier noch vorlesen möchte.
„Lieber Mikael, heißt das, dass man, egal was man auch Ungutes dem Körper antut, das bis zum Schluss durchlaufen muss? Wenn ja, wieso gelingt es bei manchen durch den eigenen Willen, mit unguten Dingen aufzuhören? Du sagst ja selbst: Es gibt keinen eigenen Willen. Aber wird die Willenskraft nicht durch Meditation gestärkt? Ich bin verwirrt.”
Danke für diese wunderschöne Frage.
Jeder Mensch hat einen Willen: das sind die Gedanken. Aber dieser Wille ist nicht frei. In der Frage zuvor wurde das schon angesprochen: Das ist wie ein verrückter Affe.
Der Wille macht, was er will. Du hast da nichts zu sagen.
Den freien Willen, den gibt es nicht. Du kannst dich nicht entscheiden, was deine Gedanken wollen.
Den freien Willen gibt es nicht. Du kannst dich nicht entscheiden, was deine Gedanken wollen. Du hast nur zwei Möglichkeiten: Du kannst deine Gedanken entscheiden lassen, und dann ist dein Leben ein einziges Chaos, oder du kannst das Leben entscheiden lassen. Diese zwei Möglichkeiten gibt es. Es gibt keine andere.
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Das geht nicht. Du hast nur zwei Möglichkeiten: Du kannst deine Gedanken entscheiden lassen – und dann ist dein Leben ein einziges Chaos, ein Irrenhaus –, oder du kannst das Leben entscheiden lassen. Diese zwei Möglichkeiten gibt es. Es gibt keine andere.
Ich muss deine Frage noch einmal lesen, weil da etwas drinsteckt, auf das ich noch nicht geantwortet habe.
Ja, du schreibst, dass ja scheinbar manche Menschen wirklich den Willen haben, mit unguten Dingen aufzuhören. Nein, das sieht nur so aus von außen. Schau, es ist genau, wie du das sagst: Man muss die Dinge so lange durchleben, bis man damit fertig ist – oder ich will es einmal so sagen: bis die Dinge mit einem fertig sind.
Und das geht umso schneller, je bereitwilliger man diese Dinge durchlebt, ganz gleich, was es ist: ob es eine schmerzhafte Krankheit ist oder eine Sucht oder eine Tragödie oder eine unmögliche Situation, es spielt keine Rolle.
Und wenn die Zeit dann reif geworden ist, dass das von dir geht, dann kannst du plötzlich damit aufhören – so fühlt es sich an: Plötzlich kannst du damit aufhören.
Vielleicht konntest du 20 Jahre lang nicht damit aufhören, aber plötzlich kannst du es. Dann denkst du: „Ah, ich bin stark genug geworden.” Nein – die Sache hat sich einfach erledigt.
Wir glauben immer, wir tun alles: wir sind diejenigen, die süchtig sind, und wir sind diejenigen, die stark genug werden, aufzuhören. Aber nichts von all dem stimmt. Du tust hier überhaupt nichts.
Wir glauben immer, wir tun alles: wir sind diejenigen, die süchtig sind, und wir sind diejenigen, die stark genug werden, aufzuhören. Aber nichts von all dem stimmt. Du tust hier überhaupt nichts.
Ja sagen, das kannst du tun – wenn es dir möglich ist.
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Ja sagen, das kannst du tun – wenn es dir möglich ist.
Und dann beobachtest du andere Menschen, und wenn die an diesem Punkt sind, wo etwas fertig ist, dann können sie plötzlich damit aufhören. Und dann denkst du: „Ja, wieso kann ich das nicht?” – weil die Sucht mit dir noch nicht fertig ist.
Also: Sei da, wo du bist. Jeder Mensch muss immer da sein, wo er gerade ist.
Sei da, wo du bist. Jeder Mensch muss immer da sein, wo er gerade ist. Wenn du das tust, wenn du bereit dazu bist, einfach da zu sein, wo du bist, ganz gleich wie das aussieht, dann ist alles gut. Dann geschieht alles von selbst; dann geschieht Hingabe; dann geschehen Wunder.
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Wenn du das tust – wenn du bereit dazu bist, einfach da zu sein, wo du bist, ganz gleich wie das aussieht –, dann ist alles gut; dann geschieht alles von selbst; dann geschieht Hingabe; dann geschehen Wunder.
Entscheiden ohne Gedanken
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Ich will einmal schauen, ob ich noch eine Frage habe, die dazu passt.
Ja, hier gibt es noch eine Frage, die ich gerne noch vorlese; die passt zu dem, was wir vorhin gehört haben. „Lieber Mikael, ich danke dir sehr für deinen Kanal und die täglichen Samen der Erkenntnis.
Diesmal habe ich eine Frage. Ich bin grundsätzlich glücklich, zufrieden und sehr dankbar mit meinem Leben, mit Partner, Familie, Haus, Job und Freizeitgestaltung. Es gibt aber zwei Bereiche, wo ich immer wieder Verpflichtungen eingehe, die ich dann bereue: zum Beispiel eine Aufgabe in einer Kirche übernehmen, von der ich nicht überzeugt bin, oder Konzerttermine, die mir mehr Stress als Freude bereiten.
Hier habe ich aber vorher ganz klar die Wahl, ob ich Ja oder Nein sage. Wenn ich schon weiß, dass mich diese Verpflichtungen temporär unglücklich machen, darf ich Nein sagen, auch wenn ich damit jemanden enttäusche?
Es ist für mich in dem Moment, in dem mich jemand fragt, immer sehr schwer abzuschätzen, ob das Leben mir das jetzt zugetragen hat und ich diese Chance annehmen soll, oder ob ich Nein sagen darf, damit ich mehr Ruhe habe, um in meine innere Mitte zu kommen und dann nach innen zu hören.”
Was für eine schöne Frage. Ich danke dir sehr.
Es ist so, dass wir meistens überhaupt nicht wissen, was jetzt für uns wirklich dran ist. Es ist genau, wie du es beschreibst: Es ist sehr schwer. Jemand fragt dich etwas, die Gemeinde, die Kirche fragt bei dir an: „Hey, hast du Lust, da mitzumachen und zu helfen?”
Und dann ziehen zehn verschiedene Pferde in dir in zehn verschiedene Richtungen. Eines will Ja sagen und möchte gerne helfen. Ein anderes Pferd sagt: „Oh nein, nicht schon wieder.” Ein drittes Pferd sagt: „Ich brauche meine Ruhe.” Ein viertes Pferd sagt: „Ja, aber das wäre doch auch wichtig und schön.” Und du hast keine Ahnung, was du tun sollst. So sind die Gedanken.
Aber die wollen eine Antwort haben.
Es gibt einen Trick, und der heißt Zeit.
Wenn dich jemand fragt, sage: „Hey, danke für deine Frage, ich sage dir morgen Bescheid. Morgen antworte ich dir – ich muss noch etwas abchecken, dann kann ich dir antworten.”
Und dann wirst du still in dir, dann meditierst du. Und vergiss die Frage. Es ist nicht so, dass du in der Meditation eine Antwort suchst. Das ist nicht Meditation. In der Samarpan-Meditation vergisst du alle Gedanken. Du schickst deinen Gedanken und all diesen Fragen überhaupt keine Aufmerksamkeit und ruhst einfach nur hier oben am Scheitel, das, was die Inder das Kronenchakra nennen.
Du wirst einfach leer.
Und dann, am nächsten Tag: Du weißt ja, jetzt musst du denen Bescheid geben, jetzt gibst du denen die Antwort.
Dann lässt du dich davon überraschen, was du jetzt antwortest.
Du weißt, du bist leer, du bist völlig frei, du weißt nicht, was richtig ist. So entscheide ich: Ich weiß gar nichts, ich habe keine Ahnung, was hier richtig und falsch ist.
Ich werde einfach leer, und dann antworte ich.
Und dann tue ich das, was ich antworte.
Dann stehe ich dazu.
Und dann mache ich mir überhaupt keine Gedanken mehr darüber, ob ich richtig oder falsch geantwortet habe. Das gehört dazu, verstehst du? Dann bin ich ganz bei dem. Ja, vielleicht ist es schwierig. Vielleicht habe ich Ja gesagt, und dann mache ich mit, und dann merke ich: „Um Gottes willen, das ist ja schrecklich.
Warum habe ich nur Ja gesagt?” Aber ich weiß: Moment mal, ich mache mir überhaupt keine Gedanken darüber, ich bin einfach damit hier und erlebe das, so gut ich kann, egal wie es ist, auch wenn es stressig ist, auch wenn es irritierend ist. Und dann erlebe ich gleichzeitig das Geschenk der Situation.
Jede Situation ist sehr reich und hat von allen Seiten etwas, aber ich denke nicht darüber nach. Und ich denke auch nicht, dass ich jetzt lerne, das nächste Mal besser zu antworten. Ich denke überhaupt nicht ans nächste Mal. Ich bin ganz dabei, bei dem, was ich entschieden habe, und erlebe das ohne jede Bewertung, so wie es wirklich ist. Und das Erleben von dem, was ich da tue, ändert sich in jedem Augenblick.
Vielleicht dauert der Job, wo ich zugesagt habe, vier Stunden. Eine Stunde ist mühselig, eine Stunde ist wunderschön, eine Stunde ist völlig neutral, und eine Stunde ist einfach nur wunderbar. Es ändert sich die ganze Zeit, alle fünf Minuten. Wir können darüber nicht nachdenken. Lass dich davon berühren. Erlebe es, so rein du kannst, und das heißt: ohne Bewerten, ohne Gedanken, ohne an die Entscheidung zu denken, die du gemacht hast, und ohne an morgen zu denken und was du morgen entscheiden würdest – dann ist es leicht.
Also lass entscheiden – entscheide nicht du. Du werde leer, werde still, meditiere, vergiss die Frage – und dann antwortest du, und du weißt nicht, wer antwortet. Und dann bist du dem treu. Und ich verspreche dir: Wenn du das ein paar Mal machst, wirst du ein paar große Überraschungen erleben.
Ich will noch einmal auf die Frage gucken, ob ich etwas vergessen habe.
Ja, ich glaube, das passt.
Weißt du, wir wissen nicht, was gut für uns ist.
Oft weiß ich genau, wie ich mich entscheiden sollte.
Aber ich mache genau das, was ich dir rate: Ich lasse alle Gedanken beiseite.
Ich bin still und leer, so gut ich eben kann, und dann schaue ich, wo meine Energie mich hintragen will. Da gehe ich hin. Das entscheide ich.
Und oft denke ich: „Um Gottes willen, das kann nicht richtig sein.”
Aber was ich dann hinterher erlebe, ist etwas völlig anderes.
Lass dich überraschen; sei offen. Danke für deine Frage.
Du glaubst, Hingabe sei absurd
Link zum Thema im Video bei 1h14m58s
Ja, so viel zum Thema Ego-Falle.
All das hat mit Ego zu tun: „Ich muss mich richtig entscheiden. Ich muss mit dem Rauchen aufhören können.”
Das geht alles nicht.
Aber sich einfach hingeben, und das heißt: das, was da geschieht, nicht ernst nehmen, sondern dabei sein, egal was geschieht, und es nicht persönlich nehmen; nicht darüber nachdenken. Das heißt „nicht darüber nachdenken”: es nicht persönlich nehmen, es nicht gut oder schlecht finden.
Wenn du das übst, dann hat das Ego keinen Platz.
Und: das zu lernen, das kannst du nicht. Du kannst nicht.
Auch das muss von selbst geschehen.
Und das ist mein ganz persönliches Anliegen: dir einen Geschmack davon zu geben, dass es nicht verkehrt ist, sich von jemand anderem berühren zu lassen: von einem Guru, von einem Meister oder von einem Verrückten wie mir.
Ich möchte dir einen Geschmack davon geben, dass es nicht verkehrt ist, zu sagen: „Ich kann das nicht.” Im Gegenteil: Das ist die Voraussetzung dafür, dass etwas geschieht.
In dem Moment, wo du sagst...
In dem Moment, wo du beten kannst: „Herr, ich kann das nicht, ich kann keine Hingabe, ich kann meine Gedanken nicht ignorieren, ich kann nicht mit dem Rauchen aufhören, ich weiß noch nicht einmal, wie ich mich richtig entscheiden soll bei banalen Fragen.
Mach du das bitte!” – in dem Moment geht die Tür auf.
Wenn du einen Guru hast und verzweifelt bist... In dem Moment, wo du sagen kannst: „Ich kann das nicht.
Hilf! Komm!” – in dem Moment ist er da.
Du wirst hochgehoben und getragen.
Du erlebst Tage und Wochen der Dunkelheit, und irgendwann erinnerst du dich: „Oh, ich bin nicht allein.”
Und wer auch immer es ist, mit dem du dich verbunden fühlst, ob es Jesus ist oder irgendein indischer Baba oder ein amerikanischer Meister – es spielt alles keine Rolle.
In dem Moment, wo du dich erinnerst und sagst: „Soham, wo bist du? Komm!” – in dem Moment wird alles anders. Und es ist diese Hingabe, die alles anders macht, diese Offenheit.
Es ist, als hätten wir zwei Türen in uns: die zum Ego und die zur Seele. Und in dem Moment geht die Tür zur Seele auf – und alles ist anders.
Und davon möchte ich dir immer wieder erzählen: dass das, was wir aufgeklärte, moderne Menschen für so abwegig halten – wir, die doch unser Leben im Griff haben und uns selbst...
Für mich klingt das wie ein Witz.
Für uns ist alles, was mit Hingabe und Machen-Lassen zu tun hat, völlig absurd.
Aber nur, weil du es für absurd hältst, heißt es nicht, dass das Leben nicht genauso funktioniert.
Das ist übrigens der Grund, warum du im Leben unüberwindbare Schwierigkeiten erlebst.
Das ist der Grund, warum du im Leben unüberwindbare Schwierigkeiten erlebst. Das ist der einzige Grund: um dich zur Hingabe zu bewegen. Sobald du lernst, dich hinzugeben, wird dein Leben leicht, und die Dramen verschwinden vollkommen aus deinem Leben.
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Das ist der einzige Grund: um dich zur Hingabe zu bewegen.
Sobald du lernst, dich hinzugeben, wird dein Leben leicht, und die Dramen verschwinden vollkommen aus deinem Leben.
Und ich spreche zu dir, um dir aus meiner eigenen Erfahrung davon zu berichten, dass es genauso ist. Es ist genauso. Das, was die Meister sagen, das, was Soham sagt, das, was die Gurus sagen, stimmt.
Und wenn du das hörst, weißt du auch: Es stimmt. Fünf Minuten später sagen deine Gedanken natürlich etwas ganz anderes, aber das ist völlig irrelevant.
Jeder, der hier ist und das hört, wird befreit werden.
Es kann nicht anders sein, denn jeder, der das hören kann, hat eine Seele; die wird dich befreien, die wird berührt, die wird wachsen. Meditiere einfach jeden Tag, und dein Leben wird sich in ein Wunder verwandeln.
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Ich liebe dich.