Online-Satsang vom 14. Mai 2026
Deutsch mit deutschen Untertiteln.
Themen: Ich bin ein ganz normaler Mensch wie du. Hör auf, dich zu bewerten. Sich vom Leben chauffieren lassen. Das Leben wirft dich auf dich selbst zurück. Hör auf deine Seele, nicht auf den Verstand. Meditation ist es nur ohne Erwartung. Lass deine Kinder gehen. Sei bereit, verkehrt zu sein. Erst als Verkehrter wird man kreativ. Wo Nähe war, ist keine Trauer. Vergleiche deine Erfahrung mit niemandem. Akzeptanz ändert nicht die Welt, sondern dich. Bei mir gibt es kein Richtigsein – nur Frieden. Das Geschenk liegt in den Gefühlen. Wer Ja sagt, wird getragen.
Über dieses Video:
Durch alle Fragen dieses Abends lief ein einziger, stiller Faden, auch wenn ihn niemand aussprach: dass wir das, was wir suchen, immer am falschen Ort suchen. Wir suchen das Glück in der Welt, den Sinn in der Situation, den Frieden in der Veränderung unserer selbst – und finden ihn nie. Denn er ist nicht da draußen. Er liegt innen, in der schlichten Bereitschaft, sich dem zuzuwenden, was mit den Gedanken und der Welt nichts zu tun hat.
Swamiji sagt, dieses Jahr 2026 sei ein besonderes Jahr, in dem alles intensiver wird, als läge das Leben unter einem Vergrößerungsglas. Ich spüre das von Tag zu Tag. Und doch gibt es in Wahrheit nur eine einzige Sache zu lernen: nach innen zu gehen. Aber das können wir nur, wenn wir aufhören, uns zu bewerten – wenn wir uns nehmen, wie wir gerade sind, und nicht denken, wie wir einmal waren oder einmal sein sollten.
So drehten sich die Fragen um die immer gleiche Erschöpfung des Menschseins: um die innere Dumpfheit, um ein Leben voller Verletzungen und vergeblichen Wartens auf Liebe, um die Sorge um die erwachsenen Kinder, um das Gefühl, verkehrt zu sein. Und ich durfte immer wieder dasselbe bezeugen: dass das Leben uns nicht viele Glücksmomente schenken will, sondern uns ganz allmählich auf uns selbst zurückwirft, damit wir endlich dort suchen, wo das Glück wirklich wohnt.
Eine Frau hatte gefragt, ob sie nicht die Schöpferin ihres Lebens sei, ob sie ihr Schicksal selbst bestimmen könne. Und ja, irgendwo stimmt das – aber nicht so, wie wir es uns erträumen. Das Ich, das sich für jemanden hält, für diesen Körper, für seine Pläne und seine Wünsche, bestimmt gar nichts. Was wirklich lenkt, ist jener Funke des Seins in dir, der vom Göttlichen nicht getrennt ist. Und der fragt nicht danach, was du gerne hättest.
Und immer wieder kamen wir auf das Eine: Schließ Freundschaft mit deinen Gefühlen. Du reagierst nicht auf Menschen, sondern auf die Gefühle, die sie in dir auslösen. Lass deine Kinder gehen, indem du deine Sorgen einlädst. Sei bereit, verkehrt zu sein – denn erst als Verkehrter wird man frei und kreativ. Ich kenne keinen einzigen Menschen, der richtig ist; bei mir gibt es kein Richtigsein, nur Frieden.
Danke für diesen wundervollen Abend! Danke für Satsang.
Links zu den Themen in dieser Aufzeichnung:
(weiter unten gibt es die vollständige Abschrift).
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Ich bin ein ganz normaler Mensch wie du
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Hör auf, dich zu bewerten
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Sich vom Leben chauffieren lassen
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Das Leben wirft dich auf dich selbst zurück
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Hör auf deine Seele, nicht auf den Verstand
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Meditation ist es nur ohne Erwartung
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Du reagierst nicht auf Menschen, sondern auf deine Gefühle
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Lass deine Kinder gehen
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Sei bereit, verkehrt zu sein
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Erst als Verkehrter wird man kreativ
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Wo Nähe war, ist keine Trauer
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Vergleiche deine Erfahrung mit niemandem
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Akzeptanz ändert nicht die Welt, sondern dich
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Bei mir gibt es kein Richtigsein – nur Frieden
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Das Geschenk liegt in den Gefühlen
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Wer Ja sagt, wird getragen
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Vollständiger Text der Aufzeichnung zum Mitlesen:
Ich bin ein ganz normaler Mensch wie du
Link zum Thema im Video bei 0m08s
[Dhyan Mikael:] Guten Abend.
Herzlich willkommen zum Satsang.
Endlich wieder Satsang. Ich weiß, ich sage das in jedem Satsang, aber ich freue mich einfach total.
Wie immer könnt ihr euch heute Abend mit euren Fragen an mich wenden, wenn du eine Frage hast zu deinem Leben oder zu deinem spirituellen Weg, aber auch zu den ganz praktischen Sachen im Leben, zur Arbeit, zur Liebe, zur Partnerschaft... all die Sachen, die uns normalerweise verunsichern.
Alle diese Fragen sind im Satsang willkommen.
Und ich spreche so gerne darüber, weil ich all diese Themen selbst auch kenne. Ich bin ein ganz normaler Mensch, genau wie du.
Und ich habe gelernt, als ganz normaler Mensch zu entdecken, wie man wirklich leben kann.
Und davon erzähle ich dir immer wieder, ganz, ganz gerne.
Und das machen wir jetzt eineinhalb Stunden, bis um halb zehn.
Du kannst, wenn du eine Frage hast, in den Chat schreiben, auf YouTube oder in Zoom, und zwischendurch lese ich auch immer wieder eine Frage vor, die mich per E-Mail erreicht hat. Wenn du Fragen hast außerhalb vom Satsang, kannst du mir gerne schreiben, per E-Mail – auf meiner Webseite findest du meine Kontaktdaten –, und ich antworte dir sehr gerne. Es kann eine Weile dauern, bis ich antworte, aber ich antworte immer. Ich bitte also um ein bisschen Geduld. Aber hier im Satsang, da bekommst du deine Antworten sofort.
Hör auf, dich zu bewerten
Link zum Thema im Video bei 2m10s
Hallo Simone. Danke, dass du wieder dabei bist.
Hast du schon Fragen, die du vorlesen magst?
[Simone:] Hallo Mikael, danke, dass ich wieder dabei sein darf. Ja, ich habe schon Fragen.
[Dhyan Mikael:] Ja, wie schön. Schieß los.
[Simone:] Die erste Frage ist von Martina.
[Dhyan Mikael:] Martina, guten Abend. Hallo, ich freue mich, dass du da bist.
[Simone:] „Hallo, lieber Mikael, seit vielen Monaten erlebe ich eine sehr aufregende, fordernde und anstrengende Zeit, sowohl körperlich als auch geistig und seelisch.
Allmählich bin ich so häufig erschöpft und geistig müde, dass es mir schwerfällt, meinen normalen Alltag zu bewältigen. Am schwierigsten an all dem ist, dass ich mich so wenig spüre, wo ich doch eigentlich ein Mensch bin, der sich verbunden fühlt und mit Achtsamkeit und Freude und Lebenslust durchs Leben geht. Diese innere Dumpfheit plagt mich sehr, und ich kann sie nur schwer annehmen, da sie so lähmend ist. Hast du ein paar Worte für mich? Ich danke dir von Herzen, Martina.”
[Dhyan Mikael:] Danke, Martina.
Mir geht es genau wie dir. Und ich möchte dir sagen, was Swamiji über dieses Jahr, das wir gerade erleben, gesagt hat, über das Jahr 2026.
Falls du nicht weißt, wer Swamiji ist: Das ist der indische Meister, der die Samarpan-Meditation, die jetzt auch Himalaya-Meditation genannt wird und von der ich so gerne spreche, aus dem Himalaya zu uns in die Gesellschaft bringt. Und er sagte, dass dieses Jahr 2026 ein besonderes Jahr wird.
Alle paar Jahre, alle fünf oder sieben oder zehn Jahre gibt es ein Jahr, da geht es richtig rund – überall, auf allen energetischen Ebenen und überall auf der Welt. Und ich spüre das in diesem Jahr vom ersten Tag an, als würde alles, was ich erlebe, intensiver sein; als ob alles, was ich versuche, besser geht; als ob alles, was ich falsch mache, viel mehr wehtäte als sonst; als ob das Leben wie unter einem Vergrößerungsglas stattfände.
Und das ist eine enorme Gelegenheit – wenn wir nicht darüber nachdenken, und wenn wir unsere Bewertungen darüber fallen lassen, wie wir es gerne hätten.
Ich habe in diesem Jahr das Gefühl, ich muss alles neu lernen, immer wieder.
Aber wir müssen in Wirklichkeit nur eine einzige Sache lernen: einfach lernen, nach innen zu gehen. Dabei hilft die Meditation, von der ich spreche: einfach nach innen gehen – aber das können wir nur, wenn wir uns nicht bewerten; wenn wir uns so nehmen, wie wir sind. Manchmal fühlst du dich total verbunden mit dir selbst, und du magst es – und so hättest du es gerne immer, aber es ist nicht immer so.
Und dann diese Martina annehmen...
Und das Einzige, was du spürst, ist, dass du dich nicht spürst, wenn du dich dumpf fühlst. Du willst dich aber anders fühlen, und das ist das einzige Problem.
Hör auf, dich zu bewerten. Hör auf, deine Gefühle zu bewerten, und hör auf zu bewerten, wie du dich fühlst.
Hör auf, dich und deine Gefühle zu bewerten. Dann geht alles viel einfacher. Natürlich habe ich Zustände, die mag ich lieber, aber alle anderen dürfen genauso da sein. Und das Wichtigste: ich denke nicht darüber nach, was das zu bedeuten hat. Dann kommen und gehen sie, diese Zustände, wie das Wetter. Du darfst es dir wirklich so einfach machen.
Link zum Zitat im Video bei 6m28s
So mache ich das. Und dann geht alles viel, viel einfacher. Natürlich habe ich Zustände und Gefühle, die mag ich lieber. Aber alle anderen dürfen genauso da sein. Und das Wichtigste ist: Ich denke nicht darüber nach, was das jetzt zu bedeuten hat.
Und dann kommen sie und gehen sie, diese Zustände, diese Zeiten, die Jahreszeiten, wie das Wetter.
Du darfst es dir wirklich so einfach machen. Du darfst dich einfach so nehmen, wie du bist, wie du jetzt bist.
Und denk nicht an die Martina, wie sie einmal war. Jetzt ist sie so. Der Mikael ist jetzt gerade so, wie er jetzt ist. Er war auch schon einmal anders. Und er wird auch wieder anders sein. Aber jetzt ist er so.
Und jetzt liebe ich ihn so, wie er jetzt ist.
Das ist meine einzige Aufgabe.
Und mir hilft es dabei ungemein, den Tag damit zu beginnen, mich hinzusetzen, die Augen zu schließen, ins Kronenchakra zu gehen und eine halbe Stunde lang meinen Gedanken keine Aufmerksamkeit zu geben, sondern einfach mit dem zu sein, was da ist, wenn ich nicht denke, ohne zu bewerten.
Das ist die Samarpan-Meditation.
Und ich muss das wirklich jeden Morgen üben, jeden Morgen, immer wieder – und ganz allmählich, mit den Jahren, wird diese Akzeptanz, dieses Nicht-Bewerten, dieses Sich-selbst-Lieben, egal, wie ich bin, zur Selbstverständlichkeit, und das Leben wird anders.
Dazu lade ich dich ein.
Danke, Martina. Danke für deine Frage.
Sich vom Leben chauffieren lassen
Link zum Thema im Video bei 9m29s
Magst du fortfahren, Simone?
[Simone:] Ja, gerne. Ich lese die Frage von Brigitte vor.
[Dhyan Mikael:] Brigitte, guten Abend. Hallo.
[Simone:] „Lieber Mikael, was sagst du zu der Aussage ‚Du bist der Schöpfer und das Leben ist dein Diener'; dass ich mein Schicksal selbst bestimmen kann? Sag bitte etwas dazu. Danke.”
[Dhyan Mikael:] Wow. Dazu sage ich sehr, sehr gerne etwas.
Diese Vorstellung mögen wir natürlich: ich bin der Schöpfer, und ich kann alles bestimmen.
Und irgendwo stimmt das auch, aber nicht so, wie wir uns das vorstellen.
Dieses Ich, das sich für jemanden hält, das sich für diesen Körper hält und das in dieser Welt hier lebt, das kann überhaupt nichts bestimmen.
Das, was wir wirklich sind – und ich spreche von dem, was mit diesem Körper nichts zu tun hat, was mit den Gedanken nichts zu tun hat und auch mit der Welt nichts zu tun hat –, dieser Funke des Seins, der in dir lebt, der nicht vom Göttlichen getrennt ist, der nicht vom großen Leben getrennt ist, der hat die gleiche Gottesqualität wie das Ganze selbst.
Und wenn man jetzt philosophieren möchte, dann könnte man sagen: Das bestimmt alles.
Aber das hat nichts mit dir zu tun, wenn du glaubst, du bist jemand mit Wünschen und Vorlieben und mit einem Plan und mit einem Traum.
Und deswegen mache ich mir darüber überhaupt keine Gedanken. Das, was ich in tiefster Wahrheit wirklich bin, lenkt und steuert alles.
Aber dieser Mensch hier hat nichts zu sagen. Und deswegen ist das Beste, was ich tun kann, das Leben zu akzeptieren, wie es ist, mich zu akzeptieren, wie ich bin, und alles, was dieser Gott, der in mir lebt und in dir und überall, mir serviert, zu akzeptieren: dass ich keine Wünsche ans Leben habe, sondern einfach Ja sage. Und dann wird das Leben sehr, sehr wundersam. Dann entdeckt man die Wahrheit von dem, was du da sprichst.
Aber es hat nichts mit unserem Wollen zu tun; überhaupt nicht.
Es ist eher so, dass du dann entdeckst – dadurch, wie das Leben dir geschieht, wenn du beginnst, das Leben zu akzeptieren –, dass alles, was das Leben einfädelt, alles, was das Leben sich einfallen lässt, in Wirklichkeit richtig ist für dich.
Und dann begreifst du langsam, wer da am Werke ist.
Aber wie gesagt, mit dem, was wir uns vorstellen und wollen und wünschen, hat das überhaupt nichts zu tun.
Und es ist auch gut so.
Ich weiß nicht, was gut für mich ist. Schau, wenn ich heute auf mein Leben zurückblicke, dann ist es eine Aneinanderreihung von Unvorstellbarkeiten, eine Aneinanderreihung von Dingen, die es gar nicht geben dürfte, ein Wunder nach dem anderen. Aber nichts von all dem hätte ich mir gewünscht.
Ich hätte mir ein perfektes Leben gewünscht, wo alles klappt und alles richtig ist und alles so, wie ich das möchte. Mein Leben war ganz anders. Es war immer gut, aber immer anders, als ich dachte, dass es sein sollte.
Und deswegen wünsche ich mir nichts und will auch nichts manifestieren und möchte auch nichts lenken.
Ich wünsche mir nichts, will nichts manifestieren und möchte auch nichts lenken. Ich lasse das Leben lenken, lehne mich entspannt zurück und lasse mich chauffieren. Solange da jemand ist, der etwas bestimmtes will, sind wir von dieser Allmacht des Göttlichen, die auch in dir wohnt, getrennt. Aber sobald wir das loslassen, werden wir eins damit.
Link zum Zitat im Video bei 14m51s
Ich lasse das Leben lenken, und ich lehne mich entspannt zurück und lasse mich chauffieren.
Und solange da jemand ist, der schöpfen möchte, solange da jemand ist, der glaubt, er sei nicht erleuchtet, oder der glaubt, er sei erleuchtet, solange da jemand ist, der etwas haben will, solange sind wir von dieser Allmacht des Göttlichen, die auch in dir lebt und wohnt, getrennt.
Aber sobald wir das loslassen, werden wir eins damit.
Das ist das, was ich dazu sagen kann.
Ich weiß, das ist das Gegenteil von dem, was die meisten sagen, und auch das Gegenteil von dem, was die meisten Menschen hören wollen.
Aber es ist meine Erfahrung, dass es genauso ist.
Und ich glaube, dass alles andere einfach nur ein Umweg ist, nichts weiter.
Danke für deine Frage. Danke.
Das Leben wirft dich auf dich selbst zurück
Link zum Thema im Video bei 16m40s
Ich möchte eine E-Mail vorlesen, die ich bekommen habe.
„Immer und immer wieder stelle ich fest, wie gut mir deine Worte tun, Balsam auf meiner ‚Ich muss immer entscheiden, ich muss immer Verantwortung tragen, ich muss immer stark sein'-Seele. Ich bin so erschöpft. Mein ganzes Leben hat mich so erschöpft: so viele Verletzungen, Herabwürdigungen, Vernachlässigungen, Demütigungen, Kämpfe ums Überleben und vor allem so viel Bindung an Menschen, die ich meinte zu lieben und von denen ich meinte, dass sie mich lieben, in Wahrheit aber von ihnen nur ausgesaugt und missbraucht wurde für ihr eigenes Ego.
Wie viele Jahre meines Lebens habe ich damit verbracht, darauf zu warten, geliebt zu werden? Wie viele Jahre habe ich damit vergeudet, Erwartungen dadurch erfüllt zu bekommen, indem ich noch mehr diene, noch mehr funktioniere und mich noch mehr verbiege? Aber woher hätte ich es besser wissen sollen? Woher hätte ich wissen sollen, dass ich alleine es bin, die mich zufrieden machen kann?
Bin ich doch dahingehend erzogen worden, dass man seine eigenen Bedürfnisse nicht in den Vordergrund stellen darf. Habe ich es getan, hieß es: ‚Rede nicht ständig von dir' oder ‚Du bist ein Egoist'. Heute, bald sechzigjährig, muss ich zurückblicken auf ein Leben, das mir nur sehr wenige Glücksmomente erschlossen hat. Aber ich mache niemandem einen Vorwurf, denn mittlerweile habe ich erkannt, dass ich es war, die dies alles zuließ, aus Unwissen.
Aber das ist nur ein schwacher Trost.
Umso dankbarer bin ich, dass ich dir, wenn auch nur virtuell, begegnen durfte. Du gibst mir die Kraft, meinen vor nunmehr etwa zwei Jahren eingeschlagenen Weg weiterzugehen, einen Weg, den nur ich für mich gehe, ohne enge Freund- und Bekanntschaften, ohne Partner, der mich reguliert, und weitestgehend ohne Verpflichtungen gegenüber Mitmenschen.
Nur für meine Eltern, die zwar auch mein ganzes Leben lang nicht da waren und denen ich auch nur lieb war, wenn es ihnen genehm war, bin ich noch verlässlich greifbar, weil sie in einem Alter sind, in dem ich nicht mehr Nein sagen will, und dazu habe ich Ja gesagt.
Aber der nun eingeschlagene Weg ist steinig, weil 58 Jahre lang Anderssein sich nicht so ohne Weiteres wegwischen lässt. Daher kämpfe ich oft mit Schuldgefühlen, dem Gefühl, kein wertvolles Mitglied der Gesellschaft zu sein, faul zu sein und mich für mein Anderssein oder, wie du es ausdrückst, mein Verkehrtsein rechtfertigen zu müssen.
Erlege ich mir Aufgaben auf, bin ich streng zu mir und kämpfe mit dem schlechten Gewissen, mein Umfeld zu vernachlässigen. Das erlernte Verhaltensmuster sitzt einfach sehr tief.”
Ja, genau so ist es. Ich danke dir für deinen Brief.
Aber in einem Punkt möchte ich dich gerne korrigieren.
Weißt du, das Leben ist überhaupt nicht dazu da, uns viele Glücksmomente zu bescheren.
Das Leben ist überhaupt nicht dazu da, uns viele Glücksmomente zu bescheren, sondern dazu, dir beizubringen, wo du dein Glück findest. Wir suchen es überall da draußen: in Beziehungen, in dem, was wir Liebe nennen. Irgendwann erkennen wir, dass es da nicht ist, und dann machen wir uns auf den Weg. Und es ist nie zu spät.
Link zum Zitat im Video bei 20m18s
Das Leben ist dazu da, dir ganz allmählich beizubringen, wo du dein Glück findest, und du bist auf dem besten Weg. Und das Leben macht es, indem es immer mehr dafür sorgt, dass du auf dich selbst zurückgeworfen wirst.
Wir suchen das Glück überall da draußen. Es ist genau, wie du es beschrieben hast: in den Beziehungen, in der Liebe, in dem, was wir Liebe nennen, und in vielen anderen Dingen in der Welt.
Irgendwann erkennen wir, dass es da nicht ist, und dann machen wir uns auf den Weg.
Dann wird es interessant, und es ist nie zu spät.
Dafür ist dieses Leben da.
Und du sagst: Es ist ein steiniger Weg.
Und du sprichst von den Gefühlen, die du hast, wenn du beginnst, dich dir selbst zuzuwenden. Und da gibt es einen Trick: Schließ Freundschaft mit den Gefühlen, die du hast. Wenn du dich schuldig fühlst, lade das Schuldgefühl ein. Es ist auch nur ein kleines Kind, das allein gelassen wurde und das niemand liebt.
Schließ Freundschaft mit den Gefühlen. Wenn du dich schuldig fühlst, lade das Schuldgefühl ein. Es ist auch nur ein kleines Kind, das allein gelassen wurde und das niemand liebt. Es ist, als müssten wir an uns selbst vorbeischleichen, um nach innen zu gelangen, dorthin, wo wir das finden, was wir ein Leben lang da draußen gesucht haben.
Link zum Zitat im Video bei 21m39s
Wenn du dich verkehrt fühlst, lade das Gefühl, verkehrt zu sein, ein. Lass es da sein, wie deine Kinder – ohne darüber nachzudenken, ohne Gedanken; dann ist es leicht.
Es ist, als müssten wir an uns selbst vorbeischleichen, um nach innen zu gelangen, dorthin, wo wir das finden, was wir ein Leben lang da draußen gesucht haben. Und deswegen ist es wichtig, dass wir mit uns selbst im Frieden sind, und zwar so, wie wir sind.
Das hat mir mein Meister Soham beigebracht. Er hat mir beigebracht, mich selbst so, wie ich bin, zu lieben – nicht, wie ich dachte, dass ich sein sollte; nicht, wie ich früher dachte, dass ich bin. Mit ihm habe ich gelernt zu erkennen, wie ich wirklich bin: meine Grenzen, meine Menschlichkeit, das, was mein Verstand mein Verkehrtsein nennt.
Und als dann Swamiji und die Samarpan-Meditation zu mir kamen, da war ich in Frieden mit mir und konnte nach innen gehen. Mehr brauchen wir nicht zu lernen.
Das Leben hat dich jetzt dafür weich geklopft. Schau dich in der Welt um.
Die meisten Menschen wollen davon nichts hören. Die meisten Menschen wissen nicht, was dort innen auf sie wartet.
Das Leben hat es sehr, sehr schwer, uns Menschen dazu zu zwingen, diesen Weg einzuschlagen.
Deswegen hast du Glück.
Danke für deinen Brief. Ich freue mich, dass du da bist.
Hör auf deine Seele, nicht auf den Verstand
Link zum Thema im Video bei 24m22s
Simone, bitte fahr fort.
[Simone:] Hier ist eine Frage von Nadine.
[Dhyan Mikael:] Nadine, guten Abend, hallo. Was für eine Freude, dass du da bist.
[Simone:] „Geliebter Mikael, Swamiji kommt im Juli nach Deutschland für ein großes Event. Darüber habe ich mich sehr gefreut, und ich dachte, dass ich da auf jeden Fall mit dabei sein will. Aber dann wieder diese vielen Auflagen, und keine Möglichkeit, die Nacht alleine verbringen zu können. Für mich ist das extrem anstrengend, so viele Menschen, und dann nicht einmal die Nacht alleine sein. Das schaffe ich nicht. Da brauche ich zwei Wochen Urlaub danach.
Mein ganzer Körper krampft sich bei der Vorstellung. Da ist der Schmerz wieder, abgelehnt zu werden; nicht dazuzugehören. Vielleicht will mich Swamiji ja gar nicht. Ich meditiere weiterhin, denn ein Leben ohne Meditation kann ich mir nicht vorstellen, aber die Verbindung mit Swamiji fällt mir schwer. Ich verbinde mich mit der Christusenergie. Ich weiß, das ist das Gleiche, aber irgendwie hängt etwas schief. Hast du ein paar Worte für mich? Danke.”
[Dhyan Mikael:] Danke, Nadine, dass du das schreibst. Danke.
Probiere einmal Folgendes: Denke nicht über das Praktische nach. Denke nicht über das Äußere nach.
Vergiss das alles. Vergiss alles, worüber du nachdenkst. Vergiss alles, was du geschrieben hast, und frag deine Seele: Willst du dahin?
Und das tu.
Wenn heute ein Wunder geschähe und Jesus, den du so schätzt, plötzlich hier wäre, würdest du dann hingehen?
Oder würdest du nicht hingehen, weil du da kein Einzelzimmer bekommen kannst?
Hör nur auf deine Seele. Hör nicht auf deinen Verstand.
Der wird immer Gründe finden, dich davon abzuhalten, zu dem lebendigen Jesus zu gehen, der heute hier ist.
Es gibt nur wenige Menschen, die diesem Ruf folgen können.
Aber die Gelegenheit kommt nie wieder.
Also hör auf deine Seele und ignoriere alle anderen Fragen und Gedanken. Es wird sich alles fügen. Du hast keine Ahnung, was möglich ist.
Meditation ist es nur ohne Erwartung
Link zum Thema im Video bei 27m58s
Simone, bitte fahr fort, falls es noch eine Frage gibt.
[Simone:] Ja, es gibt eine Frage von Britta.
[Dhyan Mikael:] Britta, guten Abend, hallo.
[Simone:] „Seit über einem Jahr mache ich jetzt die Samarpan-Meditation, bis zu fünfmal die Woche. Aber wenn ich aufstehe, ist kurz danach alles wie immer: Gedanken, Gefühle, keine Veränderung. Noch häufiger meditieren schaffe ich nicht. Es ist nicht realistisch. Davon kann es doch nicht abhängen, ob fünf- oder siebenmal pro Woche.”
[Dhyan Mikael:] Ich möchte dir zwei Sachen nahelegen.
Das eine ist: Meditiere jeden Tag – jeden Tag.
Das ist nur eine halbe Stunde.
Keine Ausnahme.
Und du meditierst nur dann, wenn du es ohne jede Erwartung tust. Schau, Meditation ist das Gegenteil von Erwartungen haben. Wenn du dich zum Meditieren hinsetzt, vergisst du alles, was du denkst, alles, was du willst, alles, was du erwartest. Du ruhst einfach in dir, in deinem Kronenchakra, ohne etwas zu wollen.
Meditation ist das Gegenteil von Erwartungen. Du vergisst alles, was du denkst, willst und erwartest. Wenn du meditierst, um etwas zu erlangen, meditierst du nicht. Aber einfach dasitzen um des Dasitzens willen, weil es nichts Besseres gibt, als in dieser Gedankenlosigkeit auszuruhen und endlich einmal für kurze Zeit bei sich anzukommen...
Link zum Zitat im Video bei 29m13s
Wenn du meditierst, um etwas zu erlangen, meditierst du nicht. Dann bist du in den Gedanken und nennst es einfach nur anders.
Aber wirklich einfach dasitzen, um des Dasitzens willen, einfach, weil es nichts Besseres gibt, als in dieser Gedankenlosigkeit auszuruhen und endlich einmal für kurze Zeit bei sich anzukommen...
Was danach passiert, ist vollkommen irrelevant.
Was die Meditation in deinem Leben anrichtet, kannst du nicht wissen und kannst du nicht spüren. Sie wird alles verändern, aber so grundlegend und so von innen heraus, dass du es erst viel später merkst.
Also warte auf keine Veränderung. Dafür meditiert man nicht.
Dann machst du das, was du dein Leben lang schon machst: die Dinge anders haben wollen und mit den Dingen hadern.
Aber jetzt geht eine neue Zeit los in deinem Leben. Jetzt probierst du einmal das Gegenteil. Du wirst dich wundern, was möglich ist.
Und ich möchte noch etwas dazu sagen, warum man denn jeden Tag ohne Ausnahme meditieren soll.
Du hast es selbst beschrieben: Der ganze Tag ist angefüllt mit Gedanken.
Und das ist auch kein Wunder. So sind wir aufgewachsen, wir haben nichts anderes gelernt, und alle Menschen um dich herum leben so.
Und wenn du jetzt ab und zu mal meditierst, dann ist das zwar ganz nett, aber es wird nichts geschehen.
Du kannst die Gedanken nicht abstellen. Du kannst gegen die Gedanken nicht kämpfen. Wenn du das tust, machst du die Sache nur stärker, denn das Kämpfen, das sind auch nur die Gedanken.
Aber wenn du einmal am Tag – einmal am Tag – rebellierst, indem du die Gedanken ignorierst und dich hinsetzt und dich nach innen wendest, so, als hättest du hier das Sagen, so, als wärst du stärker als deine Gedanken, dann reicht das. Am Anfang merkst du im Rest des Tages keinerlei Veränderung, aber dieser eine Kontrapunkt jeden Tag ist die Ausgangsbasis für eine Veränderung, die alles verändert im Leben.
Aber es ist wichtig, dass man es jeden Tag macht. Und am einfachsten geht es, wenn man es gleich am Anfang des Tages macht, direkt nach dem Aufwachen.
Und es stimmt nicht, dass das nicht geht.
Es stimmt nicht, dass es nicht praktikabel ist.
Du hast für so viele Dinge Zeit, aber dafür, das eine zu kultivieren und zu entdecken, wo du deine Freiheit und dein Glück findest, dafür hast du keine Zeit?
Das ist gelogen. Da lügt dich jemand an. Jemand in dir lügt dich an.
Ja... Und ich sage das so klar, weil es heilsam ist, die Wahrheit über sich selbst zu entdecken.
Weißt du, in Wirklichkeit ist es so einfach. Du kannst einfach bleiben, wie du bist. Du brauchst nicht heilig zu sein und nicht spirituell.
In Wirklichkeit ist es so einfach. Du kannst einfach bleiben, wie du bist und deine schlechten Gewohnheiten behalten – wenn du jeden Tag für eine halbe Stunde dem deine Aufmerksamkeit gibst, was mit den Gedanken und der Welt nichts zu tun hat, dann reicht das. Ohne das kannst du da draußen machen, was du willst: es wird nichts passieren.
Link zum Zitat im Video bei 34m24s
Du brauchst nicht weniger denken zu können oder klüger zu sein oder weiser. Du kannst deine schlechten Gewohnheiten behalten. Du kannst essen, was du willst. Du kannst machen, was du willst. Du kannst Fleisch essen und rauchen und egal was.
Aber wenn du jeden Tag einmal für eine halbe Stunde dem deine Aufmerksamkeit gibst, was mit den Gedanken und der Welt nichts zu tun hat, dem da drin, dann reicht das.
Ohne das kannst du da draußen machen, was du willst: es wird nichts passieren. Das ist meine Erfahrung.
Danke, dass du fragst. Vielen, vielen Dank. Ich freue mich so sehr, dass du da bist.
Du reagierst nicht auf Menschen, sondern auf deine Gefühle
Link zum Thema im Video bei 35m37s
Ich lese noch etwas aus einer E-Mail vor, die mich erreicht hat.
Und diese E-Mail freut mich ganz besonders, denn sie kommt von einem Menschen...
Diese Dame hat einen Körper, der nicht mehr so will wie früher. Es gibt ja viele Menschen, die haben ihren Körper nicht mehr unter Kontrolle: die können die Hände nicht mehr richtig bewegen oder nicht mehr schreiben oder nicht mehr richtig sehen. Aber durch die Technik, die es heute so gibt, können sie dann mit ihrer Stimme schreiben, und so kann ich jetzt hier diesen Brief vorlesen.
„Wie werde ich unabhängig davon, auf Menschen mit Sympathie oder mit Antipathie zu reagieren und dadurch das zu verpassen, wofür sie eigentlich stehen?”
Das ist eine wunderbare Frage.
Das ist wirklich eine sehr tiefgründige Frage.
Und ich möchte dir dazu zwei Dinge sagen.
Wenn Menschen uns nahekommen, dann reagieren wir in Wirklichkeit nicht auf den Menschen, sondern auf die Gefühle, die in uns geschehen, die durch diesen Menschen ausgelöst werden. Das hat mit dem Menschen eigentlich gar nichts zu tun.
Wenn Menschen uns nahekommen, dann reagieren wir in Wirklichkeit nicht auf den Menschen, sondern auf die Gefühle, die in uns durch ihn ausgelöst werden. Das hat mit ihm eigentlich gar nichts zu tun. Einer kommt und löst in dir Unsicherheit aus. Und dann magst du diesen Menschen nicht, weil du deine Unsicherheit nicht magst.
Link zum Zitat im Video bei 37m11s
Ein Mensch kommt und löst in dir Unsicherheit aus. Und dann magst du diesen Menschen nicht, weil du deine Unsicherheit nicht magst.
Ein anderer Mensch kommt um die Ecke und löst in dir Angst aus. Du magst diesen Menschen nicht, weil du deine Angst nicht magst. Und dann kommt ein anderer, und du fühlst dich toll und schön. Und dann liebst du diesen Menschen, weil du diese Gefühle liebst, die er in dir auslöst.
Aber das hat alles mit den Menschen nichts zu tun.
Es ist wirklich erstaunlich: Wenn man beginnt, mit den eigenen Gefühlen Freundschaft zu schließen – und das heißt, man lässt sie einfach alle da sein, die schwierigen wie die schönen –, dann passiert das, was du gefragt hast. Wenn du kein Problem mehr hast mit all diesen Gefühlen, die zu dir gehören und die mit diesen Menschen nichts zu tun haben, dann hört diese Reaktion auf.
Dann kommt einer vorbei und lächelt dich an, und du fühlst dich wunderbar, aber du nimmst das Gefühl nicht ernst. Ja, es ist angenehm, aber dir ist es einerlei.
Und dann schaust du den Menschen an, wie er wirklich ist.
Ein anderer kommt und löst die alten, schwierigen Gefühle in dir aus. Aber du freust dich, dass deine Unsicherheit mal wieder vorbeischaut, und du hast überhaupt gar kein Problem mit ihr. Dann kannst du diesen Menschen ansehen, wie er wirklich ist.
Dann wirst du feststellen, dass all diese Menschen alle gleich sind, einer wie der andere, einfach nur ein Mensch, genauso unsicher wie du, genauso schön wie du, genauso verrückt wie du – einfach Menschen, die dir nichts geben können, was du nicht selbst schon hast.
Das ist das Geheimnis. Deswegen ist es so zentral, mit den eigenen Gefühlen Frieden zu schließen. Du musst mit ihnen nichts machen, aber wenn sie kommen: einfach da sein lassen, als wäre es dein Kind. Wenn dein Kind kommt, ist es bei dir immer willkommen. Egal wie es kommt, ob es fröhlich ist oder traurig, ob es wütend ist oder freundlich: es ist immer willkommen.
Wenn dein Kind kommt, ist es bei dir immer willkommen – ob es fröhlich ist oder traurig, ob es wütend ist oder freundlich. Und so machen wir das mit den Gefühlen auch. Wenn du so mit dir selbst, mit deinen Gefühlen, Frieden geschlossen hast, kannst du zum ersten Mal die anderen Menschen so sehen, wie sie wirklich sind.
Link zum Zitat im Video bei 40m14s
Und so machen wir das mit den Gefühlen auch.
Und dann, wenn du mit dir selbst, mit deinen Gefühlen, Frieden geschlossen hast, dann kannst du zum ersten Mal die anderen Menschen so sehen, wie sie wirklich sind.
Dann siehst du, dass der Märchenprinz gar kein Prinz ist, sondern auch nur ein dummer Mann.
Und der, vor dem du immer Angst hattest? Da siehst du: das ist auch ein Mensch, genauso ängstlich und unsicher wie du. Dann wird alles einfacher mit den Mitmenschen.
Das ist der Weg.
Danke für deine E-Mail. Sie geht noch weiter, aber deine andere Frage lese ich später vor.
Danke.
Lass deine Kinder gehen
Link zum Thema im Video bei 41m37s
Simone, hast du noch etwas?
[Simone:] Ja, ich habe noch viele Fragen.
[Dhyan Mikael:] Oh, wie schön. Her damit.
[Simone:] Die nächste Frage ist von Norma.
[Dhyan Mikael:] Norma, guten Abend. Wie schön, dass du hierher gefunden hast. Ich freue mich sehr.
[Simone:] „Lieber Mikael, gibt es außer Gebet noch Möglichkeiten, die erwachsenen Kinder zu unterstützen? Es ist mir weder psychisch noch physisch möglich. Viel zu oft versinke ich in Sorgen. Danke.”
[Dhyan Mikael:] Du fragst, wie du ihnen außer Gebet helfen kannst.
Da möchte ich dir zwei Vorschläge machen.
Das eine ist: Hör auf zu beten, jedenfalls so, wie du betest. Wenn du zu Gott betest und sagst: „Meine Kinder haben es so schwer, ich mache mir solche Sorgen, alles ist so schrecklich, bitte tu etwas”, dann tust du ihnen keinen Gefallen.
Wenn du zu Gott betest: „Meine Kinder haben es so schwer, ich mache mir solche Sorgen. Tu was”, dann tust du ihnen keinen Gefallen. Aber wenn du betest: „Danke, Leben, für solch schöne Kinder. Danke, dass sie ihren Weg gehen, auch wenn ich ihn nicht verstehe und ich mir ständig Sorgen mache” dann lässt du sie gehen.
Link zum Zitat im Video bei 42m32s
Aber wenn du betest: „Danke, Gott, danke, Leben, für solch schöne Kinder.
Danke, dass sie ihren Weg gehen, auch wenn ich ihn nicht verstehe. Danke, dass sie so stark sind, einfach so zu sein, wie sie sind, auch wenn ich überhaupt nicht weiß, wozu das gut sein soll, auch wenn ich denke, sie sollten anders sein.
Danke, dass sie ihren Weg gehen, obwohl ich mir ständig Sorgen mache” – dann lässt du sie gehen.
Mit deinen Sorgen hältst du an deinen Kindern fest, aber die gehören dir schon lange nicht mehr. In Wirklichkeit haben sie dir nie gehört. Du bist nur eine Leihmutter für das Leben.
Und das Zweite, was du für sie tun kannst, ist, dass du beginnst, mit deinen Gefühlen Frieden zu schließen, mit deinen Sorgen, mit deinen Ängsten.
Die haben mit deinen Kindern nichts zu tun.
Das sind deine Gefühle.
Wenn deine Kinder nicht wären, würdest du dir trotzdem Sorgen machen, wegen irgendetwas anderem.
Aber wenn du bereit bist, wenn du den Mut hast, deine Gefühle an dich zu nehmen und zu sagen: „Okay, das sind meine Gefühle, und die lade ich jetzt ein”, dann ist es, als würdest du deinen Kindern eine unendliche Last abnehmen.
Damit kannst du sie unterstützen. Und gleichzeitig ist es ein unendlicher Segen für dich selbst.
Damit befreist du nicht nur deine Kinder, damit befreist du dich.
Wenn du magst, fang an zu meditieren. Das wird dir dabei helfen.
Diese wenigen Minuten am Tag, wo du es übst, nicht auf deine Gedanken zu hören, wo du dir ein paar Minuten gönnst, wo du nicht denkst, wo deine Sorgen nicht an dich rankommen: das ist der Same, aus dem diese Freiheit entspringt.
Und es gibt dir die Kraft und die Zuversicht, deine Gefühle einfach lieb zu haben, so wie sie nun einmal sind.
Du bist schon lange nicht mehr zuständig für deine Kinder, weißt du.
Kümmere dich um dich selbst.
Das ist deine Aufgabe.
Danke, Norma. Ich freue mich, dass du hier bist. Ich freue mich sehr.
Sei bereit, verkehrt zu sein
Link zum Thema im Video bei 46m51s
[Simone:] Die nächste Frage ist von Jivanmukta
[Dhyan Mikael:] Jivanmukta guten Abend.
[Simone:] „Hallo Mikael, kannst du etwas zu Fehlern sagen, die man sich nicht vergeben kann? Danke.”
[Dhyan Mikael:] Also, es gibt keine Fehler, die man sich nicht vergeben kann. Es gibt nur das Sich-nicht-Vergeben.
Und wenn du dazu neigst, dir selbst nicht zu vergeben, dann findest du natürlich immer etwas, woran du das aufhängen kannst.
Weißt du, im Grunde haben wir gelernt, dass wir verkehrt sind.
Das haben uns unsere Eltern jeden Tag zehnmal gesagt, und irgendwann haben wir angefangen, das zu glauben.
Und jetzt sind unsere Eltern längst tot oder haben nichts mehr zu sagen, und wir haben den Job übernommen, uns als verkehrt hinzustellen.
Aber es gibt einen Ausweg: Sei bereit, verkehrt zu sein.
„Okay, ich bin die totale Versagerin. Ich habe alles falsch gemacht.” Okay, ja, das bin ich.
So ging es für mich los. Und um diesen Punkt kommen wir nicht herum.
Weißt du, wir können diese Gedanken, diese tiefen Gedanken in uns, die das anrichten, wovon du sprichst, nicht ändern.
Ja, du kannst zehn Jahre Therapie machen, und dann hört das auf – aber dann kommen die nächsten Gedanken. Es ist eine endlose Kette, die da wartet. Das macht keinen Spaß. Es geht viel einfacher: Sei bereit, verkehrt zu sein; vollkommen verkehrt. Und du bist in bester Gesellschaft in meinem Satsang. Ich habe in meinem Leben alles falsch gemacht, und zwar gründlich.
Ich habe viele Fehler gemacht, und doch bin ich so, wie ich bin.
Wenn ich ehrlich bin, hätte ich nichts anders machen können. Wenn ich heute wieder in der Situation wäre wie vor 42 Jahren, als ich meine erste Frau habe sitzen lassen, weil ich einfach nur verzweifelt war und Angst hatte – wenn ich heute wieder in der Situation wäre, ich würde genau das Gleiche wieder tun, weil ich von dem, was ich später gelernt habe, ja nichts wüsste.
Ich bin immer noch der gleiche unsichere Kerl, der überhaupt nichts dafür kann, wie er ist. Das Leben hat ihn so gemacht. Das Einzige, was mir übrig bleibt, ist, ihn zu lieben, wie er ist, und auch den Kerl, der Jahr für Jahr andere haarsträubende Sachen gemacht hat.
Weißt du, wenn du dich betrachtest und dich zurückversetzt in die Situation, wo du die Dinge getan hast, dann wirst du sehen: Du konntest nicht anders.
Wenn du dich zurückversetzt in die Situation von damals, wirst du sehen: Du konntest nicht anders. Du warst nicht klüger, nicht reifer und nicht weiser, und würdest es heute genauso machen, wenn du wieder die wärst, die du damals warst. Der Verstand sagt, du hättest anders sein können, aber genau das ist gelogen. Keiner kann anders sein, als er ist.
Link zum Zitat im Video bei 50m40s
Du warst nicht klüger. Du warst nicht reifer. Du warst nicht weiser. Du warst nicht stärker.
Und du würdest es heute genauso machen wie damals, wenn du wieder da wärst als die, die du damals warst.
Und dann fällt es leichter, Frieden zu schließen.
Im Grunde ist dieses einfach nur ein Trick des Verstandes, weißt du? Der sagt, du hättest anders sein können, du könntest anders sein, du hast diese Macht. Aber genau das ist gelogen.
Das, woran die ganze Welt glaubt, ist eine Lüge.
Keiner kann anders sein, als er ist.
Und wenn dir das einmal dämmert, wenn du einmal genau hinschaust, ohne Gedanken, ohne diese Gedanken, wie du hättest sein sollen oder wie du heute sein solltest, wenn du ganz klar und ehrlich schaust, dann siehst du die Wahrheit, und dann kannst du entspannen.
Danke, Jivamukta. Wie schön, dass du da bist. Willkommen im Klub der Falschen und Verkehrten.
Ich kenne keinen einzigen Menschen, der richtig ist.
Bisher ist mir noch keiner begegnet; nicht ein Einziger.
Und übrigens – ich sagte gerade: nicht ein Einziger. Ich habe ja diesen wunderbaren spirituellen Meister Soham. Dem bin ich vor 26 Jahren über den Weg gelaufen, und das ist so ein wunderbarer Mensch – aber nicht, weil der alles richtig macht; nicht, weil der nichts getan hat, wofür er sich nicht vergeben kann.
Das Wunderbare an ihm ist, dass er alles falsch gemacht hat, aber gelernt hat, sich zu lieben, und gelernt hat, nicht zu denken. Er hat gelernt, die Wahrheit zu sehen.
Das ändert alles. Das hat er mir beigebracht.
Kein Guru, kein Meister, kein Jesus ist so, weil er als Mensch perfekt ist. Diese Körper haben Fehler, diese Psyche hat Fehler. Wir sind verrückt, alle miteinander.
Kein Guru, kein Meister, kein Jesus ist als Mensch perfekt. Diese Körper haben Fehler, diese Psyche hat Fehler. Wir sind verrückt, alle miteinander. Aber wenn wir beginnen, Frieden damit zu schließen, wie wir sind, und uns nach innen wenden, wird alles anders. Da bist du mit etwas verbunden, was mit dieser körperlichen Realität nichts zu tun hat.
Link zum Zitat im Video bei 54m19s
Aber wenn wir beginnen, Frieden damit zu schließen, wie wir sind, und uns nach innen wenden, obwohl wir so sind, wie wir sind, wird alles anders.
Du bist immer noch verrückt, du bist immer noch so begrenzt als Mensch.
Aber da bist du mit etwas verbunden und etwas lebt durch dich hindurch, was mit all dieser menschlichen, körperlichen Realität nichts zu tun hat, und die sich darum gar nicht schert.
Also noch einmal: schön, dass du da bist. Danke für deine Frage.
Erst als Verkehrter wird man kreativ
Link zum Thema im Video bei 55m21s
[Simone:] Soll ich weitermachen?
[Dhyan Mikael:] Ja, bitte, Simone.
[Simone:] Die folgende Frage ist von Katja.
[Dhyan Mikael:] Katja, hallo.
[Simone:] „Lieber Mikael, so schön, dass du da bist. Ich habe eine Frage: Wie gehst du mit Menschen um, die ohne Pause über sich reden? Manchmal habe ich das Gefühl, ich höre mir alle Gedanken dieses Menschen ungefiltert an. Ich kann gut und lange zuhören, aber wenn ich in dem Ganzen keinen Sinn erkenne, erschöpft mich das sehr. Was kann ich tun oder sagen? Herzlichen Dank für deine Antwort.”
[Dhyan Mikael:] Ja, das ist toll, dass du das aufbringst. Das ist wohl etwas, was jeder gerne wissen möchte.
Ich habe heute schon zweimal angesprochen, wie unendlich hilfreich das ist, wenn man bereit ist, verkehrt zu sein; wenn man bereit ist, unmöglich zu sein; wenn man keine Angst hat davor, was der andere von einem denken könnte, wenn man das täte, was man wollte.
Und wenn du diese Freiheit hast – wenn du den Mut hast, verkehrt zu sein – dann muss man gar nicht unmöglich sein, denn in dieser Freiheit wird man unglaublich kreativ. Am Anfang geht das nicht; man muss es ein bisschen üben.
Am Anfang merkst du: „Okay, ich kann mir das nicht länger anhören, ich muss hier weg.” Und dann sagst du irgendetwas, und der andere ist total entsetzt und findet das alles ganz schrecklich. Aber du fühlst dich einfach nur hilflos und kannst dir das nicht länger antun. Aber mit den Jahren, wo man sich dann daran gewöhnt hat, dass eh alle denken, dass man verkehrt ist, da entspannt man sich dann immer mehr, und dann lernt man, dass das auch ganz anders geht.
Dann redet da einer, und dann kommst du an den Punkt, wo du merkst: „Also, das interessiert mich jetzt überhaupt nicht.” Dann sagst du: „Du, ich muss mal kurz auf die Toilette, ich komme gleich wieder.” Und wenn du wiederkommst, dann machst du einfach etwas völlig anderes und bist jetzt klüger und lässt ihn gar nicht mehr zu Wort kommen, oder du wechselst einfach das Thema.
Oder du schaust auf dein Handy und sagst: „Um Gottes willen, ich habe ja meinen Zahnarzttermin verpasst!”, und weg bist du.
Man wird einfach kreativ, wenn man entspannt ist; gar kein Problem.
Aber ich tue mir das nicht mehr an.
Je länger ich meditiere – ich meine jetzt nicht, je länger am Stück ich meditiere, sondern je mehr Jahre vergehen, in denen ich schon meditiere –, desto robuster wird mein Inneres, und es plagt mich nicht mehr gar so sehr, wenn ich mal ein paar Minuten bei jemandem zuhöre, obwohl ich es gar nicht hören möchte.
Und manchmal tue ich das auch. Zum Beispiel Nachbarschaftspflege...
Ich liebe meine Nachbarn, und ich finde es wunderbar, wenn wir ein entspanntes Verhältnis haben. Und wir haben wirklich Glück mit unseren Nachbarn. Das sind ganz wunderbare Menschen. Und es ist nicht so, dass alles, was die mir erzählen, mich brennend interessiert, aber ich liebe sie einfach und höre ihnen zu.
Aber das ist nur begrenzt; so etwas geht. Aber wenn ich eine Unterhaltung habe, wo ich merke: „Nein, das geht nicht”, dann werde ich kreativ; dann kümmere ich mich um mich.
Und wenn du das nicht kannst, kümmere dich um dich selbst so, wie du kannst. Es spielt keine Rolle.
Du bist nicht dafür da, der Mülleimer für andere Menschen zu sein. Damit tust du dir keinen Gefallen – und dem anderen auch nicht.
Danke, Katja.
Wo Nähe war, ist keine Trauer
Link zum Thema im Video bei 1h00m20s
[Simone:] Die nächste Frage ist von Constanze
[Dhyan Mikael:] Constanze hallo. Wie schön, dass du da bist.
[Simone:] „Lieber Mikael, meine Mutter ist kürzlich gestorben, und ich trauere gar nicht. Wir waren uns nah. Vielleicht kommt die Trauer noch. Ich finde es gar nicht schlimm, nicht zu trauern, aber ich glaube, mein Ego … Kannst du mir etwas dazu sagen?”
[Dhyan Mikael:] Du sagst es selbst: ihr wart euch nah.
Dann ist da keine Trauer.
Trauer ist etwas für Menschen, die etwas verpasst haben, aber du hast nichts verpasst. Ihr wart euch nah, ihr habt euch geliebt, ihr seid auch jetzt noch nah.
Wenn man sich selbst nahe ist, wenn man anderen Menschen wirklich nahe ist, dann spielt das wirklich keine Rolle. Dann ist man mit dem Menschen verbunden, nicht mit dem Körper. Der Körper stirbt, aber der Mensch, die Seele, die bleibt.
Das Ego kann es natürlich nicht verstehen, schon klar, aber das ist egal.
Vergleiche deine Erfahrung mit niemandem
Link zum Thema im Video bei 1h02m15s
Ich glaube, ich lese noch einen Teil von der E-Mail vor, die ich vorhin angefangen habe.
„Was die Samarpan-Meditation betrifft, so hatte ich vor einigen Wochen eine Art Nahtoderlebnis, aber nicht nach einem Unfall, sondern beim Aufwachen. Da stellte ich fest, dass meine gesamte Schädeldecke offen war, sodass mein feinstofflicher oder Energiekörper entweichen konnte, und gleichzeitig die Wände meines Körpers eigentlich nicht mehr existierten. Ich konnte hinein- und hinausgehen, wie es mir beliebte. Es war völlig selbstverständlich und fühlte sich ganz normal an.
Als ich dann von dir, von der Samarpan-Meditation hörte, sprachst du über diesen einen Punkt, aber ich habe das als ein flächenhaftes Loch erlebt, und ich hatte den Eindruck, dass es wie eine Auferstehung meiner göttlichen Gestalt war, wie ein Auferstehen aus dem Gefängnis des Körpers und der Befreiung der Identifikation mit der körperlichen Ebene, aber auch von der Identifikation mit allen Gefühlen und Gedanken. Kann man das so stehen lassen? Was hast du für Empfindungen, wenn du dich mit dem Kronenchakra verbindest?”
Oh, wie schön.
Das ist das, was Swamiji Anubhuti nennt, eine spirituelle Erfahrung, und die wird uns gelegentlich geschenkt.
Und vergleiche dich mit niemandem.
Du fragst, wie ich das erlebe – das sage ich dir nicht, weil ich dir das gar nicht sagen kann, denn es ist jedes Mal anders. Es ist jeden Tag anders, und in jedem Moment ist es anders.
Ich vergleiche es nicht mit dem, wie es gestern war oder wie es vorhin war. Ich genieße es, wie es jetzt gerade ist.
Und natürlich vergleiche ich auch nicht damit, wie es für andere Menschen ist. Das kann ich ja gar nicht wissen.
Egal, wie du dich fühlst, egal, was du erlebst, sag einfach Ja dazu, und dann vergiss es wieder.
Diese schöne Erfahrung kannst du vergessen, und dann kommt die nächste, und dann beschenkt die dich.
Morgen früh hast du eine ganz neue Erfahrung, dann beschenkt die dich, und das Leben ist eine unablässige Folge von Geschenken.
Deswegen erzähle ich nicht oft von konkreten Erfahrungen, die ich selbst habe, weil ich weiß, dass wir als Mensch die Neigung haben, uns zu vergleichen.
Dabei kommt es nur darauf an, wie es für dich ist – das reicht.
Wie erlebst du Gott? Wie erlebst du deine Seele? Wie erlebst du, Mensch zu sein?
Das ist dein Buch, deine Geschichte, die hier geschrieben wird. Nichts anderes zählt.
Akzeptanz ändert nicht die Welt, sondern dich
Link zum Thema im Video bei 1h05m53s
Simone, bitte, fahr fort.
[Simone:] Ja. Die nächste Frage ist von Michael.
[Dhyan Mikael:] Michael, guten Abend. Hallo. Ich freue mich, dass du da bist.
[Simone:] „Nach der Akzeptanz von allem in meinem Leben und der Welt ist mein Leben immer schwieriger und in der Welt kriegerischer und egoistischer geworden. Was stimmt mit meiner Akzeptanz nicht?”
[Dhyan Mikael:] Wow. Was für eine aufrichtige Frage.
Die Antwort wirst du finden, wenn du beginnst zu meditieren.
Und damit meine ich Folgendes: Kümmere dich nicht um diese Fragen. Das Leben ist, wie es ist – kriegerisch oder friedlich, einfach oder schwierig, problematisch oder was auch immer.
Fang an, jeden Morgen zu meditieren.
Und da lernst du etwas kennen, zum ersten Mal in deinem Leben, was mit all dem überhaupt nichts zu tun hat: etwas, wovon du nichts wissen kannst und nie etwas wissen wirst. Und doch erlebst du es immer mal wieder.
Und einfach dem, was in dir lebt, nahezukommen, ändert alles andere.
Die Akzeptanz ist nicht das, was die Welt verändert, weißt du... Es ist nicht so, dass wir akzeptieren, damit dann die Welt toll wird. Das ist keine Akzeptanz.
Wir akzeptieren nicht, damit dann die Welt toll wird. Akzeptanz befähigt uns, nach innen zu gehen. Solange wir nicht akzeptieren, sind wir damit beschäftigt, was mit mir oder der Welt nicht stimmt. Ich kann dann nicht nach innen gehen, weil die Welt zu wichtig ist. Aber sobald ich akzeptiere, bin ich frei davon. Die Fesseln sind gelöst.
Link zum Zitat im Video bei 1h08m01s
Akzeptanz heißt: „Okay, Leben, okay, Gott, egal, was du mir auftischst – Ja!
Ich werde mir keine Gedanken darüber machen; ich sage einfach Ja.”
Die Akzeptanz befähigt uns, nach innen zu gehen.
Solange wir nicht akzeptieren, sind wir da draußen beschäftigt mit uns selbst, mit dem, was mit mir nicht stimmt, oder mit dem, was mit den Leuten um mich herum nicht stimmt, oder mit der Welt.
Ich kann dann nicht nach innen gehen, weil die Welt zu wichtig ist. Aber sobald ich akzeptiere, wie ich bin und wie die Welt ist und wie alles ist, bin ich frei davon. Die Fesseln sind gelöst, und dann kann ich nach innen gehen, und da geschieht das, worum es geht.
Die Akzeptanz ist der Anfang, nicht das Ende.
Und dann interessiert dich die Frage, was mit deiner Akzeptanz nicht stimmt, überhaupt nicht mehr, weil du dir über das, was in deiner Welt geschieht, keine Sorgen mehr machst. Und trotzdem wirst du dann die Antwort finden. Dann wirst du erkennen, was es mit dem, was du heute Akzeptanz nennst, auf sich hat, aber das ist nicht wichtig.
Wenn du meditieren kannst, dann meditiere, alles andere ist egal.
Du brauchst nicht zu akzeptieren, nur das Meditieren zählt. Aber ich weiß nicht, ob ich meditieren könnte, wenn ich nicht vorher akzeptieren gelernt hätte. Ich glaube nicht.
Ich freue mich, dass du da bist.
Bei mir gibt es kein Richtigsein – nur Frieden
Link zum Thema im Video bei 1h10m27s
Bitte, Simone, fahr fort, falls es noch eine Frage gibt.
[Simone:] Ja, es gibt eine Frage von jemandem, der nicht möchte, dass der Name genannt wird. Ich lese sie vor.
[Dhyan Mikael:] Ja.
[Simone:] „Hallo Mikael, gerade ist es sehr schwierig für mich. Alles geht schief. Ich verstehe nichts, was du, Swamiji, Soham sagt; warum mir etwas passiert; was ich lernen soll. Ich weiß nicht, wie ich mich verhalten soll. Wir sollen in der Kollektivität sein. Das ist gerade physisch nicht möglich. Wie kann ich mich den Menschen, die mir begegnen, gegenüber verhalten, ohne Schaden zu nehmen? Beim Meditieren und auch sonst sind viele Gedanken. Was ist Leben? Wie geht das Leben? Wo ist meine Seele? Hast du ein paar Worte für mich?”
[Dhyan Mikael:] Du bist so willkommen hier. Danke für deine Frage.
Wir wissen nicht, wie Leben geht. Ich weiß es nicht.
Wir wissen nicht, wie Leben geht. Ich weiß es nicht. Ich mache alles falsch – auch spirituell. Ich mache nichts so, wie man es machen soll. Ich weiß gar nicht, wie man es machen soll. Schau, es ist ganz einfach: Kannst du anders sein, als du bist? Nein. Und damit erledigen sich all diese Fragen. Jetzt musst du nur noch Frieden damit schließen, wie du bist.
Link zum Zitat im Video bei 1h11m35s
Ich weiß auch nicht, wie ich mich verhalten soll. Ich mache alles falsch.
Auch spirituell mache ich alles falsch.
Ich mache nichts so, wie man es machen soll. Ich weiß gar nicht, wie man es machen soll.
Schau, es ist ganz einfach: Kannst du anders sein, als du bist? Nein.
Und damit erledigen sich all diese Fragen.
Jetzt musst du nur noch Frieden damit schließen, wie du bist.
Und sei einfach so, wie du bist. Mach dir keine Gedanken über irgendetwas anderes.
Meditiere, wie du willst.
Schließe Frieden mit dir.
Alles andere folgt dem nach.
Die Kollektivität ist innen, nicht da draußen.
Die Verbindung zum Guru ist innen, und die Verbindung zu dir ist innen.
Sei ehrlich zu dir selbst.
Deswegen habe ich dir vorhin diese Frage gestellt: Kannst du anders sein?
Ich kann es nicht.
Dann hört man Sachen von anderen Menschen, von denen man glaubt, dass sie wissen, wovon sie sprechen, und dann fühlt man sich verkehrt...
Damit Frieden schließen: „Okay, ich bin so. Okay, ich fühle mich verkehrt. Ja.”
Darum kommt kein Mensch herum.
Soham, mein wundervoller Meister, hat mir vor 25 Jahren etwas gesagt, was bis heute mein Leben prägt.
Soham sagte etwas, was bis heute mein Leben prägt: „Wenn du bereit bist, verkehrt zu sein, dann bist du frei.” Wir leben unser Leben, und wir sind nicht so, wie wir sein sollen. Aber dann gehen wir auf den spirituellen Weg. Und da glauben wir jetzt: Jetzt muss ich es richtig machen, jetzt muss ich richtig sein. Aber wir können immer noch nicht anders sein, als wir sind.
Link zum Zitat im Video bei 1h14m54s
Er sagte: „Wenn du bereit bist, verkehrt zu sein, dann bist du frei.”
Das gilt für den spirituellen Weg ganz besonders.
Wir leben unser normales Leben, und wir sind nicht so, wie wir sein sollen.
Die Leute schimpfen über uns, unsere Eltern finden uns verkehrt, unser Partner findet uns verkehrt, unser Chef findet uns verkehrt. Aber irgendwie kommen wir damit zurecht. Aber dann gehen wir auf den spirituellen Weg.
Und da glauben wir nun: jetzt geht es ans Eingemachte, jetzt muss ich es aber richtig machen, jetzt muss ich richtig sein.
Aber wir können immer noch nicht anders sein, als wir sind.
Ich glaube, ich bin der verkehrteste Satsanggeber, den es auf der ganzen Welt gibt. Aber ich kann nicht anders sein. Ich bin, wie ich bin. Das ist das Einzige, was ich dir anbieten kann: Frieden.
Bei mir gibt es kein Richtigsein – aber Frieden. Damit beginnt alles andere. Dann kannst du meditieren, dann kannst du nach innen gehen.
Da lebt Swamiji in dir, da lebt Gott.
Dann kannst du auf alles andere pfeifen.
Schreib gerne noch einmal, falls dich noch etwas plagt. Ich freue mich so sehr, dass du da bist.
Das Geschenk liegt in den Gefühlen
Link zum Thema im Video bei 1h17m19s
[Simone:] Jetzt lese ich eine Frage von Michelle vor.
[Dhyan Mikael:] Michelle, hallo. Ich freue mich, dass du da bist.
[Simone:] „Guten Abend, lieber Mikael. Gestern, als ich arglos mein Fahrrad rückwärts aus unserem etwas schattigen Unterstand schob, knackte, zwitscherte und piepste es auf einmal herzzerreißend, und mein Rad ruckelte und blockierte abrupt. Als ich sah, was vor sich ging, begann ich sogleich schockiert zu rufen und zu schreien. Zwischen meiner Radkette hatte sich ein Jungvogel verfangen und wurde jämmerlich von der Kette erdrosselt. Ich empfand große Überforderung und wusste nicht, was da zu tun war, da der kleine und zarte Körper schon vollkommen verdreht war.
Ich wünschte mir bloß noch, dass dieses liebe kleine Geschöpf schnell erlöst wird, und keine Minute später war es dann vorbei. Schrecklich unnötig. Mein Nachbar half mir dann netterweise, die Kette zu lösen und das tote Tierchen zu befreien. Als ich danach fortfuhr, musste ich weinen, da mich eine große Trauerschuld und Verwirrtheit übermannte. Mein Herz schmerzt auch jetzt beim Formulieren dieser Worte. Was sollte das bitte? Normalerweise lege ich einigermaßen zügig das Learning aus einer vielleicht etwas unangenehmen Situation heraus und die liebevolle Führung.
Aber es fällt mir bei bestem Willen kein Grund ein, weswegen dies nun geschehen müsste – dieses unschuldige Geschöpf. Lieber Mikael, findest du einige Worte für mich und diese Situation? Ich danke dir von Herzen.”
[Dhyan Mikael:] Danke, Michelle.
Du suchst die Bedeutung in der Situation, aber da ist sie nicht.
Du suchst die Bedeutung in der Situation, aber da ist sie nicht. Das Geschenk ist in den Gefühlen. Lade die Traurigkeit ein, die Verwirrtheit, den Schock. Denke nicht darüber nach. Das gilt für jede einzelne Situation in unserem Leben. Das Geschenk, der Sinn und Zweck, ist das, was es mit uns macht.
Link zum Zitat im Video bei 1h18m55s
Das Geschenk ist in den Gefühlen.
Lade die Traurigkeit ein, lade die Verwirrtheit ein.
Das sind unendliche Geschenke. Dieser Schock, dieses abrupte Unterbrechen des Alltags, diese Gefühle, die irgendetwas in einem aufreißen... so ein Geschenk.
Nutze das, was der Vogel dir geschenkt hat. Nutze diese Gefühle: lade sie ein, nimm dir Zeit. Denke nicht darüber nach.
Sei ganz rein mit ihnen, ohne Geschichte, ohne „ich habe etwas falsch gemacht”: nur die Gefühle, ganz intim, ganz nackt – und d wirst herausfinden, wovon ich spreche.
Das gilt für jede einzelne Situation in unserem Leben.
Das Geschenk, der Sinn und Zweck, ist das, was es mit uns macht.
Darum geht es. Deswegen fädelt das Leben das so ein.
Und wenn du das, was es mit dir macht, annimmst, fließt du mit dem Leben mit.
Dann ist es leicht, dann lernst du, und dann begreifst du das Geschenk.
Dazu würde ich dich gerne einladen und ermutigen. So mache ich das mit allem, was mir passiert.
Ich verstehe es nicht, aber ich sage Ja: ich nehme es an – das, was es mit mir macht.
Und dann: „Ah...” – dieses Geschenk, dass dich diese Erfahrung dir selbst näherbringt, durch diese Gefühle, das ist so wertvoll.
Nutze das.
Der Vogel wird seine Freude daran haben.
Wer Ja sagt, wird getragen
Link zum Thema im Video bei 1h21m56s
[Simone:] Dann lese ich die Frage von Monika vor.
[Dhyan Mikael:] Guten Abend, Monika, hallo.
[Simone:] „Swamiji sagt: Karma muss durchlebt werden, doch wer in der Kollektivität von Seelen bleibt, bemerkt nicht, wann es durchlebt worden ist. Kannst du das ein wenig erläutern?”
[Dhyan Mikael:] Ja, gerne. Ich kann natürlich nicht sagen, was Swamiji dazu sagen würde. Da musst du ihn selber fragen. Und ich möchte die Gelegenheit gerne nutzen, um darauf hinzuweisen, dass das auch wirklich geht.
Ich freue mich natürlich über deine Frage und über euer aller Fragen, und ich spreche sehr gerne über meine Erfahrungen und über meine Sicht der Dinge.
Aber du kannst auch Swamiji fragen. Es gibt hier in Deutschland, im deutschsprachigen Raum, den Verein Samarpan-Meditation e. V., da kannst du hinschreiben, und die leiten dann deine Frage an Swamiji weiter. Und es gibt sogar eine E-Mail-Adresse, an die kannst du Swamiji auf Englisch direkt schreiben.
Und dann bekommst du Antwort.
Und ich stelle das gerne voran, weil ich damit betonen möchte, dass ich dir keine wissenschaftliche Antwort geben kann.
Aber ich sage dir gerne, wie es für mich ist.
Und ich habe damit Erfahrung.
Wenn ich mit der Kollektivität in Verbindung bin – das heißt, wenn ich innen lebe, wenn ich nicht in Gedanken lebe, sondern in dem, was ich nicht begreifen kann –, dann bin ich auf eine Art und Weise, die mit unserem Verstehen nicht zu fassen ist, verbunden mit einer Kraft und mit dem, was Swamiji Kollektivität nennt.
Und es ist, als würde ich getragen werden, ganz gleich durch welche Situation: durch alles.
Immer wenn du Ja sagst, immer wenn du deine Gedanken aufgibst und einfach Ja sagst und akzeptierst, dann fällst du automatisch nach innen, weil du dann nicht mehr in Gedanken bist – und da wirst du getragen.
Immer, wenn du deine Gedanken aufgibst und einfach akzeptierst, fällst du nach innen – und da wirst du getragen. Dann durchlebst du Situationen und merkst gar nicht, wie intensiv die sind. Jemand, der sich nicht hingeben kann, sondern der versucht, das Leben in der Hand zu haben und zu steuern und zu kämpfen, der verzweifelt und zerbricht.
Link zum Zitat im Video bei 1h24m42s
Und dann durchlebst du Situationen und merkst gar nicht, wie intensiv die wirklich sind, weil du getragen wirst und beschützt.
Und jemand, der nicht verbunden ist mit der Kollektivität des Inneren, der sich nicht hingeben kann, der nicht Ja sagen kann, sondern der versucht, das Leben in der Hand zu haben und zu steuern und zu kämpfen, der verzweifelt und zerbricht.
Mein Leben ist so intensiv geworden, aber ich merke davon gar nichts. Ich merke es am Körper. Ich merke, dass der Körper wirklich zu tun hat. Ich merke es nach jedem Satsang. Ich merke es, wenn ich Briefe beantworte. Ich merke es, wenn ich arbeite.
Aber ich selbst merke davon fast nichts. Ich spüre nur die Intensität, aber ich spüre keinen Schmerz. Ich sage einfach Ja, ich bin einfach glücklich. Irgendwie wird das alles von selbst erledigt. Ich weiß nicht, wie.
Und du wirst diese Erfahrung auch machen, wenn du das übst, dich nach innen zu wenden. Und um das zu tun, musst du die Welt loslassen. Um das zu tun, musst du die Gedanken loslassen, die alles kontrollieren und bestimmen und im Griff haben wollen.
Wenn du dann einfach in dir ruhst, obwohl alle Gedanken sagen, dass es jetzt etwas Wichtigeres zu tun gäbe – wenn du das machst, jeden Morgen, bevor du den Tag beginnst, dann wirst du immer wieder die Erfahrung machen, wie du abends auf den Tag zurückblickst und eigentlich fassungslos bist, weil du gar nicht gemerkt hast, was da alles passiert ist und wie das überhaupt möglich war, dass du das so gut überstanden hast.
Wir kommen in dieses Leben, und wir bringen Dinge mit, die wir noch zu erleben haben, um frei zu werden.
Es ist so, dass wir als Wesen nicht durch Informationen lernen, sondern durch Erfahrungen. Jeder Mensch lernt durch Erfahrung, nicht durch Wissen. Wissen ist tot. Wissen kann dir helfen bei irgendetwas Mechanischem oder bei einer Tätigkeit, aber selbst da braucht es Gefühl. Und das kommt mit Erfahrung, mit Erleben.
Du willst auf diesem Weg durch viele Leben als Seele dir selbst endlich wieder nahekommen können. Du möchtest aus dieser Illusion dieser Welt und dieses Körpers herausfinden.
Und das geht ganz einfach, indem du einige Erfahrungen machst. Und die werden dich lehren, wer du wirklich bist. Und dazu kommen wir hierher. Das ist Karma. Das, was auf deiner Karma-Liste noch steht, sind die Erfahrungen, die du noch brauchst, um das zu lernen.
Das ist keine große Geschichte.
Es hat nichts mit Schuld zu tun oder so.
Und diese Erfahrungen haben es in sich, denn sie enttäuschen dich, sie befreien dich aus diesem Gefängnis. Und so eine Gefängnismauer zu durchbrechen, das ist Arbeit, das wirbelt Staub auf, das macht viel Lärm und viel Staub und ist nicht so einfach.
Aber wenn du dich nach innen wendest, dann weißt du überhaupt nicht, wie dir geschieht, aber ich kann nur sagen, es ist, als würde es von selbst geschehen.
Zu lernen, Ja zu sagen, und zu lernen, das Leben, wie es ist, zu akzeptieren, ändert alles – aber nicht das, was im Leben geschieht, sondern wie wir es erleben und wie wir daran wachsen. Jemand, der nicht Ja sagt, der nichts von Akzeptanz weiß, der leidet und zerbricht; einer, der Ja sagen und akzeptieren gelernt hat, der einfach offen ist, der wächst daran und wird beschenkt und wird noch größer und noch kräftiger.
Zu lernen, Ja zu sagen, und das Leben, wie es ist, zu akzeptieren, ändert alles – aber nicht das, was im Leben geschieht, sondern wie wir es erleben. Jemand, der nicht Ja sagt, der nichts von Akzeptanz weiß, leidet und zerbricht; einer, der Ja sagen und akzeptieren gelernt hat, der wächst daran, wird beschenkt und noch größer noch kräftiger.
Link zum Zitat im Video bei 1h30m17s
Das ist der Grund, warum fast niemand auf diesem Planeten die Kreuzigung von Jesus verstanden hat.
Warum musste das geschehen? Es ist für ihn geschehen.
Aber er konnte Ja sagen. Er war die Akzeptanz in Person, und es hat ihn durch diese Erfahrung hindurchgetragen. Und er ist daran gewachsen und ist in noch eine weitere Dimension gekommen – durch seine Akzeptanz. Und diese Erfahrung hat ihm dabei geholfen.
Er hat nicht gelitten – einmal nur, ganz kurz.
Alle anderen Menschen um ihn herum und alle bis heute, die sich daran erinnern, die nicht Ja sagen und nicht akzeptieren können, die leiden daran, aber die verstehen das Leben nicht.
Karma ist für mich wie ein Geschenk: „Ah, das ist das Werkzeug, das mich lehrt und befreit und wachsen lässt. Ich brauche einfach nur Ja zu sagen. Ich brauche nichts zu verstehen. Ich brauche einfach nur Ja zu sagen: Okay.”
Karma ist für mich wie ein Geschenk: „Ah, das ist das Werkzeug, das mich lehrt und befreit und wachsen lässt. Ich brauche einfach nur Ja zu sagen. Ich brauche nichts zu verstehen. Ich brauche einfach nur Ja zu sagen: Okay.”
Link zum Zitat im Video bei 1h32m00s
Danke für deine Frage. Was für eine schöne Frage.
Unterstütze mich, wenn es dir Freude macht
Link zum Thema im Video bei 1h32m32s
Oh, es ist halb zehn. Wie konnte das geschehen? Ich hätte noch so viel vorzulesen.
Aber ich habe gute Nachrichten. Nächste Woche gibt es drei Satsangs: da geht es so richtig zur Sache. Da können wir so viele Fragen stellen und beantworten, da kommt keiner zu kurz. Nächste Woche am Freitag gibt es einen Live-Satsang mit mir im Online-Kongress von Alima, der nächsten Mittwoch losgeht. In meinem Newsletter heute Abend habe ich davon geschrieben. Auf meiner Webseite steht es auch. Und dann haben wir ja am Pfingstwochenende das Pfingstintensive mit zwei extralangen Online-Satsangs, und darauf freue ich mich schon ganz besonders.
Danke, dass du da bist. Falls du dich für die Samarpan-Meditation interessierst: Auf meiner Webseite gibt es die Seite Himalaya-Samarpan-Meditation, und auf dieser Seite habe ich dir die Kontaktinformationen zusammengestellt, wie du den Verein, den ich schon angesprochen habe, erreichen kannst. Da steht auch, wie du Swamiji schreiben kannst. Und da habe ich alles Mögliche aufgelistet: Buchempfehlungen über Swamiji, und alles Mögliche. Falls du dich dafür interessierst, schau da vorbei.
Wenn du das, was ich hier mache, unterstützen möchtest, wenn du Freude daran hast, freue ich mich sehr. Wenn du das machen möchtest, findest du auf meiner Webseite die Spendenseite. Darauf steht, wie du mich unterstützen kannst. Besonders hilfreich ist es für mich, wenn Menschen eine Mitgliedschaft bei Steady machen. Dann bekomme ich jeden Monat einen bestimmten Betrag, und das hilft mir sehr bei der Planung all dieser Sachen, die hier zu tun sind und von denen sich kein Mensch ein Bild macht, was da alles dazugehört – ich selbst auch nicht.
Ich bin auch immer wieder fassungslos. Auch hier werde ich einfach durchgetragen durch all diese Arbeit, und ich weiß gar nicht, wie das möglich ist.
Ja, und JetztTV und Devasetu, die das hier möglich machen – einmal im Monat diesen wunderbaren Online-Satsang auf JetztTV –, die freuen sich auch über Spenden. Die machen nämlich auch alles freiwillig, alles ehrenamtlich. Und wenn du Lust hast, Devasetu, und JetztTV zu unterstützen, tu das. Auf der Webseite von JetztTV findest du auch überall die Hinweise darauf, wie das geht.
Ja, und wenn du Fragen hast, schreib mir. Wenn du nichts verpassen willst, kannst du gerne meinen Newsletter abonnieren. Das geht auf meiner Webseite. Und ich freue mich auf nächste Woche und auf dich, wenn du noch einmal vorbeischauen möchtest. Ich freue mich so sehr, wenn du da bist.
Dieses Leben ist ein Geschenk, und es ist mir ein Privileg und eine Ehre, dir dabei zu helfen, das zu entdecken.
Danke für Satsang.
Ich liebe dich.