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Gott findest Du nur mühelos

Warum es so schwer ist, es sich leicht zu machen.

Über dieses Video:

„Man muss sich nicht anstrengen, um geboren zu werden. Man muss sich nicht anstrengen, um zu sterben. Man muss sich nicht anstrengen, um zu lieben. Warum ist es dann so mühsam, Gott zu kennen – wo dies doch das Natürlichste der Welt sein sollte?” Diese Frage wurde vor etwa 60 Jahren einem indischen Mystiker gestellt, und sie trifft bis heute das Dilemma so vieler Menschen, die meditieren. In diesem Video spreche ich über diese Frage – und darüber, warum die Mühe in Wirklichkeit nicht von der Meditation kommt.

Irgendwann im Leben entsteht in uns das Gefühl: „Ich bin jemand. Auf mich kommt es an. Ich muss es richtig machen.” Von diesem Moment an wird alles mühsam, was wir tun – selbst das Lieben. Wir sitzen in einer Falle: sobald wir dieses Ich-Gefühl einmal ernst nehmen, tun wir sogar das Entspannen mit Gedanken, sogar das Meditieren, sogar das einfache Sein. Und mit Gedanken gibt es keine Entspannung, keine Meditation, keinen Gott.

Und doch gibt es einen Rückweg – zurück zu dem, was da war, bevor dieses Ich entstand. Davon erzähle ich dir in diesem Video; und davon, warum gerade dieser Körper, dieses ganz gewöhnliche Leben, der einzige Ort ist, an dem du entdecken kannst, wer du wirklich bist. Du musst dafür nichts können und nichts erreichen – auch wenn du dich beim Meditieren noch so unfähig und verkehrt fühlst.

Es geht dabei überhaupt nicht darum, dass du mir glaubst. Im Gegenteil – ich will dich mit diesem Video provozieren, ärgern und stören in deiner Überzeugung, dass dieses Leben schwer ist. Höre auf nichts, was du denkst, glaubst oder weißt; erlebe selbst, wie es ist – jetzt.

Vollständiger Text der Aufzeichnung zum Mitlesen:

Wenn das Natürlichste sich mühsam anfühlt

Guten Morgen.

Schön, dass du da bist.

Heute Morgen möchte ich über eine Frage sprechen, die vor etwa 60 Jahren einem indischen Mystiker gestellt wurde und die das Dilemma, das viele Menschen erleben, wenn sie den spirituellen Weg beginnen, recht gut trifft: „Man muss sich nicht anstrengen, um geboren zu werden.

Man muss sich nicht anstrengen, um zu sterben.

Man muss sich nicht anstrengen, um zu lieben. Warum ist es dann so mühsam, Gott zu kennen durch Meditation, wo dies doch das Natürlichste der Welt sein sollte?”

Wenn du meditierst oder eine andere spirituelle Praxis ausübst, dann weißt du vielleicht, wovon in dieser Frage die Rede ist.

Und wenn du die Samarpan-Meditation machst, dann hast du vielleicht schon gehört, dass du dort überhaupt nichts tun musst.

Es ist wie ein Ausruhen im Kronenchakra. Man geht mit der Aufmerksamkeit hier an die oberste Stelle des Kopfes, an den Scheitel, die Stelle, die die Inder das Kronenchakra nennen.

Man ignoriert alle Gedanken, man ignoriert alle Erwartungen, alles, was man glaubt zu müssen, und kann da einfach ausruhen, einfach so, zum Spaß.

Man muss nichts erreichen. Keiner sagt, du müsstest einen bestimmten Zustand erreichen oder ein bestimmtes Gefühl erlangen. Nein: einfach so sein, ganz gleich wie es ist – das ist sozusagen die offizielle Beschreibung dieser Meditation.

Und doch: wenn du beginnst zu meditieren, wenn du beginnst, es jeden Morgen zu tun für eine halbe Stunde, dann wirst du dich früher oder später dabei ertappen, dass es mühsam ist, dass du frustriert wirst, dass es schwierig ist.

Und davon spricht diese Frage.

Wenn du geboren wirst, dann bist du in einem Zustand, wo niemand ist.

Wenn du geboren wirst, bist du in einem Zustand, wo niemand ist. Zu sagen, „du wirst geboren”, stimmt nicht. Geburt geschieht, und das, was da in die Welt kommt, ist kein Du und hat kein Ich. Das namenlose ewige Bewusstsein stattet dieser Welt einen Besuch ab, und der Körper entwickelt für eine kurze Zeit das Gefühl, jemand zu sein.

Schon zu sagen, „du wirst geboren”, stimmt eigentlich gar nicht.

Es ist eigentlich verkehrt, das so auszudrücken.

Geburt geschieht, und aus dem, was da in die Welt kommt, wird allmählich ein Du. Das, was da auf die Welt kommt, ist kein Du, das hat kein Ich.

Das namenlose ewige Bewusstsein stattet dieser Welt einen Besuch ab.

Und dann entwickelt dieser Körper, in dem dieses Bewusstsein lebt, für eine kurze Zeit das Gefühl, jemand zu sein.

Dieser Körper entwickelt das Gefühl, er täte etwas.

Natürlich ist der Körper mit allen möglichen Dingen beschäftigt, aber man hat das Gefühl: „Ich kümmere mich darum, dass es geschieht.

Durch meinen Willen, durch mein Wollen, durch meine Klugheit, durch mein Wissen, durch mein Denken sorge ich dafür, dass jetzt das Richtige geschieht.”

Und damit beginnt die Mühsal und die Anstrengung.

Gedanken kennen weder Entspannung noch Meditation

Wovon in dieser Frage die Rede ist, ist nicht die Anstrengung des tatsächlichen Tuns – wenn du hart arbeitest zum Beispiel.

Man kann den ganzen Tag beschäftigt sein ohne Last. Man kann abends vollkommen erschöpft sein, kraftlos, aber glücklich und überhaupt nicht innerlich erschöpft durch diesen Druck, den man spürt: „Ah, ich muss dies tun, ich muss das tun, ich muss das anders tun, ich sollte anders sein.” Das ist die Last, diese innere Mühe, die in dieser Frage gemeint ist und die du kennst.

Ohne die innere Mühe, und auch das kennst du vielleicht, kann man beschäftigt sein, man kann alles geben, man kann sich total verausgaben, aber es ist keine Mühe, es geschieht einfach.

Im Gegenteil: es macht glücklich.

Das also, was geboren wird, hat all das nicht. Aber während wir leben in diesem Körper, entsteht dieses Gefühl: „Ich bin jemand. Auf mich kommt es an.

Während wir in diesem Körper leben, entsteht das Gefühl: „Ich bin jemand. Auf mich kommt es an”, und wir verlieren die Unschuld des einfachen Lebens und das Getragensein, und wir glauben, ich hätte das Leben unter Kontrolle. Und dann wird es mühsam. Dann wird selbst das Lieben mühsam, weil wir glauben, wir könnten es falsch machen.

Ich muss es richtig machen”.

Irgendwann im Leben verlieren wir die Unschuld des einfachen Lebens.

Wir verlieren das Getragensein, und wir glauben, ich hätte das Leben unter Kontrolle – man nennt dass auch Ego –, und dann wird es mühsam. Und zwar wird alles mühsam, was wir tun.

Dann wird selbst das Lieben mühsam, weil wir glauben, wir müssten es tun, wir müssten es richtig machen, wir könnten es falsch machen.

Wir entwickeln Erwartungen an uns selbst und an das Leben.

Und dann werden die schönsten Augenblicke mühsam.

Und wenn uns dann jemand sagt: „Hey, setz dich einfach hin, vergiss das alles, vergiss all diese Gedanken, ignoriere sie für eine halbe Stunde und ruhe einfach an der Pforte des Tempels, ruhe einfach an dieser Stelle, durch die damals, bei der Geburt, Gott in diesen Körper kam, als niemand, als nichts.”

Und dann machen wir auch das mit dieser Angewohnheit, mit dieser tiefen Überzeugung: „Das muss ich jetzt richtig machen, das ist wichtig.

Nur wenn ich das jetzt richtig mache, werde ich glücklich und kann entspannen.”

Es ist nicht so, dass Meditieren schwierig wäre. Es ist nicht so, dass sich selbst erkennen schwierig wäre. Es ist ganz leicht. Es ist wirklich das Natürlichste der Welt.

Meditieren und sich selbst erkennen ist nicht schwierig. Es ist das Natürlichste der Welt, aber wir haben Natürlichsein vergessen. Wir haben vergessen, wer wir sind. Und wenn du glaubst, du bist dieser Körper, dieses Ich, dann ist es schwierig. Meditation ist der Rückweg, die Entdeckung, was du bist, und alles wird wieder natürlich, einfach und leicht.

Aber wir haben Natürlichsein vergessen.

Wir haben vergessen, wer wir sind.

Und wenn du glaubst, du bist dieser Körper, wenn du glaubst, du bist die Gedanken, dieses Ich, dann ist es schwierig.

Meditation, die Samarpan-Meditation, ist der Rückweg: es ist die Entdeckung dessen, was du wirklich bist, und dann wird alles wieder natürlich und einfach und leicht.

Aber bis wir das entdecken, strengen wir uns an – selbst beim Meditieren.

Es ist also lustig in gewisser Weise.

Es fühlt sich an wie ein Paradox, aber es ist nur ein Paradox für den Verstand. Es ist nur ein Paradox für die Gedanken. In Wirklichkeit gibt es dieses Paradox überhaupt nicht.

Es ist fast, als säßen wir in der Falle. Sobald wir einmal begonnen haben, unsere Gedanken, unser Ich-Gefühl, ernst zu nehmen, gibt es keinen Ausweg mehr, weil wir selbst das Entspannen, selbst das Meditieren, selbst das einfach sein, ernst nehmen und in Gedanken tun und mit Gedanken tun.

Sobald wir begonnen haben, unsere Gedanken, unser Ich-Gefühl, ernst zu nehmen, gibt es keinen Ausweg mehr, weil wir selbst das Entspannen, das Meditieren, das einfach sein, ernst nehmen. Und mit Gedanken gibt es keine Entspannung, keine Meditation, keinen Gott. Und doch gibt es diesen Rückweg – und das ist das Wunder dieses Lebens.

Und mit Gedanken gibt es keine Entspannung.

Mit Gedanken gibt es keine Meditation. Mit Gedanken gibt es keinen Gott.

Und doch gibt es diesen Rückweg, und doch ist er möglich – und das ist das Wunder dieser Welt, das ist das Wunder dieses Lebens.

Das Einzige, was nötig ist, ist, dass einer kommt und dich berührt, im Innern, tief in deinem Innern; Einer, der von dort aus zu dir spricht und der dir zeigt, der dich fühlen lässt – wie, das weißt du nicht –, dass das möglich ist.

Und dann weiß etwas in dir, ohne jeden Zweifel: „Oh ja, das stimmt.”

Dieses Vertrauen ist plötzlich da.

Und dann machst du dich auf den Weg und beginnst zu meditieren.

Und es fühlt sich absurd an und anstrengend und verkehrt.

Und du tust es trotzdem, und ganz allmählich entdeckst du die Wahrheit, und du entdeckst, wer du wirklich bist.

Die Welt – unser Spiegel

Wenn wir sterben, wenn dieses Bewusstsein diesen Körper wieder verlässt und zurückkehrt dorthin, wo es hergekommen ist, und dieser Körper tot umfällt und zu Staub zerfällt, dann entdecken wir das auch.

Aber dann ist es zu spät.

Dann ist da nichts mehr, was das erleben könnte.

Wir brauchen diesen Körper, um es zu erleben, wer wir sind. Dieser Körper und diese Welt ist wie ein Spiegel.

Gott kommt hierher, um sich selbst zu erleben.

Ohne diesen Körper geht das nicht.

Deswegen kommen wir, so sagen es die Buddhisten, immer wieder in einen Körper, bis wir fähig werden, es während wir im Körper sind zu erkennen.

Und du fühlst dich vielleicht, wenn du meditierst – und vielleicht machst du das schon viele Monate oder Jahre –, unfähig und verkehrt, weil es dir einfach nicht gelingen mag, was auch immer es ist, von dem du glaubst, dass es dir gelingen sollte.

Aber diese Herausforderung, während du lebst, während du im Körper bist, zu erkennen, wer du wirklich bist, dieses Zurückkehren zum Sein statt Denken, ist, obwohl es total natürlich ist, für den Körper, für den Menschen, die allergrößte Herausforderung.

Diese Herausforderung, während du im Körper bist, zu erkennen, wer du wirklich bist, dieses Zurückkehren zum Sein statt Denken, ist – obwohl es total natürlich ist – für den Menschen die allergrößte Herausforderung. Und dass du hier bist und dazu bereit bist, ist das größte Wunder, das größte Geschenk.

Und dass du hier bist und dazu bereit bist, ist das größte Wunder, das größte Geschenk.

Und nichts weiter ist notwendig, als einfach jeden Tag sich hinzusetzen, so unfähig, wie man sich fühlt, so unzulänglich, wie man sich fühlt, und es einfach zu versuchen, mit so wenig Ernst wie möglich, mit so wenig Anstrengung wie möglich; und ganz allmählich, so langsam, dass man manchmal gar nicht merkt, dass sich etwas verändert, wird es möglich, immer mehr, immer mehr.

Und deswegen muss ich schmunzeln. Es ist wirklich lustig, weil man einerseits immer wieder das Gefühl hat: „Ich bin verrückt, ich mache es falsch, das ist alles Blödsinn”, und andererseits wächst das eigene Erleben immer mehr , wo man einfach hier ist, nichts tut und das Leben geschieht, Arbeit geschieht, Anstrengung geschieht, körperliche Anstrengung, geistige Anstrengung bei der Arbeit, bei Herausforderungen, und doch bist du einfach hier und staunst und tust gar nichts und wirst einfach durch dieses Leben hindurchgetragen.

Das ist das Paradoxe dieses Weges, was die Gedanken und der Verstand überhaupt nicht verstehen können: dass die einzige Aufgabe, die wir hier haben, darin besteht, immer wieder einfach hier zu sein, es immer wieder zu versuchen... Immer wieder zu versuchen, nichts zu versuchen und einfach hier zu sein, immer wieder zu versuchen, nichts zu erreichen, nichts zu wollen, sondern einfach hier zu sein.

Das ist das Paradoxe dieses Weges, was die Gedanken überhaupt nicht verstehen können: dass die einzige Aufgabe, die wir hier haben, darin besteht, immer wieder einfach hier zu sein, immer wieder zu versuchen, nichts zu versuchen, nichts zu erreichen, nichts zu wollen, sondern einfach hier zu sein. Und in Wirklichkeit geschieht auch das von selbst.

Und in Wirklichkeit geschieht auch das von selbst.

Im Grunde brauchst du nur jemanden, der dir sagt: „Hey, alles ist gut, alles ist gut.” Dann entspannst du, und alles ist gut.

Du hast es bis hierher geschafft.

Das ist der Beweis dafür, dass alles seinen richtigen Gang geht.

Alles wird gut.

Ich will dich ärgern und stören

Eigentlich könnte ich jetzt mit dem Sprechen aufhören.

Mehr gibt es nicht zu sagen.

Und es geht überhaupt nicht darum, zu glauben, was ich sage.

Ich will dich provozieren, ich will dich ärgern, ich will dich stören in deiner Überzeugung, dass dieses Leben schwer ist und schlecht.

Ich will dich provozieren, ärgern und dich stören in deiner Überzeugung, dass dieses Leben schwer ist und schlecht. Und wenn du denkst: „Was der sagt, ist Quatsch”, freue ich mich, denn ich will, dass du deinen Weg gehst: der wird dich nach Hause bringen. Höre auf niemanden – auch nicht auf deine Gedanken.Erlebe es selbst, wie es ist – jetzt.

Und wenn du denkst: „Was der sagt, ist Quatsch”, dann freue ich mich, denn ich will, dass du deinen Weg gehst.

Der wird dich nach Hause bringen.

Höre auf niemanden und auf nichts, auch nicht auf deine Gedanken.

Höre auf nichts, was du denkst, höre auf nichts, was du glaubst, höre auf nichts, was du weißt.

Erlebe es selbst, wie es ist – jetzt.

Das ist meine Herausforderung an dich, immer wieder.

Ich freue mich, dass du da bist.

Danke.

Und wenn du immer wieder erinnert werden möchtest...

Dafür mache ich Videos, dafür mache ich Satsang: um dich immer wieder auf deiner Schulter anzutippen, einfach um dir zu sagen: „Hey, alles ist gut, meditiere einfach”, und alles geht seinen Gang, automatisch und von selbst.

Du kannst meinen Newsletter abonnieren, wenn du erinnert werden möchtest. Du kannst die Morgenmomente für deine Seele abonnieren, wenn du möchtest.

Das kostet alles nichts; das ist alles für dich, nur für dich.

Danke, dass du da bist.

Was für eine Freude.

Ich liebe dich.