Dein Fels im Sturm
Entdecke die einzige Sicherheit, die es gibt.
Das Auf und Ab des Lebens ist kein Unglück, sondern seine Natur – und mehr noch: nur wer das Vergängliche bereitwillig erlebt, kann das Ewige finden. Der Sturm, vor dem du fliehen willst, zeigt dir den sicheren Fels. Ihn zu entdecken ist jedem möglich, der erwartungslos lebt, liebt und meditiert.
Über dieses Video:
Es gibt einen Satz, den ein Guru seinem Schüler für ausweglose Situationen mit auf den Weg gegeben hat: „Auch dies wird vergehen”. In diesem Video geht es darum, dass dieser Satz ebenso für die guten Zeiten gilt – und dass darin keine Traurigkeit liegt, sondern der Anfang vom Ende der Angst.
Denn das Leben ist auf beiden Seiten unverlässlich. Das Wunderbare ist wunderbar für Momente, dann ist es weg; das Schreckliche kommt, und dann vergeht auch dies wieder. Solange du dein Glück in der einen Hälfte suchst und die andere zu vermeiden versuchst, bleibst du im Kampf mit dem Leben gefangen, und dieser Kampf hört nie auf. Dieser Körper, dieser Mensch wird sterben – wie verlässlich könnte er also sein?
Ich erzähle dir von einem Ort, der von all dem nicht berührt wird. Ich nenne ihn den Fels, weil ich ihn so erlebe: Das Leben stürmt wie immer, und meine inneren Füße stehen auf etwas, das sich nicht bewegt. Das Ich hat immer noch Angst, Unsicherheit, manchmal Verzweiflung, und schüttelt den Kopf und weiß nicht, wie das alles gehen soll – dies bleibt, solange man einen Körper hat –, aber es ist nicht mehr existenziell; es hat seinen Stachel verloren. Und – das ist die andere Hälfte: auch das Schöne hat seine Verführung verloren. Was bleibt, ist eine Zufriedenheit, die mit Gefühlen und Erlebnissen nichts zu tun hat, und manchmal, mitten im Drama, ein inneres Schmunzeln.
Dieser Ort ist nichts, das man einmal findet und dann besitzt. Man entdeckt ihn, vergisst ihn, verliert sich wieder in der Welt und findet ihn aufs Neue, jedes Mal ein wenig tiefer. Ich spreche darüber, warum das so sein muss, und warum Swamiji rät, ohne jede Erwartung zu meditieren – und warum es gut ist, auch so zu leben und zu lieben. Wenn du spürst, dass du dem Leben nicht trauen kannst, dann mag dieses Video vielleicht für dich sein – nicht, weil du das Leben ändern müsstest, sondern weil es eine Sicherheit gibt, die nicht vom Leben abhängt – und sie wartet in dir.
Links zu den Themen in diesem Video:
(weiter unten gibt es die vollständige Abschrift).
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Das Auf und Ab des Lebens
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Der spirituelle Wunschtraum vom Glück
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Der Fels in dir
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Auch dies wird vergehen
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Entdecken, was immer ist
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Ein Leben ohne Schrecken und Verführung
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Wo das Ich verschwindet, verschwindet Gott
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Schmunzeln im Drama
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Hilfe in unsicheren Zeiten
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Erwartungslos leben, lieben, meditieren
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Versöhnung mit dem Leben
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Vollständiger Text der Aufzeichnung zum Mitlesen:
Das Auf und Ab des Lebens
Link zum Thema im Video bei 0m34s
Guten Morgen.
Heute möchte ich mit dir über etwas sprechen, was den meisten Menschen schwerfällt: das Auf und Ab des Lebens.
Du kennst das aus deinem ganz normalen Alltag.
An manchem Morgen wachst du auf, und noch bevor der Tag losgeht, ist alles schwer und schrecklich.
An anderen Tagen wachst du auf, und es ist fast, als wärst du leicht und vergnügt, und obwohl der Tag noch gar nicht richtig begann, ist es ein guter Tag.
Deine Befindlichkeit, deine Energie, deine Verfassung ist eine andere, und so erlebst du den Tag vollkommen anders.
Es gibt Tage, da scheint alles zu klappen – ein Wunder nach dem anderen.
Aber dann gibt es Tage, da ist alles schwierig, ein Problem nach dem anderen, und nichts klappt so, wie du dir das vorstellst.
Und manchmal erlebst du diesen Unterschied von Moment zu Moment.
In einem Moment bist du vielleicht traurig und schwer, und dann geschieht irgendetwas in dir, und plötzlich wird alles leichter.
Manchmal erlebst du das über längere Phasen, wie es eine ganze Woche gibt, wo du erst oft nach der Woche merkst, wie schwer sie war, wie herausfordernd.
Und dann gibt es Wochen, die sind ganz anders, als würde man getragen werden; als würde alles von selbst gehen.
Und dann gibt es Dinge, die du wieder erlebst: eine Begegnung, eine Reise, eine Aufgabe, irgendeine bestimmte Situation, die du schon einmal erlebt hast. Vielleicht war sie schwer, herausfordernd.
Jetzt erlebst du sie wieder, und sie ist ganz anders: überhaupt kein Problem.
Manchmal begegnest du deinem Partner, und es ist einfach nur schön, fast magisch, als wärt ihr eins.
Und dann wieder, ein paar Stunden oder ein paar Tage oder ein paar Wochen später, begegnet ihr euch, und es ist, als würden sich zwei Fremde begegnen, ohne Verbindung, und du weißt überhaupt nicht, wie das weitergehen soll.
Das sind die Dinge, die jeder Mensch kennt aus seinem Leben.
Wenn wir die schönen Augenblicke erleben, dann freuen wir uns.
Vielleicht glaubst du dann: „Ah, irgendetwas habe ich richtig gemacht. Ich weiß zwar nicht, was, aber irgendetwas habe ich richtig gemacht, und so soll es jetzt für immer sein.”
Und wenn es schwierig ist, wenn es nicht so ist, wie du dir das eigentlich vorstellst, dann haderst du mit dem Leben.
Du glaubst, du wirst bestraft. Du glaubst vielleicht, du hast etwas falsch gemacht – du weißt nur nicht, was.
Der spirituelle Wunschtraum vom Glück
Link zum Thema im Video bei 5m25s
Und wir haben diese Vorstellung: Wenn ich alles richtig machte, wenn alles richtig läuft, dann ist es immer gleich, immer schön, problemfrei.
Und gerade in spirituellen Kreisen ist dieser „Wunschtraum”, so möchte ich ihn nennen, sehr weit verbreitet.
Du müsstest nur das Richtige tun – die richtige Meditation, den richtigen Kurs, die richtige Art zu leben –, und dann wird alles für immer schön; dann wird dein Leben geheilt, und deine Beziehung ist immer schön, und du hast Erfolg, und du bekommst viel Geld, du schöpfst aus dem Vollen – und wie diese Versprechungen alle heißen.
Aber so ist das Leben nicht.
Das Leben ist ein Auf und Ab, ein Hin und Her, ein Rauf und Runter. Und das ist die Wahrheit des Lebens. Es ist nicht so, dass da irgendetwas schiefläuft. Es soll so sein, es muss so sein. Es liegt in der Natur von Bewusstsein, von Erleben, dass wir nur Gegensätze erleben können. Du kannst hoch nur erleben, wenn du tief kennst. Rechts gibt es nur, wo es links gibt.
Link zum Zitat im Video bei 6m47s
Das Leben ist ein Auf und Ab, ein Hin und Her, ein Rauf und Runter.
Und genau das kennst du: ein ewiges Auf und Ab.
Und das ist die Wahrheit des Lebens.
Und es ist nicht so, dass das ein Problem ist oder dass da irgendetwas schiefläuft.
Es soll so sein; es muss so sein.
Es liegt in der Natur des Menschseins, in der Natur von Bewusstsein, von Erleben, dass wir nur Gegensätze erleben können, nur Unterschiede.
Du kannst „hoch” nur erleben, wenn du „tief” kennst.
Rechts gibt es nur, wo es links gibt.
Und so gehört dieses Auf und Ab, dieser Wechsel zwischen Entspannung und Anspannung, zwischen Herausforderung und Leichtigkeit, zwischen Verzweiflung und Vertrauen, zum Leben dazu.
Ich könnte es so sagen: das ist Leben.
In diesen Gegensätzen, in diesem Hin und Her, da geschieht Wachsen, da geschieht Lernen, da geschieht Entdecken.
Normalerweise sind wir damit beschäftigt, das was geschieht – sei es in der Welt, die Umstände, und sei es in uns drin, unsere Gefühle, unsere Befindlichkeit – zu beeinflussen.
Wir glauben, wenn wir es richtig machen, dann würden nur noch die richtigen Dinge geschehen, oder dann wäre ich immer richtig und würde mich auf eine bestimmte Art und Weise fühlen und wahrnehmen – und dann hätte ich endlich dieses Auf und Ab los.
Und solange wir das tun, solange wir versuchen, uns selbst, unser Erleben und die Welt zu manipulieren, zu kontrollieren, solange unsere Aufmerksamkeit dort liegt, solange empfinden wir diese Wahrheit des Lebens als Problem, als verkehrt.
Und wenn du alt genug geworden bist, wenn du genug Lebenserfahrung gesammelt hast, dann weißt du: das Leben ist so. Und du weißt, dass alles andere Illusion ist. Du weißt: du kannst das Leben nicht manipulieren.
Du weißt: das Leben macht, was es will.
Und irgendwann kennt man sich selbst gut genug, um zu wissen, dass auch dieser Körper und seine Gefühle und seine Befindlichkeiten sich niemals ändern werden, und dann weißt du nicht mehr, wohin.
Wie soll dieses Leben sicher und gut sein, wenn das doch die Realität des Lebens ist?
Und dann fragt man sich: wie soll man hier nicht verzweifeln?
Das ist der Punkt, den manche die Midlife-Crisis nennen, wo die Illusion, ich könnte das Leben zurechtbiegen, zerbricht.
Der Fels in dir
Link zum Thema im Video bei 12m31s
Wenn ich vom Himmel spreche, wenn ich vom Glücklichsein spreche, dann spreche ich nicht darüber, das Leben zu verändern.
Ich spreche nicht davon, zu einem Menschen zu werden, der keinen Schmerz mehr kennt und keine Angst und kein Unglück.
Aber wenn man beginnt, das zu tun, wovon ich so gerne spreche – und natürlich auch in diesem Video –, wenn man beginnt zu meditieren –, und das bedeutet: wenn man beginnt, sich von dem, was man kennt, von der Welt und auch von dem, was dieses Ich ausmacht und diese Identität, diesen Körper mit seinen Gefühlen und mit seinen Gedanken und Hoffnungen und Träumen und Ängsten...
wenn man sich davon abwendet und sich nach innen wendet – ein Innen, das du nicht kennst, ein Innen, das nichts zu tun hat mit den Gedanken und Gefühlen, ein Innen, das jenseits des Körpers liegt und das du dir natürlich überhaupt nicht vorstellen kannst –, dann geschieht etwas Neues.
Im normalen Leben erlebst du das Auf und Ab.
Aber wenn du dich nach innen wendest, wenn du meditierst, wenn du die Gedanken für eine halbe Stunde vollkommen ignorierst und überhaupt nicht wichtig nimmst, wenn du alles vergisst, was du über das Leben denkst, über die schönen und über die schwierigen Seiten, wenn du vergisst, was du erlebt hast und einfach in dieser inneren Stille bist, in dieser Leere, dann ist es, als wäre das ein Punkt in der Mitte all dieser Gegensätze.
Und doch hat dieser Punkt, den du dort erlebst, mit all dem, was hier geschieht, überhaupt nichts zu tun, als würde er nicht berührt werden vom Auf und Ab des Lebens.
Und wenn du dies zu deiner Gewohnheit machst, dieses Meditieren, dieses Sich-nach-innen-Wenden, dann ist es, als hättest du im Auf und Ab des Lebens – im Auf und Ab von dir selbst, von deiner Psyche, von deinen Gefühlen, im Auf und Ab deiner Befindlichkeit –, immer diesen Ruhepol dabei, immer zugänglich, immer verfügbar, zu dem du dich jederzeit zurückziehen kannst, wann immer du willst.
Und damit wird alles anders.
Und das, wovon ich hier spreche, ist weit mehr als ein psychologischer Trick.
Das entdeckst du nach einer Weile.
Es ist mehr als ein Trostpflaster in der Ungewissheit des Lebens.
Es ist vielmehr so – und das ist meine eigene Erfahrung, von der ich hier gerade berichte –, dass, je mehr dieses Innen zu deinem Zuhause wird, du entdeckst, dass dich das, was im Leben geschieht und in diesem Körper, tatsächlich nicht berührt.
Es ist, als würdest du erleben, wer du wirklich bist, und dass das, was du wirklich bist, von dem, was geschieht, unberührt bleibt.
Und aus dem, was du wirklich bist, kommt das eigentliche Leben.
Auch dies wird vergehen
Link zum Thema im Video bei 18m25s
Daher kommt die Kraft. Daher kommt die Energie, die uns trägt und belebt.
Und es ist nun überhaupt nicht so, dass das eine Lebensflucht wäre: dass jemand, der das, wovon ich hier spreche, beginnt zu entdecken, sich dem Leben entzieht.
Es ist eher das Gegenteil.
Dieser Fels, den du in dir entdeckst, dein wahres Sein, das gibt dir eine Kraft und einen Gleichmut, eine innere Beständigkeit, die dich durch alles trägt, was da draußen geschieht, und du verlierst die Angst vor dem Leben.
Dieser Fels, den du in dir entdeckst, dein wahres Sein, das gibt dir eine Kraft und einen Gleichmut, eine innere Beständigkeit, die dich durch alles trägt, was da draußen geschieht. Du verlierst die Angst vor dem Leben.
Link zum Zitat im Video bei 19m12s
Es ist, als würdest du beginnen, die Angst vor dem Leben, die Angst vor dieser ständigen Veränderung, die Angst vor diesem Auf und Ab, vor dieser Unwägbarkeit des Lebens, vor dieser Unvorhersehbarkeit des Lebens, zu verlieren.
Du erlebst das Leben genau wie vorher: auf und ab, Freude, Traurigkeit, Leichtigkeit, Schmerz, aber es wirft dich nicht mehr um; es berührt dich kaum noch.
Du erlebst das Leben genau wie vorher: auf und ab, Freude, Traurigkeit, Leichtigkeit, Schmerz. Aber es wirft dich nicht mehr um. Du weißt: „Auch dies wird vergehen.” Du glaubst nicht mehr an die Illusion des irdischen Glücks. Dann ist das Leben, wie es ist. Aber es ist, als würdest du woanders leben: in der Welt, aber nicht von der Welt.
Link zum Zitat im Video bei 20m21s
Du weißt: „Ja, ja, jetzt ist es so, okay. Auch dies wird vergehen” – und zwar in den schönen wie in den schwierigen Zeiten. Du glaubst nicht mehr an die Illusion des irdischen Glücks. Du glaubst nicht mehr an die Illusion von körperlicher Ekstase oder anderen Dingen.
Aber du glaubst auch nicht mehr den schwierigen Gefühlen der Verzweiflung und den extremen Herausforderungen, die das Leben manchmal mit sich bringt.
Und dann ist das Leben, wie das Leben nun einmal ist, aber es ist, als würdest du woanders leben: in der Welt, aber nicht von der Welt.
Aber das ist kein intellektuelles Wissen. Das ist ein Erleben.
Das ist etwas Existenzielles, etwas, was für dich erlebbar und wirklich ist, und nur das hilft. Schöne spirituelle Sprüche helfen hier nicht.
Und deswegen ist mein Rat an dich: Kümmere dich nicht darum, was im Leben geschieht. Ich meine damit nicht, dass du jetzt nicht mehr arbeiten gehen sollst oder das Geschirr nicht mehr abspülen oder dich nicht mehr um die Herausforderungen des Lebens kümmern sollst. Das meine ich damit nicht. Du lebst ganz normal weiter. Du kümmerst dich um alles, was deine Aufgabe ist. Du machst alles so gut, wie du kannst, und du fühlst deine Gefühle. Manchmal leidest du, manchmal freust du dich.
Aber du hörst auf, dies ändern zu wollen.
Du hörst auf, deine Energie darauf zu verwenden, Mittel und Strategien zu finden, dieses Leben unter Kontrolle zu bringen, dieses Auf und Ab zu beenden und es nur noch schön zu haben.
Stattdessen verwendest du deine Kraft und Energie, dich nach innen zu wenden, hin zu diesem Fels in dir.
Und je mehr du das tust, desto einfacher wird alles.
Das ist übrigens der Grund, warum die Gurus immer die gleiche Medizin haben für alle Probleme.
Das ist der Grund, warum die Gurus immer die gleiche Medizin haben für alle Probleme. Wenn Menschen von ihren schrecklichen Problemen berichten, sagt der Guru: „Mach dir keine Gedanken. Meditiere. Wende dich Gott zu. Alles wird gut.” Und dann wird auch alles gut, aber nicht, weil sich die Welt verändert – dir wird eine innere Kraft geschenkt.
Link zum Zitat im Video bei 24m07s
Wenn Menschen zu einem Guru kommen und von ihren schrecklichen Problemen berichten, dann sagt der Guru: „Ja, ja...
Mach dir keine Gedanken. Meditiere. Wende dich Gott zu.
Alles wird gut.”
Und dann wird auch alles gut, aber nicht, weil sich die Welt verändert – aber dir wird eine innere Kraft geschenkt.
Und dann kannst du plötzlich mit den Gegebenheiten des Lebens umgehen, wo du vorher verzweifelt hast.
Plötzlich wird es einfach, sich um alles zu kümmern, ganz gleich wie haarsträubend, ganz gleich wie schön.
Du glaubst den Tragödien nicht mehr, und du glaubst auch den wunderschönen Träumen nicht mehr.
Du kannst mit dem Leben umgehen, weil du eine innere Kraft gefunden hast, die es dir leicht macht.
Und diese innere Kraft zu finden, das vermag jeder Mensch.
Man muss nur wissen, wo man danach sucht.
Man findet sie nicht da draußen. Man findet sie auch nicht in den Gefühlen, nicht in irgendeiner magischen Fähigkeit.
Man findet sie, indem man beginnt, in die Richtung zu schauen, wo sie ist: innen.
Entdecken, was immer ist
Link zum Thema im Video bei 26m20s
Und wie geht dieses Sich-nach-innen-Wenden?
Ich sagte vorhin: man beginnt einfach zu meditieren.
Es gibt dafür viele Wege.
Der Weg, den ich kenne, ist der Weg der Samarpan-Meditation, die vor neun Jahren in mein Leben kam.
Aber im Grunde ist allen Wegen etwas gleich: Du hörst auf, das, was ist, verändern zu wollen.
Normalerweise sind wir in jedem Augenblick unseres Lebens damit beschäftigt, das Leben oder uns selbst verändern zu wollen, damit es so werde, wie ich es will.
Und wenn du das tust, bleibst du auf ewig gefangen im Kampf gegen das Leben.
Du bleibst auf ewig gefangen in diesem Hin und Her des Lebens. Mal leidest du, mal freust du dich, aber du weißt: du kannst dem nicht trauen. Du weißt: im Leben, in den Umständen und in deinen Gefühlen und in deiner menschlichen Befindlichkeit, da gibt es keine Stabilität, da gibt es keine Verlässlichkeit. Und es wäre ja auch absurd: dieser Körper, dieser Mensch, wird sterben. Wie verlässlich könnte das also sein? Dieses Leben wird morgen schon wieder etwas auftischen, womit du überhaupt nicht gerechnet hast: auf und ab.
Dem kann man nicht vertrauen, und es ist auch überhaupt nicht notwendig.
Es ist nichts verkehrt daran, sich das Leben schön zu machen. Es ist nichts verkehrt daran, Erfolg zu haben und es gut zu haben und zu lernen, wie man ganz praktisch in diesem Leben lebt.
Aber das ist ja selbstverständlich.
Und es macht dir auch Spaß. Ich versuche, alles so gut wie möglich zu machen, einfach weil es Freude macht. Wenn du eine Arbeit machst, dann hast du umso mehr Freude daran, je aufrichtiger du versuchst, das gut zu machen.
Und dann hast du vielleicht auch Erfolg für einige Zeit, und es ist wunderbar; daran ist überhaupt nichts verkehrt – solange du nicht glaubst, dass dein Wohlergehen und Glück davon abhinge. Denn wenn es das tut, dann wirst du ein Problem haben. Denn alles, was wir hier erleben, einschließlich dieses Körpers, wird vergehen. Davon sprechen alle Weisen, davon sprach Jesus, Buddha.
Aber wenn du das entdeckst, was nicht vergeht, das, was unberührt ist vom Auf und Ab des Lebens, vom Kommen und Gehen des Lebens, dann bist du da, was Jesus die Ewigkeit nannte, den Himmel: das, was immer ist; das, was du mitnehmen kannst, wenn du gehst; das Einzige, was bleibt.
Aber wenn du das entdeckst, was nicht vergeht, das, was unberührt ist vom Auf und Ab des Lebens, vom Kommen und Gehen des Lebens, dann bist du da, was Jesus die Ewigkeit nannte, den Himmel: das, was immer ist; das, was du mitnehmen kannst, wenn du gehst; das Einzige, was bleibt.
Link zum Zitat im Video bei 30m02s
Ich hub gerade an zu erzählen, wie es denn geht, das zu entdecken.
Ich habe mich selbst wieder abgelenkt...
Und das Wichtige bei dieser Entdeckungsreise ist, dass man nicht darüber nachdenkt. Es geht nicht darum, irgendetwas zu wissen, irgendwelche Tricks zu lernen, irgendetwas zu verstehen – im Gegenteil.
Es geht nicht darum, die Welt so zu machen, dass ich glücklich sein kann – im Gegenteil.
Man beginnt, die Dinge, wie sie sind, zu lassen: angefangen mit sich selbst; angefangen mit den Gefühlen; angefangen mit den Dingen, vor denen man Angst hat.
Man sagt Ja zu sich selbst, zu den Gefühlen, zur Welt, zum Partner.
Und wenn man das tut, wenn man aufhört, sich um das Äußere Gedanken zu machen – und zum Äußeren gehört dieser Körper auch dazu –, wenn man aufhört, den Gedanken Aufmerksamkeit zu geben, die sich die ganze Zeit mit dem Leben, mit der Welt und damit, wie du bist, beschäftigen, dann kann man beginnen, sich umzuwenden mit der Aufmerksamkeit und nach innen zu gehen.
Nun weißt du nicht, was dieses Innen ist, aber da gibt es eine ganz praktische, einfache Übung, um das zu lernen. Diese Übung heißt Samarpan-Meditation.
Und was man bei dieser Meditation macht, ist ganz einfach und ganz schlicht und sehr, sehr unspektakulär.
Du nimmst deine Aufmerksamkeit und richtest sie für eine halbe Stunde hier auf den Scheitel deines Kopfes, hier oben hin, auf diese Stelle, die du mit der Hand berühren kannst.
Und wenn du diese Meditation machst, kannst du sie damit beginnen, dass du einfach die Hand nimmst, hier oben drauflegst, so drei angedeutete Kreise im Uhrzeigersinn machst, dann die Hand wieder langsam herunternimmst, und dann spürst du diese körperliche Stelle da oben, weil deine Hand dort gerade war.
Und dann gehst du mit deiner Aufmerksamkeit dorthin, du schließt die Augen und bleibst jetzt einfach dort, an dieser Stelle.
Und immer, wenn Gedanken kommen, lässt du sie wieder gehen, ganz sanft und ohne dir Gedanken über Gedanken zu machen, Und du kehrst zurück mit deiner Aufmerksamkeit an diese simple, einfache Stelle deines Körpers, an den Scheitel, an die Stelle, die die Inder das Kronenchakra nennen – aber der Name ist überhaupt nicht wichtig.
Und obwohl du überhaupt nicht weißt, warum, und obwohl du überhaupt nicht weißt, wie es funktioniert, beginnst du, immer wieder zu erleben, wie es in dir still ist, regungslos, leer und doch lebendig; weder gut noch schlecht und dennoch schön.
Obwohl du überhaupt nicht weißt, wie es funktioniert, beginnst du immer wieder zu erleben, wie es in dir still ist, regungslos, leer und doch lebendig. Weder gut noch schlecht, und dennoch schön. Es ist nicht besser und auch nicht schlechter und dennoch perfekt, wenn man dort ruht, auf eine Weise, die die Gedanken nicht verstehen können.
Link zum Zitat im Video bei 34m25s
Es ist nicht besser und auch nicht schlechter und dennoch perfekt, wenn man dort ruht, auf eine Weise, die die Gedanken nicht verstehen können.
Das ist alles.
Ein Leben ohne Schrecken und Verführung
Link zum Thema im Video bei 35m24s
Es ist, als könnten wir das, was wir nicht kennen, weder suchen noch entdecken.
Wir kennen nur die Welt und unser Verlorensein in der Welt und in den Gedanken.
Wir wissen nicht, wo dieses Innen sein soll; wir wissen nicht, wo dieser Himmel sein soll, von dem Jesus sprach oder ich manchmal.
Aber wenn du diese einfache Übung machst, einmal am Tag für eine halbe Stunde, dann ruhst du an einem Punkt, der verbunden ist mit dem, wovon ich spreche.
Du bist immer noch hier, du spürst deinen Körper, du spürst die Welt, du spürst die Gedanken, aber deine Aufmerksamkeit geht zum ersten Mal in eine neue Richtung.
Und da ist es still.
Und diesen Punkt hast du immer dabei.
Und wenn du beginnst zu meditieren und das jeden Tag tust, dann wird das, was du dort vielleicht anfangs nur für Augenblicke wahrnehmen kannst, immer mehr.
Mit den Jahren durchdringt es alles in deinem Leben, und dann können unglaubliche Dinge geschehen, große Herausforderungen oder wunderbare Ekstase, und du ruhst darin mit einer Zufriedenheit und einem Glück, das mit Gefühlen, mit Empfindungen, mit Erlebnissen überhaupt nichts zu tun hat.
Und dann kannst du auf diesem wilden Meer des Lebens schwimmen: du wirst einfach getragen. Es geht ständig auf und ab, es stürmt, manchmal ist es still – und du wirst die ganze Zeit getragen.
Es ist ein Missverständnis zu glauben, dass das Leben verschwindet.
Das Leben verschwindet nicht. Ich erlebe Herausforderungen, Schmerz, Ungewissheit und Angst. Aber das, was ich den Fels nenne, dieses Innere, ist immer da. Es ist, als würde ich im Sturm des Lebens stehen, aber meine Füße stehen auf diesem Fels, der sich nie bewegt; der stabil ist. Von dort kommt die Kraft und die Zufriedenheit.
Link zum Zitat im Video bei 38m01s
Ich erlebe Herausforderungen.
Ich erlebe Schmerz. Ich erlebe Ungewissheit und Angst.
Aber dieses, was ich den Fels nenne, dieses Innere, ist immer da. Es ist, als würde ich im Sturm des Lebens stehen, aber meine Füße stehen auf diesem Fels – mein Bewusstsein, meine inneren Füße –, der sich nie bewegt, der stabil ist. Und von dort kommt die Kraft und die Zufriedenheit, nicht aus der Welt, nicht aus dem Leben, nicht aus dem Erleben.
Und ich kann wunderbare Augenblicke erleben, glückliche Momente, ekstatische Erlebnisse, wunderbare Gefühle, aber ich bin sicher auf diesem inneren Fels und lasse mich auch davon nicht beeindrucken. Ich bin zufrieden und still.
Und dann verliert das Leben jeglichen Schrecken und jegliche Verführung.
Man bleibt immer mehr bei dem, was man in Wirklichkeit ist: bei diesem Fels, bei dieser Seele, in diesem Himmel, und man hat mit dem Leben, das genauso geschieht wie immer, nichts mehr zu tun.
Es klingt paradox für die Gedanken, wenn man das hört, und man kann es auch nicht verstehen, aber man kann es erleben. Jeder Mensch kann das, und deswegen bin ich hier: um dir davon zu berichten, von dieser Möglichkeit.
Und ich muss dir noch ein bisschen etwas erzählen von meinem Erleben, denn Menschen, die das nicht aus eigener Erfahrung kennen, die glauben: „Warum sollte ich mir das wünschen?
Das muss doch langweilig sein und leblos, wie so eine Verirrung in einer gedanklichen Illusion.”
Meine persönliche Erfahrung ist eine ganz andere.
Für mich ist es so, als könnte ich erst jetzt das Leben überhaupt wirklich erleben.
Die Lebendigkeit hat nichts mit Gefühlen zu tun, und auch nicht mit Gedanken, und auch nicht mit Freude.
Es ist, als könnte man erst dann diesen Strom des Lebens, dieses direkte Leben, was innen fließt, erst dann erleben, wenn man das äußere Leben nicht mehr wichtig nimmt; wenn das seine Wichtigkeit verloren hat, weil man weder davor Angst hat noch dort sein Glück zu finden hofft.
Und das Leben ist so überzeugend. Es kann uns so ängstigen, und es kann uns scheinbar so beschenken.
Aber schau genau hin.
Das, was so wunderbar ist, ist wunderbar für Momente, für wenige Augenblicke, und dann ist es wieder weg. Und schau auch bei den schrecklichen Dingen hin, ganz genau. Sie sind da, sie gehören zum Leben, für Momente, und dann sind sie wieder weg.
Und doch liegt hinter dem und um all das herum etwas, was immer ist.
Davon spreche ich; von da aus spreche ich zu dir.
Und auch du kennst das; jeder kennt das.
Wir vergessen nur, dorthin zu schauen.
Und wenn du beginnst, das zu entdecken, dieses Innen, diese Seele, diesen Himmel, dann verstehst du auch, warum es die Welt und diesen Körper geben muss.
Ich sagte ganz am Anfang dieses Videos, dass das Auf und Ab des Lebens wichtig ist, denn wir können das Auf ohne das Ab nicht erleben.
Freude wäre keine Freude, wenn du nicht auch Schmerz und Traurigkeit kenntest: du könntest sie nicht erleben.
Freude wäre keine Freude, wenn du nicht auch Traurigkeit kenntest. Wohlbefinden kannst du nur empfinden, wenn du Unwohlsein kennst. So ist es auch mit diesem Felsen, der Seele, Gott: Dieses Einzige, was ist, kannst du nur erleben, wenn du erst das erlebst, was unwahr ist, vergänglich. Das ist das Paradox unserer Existenz.
Link zum Zitat im Video bei 44m06s
Wohlbefinden kannst du nur empfinden, wenn du Unwohlsein empfinden kannst.
Und so ist es mit diesem Felsen auch, mit dieser Seele, mit diesem Gott: Dieses Einzige, was ist, kannst du nur beginnen zu erleben, wenn du erst das erlebst, was unwahr ist, vergänglich.
Du kannst die Ewigkeit nur wahrnehmen und spüren, wenn du das Zeitliche erlebst, das Vergängliche, das Unechte.
Das ist das Paradox unserer Existenz.
Wo das Ich verschwindet, verschwindet Gott
Link zum Thema im Video bei 45m19s
Je länger du dort lebst, desto mehr erlebst du das – ja, wie sage ich das jetzt? –, dass es nichts gibt außer dem, in dem du dort ruhst, wenn du innen lebst.
Da ist kein Ich und auch kein Du, kein Mikael, und auch dich gibt es dort nicht: einfach diese Lebendigkeit, einfach dieses Leben ohne Form und ohne Namen.
Da verschwindet das Ich, da verschwindet Gott.
Normalerweise erleben wir es so, dass hier ich bin und dort das Leben.
Das Leben gibt mir etwas oder tut mir etwas an.
Und genauso glauben wir: „Hier bin ich, und da ist Gott”, ein böser Gott oder ein wohlwollender Gott, ein Gott, vor dem ich Angst habe oder ein Gott, dem ich vertraue.
Aber all dieses Erleben kann nur ängstigen, denn das, was heute schön ist, ist morgen wieder schrecklich.
Der Gott, der mich heute beschenkt hat... wer weiß, was der morgen macht.
Aber wenn du dich nach innen wendest, da entdeckst du die Wahrheit.
Da entdeckst du, dass es genau das nicht gibt – dieses „hier ich, dort das Leben; hier ich, dort Gott” –, sondern dass es dort keine Grenze gibt, keine Form, keine Identität. Und die Frage, ob es Gott gibt, stellt sich dort nicht.
Da ist alles eins.
Zwischen dir und Gott gibt es keine Trennung, und deswegen könnte man sagen: „Gott gibt es gar nicht, wenn es das Ich nicht gibt.”
Zwischen dir und Gott gibt es keine Trennung, und deswegen könnte man sagen: „Gott gibt es gar nicht, wenn es das Ich nicht gibt.” Gott ist eine Erfindung, die es nur geben kann, solange es ein Ich gibt.
Link zum Zitat im Video bei 48m00s
Gott ist eine Erfindung, die es nur geben kann, solange es ein Ich gibt.
Deswegen betete Meister Eckhart vor vielen hundert Jahren zu Gott, zum Leben, er möge ihm diesen Gott nehmen; denn er hatte erkannt, dass dieser Gott nur Gott sein kann, wenn es nichts anderes gibt als Gott und dieses Ich nicht mehr existiert. Aber dann verschwindet auch der Gott. Solange man diesen Gegensatz erlebt, solange man fühlt und denkt: „Da ist Gott – hier bin ich”, begeht man im Grunde Gotteslästerung – so hat Meister Eckhart es ausgedrückt –, aber in diesem eigenen Erleben, dass es nichts gibt außer dem Einen, da kann keiner sagen: „Gott”.
Da gibt es nur das Eine.
Und da verschwindet die Angst: da verschwindet die Angst vor dem Leben und die Angst vor Gott, die Angst vor dir selbst.
Ich erlebe das so, dass ich sehe und weiß, dass alles, was in dieser Welt geschieht, alles, ein Teil von mir ist, vor dem ich mich nicht zu fürchten habe.
Verstehst du, was ich meine?
Wenn du meditierst und „Innen” entdeckst, Innen erlebst, dann beginnst du, die Quelle des Lebens zu spüren, und die ist in dir.
Du beginnst zu erleben, dass es nichts anderes gibt außer dem.
Du erlebst es praktisch, ganz still, ganz subtil.
Es wird ein normales Erleben, dass es nichts anderes gibt außer dem, was du in dir dort findest: keine Feinde, nichts Böses.
Und dann, dann beginnt ein ganz neues Ja zum Leben, ein Ja aus Liebe, ein Ja aus dem eigenen inneren Erleben, dass das, dem ich dort begegne in dieser äußeren Welt, nur auch das sein kann, was ich in mir erlebe.
Und davor brauche ich keine Angst haben, überhaupt keine Angst.
Schmunzeln im Drama
Link zum Thema im Video bei 52m25s
Das ist der Gleichmut und das Vertrauen, das Jesus in sich erlebte, als er seinen Weg ging. Er wusste, wo sein Weg in der äußeren Welt hinführen würde. Er wusste es, er sah es.
Und er wusste doch auch, dass das, was dort geschehen würde, Teil dessen ist, was er in sich erlebt, Teil Gottes, Teil von ihm, etwas, was er nicht zu fürchten braucht –, auch wenn Angst da ist, als Mensch, als Körper, und sogar Verzweiflung für Momente. Aber dieser Fels, dieses innere Erleben, ist immer da, und damit lebt man dieses Leben hier vollkommen anders.
Und es heißt nicht, dass man übermenschlich wird und keine Gefühle mehr hat. Ich möchte darauf noch einmal zurückkommen, obwohl ich es vorhin schon einmal gesagt habe: Ich habe immer noch gelegentlich Angst oder Unsicherheit, und ich weiß überhaupt nicht, was ich tun soll, und ich weiß überhaupt nicht, was jetzt richtig ist. Und manchmal schüttle ich den Kopf und denke: „Wie soll das alles nur gehen?”
Diese ganzen menschlichen Befindlichkeiten sind noch da. Dieser Körper ist zu allem fähig: zur Freude und zur Angst. Das bleibt doch so, aber es ist nicht mehr wichtig. Es verliert seinen Stachel; es verliert seine Tiefe; es ist nicht mehr existenziell. Das, was ich in mir erlebe, das ist mein Grund geworden.
Und da kann man im Außen Dinge erleben, die einen mitnehmen, die einen ängstigen, die einen anstrengen, die einen in die totale Erschöpfung bringen, manchmal in die Verzweiflung. Und doch trägt man dieses zeitlose Ewige in sich, diese Quelle, die immer da ist.
Und die zu entdecken, dazu möchte ich dich ermutigen, und zwar immer wieder, immer wieder.
Schau, das ist keine Sache, die man einmal entdeckt, und dann ändert sich das Leben.
Ich sprach davon, dass diese Gegensätze wichtig sind, weil nur so Lernen und Wachsen geschieht.
Und so ist es mit dem Weg nach innen, mit diesem Erkennen deiner wahren Natur, diesem Erkennen dessen, was in Wirklichkeit göttlich ist, auch nur in diesem Gegensatz von innen und außen.
Du wirst beginnen zu meditieren, du wirst beginnen zu entdecken, wovon ich hier spreche, und du wirst es immer wieder verlieren und vergessen.
Und dann wirst du es wieder entdecken, und du wirst denken: „Wie konnte ich das nur vergessen? Wie konnte ich das nur verlieren?”
Aber dann hast du es auf eine neue Weise entdeckt, und du stehst ein wenig kräftiger in diesem Innen.
Und dann werden dich Ereignisse im Außen wieder erwischen, und du bist für Momente oder Tage oder Wochen wieder verloren und nimmst die Welt ernst. Und dann kehrst du zurück, irgendwann – und wieder auf neue Weise, wieder mit neuer Tiefe, wieder mit neuer Kraft.
Und auch danach wirst du wieder verloren gehen in den Ereignissen der Welt, in deinen Gefühlen, aber nicht mehr ganz so wie vorher, nicht mehr ganz so tief, nicht mehr ganz so lang.
Du kannst das Drama, das du immer noch erlebst, nicht mehr ganz so ernst nehmen wie früher.
Und in diesem Hin und Her zwischen Außen und Innen entdeckst du das Innen immer mehr und immer noch tiefer und immer noch einmal aufs Neue.
Und irgendwann erlebst du ein Drama im Leben, und gleichzeitig musst du innerlich schmunzeln, weil du es nicht mehr ernst nehmen kannst. Das Drama und die Angst ist noch da, und gleichzeitig ist da dieses innere Schmunzeln ob des Dramas, ob der Gefühle, weil du gleichzeitig im Himmel bist.
Und solange wir leben in diesen Körpern, solange wir einen Körper haben, solange wir hier auf dieser Erde sind, solange bleibt dieser Gegensatz. Und dafür sind wir hier.
Das hilft uns, uns selbst zu erkennen.
Deswegen sage ich manchmal, dass nichts an dem, was in deinem Leben geschieht, verkehrt ist – nichts.
Deswegen sage ich manchmal, dass nichts an dem, was in deinem Leben geschieht, verkehrt ist; nichts. Und wenn du beginnst zu meditieren, wenn du beginnst, dich nach innen zu wenden, dann wirst du das entdecken: diese unendliche Hilfe, die das Leben mit all seinen Umständen und Widrigkeiten in Wirklichkeit für dich ist.
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Und wenn du beginnst zu meditieren, wenn du beginnst, dich nach innen zu wenden, dann wirst du das entdecken: diese unendliche Hilfe, die das Leben mit all seinen Umständen und Widrigkeiten in Wirklichkeit für dich ist.
Hilfe in unsicheren Zeiten
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Wir leben gerade in interessanten Zeiten. Wir leben gerade in den Zeiten, die sich ein Mensch normalerweise nicht wünscht: Zeiten von Unsicherheit; Zeiten, in denen sich Dinge verändern, obwohl wir gar nicht wollen, dass sie sich verändern; Zeiten, in denen die scheinbare Stabilität der Welt zerbricht. Die Welt ist nicht stabil, dieses Leben ist nicht stabil, [das war es] noch nie.
Wir glauben nur so gerne daran. Jetzt beginnt eine Zeit, in der das offensichtlich wird, überall.
Und es ist eine unendliche Hilfe für die Menschen, die bereit dafür sind, sich nach innen zu wenden.
Wenn du dich dafür interessierst: fang an zu meditieren. Diese Meditation, von der ich so gerne spreche, die Samarpan-Meditation, die kommt nicht von mir. Ich rede zwar die ganze Zeit darüber, aber nur deswegen, weil ich erlebe, wie sie das Leben verändert, und weil ich erlebe, wie sie einen Menschen nach Hause bringt.
Aber ich habe sie nicht erfunden.
Ich meditiere einfach, genau wie viele, viele andere Menschen auf dieser Welt.
Die Samarpan-Meditation kommt aus dem Himalaya, und sie wird von Shivkrupanand Swami, einem indischen Meditationsmeister aus dem Himalaya, in die Gesellschaft gebracht, und jeder kann sie tun. Es geht ganz einfach.
Es ist überhaupt nicht schwierig. Es kostet nichts. Du musst dein Leben dafür nicht ändern. Du musst nicht plötzlich heilig oder weise werden oder zölibatär oder mit dem Fleischessen aufhören oder mit dem Trinken oder Rauchen aufhören. All das ist nicht nötig. Du kannst einfach bleiben, wie du bist, kannst dein Leben so lassen, wie es ist, aber du fängst an, jeden Tag diese Meditation zu machen.
Und was soll ich sagen?
Der Rest geschieht von selbst.
Wenn du dich dafür interessierst: Auf meiner Website gibt es die Himalaya-Samarpan-Meditation-Seite, und dort habe ich dir ein paar Informationen über diese Meditation zusammengestellt und Links zu den offiziellen Quellen, und auch Links zu einer Online-Veranstaltung vom deutschsprachigen Verein Samarpan Meditation e. V., wo du lernen kannst, wie die Meditation geht. Es geht total simpel, aber es ist schön, wenn du das aus erster Hand von diesen Menschen lernst und nicht von mir.
Ja, und dann machst du einfach jeden Tag diese Meditation, und du wirst dein blaues Wunder erleben. Das verspreche ich dir.
Erwartungslos leben, lieben, meditieren
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Swamiji, dieser indische Meister, der diese Meditation bringt, sagt immer wieder: „Wenn du meditierst, mach es ohne Erwartungen.”
Und das ist wichtig.
Normalerweise haben wir Erwartungen ans Leben, an uns selbst, an unsere Mitmenschen. Wir glauben zu wissen, wie die Dinge sein sollten, und dann werden wir enttäuscht, weil die Dinge nicht so sind, wie sie unserer Meinung nach sein sollten. Und die Menschen enttäuschen uns, weil wir irgendwann feststellen, dass sie überhaupt nicht so sind, wie wir glauben, dass sie sein sollten für uns.
Und so ist es mit der Meditation auch. Das, was sie bewirkt, das, was sie bringt, kennst du nicht; kannst du auch nicht kennen.
Deswegen ist alles, was du erwartest, umsonst.
Wenn du beim Meditieren irgendetwas erwartest, wirst du enttäuscht werden. Deswegen meditiere ohne Erwartungen; einfach weil es Spaß macht. Setz dich einfach hin. Es macht Spaß. Es ist angenehm, eine halbe Stunde lang zu versuchen, diese verrückten Gedanken einfach beiseite zu lassen und dort oben am Scheitel zu ruhen. Selbst wenn man nach dieser halben Stunde das Gefühl hat, dass man die ganze Zeit nur in Gedanken war: Diese halbe Stunde ist erfrischend und nährend und beruhigend, auch wenn man das direkt gar nicht wahrnimmt; aber später am Tag merkst du es.
Aber in der Meditation geschieht nichts Erstaunliches, nichts Weltbewegendes, nichts, was du erwarten würdest.
Das, was Meditieren bewirkt, geschieht tief in dir drin.
Das, was Meditieren bewirkt, geschieht tief in dir drin. Eine Umkehr beginnt, die du anfangs nicht wahrnehmen kannst, ein Wunder, eine Revolution, aber eine, für die wir keine Sinne haben. Deswegen meditiere ohne jede Erwartung. Und lebe ohne Erwartungen: dann ist das Leben am einfachsten. Liebe ohne Erwartungen: dann ist das Lieben möglich.
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Eine Umkehr beginnt, die du am Anfang überhaupt nicht wahrnehmen kannst. Erst ganz langsam, mit den Monaten und Jahren, beginnst du zu erkennen, was da eigentlich in dir geschieht.
Es ist ein Wunder, eine Revolution, aber eine, für die wir keine Sinne haben, die wir nicht wahrnehmen können, direkt.
Deswegen: Meditiere ohne jede Erwartung.
Und da wir gerade dabei sind: Am besten lebst du auch ohne Erwartungen: dann ist das Leben am einfachsten.
Liebe ohne Erwartungen: dann ist das Lieben möglich.
Normalerweise glauben wir, es sind unsere Erwartungen, Wünsche und Träume, die das Leben steuern und bewirken, dass das Gute, was wir uns erhoffen, geschieht.
Normalerweise glauben wir, es seien unsere Erwartungen, Wünsche und Träume, die das Leben steuern und bewirken, dass das Gute, was wir uns erhoffen, geschieht. Aber das ist nicht wahr. Deine Erwartungen, Wünsche und Träume sind es, die dein Elend verursachen.
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Aber das ist nicht wahr.
Deine Erwartungen, Wünsche und Träume sind es, die dein Elend verursachen.
Wenn du sie sein lässt und einfach nur hier bist, ohne Gedanken, beginnst du in die Richtung zu gelangen, wo alles auf dich wartet, was du suchst.
Aber du kannst es nicht erkennen. Deine Augen wissen nicht, wonach sie suchen sollen. Deswegen: Lebe und meditiere ohne Erwartungen.
Du wirst überrascht werden.
Versöhnung mit dem Leben
Link zum Thema im Video bei 1h07m07s
Ich habe dieses Video gemacht, um dich zu versöhnen mit dem Auf und Ab des Lebens, denn es ist so: Wir glauben, wenn wir es richtig machten, dann wäre das Leben endlich geradlinig, einfach und schön. Das stimmt überhaupt nicht. Die Schönheit, die Geradlinigkeit, die Verlässlichkeit kennst du nicht da draußen im Leben, aber sie existieren – aber an anderer Stelle: in dir.
Also versöhne dich mit dem Leben.
Sage Ja zu allem, was im Leben geschieht, selbst zu den Dingen, von denen du überzeugt bist, dass sie verkehrt sind. Du musst sie nicht gut finden, du musst dich nicht über sie freuen, aber einfach dieses Anerkennen: „Okay, die Welt ist so, das Leben ist so, okay, ja” – dann geht eine Tür auf, eine Tür nach innen.
Da liegt das, wonach du in Wirklichkeit suchst, und da liegt alles verborgen, was diese Welt schöner und lebenswerter macht.
Aber alles beginnt mit diesem Ja, dieser Erwartungslosigkeit, diesem Einverstandensein. Dann kannst du nach innen gehen.
Das ist meine Erfahrung in meinem Leben.
Deswegen berichte ich dir so gerne davon – damit du weißt, das ist möglich; damit du weißt: das ist das, wovon die Gurus sprechen. Das ist das, wovon Jesus sprach: das, was du in dir finden kannst; nicht irgendetwas, was nach dem Tod dieses Körpers in irgendeinem anderen Reich geschieht.
Nein, wir sind hier in diesem Leben, um das jetzt zu finden –.jJetzt, hier. Dafür ist dieses Leben da.
Bisher kennst du nur die eine Hälfte dieses Gegensatzes und bist darin verloren und verzweifelst daran. Jetzt entdecke die andere Hälfte: das Innen. Dann beginnt alles Sinn zu machen. Dann beginnst du Gott zu verstehen und das Leben.
Das ist meine Einladung.
Wenn du Fragen hast, schreib mir. Ich freue mich sehr, von dir zu hören. Ich brauche eine Weile, um zu antworten. Verzeihe, wenn es eine Weile dauert, aber ich antworte immer.
Zweimal im Monat mache ich Online-Satsang, der nächste ist jetzt in ein paar Tagen wieder. Die Termine dazu findest du auf meiner Website, und wenn du Lust hast, komm dazu. Dort kannst du auch Fragen stellen, und ich beantworte die Fragen der Teilnehmer und auch die Fragen, die mich per E-Mail erreicht haben.
Unterstütze mich, wenn es dir Freude macht
Link zum Thema im Video bei 1h11m03s
Und alles, was ich hier mache, dieses Video, alle Videos, alle Satsangs, auch die Retreats, sind auf Spendenbasis.
Du musst dafür nichts bezahlen, und das ist wichtig, denn das, wovon ich hier spreche, gehört mir nicht. Ich gebe dir nichts. Ich erinnere dich nur an etwas, was du längst selbst hast.
Wie könnte ich dafür Geld verlangen? Das wäre absurd.
Aber ich freue mich sehr, wenn Menschen einfach aus Freude und weil sie Lust haben, mich zu unterstützen, mich finanziell unterstützen; denn im Grunde gebe ich alles, was ich habe an Zeit, Energie und auch Geld da hinein, dass das alles hier schön funktioniert und klappt und auch dauerhaft so weitergehen kann.
Und wenn du Lust hast, mich dabei zu unterstützen, dann freue ich mich sehr, und du kannst auf meiner Website, auf der Spende-Seite, nachlesen, wie das geht.
Du kannst zum Beispiel auf Steady eine Mitgliedschaft beginnen. Auf diese Art und Weise bekomme ich jeden Monat einen gewissen Betrag als Unterstützung, und das hilft mir sehr. Da gibt es verschiedene Beträge, aus denen kannst du wählen, gerade so wie du magst. Aber es gibt auch andere Möglichkeiten der Unterstützung. Mach es einfach so, wie dir es taugt.
Mir ist es wichtig, dass du weißt, dass nichts von dir erwartet wird. Hier ist alles für dich als Geschenk.
Erfreue dich daran.
Und wenn du Freude daran hast, mich zu unterstützen, dann tu das – aber du bist frei.
Fühle dich zu nichts verpflichtet.
Ich freue mich einfach, dass du da bist. Ich freue mich einfach, dass du neugierig bist, wie Leben funktioniert. Ich freue mich, dass du entdecken möchtest, wer du wirklich bist, was Gott ist und wozu dieses Leben eigentlich da ist.
Danke, dass du da bist.
Was für eine Freude.
Ich liebe dich.