Online-Satsang vom 18. August 2026
Deutsch mit deutschen Untertiteln.
Themen: Was im Satsang wirklich geschieht. Mit dem, was geschieht, hast du nichts zu tun. Schließe Freundschaft mit dem Hunger. Annehmen heißt: lieben, was ist. Wohin geht die Seele, wenn der Körper geht? Erleben ohne den Wunsch, zu verstehen. Das Hin und Her des spirituellen Anfangs. Die Seele braucht keine Gebote. Abhängig von Gott. Niemand musst meditieren. Kinder sind immer richtig. Widerstand, die Basis des Egos. Der Körper will nicht still sein. Was ist in der Stille zwischen den Gedanken? Ein Jahr der Revolution und Veränderung.
Über dieses Video:
Manchmal werden im Satsang Wahrheiten berührt, die für normale Ohren schwer zu hören sind, weil es für die meisten Menschen selbstverständlich ist, dieses Leben sehr persönlich zu nehmen. Aber was, wenn dieses Leben, das du lebst, gar nicht dir gehört? Was, wenn dein Job in Wirklichkeit darin besteht, „mitzuleben” und sich vom Leben leben zu lassen, anstatt dieses Leben wie ein Auto zu behandeln, das man besitzt und steuert?
Wir können – und wollen – uns das nicht vorstellen, aber das Leben hat so seine Wege, uns von der Wahrheit zu überzeugen. Und es tut dies durch das Leben selbst: durch das, was in unserem Leben nicht so läuft, wie wir es uns vorgestellt haben.
Und dies wird dann im Satsang sichtbar durch all die wunderbaren Fragen aus allen Ecken des praktischen Lebens, und es sind gerade diese lebensechten, praktischen Fragen, an denen deutlich wird, wo uns das Leben hinhaben will – wie im Grunde alle Erfahrungen, die wir erleben, dazu dienen, unsere Erwartungen und Anhaftungen zu exponieren und zu zerstören.
Und so sind die Antworten auf diese praktischen Fragen meist weniger praktischer, sondern spiritueller Natur. Denn wenn wir erkennen, was das Leben von uns will, sehen wir das, was uns geschieht, plötzlich in einem ganz anderen Licht: was wir wie eine Bestrafung durch das Leben ansahen, erkennen wir dann als Geschenk, das einzig und allein dazu dient, uns zurückzuführen zu unserer wahren Natur. Wir müssen nur „mitspielen” und Ja sagen.
Wie das geht, das erläutere ich so gerne ganz praktisch anhand eben dieser wundervollen Fragen, die jeden Satsang ausmachen. An diesem Abend ging es um verunsichernde medizinische Diagnosen, um Hungergefühle, die gesundheitliche Probleme verursachen, um den Umgang mit Zwangsgedanken, Traumata und dem Verlust der spirituellen Dimension, um die Bedeutung der Zehn Gebote, dem Gefühl von Abhängigkeit vom Guru, um die Frage, warum das Ego immer alles anders haben will, und um die Frage, wohin die Seele geht, wenn der Körper nicht mehr ist.
Und bei ihnen allen geht es im Grunde immer um das Eine: zu entdecken, wer man wirklich ist – und mit dieser Entdeckung ändert sich alles, und alle Fragen werden beantwortet, aber ganz anders, als man es erwarten würde.
Eine Frage gab es, auf die ich keine Antwort habe: was in der Stille zwischen zwei Gedanken ist – nicht, weil die Antwort ein Geheimnis wäre, sondern weil Verstehen und Erleben in entgegengesetzte Richtungen führen. Sobald du verstehst, bist du woanders; wenn du erlebst, weißt du nichts, aber du bist ganz lebendig. Die Antwort auf diese Frage muss jeder selbst erleben – und das immer wieder!
Danke allen, die den Mut hatten zu fragen. Danke, dass du da warst. Danke für Satsang.
Links zu den Themen in dieser Aufzeichnung:
(weiter unten gibt es die vollständige Abschrift).
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Was im Satsang wirklich geschieht
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Mit dem, was geschieht, hast du nichts zu tun
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Schließe Freundschaft mit dem Hunger
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Annehmen heißt: lieben, was ist
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Wohin geht die Seele, wenn der Körper geht?
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Erleben ohne den Wunsch, zu verstehen
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Das Hin und Her des spirituellen Anfangs
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Die Seele braucht keine Gebote
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Abhängig von Gott
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Niemand musst meditieren
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Kinder sind immer richtig (Teil 1)
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Widerstand, die Basis des Egos
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Der Körper will nicht still sein
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Kinder sind immer richtig (Teil 2)
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Was ist in der Stille zwischen den Gedanken?
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Ein Jahr der Revolution und Veränderung
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Vollständiger Text der Aufzeichnung zum Mitlesen:
Was im Satsang wirklich geschieht
Link zum Thema im Video bei 0m34s
[Dhyan Mikael:] Guten Abend und ganz herzlich willkommen zum Satsang heute Abend.
Ich freue mich, dass du da bist. Ich freue mich, dass wir hier zusammen sein können.
Ja, hier im Satsang, da kannst du mir Fragen stellen zu deinem Leben, zu deinem spirituellen Weg, zu dem, was dich plagt.
Aber eigentlich passiert hier mehr als Fragen und Antworten.
Aber das ist ein bisschen mysteriös.
Wenn wir hier zusammenkommen, dann wird das spürbar, was wir wirklich sind: nicht dieser Körper, nicht dieser Intellekt, nicht diese Psyche.
Wir sind mehr als das. Na ja, ich will es anders sagen: Wir haben damit überhaupt nichts zu tun, mit diesem Körper, mit dieser Psyche, mit diesem Intellekt.
Aber normalerweise spüren wir das nicht, und wir wissen nichts davon. Aber hier im Satsang, da wird das berührt, und deswegen sind wir eigentlich hier zusammen. Aber darüber kann man nicht sprechen: das passiert so heimlich nebenbei, ganz von selbst.
Aber das ist das, was die eigentliche Freude und die eigentliche Magie im Satsang ausmacht.
Aber wenn du Fragen hast, dann freue ich mich. Stell sie einfach im Chat von YouTube oder im Chat von Zoom. Simone wird sie dann vorlesen, und ich sage dazu etwas. Und immer wieder lese ich auch eine Frage vor, die mich per E-Mail erreicht hat, und beantworte die, damit die nicht zu kurz kommen. Und das machen wir jetzt hier bis um halb zehn, und ich freue mich sehr. Es war viel zu lang seit dem letzten Satsang.
Ich war schon richtig auf Entzug. Guten Abend, Simone. Danke, dass du wieder dabei bist. Und hast du schon Fragen?
Mit dem, was geschieht, hast du nichts zu tun
Link zum Thema im Video bei 3m10s
[Simone:] Guten Abend, lieber Mikael. Ja, ich habe auch jemanden, der gern mit dir sprechen möchte, kurz, der Walter.
[Dhyan Mikael:] Ja, gerne, sehr, sehr gerne. Hallo Walter.
[Simone:] Ich schalte dich jetzt frei, Walter. Du kannst du jetzt den Ton einschalten.
[Fragende(r):] Ja, okay. Kannst du mich hören?
[Dhyan Mikael:] Guten Abend Walter, grüß dich.
[Fragende(r):] Guten Abend, Mikael. Ich freue mich, dich zu sehen. Ich freue mich, Simone zu sehen. Es ist immer schön. Ja, du hast es vorhin gesagt: Es passiert hier ja immer viel, was man gar nicht so in Worte ausdrücken kann, was man auch nicht versteht.
Es ist auch dieses Jahr schon viel passiert, auch echt spannend, auch mit dem Swamiji. Aber dieses Jahr hat echt Überraschungen für mich, mit denen ich nicht gerechnet habe. Ich habe so ein – ich glaube, im Frühsommer war das, hatte ich so körperliche Themen. Da hatte ich ein Symptom, es war klar, das muss geklärt werden. Da hatte ich auch einen Termin beim Arzt, dann war man im Sommerrertreat, und dann: ach egal, der Sommerretreat ist wichtiger, geh jetzt nicht zum Arzt.
Bin dann kurz danach so auf Standby beim Arzt gewesen. Ja, das erste Symptom war wohl nicht so tragisch. Dann hat sie mir aber einen Test mitgegeben, und dann, ein paar Wochen später, war das Ergebnis dann da. Ich bin dann hingegangen, so: na ja, wird ja alles gut sein, ich fühle mich ja gut und so weiter.
Zu meiner Überraschung war dann nicht alles gut. Also, es werden da drei Sachen getestet, zwei davon waren okay, ganz normal, und eine davon war aber sehr heftig. Und dieses sehr heftig kann jetzt alles Mögliche bedeuten. Also, du kennst ja vielleicht die gauß'sche Verteilungskurve. Die hat so ein paar Sachen: Es kann gar nichts sein, es kann ein bisschen sein, es kann aber auch richtig viel sein. Und dann gibt es so einen richtig schönen Berg so dazwischen, was alles möglich wäre.
Gewissheit kriege ich erst in zwei Monaten. Gibt halt keine Termine, auch wenn eine Ärztin dir sagt: „Ach, du bist ihr so wichtig und ganz früh, und wir wissen, bla, bla” und so weiter. Aber diese Ungewissheit ist jetzt einfach auszuhalten. Und das ist jetzt eigentlich die Frage an dich, ja. Es geht mir gar nicht so sehr um das Körperliche, sondern mir geht es eigentlich darum: Wie gehe ich damit um? Ich finde die Herausforderungen toll. Ich mag das. Ich habe dich auch schon ein paarmal dieses Jahr Dinge gefragt, und da hast du mir gute Antworten gegeben.
Ich habe so das Gefühl, dieses Jahr gibt nicht auf. Swamiji hat das ja auch schon gesagt, das ist so ein bisschen ein schwieriges Jahr. Und ja, ja, so geht es mir halt gerade. So, meine Frage jetzt an dich die Bitte, die Frage: Hast du mir irgendetwas, was ich machen kann? Klingt wieder komisch, ja? Du sagst ja immer so: „Gib dich dem hin”, ja? Okay, es ist ja das Innere, ja, aber ich lebe ja auch in einer Welt. Und in dieser Welt möchte und muss ich auch gut umgehen. Ja. Das ist jetzt einfach so ein bisschen so dieses Gesamtpaket.
[Dhyan Mikael:] Ja. Ja, danke, Walter. Ich freue mich sehr, dass du da bist. Ja, 2026 hat es wirklich in sich.
Dieses Jahr ist eine Achterbahnfahrt.
Dieses Jahr hat alles, und es ist noch nicht vorbei.
Es hat Überraschungen in jeder Hinsicht. Es ist sehr, sehr, sehr herausfordernd – und voller Segen.
Ja, da bist du nicht allein. Also egal, mit wem ich spreche, ich höre immer das Gleiche. Und Swamiji hat uns ja schon Ende letzten Jahres vorgewarnt, wie es sein wird, und genauso ist es auch.
Ja, zu deiner Frage: Ich rate dir, damit überhaupt nicht umzugehen.
Schau, was du tun kannst, ist zu erkennen, dass du damit im Grunde nichts zu tun hast.
Und ich meine das jetzt überhaupt nicht esoterisch abgehoben.
Es ist, wie es ist.
Und wir haben diese tiefe Überzeugung – irgendwo ist ein Mikrofon an, vielleicht, Walter, kannst du dein Mikro wieder stumm schalten...
Und wir haben das Gefühl, es ist wichtig, was passiert. Ich muss wirklich dieses Leben auf der Reihe haben.
Aber wir können nicht. Wir haben überhaupt nichts zu sagen. Und wenn du fragst: Wie soll ich damit umgehen? Was soll ich tun?
Das Allerwichtigste ist, zu erkennen, dass du im Grunde damit nichts zu tun hast.
Du kennst diesen Vergleich, den man oft in spirituellen Kreisen hört: Wenn du im Kino sitzt und dir einen Film anschaust, dann berührt der dich, du bist ganz drin, aber du weißt: es ist ein Film. Er berührt dich, du hast Gefühle, es ist vielleicht manchmal unangenehm oder manchmal wunderschön, aber die ganze Zeit weißt du: „Hey, das ist nur ein Film.”
Selbst wenn es ein richtig krasses Drama ist, weißt du doch: es ist nur ein Film.
Und am Schluss des Films wird die Leinwand dunkel, das Licht im Raum geht wieder an, und du gehst hinaus ins Freie und atmest wieder frische Luft.
Und so meine ich das: Wir leben dieses Leben, wir sind mittendrin, viel besser als jedes Kino es je sein wird – und doch haben wir damit nichts zu tun.
Wir glauben aber, dass wir alles damit zu tun haben.
Und wenn du das entdeckst: wer du wirklich bist –, wenn du dich mit dem verbindest, nach und nach, mit den Jahren immer mehr, was hier war, bevor du hierher gekommen bist, und was hier sein wird, wenn das hier längst alles weg ist, dann ändert sich die Art, wie wir dieses Leben erleben. Wir erleben immer noch alles.
Ich muss sagen, man erlebt es deutlicher und direkter als je zuvor, aber man ist damit nicht mehr identifiziert, man ist damit nicht mehr verhaftet, man hat damit nicht mehr wirklich etwas zu tun. Und dann kann man es viel besser genießen, auch den Schmerz, auch die Angst, weil man weiß: „Hey, es ist okay.”
Das ist das Einzige, was hilft. Alles andere ist nur Geschwätz, denn dieses Leben ist unvorhersehbar. Diese Körper werden sterben, vielleicht morgen, vielleicht erst in 30 Jahren oder in 50, wer weiß.
Aber darauf haben wir keinen Einfluss, und es ist auch nicht wichtig.
Kannst du dieses Leben erleben, ohne zu glauben, es wäre wichtig; ohne zu glauben, es wäre dein Leben?
Kannst du dieses Leben erleben, ohne zu glauben, es wäre wichtig, ohne zu glauben, es wäre dein Leben? Das ist die Frage. Und du kannst das nur tun, wenn du von dort aus lebst, was du wirklich bist: das, was du beim Meditieren berührst, wenn du gedankenlos wirst.
Link zum Zitat im Video bei 11m50s
Das ist die Frage.
Und du kannst das nur tun, wenn du von dort aus lebst, was du wirklich bist: das, was du beim Meditieren berührst, wenn du gedankenlos wirst.
Und so kannst du das entdecken: Immer wenn ein Gedanke in dein Bewusstsein tritt, egal welcher – ob schön, ob dunkel, ob negativ, ob positiv, völlig egal –, immer wenn ein Gedanke, immer wenn Wörter da oben auftauchen: „Oh, Moment einmal, damit will ich nichts zu tun haben”, kommst du wieder zurück zur Erfahrung des Augenblicks, hierher, weißt du, ganz und gar hier, ohne irgendetwas zu wissen, ohne irgendwelche Gedanken, innerlich ganz still, auch wenn es da draußen ziemlich turbulent ist.
Und dann, ganz langsam, bekommst du ein Gefühl dafür, was hier tatsächlich lebt – und das hat mit diesem Körper nichts zu tun.
Das ist das Einzige, was hilft.
Und interessanterweise – das ist meine Erfahrung mit diesem Körper hier, der ist ja auch nicht mehr der Jüngste, und wenn ich den nicht wirklich gut behandle, dann hat er alle möglichen Sachen zu sagen, durch Symptome und durch Dinge, die er mir zeigt... Und das Interessante ist: Je weniger ich damit verbandelt bin, je weniger ich glaube, ich hätte damit etwas zu tun, je weniger ich es wichtig nehme, desto klarer kann ich sehen, was dieses treue Haustier, dieser Körper, wirklich braucht.
Dann kann ich ihn so gut behandeln, wie ich ihn nun einmal kann, trotz meiner Dummheit.
Aber wie lange dieser Körper lebt, ist nicht meine Angelegenheit. Es geht mich nichts an.
Das ist die Wahrheit.
Und wenn du es zu deiner Angelegenheit machst, dann hast du Stress.
Der Schlüssel ist, nicht in Gedanken zu leben; nicht in Worten zu leben; nicht das, was du erlebst und siehst und hörst, zu kommentieren, zu bewerten, sondern zu erleben.
Ich war neulich beim Zahnarzt.
Der musste zwei Löcher behandeln, und die fragen routinemäßig: „Wollen Sie eine Spritze haben? Wollen Sie eine Betäubung haben?” Ich nehme an, dass die meisten Menschen keinen Schmerz spüren wollen, aber ich sage schon seit 15 Jahren: „Nee, nee, ich will dabei sein.” Das sind nun Schmerzen, die sind wirklich leicht auszuhalten für mich, das ist keine große Geschichte.
Aber der bohrt dann da halt rein und kommt halt auch vielleicht einmal kurz an so einen Nerv dran, aber es ist keine große Sache. Ich will es erleben.
Und so kann man alles im Leben erleben, wenn es denn geschieht. Man muss sich ja die Schwierigkeit nicht an Land ziehen, unbedingt. Aber hey, wenn es geschieht, dann bin ich dabei.
Ein spiritueller Meister im Himalaya hat einmal gesagt...
Ein spiritueller Meister im Himalaya hat einmal gesagt, auf die Frage, was der Schüler tun soll: „Meditiere jeden Tag – und gehe keinen Schwierigkeiten aus dem Weg.” Gehe keinen Schwierigkeiten aus dem Weg, denn da, vor dem du gerade Angst hast, da entdeckst du, dass du damit in Wirklichkeit gar nichts zu tun hast.
Link zum Zitat im Video bei 16m27s
Auf die Frage, was der Schüler tun soll, sagte er: „Meditiere jeden Tag – und geh keinen Schwierigkeiten aus dem Weg. Dann geht alles ganz schnell und leicht.” Es hat mir gefallen.
Geh keinen Schwierigkeiten aus dem Weg – denn da, in dem, vor dem du da gerade Angst hast, da entdeckst du, dass du damit in Wirklichkeit gar nichts zu tun hast.
Du wirst es entdecken, ich verspreche es dir.
Danke, Walter.
Schließe Freundschaft mit dem Hunger
Link zum Thema im Video bei 17m20s
Falls du noch etwas dazu fragen musst oder möchtest, bitte, nur zu.
Aber bis dahin lese ich eine Frage vor, die mich per E-Mail erreicht hat.
„Lieber Dhyan Mikael, ich schaue mir sehr oft und gern deine Videos an. Du sagst, man soll seine Gefühle nicht beeinflussen und manipulieren, aber was soll ich mit meinem großen Hungergefühl machen, besonders abends?
Und dieses Hungergefühl erhöht mein Körpergewicht immer mehr und macht mir Schmerzen in den Beinen. Ich hoffe, du hast eine Idee, wo ich überhaupt einen Anfang finden kann.”
Danke für diese schöne Frage. Ich liebe diese praktischen Fragen des Lebens, genau wie die Frage von Walter eben. Das sind die Fragen, die führen uns genau an den Kern von dem, worum es in diesem Leben eigentlich geht.
Ich nehme an, du meinst nicht, dass das Hungergefühl dir dicke Beine macht. Das Hungergefühl macht, dass du die ganze Zeit isst, und das Essen, das lässt dich zunehmen, und das Essen gibt dir dicke Beine, angeschwollene Beine.
Ja.
Ich schlage dir Folgendes vor: Wenn du heute Abend wieder Hunger hast, dann baue eine Sache ein, bevor du anfängst zu essen.
Also, wir machen so eine Art Abmachung, wir zwei. Du darfst essen, so viel du willst, aber bevor du anfängst zu essen, nimmst du dir eine halbe Stunde Zeit, setzt dich hin und tust nichts, schließt die Augen und fühlst dieses Gefühl. Du schließt einfach Freundschaft damit. Du willst einfach … du machst es dir total bequem, es muss nicht irgendwie heilig sein oder im Schneidersitz, nein: mache es dir bequem.
Setz dich hin, schließe die Augen, sodass du richtig entspannt bist und dich wohlfühlst. Und dann fühlst du dieses Gefühl im Körper. Du denkst nicht darüber nach, was es bedeutet oder wo es herkommt oder was es alles Schlimmes anrichtet. Das kannst du alles vergessen in dieser halben Stunde. Du lädst es ein, und du fühlst es einfach.
Du lädst es sozusagen zum Essen ein – aber nimm dir Zeit: eine halbe Stunde.
Und dann, wenn diese halbe Stunde vorbei ist und du mit diesem Gefühl Freundschaft geschlossen hast – wenn ihr zwei euch beschnuppert habt und entspannt seid miteinander –, dann setzt du dich hin und fängst an zu essen.
Und das machst du jetzt einfach einmal vier Wochen lang. Und dann erzähl mir, wie das für dich ist und für deinen Körper.
Das ist der Anfang, den ich dir vorschlage.
Fang an, mit diesem Gefühl, was dich da so treu und regelmäßig besucht, Freundschaft zu schließen. Und nimm dir Zeit, es zu fühlen, und dann esse, so viel du willst, und esse gut, esse Sachen, die du magst. Das ist mein Vorschlag an dich.
Danke, dass du geschrieben hast.
Annehmen heißt: lieben, was ist
Link zum Thema im Video bei 21m27s
Simone, magst du weitermachen?
[Simone:] Danke, sehr gerne, Mikael.
[Dhyan Mikael:] Danke.
[Simone:] Ich lese eine Frage vor von Justina.
[Dhyan Mikael:] Justina, guten Abend, hallo. Ich freue mich, dass du da bist. Grüß dich.
[Simone:] „Lieber Mikael, wie sieht Annehmen in der Praxis konkret aus – einerseits bei äußeren Situationen, zum Beispiel Alkoholsucht des Partners, andererseits bei inneren Themen? Wie nimmt man Zwangsgedanken, zum Beispiel, seinem eigenen Kind etwas anzutun, und die riesige Angst davor, richtig an, wenn sich gedanklich alles dagegen wehrt? Bedeutet annehmen hier, die Angst im Körper bewusst zuzulassen und zu durchfühlen, statt gegen die Gedanken anzukämpfen? Danke und liebe Grüße, Justina.”
[Dhyan Mikael:] Ich danke dir für deine Fragen.
Wie schön.
Ja, willkommen im Club. Willkommen im Menschsein.
Ja, du hast die Richtung schon ganz gut beschrieben.
Annehmen heißt: nicht dagegen zu kämpfen.
Annehmen heißt nicht, jetzt das einfach auszuleben, weil Mikael sagt: „Das soll ich annehmen; so mache ich das jetzt.” Das meine ich nicht. Annehmen heißt: Okay, so ist es. So fühle ich mich. Diese Gefühle habe ich.
Diese Gedanken sind da; diese Sorgen sind da. Okay, was mache ich jetzt damit?
Annehmen ist eine Art Innehalten. Wir rennen normalerweise wie ein Hamster im Rad, die ganze Zeit. Wir wissen gar nicht, wo uns der Kopf steht, so viele Sachen haben wir, vor denen wir weglaufen.
Annehmen ist eine Art Innehalten. Wir rennen wie ein Hamster im Rad, die ganze Zeit. Wir wissen gar nicht, wo uns der Kopf steht, so viele Sachen haben wir, vor denen wir weglaufen. Annehmen heißt, mit dem Weglaufen aufzuhören. Du steigst aus dem Hamsterrad aus und bist da, wo du bist, so wie du bist, ohne darüber nachzudenken.
Link zum Zitat im Video bei 23m33s
Und Annehmen heißt: einfach nur mit dem Weglaufen aufzuhören. Du steigst aus dem Hamsterrad aus und bist da, wo du bist, so wie du bist – ohne darüber nachzudenken.
Wir glauben: „Ich muss etwas damit tun können, ich muss das ändern können, das kann so nicht sein.”
Aber das kannst du nicht.
Und dann bist du völlig in Panik und rennst die ganze Zeit, da oben im Kopf. Da ist das Hamsterrad: da oben.
Annehmen heißt: „Okay, so ist es.” Und Annehmen heißt auch: „Okay, ich kann es nicht ändern; ich habe keine Ahnung, was ich tun soll.
Was kann ich jetzt tun? Wer hilft mir?”
Das ist Annehmen. Annehmen heißt, die Wahrheit sehen.
„Ich will nicht so sein” – vielleicht denkst du, du solltest nicht so sein; du denkst, dein Partner sollte nicht so sein.
Aber er ist so, und du bist so. Annehmen heißt, einfach innehalten und sehen: „Okay, so ist es”, ohne Plan.
Annehmen heißt, einfach innehalten und sehen: „Okay, so ist es”, ohne Plan. Das ist der erste Schritt: nichts damit tun. Einfach damit anfangen, dich im Spiegel zu betrachten: „Okay, so bin ich”, ganz still, ohne Gedanken, ohne Urteile.
Link zum Zitat im Video bei 25m19s
Das ist der erste Schritt: nichts damit tun. Einfach damit anfangen, dich im Spiegel zu betrachten: „Okay, so bin ich”, ganz still, ohne Gedanken, ohne Urteile. Dann gehen natürlich sofort die Gedanken los – und dann kommst du wieder hierher zurück. Spür deinen Körper, spür deinen Hintern auf dem Stuhl oder im Sofa oder auf dem Boden, spür deinen Atem.
Oder, wenn du meditierst, wenn du die Samarpan-Meditation kennst, dann geh ins Kronenchakra mit deiner Aufmerksamkeit. Immer wenn dich die Gedanken wieder einkreisen, komm hierher zurück. Dabei hilft der Körper, dabei hilft das Meditieren, dabei hilft der Atem.
Und wenn du annimmst, dann erkennst du auch gleichzeitig: „Ich bin hier machtlos, ich kann mich nicht ändern, genauso wie dein Partner sich nicht ändern kann.”
Und wenn du annimmst, dann erkennst du auch gleichzeitig: „Ich bin hier machtlos, ich kann mich nicht ändern, genauso wie dein Partner sich nicht ändern kann.” Und wenn du das sehen kannst und wenn du das annehmen kannst, dann geht eine Türe auf in dir. Dann kommt eine Erleichterung.
Link zum Zitat im Video bei 26m48s
Und wenn du das sehen kannst und wenn du das annehmen kannst, dann geht eine Türe auf in dir.
Dann kommt eine Erleichterung: „Okay, ich bin zwar total verkorkst, aber ich kann nichts tun. Das ist nicht meine Angelegenheit.”
Und dann fällt solch ein Gewicht von dir. Du bist immer noch genau wie vorher, aber du bist anders mit dir hier.
Und dann kannst du um Hilfe bitten. Vielleicht betest du gern zu Gott; dann sagst du: „Hey, Gott, du hast mich so gemacht... Verdammt noch mal, hilf!”
Oder was auch immer du im Leben hast, dem du dich in dir drin anvertrauen kannst.
Vielleicht betest du zu Jesus, wenn es dir richtig dreckig geht.
Oder du gehst zu einem Arzt und sagst: „Hey, helfen Sie mir!
Ich habe diese Gedanken im Kopf; was soll ich denn tun?”
Oder du fängst an zu meditieren.
Da lernst du, diese Gedanken einfach zu ignorieren. Ändern können wir die nicht wirklich, weißt du.
Aber alles fängt damit an, dass du mit dem, wie es für dich ist, einfach hier bist.
Das klingt so banal, das klingt so zwecklos, aber probiere es aus.
Dann ist alles anders.
Und wenn du das tust, dann bekommst du die Inspirationen, die für dich in deiner Situation die besten sind. Nicht immer gleich, es dauert manchmal ein paar Tage, manchmal dauert es ein paar Wochen oder ein paar Monate, aber du kannst dir sicher sein: Wenn du anfängst, dich zu akzeptieren, wie du bist, wenn du aufhörst, dagegen zu kämpfen und still wirst mit dir, dann, früher oder später, wird dir gezeigt, wo es langgeht.
Dann kommt Hilfe in dein Leben. Wenn es geschieht, bist du völlig fassungslos, weil du überhaupt nicht weißt, wie das überhaupt möglich ist. Aber so geschieht es bei allen Menschen.
Ja: höre auf, dich ändern zu wollen. Du wirst dich ändern, weißt du – aber nicht, indem du anders sein willst. So funktioniert das nicht. Das ist ganz interessant im Leben. Wenn du anfängst, dich zu akzeptieren, und im Grunde – du fragst: „Was heißt das?” Im Grunde heißt es, dich zu lieben, wie du bist.
Stell dir vor, du hättest ein Kind, das genauso ist, wie du bist.
Stell dir vor, du hättest ein Kind, das genauso ist, wie du bist. Du würdest dieses Kind lieben. Dein Kind liebst du einfach, egal wie verkorkst. Du weißt, es kann nichts dafür. Du liebst es einfach, so gut du kannst. Und mit dieser Bedingungslosigkeit, mit dieser gleichen Selbstverständlichkeit lieben wir uns selbst.
Link zum Zitat im Video bei 30m47s
Du würdest dieses Kind lieben. Dein Kind liebst du einfach, egal wie verkorkst. Es ist dein Kind. Du weißt, das kann nichts dafür; das ist so. Du liebst es einfach, so gut du halt kannst.
Und mit dieser gleichen Bedingungslosigkeit, mit dieser gleichen Selbstverständlichkeit, lieben wir uns selbst.
Und dann, wenn du das beginnst … Wir können das nicht, wir haben das nie gelernt, aber wir können so ein paar kleine Schritte in diese Richtung machen, und die reichen schon. Und dann gehen die Türen in dir auf, und du siehst ganz neue Wege, die du in diesem Leben gehen kannst, Wege, die du jetzt gerade überhaupt noch nicht sehen kannst.
Deswegen sagte Jesus Christus vor zweitausend Jahren schon: „Liebe deinen Nächsten, so wie du dich liebst.” Ich übersetze das immer so: „Liebe dich selbst.
Und wenn du das kannst, liebe deinen Nächsten. Alles andere geschieht von selbst.”
Und das heißt einfach: Höre auf, dich ändern zu wollen. Höre auf, dich zu bewerten. Du bist, wie du bist.
Und die Schwierigkeiten, die daraus erwachsen, wie wir sind … Du hast Angst, deiner Tochter etwas anzutun; das sind deine Gedanken.
Das Schwierige bekommt seine Energie dadurch, dass wir dagegen kämpfen: gegen uns selbst.
Aber wenn du beginnst, mit dir selbst Frieden zu schließen, und wenn du beginnst, dich zu lieben, wie du bist, voller Mitgefühl... Dich lieben heißt nicht, dass du das gut findest, wie du gemacht bist als Mensch. Das bedeutet nicht, dass du das toll findest, dass das Leben das so eingefädelt hat, dass du so bist, wie du gerade bist. Du kannst ja nichts dafür; du bist so gemacht worden.
Aber du hast einfach unendliches Mitgefühl mit diesem Kind; mit dieser Frau, die so ist. Du liebst sie einfach.
Das Gleiche mit deinem Partner.
Es ist nicht deine Angelegenheit, dass er trinkt.
Das ist sein Problem. Das ist seine Angelegenheit. Du kannst ihn einfach lieben. Das heißt nicht, dass du dich missbrauchen lassen musst; das heißt überhaupt nichts, praktisch.
Du kümmerst dich um dich selbst, so gut du kannst.
Du kannst alles mit ihm machen, was du für richtig hältst. Du kannst alles machen, was praktisch notwendig ist für dich. Aber du behältst ihn einfach in deinem Herzen. Du liebst ihn einfach da drin, so wie du ab jetzt dich selbst auch liebst. Das ist der Schlüssel.
Und das ist der Anfang. Alles andere geschieht dann auf abenteuerliche Weise, aber das ist der entscheidende Schritt. Das ist das, was wir in jeder Therapie lernen, wenn wir jahrelang zum Therapeuten gehen: dieses uns selbst Nahekommen, dieses Erkennen: „Wie bin ich eigentlich?” – und es in Gottes Namen so sein lassen.
Mehr brauchen wir in diesem Leben nicht zu lernen: einfach uns lieben – und den Nächsten.
Und dann tun wir das die ganze Zeit, und dann geschehen überall nur noch Wunder. Ich sage es dir, es ist wirklich so.
Danke, danke, dass du da bist; ich freue mich sehr.
Danke, Josefina.
Ich weiß nicht, ob ich den Namen richtig erinnert habe; falls nicht, verzeih mir.
[Simone:] Justina.
[Dhyan Mikael:] Bitte?
[Simone:] Justina.
[Dhyan Mikael:] Justina... Ja, danke, Justina.
Wohin geht die Seele, wenn der Körper geht?
Link zum Thema im Video bei 35m36s
So, ich lese noch eine E-Mail-Frage vor: „Gerade habe ich mir dein Video angesehen, und nun habe ich eine Frage dazu: Ich bin nicht der Körper, und wenn der Körper stirbt, bleibt die Seele, also mein wahres Ich. Was bin ich als Seele, und wo gehe ich hin?”
Klasse! Wie gesagt, ich liebe diese praktischen Fragen. Ja, wo gehe ich hin, wenn der Körper weg ist? Was passiert mit mir?
Wenn wir darüber nachdenken, denken wir in den Kategorien unseres körperlichen Verstandes.
Die Gedanken kennen nur diesen Körper und diese Welt, und die Gedanken sind mit diesem Körper identifiziert, und der ist irgendwo.
Mit der Seele ist es vollkommen anders.
Es ist nicht so, dass du dann Seele bist und wohin gehst.
Das, was wir als Seele bezeichnen, ist das, wo all dies geschieht, was du hier erlebst.
Ich will es so ausdrücken: Wenn dieser Körper verschwunden ist, ist das, was übrig bleibt: Seele, du, Gott.
Wenn dieser Körper verschwunden ist, ist das, was übrig bleibt: Seele, du, Gott. Es ist kein kleines Männchen, das irgendwo hinmarschiert. Es ist schon da, und all das hier passiert darin, dadurch. Das ist der Grund, warum wir uns keine Sorgen machen müssen, was hier geschieht.
Die Seele ist nicht irgendwo drin. Alles ist in der Seele.
Link zum Zitat im Video bei 37m02s
Es ist kein kleines Männchen, das irgendwo hinmarschiert; es ist schon da, und all das hier passiert darin, dadurch.
Das ist der Grund, warum wir uns überhaupt keine Sorgen machen müssen, was hier geschieht.
Und je weniger wir das ernst nehmen, je weniger wir damit identifiziert sind, desto mehr beginnen wir, das zu spüren.
Danke für deine Frage.
In gewisser Weise ist die Seele schon genau da, wo sie sein wird, wenn der Körper weg ist: da, wo sie immer ist.
Da gibt es sonst nichts.
Die Seele ist nicht irgendwo drin. Alles ist in der Seele.
Aber vorstellen kannst du dir das nicht, schon klar. Ist auch nicht nötig. Danke für deine Frage.
Erleben ohne den Wunsch, zu verstehen
Link zum Thema im Video bei 38m32s
Simone, magst du fortfahren, bitte?
[Simone:] Ja, sehr gerne. Die nächste Frage ist von Freeman.
[Dhyan Mikael:] Freeman, hallo! Was für ein schöner Name. Grüß dich.
[Simone:] „Hallo Mikael. Als was würdest du die Kraft bezeichnen, die vom scheinbaren Außen her auf uns wirkt und mit dem Herzen fühlbar ist? Gibt es da einen Unterschied zwischen innen und außen? Danke schön.”
[Dhyan Mikael:] Auf so eine Frage habe ich keine Antwort. Ich stelle mir solche Fragen überhaupt nicht.
Weißt du, ich mache das anders.
Ich erlebe das, was ich erlebe, unmittelbar, und damit meine ich: ohne irgendetwas darüber zu wissen.
Ich bin damit.
Ich weiß nicht, was es bedeutet – brauche ich auch nicht.
Ich will auch gar nichts darüber wissen – ich will dabei sein. Verstehst du, was ich meine?
Probiere es aus.
Lass einmal für einen Moment diese Fragen und den Wunsch, es verstehen zu wollen, beiseite und erlebe, was du erlebst – was auch immer es jetzt gerade ist, in diesem Augenblick –, direkt, ohne irgendeinen Gedanken im Kopf, ohne Frage, ohne Wissen, ohne Einordnen, einfach ganz direkt.
Ich könnte sagen: „Dann weiß ich nichts darüber.” Ich könnte aber auch sagen: „Ich weiß alles darüber.”
So mache ich das. Ich weiß gar nichts, aber ich bin hier damit, immer mehr.
Ich weiß, diese Fragen sind wirklich interessant, aber im Vergleich zum direkten Erleben des Lebens sind sie langweilig für mich.
Lebe lieber ganz direkt und vergiss die ganzen Fragen.
Dann hast du zwar keine Ahnung, aber du bist total lebendig.
Danke, Freeman, danke.
Das Hin und Her des spirituellen Anfangs
Link zum Thema im Video bei 41m44s
Ich lese noch eine Frage vor: „Immer wieder, wenn Menschen über schwere Erfahrungen und Zustände berichten, lauert in mir die Gefahr von Vergleich und Getriggertwerden, weil die Wucht und die Verluste in meinen Traumaspuren sich so unerbittlich anfühlen, als sei ein Fluch darin. Ich fühle mich dann zerrissen zwischen dem Gefühl, es mache keinen Sinn, weiter zu meditieren und weiterzugehen und zu leben, bei meinem geringen Grad an Verkörperung und Selbsterkenntnis, und dem Wunsch, mich zu zeigen mit meinen Traumata, die sich wie die Hölle anfühlen.
Mehr als 50 Jahre habe ich mich therapeutisch, medizinisch und spirituell auf den Weg gemacht, um aus dem Erleben von Auseinanderfallen und Zusammengepresstsein herauszufinden.
Das Fließen von Gefühlen jenseits von Selbstbildern ist mir nur in geringem Maße möglich, auch weil ich Angst vor der Angst habe. Trauer und Schmerz kenne ich gut, auch Wut, die mal klar und mal zerstörerisch ist und in Hass kippt. Vertrauen habe ich erst mit meinem dritten Mann kennengelernt. Allmählich lerne ich, in Beziehungen mich anzuvertrauen, wobei es mir schwerfällt, mich mit den Anteilen von Verstörtheit, Lebensüberdruss und Hass auf die Entstehung von Ego und seinen Auswirkungen zu zeigen.
Was mich am meisten verunsichert: Ich falle aus der immer wieder auftauchenden Gewissheit der spirituellen Dimension oft heraus, die sich dann wie Einbildung anfühlt, und ich fühle mich wie nicht zugehörig und unwürdig.”
Ich danke dir so sehr für deine E-Mail. Ich habe in der Mitte ein wenig gekürzt. Du hast deine Traumata im Detail beschrieben, und ich wollte darauf jetzt absichtlich nicht eingehen, weil es darum nicht geht.
Ich habe auch meine Traumata erlebt, und ich brauche sie nicht zu erzählen; darum geht es nicht.
Ich möchte mit deinem letzten Absatz beginnen. Du sagst: Das, was dich am meisten verunsichert, ist das, dass dir das, was du da immer wieder spüren kannst – diese spirituelle Dimension, die sich, wenn du in ihr bist, total real anfühlt, ohne jeden Zweifel –, immer wieder entgleitet. Und dann ist es genau das Gegenteil. Dann fühlt es sich, wenn du wieder im Verstand, in den Gedanken bist, völlig absurd an, was du davor erlebt hast. Du kannst überhaupt nicht verstehen, wie du so etwas überhaupt glauben kannst.
Gerade in meinen letzten beiden Videos habe ich darüber gesprochen, in einem von den beiden ausführlich.
Denn genauso fühlen wir uns, nicht nur du. Jedem Menschen geht es so, und es ist normal.
Schau, wir leben unser gesamtes Leben identifiziert mit dem Körper und der Welt und haben keine Ahnung von und auch überhaupt keine Verbindung zu der spirituellen Dimension, die wir wirklich sind.
Das üben wir sozusagen jahrzehntelang, und nicht nur in diesem Leben. Wir haben Dutzende Leben auf diese Weise zugebracht. Wir haben es also richtig gründlich geübt.
Und jetzt, plötzlich, fangen wir etwas ganz Neues an. Jetzt, plötzlich, in diesem Leben, wird es uns zum ersten Mal möglich, das zu spüren, was wir wirklich sind – das, was du so schön die spirituelle Dimension nennst.
Natürlich entgleitet uns das immer wieder. Wir haben es nie geübt, wir sind es überhaupt nicht gewöhnt. Wir sind es gewöhnt, uns im Verstand, in der Welt aufzuhalten. Deswegen ist es völlig normal. Wenn du beginnst, das zu spüren, beginnt eine Zeit des Hin und Her.
Wenn du beginnst, das zu spüren, beginnt eine Zeit des Hin und Her. Du spürst dein wahres Selbst – und dann ist es wieder weg, u nd du zweifelst, denn wenn du es nicht spürst, kannst du dir überhaupt nicht vorstellen, was das sein soll. Wenn du es aber spürst, gibt es überhaupt gar keine Zweifel.
Link zum Zitat im Video bei 46m16s
Du spürst dein wahres Selbst – und dann ist es wieder weg, und du zweifelst, denn wenn du es nicht spürst, kannst du dir überhaupt nicht vorstellen, was das sein soll. Wenn du es aber spürst, gibt es überhaupt gar keine Zweifel.
Und dieses Hin und Her, das ist vollkommen normal. Das geht eine Weile so.
Aber je mehr du dieses Neue, was du da spürst, pflegst, zum Beispiel indem du beginnst zu meditieren, desto vertrauter wirst du damit. Und ohne dass du irgendetwas tust, einfach, indem du dich dem immer wieder zuwendest und du es immer wieder erlebst, wird es immer mehr, wie eine Pflanze, die du gießt und düngst.
Und irgendwann ist es für dich vollkommen selbstverständlich, dass du immer dort lebst. Ab und zu fällst du dann einmal kurz heraus in die alte Geschichte, aber es ist keine große Sache mehr. Es ist nur eine Frage der Zeit und eine Frage deiner Ausrichtung: Wo will ich hin mit meiner Aufmerksamkeit?
Dass wir die Aufmerksamkeit nicht immer da haben können, wo wir sie haben wollen, das ist klar.
Das ist uns nicht immer möglich. Aber wir können es zumindest probieren, immer wieder, immer wieder – und mehr ist nicht notwendig. Wenn du diese Klarheit hast, wenn du das einfach probieren möchtest, so unvollkommen, wie es dir halt möglich ist: mehr ist nicht notwendig. Der Rest ist nur eine Frage der Zeit. Der Rest geschieht von selbst.
Und das ist auch der Schlüssel zum Umgang mit deinem Leben und den Dingen, die du erlebt hast.
Weißt du, es gibt Möglichkeiten, mit Traumata umzugehen. Es gibt Möglichkeiten, dem Körper beizustehen und es diesem Körper-Geist-Mechanismus zu ermöglichen, mehr Entspannung und Frieden zu finden mit dem Erlebten.
Aber das Entscheidende ist, dass man damit nicht mehr identifiziert ist.
Im Moment glaubst du, du bist das Trauma. Diese Gedanken: das ist dein Leben, das bist du. Stimmt natürlich alles nicht, aber so fühlt es sich an.
Und wenn du beginnst, dich dieser spirituellen Dimension zuzuwenden, von der du sprichst, wenn du beginnst zu meditieren, dann wird es mehr, und diese Identifikation mit dem Körper und allem, was diesen Körper ausmacht, wird langsam weniger. Der Körper ist immer noch so, wie er ist. Der Geist ist immer noch so, wie er ist.
Aber es ist für uns nicht mehr existenziell, weil du deinen Fuß woanders auf den Boden gesetzt hast. Und dann wird der Umgang mit diesem Körper und seinen Dramen, seinen Traumata, seinem Schmerz, um so vieles leichter.
Und dann kümmerst du dich immer noch, so gut du kannst, um diesen Körper, natürlich.
Es ist einfach sinnvoll und schön.
Aber das Wichtige und das Hilfreichste ist, zu entdecken, was es da noch gibt jenseits davon: das, was du schon kennst.
Und es ist kein Weglaufen, weißt du? Du kannst auch nicht weglaufen. Der Körper bleibt so, wie er ist, keine Sorge, der wartet auf dich.
Ich will dir noch ein Bild geben am Schluss. Wenn du glaubst, du bist dieser Körper, dann ist es, als würdest du auf einem Drahtseil balancieren: du kannst jederzeit abstürzen; es ist total instabil.
Wenn du glaubst, du bist dieser Körper, ist es, als würdest du auf einem Drahtseil balancieren: es ist total instabil. Wenn du meditierst und dich nach innen wendest, jenseits von Gedanken und Erinnerungen, kommen deine Füße auf stabilen, festen Grund. Wenn du da stehst, kannst du mit diesem Wahnsinn hier umgehen.
Link zum Zitat im Video bei 51m26s
Bei allem, was du tust, hast du das Gefühl, es kann jederzeit zum Absturz führen. So fühlst du dich doch...
Und wenn du meditierst und dich nach innen wendest – dieses Innen, was jenseits von Gedanken und Wörtern und Erinnerungen ist –, da kommen deine Füße auf stabilen, festen Grund. Und wenn du da stehst, kannst du mit diesem Wahnsinn hier ganz leicht umgehen.
Es ist immer noch schmerzhaft, es ist immer noch eine Handvoll zu tun, aber du stehst fest, und dann ist es eine völlig andere Geschichte. Und deswegen freue ich mich so sehr, dass du das schon kennst.
Also, deine wichtigste Frage, das, was dich am meisten verunsichert, ist dieses Hin und Her. Und wegen dem brauchst du dir überhaupt keine Sorgen zu machen. Es ist völlig normal. Du weißt, was da wartet.
Jetzt gibt es kein Zurück mehr. Meditiere jeden Tag.
Der Rest geschieht von selbst, aber das weißt du schon.
Ich danke dir, dass du geschrieben hast. Ganz herzlichen Dank, ich freue mich, dass du da bist.
Die Seele braucht keine Gebote
Link zum Thema im Video bei 53m23s
Simone, magst du fortfahren?
[Simone:] Ja, sehr gerne.
[Dhyan Mikael:] Danke.
[Simone:] Die nächste Frage ist von Ole.
[Dhyan Mikael:] Wie war der Name?
[Simone:] Ole.
[Dhyan Mikael:] Ole, okay. Danke. Hallo Ole, grüß dich.
[Simone:] „Sollte man sich an die Zehn Gebote halten? Davon bin ich immer ausgegangen. Sie haben mein Leben bestimmt. Wenn etwas übertreten wurde, kam die Quittung.”
[Dhyan Mikael:] Es ist so: wenn Menschen von innen heraus nicht wissen, was richtig und falsch ist, dann brauchen sie Gebote; dann brauchen sie Gesetze; dann muss ihnen jemand sagen, was richtig und falsch ist, sonst gibt es Chaos.
Ich glaube, Mose war das doch, oder, der die Zehn Gebote vom Berg gebracht hat. Ich kenne mich da nicht so gut aus, in den meisten Teilen der Bibel. Ich kenne meistens nur die Sachen, die Jesus gesagt hat.
Das war der Anführer von einem Volk von Wilden.
Die mussten irgendwie gezähmt werden, und da hat er ihnen die Gebote gegeben. Die waren genau passend für diese Menschen, genau wie hier in unserer Welt. Den meisten Menschen, denen muss man sagen, dass es nicht gut ist, hier zu klauen und zu morden. Wir sind vielleicht ein kleines bisschen weniger kriegerisch als früher, aber ich glaube, das stimmt nicht ganz. Ich glaube, da hat sich nicht viel geändert. Und deswegen brauchen solche Menschen Gebote, ob es die Zehn Gebote der Bibel sind oder Gesetze, es ist im Grunde alles das Gleiche.
Das sind Regeln für Menschen, die von selbst nicht spüren, was richtig ist.
Aber wenn du beginnst, zur Seele zu werden, dann bist du verbunden mit dem Leben selbst. Du kannst nichts falsch machen: es ist zu schmerzhaft.
Aber wenn du beginnst, zur Seele zu werden, dann bist du verbunden mit dem Leben selbst. Du kannst nichts falsch machen, weil du verbunden bist mit der Essenz des Lebens und allen anderen. Wenn du ohne Gedanken im Augenblick lebst, brauchst du keine Regeln. Du tuat das, was in jedem Moment richtig ist, ohne dass du davon weißt.
Link zum Zitat im Video bei 55m43s
Es macht dich so unglücklich, das geht gar nicht, weil du verbunden bist mit der Essenz des Lebens und dadurch mit allen anderen.
Wenn du ohne Gedanken lebst, wenn du im Augenblick lebst, wenn du mit dir selbst zutiefst verbunden bist und alles spürst, brauchst du keine Regeln.
Dann tust du das, was in jedem Moment richtig ist, ohne dass du davon weißt. Das ist einfach vollkommen natürlich und normal.
Es passiert von selbst.
Und dieses Leben ist wild und unvorhersehbar und passt überhaupt nicht zu irgendwelchen Regeln – aber es ist echt.
Swamiji, der indische Meister, der die Himalaya-Samarpan-Meditation aus dem Himalaya in die Gesellschaft bringt, der spricht oft über die Rolle von Religion.
Und er sagt: das, was wir als Menschen als Religionen bezeichnen, ist in Wirklichkeit gar keine Religion. Er sagt, es gibt nur eine Religion: die Religion der Menschlichkeit; das, wovon ich gerade gesprochen habe: das, zu dem du wirst, wenn du deine Seele findest. Was wir als Religionen bezeichnen, sind Methoden der Anbetung, und Methoden, wie man lebt.
Und die helfen den Menschen, im Leben zurechtzukommen, und sie helfen den Menschen, die Richtung zu Gott zu finden, die Richtung zu sich selbst, nach innen. Aber da sie davon überhaupt nichts wissen, von diesem Innen, gebraucht man dieses Wort „Gott.” Und für die Menschen kann es nur so sein, dass dieser Gott da außen ist, weil sie von dem Gott da drinnen nichts wissen und sich das auch nicht vorstellen können. Aber in Wirklichkeit wohnt Gott da drinnen.
Und dabei helfen die Religionen: dass die Leute, dass die Menschen, die überhaupt nichts davon wissen, doch irgendwo diesen Wegweiser behalten, diese Richtungsmarke, wo es eigentlich hingeht.
Aber wenn du dann beginnst, dich selbst auf den Weg zu machen und dort ankommst, brauchst du das nicht mehr.
Swamiji sagt das so: es ist, wie wenn die Religion und ihre Regeln eine Leiter sind: eine Leiter hinauf in ein Haus.
Und du benutzt diese Leiter, aber du richtest dich jetzt auf der Leiter nicht wohnlich ein und bleibst daran kleben. Du benutzt die Leiter, du kommst an, du bist im Haus, und dann lässt du die Leiter hinter dir.
Du benutzt sie nicht mehr: du bist angekommen im Haus.
Und so ist es mit den Regeln der Religionen, so ist es mit den Zehn Geboten.
Und es ist viel einfacher, nach den Zehn Geboten zu leben.
Aber wenn du beginnst, aus dir selbst heraus zu leben, aus etwas, was man nicht beschreiben kann – das ist spannend, das ist wild, unvorhersehbar.
Die Hälfte der Zeit kommt man sich verkehrt vor, aber es ist echt, lebendig und wirklich gut.
Ja, so viel zu den Zehn Geboten; mein Senf dazu.
Ich danke dir. Danke für deine Frage. Danke, Ole. Ich freue mich, dass du da bist.
Abhängig von Gott
Link zum Thema im Video bei 1h01m28s
Ich möchte mit einer E-Mail-Frage weitermachen.
„Geliebter Mikael, immer mal wieder, nicht durchgehend, fühle ich mich von meinem Guru abhängig. Ich habe dann das große Bedürfnis, von ihm etwas Aufmunterndes gesagt zu bekommen, zum Beispiel: ‚Ich liebe es, dass du hier bist.‘ Wenn er es längere Zeit nicht sagt, kommen bei mir Zweifel auf, ob ich noch willkommen bin.
Dieser Zweifel löst bei mir einen starken Herzschmerz aus. Das fühlt sich an wie ein Widerhaken im Herzen, der hin- und herbewegt wird. Es ist sehr schwer auszuhalten. Sagt er etwas Nettes zu mir, macht mich das immer eine ganze Zeit lang zufrieden und glücklich. Dann, irgendwann, taucht wieder der Zweifel auf.
Energetisch fühle ich mich mit ihm verbunden, und trotzdem besteht diese Abhängigkeit. Wie kann ich diese Abhängigkeit für immer beenden?”
Oh wow, was für eine coole Frage! Ich danke dir. Danke für deine Frage und für dein Vertrauen.
Ja, natürlich bist du abhängig von deinem Guru, aber ich will dir etwas verraten.
Es ist nicht gut, von einem Mann oder einer Frau abhängig zu sein; es ist nicht gut, von irgendwelchen Menschen abhängig zu sein.
Aber vom Guru abhängig zu sein, das ist kein Problem.
Aber vom Guru abhängig zu sein, das ist kein Problem. Dafür ist er da. Du kannst alles auf ihn projizieren, ihm alles vorwerfen, alles von ihm erwarten: Er ist immun. Er ist einfach da und liebt dich die ganze Zeit, egal was du denkst, und trägt dich, während du Kapriolen schlägst. Das ist die eine Abhängigkeit, die alle anderen beendet.
Link zum Zitat im Video bei 1h03m02s
Dafür ist er da.
Du kannst alles auf ihn projizieren, du kannst ihm alles vorwerfen, du kannst alles von ihm erwarten: Er ist immun. Er wird dich dafür nicht bestrafen, er wird es nicht ausnutzen, er wird dich nicht beurteilen und verurteilen. Er ist einfach da und liebt dich die ganze Zeit, egal was du denkst, und trägt dich die ganze Zeit, während du diese Kapriolen schlägst.
Das ist die Abhängigkeit, die alle anderen Abhängigkeiten beendet.
Sei einfach vollkommen abhängig von ihm, als würde alles, was du brauchst, von ihm kommen.
Ich weiß, dein Verstand rennt gerade gegen die Wand, aber ich meine es ernst.
Ich weiß nicht, ob du meine Videos kennst, aber im Abspann meiner Videos steht etwas. Da steht: „Alles, was ich bin, kommt von Swamiji und Sohamji” – meine beiden Gurus.
Alles, was ich bin, kommt von Sohamji und Swamiji.
Das ist die Wahrheit: alles.
Ich könnte sagen: Ich bin vollkommen abhängig von ihnen. Ich bin abhängig von Gott.
Das ist eine schöne Abhängigkeit. Aber der Verstand mag das überhaupt nicht, der möchte gerne unabhängig sein. Aber das wäre ein Witz. Diese Ameise soll unabhängig sein, eigenständig? So etwas gibt es nicht.
Deswegen ist das, was du mir da erzählst, wirklich gut.
Du bist in guten Händen mit dieser Abhängigkeit bei deinem Guru.
Ich kenne ihn; mache dir keine Sorgen.
Weißt du, das ist das Tolle mit einem Guru, mit einem Meister: Du kannst total uncool sein, kannst alles falsch machen. Du denkst, du solltest viel weiter sein, bist du aber nicht, und alle anderen Menschen, besonders du selbst, nehmen dir das übel – aber er nicht.
Danke fürs Schreiben.
Ich liebe dich.
Niemand musst meditieren
Link zum Thema im Video bei 1h06m35s
Simone, bitte fahre fort.
[Simone:] Die nächste Frage ist von Ulli.
[Dhyan Mikael:] Ulli, guten Abend. Hallo. Wie schön, dass du da bist.
[Simone:] „Lieber Mikael, ich verstehe nicht, warum ich meditieren soll oder muss. Das Göttliche und der Zugang dazu ist doch immer da, die Verbindung gegeben. Ist das Meditieren zum Erwachen? Aber wozu?”
[Dhyan Mikael:] Lies bitte noch einmal den ersten Teil vor.
[Simone:] „Lieber Mikael, ich verstehe nicht, warum ich meditieren soll oder muss.”
[Dhyan Mikael:] Danke. Du sollst oder musst überhaupt nicht meditieren.
Du kannst machen, was du willst – wirklich.
Hier gibt es kein Sollen und auch kein Müssen.
Wenn du zu mir kommst und sagst: „Höre einmal, Mikael, ich weiß nicht, wie ich mit diesem Leben zurechtkommen soll. Je älter ich werde, desto mehr sehe ich: Ich kriege überhaupt nichts auf die Reihe, was soll ich nur tun?”, dann gebe ich dir ein paar Tipps, die meiner Erfahrung nach einfach gut sind. Aber wenn du glücklich bist mit deinem Leben, wenn du verbunden bist mit Gott und wenn alles gut ist – mache weiter so; kein Problem.
Ich meine es ernst.
Wenn das, was du da sagst, stimmt: wow.
Danke für deine Frage.
Ich schätze sehr, dass du hier bist. Herzlich willkommen.
Kinder sind immer richtig (Teil 1)
Link zum Thema im Video bei 1h08m48s
Simone, bitte fahre fort.
[Simone:] Die nächste Frage ist von Katharina.
[Dhyan Mikael:] Katharina, guten Abend. Schön, dass du da bist.
[Simone:] „Lieber Mikael, mein Sohn hat starke Wutausbrüche, schlägt, und wir haben Dauerkämpfe im Alltag. Mir ist klar, dass der erste Schritt das Annehmen der Situation ist. Du sagst aber auch, dass das Leben das verstärkt, worauf unsere Aufmerksamkeit liegt. Wenn der Alltag gefühlt nur aus Ausrastern besteht, wie schaffe ich es ganz praktisch, den Fokus auf das Gute zu richten, statt gedanklich dauernd im Problemmodus gefangen zu sein? Liebe Grüße, Katharina.”
[Dhyan Mikael:] Katharina, bitte sage mir, wie alt dein Sohn ist.
Widerstand, die Basis des Egos
Link zum Thema im Video bei 1h10m50s
Wollen wir vielleicht mit einer anderen Frage fortfahren und, wenn wir die Antwort haben, kehren wir zu dieser Frage von Katharina zurück?
[Simone:] Ja, sehr gerne.
Die nächste Frage ist von Brigitte.
[Dhyan Mikael:] Brigitte, guten Abend, hallo.
[Simone:] „Warum sehnt sich mein Ego nach einem derart anderen Leben als jenes, das mir das Leben gegeben hat? Warum diese Diskrepanz? Lieben Dank schon im Voraus für deine Ansicht.”
[Dhyan Mikael:] Weil das Ego daraus besteht. Im Grunde besteht das Ego aus Widerstand. Wenn du keinen Widerstand leistest, gibt es kein Ego.
Im Grunde besteht das Ego aus Widerstand. Wenn du keinen Widerstand leistest, gibt es kein Ego. Widerstand kann heißen, dass du kämpfst. Widerstand kann heißen, dass du dich als Opfer fühlst. Aber wenn du keinen Widerstand leistest, wenn du einverstanden bist, mit ganzer Kraft, mit dem, was geschieht, dann ist da niemand.
Link zum Zitat im Video bei 1h11m23s
Widerstand kann heißen, dass du kämpfst. Widerstand kann heißen, dass du dich als Opfer fühlst – das ist genau das Gleiche, nur die Emotionen umgedreht. Aber wenn du keinen Widerstand leistest, wenn du einverstanden bist, mit ganzer Kraft, mit dem, was geschieht, dann ist da niemand. Das Ich besteht aus Wollen, aus anders Wollen, aus Sich-Wehren, aus Widerstand.
Aber wenn du einverstanden bist mit allem, was ist, bist du wie ein Wassertropfen im Ozean. Da gibt es keine Trennung, da gibt es keine Definition.
Das ist das, was das Ego ausmacht.
Wenn du das Ego loswerden willst, musst du nur eine einzige Sache tun: Hingabe – Hingabe an das, was ist.
Da kann das Ego nicht hin. Da kann es nicht mitkommen, es geht nicht.
Der ganze Gedankenapparat ist eine Maschine, um zu bewerten und etwas anders haben zu wollen, eine Maschine, die ständig überlegt, wie es anders sein könnte. Und daraus entsteht das Ich-Gefühl, daraus entsteht Ego. An den Gedanken ist nichts verkehrt. Die können in manchen Situationen ganz hilfreich sein, zum Beispiel, wenn man sich mit jemand anderem über etwas unterhalten möchte. Dann ist es gut, wenn man Informationen in Worte kleiden kann, und dazu sind Gedanken notwendig.
Aber abgesehen davon brauchen wir sie im Grunde nicht. Wir haben angefangen, die ganze Zeit in Gedanken zu leben, und daraus entsteht Ego.
Aber es ist keine große Sache. Sei einfach mit allem einverstanden, dann verschwindet das Ego, früher oder später.
Danke, Brigitte.
Haben wir von Katharina gehört?
[Simone:] Nein, noch nicht, lieber Mikael.
Der Körper will nicht still sein
Link zum Thema im Video bei 1h13m54s
[Dhyan Mikael:] Dann fahr fort, bitte.
[Simone:] Die nächste Frage ist von Manni.
[Dhyan Mikael:] Manni, guten Abend. Hallo.
[Simone:] „Was kann ich machen, wenn ich beim morgendlichen Sitzen Atemnot bekomme? Stehen, Liegen hilft nicht. Bauchatmung funktioniert, aber dennoch gerate ich in Hyperventilation. Ich bräuchte eine Idee, um bei der Meditation dabeibleiben zu können. Danke.”
[Dhyan Mikael:] Ja, das ist ganz interessant. Ich freue mich sehr, dass du das berichtest und dass du das fragst.
Weißt du, es ist so: Wenn wir beginnen, innerlich still zu werden, wenn wir beginnen zu meditieren, dann ist es für den Körper völlig ungewohnt und für den Geist auch, und der rebelliert. Und sowohl der Körper als auch der Geist lassen sich in den ersten Wochen und Monaten, bei manchen Leuten in den ersten Jahren, alles Mögliche einfallen, um dich dazu zu bewegen, das nicht zu machen: diese halbe Stunde zu meditieren.
Dem Körper fallen die verrücktesten Sachen ein.
Es kann sein, dass du nie Atemnot hast, aber du setzt dich da hin, und dann hast du die tollsten Symptome.
Lass sie einfach da sein. Bis jetzt bist du ja noch nicht erstickt.
Ja: lass sie einfach da sein. Atemnot? Okay.
Zum Hyperventilieren kann ich dir etwas sagen. Es gibt da einen Trick: Atme ein, und dann: langsam aus. Du brauchst das Einatmen überhaupt nicht zu kontrollieren, du kannst einfach so tief einatmen, wie du willst, aber dann atme langsam aus.
Dann kannst du wieder einatmen, und langsam aus.
Und das ist sehr wohltuend beim Hyperventilieren.
Aber das Entscheidende ist: Nimm es nicht ernst.
Und damit kannst du spielen, mit dieser Angst, und dann diese Bereitschaft: „Okay, wenn ich ersticke, okay” – und ich meine es ernst.
Dann entspannt sich etwas.
Aber steh nicht auf; bleib eine halbe Stunde sitzen, egal, was dieser Körper veranstaltet.
Das ist unvermeidlich: jeder Körper macht das. Das ist jetzt eine sehr kreative Methode, von der habe ich noch nie gehört, aber das kennt eigentlich jeder, der mit dem Meditieren anfängt. Da fängt es dann an zu jucken und zu husten, und...
Es ist wirklich toll.
Denke nicht darüber nach, überhaupt nicht. Tu das, was offensichtlich ist, lerne irgendwie, was gut beim Hyperventilieren ist, zum Beispiel das, was ich dir gerade gesagt habe. Ansonsten: meditiere einfach weiter. Der Körper wird schon irgendwie damit zurechtkommen. Er wird es, ich verspreche es dir.
Und nach einer Weile lässt es nach. Wenn du diese Dinge, die der Körper und der Geist sich einfallen lassen, nicht ernst nimmst, dann vergeht es von selbst nach einer Weile.
Danke.
Kinder sind immer richtig (Teil 2)
Link zum Thema im Video bei 1h17m47s
Was sagt Katharina?
[Simone:] Noch nichts.
[Dhyan Mikael:] Okay, dann will ich einfach einmal darauf antworten, und ich nehme einmal an, dass das jetzt ein Kind ist, das, sagen wir einmal, zehn Jahre alt ist, vielleicht jünger.
Es spielt eigentlich keine Rolle, ob er fünf ist oder zehn oder zwei oder eins: er ist ein Kind.
Egal wie dieses Kind ist: es ist in Ordnung; er darf so sein.
Nichts an dem, was er tut, ist verkehrt. Das heißt nicht, dass du alles so sein lassen musst, wie es ist.
Aber der Anfang ist, dass du weißt: Er ist okay, wie er ist. Es ist nichts verkehrt an ihm; er ist nicht böse;, er tut es nicht absichtlich, um dich zu verletzen.
Kein Kind tut das.
Die Verhaltensweisen von Kindern sind eine Art und Weise der hilflosen Kommunikation. Kinder sind hilflos; die können nicht konstruktiv kommunizieren. Die meisten Erwachsenen können das nicht.
Die kommunizieren irgendwie und sagen: „Hilfe, ich brauche hier Aufmerksamkeit und Liebe.”
Sagen können sie das nicht.
Das ist der erste Schritt. Und wenn du das weißt – wenn du weißt: an deinem Kind ist nichts verkehrt, du brauchst ihn nicht zu bewerten, du kannst ihn einfach total lieben, so wie er ist –, dann kannst du schauen: Okay, was machen wir jetzt praktisch?
Was ist mit ihm los? Was braucht er? Worum bittet er? Was ist sein Schmerz?
Aber diese Fragen, dieses Mitgefühl, dieses liebevolle Hinschauen, kannst du erst tun, wenn du ihm mit Offenheit begegnen kannst und nicht mit Abwehr und Frust.
Deswegen sage ich dir: Egal wie er ist, er darf so sein. Wenn du Gefühle dazu hast, fühle die Gefühle. Ich weiß, das verlangt alles von dir. Ich weiß: es drückt dir alle Knöpfe; ich weiß. Das hat es wirklich in sich: Es bringt dich an deine Grenzen und es triggert deine Emotionen.
Es zwingt dich dazu, Frieden zu schließen mit dir, wie du bist.
Schließe damit Frieden, immer wieder aufs Neue. Er gibt dir jeden Tag Gelegenheit dazu. Und dann, wenn du das ein wenig geübt hast, schließe Frieden mit ihm, wie er ist. Und dann schau: Was brauche ich? Wie kann ich mich unterstützen in dieser Situation? Und dann schau: Wie kann ich ihn unterstützen? Du kannst anfangen zu lernen, ihn zu verstehen.
Und es ist nicht leicht, weil er dir das nicht sagen kann.
Du musst es herausfinden, und das ist nicht leicht.
Aber wenn du aufhörst, ihn zu bewerten und gegen ihn zu kämpfen, egal wie subtil, ist alles leichter.
Es spielt keine Rolle, wie er ist: er darf so sein. Das kannst du dir auf ein Blatt Papier schreiben und an die Wand hängen. Und dann nimm ein zweites Blatt Papier und schreib darauf: „Ich darf so sein, wie ich bin.
Nichts ist verkehrt an mir.” Die beiden Blätter kannst du direkt nebeneinander hängen.
Und dann bist du vielleicht hilflos, genauso hilflos wie er.
Das ist schon einmal eine gute gemeinsame Basis.
Und du brauchst es nicht alleine zu machen.
Es gibt Menschen, die kennen sich da richtig gut aus mit Kindern, mit der Art und Weise, wie Kinder kommunizieren, mit der Art und Weise, wie Kinder uns Erwachsene wissen lassen, wo es brennt.
Kinder können nicht vernünftig sein; die können uns nicht konstruktiv sagen, was Sache ist. Das können die nicht.
Du musst es herauskriegen.
Ja.
Fang damit an, ihn zu lieben und dich selbst, und dann schau, was möglich ist.
Danke.
Das ist die vornehmste Aufgabe, die wir haben als Erwachsene: uns um die Kinder zu kümmern. Ich bin da nicht gut drin. Ich bin da überhaupt nicht gut drin. Aber es gibt Menschen, die da wirklich gut drin sind, meine Partnerin zum Beispiel. Und daher weiß ich, dass das, was ich sage, stimmt. Es gibt Menschen, die kennen sich da aus, die können dir helfen.
Dann lernst du, deinen Sohn zu verstehen, du lernst, dich zu verstehen, du lernst, damit zu spielen und was man da alles machen kann.
Danke.
Was ist in der Stille zwischen den Gedanken?
Link zum Thema im Video bei 1h25m04s
Simone, ich glaube, eine Frage könnten wir noch beantworten.
[Simone:] Sehr gerne. Die Frage ist von Rita.
[Dhyan Mikael:] Rita, guten Abend, hallo.
[Simone:] „Lieber Mikael, liebe alle, was passiert eigentlich in der Stille zwischen zwei Gedanken? Ist da Gott, das Universum oder einfach nur nichts? Lieben Dank.”
[Dhyan Mikael:] Das ist so eine gute Frage. Diese Antwort musst du unbedingt herausfinden.
Ja: das finde heraus. Was ist zwischen den Gedanken? Was ist, wenn da nichts anderes ist als pures Erleben, pures Sein? Was passiert da?
Irgendetwas bei meinem Computer bimmelt die ganze Zeit, und ich glaube, ich habe vergessen, irgendetwas abzuschalten, und jetzt nervt mich so sehr, dass ich das jetzt schnell mache. Moment.
So, jetzt... das habe ich vorhin vergessen …
Ja, du meditierst und du erkennst die Gedanken, du lässt die Gedanken sein, du kommst zurück zum Kronenchakra, du kommst zurück zum Spüren, du kommst zurück zum direkten Erleben, zum direkten Sein.
Dann kommt der nächste Gedanke, aber diese Lücke, die du immer wieder erlebst: Was kannst du darüber sagen, wenn du nichts denkst? Wenn du denkst, dann entsteht ein Abstand zwischen dem Erleben, zwischen dem Erlebten und dem Wahrnehmen. Und dann denkst du darüber nach und gibst dem einen Namen und ordnest es ein.
Wenn du denkst, entsteht ein Abstand zwischen dem Erlebten und dem Wahrnehmen. Dann denkst du darüber nach und ordnest es ein. Aber wenn du das nicht tust und ganz beim Erleben bleibst, ganz nackt, direkt da, was kannst du da sagen? Was wollte man da sagen? Will man das wirklich durch Verstehen stören?
Link zum Zitat im Video bei 1h26m54s
Aber wenn du das nicht tust, wenn du die Gedanken ignorierst und ganz beim Erleben bleibst, was kannst du darüber sagen?
Was könnte man darüber sagen?
Deswegen heißt es in der Bibel, dass man Gott keinen Namen geben soll und sich kein Bild machen soll von Gott. Denn sobald du das eine oder andere tust, bist du in Gedanken. Aber wenn du ganz bei Gott bleibst, ganz beim Erleben, ganz nackt, direkt da, was kannst du da sagen?
Was wollte man da sagen? Will man das wirklich durch Verstehen stören?
Ich nicht.
Deswegen habe ich auf diese Fragen keine Antwort.
Was für eine schöne Frage.
So können wir leben, direkt hier, ohne irgendetwas zu wissen über das, was geschieht, ohne irgendetwas zu verstehen, aber ganz da, mit einer ungeheuren Kapazität der Wahrnehmung und Präsenz.
Es ist, als hättest du auf der einen Seite die Möglichkeit, ganz präsent zu sein, ganz und gar Wahrnehmung zu sein, und auf der anderen Seite hast du Verstehen und Wissen.
Es ist, als hättest du auf der einen Seite die Möglichkeit, ganz präsent zu sein, ganz und gar Wahrnehmung zu sein, und auf der anderen Seite hast du Verstehen. Wenn du etwas verstehst, rutschst du auf diese andere Seite, weg vom Erleben, weg vom Sein. Deswegen hat das, was wir verstehen, nie irgendetwas mit dem zu tun, was wirklich ist.
Link zum Zitat im Video bei 1h29m15s
Wenn du etwas verstehst, bist du da drüben: dann kannst du nicht erleben. Du bist woanders.
Sobald du anfangen willst, etwas zu verstehen, rutschst du auf diese andere Seite, weg vom Erleben, weg vom Sein.
Deswegen hat das, was wir wissen und verstehen, nie irgendetwas mit dem zu tun, was wirklich ist.
Deswegen kann man über das nicht wirklich irgendetwas sagen; es ist auch nicht notwendig.
Wow. Danke, Rita. Was für ein schöner Abschluss dieses Satsangs.
Ein Jahr der Revolution und Veränderung
Link zum Thema im Video bei 1h30m33s
Ja, am 1. September geht es weiter mit dem nächsten Online-Satsang, und morgen packe ich meine Koffer. Am Donnerstag fahre ich zu Swamiji, zum Ort der Meditation. Zehn Tage lang bin ich dann dort bei ihm, während er die Murti für Europa energetisiert. Und gleich, wenn ich zurückgekommen bin, kommt der nächste Online-Satsang. Ich bin gespannt, wer dann hier sitzt.
Dieses Jahr, 2026, ist ein Jahr der Revolution, ein Jahr der Lawinen, ein Jahr der grundlegenden Veränderungen. Es ist unglaublich. Was in diesem Jahr schon alles geschehen ist in meinem Leben und um mich herum, ist unfassbar, und ich bin sicher, es geht gerade so weiter bis zum 31. Dezember.
Und das Beste, was du tun kannst, und das Einzige, was notwendig ist, ist, dass du nicht darüber nachdenkst, dass du einfach dabei bist, so gut du kannst, ohne irgendetwas zu verstehen.
Einfach Ja sagen – und das lernst du, wenn du meditierst. Wenn du etwas über die Himalaya-Samarpan-Meditation wissen möchtest, von der ich so gerne spreche – ich spreche so gerne darüber, weil sie mein Leben seit neun Jahren verändert, total....
Aber die kommt nicht von mir, die hat mit mir nichts zu tun. Swamiji bringt die aus dem Himalaya. Und wenn du etwas darüber wissen willst: auf meiner Webseite, auf der Himalaya-Samarpan-Meditation-Seite, da habe ich dir Links zusammengestellt zum Verein dieser Meditation hier in Deutschland, zu verschiedenen Informationsquellen. Da bekommst du dann die Infos aus erster Hand.
Die kann man auch lernen, es geht ganz einfach, ist überhaupt nicht schwierig, kostet nichts. Einmal in der Woche, montagabends, kann man da online zum Beispiel bei einer Einführung mitmachen. Und die Informationen findest du auch auf der Website von dem Verein. Und wie du dahin kommst, findest du, wie gesagt, auf meiner Website.
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Link zum Thema im Video bei 1h32m50s
Und wenn du noch nicht genug hast von mir, den Satsangs und vielleicht den Videos, lade ich dich ein, meinen Newsletter zu abonnieren: den verschicke ich immer dann, wenn es etwas Neues gibt. Und einmal am Tag, morgens um sechs, verschicke ich eine kleine E-Mail mit einer ganz, ganz kleinen, zärtlichen Erinnerung an deine Seele; „Morgenmomente für deine Seele” heißen die, und manche Menschen finden es ganz hilfreich.
Wenn du Lust hast, abonniere das. Es kostet nichts. Alles, was ich hier tue, kostet nichts. Selbst die Retreats kosten nichts. Und das ist mir auch ganz wichtig, dass du hier einfach mitmachen kannst, ohne dass es hier um Geld geht.
Aber trotzdem: da ich all meine Zeit, all meine Energie und auch Geld dafür aufwende, dass es möglich ist – die Videos und die Satsangs und die Retreats –, freue ich mich sehr, wenn es Menschen gibt, die mich dabei gerne unterstützen möchten, finanziell. Wenn du das tun möchtest, dann findest du auf meiner Webseite, auf der Spende-Seite, die Infos dazu, wie das geht.
Ja, und der nächste Retreat ist jetzt im September, ud darauf möchte ich noch einmal hinweisen – es gibt noch Plätze –: in wunderschöner Umgebung, in Oberösterreich, relativ gut zu erreichen von Deutschland aus.
Es ist ein wunderschönes Retreathaus. Ich fühle mich da so richtig zu Hause. Es ist ganz erstaunlich. Ich habe in meinen vielen, vielen Reisejahren mit Soham viele Retreathäuser kennengelernt, und das ist wirklich ein besonderes dort. Ich freue mich schon richtig darauf. Und ein Retreat ist ganz einfach eine Gelegenheit für dich, eine Woche lang alles zu vergessen, was du sonst für wichtig hältst. Du brauchst noch nicht einmal ans Kochen zu denken, du brauchst noch nicht einmal ans Abspülen zu denken.
Es wird alles für dich erledigt, und du kannst dich wirklich zusammen mit mir und den anderen Teilnehmern nach innen wenden. Und es ist ganz erstaunlich, was da geschieht. Wie das möglich ist, weiß ich nicht – ich tue da nichts –, aber von Tag zu Tag wird es intensiver und stiller und schöner. Wenn du Lust hast, dann mach mit.
Ja, danke für Satsang.
Ich liebe es, hier zu sein mit dir. Ganz herzlichen Dank. Oh, ich habe vergessen: Danke, Devasetu, danke, Jetzt-TV. Danke, dass wir hier sein dürfen. Auch Jezt-TV lebt von Spenden, und wenn du möchtest, unterstütze Devasetu und sein wunderbares Werk hier. Danke.
Danke für Satsang.
Ich liebe dich.