Online-Satsang vom 30. Oktober 2026
Deutsch mit deutschen Untertiteln.
Themen: Das Unsichtbare zwischen den Worten. Unbemerkt blüht der Samen in dir auf. Nichts ist je geschehen. Beten ist Hingabe. In der Welt und doch ganz bei dir. Liebe ihn – aber lass ihn gehen. Du bist nicht allein. Dir kann nichts geschehen. Sorge nicht um morgen – sei heute Hier. Du wurdest nie geboren. Hingabe und Verantwortung. Nicht der andere ist das Problem. Vergiss Intuition. Zwei Männer. Gedankenhygiene. Diese Meditation wirkt Wunder.
Über dieses Video:
„Nichts ist je geschehen.” Dieser Satz von Papaji kam in diesem Satsang zur Sprache, als es um die Frage ging, ob das Leben wirklich eine Abfolge von Ereignissen ist – oder ob diese Abfolge nur in den Gedanken existiert, während das direkte Erleben etwas ganz anderes ist: warm, kalt, hell, eng, weit, freudvoll, schmerhaft...
Ja, genau das ist mein Erleben: viele verschiedene Erfahrungen, aber keine Zeit, die sie verbindet, und kein jemand, dem sie geschehen. Wer lernt, die Gedanken nicht mehr ernst zu nehmen, fällt aus der Zeit und aus der Geschichte, die aus den Erlebnissen das Drama des Lebens webt.
Aber sind dann nicht wenigstens Geburt und Tod Geschehnisse? Ja, dieser Körper wurde geboren. Aber das, was du bist, wenn du den Gedanken keine Aufmerksamkeit gibst und in der Stille in dir ruhst – wurde das geboren? Und könnte das je sterben?
Kompliziert wird es nur in den Gedanken, und nur dort gibt es Probleme. Der Körper kann nicht unterscheiden, ob stimmt, was wir denken; er leidet, sobald wir den Gedanken glauben, die sagen, es gäbe ein Problem.
Darum ging es bei der Frage, was man tun kann, wenn der erwachsene Sohn auf Abstand geht. Als Mutter das Kind, mit dem man einmal eins war, gehen zu lassen, ist wie ein Tod – und doch natürlich und gesund, und nie zu spät. Und ich kenne aus eigener Erfahrung auch die andere Seite: für ein erwachsenes Kind gibt es nichts Besseres, als zu spüren, dass die Mutter es gehen lässt und nichts von ihm braucht.
Nicht anders ist es mit der Sorge um morgen und mit den Gedanken, die sich fragen, wie man sich morgen nur eigenständig versorgen soll. Schaut man, wie es jetzt gerade ist, ist alles da – ein Dach über dem Kopf, ein Bett, genug zu essen. Aber sobald die Gedanken zum Morgen gehen, ist alles unmöglich. Ich selbst weiß nicht, was morgen kommt; ich denke nicht daran, und so bleibt die ganze Kraft beim Heute – und das ist das Geheimnis, um das es im Satsang ging: wenn du heute ganz hier bist, wird morgen von selbst gut.
Es ging auch um Beten: ob Gebete und Hoffnungen nicht einfach Wünsche sind – ein Nein zu dem, was ist. Das kommt darauf an, wie man betet: „Gott, ich will ein neues Auto, am liebsten rot” – das ist ein Nein. Aber ein Gebet, das Gott die eigene Hilflosigkeit zeigt, ist kein Wunsch, sondern Hingabe: das Loslassen der unmöglichen Aufgabe, das Leben in der Hand haben zu müssen. Solche Gebete werden erhört – ausnahmslos.
Es ist alles so einfach, wenn man weiß, in welche Richtung man zu schauen hat – und das zu lernen ist nicht schwer. Um dich immer wieder daran zu erinnern, dazu gebe ich Satsang und dafür mache ich Videos. Aber wieder einmal war der Satsang zu kurz; am liebsten hätte ich noch ein paar Stunden weitergemacht... danke für diesen bemerkenswerten Abend.
Links zu den Themen in dieser Aufzeichnung:
(weiter unten gibt es die vollständige Abschrift).
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Das Unsichtbare zwischen den Worten
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Unbemerkt blüht der Samen in dir auf
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Nichts ist je geschehen
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Beten ist Hingabe
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In der Welt und doch ganz bei dir
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Liebe ihn – aber lass ihn gehen
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Du bist nicht allein
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Dir kann nichts geschehen
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Sorge nicht um morgen – sei heute Hier
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Du wurdest nie geboren
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Hingabe und Verantwortung
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Nicht der andere ist das Problem
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Vergiss Intuition
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Zwei Männer
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Gedankenhygiene
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Diese Meditation wirkt Wunder
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Vollständiger Text der Aufzeichnung zum Mitlesen:
Das Unsichtbare zwischen den Worten
Link zum Thema im Video bei 0m29s
[Dhyan Mikael:] Guten Abend und herzlich willkommen zum Satsang.
Ich freue mich so sehr, dass wir heute Abend wieder zusammen sein können. Willkommen.
Satsang ist die Gelegenheit für mich und für dich, in einer Welt, die nichts vom Innen weiß, die nichts von der Seele weiß, sich nach innen zu wenden. Und dieses Zusammensein mit Menschen, die alle das Gleiche wollen, selbst wenn sie überhaupt nicht wissen, wie das geht, diese Gemeinschaft, ist unendlich unterstützend.
Das ist der eigentliche Grund, warum Satsang so hilfreich und so schön ist. Mit mir hat es gar nicht so viel zu tun.
Und wir werden jetzt eineinhalb Stunden lang miteinander sprechen. Ich werde deine und andere Fragen beantworten. Ich werde einige Fragen vorlesen. Wenn du Fragen hast, schreib sie gerne in den Chat in YouTube oder auf Zoom, und dann werde ich etwas dazu sagen, wenn ich kann.
Aber das, was eigentlich passiert, hat mit dem, was ich sage, überhaupt nichts zu tun.
Es ist etwas Unsichtbares, etwas zwischen den Worten, etwas, was mit innerer Energie zu tun hat – und noch nicht einmal mit meiner Energie, sondern mit der Energie, die durch mich fließt, aber auch durch dich.
Und diese Energien tanzen im Satsang miteinander.
Und das ist hilfreich.
Es ist hilfreich in einer Welt, die von diesen Dingen nichts weiß.
Zwischendurch werde ich Fragen vorlesen, die mich per E-Mail erreicht haben.
Und ich freue mich auf diese eineinhalb Stunden, die wir jetzt zusammen haben.
Unbemerkt blüht der Samen in dir auf
Link zum Thema im Video bei 2m56s
Guten Abend, Simone. Danke, dass du wieder dabei bist.
[Simone:] Guten Abend, lieber Mikael. Danke, dass ich dabei sein darf.
[Dhyan Mikael:] Oh ja, sehr gerne. Hast du schon etwas zum Vorlesen?
[Simone:] Ja, ich habe etwas zum Vorlesen.
[Dhyan Mikael:] Ja, dann bitte fang an.
[Simone:] Die erste Nachricht ist von Nandin.
[Dhyan Mikael:] Nandin, guten Abend. Hallo.
[Simone:] „Hallo, geliebter Dhyan Mikael, Nandin hier. Ich konnte vorgestern in Aufstellung der MS all das Schwere, was ich mein Leben lang für Vater trug, jetzt zurück in seine zur Verantwortung bereiten Hände legen, und erfuhr Anbindung an Mutter, wie auch an diverse Urgroßmutter über sie. Aufrichtung, ganz großes Glück und Erleichterung sind nun da, wie auch noch die große Schwäche und Erschöpfung – vermutlich noch eine Weile, aber Neuanfang und großes Glück und Dank.
Step by Step, von Augenblick zu Augenblick geht es nun weiter. Liebste Grüße. Es fühlt sich schon komisch an, solch höchst Intimes so öffentlich kund zu tun. Bitte um Schutz, um Behütetheit, da ich nicht weiß, wie ich es herausnehmen und dir als E-Mail schreiben könnte. Und vertraue darauf, möge Swami es segnen. Danke.”
[Dhyan Mikael:] Danke, Nandin, ja, das ist hier in guten Händen.
Danke für dein Teilen.
Ich bin bei dir; du bist immer in meinem Herzen.
Ja, Schritt für Schritt. Jeden Tag schließen wir Frieden mit etwas Neuem, jeden Tag wachsen wir ein bisschen. Und dann, manchmal, an solchen Tagen, wie du ihn jetzt erlebt hast, da merken wir, wie viel gewachsen ist, wie viel aufgegangen ist, wie viel von diesem Samen, der vor vielen, vielen Jahren in uns gelegt wurde, aufgeblüht ist.
Normalerweise merken wir das gar nicht. Andere Menschen um uns herum merken, dass wir von Tag zu Tag schöner werden, aber wir merken das eigentlich überhaupt nicht.
Aber an solchen Tagen, da merken wir: Wow!
Danke, Nandin.
Nichts ist je geschehen
Link zum Thema im Video bei 5m52s
Simone, bitte, fahr fort.
[Simone:] Ja. Die nächste Frage ist von Nadine.
[Dhyan Mikael:] Nadine, hallo.
[Simone:] „Geliebter Mikael, bisher dachte ich, dass das Leben eine Abfolge von Ereignissen ist. Jetzt bin ich mir da nicht mehr sicher, denn wenn Gedanken ignoriert werden, dann gibt es keine Abfolge von Geschehnissen. Das existiert nur in den Gedanken. Was nicht in den Gedanken existiert, ist das direkte Erleben: weich, kalt, eng, weit, warm, hell, dunkel.
Vielleicht gibt es noch ein paar mehr direkte Erleben... aber so viel ist das gar nicht, glaube ich. Aber dieses Wenige ist so lebendig, wenn es ohne Gedanken erfahren wird. Für mich ist das so fremd und neu, dass ich mir schwertue, das direkte Erleben überhaupt zu bemerken. Magst du etwas dazu sagen? Danke. In Liebe, Nadine.”
[Dhyan Mikael:] Wow, ich danke dir. Wie schön, dass du da bist.
Es gefällt mir, was du gerade gesagt hast.
Da ist keine Abfolge von Ereignissen; die ist nur da oben.
Mir geht es genau so, wie du das für dich beschreibst.
Ja, ständig passiert irgendetwas, aber was gerade eben passiert ist, habe ich schon wieder vergessen, und ich erlebe das, was jetzt da ist.
Das, was ich erlebe, ändert sich ständig, aber da ist keine Abfolge, kein Nachdenken darüber, kein Erinnern – so lebendig, so natürlich, so einfach.
Ja: wir erleben und wir schauen zu, und nichts geschieht – überhaupt nichts.
Ja: wir erleben und wir schauen zu, und nichts geschieht – überhaupt nichts.
Link zum Zitat im Video bei 7m57s
Papaji sagte einmal: „Nichts ist je geschehen.”
Das ist die Wahrheit.
Und wenn ich in dieser Gedankenlosigkeit wohne, dann gibt es keinen Unterschied zwischen dem, was ich jetzt erlebe, und dem, was ich vor Jahrzehnten erlebt habe als junger Mensch, oder dem, was in irgendeinem letzten Leben war. Es gibt keinen Unterschied.
Nur in Gedanken wird es kompliziert.
Und das, was du hier so schön beschreibst, kann jeder Mensch entdecken.
Das ist das, was Jesus „das Himmelreich” nannte.
Das ist das, was ich meine, wenn ich „innen” sage: wenn man den Gedanken keine Aufmerksamkeit gibt, sondern in dem ruht in dir, was mit den Gedanken nichts zu tun hat. Das, was man übt, wenn man zum Beispiel die Samarpan-Meditation macht und einfach im Kronenchakra ruht, hier oben, für eine halbe Stunde jeden Morgen –, da entdeckt man das: dieses Sein, was mit Ereignissen und mit Gedanken und mit Erleben und mit Werden und mit Vergehen überhaupt nichts zu tun hat.
Wenn man die Samarpan-Meditation macht und im Kronenchakra ruht, entdeckt man das: dieses Sein, was mit Ereignissen, Gedanken, Erleben und mit Werden und Vergehen überhaupt nichts zu tun hat. Und jeder trägt das in sich – jeder Mensch. Wir müssen nur wissen, in welche Richtung wir zu schauen haben, und das kann jeder lernen.
Link zum Zitat im Video bei 9m36s
Und jeder trägt das in sich – jeder Mensch.
Wir müssen nur wissen, in welche Richtung wir zu schauen haben, und das kann jeder lernen. Es braucht nur ein paar Tage Zeit, und es ist einfach.
Es ist überhaupt nicht kompliziert. Das Einzige, was es so schwierig erscheinen lässt, ist, dass wir diese Gewohnheit haben, nicht nach innen zu schauen, sondern nach außen, weil wir das ein Leben lang schon tun; weil alle Menschen um uns herum das tun.
Und alles, was da draußen unsere Sinne anzieht, unsere Aufmerksamkeit, zieht uns nach außen.
Nur deswegen scheint es schwierig zu sein: weil wir diese Angewohnheit haben, immer unsere Aufmerksamkeit da draußen zu haben.
Und sobald wir beginnen, eine neue Angewohnheit zu entwickeln, einfach indem wir jeden Morgen meditieren, dann wird es immer mehr – diese Gewohnheit, nach innen zu schauen.
Dann, ganz allmählich, hält die Welt an, so wie für dich.
Danke, Nadine. Ich danke dir.
Beten ist Hingabe
Link zum Thema im Video bei 11m54s
Ich werde eine E-Mail vorlesen, die mich erreicht hat.
„Sind Gebete und Hoffnungen auch Wünsche und damit sozusagen ein Nein zu dem, was ist?
Andererseits sind das doch auch Ventile, um das Jetzt besser zu ertragen.”
Was für eine schöne Frage.
Und es kommt darauf an, wie du betest. Wenn du sagst: „Gott, ich will ein neues Auto, am liebsten rot” – ich weiß nicht, ob das viel hilft.
Das ist ein Nein zu dem, was ist.
Aber wenn du betest: „Gott, ich bin hilflos, ich kann nicht mehr, ich weiß nicht, wie ich das alles tun soll.
Wenn du betest: „Gott, ich bin hilflos. Das ist zu groß für mich” – das ist Anerkennen, was ist. Solche Gebete werden immer erhört und sind eine unendliche Erleichterung, weil sie Hingabe sind, ein Loslassen dieser unmöglichen Aufgabe, der wir uns verschrieben haben: „Ich will das Leben meistern und kontrollieren.”
Link zum Zitat im Video bei 12m51s
Das ist alles zu groß für mich. Tu etwas!” – das ist Anerkennen, was ist.
Da sagst du zu Gott: „Schau mich an, so bin ich: hilflos, klein, verkehrt.”
Und solche Gebete werden immer erhört.
Und solche Gebete sind eine unendliche Erleichterung, genau wie du das sagst, weil sie in Wirklichkeit eine Hingabe sind, ein Loslassen: das Loslassen dieser unmöglichen Aufgabe, der wir uns alle verschrieben haben, dieses: „Ich will das Leben in der Hand haben; ich will das Leben meistern und kontrollieren.”
Und solche Gebete der Hingabe, die werden immer beantwortet, immer, ausnahmslos, auf ganz mysteriöse Weise, ganz direkt.
Ja... Ich danke dir für deine Frage.
Wie schön.
Simone, bitte, fahr fort.
In der Welt und doch ganz bei dir
Link zum Thema im Video bei 14m46s
[Simone:] Sehr gerne. Die nächste Frage ist von Eva.
[Dhyan Mikael:] Eva, guten Abend. Hallo.
[Simone:] „Lieber Mikael, momentan fällt es mir sehr schwer, in die Medi-Gruppe zu gehen. Zu Hause geht es gut. Ich weiß nicht, was mich daran hindert. Liebe Grüße, Eva.”
[Dhyan Mikael:] Nun, es ist ganz einfach. Die Medi-Gruppe ist eine Herausforderung – deswegen gehen wir ja hin.
Alleine zu Hause zu meditieren ist einfach; das kann auch herausfordernd sein, aber es ist vergleichsweise einfach. Und das ist das, was wir jeden Tag üben.
Wir können uns jeden Tag diese halbe Stunde morgens nehmen – vielleicht auch öfter am Tag, wenn du magst –, diese Zeit, in der du dich um nichts zu kümmern brauchst und einfach in dir ruhst. Du brauchst dich doch nicht mehr um die Gedanken zu kümmern.
Aber das Leben besteht aus mehr als dieser halben Stunde Meditation. Wir sind nicht hier, um 24 Stunden lang irgendwo mit geschlossenen Augen zu sitzen und zu meditieren. Wir sind hier, um die Meditation ins Leben zu tragen. Dafür sind wir hier.
Das Leben besteht aus mehr als dieser halben Stunde Meditation. Wir sind nicht hier, um 24 Stunden lang mit geschlossenen Augen zu meditieren. Wir sind hier, um Meditation ins Leben zu tragen. Wir sind hier nicht, um uns vom Leben abzuwenden, sondern um zu lernen, zu diesem Leben Ja zu sagen, ganz da zu sein. Und das bringt uns nach Hause.
Link zum Zitat im Video bei 15m47s
Und das Leben hilft uns dabei.
Wir sind hier nicht, um uns vom Leben abzuwenden, sondern um zu lernen, zu diesem Leben Ja zu sagen, ganz da zu sein, ganz direkt.
Und das ist eine große Herausforderung, aber die beste; die bringt uns nach Hause.
Und um das zu üben, gibt es die Meditationsgruppe.
Da gehst du hin und machst genau das Gleiche, was du zu Hause alleine auch tust: Du setzt dich hin für eine halbe Stunde, du brauchst dich um nichts zu kümmern, genau wie zu Hause – und doch ist es ganz anders. Du bist in der Energie anderer Menschen, du hörst andere Menschen atmen und husten und rülpsen und schnarchen. Da gibt es Menschen, die magst du, andere Menschen magst du nicht. Die Menschen, die du magst, die lenken dich von dir ab. Die Menschen, die du nicht magst, lenken dich auch von dir ab.
Und das ist eine Gelegenheit, in einem sicheren Rahmen das zu üben: auch unter Menschen zu sein, auch in der Welt zu sein und ganz bei dir.
Das ist eine unendliche Hilfe.
Und Swamiji sagt etwas ganz Interessantes, und meine Erfahrung ist, dass das stimmt.
Er sagt: „Wenn du mit anderen Menschen meditierst in der Gruppe... Wenn du mit zehn Menschen dort sitzt und meditierst, dann ist es, als würdest du zehnmal alleine meditieren” – solch eine Auswirkung hat es auf dein inneres Wachstum, auf deine innere Verfassung.
Es hat nichts damit zu tun, dass es schön ist. Du gehst nicht in die Meditationsgruppe, weil sich da alle verstehen und alle lieben und es ganz toll ist. Nein, das ist nicht der Grund, warum du da hingehst.
Wir gehen da hin, um zu üben, auch in der Konfrontation mit den anderen Menschen, mit diesen anderen Energien, mit diesen anderen Gerüchen und Stimmen, nach innen zu gehen beim Meditieren. Das macht uns so stark.
Und wir lernen zwei verschiedene Dinge. Wenn wir zu Hause meditieren, allein, dann lernen wir dieses Nach-innen-Gehen richtig kennen.
Und wenn wir in der Gruppe meditieren, da lernen wir, unsere Aufmerksamkeit zu kontrollieren, während wir anderen Einflüssen ausgesetzt sind.
In der Gesellschaft der anderen Menschen neigt unsere Aufmerksamkeit dazu, ständig von uns wegzugehen zu den anderen.
Wenn wir nichts von ihnen hören oder sehen oder riechen, dann denken wir darüber nach, was sie von uns denken, oder wir denken darüber nach: warum müssen die jetzt so sein, und wieso bin ich hier? Ja, wir werden abgelenkt. Und da lernen wir, unsere Aufmerksamkeit am Zügel zu halten und dorthin zu lenken, wo wir wollen, obwohl wir bei anderen Menschen sind. Wenn du alleine meditierst, ist es überhaupt nicht notwendig.
Deswegen sind diese beiden Arten der Meditation, das Alleinmeditieren und in der Gruppe meditieren, zwei Paar Stiefel; und beide sind wichtig, und beide sind unendlich hilfreich.
Und vielleicht hilft es dir, einfach zu wissen, dass die Meditationsgruppe nicht dazu da ist, weil es so schön ist. Es ist kein Kaffeekränzchen: es ist eine Herausforderung, und deswegen ist sie so gut für uns.
Ich kann dich also nur ermutigen: Geh da hin!
Es ist toll, wenn du eine Meditationsgruppe hast, die du erreichen kannst, wo du hingehen kannst. Das ist ein großer Segen.
Und du musst die Leute auch nicht mögen, weißt du? Du gehst nicht da hin wegen der Menschen. Du gehst dorthin wegen dir: weil es gut für dich ist.
Und du brauchst auch mit niemandem zu sprechen, wenn dir das nicht taugt.
Du kannst sagen: „Tut mir leid, ich bin nur zum Meditieren hier; ich habe einen Schüchternheitskomplex, ich kann das alles nicht. Lasst mich in Ruhe.” Und dann meditierst du und verschwindest wieder. Du kannst es machen, wie du möchtest – aber geh hin.
Das wäre meine Empfehlung für dich.
Danke für die Frage.
Das ist eine schöne Frage, ein wichtiges Thema, ein ganz wichtiges Thema.
Weißt du, was wir hier machen in dieser Welt, können wir nicht alleine tun.
Was wir hier machen in dieser Welt, können wir nicht alleine tun. Wir sind nicht hier, um allein unser Leben zu meistern und alle anderen zu vergessen. Was wir hier tun, geht nur gemeinsam. Wir sind ein großer Organismus, alle zusammen. Diese Welt, so verrückt sie ist, kann sich nur verändern, wenn alle Elemente sich miteinander auf den Weg machen.
Link zum Zitat im Video bei 21m59s
Wir sind nicht hier, um allein unser Leben zu meistern, irgendwie, und alle anderen zu vergessen. Was wir hier tun, geht nur gemeinsam.
Wir sind alle ein einziger großer Organismus, alle Menschen zusammen. Und diese Welt, so verrückt sie ist, so wahnsinnig wie sie ist, kann sich nur verändern, wenn alle Elemente sich irgendwie miteinander auf den Weg machen.
Und deswegen ist die Verbindung zu anderen Menschen beim Meditieren so hilfreich. Das geht in diese Richtung. Du musst es nicht verstehen, du musst nicht gesellig sein, du musst mit den Menschen nichts machen, aber einfach hingehen und Teil dieser Gemeinschaft sein – dieser inneren Gemeinschaft, weißt du?
Das ist das Hilfreiche.
Danke.
Liebe ihn – aber lass ihn gehen
Link zum Thema im Video bei 23m32s
Ich lese noch eine E-Mail vor.
„Guten Morgen, Mikael.” Die E-Mail kam offensichtlich an einem Morgen und nicht gerade eben. „Vielen lieben Dank für den Satsang gestern Abend.
Wie immer, ob Satsang oder Video von dir, helfen sie mir sehr, heraus aus den Gedanken und im Hier und Jetzt zu sein. Diese Unterstützung ist so wichtig für mich, und ich freue mich schon jetzt auf das nächste Video.
Es war gestern aber auch ein wenig Enttäuschung dabei. Du hattest mir in einer E-Mail geschrieben, dass du mein Thema im nächsten Satsang, also gestern, besprechen wolltest, und leider ist es untergegangen.
Gerade kommt mir noch ein Gedanke dazu. Schon als kleines Kind bis heute erlebe ich hin und wieder, dass mir etwas versprochen wird, was dann nicht gehalten wird. Weil ich weiß, wie es schmerzt, muss ich mein Versprechen immer halten, sonst finde ich keine Ruhe. Ich frage mich schon länger: Was möchte mir dieses wiederkehrende Muster eigentlich sagen?”
Ja, ich danke dir für deine E-Mail.
Deine Frage ist nicht untergegangen.
Das Problem ist, dass Satsang zu kurz ist, und ich nie weiß, was im Satsang passiert: wie lange ich zu einer Frage spreche, wie viele Fragen ich online beantworte, wie viele Fragen ich per E-Mail beantworten kann. Das kann ich nicht wissen.
Und am liebsten würde ich drei Stunden oder vier Stunden oder fünf Stunden Satsang geben und all die schönen Fragen alle auf einmal beantworten. Aber das kann ich nicht.
Also verzeihe bitte, wenn ich dich enttäuscht habe. Aber ich antworte immer, auch wenn es ein wenig dauert. So, und jetzt kommt deine eigentliche Frage vom letzten Mal dran.
„Lieber Mikael, wir haben zwei erwachsene Kinder. Zu einem Sohn und seiner Familie besteht leider kaum Kontakt. Treffen gibt es nur zu Anlässen wie Geburtstagen, Ostern oder Weihnachten, und die Initiative geht nur von uns aus. Auf die Frage, ob etwas vorgefallen sei, heißt es: ‚Nein.'
Gedanklich kann ich die Situation inzwischen besser akzeptieren, doch mein Körper reagiert weiterhin stark darauf, und meine Gesundheit und Psyche leiden sehr unter dem schmerzhaften Abstand zu meinem Kind.
Was kann ich tun, damit auch mein Körper und mein Nervensystem zur Ruhe kommen und lernen, damit umzugehen?
Danke von Herzen für deine wunderbaren Satsangs. Sie geben mir sehr viel.”
Ja, ich danke dir für deine Frage.
Schau, dieser Körper, diese Psyche kann nicht unterscheiden, ob das, was wir denken, stimmt oder nicht. Der Körper weiß nicht, ob es wirklich ein Problem gibt oder ob das nur die Gedanken sind, die uns glauben machen, dass es ein Problem gäbe.
Dieser Körper, diese Psyche, kann nicht unterscheiden, ob das, was wir denken, stimmt oder nicht. Der Körper weiß nicht, ob es wirklich ein Problem gibt oder ob das nur die Gedanken sind, die uns glauben machen, dass es eines gäbe. Es ist nicht so, dass es da ein wirkliches Problem gäbe, aber du glaubst, es gäbe eines. Und dann leidest du.
Link zum Zitat im Video bei 26m43s
Und wenn wir davon überzeugt sind, dass es ein Problem gibt, dann leiden wir psychisch, körperlich, nervlich; es raubt uns die Energie.
Das ist das, was du erlebst.
Es ist nicht so, dass es da ein wirkliches Problem gäbe, aber du glaubst, es gäbe ein Problem.
Und dann leidest du.
Das ist wohl – was du hier beschreibst – die größte Herausforderung für eine Mutter.
Du bist schwanger: du bist eins mit dem Kind – ihr seid eins.
Das Kind wird geboren durch deinen Körper, und ihr seid immer noch eins.
Und du ziehst dieses Kind groß, und es wird älter und älter, und ihr seid immer noch eins.
Du verstehst das Kind; du fühlst alles, was das Kind fühlt; du weißt, was das Kind braucht.
Wenn das Kind leidet, leidest du mit; wenn das Kind sich freut, freust du dich mit. Ihr seid eins.
Und es ist gut so, denn zu dieser Zeit gibt es nur dich für das Kind. Das Kind hat noch keine eigenen Füße, auf denen es in der Welt stehen kann.
Da ist diese Einheit lebensnotwendig für das Kind.
Und dann kommt die Zeit, wo das Kind beginnt, sich abzunabeln.
Es ist zehn Jahre alt oder zwölf oder 14, und ganz allmählich kann es selbst im Leben stehen – ein bisschen.
Und dann ist es Zeit, loszulassen. Dann ist es Zeit, immer da zu sein für das Kind, wenn es das braucht, und ansonsten das Kind gehen zu lassen.
Es ist die Zeit, wo das, was bis dahin lebensnotwendig war, diese Einheit, wo es keine Trennung gibt, freiwillig gehen zu lassen, wenn sie auf natürliche Weise sich auflöst.
Und wenn wir dann wollen – als Eltern, als Mutter –, dass es so weitergeht, dann sind wir keine Hilfe, sondern ein Hindernis für das Kind.
Und wenn wir als Eltern dieses Loslassen nicht können, muss das Kind diese Aufgabe des Loslassens für uns übernehmen, und das Kind muss sagen: „Nein – lass mich in Ruhe.”
Das Kind muss sich abnabeln; es muss weggehen.
Das Kind muss sich abnabeln. Und du lässt die Tür deines Herzens auf: wann immer es zurückkommen möchte, kann es kommen. Aber wenn es gehen möchte, dann soll es gehen. Aber damit einher gehen Gefühle. Dieses Abnabeln ist wie ein Tod, und doch ist es natürlich und richtig. Wenn du bereit bist, deine Gefühle zu fühlen, ist es leicht.
Link zum Zitat im Video bei 30m51s
Das ist natürlich; das ist gesund.
Und wenn du das kannst als Mutter...
du lässt die Tür deines Herzens auf, du lässt deine Arme auf, du lässt deine Haustür auf. Wann immer das Kind zurückkommen möchte – und es wird oft zurückkommen möchten –, dann kann es kommen. Aber wenn es gehen möchte, dann soll es gehen, und du freust dich über dieses wunderbare Kind.
Aber damit einher gehen Gefühle. Dieses Abnabeln ist wie ein Tod, und doch ist es natürlich und richtig.
Und wenn du bereit bist, deine Gefühle zu fühlen, dann ist es leicht. Es mag für einige Zeit schmerzhaft sein. Ich weiß, ich bin keine Mutter, ich bin keine Frau, aber ich erlebe es, wenn ich Frauen beobachte, und daher spreche ich so.
Wenn du deine Gefühle annimmst, wie sie sind, dann wird dieses Loslassen, dieses Abnabeln, ganz von selbst geschehen. Das kann man nicht in den Gedanken machen. Man kann sich nie dazu entschließen. Das Abnabeln geschieht von selbst, wenn du fühlst, was du fühlst.
Und dann, irgendwann, wenn dieser Mensch, der jetzt schon lange kein Kind mehr ist, sondern ein erwachsener Mensch wie du, spürt, dass an ihm nicht mehr festgehalten wird, wenn dieser Mensch spürt, dass die Erwartungen, die ihn weggetrieben haben, nicht mehr da sind, wenn er spürt, dass da zwar noch Offenheit ist und Liebe, aber ohne Fessel, ohne Erwartung, ohne Last, dann, vielleicht, mag er kommen.
Und dann ist es wunderschön, aber es muss nicht sein. Du kannst ihn auch so lieben.
Und du kennst es vielleicht aus deinem eigenen Leben: Wenn jemand etwas von dir erwartet, wenn jemand dich braucht – ich rede nicht von dem Kind: da ist es natürlich; ich rede von Erwachsenen-Erfahrungen, in Partnerschaft zum Beispiel – dann kennst du das von dir, wie du dich verschließt. Es ist unangenehm; kein Mensch mag das.
Und wenn der andere einen loslässt, dann will man ganz von selbst wieder hin. Es ist das Natürlichste von der Welt.
Also lass ihn gehen, diesen Sohn – da drin. Liebe ihn, aber lass ihn gehen. Erwarte nichts von ihm: erwarte keinen Besuch, erwarte keine Postkarten, erwarte keine Anrufe.
All diese Erwartungen haben mit Liebe nichts zu tun.
Und wende dich dir selbst zu.
Du hast eigentlich gar keine Zeit, dich in Gedanken mit deinem Sohn zu beschäftigen. Du hast so viel mit dir selbst zu tun, so viele Gefühle, so viel zu lernen: hier zu sein; nichts zu erwarten; dieses Leben auszunutzen, wofür wir eigentlich hier sind.
Also – es gibt in Wirklichkeit überhaupt kein Problem.
Was dein Sohn tut, ist ganz gesund, und was du erlebst, ist ganz natürlich.
Dieses Abnabeln tut weh, und wenn du es nicht gemacht hast, als er zwölf war oder 14, dann machst du es halt jetzt; das ist gar kein Problem; es ist nie zu spät. Aber die Hausaufgaben, die Gefühle zu fühlen, da kommen wir nicht darum herum. Aber dafür ist es nie zu spät.
Und: du brauchst mit ihm nicht darüber zu sprechen. Du brauchst ihm nichts zu sagen. Du brauchst nicht zu sagen: „Du, ich mache das jetzt anders.”
Du brauchst mit ihm nichts zu diskutieren.
Es geht darum, wie du mit dir selbst umgehst. Das hat mit ihm überhaupt nichts zu tun: wie du mit den Erwartungen, die dein Kopf hat, mit deinen Gefühlen, die dein Körper hat, wie du damit umgehst, und dass du deine Aufmerksamkeit auf dich richtest und nicht auf Kinder, die gerade gar nicht da sind.
Und er wird es spüren, direkt.
Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen: Es gibt für ein erwachsenes Kind nichts Besseres, als zu erleben, dass die Mutter einen offenen Herzens gehen lässt und nichts von einem braucht. Das ist ein unendliches Geschenk.
Link zum Zitat im Video bei 37m04s
Du brauchst überhaupt nichts zu sagen, aber alles wird anders für dich.
Und ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen: Es gibt für ein erwachsenes Kind nichts Besseres, als zu erleben, dass die Mutter einen offenen Herzens gehen lässt und nichts von einem braucht. Das ist ein unendliches Geschenk.
Danke für deine E-Mail – und verzeih, dass du so lange warten musstest. Ich freue mich, dass du da bist.
Du bist nicht allein
Link zum Thema im Video bei 38m09s
Simone, magst du fortfahren?
[Simone:] Ja, gerne. Die nächste Frage ist von Miriam.
[Dhyan Mikael:] Miriam, hallo, guten Abend. Ich freue mich, dass du da bist.
[Simone:] „Ich befinde mich in einer tiefen Depression seit mehreren Monaten. Der Auslöser, die Hormonspirale, wurde inzwischen entfernt, doch mein Leben wurde dadurch auf so schmerzhafte Weise verändert, dass ich nichts mehr tun konnte. Ich musste aufhören zu arbeiten, ich habe meinen geliebten Partner verlassen, und mir fehlt einfach die Kraft. Ich sehe weder ein noch aus.”
Es geht noch weiter. „Ich bin in dieser Zeit tief verbunden mit dem Selbst, mit dem Teil, der heil und unverletzt ist. Trotzdem scheint die Kraft zum Leben nicht mehr zurückzukommen. Miriam.”
[Dhyan Mikael:] ich danke dir für deine Frage.
Ich würde dir gerne zwei Dinge mit auf den Weg geben.
Das Erste ist: Lass dir Zeit.
Lass dir Zeit. Wir kommen im Leben an einen Punkt, wo wir nicht mehr weiterkommen. Zum ersten Mal in unserem Leben erleben wir unsere Begrenztheit. Das ist ein guter Punkt. Anstatt zu schauen: „Wie komme ich hier heraus?”, fange an zu erleben, wie es ist. Halte an und sei, wo du bist. Was du gerade erlebst, ist unendlich fruchtbar und wichtig.
Link zum Zitat im Video bei 39m19s
Wir kommen im Leben an einen Punkt, wo wir plötzlich nicht mehr weiterkommen fsds fast jeder Mensch erlebt diesen Punkt –, und wir sind völlig erschöpft.
Zum ersten Mal in unserem Leben erleben wir unsere Unfähigkeit, unsere Begrenztheit.
Und das ist ein guter Punkt, und das ist ein wichtiger Punkt – und er geht nicht in ein paar Wochen vorbei.
Also, lass dir Zeit.
Anstatt zu schauen: „Wie komme ich hier heraus? Wie kann das möglichst schnell wieder anders werden?”, fange an zu erleben, wie es ist.
Bis jetzt, in all den Monaten, wo du das erlebst, versuchst du, da herauszukommen. Du strampelst die ganze Zeit.
Halte an und sei, wo du bist, so wie du jetzt gerade bist – als wäre es für immer so.
Die Zeit, die du gerade erlebst, ist unendlich fruchtbar und wichtig.
Ich weiß, das sagt dir keiner, aber es ist so.
Das Zweite, was ich dir gerne mit auf den Weg geben möchte, ist, dass du das nicht alleine machen musst.
Wenn du sagst, du leidest seit vielen Monaten an einer Depression... Wenn du damit meinst, dass du tatsächlich eine Depression im klinischen Sinne hast, dann suche dir Hilfe.
Wir brauchen es nicht alleine zu machen, weißt du.
Es gibt Menschen, die kennen sich damit aus. Es gibt Menschen, die wissen genau, was du jetzt brauchst. Ich bin kein Psychiater, ich bin kein Psychologe.
Ich kann dir sagen, warum das in deinem Leben gerade passiert und dass alles in Ordnung ist.
Ich kann dir sagen: Es gibt kein Problem; du brauchst dir keine Sorgen zu machen.
Aber was den konkreten Zustand deines Körpers anbelangt, da gibt es Menschen, die kennen sich da aus; die wissen ganz genau, wo du gerade bist, und die wissen ganz genau, was da hilfreich ist für dich.
Wir müssen es uns nicht unnötig schwer machen, weißt du.
Aber allein zu wissen, dass nichts verkehrt ist an dem, was in deinem Leben gerade passiert, an dem, was in deinem Leben gerade zerbricht oder zu Ende zu gehen scheint – das ist schon die halbe Miete.
Und das kann ich dir sagen: Es ist nichts verkehrt.
Ich kenne diese Zeit.
Ich hatte auch eine Zeit, wo in meinem Leben alles zerbrochen ist, alles, innerhalb kürzester Zeit.
Und es war genau wie bei dir: als in meinem Leben die Zeit anbrach, wo ich begann, mich nach innen zu wenden, zum ersten Mal, da begann alles einzustürzen.
Und heute sage ich: „Zum Glück.”
Heute kann ich darüber lächeln und dir mit Gewissheit sagen: Alles geht seinen rechten Gang.
Du bist nicht allein, und du brauchst es nicht alleine zu machen.
Danke, Miriam, ich bin bei dir.
Ich liebe dich.
Dir kann nichts geschehen
Link zum Thema im Video bei 44m52s
Bitte fahre fort, Simone.
[Simone:] Die nächste Frage ist von Teddy.
[Dhyan Mikael:] Teddy, guten Abend. Hallo.
[Simone:] „Lieber Mikael, warum sind so viele erwachte Satsang-Lehrer auf den Corona-Betrug hereingefallen? Ist es nicht so, dass man Panikmache und Manipulationen im erwachten Zustand besser durchschaut?”
[Dhyan Mikael:] Ich kann über andere Menschen nichts sagen, und warum die was gemacht haben, weiß ich nicht.
Ich kann dir nur etwas von mir erzählen.
Ich mache mir über diese Dinge keine Gedanken.
Es ist unwichtig.
Du kannst dein Leben lang dir über solche Dinge Sorgen machen und Gedanken machen.
Gestern war es Corona, heute ist es etwas anderes, morgen ist es etwas Neues.
Du kannst dich über die Welt entsetzen und den Kopf schütteln, jeden Tag aufs Neue. Und so wird dein Leben vorbeigehen.
Aber das hat alles nichts mit dem zu tun, was wirklich wichtig ist.
Einer, der erwacht ist, weiß: mir kann nichts geschehen. Ob ich geimpft werde oder nicht, ob ich ans Kreuz genagelt werde oder nicht, ob dieser Körper lange lebt oder nicht: Es kann mir nichts geschehen. Du siehst, dass jeder versucht, sein Bestes zu geben, und doch sind wir alle nur Menschen und wissen nichts. Das Beste, was wir tun können, ist einander lieben.
Link zum Zitat im Video bei 46m15s
Einer, der wirklich erwacht ist, der weiß: Es kann mir nichts geschehen.
Ob ich geimpft werde oder nicht, ob ich ans Kreuz genagelt werde oder nicht, ob ich erstochen oder erschossen werde oder nicht, ob ich verhungere oder nicht, ob dieser Körper lange lebt oder nicht: Es kann mir nichts geschehen.
Und dann sieht man das alles mit anderen Augen.
Und dann siehst du, dass da draußen in der Welt jeder versucht, sein Bestes zu geben, irgendwie, und jeder glaubt, der andere ist verkehrt, und doch sind wir alle nur Menschen und alle dumm, und wir alle wissen überhaupt nichts.
Das Beste, was wir tun können, ist einander lieben.
Das ist das Allerbeste – für dich, für mich.
Danke für deine Frage. Ich freue mich, dass du hier bist.
Sorge nicht um morgen – sei heute Hier
Link zum Thema im Video bei 48m15s
Ich möchte mit einer E-Mail-Frage fortfahren.
„Hallo, lieber Mikael. Zurzeit lebe ich bei meinem erwachsenen Sohn und führe seinen Haushalt. Dafür bekomme ich bei ihm Kost und Logis kostenlos. Ansonsten bekomme ich keine Unterstützung. Ich war lange selbstständig und habe daher keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld hier in der Schweiz.
Und Sozialhilfe habe ich nicht beansprucht, da ich eigentlich alles habe, was ich brauche: ein Dach über dem Kopf und genug zu essen.
Ich habe in diesen Jahren bei ihm ohne eigenes Einkommen – da ich einfach keine Ahnung habe, was sich mein Herz, mein Leben wirklich wünscht, was ich beruflich tun soll –, gelernt, dass ich sehr wenig brauche, materiell gesehen.
Dass ich einmal an einen solchen Punkt komme, wo ich absolut keine Ahnung habe, was ich tun soll, wie ich mein Geld verdienen soll, und dass ich einmal so orientierungslos sein könnte, ist für mich sehr ungewohnt.
Diese Unsicherheit, nicht zu wissen, wie es weitergeht und ob ich je wieder eigenes Geld haben werde und wie ich es erhalte, schlägt mir oft auf den Magen.
Ich fühle mich ständig unsicher in mir, da die äußere Sicherheit fehlt, oder besser gesagt, dass ich mich selbst ohne Hilfe von meinem Sohn zurzeit nicht selbst versorgen kann.
Da ist ein ständiges Fragen: Was ist, wenn ich es nie mehr schaffe, mich selbst zu versorgen und wieder finanziell auf den eigenen Füßen zu stehen?
Kannst du mir vielleicht etwas dazu sagen, wie ich mich wieder in mir selbst sicher fühlen kann?”
Wow, was für eine schöne E-Mail. Ich danke dir. Danke, dass du geschrieben hast.
Mir gefällt, was du schreibst. Das ist so schön.
Ja, irgendwann entdecken wir, dass wir fast überhaupt nichts brauchen: ein Dach über dem Kopf, ein Bett und etwas zu essen.
Was haben wir es gut!
Und es ist einfach genau so, wie du es schreibst, weißt du. Wenn du schaust, wie es jetzt gerade ist, ist alles perfekt – und du kannst nur staunen, wie perfekt alles ist.
Wenn du schaust, wie es jetzt gerade ist, ist alles perfekt, und du kannst nur staunen. Sobald du an morgen denkst, ist alles unmöglich. Heute ist alles perfekt, es gibt kein Problem, aber morgen… Also bleib hier, bleib beim Heute. Bleib mit deiner Aufmerksamkeit und mit deiner Kraft und mit deiner Energie da, wo du heute bist, hier in der Gegenwart.
Link zum Zitat im Video bei 51m05s
Und sobald du an morgen denkst, ist alles unmöglich.
Heute ist alles perfekt, es gibt kein Problem, aber morgen…
Also bleib hier, bleib beim Heute.
Bleib mit deiner Aufmerksamkeit und mit deiner Kraft und mit deiner Energie da, wo du heute bist: hier, in der Gegenwart.
Und dann kannst du dich mit deiner ganzen Kraft und Aufmerksamkeit ums Heute kümmern, um dich heute, um die Aufgaben bei deinem Sohn heute.
Und dann wird sich morgen um sich selbst kümmern.
Wenn du stattdessen in Gedanken lebst und dir Sorgen machst wegen morgen, bist du nicht hier: du bist in Gedanken. Du lebst in einem Morgen, das es nicht gibt und das so nie kommen wird, und dann kannst du dich ums Heute nicht kümmern, und du kannst dich um dich nicht kümmern und auch nicht um deine Aufgaben.
Und dann wird das Morgen entsprechend.
Wenn du willst, dass morgen gut wird, mach heute gut: sei ganz und gar hier und denke nicht an morgen.
Es geht allen Menschen so, weißt du? Wenn du an morgen denkst, sind da Sorgen. Wie könnte es anders sein?
Da ist Ungewissheit – ja: du weißt nicht, wie das weitergeht.
Ist das nicht spannend?
Wir haben so viele Jahrzehnte gelebt, so viele Jahrzehnte haben wir so viele verschiedene Leben durchlebt, so viele Veränderungen, und wir atmen immer noch.
Und trotzdem machen wir uns immer noch Sorgen, was wohl morgen käme.
Ich weiß nicht, was morgen kommt. Ich habe keine Ahnung.
Ich habe wirklich keine Ahnung, aber ich denke nicht daran. Ich bin ganz hier und ich genieße hier und heute. Ich gebe alles hier, jetzt hier, und nachher wieder: hier. Mehr brauchst du nicht tun.
Und du weißt das;: du kennst das.
Also übe, deinen Gedanken keine Aufmerksamkeit zu geben. Das ist alles.
Und wenn du Lust hast, das zu üben: meditiere; lerne die Samarpan-Meditation.
Jeden Morgen setzt du dich hin, und für eine halbe Stunde übst du das einfach, wie ein Spiel: eine halbe Stunde lang den Gedanken die Aufmerksamkeit zu entziehen und einfach in dir zu ruhen. Da oben am Kronenchakra, hier am Scheitel, da ruht man sich einfach aus, ganz entspannt. Es gibt nichts Einfacheres. Und da lernst du das, ganz praktisch. Es ist nichts Spirituelles; es ist etwas ganz Praktisches. Da lernst du, einfach hier zu sein.
Dann erlebst du, wie das Morgen kommt und alles ist gut – denn du bist hier.
Ja, es ist eine ganz praktische Lebensweisheit, die ich dir hier nahelege. Es ist nichts Spirituelles; es ist ganz praktisch, ganz geerdet.
Danke, dass du geschrieben hast. Ich freue mich sehr.
Danke.
Du wurdest nie geboren
Link zum Thema im Video bei 55m42s
Simone, magst du fortfahren?
[Simone:] Ja, sehr gerne. Die nächste Frage ist von Christian.
[Dhyan Mikael:] Christian, guten Abend. Hallo.
[Simone:] „Lieber Mikael, in Bezug zu der Frage von Nadine und was du gesagt hast: Sind Geburt und Tod keine Geschehnisse?”
[Dhyan Mikael:] Wow, was für eine schöne Frage.
Ja, dieser Körper wird geboren, dieser Körper wird sterben.
Dieser Körper wird geboren und wird sterben. Aber wenn du deine Aufmerksamkeit nach innen wendest, die Augen schließt und in dir ruhst und alles still ist und sich nichts bewegt in dir: Wurde das geboren, was du dort bist? Wird das sterben? Ja, dieser Körper wurde geboren. Aber du?
Nichts ist je geschehen.
Link zum Zitat im Video bei 56m14s
Aber wenn du nicht in Gedanken bist, wenn du deine Aufmerksamkeit nach innen wendest, wenn du die Augen schließt und in dir ruhst und alles still ist und sich nichts bewegt in dir, wenn du der Bewegung deiner Gedanken keine Aufmerksamkeit gibst: Wurde das geboren, was du dort bist?
Wird das sterben?
Ja, dieser Körper wurde geboren – aber du?
Jesus sprach vom Himmel, von der Ewigkeit: Himmel ist Ewigkeit.
Was ist Ewigkeit? Zeitlosigkeit: nichts ist je geschehen. Das ist, wovon Jesus sprach.
Wenn du den Gedanken keine Aufmerksamkeit gibst, sondern dich mit deiner Aufmerksamkeit nach innen wendest, dorthin, wo es still ist und bewegungslos, dann bist du mit dem verbunden, was nichts mit diesem Körper zu tun hat und nichts mit Zeit, nichts mit Kommen und Gehen, mit Geborenwerden und Sterben und nichts mit den Ereignissen, die scheinbar hier geschehen, in dieser Welt der Sinne.
Wenn du nicht in den Gedanken bist, sondern in dir ruhst, bist du spürbar verbunden mit etwas, was immer war und immer ist.
Das hat mit der Geburt nichts zu tun, mit der Geburt dieses Körpers.
Und wenn der Körper, in dem du gerade steckst, stirbt, bist du immer noch da.
Du kannst dann nichts mehr sehen und riechen und anfassen und erleben, aber du bist noch da.
Und wenn du eine Weile meditierst und das zur Gewohnheit wird, nicht in den Gedanken zu leben, sondern in diesem Innen, dann kennst du das; dann weißt du das.
Dann verliert diese Welt der Phänomene und der Ereignisse sowohl ihre Anziehungskraft als auch ihren Schrecken.
Danke für deine Frage.
Hingabe und Verantwortung
Link zum Thema im Video bei 59m53s
Bitte, Simone, fahr fort, falls du noch eine Frage hast.
[Simone:] Ich habe noch eine Frage. Ich habe noch mehrere.
[Dhyan Mikael:] Okay.
[Simone:] Die nächste ist von Rita.
[Dhyan Mikael:] Rita, hallo, guten Abend. Wie schön, dass du da bist.
[Simone:] „Lieber Mikael, was ist der Unterschied zwischen wahrer spiritueller Hingabe und dem Aufgeben der eigenen Verantwortung? Herzlichen Dank.”
[Dhyan Mikael:] Danke, Rita.
Bitte lies die Frage noch einmal vor.
[Simone:] „Was ist der Unterschied zwischen wahrer spiritueller Hingabe und dem Aufgeben der eigenen Verantwortung?”
[Dhyan Mikael:] Wahre spirituelle Hingabe ist Hingabe in das, was ist.
Du machst dir keine Gedanken darüber, was du lieber hättest oder anders möchtest. Du machst dir keine Gedanken darüber, wo du lieber wärst oder mit wem du lieber zusammen wärst. Du bist da, wo du bist. Du bist so, wie du bist.
Du lebst das, was ist.
Du kümmerst dich um das, worum du dich zu kümmern hast: du machst deine Arbeit, du kümmerst dich um diesen Körper – all diese unspirituellen Sachen in dieser Welt, in diesem Leben: dem geben wir uns hin. So wie es ist, diese verrückte, seltsame Welt, mit der wir überhaupt nichts zu tun haben, zu der sagen wir Ja, mit allem Drum und Dran.
Es gibt Menschen, die glauben, dass spirituelle Hingabe etwas mit Ablehnung der Welt zu tun hätte, so nach dem Motto: „Jetzt werde ich spirituell, ich höre jetzt auf zu arbeiten und gehe in eine Höhle.”
Nein, das ist das, was die Amerikaner „Mindfuck” nennen.
Hingabe ist „Ja”: „Wo bin ich? Ah, hier.
Okay.” „Was ist morgen früh dran? Ah, zur Arbeit gehen. Okay.”
Dann kümmerst du dich um alles, was du tun musst, um den Abwasch, um den Müll, um die Arbeit, um die Kinder, um deinen Körper, ums Meditieren.
Das ist wahre spirituelle Hingabe.
Es ist kein Konzept, es ist nichts in Gedanken, es ist nichts irgendwo in den Wolken – es ist hier.
Man vergisst alles andere.
Und je mehr Hingabe zu meiner Natur wird – so erlebe ich das in diesem Leben –, desto einfacher fällt mir das, mich um alles zu kümmern, was notwendig ist: bei der Arbeit, in der Familie, im Haushalt, in der Partnerschaft.
All die Sachen, die mir früher schwergefallen sind, fallen mir jetzt so leicht, weil ich in Hingabe lebe und keine Vorstellung davon habe, wie ich es anders haben möchte.
Ja, das ist wahre spirituelle Hingabe.
Wir tun das, was wir schon immer getan haben, aber jetzt sagen wir Ja zu allem. Und dann wird das ein heiliges Leben. Das Leben wird nicht heilig dadurch, dass wir heilige Dinge tun. Das Leben wird heilig dadurch, wie wir im Leben sind: mit Hingabe oder mit Ego. Das ist der Unterschied.
Link zum Zitat im Video bei 1h04m31s
Wir tun das, was wir schon immer getan haben, aber jetzt sagen wir Ja zu allem. Und dann wird das ein heiliges Leben.
Das Leben wird nicht heilig dadurch, dass wir heilige Dinge tun.
Das Leben wird heilig dadurch, wie wir im Leben sind: mit Hingabe oder mit Ego.
Das ist der Unterschied.
Dann wirst du zum Diener des Lebens, ganz praktisch, und es erfüllt dich und macht dich glücklich und gibt dir Energie, und... Es gibt nichts Schöneres.
Danke, Rita.
Nicht der andere ist das Problem
Link zum Thema im Video bei 1h05m55s
Ich werde noch eine E-Mail-Frage vorlesen.
„Geliebter Mikael, es kommt immer mal wieder in meinem Leben vor, dass ein Mensch auftaucht, auf den ich allergisch reagiere. Je öfter ich Kontakt habe, umso heftiger ist meine Reaktion auf diesen Menschen.
Mein Leben fühlt sich viel leichter an, wenn dieser Mensch nicht in der Nähe ist, aber der Kontakt lässt sich nicht vermeiden, zumindest im Moment. Hast du einen Rat für mich? Wie kann ich damit umgehen?”
Ich danke dir für deine Frage.
Ja, das Leben wäre viel leichter ohne diese Herausforderungen, ich weiß.
Das Leben wäre viel leichter ohne Herausforderungen, ich weiß. Aber das Leben soll nicht leichter sein. Das Leben hat etwas mit dir vor. Dieses Leben ist eine Schule. Dieses Leben ist ein Trainingscamp, und was wir hier lernen, ist Hingabe.
Link zum Zitat im Video bei 1h06m47s
Aber das Leben soll nicht leichter sein.
Das Leben hat etwas mit dir vor.
Dieses Leben ist eine Schule. Dieses Leben ist ein Trainingscamp, und was wir hier lernen, ist Hingabe.
Und deswegen fädelt das Leben das genau so ein, wie du das beschreibst.
Du würdest gerne diesen Menschen vermeiden, du kannst es aber gerade nicht, weil dich andere Dinge daran hindern: du möchtest dort sein, trotz dieses Menschen.
So fädelt das Leben das ein, dass du dich gezwungen dazu siehst, zu lernen, dazu Ja zu sagen.
Darum geht's.
Es geht nicht ums leichte Leben; es geht um Hingabe lernen.
Weißt du, es ist wirklich spannend.
Jemand anders, ich zum Beispiel, habe wahrscheinlich mit dem Menschen, der dich so plagt, überhaupt kein Problem. Ja, dieser Mensch ist wahrscheinlich verrückt und seltsam und macht alles falsch, aber ich habe mit diesem Menschen kein Problem.
Er drückt mir keine Knöpfe mehr.
Für dich ist er schwierig.
Aber es liegt nicht an dem Menschen, es liegt an deiner Haltung: der hier [der Verstand].
Ich habe das früher in der Arbeit oft erlebt.
Du hast einen Chef, der Chef ist doof und macht alles falsch – so denken jedenfalls die meisten Angestellten –, und dann hast du es echt schwer in der Arbeit.
Aber mein Meister hat mir einmal einen interessanten Rat gegeben. Vor langer, langer Zeit war das.
Er sagte… Er hat den Rat gar nicht mir gegeben, sondern jemand anderem im Satsang, aber als ich das hörte, wurde ich hellhörig, und ich dachte: „Das kenne ich! Ich weiß: das stimmt.”
Er sagte: „Arbeite so, tu alles dafür, dass dein Chef gut aussieht.
Du gehst nicht für dich zur Arbeit, du dienst nicht für dich, sondern um andere gut dastehen zu lassen, um andere strahlen zu lassen.”
Das ist Hingabe: das macht glücklich.
Dann verschwinden alle Probleme, die man mit dem Chef hat. Es ist ganz erstaunlich: Wenn man aufhört, gegen den anderen zu kämpfen, sondern wenn man Ja sagt und an seinen Platz geht, da, wo man hingehört, da geht alles leicht.
Der Schmerz entsteht, wenn unser Ego den Fuß in die Tür stellt.
Das Leben gibt dir Gelegenheit dazu, das zu erkennen und damit zu spielen.
Wie ist es, wenn ich Widerstand leiste? Wie ist es, wenn ich es besser weiß?
Und wie ist es, wenn ich mich in Hingabe übe, in Demut, im Dienen?
Das ist dann wie ein anderes Leben.
Danke für deine Frage. Danke fürs Schreiben.
Vergiss Intuition
Link zum Thema im Video bei 1h11m57s
Simone, bitte, fahr fort.
[Simone:] Ich muss mich entschuldigen, meine Kamera ist heute sehr gestört.
[Dhyan Mikael:] Sehr eigenwillig. Ja, ich habe es schon gesehen, die hat heute ihre eigenen Vorstellungen, die Kamera.
[Simone:] Ja, genau. Ich habe jetzt einiges versucht, aber es ist besser, ich lasse sie heute ausgeschaltet.
[Dhyan Mikael:] Kein Problem.
[Simone:] Die nächste Frage ist von Maria.
[Dhyan Mikael:] Maria, guten Abend. Hallo. Wie schön, dass du da bist.
[Simone:] „Lieber Mikael, wie ist das mit Gedanken, die von der Intuition kommen? Haben die eine Botschaft für uns? Danke schön und liebe Grüße, Maria.”
[Dhyan Mikael:] Ich freue mich sehr über diese Frage. Danke.
Gedanken sind Gedanken…
Punkt.
Du brauchst sie nicht sezieren.
Gedanken… Weißt du, es ist so: Es gibt Energien, die uns führen, und unsere Fähigkeit, diese Energien wahrzunehmen, das nennen wir Intuition – das hat aber mit Gedanken nichts zu tun. Aber sobald wir das wahrnehmen, springen die Gedanken an über das, was wir da spüren.
Es gibt Energien, die uns führen. Unsere Fähigkeit, sie zu spüren, nennen wir Intuition. Das hat mit den Gedanken nichts zu tun; du kannst sie alle ignorieren; die Energien, die dich führen, sind trotzdem da. Du bist ein Boot auf dem Fluss. Du musst nicht an ihn denken und nichts über ihn wissen: er trägt dich trotzdem in die richtige Richtung.
Link zum Zitat im Video bei 1h13m04s
Du kannst aber diese Gedanken alle miteinander ignorieren. Die Energien, die dich führen, sind trotzdem da. Du brauchst nichts darüber wissen, du brauchst nichts darüber denken, du kannst alles vergessen.
Du bist ein Boot auf dem Fluss. Der Fluss trägt dich. Du musst nicht an den Fluss denken, du brauchst auch nichts über den Fluss wissen.
Er trägt dich trotzdem in die richtige Richtung.
Also: du kannst getrost die Gedanken Gedanken sein lassen und einfach in dir ruhen und nichts wissen.
Tu einfach das, was jetzt gerade offensichtlich ist, ganz banale Dinge, ganz alltägliche Dinge, einen Schritt vor den anderen. Der Kopf will immer wissen, wo es hingeht, und große Geschichten spinnen.
Aber das Leben ist anders – Schritt für Schritt: kochen, arbeiten, aufs Klo gehen, Zähne putzen, schlafen...
und du kommst dem Himmel immer näher. Du wirst immer leerer, immer stiller, immer feiner, und das alles ohne irgendwelche spirituellen Gedanken.
Vergiss Intuition – wirklich: vergiss sie einfach. Lerne einfach, den Gedanken keine Aufmerksamkeit zu geben und mit deiner Aufmerksamkeit in der Stille in dir zu ruhen, und die spürt man wunderschön hier oben.
Der Rest geschieht wirklich von selbst.
Danke für deine Frage. So schön. Danke.
Zwei Männer
Link zum Thema im Video bei 1h15m27s
Bitte fahre fort, Simone.
[Simone:] Die nächste Frage ist von Svetla.
[Dhyan Mikael:] Svetla, guten Abend. Hallo.
[Simone:] „Lieber Mikael, ich liebe zwei Männer. Mit dem einen lebe ich zusammen mit unseren Kindern, mit dem anderen arbeite ich zusammen, und er berührt mich auf eine Art und Weise, die ich nie kannte. Soll ich es meinem Partner sagen? Wie gehe ich im Alltag um mit Kindern und Job, mit der unglaublichen Traurigkeit, dass ich mit dem anderen Mann nicht zusammen sein kann, weil er auch Familie hat und obwohl er sagt, dass er mich liebt, seine Familie nicht aufgeben will und kann und ich meine auch nicht. Danke dir von Herzen.”
[Dhyan Mikael:] Danke, dass du fragst. Ich freue mich sehr.
Ja...
Ih weiß nicht, ob du schon einmal auf einer großen Feier eingeladen warst, und da gibt es ein prächtiges Buffet.
Und es gibt so viele gute Sachen: Vorspeisen und Hauptgerichte noch und nöcher, und dann die Nachspeisen und Kuchen und Dessert…
Aber in Wirklichkeit können wir nur ganz wenig essen. Wir brauchen ein kleines Schälchen voll Essen, und der Körper ist zufrieden. Mehr brauchen wir nicht, um glücklich zu sein.
Aber es hilft nichts: Wir essen so viel wir können, und dann geht es uns schlecht.
Und so wie dein Leben gerade ist: wenn du innehältst und nicht nachdenkst und nicht an morgen denkst, sondern an das, was du erlebst... Du bist zu Hause... Du sagst, du liebst zwei Männer. Du liebst den Mann, den du zu Hause hast.
Du liebst die Kinder, die Familie.
Und jetzt gibt dir das Leben noch mehr.
Die Arbeit, die du hast, da ist jetzt auch ein Mensch, den du liebst und der dich auf ganz andere Art und Weise beschenkt, weil er einfach ein anderer Mensch ist, ein eigenes, anderes Universum.
Was für ein Geschenk!
Aber jetzt wollen wir mehr.
Ja, wir wollen mit zwei Menschen zusammenleben, aber das geht nicht. Oder wir wollen mit dem zusammenleben, aber dann können wir mit dem nicht zusammenleben.
Mehr geht nicht.
Du hast ein dermaßen reiches Leben, das ist einfach wunderbar.
Das Problem ist, wenn wir an morgen denken, weißt du?
Wir glauben: „Wenn ich mehr davon hätte, dann wäre ich glücklich.” Nein.
Ich meine, du bist alt genug, um zu wissen, wie es funktioniert.
Du lernst jemanden kennen, und ihr könnt nicht viel Zeit miteinander verbringen, aber die wenige Zeit, die ihr miteinander habt, die ist einfach unglaublich schön.
Und dann beginnt man, zusammen zu leben, und man verbringt den Alltag miteinander. Man putzt jeden Morgen zusammen die Zähne, man sitzt zusammen im Bad, wenn einer kackt, der andere, der wäscht sich, man frühstückt zusammen und isst jeden Abend zusammen zu Abend. Man sieht sich jeden Tag, die ganze Zeit.
Und diese Magie der Zeit, in der man nur ganz wenig Zeit miteinander hat, die ist weg – und die wird abgelöst von einer anderen Schönheit, von einer stillen Schönheit, von einer stillen Tiefe, von einer Liebe, die nichts mit Emotionen zu tun hat und mit großen Gefühlen und mit Sex, sondern mit Verbundenheit und einem tiefen Sich-Kennen und einer Hingabe und einem gemeinsamen Leben.
Und du kannst mit einem Menschen nur das eine oder das andere haben.
Und jetzt hast du beides: Du hast das eine mit dem einen Mann und das andere mit dem anderen.
Wenn du jetzt mit dem neuen Mann das Gleiche machen möchtest wie mit deinem Ehemann, dann wird das Neue zum Alten.
Du kannst nicht mehr davon haben.
So ist es einfach.
Aber davon wollen die Gedanken nichts wissen.
Die Gedanken sagen dir: „Wenn ich mehr Zeit mit diesem Mann haben könnte, wenn ich jetzt auch mit dem leben könnte oder statt dem einen mit dem leben könnte, dann wäre alles anders.”
Und du weißt... Iich brauche dir das überhaupt nicht sagen: du weißt selbst, dass das nicht stimmt.
Ich mache dir einen Vorschlag: Tu etwas, was mit dem eigentlichen Thema, was dich gerade beschäftigt, überhaupt nichts zu tun hat: Lerne, deine Gedanken zu ignorieren – sowohl die Gedanken, die dir sagen, dass es da ein Problem gibt, vielleicht an dem Mann, mit dem du immer zusammen bist, oder an der Tatsache, dass du den anderen Mann nicht immer sehen kannst, als auch die Gedanken, die dir sagen, wie wunderbar es ist und wie schön es sein könnte, wenn etwas anders wäre.
Versuche zu lernen, all diesen Gedanken überhaupt keine Bedeutung beizumessen, sondern stattdessen einfach zu sein, wo du bist.
Wenn du gerade zu Hause bist, in der Familie: sei dort. Denke nicht an den anderen Mann.
Sei dort, mit den Kindern, mit dem Mann, zu Hause, mit dir selbst, ganz und gar, und genieße das, so gut du nur kannst.
Aber denke nicht.
Und dann fährst du morgens zur Arbeit, dann ist da dieser andere schöne Mann. Dann bist du ganz da, du tust deine Arbeit, du genießt die Nähe dieses anderen Menschen. Vielleicht trefft ihr euch manchmal, dann genießt du diese Momente – aber du denkst nicht. Du denkst nicht an zu Hause, und du denkst nicht an morgen.
Und dann ist die Zeit vorbei, du fährst wieder nach Hause, und dann bist du da, wo du jetzt bist. Du sitzt im Auto, du denkst nicht mehr an gerade eben, du denkst nicht an nachher: du fährst Auto, schaust den Himmel an, du atmest, du freust dich, dass du am Leben bist... Dann kommst du zu Hause an.
Du denkst nicht an vorhin und auch nicht an morgen, sondern du bist da, wo du jetzt bist, und dankbar dafür, und du genießt das aus vollen Zügen und bist ganz da.
Wenn du das tust, bist du eine Kaiserin.
Du denkst nicht an vorhin und auch nicht an morgen, sondern du bist da, wo du jetzt bist. Wenn du das tust, bist du eine Kaiserin. Wenn du den Gedanken glaubst, wirst du zu Hause das, was du dort hast, nicht genießen. Du wirst das, was du mit dem anderen Mann hast, nicht genießen. Du wirst in Gedanken leben. Du bist eine Bettlerin.
Link zum Zitat im Video bei 1h24m06s
Wenn du den Gedanken glaubst, die alles anders haben wollen, wirst du zur Bettlerin.
Du wirst zu Hause das, was du dort hast, nicht genießen. Du wirst das, was du mit dem anderen Mann hast, nicht genießen. Du wirst in Gedanken leben. Du bist eine Bettlerin.
Und wenn du fragst: „Soll ich mit meinem Mann darüber sprechen?” – probiere erst einmal aus, zu lernen, nicht mit deinen eigenen Gedanken zu sprechen.
Lerne, deinen Gedanken keine Aufmerksamkeit zu geben. Lerne, in dir still zu sein.
Und die Situation, die du gerade erlebst, ist die perfekte Herausforderung für dich, das zu lernen, denn das triggert all deine Gedanken.
Und wenn du das übst und in dir still bist, dann wirst du sehen, ob es da wirklich irgendetwas gibt, worüber man sprechen müsste.
Das ist mein Rat an dich.
Wenn wir uns in einen anderen Menschen verlieben, dann…
Es gibt fast nichts, was unsere Gedanken mehr stimuliert als das.
Deswegen sage ich: Das ist für dich die perfekte Herausforderung, zu lernen, den Gedanken keine Aufmerksamkeit zu geben. Und dann begegnest du diesem wunderbaren Mann ohne Geschichte im Kopf, ohne Romantik im Kopf, ohne Zukunft im Kopf, ohne Was-wäre-wenn, sondern einfach jetzt – sonst nichts.
Dann hast du ein anderes Leben. Dann bist du frei –frei von dem da [dem Verstand].
Danke, dass du gefragt hast. Ich bin bei dir. Das ist eine große Herausforderung, ich weiß.
Und was ich dir rate, ist auch eine große Herausforderung, ich weiß. Aber ich glaube, du bist dafür bereit. Ich danke dir.
Gedankenhygiene
Link zum Thema im Video bei 1h27m17s
Ich schaue einmal, ob ich noch eine E-Mail-Frage finde, die vorgelesen werden möchte.
„Ich habe gelesen: Wenn wir nur bis in unser Innerstes wüssten, dass unsere kleinste Handlung, unser geringster Gedanke solch weitreichende Wirkungen hat, Kräfte in Bewegung setzt und ins Universum hinausstrahlt, wie vorsichtig würden wir handeln, reden und denken?”
Das ist ein Zitat von Irina Tweedie.
Und die Schreiberin fragt: „Was ist jetzt richtig und wichtig? Gedanken ignorieren oder Gedankenhygiene?”
Danke für deine Frage. Es ist beides das Gleiche.
Gedanken ignorieren ist Gedankenhygiene.
Wenn du ganz hier bist, ganz aufmerksam – davon spricht Irina, weißt du –, ganz da…
Ich weiß nicht, ob du die Samarpan-Meditation machst. Wenn du die machst, wenn du mit deiner Aufmerksamkeit dort ruhst, wo keine Gedanken sind, dann bist du ganz da und du spürst alles, was geschieht.
Dann kommt ein Gedanke und du spürst, was es mit dir macht, mit deiner Energie und mit deiner Aufmerksamkeit und mit dem Körper. Da lernst du, wovon sie spricht.
Und alles, was aus dem Ego entspringt, alles, was wir tun, schlägt solche Wellen in der Welt – da lernen wir, heilig zu leben: nichts anzustoßen, nichts zu berühren, nichts zu wollen, sondern einfach mitzuschwimmen mit dem Leben, das Leben und die Welt mitzutragen, ohne selbst Wellen zu schlagen, ganz zart und vorsichtig.
Danke.
Diese Meditation wirkt Wunder
Link zum Thema im Video bei 1h30m04s
Simone, hast du noch eine kurze Frage?
[Simone:] Ja, ich habe noch eine Frage zur Meditation von Konstanze.
[Dhyan Mikael:] Ja, gerne. Hallo, Konstanze. Schön, dass du da bist.
[Simone:] „Lieber Mikael, ich lebe nicht mehr in Deutschland und kann nicht in einer Gruppe meditieren. Das ist vielleicht eine blöde Frage, aber ist das ungünstig für meine Entwicklung? Herzlichen Dank für deine Antwort, Konstanze.”
[Dhyan Mikael:] Danke für deine Frage. Weißt du, ich bin davon überzeugt –ich weiß –, dass alles, was ich brauche, mir gegeben wird. Wenn du gerade keine Meditationsgruppe hast, dann muss es in Ordnung sein. Aber Meditationsgruppen gibt es nicht nur in Deutschland. Diese Meditation kommt nicht aus Deutschland, die kommt ja auch nicht von mir, die hat mit mir nichts zu tun. Die gibt es in der ganzen Welt. In fast jedem Land gibt es Meditationsgruppen für die Samarpan-Meditation.
Es ist wirklich erstaunlich. Du kannst auch online bei Gruppen mitmeditieren. Das mache ich sehr oft. Das mache ich mehrmals in der Woche, weil hier, wo ich wohne, ist die nächste Meditationsgruppe eineinhalb Stunden entfernt, und so oft fahren wir da nicht hin.
Also, wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Du wirst irgendetwas finden. Oder wenn du zwei, drei andere Menschen kennst, dort, wo du lebst, die auch meditieren, dann gründet eure eigene Gruppe.
Du kannst die Samarpan-Meditation-Organisation fragen, wie das geht – das geht ganz einfach –, und dann macht ihr eure eigene Gruppe und bekommt den Segen von Swamiji, und dann meditiert ihr da, wo du jetzt lebst.
Aber egal, was geht, egal, was sich da ergibt: Das, was du jetzt gerade hast, das reicht.
Du brauchst dir nie Gedanken machen, dass etwas fehlt. Aber nutze die Möglichkeiten, die du hast.
Dafür gibt es die Online-Meditation, für die Fälle, wo es nicht anders geht.
Ja, ich weiß nicht, in welchem Land du lebst, aber es gibt in so vielen Ländern diese Gruppen mittlerweile. Es ist wirklich toll.
Ich habe einmal eine Liste der Länder gemacht, wo es diese Gruppen gibt. Die ist schon völlig veraltet, aber es ist eine lange Liste.
Ja, das gibt mir Gelegenheit, noch kurz ein wenig mehr über diese Meditation zu sagen. Ich sagte eben schon: Die kommt nicht von mir. Ich rede zwar sehr gerne darüber und ich empfehle sie auch sehr gerne weiter, aber nicht, weil das meine Erfindung ist. Die Samarpan-Meditation hat mit mir nichts zu tun. Ich bin einfach ein Meditierender, genau wie du.
Vor neun Jahren habe ich sie kennengelernt, und sie hat mein Leben völlig verändert, obwohl ich damals schon 14 Jahre lang bei meinem spirituellen Meister Soham gewesen war.
Diese Meditation, so einfach sie ist, so unscheinbar sie auch ist, die bewirkt einfach Wunder.
Ja, und deswegen rede ich darüber. Und wenn du wissen willst, wie die geht, wenn du wissen willst, wie man die lernen kann, dann habe ich dir auf meiner Website, auf der Himalaya-Samarpan-Meditation-Seite meiner Website, die Informationen zusammengestellt, die dich da weiterbringen. Da sind Links zum Beispiel zum deutschsprachigen Verein dieser Meditation hier in Deutschland aufgelistet, die E-Mail-Adresse von denen, und einige Informationen, wo du weiterführende Infos bekommst. Man kann zum Beispiel bei einer Online-Veranstaltung teilnehmen, die es einmal in der Woche montagabends gibt.
Da gibt es eine Einführung in die Samarpan-Meditation: da wird einem erklärt, wo die herkommt und was es damit auf sich hat und wie man die macht. Das ist eine schöne Veranstaltung, die machen das ganz wunderbar. Das geht eine Dreiviertelstunde, und dann lernt man das. Es ist total easy. Man braucht nicht Mitglied in irgendeinem Klub werden, man muss nichts bezahlen. Jeder kann die Meditation machen, und wenn du Lust dafür verspürst, kann ich dich nur dazu ermutigen, das einmal auszuprobieren.
Unterstütze mich, wenn es dir Freude macht
Link zum Thema im Video bei 1h34m49s
Ja, ich glaube, wir müssen jetzt aufhören, es ist schon nach halb zehn.
Ich danke dir und euch für eure Fragen und für euer Hiersein.
Satsang ist für mich der größte Segen und die größte Freude.
Wenn du gerne das, was ich hier tue, unterstützen möchtest, finanziell, freue ich mich, aber alles, was ich hier tue, ist kostenlos, und das hat auch seinen Grund. Alles, was hier passiert, hat mit mir nichts zu tun. Das wird uns einfach geschenkt – dir wird es geschenkt, mir wird es geschenkt –, aber aus rein praktischen Gründen freue ich mich sehr, wenn es Menschen gibt, die Lust haben, mich dabei finanziell zu unterstützen. Wenn du das gerne möchtest, dann gibt es auf meiner Website die Spende-Seite, da sage ich, wie das funktionieren kann. Das geht ganz leicht.
Aber wie gesagt: fühle dich frei. Du bist dir zu nichts verpflichtet. Hier ist alles für dich.
Danke, dass du da bist.
Bis bald im nächsten Satsang. Ja, und wenn du keinen Satsang verpassen willst, abonniere meinen Newsletter, dann erinnere ich dich daran.
Danke.
Ich liebe dich.