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Ohne Körper kein Erwachen

Wie Meditation dir hilft, dem Körper zu helfen.

Über dieses Video:

Fast jeder weiß, was dem Körper guttut: genug schlafen, Wasser trinken, nur so viel essen, wie er wirklich braucht, sich bewegen. Es ist das Natürlichste der Welt – und doch fällt es uns so schwer. Wir nehmen uns vor, es besser zu machen, kämpfen gegen unsere Gewohnheiten an, und nach ein paar Tagen bricht alles wieder zusammen, oft schlimmer als zuvor.

In diesem Video spreche ich über diese Körper, in denen wir leben – nicht als Hindernis, das man überwinden müsste, um endlich spirituell zu werden, sondern als Spiegel und als Fahrzeug, das es dir erst ermöglicht, zu entdecken, was du in Wirklichkeit bist. Ich gebe dir ein paar ganz einfache, geerdete Hinweise, die nichts kosten und doch alles ändern können. Aber der wichtigste Gesundheitstipp ist keiner von denen, die du erwartest – und er hat mehr mit deinen Gedanken zu tun als mit Schlaf, Wasser oder Essen.

Vor allem möchte ich dir von einem dritten Weg erzählen, der weder Kampf noch Gleichgültigkeit ist. Wir kennen sonst nur zwei: gegen etwas ankämpfen, weil es anders sein sollte – oder es einfach ignorieren und weitermachen. Es gibt aber eine Möglichkeit dazwischen, und sie ist vielleicht neu für dich. Ich erzähle dir aus eigener Erfahrung davon, von meinen eigenen Rückfällen, und davon, wie sich etwas verändert, ganz von selbst, wenn man aufhört zu kämpfen und sich nicht länger verurteilt.

Und wenn dein Körper krank ist auf eine Weise, die du nicht ändern kannst, dann spreche ich auch zu dir. Denn die Befreiung, die kommt, ist keine wundersame Optimierung deines Körpers, sondern etwas ganz anderes. Mach dir keine Gedanken darüber, dass du nicht genug Zeit hast. Ich lade dich ein, die Zeit zu vergessen und dort anzukommen, wo du schon bist.

Vollständiger Text der Aufzeichnung zum Mitlesen:

Der Körper ist kein Hindernis

Guten Morgen.

Heute Morgen möchte ich mit dir über diese Körper sprechen, in denen wir leben.

Es gibt Menschen, die annehmen, dass der Körper unwichtig wird, wenn man beginnt, auf dem spirituellen Weg zu gehen.

Es gibt Menschen, die vergessen das irdische Leben und den Körper, und sie glauben, es geht nur noch darum, innen zu sein.

Und wir glauben das gerne, weil es Geschichten von Heiligen gibt, die offenbar so gelebt haben.

Aber das ist ein Missverständnis.

Es gibt Menschen, denen widerfährt es tatsächlich, dass sie für eine gewisse Zeit in ihrem Leben nichts anderes machen können, als nach innen zu gehen, und es ist fast, als würden sie sterben, wenn es nicht andere Menschen gäbe, die sich um sie kümmern. Von Ramana Maharshi gibt es da diese Geschichte, wie ihn Menschen im Keller dieses Tempels fanden, wohin er sich zurückgezogen hatte.

Und er hatte einfach alles vergessen, und wenn sie nicht angefangen hätten, ihn zu füttern und sich um ihn zu kümmern, wäre dieser Körper von ihm womöglich verhungert, weil ihm alles egal geworden war.

Solche Geschichten gibt es. Und wir hören die dann und denken: „Ah, wenn ich so werden will wie Ramana Maharshi, wenn ich ankommen möchte, dann muss ich das auch machen; dann muss ich auch so werden.”

Aber das stimmt nicht.

Ich möchte es einmal so ausdrücken: Wenn es zu deinem Weg gehört, dass das geschieht, dann wird es geschehen – aber nicht, weil du es dir vornimmst, nicht weil du glaubst: „Ah, das ist der richtige Weg”, sondern es geschieht einfach, und du kannst gar nicht anders.

Und wenn du hier bist, wenn du dieses Video ansiehst, wenn du mir zuhörst, dann ist das nicht dein Weg.

Dann bist du ein Mensch, der im Leben ist und der sogar einen Computer hat und sich ein Video anschauen kann.

Dann brauchst du dir darüber überhaupt gar keine Gedanken zu machen, über dieses „das Leben vergessen und nur noch innen sein”.

Mein Meister, Soham, zu dem ich vor 26 Jahren kam, der war ganz anders, und er ist es heute noch.

Mit seiner Aufmerksamkeit war er innen und ist er innen. Ich sage „war”, weil ich lange Zeit mit ihm gelebt habe, bei ihm war, in seinem Team, mit ihm herumgereist, jeden Tag im Satsang.

Damals habe ich das direkt, ganz persönlich erlebt.

Und jetzt macht er das immer noch, aber ich lebe nicht mehr an seiner Seite, daher verwende ich manchmal die Vergangenheitsform, aber er lebt noch und er tut es immer noch.

Aber gleichzeitig hat er sich besser als alle anderen um ihn herum um das praktische Leben gekümmert, weil er mit seiner Aufmerksamkeit hier war, im Moment, und nicht in den Gedanken, und darum geht es.

Wenn du nicht in Gedanken lebst, sondern einfach hier bist, mit deiner Aufmerksamkeit im Inneren und nicht bei den Gedanken, dann bist du einer der wenigen Menschen, die mit dem sind, was ist, und sich darum kümmern können und darauf reagieren können, auf ganz natürliche Art und Weise.

Dadurch wird alles einfach.

Und zu diesem Hiersein, zu diesem nicht in Gedanken leben, sondern in der Gegenwart, dazu brauchen wir diesen Körper, in dem wir leben.

Spiegel der Seele

Der Körper ist nichts, was man überwinden müsste, um dann endlich spirituell werden zu können.

Der Körper ist nichts, was man überwinden müsste, um dann endlich spirituell werden zu können. Er ist kein Hindernis, sondern das Fahrzeug, das unser Bewusstsein braucht, damit das, was wir sind – die Seele, Gott– sich selbst erfahren kann. Dieser Körper ist das, was dir ermöglicht, zu entdecken, was du in Wirklichkeit bist.

Der Körper ist auch kein Hindernis.

Er ist das Fahrzeug, das unser Bewusstsein braucht, damit das, was wir sind, die Seele, Gott, sich selbst erfahren kann.

Wir sind nicht dieser Körper, obwohl es so scheint.

Der Körper wurde geboren und der Körper wird sterben, aber du wurdest nicht geboren und du wirst auch nicht sterben.

Aber dieser Körper ist das, was es dir ermöglicht, zu entdecken und zu erleben, was du in Wirklichkeit bist. Dieser Körper ist wie ein Spiegel.

Ohne Spiegel würdest du dich nicht sehen können. Und dieser Körper ist der Spiegel für unser Erleben, damit wir uns selbst, das, was wir in Wirklichkeit sind, erleben und entdecken können. Deswegen ist es wichtig, diesen Spiegel sauber zu halten, diesen Körper gesund zu halten, zu pflegen und zu lieben.

Ohne diesen Körper bist du auch. Du hast mit diesem Spiegel, mit diesem Körper, nichts zu tun, genauso wenig, wie du mit dem Spiegel im Bad verbunden bist, in den du vielleicht heute Morgen geschaut hast, als du dich rasiert hast oder geschminkt oder gewaschen oder gekämmt.

Aber ohne diesen Spiegel würdest du dich nicht sehen können.

Und dieser Körper ist der Spiegel für unser Erleben, damit wir uns selbst – das, was wir in Wirklichkeit sind, jenseits dieses Körpers, jenseits dieser Welt – erleben können, entdecken können.

Und deswegen ist es hilfreich und wichtig, diesen Spiegel sauber zu halten, zu polieren, diesen Körper sauber zu halten, gesund zu halten, zu pflegen und zu lieben, ganz einfach deswegen, weil es dann viel einfacher geht.

Und es gibt in Bezug darauf, gerade in unserer christlichen Kultur, viele Missverständnisse, aber nicht nur hier: Die gibt es überall auf der Welt.

Es gibt Menschen, die glauben, um nach innen zu gehen und um die Gedanken, die ja zum Körper gehören, zu ignorieren, sei es hilfreich, das Körperbewusstsein sozusagen mit Gewalt zu schwächen, indem man den Körper aushungert, schwach macht.

Aber das ist ein Trick, der nicht lange gut geht.

Und das ist auch überhaupt nicht notwendig.

Es geht nicht darum, diesen Körper zu schwächen. Es geht darum, die Kraft, das Innere wahrzunehmen, die Kraft, unsere Aufmerksamkeit in diese neue Richtung nach innen zu lenken, zu stärken. Der Körper braucht dazu nicht schwach zu werden, im Gegenteil.

Dieser Körper ist dazu da, um dir dabei zu helfen, nach innen zu gehen und dich zu erkennen.

Und deswegen möchte ich heute Morgen darüber sprechen, wie das am besten geht: diesen Körper zu unterstützen.

Und es scheint ja eigentlich die einfachste Sache der Welt zu sein. Was brauchen diese Körper schon? Etwas zu essen, etwas zu trinken, ein wenig Schlaf...

Diese Körper sind Wunderwerke der Natur. Es ist unfassbar, wozu diese Körper fähig sind.

Und doch scheinen so viele Menschen damit Schwierigkeiten zu haben, diese Körper gesund zu erhalten und dafür zu sorgen, dass es ihnen gut geht und dass sie sich wohlfühlen.

Und ich möchte dir drei Tipps geben, drei ganz einfache Tipps, wie du diesen Körper, in dem du lebst, dabei unterstützen kannst, gesund zu sein und dir zu dienen.

Genug Schlaf

Das Erste ist der Schlaf: genug schlafen.

So einfach es klingt, so schwierig ist es in unserer modernen Gesellschaft: einfach genug schlafen. Diese Körper brauchen Schlaf, und wenn diese Körper regelmäßig jede Nacht genug Schlaf bekommen, geht alles leichter.

Das Gesundbleiben geht leichter, denn das Immunsystem hängt davon ab, dass du genug Schlaf bekommst.

Deine Konzentrationsfähigkeit, deine Kraft während des Tages, hängt davon ab, dass dieser Körper genug Schlaf bekommen hat.

Und es ist meine Erfahrung, dass auch das Nach-innen-Gehen und das Meditieren, diese Kraft, die Gedanken zu ignorieren, dass all das viel einfacher geht, wenn man genug geschlafen hat.

Aber wir leben in einer Welt voller Ablenkung.

Wir leben in einer Welt voller Gedanken.

Wir sind es gewohnt, die ganze Zeit unsere Aufmerksamkeit auf die Gedanken zu richten, und dadurch haben wir das Gefühl, dass wir ständig etwas zu tun haben und dass der Tag eigentlich doppelt so lang sein sollte, weil wir die Aufgaben, die wir zu haben glauben, nicht erledigen können, und weil es so viele Dinge gibt, für die wir uns interessieren.

Dann glauben wir gerne: „Wenn ich etwas weniger schlafe, dann, dann kann ich mich um die wichtigen Dinge kümmern.”

Aber es ist genau umgekehrt: Wenn du genug schläfst, dann kannst du dich um die wichtigen Dinge kümmern.

Und ich weiß aus persönlicher Erfahrung, wovon ich hier spreche, denn ich habe so einen Kopf, der oft geglaubt hat, ich könnte diesen Körper überlisten und dass es mit weniger Schlaf besser ginge.

Ich habe sehr viel damit experimentiert, und ich kann dir aus meiner eigenen Erfahrung sagen: Mit genug Schlaf geht alles besser – alles.

Aber die Gedanken mögen das nicht.

Die mögen viel lieber weniger Schlaf, mehr tun, mehr machen.

Und immer wieder muss ich das neu entdecken. Immer wieder überlisten mich meine Gedanken und sagen: „Ja, jetzt noch eine Stunde länger wach sein, eine Stunde länger lesen oder arbeiten.”

Aber der Schuss geht nach hinten los.

Deswegen empfehle ich dir als Allererstes – und Allerwichtigstes übrigens: schlafe genug.

Und wie geht das ganz praktisch?

Das geht, indem du rechtzeitig ins Bett gehst. Ich weiß, das klingt banal, aber wenn du es probierst, wirst du merken, dass es eine Herausforderung ist, weil wir in einer verrückten Welt leben und weil wir einen verrückten Kopf haben.

Ich versuche, um neun Uhr ins Bett zu gehen. Das gelingt mir eigentlich nie, aber halb zehn schaffe ich meistens.

Und wenn ich um neun oder um halb zehn im Bett liege und kurze Zeit später einschlafe, dann ist die Qualität des Schlafes für den Körper am allerbesten.

Der Schönheitsschlaf

Ich will dir ein Geheimnis verraten über den Schlaf.

In der Nacht, während das Bewusstsein ruht, passiert im Körper unglaublich viel.

Im Körper gibt es viele Vorgänge, die nur dann geschehen können, wenn du schläfst. Und es gibt Vorgänge, die können nur zu bestimmten Zeiten der Nacht geschehen, während du schläfst.

Wenn du während dieser Zeit wach bist, kann der Körper das, was zu jener Zeit geschehen soll, nicht tun, und er kann es auch später nicht nachholen.

Diese Zeit ist verloren für diese Nacht.

Und vielleicht hast du schon einmal den Ausdruck Schönheitsschlaf gehört.

Es gibt den sogenannten Schönheitsschlaf, der dafür sorgt, dass man schön wird, und das ist der Schlaf vor Mitternacht. Wenn du in der Zeit zwischen acht oder neun Uhr abends und Mitternacht schlafen kannst, dann geschehen im Körper die Erholungs- und Reinigungsvorgänge, die schön machen.

Und diese Vorgänge geschehen später, nach Mitternacht, nicht mehr. Da sind dann andere Dinge im Körper dran.

Viele Dinge im Körper, die zeitgesteuert sind, richten sich nach dem Sonnenrhythmus – nach der Tageszeit –, und deswegen gilt diese alte Gesundheitsregel: früh ins Bett gehen, früh aufstehen, weil dann der Körper zu einer Zeit schläft, in der genau die Dinge im Körper geschehen sollen, die nur während des Schlafes geschehen können.

Und damit habe ich seit Jahren experimentiert – und die Wirkungen vom Frühschlafen sind phänomenal.

Oft gelingt uns das Früh-ins-Bett-Gehen nicht, weil wir das Gefühl haben, wir hätten nicht genug Zeit, und jetzt noch eine Stunde oder zwei mehr machen würde etwas nützen. Aber in Wirklichkeit verliert man dadurch Zeit.

Diese wertvolle Schlafenszeit vor Mitternacht gibt dir eine Erholung und eine Regeneration, die der Schlaf zu einer späteren Zeit nicht mehr bringt. Das heißt, du verlierst Zeit, wenn du zu jener Zeit nicht schläfst. Du bist dann am nächsten Tag weniger ausgeruht, weniger kraftvoll, weniger konzentriert. Du bist langsamer, du bekommst weniger gebacken, sozusagen.

Aber wenn du es schaffst, früh zu schlafen, dann wachst du früher auf und bist erholt und erfrischt und konzentriert in einem Maße, wie es sonst nicht möglich ist.

Und dann schaffst du mehr. Du bist fähiger, du bist mehr da, bist stiller und ausgeglichener, kraftvoller.

Das ist meine Erfahrung.

Nicht denken – der erste Gesundheitstipp

Das hindert mich überhaupt nicht daran, immer wieder in einen alten Rhythmus zu verfallen, einfach weil mir abends die Gedanken sagen: „Ja, das jetzt noch, das ist jetzt noch wichtig.”

Und dann gibt es Nächte, in denen ich erst um zehn oder um elf oder um halb zwölf im Bett bin, und dann reihen sich diese Abende aneinander, denn dann wache ich später auf und werde später müde.

Aber irgendwann merke ich, was ich da tue.

Irgendwann kommt die Lust, wieder früh einzuschlafen, weil ich aus eigener Erfahrung weiß, wie schön das ist.

Und ich erzähle dir hier von meinen eigenen Rückfällen absichtlich, denn bei all dem geht es überhaupt nicht darum, gegen sich zu kämpfen.

Das nützt ja genauso wenig.

Ich weiß, was gut für mich wäre, was den Schlaf anbelangt.

Das heißt aber nicht, dass ich es immer schaffe.

Und dann damit in Frieden sein, damit entspannt sein und ganz sanft, langsam und liebevoll versuchen, das zu tun, von dem ich weiß, dass es gut für mich ist – aber ohne Kampf, ohne Gedanken: „Ah, jetzt habe ich es falsch gemacht”, ohne Gedanken: „Mist, ich bin zu schwach, ich bin doof”, ohne Gedanken: „Ach, das ist ein Problem.”

Und vielleicht sollte ich dir das als ersten Gesundheitstipp geben – nicht den Schlaf, sondern: nicht auf die Gedanken hören.

Das, was den Körper am meisten belastet, sind Gedanken.

Was den Körper am meisten belastet, sind Gedanken. Das, was man denkt, führt dazu, dass man sich Sorgen macht, dass Angst entsteht; und die belastet den Körper ungemein. Deswegen ist der allererste und allerbeste Tipp, um diesen Körper zu entlasten und glücklich und gesund zu machen, zu lernen, die Gedanken zu ignorieren: lerne Meditieren.

Denken verbraucht unglaublich viel Energie. Wenn du deine Aufmerksamkeit auf die Gedanken richtest, wenn du in deinen Gedanken verloren bist, wenn du Zeit in Gedanken verbringst, verbrätst du unglaublich viel Energie, ohne dass dabei irgendetwas herauskommt. Diese Energie ist vollkommen verloren.

Und das, was man denkt, führt üblicherweise zu noch mehr Gedanken.

Und es führt üblicherweise dazu, dass man sich Sorgen macht, dass Angst entsteht; und die belastet den Körper ungemein.

Deswegen ist der allererste und allerbeste Tipp, um diesen Körper zu entlasten und glücklich und gesund zu machen, zu lernen, die Gedanken zu ignorieren: lerne zu meditieren.

Und dann, als Zweites: Spiele damit, einmal früher ins Bett zu gehen. Gehe um neun Uhr schlafen.

Übe das einmal für ein paar Wochen, und du wirst vollkommen erstaunt sein, wie sich dein ganzes Leben ändert, einfach weil du mehr Energie hast, einfach weil du klarer wirst und weil dieser Körper stiller wird, entspannter.

Die Muskeln entspannen besser, wenn man früher schläft und wenn man genug schläft.

Der Geist entspannt besser, das Immunsystem arbeitet besser, man wird gesünder – aber sanft, ohne zu denken, ohne sich Druck zu machen, ohne zu glauben: „Ah, ich mache es verkehrt.”

Das sind die Prioritäten: die Gedanken ignorieren, das ist das Wichtigste. Und dann: schlafe genug.

Dieser Körper braucht siebeneinhalb Stunden Schlaf.

Und wenn ich mir keinen Wecker stelle, dann wacht er nach siebeneinhalb Stunden auf.

Und die Menge des Schlafes, die ein Körper braucht, ist von Körper zu Körper verschieden.

Die meisten Menschen brauchen zwischen siebeneinhalb und achteinhalb Stunden Schlaf.

Und es ist gar nicht so leicht herauszufinden, was dein Körper braucht, weil wir es so gewohnt sind, uns unter Druck zu fühlen.

Wir sind so gewohnt, uns Gedanken darüber zu machen, was wir noch alles zu erledigen haben, dass wir zu langsam sind.

Und dann machen wir uns, vielleicht ohne dass wir das merken, Druck und versuchen, später ins Bett zu gehen oder früher aufzustehen.

Aber schenke dir einmal ein paar Tage – vielleicht ein, zwei Wochen – Zeit, wo du es dir gestattest, dem Körper so viel Schlaf zu geben, wie er nur möchte.

Und wenn du morgens aufstehen musst, weil du zur Arbeit gehst, dann heißt das: Geh früher ins Bett.

Spiele damit, wie viel Schlaf sich dein Körper nimmt, wenn er schlafen darf, solange er will.

Und ich sagte eben: Herauszufinden, wie viel Schlaf dieser Körper wirklich möchte, ist nicht so einfach, weil wir so viele Gedanken haben. Wir haben so viele Vorstellungen im Kopf, was gut wäre und was spirituell wäre.

Viele Menschen glauben: „Wenn ich im Moment lebe und richtig spirituell bin, dann braucht dieser Körper eigentlich kaum noch Schlaf, dann reichen drei, vier Stunden.” Das ist Käse, das stimmt nicht.

Und dann gibt es Vorbilder in der Welt, erfolgreiche Menschen, reiche Menschen, die davon erzählen, wie wenig Schlaf sie brauchen; wie viel sie arbeiten.

Aber das hat nichts mit dem zu tun, was der Körper braucht und will.

Das ist ein verrücktes Leben, aber so muss man nicht leben. Es geht auch anders.

Wenn du lernst, die Gedanken zu ignorieren, wenn du beginnst zu meditieren, wenn du lernst, einfach hier zu sein, ohne dir Gedanken darüber zu machen, was richtig und falsch ist, was besser wäre, dann, dann erst hast du die Freiheit, überhaupt zu entdecken, was dieser Körper braucht.

Davor spürt man das nicht, weil die Gedanken lauter sind.

Koffein ist eine Mogelpackung

Und dazu, dem Körper genug Schlaf zu geben, gehört auch, dass die Qualität des Schlafes gut ist. Und ich spreche das jetzt noch an, denn es gibt einige Gewohnheiten, die den Schlaf versauen – um es einmal ganz klar zu sagen.

Dazu gehört zum Beispiel Alkohol.

Wenn du Alkohol trinkst, dann ist die Leber nachts damit beschäftigt, diesen Alkohol wieder abzubauen. Die Leber baut etwa ein Zehntel Promille pro Stunde ab, und in dieser Zeit passieren die Regenerationsvorgänge im Körper nicht. Die hören einfach auf, solange wie der Körper damit beschäftigt ist, den Alkohol abzubauen.

Und daher kommt das Gefühl, einen Kater am Morgen zu haben. Du wachst völlig fertig auf, weil der Körper nachts damit beschäftigt war, sich um den Alkohol zu kümmern, und die Erholung und die Regeneration, die normalerweise nachts geschieht, die hatte keinen Platz.

Und ohne Alkohol zu leben ist sehr, sehr hilfreich für den Schlaf und für den Körper.

Aber auch hier gilt: Beginne damit, nicht zu denken. Beginne damit, hier zu sein, damit, wie du bist, wie es ist. Kämpfe nicht gegen dich, denn das ist noch schlimmer als Alkohol.

Das Zweite, was den Schlaf stört, ist Koffein.

Ich weiß es aus eigener Erfahrung, weil dieser Körper einer von etwa vier oder fünf Prozent der Menschheit ist, dem irgendein Enzym in der Leber fehlt, und deswegen baut mein Körper Koffein nur sehr, sehr langsam ab. Und wenn ich Kaffee trinke, schlafe ich im Grunde nicht mehr richtig.

Daher weiß ich, wie krass die Wirkung von Koffein auf den Körper sein kann.

Dein Körper ist wahrscheinlich anders, und deswegen merkst du nicht so klar, wie mein Körper es mir zeigt, wie Koffein, wie Kaffee und Tee, den Schlaf stört.

Aber du kannst es selbst herausfinden. Du kannst einfach einmal für zwei oder vier Wochen jegliches Koffein weglassen. Es braucht wirklich erstaunlich lange, bis die Wirkung dieses Stoffes vollkommen abgeklungen ist.

Und dann, nach zwei, drei, vier Wochen, beginnt dein Schlaf, eine Tiefe und einen Rhythmus zu bekommen, der natürlich ist.

Und wenn du dann wieder anfängst, Kaffee zu trinken oder Schwarztee oder Grüntee, dann wirst du merken, wovon ich spreche – erst dann, vorher nicht, weil wir es so gewohnt sind.

Ich sagte vorhin: Wir haben oft das Gefühl: „Ich müsste weniger schlafen, weil ich so viel zu tun habe.”

Und ich sagte dir, dass das vollkommen kontraproduktiv ist. Und mit dem Koffein, mit diesen Stimulanzien, ist es ganz ähnlich. Du wachst morgens auf, du fühlst dich müde und hast das Gefühl, du hast nicht genug Energie, um die Aufgaben zu bewältigen, die vor dir liegen.

Und dann trinkst du Kaffee oder Tee und fühlst dich wach und fähig. Das ist die Wirkung dieses Stoffes, dieses Koffeins.

Und es gibt ja neuerdings diese Energiedrinks, die einem angeblich Energie gegeben, und es fühlt sich auch so an: Du trinkst eine Dose von diesem Zeug und du fühlst dich plötzlich voll Energie und klar im Kopf.

Aber das ist eine Mogelpackung, genauso wie Tee und Kaffee eine Mogelpackung ist.

Diese Getränke geben dir keine Energie. Sie sorgen dafür, dass das bisschen Energie, die der Körper hat, in einer Art Notfallprogramm mobilisiert wird. Danach ist der Körper noch erschöpfter, und zu allem Übel ist der Schlaf in der nächsten Nacht schlechter, sodass deine Energie am nächsten Tag noch schlechter ist.

Dann trinkst du wieder Kaffee, und zwar noch mehr.

Und so wird es ganz allmählich für den Körper immer schwieriger. Der Körper wird immer erschöpfter, immer ausgelaugter.

Wenn du stattdessen dir gestattest, deine Müdigkeit zu fühlen und den Körper nicht austrickst durch Dinge wie Kaffee oder Energiedrinks oder Tee, dann wirst du am nächsten Abend früher ins Bett gehen und besser schlafen. Dann wirst du am nächsten Tag erholter sein, weil dein Schlaf besser war.

So einfach ist das.

In Energiedrinks ist keine Energie.

Auch in Schwarztee und Kaffee ist keine Energie. Dieses Koffein ist ein Nervengift, und es führt dazu, dass der Körper ein Notfallprogramm anwirft und Adrenalin ausschüttet, weil er mit diesem Nervengift, das für den Körper sehr gefährlich ist, irgendwie umgehen muss. Und dieser Notfallzustand des Körpers, dieser Alarmzustand, der fühlt sich energiereich an. Und das ist er auch, weil der Körper seine Notfallreserven mobilisiert. Das spürst du als angenehm, als befähigend.

Und einmal geht es gut, aber wenn man es dann jeden Tag macht, dann wird es gefährlich, und irgendwann bist du ausgebrannt und der Körper kann nicht mehr. Aber das muss nicht sein.

Weder kämpfen noch ignorieren

Aber auch hier möchte ich dir ein Wort der Warnung geben: es nützt nichts, gegen sich selbst zu kämpfen.

Auch hier spreche ich aus eigener Erfahrung. Dieser Körper ist kaffeesüchtig.

Dieser Körper ist koffeinsüchtig.

Ich liebe dieses Zeug, und ich spüre eine deutliche Verführung, wenn ich morgens aufwache und nicht vollkommen erholt bin, Kaffee zu trinken oder Schwarztee, weil ich mich danach so gut fühle.

Ich kann so gut arbeiten.

Was das bedeutet, habe ich dir schon erklärt, und was das für meinen Körper bedeutet, habe ich dir auch schon erzählt.

Aber jetzt möchte ich dir noch sagen, wie ich damit umgehe.

Ich bin von Natur aus ein eher intellektueller Mensch, das heißt: ich weiß, was gut ist, ich weiß, was schlecht ist. Ich weiß, was ich tun „sollte”, und ich habe es immer wieder probiert, mit Willenskraft meine Gewohnheiten zu verändern.

Und für diesen Körper ist das besonders dringend. Ich erzählte dir schon, was ich anrichte, wenn ich diesem Körper Kaffee oder Tee gebe. Es ist wirklich krass. Nach einigen Tagen schlafe ich überhaupt nicht mehr richtig, und ich werde von Tag zu Tag immer erschöpfter. Dieser Körper wird richtig krank.

Und obwohl die Wirkungen auf diesen Körper so extrem sind, ist diese Sucht – ich will es wirklich beim Namen nennen, es ist nämlich eine Sucht nach Koffein, nach Stimulanzien – einfach da.

Und wenn ich versuche, durch Willenskraft diese Sucht zu bekämpfen, wenn ich mit Willenskraft versuche, diese Gewohnheit, Tee oder Kaffee zu trinken, abzustellen, dann geht es für einige Tage gut, und dann kehrt sie zurück, die Sucht, noch stärker, noch krasser als vorher.

Denn das, was ich mit Gedankenkraft tue, stärkt die Gedanken, stärkt die Sucht, stärkt die Erschöpfung, auch wenn man das direkt nicht so wahrnimmt.

Aber jetzt habe ich einen neuen Weg gelernt: den hat mir mein Meister beigebracht, vor 26 Jahren.

Der hat mir beigebracht, nicht dagegen zu kämpfen, wie es ist. Er hat mir beigebracht, nicht dagegen zu kämpfen, wie ich bin und wie dieser Körper ist.

Das heißt aber nicht, es einfach so zu lassen, wie es ist.

Es heißt, mit dem, wie es ist, ganz dabei zu sein. Also, verstehst du, was ich meine? Normalerweise versuchen wir entweder, gegen etwas zu kämpfen, weil wir glauben, es sollte anders sein, oder wir ignorieren es einfach und denken: „Okay, dagegen kämpfen nützt nichts, dann vergesse ich es einfach.” Und dann machen wir, was wir wollen, und ignorieren es einfach.

Es gibt aber eine Möglichkeit, die weder das eine noch das andere ist, und die ist vielleicht neu für dich. Diese Möglichkeit besteht darin, mit dem, was ist, zu sein: nicht dagegen zu kämpfen, aber es auch nicht einfach zu ignorieren und zu vergessen und unbewusst zu werden, sondern einfach zu erleben, wie es ist.

Es gibt aber eine Möglichkeit, die weder das eine noch das andere ist, und die ist vielleicht neu für dich. Diese Möglichkeit besteht darin, mit dem, was ist, zu sein. Nicht dagegen zu kämpfen, aber es auch nicht einfach zu ignorieren und zu vergessen und unbewusst zu werden, sondern einfach zu erleben, wie es ist.

Und jetzt, in diesem konkreten Beispiel, heißt es zum Beispiel: erleben, was geschieht, wenn ich Kaffee trinke; die schleichende Erschöpfung wahrzunehmen, die dann langsam wächst; zu erleben, wie der Schlaf ist, wenn ich Kaffee trinke, wie ich wach liege, wie ich am nächsten Tag noch müder bin – aber nicht darüber nachzudenken, nicht zu denken: „Ah, so ein Mist, warum habe ich das nur gemacht”, und „ich sollte das nicht tun?” Nein: einfach erleben, wie es ist, in jedem Augenblick.

Wenn ich den Kaffee trinke: erleben, wie das ist, wie er schmeckt, der Genuss oder Nicht-Genuss, wenn kein Genuss da ist, aber nicht darüber nachdenken.

Und dann, später: die schwierigen Wirkungen einfach erleben, ohne darüber nachzudenken.

Und das Erstaunliche ist: Wenn man das tut – einfach damit sein, ohne dagegen zu kämpfen, ohne es zu ignorieren –, dann passiert etwas, von selbst, als ob einfach das Wahrnehmen, einfach das Bewusstsein hinzubringen, reicht, damit dann ganz allmählich, ganz allmählich von selbst Veränderung geschieht.

Das Erstaunliche ist: Wenn man das tut, einfach damit sein, ohne dagegen zu kämpfen, ohne es zu ignorieren, dann passiert etwas von selbst. Als ob einfach das Wahrnehmen, einfach das Bewusstsein hinzubringen reicht, damit dann ganz allmählich von selbst Veränderung geschieht.

Und das – das wirkt. Das ist meine Erfahrung.

Bei manchen Dingen wirkt es sehr schnell.

Viele Dinge, die dich im Leben plagen, kannst du damit innerhalb weniger Tage oder Wochen abstellen – aber nur, wenn du aufrichtig bist, wenn du wirklich nicht darüber nachdenkst, wenn du wirklich einfach dabei bist, es akzeptierst, wie es ist, aber dabei bleibst, es wahrnimmst.

Veränderung geschieht durch bewusst sein

Aber jeder Mensch hat auch Dinge, die tief sitzen, Dinge, die wirklich alt sind, und die gehen nicht innerhalb von wenigen Tagen oder Wochen weg.

Diese Dinge brauchen oft Jahre, manchmal Jahrzehnte, aber auch da hilft es.

Vor 26 Jahren brachte mir mein Meister Soham bei, wie man mit Sucht umgeht und mit allem anderen im Leben – nicht nur mit Sucht, mit Sorgen, mit allen Schwierigkeiten: nicht dagegen kämpfen, nicht ignorieren, sondern einfach dabei bleiben. Es akzeptieren, wie es ist, aber: dabei sein, es erleben.

Und so bin ich mit meiner Kaffee- und Teesucht umgegangen, und mit den Jahren wurde sie immer weniger, aber von selbst.

Und immer wieder begann ich, Kaffee zu trinken, aber immer wieder hörte ich auch wieder damit auf, von selbst. Und mit den Jahren wurden die Zyklen, in denen ich Kaffee trank, immer kürzer; die Kraft dieser Sucht wurde mit den Jahren immer schwächer.

Aber nie habe ich gedacht: „Okay, das war es jetzt.”

Ich war immer bereit, das, was ist, zu akzeptieren, egal was es ist. Und immer wieder kam sie wieder, die Kaffeesucht. Immer wieder habe ich erneut erlebt, was es mit mir, mit meinem Schlaf, mit meiner Gesundheit anrichtet.

Immer wieder habe ich das getan, was mein Meister Soham mir beigebracht hat. Und dann ging sie wieder.

Mit jedem Zyklus, den ich durchlebt habe mit diesem alten Freund, mit dieser Sucht, wurde es leichter, kürzer, einfacher.

Und was ich jetzt in diesem Jahr erlebe zum ersten Mal, ist, dass ich immer dann, wenn ich doch wieder einmal Kaffee trinke, merke: Eigentlich mag ich ihn nicht mehr.

Die Gewohnheit ist noch da, die Sucht ist immer noch da, aber ich merke: noch nicht einmal das Trinken gefällt mir mehr.

Aber auch das geht von selbst, ganz allmählich, ganz langsam.

Und bei allem, was ich dir über die Gesundheit und über hilfreiche Dinge in diesem Video erzähle, ist das das Allerwichtigste: dass man nicht kämpft, dass man sich nicht verurteilt, dass man die Dinge nicht mit Gedanken angeht, sondern mit Akzeptanz und Liebe.

Bei allem, was ich dir über die Gesundheit und über hilfreiche Dinge erzähle, ist das das Allerwichtigste: dass man nicht kämpft, dass man sich nicht verurteilt, dass man die Dinge nicht mit Gedanken angeht, sondern mit Akzeptanz und Liebe.

Wenn du gerne ausprobieren möchtest, wovon ich hier spreche, was den Schlaf anbelangt, und zum Beispiel deinen Schlafrhythmus ändern möchtest, aber gar nicht weißt, wie du das schaffen sollst: Beginne einfach damit, wahrzunehmen, was ist.

Beginne zu spüren, wie dein Schlaf ist, wie erholt du morgens bist oder wie unerholt. Beginne zu spüren, wie müde du abends bist.

Beginne zu spüren, was mit deinem Körper und mit deinem Geist geschieht, wenn du abends noch arbeitest oder vielleicht Fernsehen schaust oder anderen Input dir zuführst, anstatt still zu werden. Erlebe es einfach.

Und die Veränderung, von der ich spreche, wird von selbst geschehen.

Du weißt jetzt, was gut ist, du weißt jetzt, was hilfreich wäre, und mit diesem Wissen beginnst du jetzt zu erleben, wie es für dich ist. Mehr ist nicht notwendig.

Die Veränderung selbst brauchst du nicht durchsetzen, du brauchst sie nicht erzwingen, du brauchst nicht stark zu sein.

Das Einzige, was notwendig ist, ist, mit dem zu sein, wie es für dich gerade ist. Und das gilt für alles: für den Schlaf, den Kaffee, für den Tee und für alles andere im Leben.

Wenn irgendetwas für dich schwierig ist: Sei damit, aber mit Liebe, mit Zärtlichkeit, mit Sanftmut.

Wenn irgendetwas für dich schwierig ist, sei damit mit Liebe, Zärtlichkeit und Sanftmut. Dann entspannt sich etwas. In diesem Wahrnehmen geschieht Veränderung von selbst, und nur so geschieht echte Veränderung. Wenn wir versuchen, stark gegen uns zu sein, funktioniert es für kurze Zeit, und dann bricht alles wieder zusammen.

Nicht, um es wegzumachen – einfach damit sein, dann entspannt sich etwas.

Und in diesem Spüren, in diesem Wahrnehmen geschieht Veränderung von selbst.

Und nur so geschieht echte Veränderung. Alles andere ist nur ein Trostpflaster. Wenn wir uns zu irgendetwas zwingen, wenn wir versuchen, stark gegen uns zu sein oder gegen den Körper, funktioniert es für kurze Zeit. Und dann bricht alles wieder zusammen.

Ja, so viel zum ersten – zum zweiten Tipp, zum Schlaf.

Und der erste Tipp ist, wie gesagt: Lerne, die Gedanken zu ignorieren.

Lerne, nicht gegen dich zu kämpfen, sondern mit dem zu sein, was ist, auch mit dir, mit deinen Gewohnheiten, mit deinen Süchten, mit deinen Unfähigkeiten.

Das wird deinem Körper mehr helfen als alles andere.

Und zweitens: genug Schlaf.

Wasser

Jetzt zum dritten Punkt, zum zweiten Gesundheitstipp, und der ist ganz einfach: trinke Wasser.

Ich weiß, das ist, wie das mit dem Genug-Schlafen – etwas, das du hörst und denkst: „Ja, okay, das weiß doch jeder.” Ja, das weiß jeder, aber keiner tut es: trinke Wasser.

Bevor du morgens Kaffee trinkst, trink Wasser, ein Glas, zwei Gläser.

Ersetze eine Tasse Kaffee durch ein Glas Wasser.

Der Körper braucht Wasser.

Aber das, was wir normalerweise trinken, ist etwas anderes: Tee, Kaffee, irgendwelche süßen Getränke, Sprudel, Limonade, Alkohol.

Das Einzige, was der Körper an Flüssigkeit braucht, ist einfach nur Wasser.

Und mit jedem Glas eines anderen Getränks, das du durch Wasser ersetzt, hilfst du deinem Körper unendlich dabei, gesund zu werden oder gesund zu bleiben.

Und auch hier hilft die Meditation ungemein.

Und du wirst es selbst feststellen, wenn du versuchst, das, was ich dir hier empfehle, zu tun. Du kannst es einmal probieren undeinfach aus Spaß, nicht um irgendetwas zu erzwingen, einfach um zu erleben, was mit dir geschieht, alle Getränke wegzulassen, die du normalerweise trinkst, und stattdessen einfach nur Wasser zu trinken, ganz normales Wasser ohne Kohlensäure, ohne irgendetwas drin.

Und dann wirst du merken, wie du danach lechzt, etwas anderes zu trinken, weil es dich stimuliert, weil es interessant ist, weil es gut schmeckt, weil es die Lust am Geschmack befriedigt.

Es ist gar nicht so einfach.

Und Meditation ist so hilfreich dabei, gesund zu sein und gesund zu werden, weil sie uns dazu befähigt, mit diesen Dingen, die geschehen, wenn wir die nachteiligen Dinge sein lassen, einfach zu sein. Wenn du meditierst, wirst du stärker in dieser Fähigkeit, einfach mit dem zu sein, was jetzt gerade geschieht; einfach hier zu sein im Augenblick. Dann wird es leichter.

Dieser Körper ist ein Suchttyp.

Ich hatte nie ernsthafte Süchte, also ich hatte nie Süchte, die Drogen involvierten, aber diese Allerweltssüchte: Kaffee, Alkohol, irgendetwas Leckeres essen, irgendetwas Leckeres trinken – dieser Körper liebt das, und deswegen weiß ich, wovon ich spreche.

Und je mehr du einfach nur ganz natürliches Wasser trinkst, desto mehr wirst du entdecken, was für eine Belastung andere Getränke sind, selbst die, die angeblich gesund sind.

Und ich empfehle dir, dabei langsam vorzugehen. Wie gesagt: fang damit an, morgens nach dem Aufstehen einfach ein Glas Wasser zu trinken.

Und dann ersetze während des Restes des Tages immer wieder etwas, das du normalerweise jetzt trinken würdest, einfach durch ein Glas Wasser.

Das ist so einfach, so billig und wird alles ändern für deinen Körper, für deinen Bauch.

Und besonders hilfreich ist es, wenn das Wasser nicht kalt ist, sondern Körpertemperatur hat, also lauwarm.

Wir haben in der Küche hier zwei schöne Wasserfilter stehen, und damit filtern wir das Leitungswasser. Und dann nehme ich mir etwas von diesem gefilterten Wasser, fülle damit ein Glas, und etwa ein Viertel des Glasinhalts kommt dann noch an heißem Wasser aus dem Wasserkocher hinzu. Und das trinke ich dann, und es ist total angenehm.

Das habe ich vor diesem Video gemacht, das werde ich nachher auch wieder machen.

Und so den Morgen zu beginnen, ist für den Körper unglaublich hilfreich.

Im Grunde ist es das Natürlichste der Welt. Im Grunde ist es völlig unnötig, dass ich überhaupt darüber spreche.

Aber wir leben in einer lustigen Welt, und wir sind es gewohnt, als Erstes morgens zum Beispiel Kaffee zu trinken oder Tee.

Und das bewirkt genau das Gegenteil. Das führt dem Körper nicht die Flüssigkeit zu, die der Körper gerade morgens braucht, um – nach der Entgiftung der Nacht, während die Leber arbeitete – jetzt den Körper zu reinigen; sondern diese Getränke führen dem Körper weitere Dinge zu, die er dann wieder loswerden muss und die ihn dehydrieren.

Aber so sind wir Menschen: wir sind verrückt.

Und wenn du ein Mensch bist, der übergewichtig ist, wenn du glaubst, dein Körper hat eigentlich zu viel Gewicht auf der Waage, wenn du das Gefühl hast, du isst zu viel, wenn du das Gefühl hast, du isst, obwohl der Körper eigentlich gar nicht so viel Nahrung bräuchte, dann wird dieser Tipp, Wasser zu trinken, dir vielleicht auch dabei helfen.

Denn oft, wenn wir Appetit verspüren, wenn wir Lust verspüren, etwas zu uns zu nehmen, zwischendurch zum Beispiel, dann ist es in Wirklichkeit Durst, den der Körper signalisiert. Aber wir nehmen das nicht als Durst wahr: wir bekommen Lust, etwas zu essen.

Wenn du also am Vormittag zum Beispiel irgendwann zwischendurch merkst: „Ah, jetzt würde ich gern etwas essen”, und du in den letzten ein, zwei Stunden nichts getrunken hast, nimm dir ein warmes, frisches Glas Wasser und trink es ganz langsam, ganz allmählich.

Und du wirst erstaunt bemerken, dass der Körper glücklich ist und nichts weiter braucht.

Und auf diese Art und Weise kannst du viele Stunden überbrücken, bis zu dem Zeitpunkt, wo die nächste Mahlzeit wirklich fällig ist. Das ist meine Erfahrung mit meinem Körper.

Der Körper mag es übrigens, wenn man das Wasser, das man trinkt, langsam trinkt und gemächlich.

Ja, das war Tipp zwei. Und dieser Tipp zwei spart dir unglaublich viel Geld.

Und es erspart dir Krankheit.

Und wie gesagt, ich wiederhole es immer wieder: ohne Kampf, sanft, spielerisch.

Spiel damit.

Das ist das Wichtigste. Und ich wiederhole das immer wieder, weil wir es so gewohnt sind, es genau andersherum zu machen. Die ganze Welt lebt anders. Die ganze Welt glaubt: Wenn du dich zu etwas zwingst, wenn du etwas durchsetzt gegen dich selbst, das sei notwendig und gut.

Aber das stimmt nicht.

Im Gegenteil.

Nur essen, was nötig ist

Ja, das sind eigentlich die wichtigsten Tipps, die ich dir geben kann.

Das einzige andere, was ich dir noch sagen kann, betrifft das Essen.

Und auch dieser Tipp ist ganz, ganz einfach.

Es geht nicht so sehr darum, was du isst.

Es geht gar nicht so sehr darum, dass du das Richtige isst und auf irgendetwas verzichtest, was angeblich nicht gut ist.

Das Allerhilfreichste für den Körper ist, nicht zu viel zu essen.

Das ist wichtiger als das richtige Essen.

Wenn du von etwas Gesundem zu viel isst, ist es schädlich für den Körper.

Das ist ganz erstaunlich.

Ich habe einen Körper, der eher dazu neigt, zu dünn zu sein. Ich habe also kein Problem damit, jetzt darauf achten zu müssen, dass ich nicht zu viel esse. Ich kann so viel essen, wie ich will, und werde eigentlich nicht dick.

Und trotzdem merke ich, wie schädlich das für meinen Körper ist, wenn ich zu viel esse. Und trotzdem esse ich immer wieder zu viel, weil dieser Körper, wie gesagt, ein Suchttyp ist und diesen Genuss mag.

Aber man fühlt sich hinterher nicht gut. Und der Körper hat so viel damit zu tun, dieses Essen wieder loszuwerden, das er gar nicht braucht.

Und auch bei dieser Herausforderung ist es unendlich hilfreich, nicht gegen sich selbst zu kämpfen. Und du weißt, dass das nicht funktioniert.

Es nützt nichts, dich dazu zu zwingen, weniger zu essen.

Das funktioniert für ein paar Stunden, und dann schlägst du bei der nächsten Mahlzeit wieder voll zu.

Auch hier: einfach dabei sein. Wenn du meditierst, dann lernst du, im Moment zu sein. Dann bist du dabei, während du isst, und mehr ist nicht notwendig.

Die Menge regelt sich dann von selbst.

Also sei einfach dabei, bei dem, was du in deinen Körper hineinsteckst: was du isst. Und dann wirst du von selbst erleben, wie sich das regelt.

Und zu diesem nicht mehr essen, als der Körper eigentlich braucht, gehört auch, dass der Körper nur selten Essen braucht und aufnehmen kann. Es gibt zu diesem Thema in der Welt unglaublich viele widersprüchliche Informationen. Ich habe alles ausprobiert, ich habe mit allem gespielt, und nach vielen Jahren, eigentlich Jahrzehnten des Experimentierens damit, kann ich sagen: Für diesen Körper ist es am hilfreichsten, wenn er ein- oder zweimal am Tag isst und dazwischen lange Phasen sind, wo er keine Nahrung verdauen muss.

Und dann wird alles so einfach. Und der Körper bleibt einfach gesund, einfach so.

Man nennt es heutzutage Intervallfasten. Ich mag dieses Wort nicht. Das klingt nach Arbeit, das klingt nach irgendeinem Konzept. Dabei beschreibt es nur etwas, das vollkommen natürlich ist.

Der Körper braucht zwischen den Mahlzeiten viel Zeit, um die Nahrung zu verdauen. Und: der Körper braucht einmal am Tag eine lange Phase ohne Nahrung, wo viele Vorgänge im Körper, die mit Verdauung zu tun haben, vollkommen zur Ruhe kommen können; wo diese Vorgänge an einen Nullpunkt gelangen.

Und wenn dann am nächsten Tag wieder Nahrung kommt, ist der Körper bereit.

Wenn wir aber immer wieder essen, wenn du morgens Frühstück isst, dann Mittagessen, dann abends noch einmal und vielleicht womöglich spätabends noch einmal einen Snack, dann erreicht der Körper – und das Verdauungssystem und das Blut – diesen täglichen Nullpunkt nicht. Und dann werden die Dinge mit der Zeit immer schwieriger. So entsteht Diabetes zum Beispiel; so entstehen viele Herzkrankheiten.

Aber wenn du dem Körper jeden Tag einmal eine lange Phase gönnst, wo er kein Essen zu sich nehmen muss, wird alles einfacher. Bei mir sieht es praktisch so aus, dass ich die erste Mahlzeit gegen zwölf Uhr zu mir nehme – das ist meistens ein grüner Smoothie –, und kurze Zeit später ein leichtes Mittagessen, und dann, vier, fünf Stunden später, das Abendessen, meistens gegen sechs Uhr abends.

Und dann nichts mehr.

Und dann vergehen zwischen sieben Uhr abends, wenn wir mit dem Abendessen fertig sind, und zwölf Uhr mittags etwa 17 Stunden – 16 bis 17 Stunden –, in denen der Körper diesen Nullpunkt erreichen kann, wo der Darm leer wird, wo das Blut wieder auf null kommt, wo der Blutzucker sich stabilisiert.

Und wenn man dann wieder isst, ist der Körper bereit.

Das Wesentliche und das „nice to have“

Und erstaunlicherweise: Wenn du die ersten drei Tipps befolgst, wenn du meditierst und es dir leichter fällt, einfach mit dem zu sein, was ist – zum Beispiel auch mit dem Gefühl, Appetit zu haben oder Lust auf irgendetwas, und es einfach erlebst und nicht gleich essen musst; und wenn du genug geschlafen hast und der Körper erholt ist und still; und wenn der Körper genug Wasser bekommt und gut hydriert ist –, dann fällt es so viel leichter, zu spüren, wann der Körper wirklich Essen braucht und wann nicht.

Dann fällt es einem so viel leichter, den Körper einfach in Ruhe zu lassen und die Befriedigung nicht durch Essen zu bekommen, sondern dadurch, dass man einfach hier ist, still und aufmerksam.

Dann wird alles so einfach.

Ja, es sind diese drei oder vier Dinge, die so einfach sind, die nichts kosten – im Gegenteil, die sparen einen Haufen Geld – und die machen diesen Körper glücklich und gesund. Meditieren – ist das Allerwichtigste –, genug Schlaf, guten Schlaf, Wasser trinken statt anderer Dinge, und nur so viel essen, wie der Körper braucht, und eine lange Pause jeden Tag, wo der Körper, was die Nahrung anbelangt, ganz auf null kommen kann: eine 16-Stunden-Spanne pro Tag, wo er das tun kann.

Und wenn du damit spielst, wenn du das ausprobierst, wirst du merken, dass all die anderen Dinge, die auch hilfreich sind – zum Beispiel das richtige Essen, bestimmte Nahrungsmittel weglassen, Nahrungsergänzungsmittel und so weiter –, dass die alle ihre Bedeutung verlieren. Das ist alles gut und schön, das ist alles hilfreich, und es stimmt auch alles.

Aber im Vergleich zu den Dingen, die ich dir gerade genannt habe, sind sie unwichtiger.

Die Dinge, über die wir gerade gesprochen haben, das sind die Dinge, die 90 Prozent der Miete sind. Der Rest ist, wie man auf Englisch sagt, „nice to have”: schadet nicht, ist ganz gut, wenn man es macht, aber es ist nicht das Wichtige, nicht das Wesentliche.

Dem Körper abverlangen, was er schon kann

Und jetzt möchte ich noch zu einem Punkt kommen, der nichts mit Nahrung zu tun hat, nichts mit Trinken, nichts mit Schlafen, sondern mit Bewegung.

Diese Körper brauchen Belastung, um gesund zu bleiben – also genau das Gegenteil von dem, was wir normalerweise wollen. Wir wollen unsere Ruhe, keine Belastung, aber diese Körper brauchen das: körperliche Belastung. Sie brauchen es, bewegt zu werden, sie brauchen es, gedehnt zu werden, und sie brauchen es, richtig belastet zu werden, um gesund zu sein – jeden Tag.

Und: jeder kann es machen. Für jeden Körper bedeutet es etwas anderes. Dieser Körper hier ist Zeit seines Lebens vollkommen unsportlich gewesen; deswegen ist etwas, was für diesen Körper belastend ist, etwas ganz anderes als vielleicht für meinen Nachbarn, der so ein Bär ist, kräftig und der sein Leben lang Sport gemacht hat.

Aber es kommt nicht darauf an, ein bestimmtes Pensum zu machen.

Es kommt einfach darauf an, deinem Körper ein wenig Belastung zu schenken.

Das reicht.

Es muss nicht viel sein, aber einfach ein bisschen – und er wird aufblühen.

Da dieser Körper nie wirklich sportlich war, habe ich nicht viel Erfahrung damit, wie man mit diesem Körper, was solche Sachen anbelangt, klug und richtig umgeht. Deswegen übertreibe ich gerne: Lange Zeit mache ich überhaupt nichts, und dann gebe ich Vollgas.

Das schadet diesem Körper immer wieder, und es ist vollkommen unnötig. Und ganz allmählich lerne ich etwas ganz Erstaunliches. Ich lerne, dass es überhaupt nicht darum geht, es diesem Körper schwer zu machen.

Ich hatte als Schulkind immer Angst vor den Sportstunden, weil ich das als so fast angsterregend empfand: dieser Zwang, bestimmte Dinge zu tun, die meinen Körper vollkommen überforderten.

Für andere Jungs war das kein Problem, die spielten jeden Tag Fußball, ich nicht. Für mich war das eine Tortur. Heute weiß ich: Das ist nicht notwendig.

Du kannst mit deinem Körper ganz zärtlich umgehen, ganz sanft. Es reicht, wenn das Einzige, was man diesem Körper abverlangt, das ist, was er jetzt gerade kann.

Wenn du ihm das abverlangst, was er jetzt gerade kann, ohne ihn zu überlasten, ohne ihn so weit zu belasten, dass es unangenehm wird, dann reicht das.

Und wenn du deinen Körper auf genau diesem Niveau belastest, was für ihn einfach ist, ohne spürbare Herausforderung, dann führt das dazu, dass er ganz allmählich auf gute Weise, auf natürliche Weise kräftiger wird. Das ist das Erstaunliche.

Dann entspannt sich der Körper; dann bekommt er Lust auf mehr – ganz langsam.

Was wir normalerweise tun – gerade im sportlichen Bereich, gerade im körperlichen Bereich, gerade Menschen, die damit ein Thema haben, so wie ich –, ist, dass wir glauben, wir müssten den Körper zu ganz anderen Dingen befähigen als zu denen, zu denen er gerade fähig ist. Wir müssten viel kräftiger werden, viel beweglicher, viel ausdauernder.

Und dann muten wir dem Körper Dinge zu, die jenseits seiner Fähigkeiten sind, und wir glauben, das sei gut.

Und das führt zu zwei Dingen: Es führt zu Verletzungen, und es führt dazu, dass wir das ganz schnell wieder aufhören, weil es überhaupt keinen Spaß macht.

Aber es reicht, wenn du deinem Körper das abverlangst, was er jetzt gerade ganz natürlich und einfach kann.

Ich habe das neulich mit Joggen ausprobiert. Ich habe jetzt gerade wieder so eine Phase hinter mir, wo ich diesem Körper überhaupt nichts abverlangt habe, und das ist überhaupt nicht gut für den Körper. Und jetzt wurde ich irgendwie wieder inspiriert, und ich beginne wieder, diesen Körper zu bewegen. Und er ist vollkommen untrainiert.

Und dann einfach ein wenig zu joggen – es ist fast ein Auf-der-Stelle-hüpfen aber so, dass es Spaß macht; dass es angenehm ist. Und sobald man merkt: „Oh, jetzt wird es anstrengend, jetzt wird es unangenehm” – sofort aufhören und einfach ganz gemütlich weiter spazieren.

Und dann, nach fünf Minuten oder zehn des gemütlichen Spazierengehens, dann merke ich: „Ah, jetzt ist er wieder ausgeruht.” Und dann mache ich das noch einmal, ein paar Minuten joggen, ganz sanft, ohne Herausforderung, ohne Ambitionen.

Und sobald ich merke: „Ah, jetzt wird es unangenehm, jetzt wird es anstrengend” – sofort aufhören.

Und wenn du das ein- oder zweimal die Woche machst, wirst du vollkommen erstaunt sein, dass dieser Körper beginnt, sich zu entwickeln und von selbst kräftiger zu werden.

Dann wird das Niveau, das der Körper als völlig normal und angenehm empfindet, von Woche zu Woche ein wenig mehr, ohne Anstrengung, ohne Kampf, einfach indem du auch mit dem Körper genau da bist, wo er ist. Ist das nicht erstaunlich?

Und das gilt für alles. Es gilt zum Beispiel auch für Yoga.

Je mehr ich nur genau das mache, wozu der Körper jetzt fähig ist, ohne zu versuchen, ihn auch nur ein Jota weiter zu dehnen, als er ganz einfach kann, desto entspannter wird er, desto mehr wird möglich, ganz von selbst.

Es ist eine völlig neue Art zu leben für manche Menschen.

Bewege den Körper den ganzen Tag

Ja...Belaste diesen Körper und finde heraus, was für deinen Körper angenehm ist. Und Belastung schließt verschiedene Dinge ein: Das eine ist Dehnen, das zweite ist Kraft, und das dritte ist Ausdauer: Kreislaufbelastung. Und es geht ganz einfach. Ich möchte dir hier keine bestimmten Übungen zeigen. Jeder Mensch hat da andere Dinge, die ihm taugen. Ich mache gern Yoga, ich mache seit Jahrzehnten Yoga, auf meine Weise, ganz, ganz einfach, ganz leicht.

Ich gehe gern im Wald spazieren, ich gehe gern durch den Wald joggen, und ich habe so ein paar Kraftübungen, die meinem Körper ganz gut tun.

Aber da wirst du die Dinge finden, die für dich einfach sind und angenehm.

Was du tust, ist im Grunde egal, Hauptsache, du tust etwas. Bewege diesen Körper immer wieder, den ganzen Tag. Wenn du einen Schreibtischjob hast, so wie ich...

Ich sitze den ganzen Tag hier, da, wo ich jetzt auch sitze, während ich Videos mache: ich sitze vor meinem Computer... Normalerweise arbeite ich an dieser Stelle. Aber ich stehe immer wieder auf, den ganzen Tag, immer wieder, bewege mich, mache zwischendurch Yoga, gehe zwischendurch spazieren. Und auch hier, wenn ich hier sitze, nutze ich auch die Arbeitszeit zum Dehnen, indem ich im Schneidersitz sitze.

Und das zwingt mich dazu, auch immer wieder die Position zu wechseln, wie du hier im Video auch immer wieder bemerkst. Und das ist gut für den Körper. Ich habe einen Schreibtisch, den kann man in der Höhe verstellen, sodass ich manchmal stehe, manchmal sitze.

Aber da hat jeder seine eigene Spielart,. Da brauchst du niemanden zu kopieren.

Aber das, was für alle Körper hilfreich ist, ist, dass du deinem Körper genau da begegnest, wo er jetzt ist.

Genau das, was wir vorhin sagten über schlechte Gewohnheiten, über Trinken, über Schlaf: Es geht nicht darum, etwas mit Gewalt zu ändern. Sei mit dem, wie es für dich ist, da, wo du jetzt bist. Nimm wahr, wie es ist, und alles wird leichter. Und das gilt auch für körperliche Betätigung, das gilt auch für Sport.

Und da ist es besonders sichtbar, wie hilfreich das ist.

Und wenn du das tust, dann ist dieser Körper glücklich.

Er braucht nicht viel.

Krankheit annehmen, wie sie ist

Jetzt, am Schluss dieses Videos, möchte ich noch über einen Punkt sprechen, der für viele Menschen ein Problem ist, und das ist Krankheit.

Vielleicht ist dein Körper krank auf eine Art und Weise, die du nicht beeinflussen kannst.

Dann sagst du: „Ja, Mikael, was soll ich denn tun? Dieser Körper ist krank.” Ja, dieser Körper ist krank – okay. Begegne deinem Körper da, wo er ist. Liebe ihn, wie er ist. Lerne zu meditieren. Lerne, dir keine Gedanken zu machen, auch nicht über die Krankheit, auch nicht darüber, wie dieser Körper ist.

Wenn du gegen das kämpfst, was ist, dann machst du es dir und deinem Körper unendlich schwer.

Und wenn du eine Krankheit hast, die nicht mehr weggeht, eine Krankheit, die vielleicht dein Leben bestimmt, eine Krankheit, die dich vielleicht massiv einschränkt im Vergleich dazu, wie es früher war, dann ist es besonders wichtig: Wenn du mit deinem Körper und der Krankheit haderst, dann machst du es dem Körper unendlich schwer.

Aber wenn du Frieden schließt damit, wie es ist, wenn du deinen Körper liebst, so wie er ist, wird alles anders.

Das ist das Allerwichtigste.

Bei all dem, was ich angesprochen habe, ist dies das Allerwichtigste: den Körper so zu lieben, wie er ist, dich zu lieben, wie du bist, mit den Einschränkungen, ganz gleich wie massiv, mit den Schmerzen, mit allem, was du erlebst. Das ist die beste Medizin.

Bei all dem, was ich angesprochen habe in diesem Video, ist es das Allerwichtigste, den Körper so zu lieben, wie er ist; dich zu lieben, wie du bist, mit den Einschränkungen, ganz gleich wie massiv, mit den Schmerzen, mit allem, was du erlebst.

Das ist die beste Medizin.

Manche Menschen glauben: „Wenn ich alles richtig mache, wenn ich spirituell alles richtig mache, wenn ich erleuchtet werde, dann wird auch dieser Körper gesund und perfekt.”

Das stimmt nicht.

Der Gang, den dieses Leben, das du lebst, nehmen wird, einschließlich des Zustandes des Körpers, liegt nicht in deiner Hand und ist genauso, wie er sein soll – für dich. Du verstehst nicht, warum es so ist, aber es ist gut so.

Es gibt dieses Ideal, das manche Menschen verfolgen, nicht. Es stimmt nicht, dass dein Körper perfekt werden wird, wenn du spirituell alles richtig machst.

Es stimmt nicht, dass dein Körper perfekt werden wird, wenn du spirituell alles richtig machst. Aber wenn du lernst, in Frieden zu sein mit dir und deinem Körper und deine Aufmerksamkeit nach innen zu wenden, dann wird für dich alles anders werden. Das Erleben dessen, wie es ist, wird für dich vollkommen anders werden. Du wirst ein anderes Leben haben.

Was allerdings stimmt, ist: Wenn du lernst, in Frieden zu sein mit dir und deinem Körper, wenn du lernst, die Gedanken zu ignorieren, wenn du lernst, hier zu sein, wenn du lernst, deine Aufmerksamkeit nach innen zu wenden, anstatt sie auf deinem Körper zu haben, dann wird für dich alles anders werden.

Das Erleben dessen, wie es ist, wird für dich vollkommen anders werden. Du wirst ein anderes Leben haben.

Der Körper ist immer noch, wie er war, immer noch so, wie er jetzt ist. Die Krankheit bleibt vielleicht, aber alles ist anders.

Es gibt so viele große Gurus und Heilige, die Körper hatten, die so krank waren.

Viele große Gurus und Heilige waren so krank, aber sie waren davon unberührt. Und das ist es, was sie ihren Schülern weitergegeben haben: diese Möglichkeit, von dem, was in der Welt geschieht, einschließlich dieses Körpers, unabhängig zu sein. Das ist die Befreiung – nicht eine wundersame Optimierung des Körpers oder der Umstände.

Es gibt Gurus und Heilige, deren Körper am Ende ihres Lebens Schmerzen erlitten, deren Körper es richtig schwer hatten, aber sie waren davon unberührt. Und das ist es, was sie ihren Schülern weitergegeben haben: diese Möglichkeit, von dem, was in der Welt geschieht, einschließlich dieses Körpers, unabhängig zu sein.

Das ist die Befreiung, die kommt – nicht eine wundersame Optimierung des Körpers oder der Umstände.

Es ist wahr, dass sich in der Gesundheit des Körpers und auch im Leben und im Alltag oft unendlich viele Dinge ändern, oft auf Weisen, die man sich nicht vorstellen konnte, wenn man beginnt, nach innen zu gehen.

Ich erlebe das in meinem Leben überall, die ganze Zeit.

Und gleichzeitig ist es wahr, dass es Herausforderungen gibt, die bleiben.

Und auch das ist gut.

Das Glück, die Zufriedenheit, die findest du woanders, und das zu entdecken, dabei hilft dir dieses Leben – und deine Krankheit, wenn du eine hast.

Und wenn du das beherzigst, wenn du das ausprobierst, was ich dir hier gesagt habe, dann wirst du Wunder erleben.

Wie die aussehen, das weißt du nicht – aber du wirst Wunder erleben. Du hast keine Ahnung, was möglich ist. Warte auf nichts Bestimmtes.

Glaube nicht: „Ah, wenn ich das tue, was Mikael sagt, dann wird dies und jenes geschehen.” Nein, davon spreche ich nicht.

Liebe dich, liebe deinen Körper, liebe die Welt, so unvollkommen sie auch zu sein scheint.

Liebe dich, liebe deinen Körper, liebe die Welt, so unvollkommen sie auch zu sein scheint. Lerne, dich nach innen zu wenden, und Wunder, von denen du nichts weißt, werden geschehen. Das ist meine Erfahrung, und das sehe ich bei so vielen Menschen, deren Leben ich beobachte und erlebe.

Lerne, dich nach innen zu wenden, und Wunder, von denen du nichts weißt, werden geschehen.

Das ist meine Erfahrung, und das sehe ich bei so vielen Menschen, deren Leben ich beobachte und erlebe.

Ich könnte jetzt Geschichten erzählen von wundersamen Dingen, aber ich möchte das nicht tun, weil du dann auf bestimmte Dinge wartest. Entdecke du, wie dein Leben sein kann; wie dein Erleben sein kann.

Meditation ist eine Lebensart

Am Schluss dieses Videos möchte ich noch einmal – zum hundertsten Mal in diesem Video – darauf hinweisen, dass es nicht darum geht, etwas mit Gewalt zu verändern in deinem Leben. Ich habe dir diese Dinge nicht gesagt, damit du jetzt denkst: „Oh Mist, ich kann das alles nicht. Oh Mist, ich mache hier alles falsch.” Nein. Ich will dich einfach nur inspirieren.

Und mit diesem Wissen, mit dieser Inspiration, mit dieser Erinnerung, begegnest du jetzt dir selbst und deinem Leben und deinem Körper, wie es ist.

Dann spiel einfach damit, so wie es leicht geht, so wie es Freude macht, und sei unendlich geduldig.

Deswegen erzähle ich dir so gern auch immer wieder davon, wie verrückt ich bin, wie verrückt dieser Körper ist und wie oft ich diese Dinge durchlebe und wie sie dann ganz allmählich von selbst anders werden.

Und alles beginnt mit Meditation. Ich meine damit nicht notwendigerweise, dass du dich formell hinsetzt, einmal am Tag, und meditierst. Ich tue das, ich empfinde das als außerordentlich hilfreich, aber letztlich ist das, was ich Meditation nenne, eine Lebensart: eine Art und Weise zu sein.

Das, was ich Meditation nenne, ist eine Lebensart: eine Art und Weise, zu sein. Es bedeutet schlicht und einfach, die Aufmerksamkeit bei dem zu haben, was ist: nicht bei den Gedanken, die in der Zukunft sind oder in der Vergangenheit, sondern zu sein mit dem, was ist, leer und still im Inneren, hingewandt nach innen. So zu leben, das ist Meditation.

Es bedeutet schlicht und einfach, die Aufmerksamkeit bei dem zu haben, was ist: nicht bei den Gedanken, die in der Zukunft sind oder in der Vergangenheit, nicht bei den Gedanken, die die Dinge bewerten, die etwas nicht wollen oder wollen, die etwas anders haben wollen und immer aus guten Gründen, sondern einfach zu sein mit dem, was ist, leer und still im Inneren, hingewandt nach innen.

So zu leben, das ist Meditation. Und lernen kann man das einfach, indem man sich eine halbe Stunde am Tag hinsetzt und es übt. Man reserviert sich sozusagen diese halbe Stunde am Tag, wo man nichts anderes tun braucht, als das zu üben. Man schließt die Augen... Wenn du die Samarpan-Meditation machst, die ich praktiziere und von der ich so gerne erzähle, setzt du dich hin, schließt die Augen, du gehst mit deiner Aufmerksamkeit hierher zum Scheitel des Kopfes, und dann ruht die da einfach.

Und immer wenn Gedanken kommen, machst du dir nichts draus. Du ignorierst sie einfach und kehrst zurück mit deiner Aufmerksamkeit zum Kronenchakra.

Und so ruhst du einfach hier im Moment, ohne dass du weißt, wozu das gut ist, ohne drüber nachzudenken.

Und mit den Monaten, mit den Jahren wird diese neue Gewohnheit, die du in dieser halben Stunde der formellen Meditation übst, immer mehr zur Lebensweise. Sie durchdringt deinen Alltag immer mehr, und alles wird anders.

Damit beginnt alles.

Und dann werden die praktischen Dinge, von denen ich dir hier erzählt habe in diesem Video, ganz leicht.

Erfüllung ist nur innen zu finden

Weißt du, was ich dir hier in diesem Video erzählt habe, ist ja im Grunde alles ganz einfach und selbstverständlich, nichts Weltbewegendes, nichts Neues. Wahrscheinlich hast du das schon hundertmal gehört.

Aber warum ist es so schwer, einfach so zu leben, wie es zuträglich ist? Warum ist es so schwer, die natürlichsten Dinge zu tun: genug schlafen, Wasser trinken, nur das essen, was notwendig ist, und ansonsten nichts zu essen, und den Körper zu bewegen, wie es natürlich wäre. Warum ist das so schwer?

Es ist so schwer, weil wir mit unserer Aufmerksamkeit die ganze Zeit nach außen gewandt leben und dort draußen glücklich sein, Zufriedenheit und Erfüllung suchen.

Es ist so schwer, weil wir mit unserer Aufmerksamkeit die ganze Zeit nach außen gewandt leben und dort draußen Zufriedenheit und Erfüllung suchen. Da ist es aber nicht zu finden. Wir suchen die Erfüllung und die Zufriedenheit in dem, was wir essen, in dem, was wir trinken, in dem, was wir tun, in Erfolg und Sex und anderen Dingen.

Da ist es aber nicht zu finden.

Das wissen wir aber normalerweise nicht und suchen es überall. Und dadurch wird unser Leben immer verrückter. Wir suchen die Erfüllung und die Befriedigung und die Zufriedenheit in dem, was wir essen, in dem, was wir trinken, in dem, was wir tun, in Erfolg und Sex und anderen Dingen.

Und da wir es dort immer nur für kurze Momente finden, scheinbar finden, aber dann wieder genauso leer und unzufrieden und unerfüllt sind wie vorher, suchen wir immer weiter, und es wird immer extremer, und all das belastet uns, den Körper und den Geist, und macht uns krank.

Und daran sterben wir letztlich.

Aber wenn du lernst, dich nach innen zu wenden, dann entdeckst du, wo du die Zufriedenheit wirklich findest. Dann entdeckst du zum ersten Mal, was Erfüllung wirklich bedeutet.

Dann entdeckst du die Quelle der Zufriedenheit, die Quelle des Lebens. An der lebst du dann – und die ist in dir.

Und deswegen wird, wenn du lernst, dich nach innen zu wenden, wenn du lernst, meditativ zu werden – da draußen und im Körper –, alles einfacher, weil du dort nichts mehr suchst, was dort nicht zu holen ist.

Dann trinkst du noch Kaffee und es schadet dir, aber du tust es nicht mehr, weil du innerlich unzufrieden und leer bist, sondern einfach nur noch aus einer alten Gewohnheit, die vielleicht noch ein paar Jahre braucht, um auszulaufen – keine große Sache mehr, aber du bist zufrieden und in Frieden.

Und deswegen ist es unendlich hilfreich, damit zu beginnen: mit dem Hiersein, mit dem Meditativsein, mit dem innen leben.

Dann weißt du, dass du nicht dieser Körper bist, und du kannst dich so viel besser um ihn kümmern und ihn einfach lieben, wie er ist, auch wenn er unvollkommen ist. Auch wenn er vielleicht total unvollkommen ist: er ermöglicht es dir, zu leben. Er ermöglicht es dir, dieses Entdecken deiner Seele, dieses Entdecken deines wahren Selbst, das zu erleben.

Dafür ist er da, und dafür kannst du ihm unendlich dankbar sein, ganz gleich, was er durchmacht, ganz gleich, welche Krankheit er hat, auch wenn es wehtut.

Wenn du dich dafür interessierst, zu meditieren, dann empfehle ich dir die Samarpan-Meditation, die ich seit jetzt bald zehn Jahren mache und die mein Leben vollkommen verändert hat, obwohl ich damals, als diese Meditation zu mir in mein Leben kam, schon 17 Jahre lang bei meinem spirituellen Meister war und er mir im Grunde alles beigebracht hatte, was ich brauche, um glücklich zu sein. Und doch: als ich damit begann, begann noch einmal ein ganz neues Leben. Dann wurde alles anders. Deswegen rede ich so gern darüber.

Wenn du Lust hast, sie auszuprobieren: Die kostet nichts, jeder kann sie tun, sie geht ganz leicht. Aber die kommt nicht von mir: das ist nicht meine Erfindung. Sie wird von Shivkrupanand Swami, einem indischen Meditationsmeister aus dem Himalaya, in die Gesellschaft gebracht. Und hier im deutschsprachigen Raum gibt es den Verein Samarpan-Meditation e. V., die bieten zum Beispiel einmal in der Woche online eine Einführung in diese Meditation an, wo sie dir ein wenig davon erzählen, wo die herkommt, was es damit auf sich hat und wie die geht.

Wie gesagt, die geht ganz einfach, da gibt es nicht viel zu erklären, aber es ist schön, wenn du diese Meditation beginnen möchtest, dass du das von den Menschen lernst, die von Swamiji dazu autorisiert sind. Und auf meiner Website, auf der Himalaya-Samarpan-Meditation-Seite, da habe ich dir die Links zusammengestellt und ein paar Informationen zu diesem Verein und zu dieser Meditation. Ich kann es dir nur wärmstens empfehlen: Sie ist so einfach, und doch ändert sie alles.

Unterstütze mich, wenn es dir Freude macht

Wenn du Fragen hast zu dem, was ich in diesem Video erzählt habe oder auch in anderen Videos, dann lade ich dich dazu ein, mir zu schreiben. Ich freue mich sehr, wenn du mir schreibst. Du kannst mir das per E-Mail schicken, du kannst mir aber auch per Post einen Brief schreiben. Ich freue mich sehr über handgeschriebene Briefe, und ich beantworte auch alle Briefe handgeschrieben.

Aber es kann eine Weile dauern, bis ich antworte. Ich antworte immer, aber ich mache hier alles allein. Es gibt so viel zu tun. Ich bin wirklich sehr beschäftigt. Und das, was ich am allerliebsten mache, abgesehen von Videos und Satsangs, ist die Korrespondenz mit den Menschen, die mir schreiben, und doch muss ich damit oft warten, weil ich einfach wirklich sehr ausgelastet bin. Aber wie gesagt; ich antworte immer, und ich bitte dich einfach um ein wenig Geduld.

Ich habe dir schon gesagt, dass alles, was ich hier mache, kostenlos ist: das alles auf Spendenbasis. Genau wie die Meditation auch: da kostet nichts etwas. Keiner verlangt von dir Geld.

Ich möchte, dass du dich hier frei fühlst und zu nichts verpflichtet.

Aber da meine gesamte Zeit und auch Geld und meine gesamte Energie in das fließt, was ich hier tue – Videos, Satsang und die Korrespondenz –, dass ich das hier möglich machen kann, freue ich mich sehr, wenn es Menschen gibt, die Lust haben, mich dabei finanziell zu unterstützen. Und wenn dir danach ist, wenn du Lust dazu hast, dann freue ich mich sehr, und auf meiner Webseite, auf der Spende-Seite, habe ich dir die Informationen zusammengestellt, die du dazu brauchst.

Besonders hilfreich ist es für mich, wenn Menschen bei Steady für mich eine Mitgliedschaft abschließen, dann bekomme ich nämlich jeden Monat einen gewissen Betrag. Das hilft mir sehr bei der Arbeit und bei der Planung, aber du kannst es machen, wie du willst. Es gibt da die verschiedensten Möglichkeiten. Ich freue mich einfach, wenn du Lust hast, mich zu unterstützen. Aber wie gesagt: fühle dich zu nichts verpflichtet.

Wenn du die Zeit vergisst

Ich freue mich einfach, dass du hier bist. Ich freue mich, dass du dich dafür interessierst, wie dieses Leben wirklich gelebt werden kann. Ich freue mich, dass du herausfinden möchtest, wozu dieses Leben da ist und was möglich ist.

Und das ist jedem Menschen möglich, nicht nur irgendwelchen ganz besonderen Seelen.

Diese besonderen Seelen wie Jesus, wie Swamiji, die kommen einfach, um dir zu sagen: „Hey, wach auf! Erkenne, was dir möglich ist, jetzt.” Dafür bist du hier.

Ja – ich spreche zu dir, zu diesem ganz gewöhnlichen Menschen, der sich so gewöhnlich und unzulänglich vorkommt.

Ja, genauso fühle ich mich auch, und doch ist alles möglich.

Ich möchte noch auf einen letzten Punkt hinweisen.

Ich sprach vorhin über Krankheit und darüber, dass Krankheit überhaupt kein Problem ist.

Und immer wieder sage ich, dass das, worum es bei Meditation geht, ganz einfach ist und dass es jeder Mensch tun kann und dass es einfach nur Zeit braucht.

Und dann spreche ich manchmal darüber, dass es einfach nur ein paar Jahre dauert, und wenn die Jahre vergangen sind, dann passiert das alles von selbst. Manchmal sage ich: Ja, es dauert halt zehn, zwanzig Jahre, und alles ist anders.

Und dann gibt es Menschen, die mir schreiben und sagen: „Aber Mikael, mein Körper ist krank. Ich habe diese Zeit nicht mehr. Was soll ich tun?

Du sprichst so leicht und locker von Jahren und Jahrzehnten. Ich bin schon alt, der Körper ist krank.

Habe ich noch genug Zeit?”

Und ich möchte dich gerne spüren lassen, jetzt, dass es für dich überhaupt kein Problem gibt.

Alles, was du brauchst, wirst du bekommen, jetzt, in diesem Leben.

Du brauchst dir keine Gedanken darüber machen, dass du nicht genug Zeit hast.

Ich sage diese Dinge, um dir ein Gefühl dafür zu geben, dass keine Eile besteht; dass du dich nicht anstrengen brauchst; dass du nichts erreichen brauchst. Ich sage diese Dinge, damit du spürst: Du kannst entspannen, alles ist gut.

Ja, diese Dinge brauchen Zeit.

Ich sage das, damit du keine Erwartungen hast; damit du nicht beginnst zu meditieren und nach drei Monaten sagst: „Aber ich spüre nichts Besonderes.”

Ich sage, das braucht Jahre und Jahre, damit du aufhörst, darüber nachzudenken; damit du vergisst, darüber nachzudenken; damit du alles vergisst, was vielleicht irgendwann einmal kommt, und einfach nur hier bist, mit dem, wie es heute ist.

Ich sage dir, dass es einfach nur Zeit braucht, damit du die Zeit vergisst und nicht mehr an die Zeit denkst.

Wenn du das tust, geschieht alles, hier, da, wo du jetzt bist.

Das braucht keine Zeit.

Aber so können wir nicht denken, verstehst du? Wir sind Menschen. Wenn ich das sagen würde, denkst du sofort: „Ja, aber ich bin immer noch hier, ich bin noch nicht anders.”

Es ist eine Art Paradox, weißt du.

Höre auf, dir wegen Zeit Gedanken zu machen.

Höre auf, dir wegen Zeit Gedanken zu machen. Wir denken nur an Zeit, weil wir glauben, wir müssten uns verändern und anders werden. Wir glauben, es müsste anders sein. Dabei geht es nur darum, dort anzukommen, wo du schon bist, Frieden mit dem zu schließen, wie es ist, und dich nach innen zu wenden. Das braucht keine Zeit.

Wir denken nur an Zeit, weil wir glauben, wir müssten uns verändern, wir müssten anders werden, und wir glauben, es müsste anders sein.

Dabei geht es nur darum, dort anzukommen, wo du schon bist; Frieden mit dem zu schließen, wie du bist, wie es für dich ist, wie du dich fühlst, und dich nach innen zu wenden. Das braucht alles keine Zeit.

Und doch braucht es Zeit, weil es eine neue Gewohnheit ist, die wir lernen. Aber du kannst sie jetzt lernen.

Und jeder Mensch, auch du, bekommt genau die Zeit und genau die Erfahrungen, genau die Ereignisse im Leben, die er braucht.

Und jeder Mensch, auch du, bekommt genau die Zeit und genau die Erfahrungen, genau die Ereignisse im Leben, die er braucht. Dieses Leben ist maßgeschneidert für dich – mit dem, was du jetzt gerade erlebst; mit dem, was es dir jetzt gerade schwer macht.

Dieses Leben ist maßgeschneidert für dich – mit dem, was du jetzt gerade erlebst, mit dem; was es dir jetzt gerade schwer macht.

Es ist perfekt.

Wenn du dazu Ja sagen kannst und du dich einfach da entspannen kannst, wo du jetzt bist und wie du jetzt bist, so unerleuchtet, wie du dich fühlst, so unangekommen, wie du dich fühlst, dann ist keine Zeit notwendig.

Und das kannst du jetzt spüren.

Und dann, in ein, zwei Tagen, hast du das wieder vergessen und denkst wieder so wie vorher.

Und dann wieder hierher kommen, einfach nur hier sein, Frieden schließen damit, wie du bist, wie es für dich ist und für deinen Körper, und wieder Frieden schließen und dich so sein lassen, wie du bist, so unerleuchtet, so unvollkommen und so unfähig, wie du dich fühlst – und wieder verschwindet die Zeit und alles ist gut.

So ist es.

Das, was du bist, braucht keine Zeit, kennt keine Zeit.

Aber erklären kann man das nicht.

Mach dir keine Sorgen, mach dir keine Gedanken: alles läuft perfekt.

Aber meditiere: lerne hier zu sein, lerne hier zu sein, mit dem, wie es für dich ist.

Versuche nicht, woanders hinzukommen.

Sei hier, und wenn du magst, meditiere. Das wird dich hierher bringen.

Danke.

Danke, dass du da bist.

Ich liebe dich.