Online-Satsang vom 1. März 2026
Deutsch mit deutschen Untertiteln.
Themen: An mir ist nichts besonders. Wir haben die Wahrheit nur vergessen. Das Geschenk der schwierigen Kollegin. Meine Liebe erinnert dich an deine Liebe. Lerne, dich zu lieben, so wie du bist. Gott kann nur helfen, wenn du ihn lässt. Der Verstand weiß nichts über Hingabe. Werde still – und das praktische Leben lebt sich von selbst. Es gibt nichts Entspannenderes als Meditation. Bevor du irgendetwas tust, schließe Frieden mit dir. Erinnerungen – das Fundament des Egos. Stille, die immer da ist. Lass dir deinen Frieden nicht nehmen. Mach es dir leicht. Die Samarpan-Meditation.
Über dieses Video:
So etwas wie ein spirituelles Leben gibt es nicht. Es gibt nur dieses Leben, und das zwingt uns auf perfekte Weise dazu, zu lernen, zu uns selbst zu finden. Deshalb freue ich mich über die Fragen zum praktischen, echten Leben, denn sie führen uns zu dem, was im Leben wirklich zählt.
Und deshalb habe ich diesen Satsang ganz besonders genossen, denn all die wunderbaren Fragen aus der Arbeitswelt drehen sich um genau das, was wir alle immer wieder erleben. Es ist gerade unsere Hilflosigkeit und unser Unvermögen, mit diesen Situationen umzugehen, die uns zum eigentlichen Kern des Problems führen – zu unserer eigentlichen Herausforderung und die liegt innen.
Wer sich dann nach innen wendet, scheinbar die Welt ignoriert, und mit sich in Frieden kommt und still wird, der erlebt ein Wunder. Denn kaum ist im Innern Ruhe eingekehrt, kommt die Klarheit und die Lösung für unsere Probleme da draußen, auf magische Weise wie von selbst zu uns.
Ramana Maharshi sagte: „Das, was geschehen soll, wird geschehen, ganz gleich wie sehr wir uns dagegen stemmen. Das, was nicht geschehen soll, wird nicht geschehen, ganz gleich wie sehr wir uns darum bemühen.”
Für manchen erscheint solch ein Leben starr, festgelegt und falsch. Der Verstand weiß nichts von der Freude und dem Glück der Hingabe, und deswegen freue ich mich, dass ich im Satsang immer wieder Gelegenheit habe, genau darüber zu sprechen. Denn dann erinnerst auch du dich an das, was du selbst weißt; du hast es nur vergessen.
Ich danke allen für diesen Satsang, für die wunderbaren Fragen und für den Mut, sich zu zeigen. Es ist ein Segen für mich und für alle anderen. Danke.
Links zu den Themen in dieser Aufzeichnung:
(weiter unten gibt es die vollständige Abschrift).
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An mir ist nichts besonders
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Wir haben die Wahrheit nur vergessen
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Das Geschenk der schwierigen Kollegin
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Meine Liebe erinnert dich an deine Liebe
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Lerne, dich zu lieben, so wie du bist
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Gott kann nur helfen, wenn du ihn lässt
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Der Verstand weiß nichts über Hingabe
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Werde still – und das praktische Leben lebt sich von selbst
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Es gibt nichts Entspannenderes als Meditation
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Bevor du irgendetwas tust, schließe Frieden mit dir
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Erinnerungen – das Fundament des Egos
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Stille, die immer da ist
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Lass dir deinen Frieden nicht nehmen
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Mach es dir leicht
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Die Samarpan-Meditation
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Vollständiger Text der Aufzeichnung zum Mitlesen:
An mir ist nichts besonders
Link zum Thema im Video bei 0m33s
[Dhyan Mikael:] Guten Abend. Ganz ganz herzlich willkommen zum Satsang. Ich freue mich, dass du da bist. Zwei Tage vor Vollmond, das ist eine wunderschöne Energie...
und falls du heute Abend zum ersten Mal hier bist, in einem Online-Satsang mit mir, sage ich wie immer ein paar Worte dazu, was hier überhaupt passiert und was du hier machen kannst.
An mir ist nichts besonders. Es gibt nicht wirklich einen Unterschied zwischen dir und mir.
Der einzige Unterschied ist, dass ich das Glück hatte, Zeit mit Menschen zu verbringen, die die Wahrheit über sich selbst entdeckt haben und die Wahrheit über das Leben und den Weg zum glücklich sein. Und weil ich mit diesen Menschen zusammen war, wurde es mir möglich, zu entdecken, dass ich alles auch in mir trage – und du trägst es auch in dir.
Und wenn du hier im Satsang bist oder vielleicht ein Video von mir angeschaut hast und gedacht hast, wie schön das ist und dass du das auch haben willst: das, was du da fühlst, wenn du mich hörst oder wenn du ein Video anschaust – da spürst du dich selbst, nicht mich.
An mir ist nichts besonders. Es gibt nicht wirklich einen Unterschied zwischen dir und mir. Ich hatte einfach das Glück, Zeit mit Menschen zu verbringen, die die Wahrheit über sich selbst und das Leben entdeckt haben, und so wurde es mir möglich, zu entdecken, dass ich alles auch in mir trage – und du trägst es auch in dir.
Link zum Zitat im Video bei 1m22s
Und das ist das Geheimnis von Satsang: dass wir beginnen, uns zu erinnern. Und dann, allmählich, entdecken wir, dass wir das alles schon immer selbst hatten. Deswegen ist für mich Satsang auch so einfach und so schön: weil ich nicht viel tun muss. Ich zeige mich einfach, wie ich bin.
Das, was du fühlst, wenn du mich hörst oder ein Video anschaust – da spürst du dich selbst, nicht mich. Und das ist das Geheimnis von Satsang: dass wir beginnen, uns zu erinnern. Und dann, allmählich, entdecken wir, dass wir das alles schon immer selbst hatten.
Link zum Zitat im Video bei 2m27s
Und dann lernst du ganz allmählich auch, dich zu trauen, so zu sein, wie du bist. Und je mehr du dich das traust, obwohl sich es manchmal so verkehrt anfühlt, je mehr du dich dir selbst zuwendest und beginnst, dich zu lieben und in dir zu ruhen, desto mehr entdeckst du all das, wovon hier die Rede ist, in dir selbst.
Und dann lernst du ganz allmählich auch, dich zu trauen, so zu sein, wie du bist. Und je mehr du dich das traust, obwohl sich es manchmal so verkehrt anfühlt, je mehr du dich dir selbst zuwendest und beginnst, dich zu lieben und in dir zu ruhen, desto mehr entdeckst du all das, wovon hier die Rede ist, in dir selbst.
Link zum Zitat im Video bei 3m03s
Was wir hier also machen, ist einfach nur eine Gelegenheit, zusammen Zeit zu verbringen – und dann erinnern wir uns. Aber damit wir nicht einfach nur still hier beisammen sitzen, gibt es auch die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Wenn du Fragen hast zu deinem spirituellen Weg oder zu deinem ganz weltlichen Weg, wenn du Fragen hast zur Meditation oder zu deinen Problemen im Leben, dann freue ich mich, sie zu hören, und werde versuchen, et was dazu zu sagen.
Du kannst die Fragen stellen im Chat von YouTube oder von Zoom, und Simone wird sie dann vorlesen, und ich werde versuchen, etwas dazu zu sagen. Und zwischendurch werde ich auch Fragen beantworten, die mich per E-Mail erreicht haben, und mit einer dieser Fragen möchte ich jetzt gleich zu Beginn anfangen. Da geht's nämlich ums Fragen stellen, in dieser Frage.
Wir haben die Wahrheit nur vergessen
Link zum Thema im Video bei 4m41s
„Ganz lieben Dank für den wohltuenden Satsang. Ja, das hast du schon so oft gesagt: 'ja' sagen und es so nehmen, wie es ist.
Jedoch vergesse ich es immer wieder – auch durch meinen Stress, der schon im Unterbewusstsein entsteht. Davon rühren einige meiner Krankheiten, was mir erst jetzt bewusst geworden ist. Darum war das auch im letzten Satsang mein Thema. Ich hatte dir auch die Frage im Chat gestellt, aber leider hat man sie nicht gesehen. Ich habe es im Chat sehen können. Was mich auch gewundert hat: dass ich in meiner Frage nicht alles aus Platzschrunden schreiben konnte. Ich bemerke, dass manche Fragen, die du bekommst, auch etwas länger sind. Ich bin über YouTube reingekommen.
Hast du eine Erklärung dafür?” Ja, ich danke dir, dass du fragst. Ich selbst habe mir noch nie eine Frage auf YouTube gestellt, deswegen weiß ich gar nicht, wie das funktioniert, muss ich ganz ehrlich sagen. Aber es gibt ein paar Tricks. Wenn deine Frage länger ist als eine Chatnachricht es möglich macht, dann teile sie einfach auf und schreibe die erste Hälfte in die erste Chatnachricht, mache ein paar Punkte dran oder schreib hin, „es geht gleich weiter”, und dann fängst du eine neue an. Das machen einige Menschen.
Und manchmal, wenn du etwas Längeres hörst, was ich vorlese, sind das E-Mails, die ich bekomme. Da gibt es diese Längenbegrenzung auch nicht. Aber es kann gar nicht schaden, sich kurz zu fassen, aus zwei Gründen: erstens kann ich dann besser antworten. Wenn die Frage lang ist, habe ich womöglich den Anfang schon vergessen, wenn du beim Ende angekommen bist. Und zweitens ist... und es ist ganz spannend: wenn du versuchst, deine Frage wirklich auf den Punkt zu bringen, passiert ganz viel mit dir.
Es ist leicht, viel zu erzählen, aber wenn du nur drei Sätze hast und versuchst, das, worum es dir wirklich geht, in den wenigen Sätzen, die du hast, zusammenzufassen, dann passiert etwas ganz Magisches: es ist, als würdest du die Antwort schon selbst finden. Ich sage aber trotzdem sehr gerne etwas dazu. Und zum ersten Teil deines Briefes: Ja, das ist das, was ich eben in meiner Einleitung, in meiner Begrüßung, sagte: wir vergessen das immer wieder. Eigentlich ist es leicht, zu uns selbst zu finden, nach innen zu finden, in den Himmel zu finden... nenne es, wie du möchtest.
Aber wir sind es gewohnt, aus Jahrzehnten dieses Lebens, aus vielen Leben davor, und weil alle anderen Menschen um uns herum es auch machen, dass wir uns immer nur nach außen wenden, und das, was uns so nah ist und eigentlich so leicht zugänglich, vergessen wir einfach.
Deswegen bin ich da: einfach, um dich immer wieder anzustupsen. Danke, dass du da bist. Und wenn du deine Frage noch hast, freue ich mich, wenn du sie heute stellst. Danke.
Eigentlich ist es leicht, zu uns selbst zu finden, nach innen, in den Himmel. Aber wir sind es gewohnt, aus Jahrzehnten dieses Lebens und weil alle anderen es auch machen, dass wir uns immer nur nach außen wenden, und das, was uns so nah ist und so leicht zugänglich, vergessen wir einfach. Deswegen bin ich da: um dich immer wieder anzustupsen.
Link zum Zitat im Video bei 7m29s
Das Geschenk der schwierigen Kollegin
Link zum Thema im Video bei 8m31s
Simone, guten Abend. Hallo! Ich freue mich, dass du auch dabei bist, wie immer. Vielen, vielen Dank. Hast du etwas zum Vorlesen?
[Simone:] Guten Abend, lieber Mikael. Ich freue mich auch sehr.
Ja, ich habe etwas zum Vorlesen.
[Dhyan Mikael:] Einen Moment, ich muss etwas lauter machen. Ich höre dich nicht. Eine Sekunde...
So, probiere es bitte noch einmal.
[Simone:] Ja, ich habe eine Frage.
[Dhyan Mikael:] Ah, jetzt höre ich dich. Super, danke.
[Simone:] Also, ich habe sogar drei schon.
[Dhyan Mikael:] Oh, wie schön.
[Simone:] Die erste Frage ist von Christina.
[Dhyan Mikael:] Christina, hallo. Guten Abend. Ich freue mich, dass du dabei bist.
[Simone:] Sie hat das auch so gemacht, dass sie ihre Frage auf sechs YouTube-Nachrichten, Chatnachrichten, aufgeteilt hat. Es ist ein bisschen länger. Sie hat sich auch dafür entschuldigt. Ich lese mal vor.
[Dhyan Mikael:] Ja, bitte.
[Simone:] „Lieber Mikael, bei mir auf der Arbeit gibt es eine Kollegin, die schon öfter Menschen aus dem Team herausgemobt hat. An diesem Arbeitsort müssen wir immer zu zweit in einem kleinen Chalet arbeiten, also ziemlich nah beieinander. Seit kurzem ignoriert sie mich plötzlich, oder reagiert sehr aggressiv auf das, was ich tue oder sage. Eine andere Kollegin meinte, sie habe gesagt, dass sie lieber mit ihren Freunden arbeitet und es deshalb an mir auslässt.
Jetzt weiß ich nicht, was ich tun soll. In den letzten Wochen bin ich, so wie du es oft empfiehlst, bei mir geblieben, und habe versucht nicht in ihre Energie einzusteigen, aber es scheint sie nur noch wütender zu machen. Ich habe mein Leben lang Mühe damit, meine Grenzen zu setzen, und weiß nicht, ob ich noch einmal ruhig und offen das Gespräch suchen oder es, falls es nicht klappt, einer Führungskraft melden sollte.
Eigentlich möchte ich nur professionell und ohne Negativität meine Arbeit machen. Ich meditiere täglich die Samarpan-Meditation und habe es auch Swamiji übergeben, aber ich merke, dass ich ständig daran denke und es mir viel Stress macht. Liebe Grüße. Christina.” Danke, Christina. Du brauchst dir überhaupt keine Gedanken darüber machen, wie du dich mit ihr verhalten solltest. Ich empfehle dir erst einmal natürlich, weiter zu meditieren. Kümmere dich um das, was in dir geschieht.
Mach deinen Frieden mit dem, was in dir geschieht: mit den Gefühlen, die du hast; mit der Unsicherheit oder vielleicht auch Wut, oder was auch immer du in den nächsten Wochen da erlebst, in dir drin. Und wenn du damit Frieden schließen kannst, dann ist es, als... Also, wenn du dich so, wie du dich fühlst wegen ihr, lieben kannst, wenn du diese Gefühle willkommen heißen und lieben kannst, dann ist es, als könntest du sie lieben, obwohl sie so hässlich ist; obwohl sie so garstig ist.
Aber ich rede vom Inneren. Und das Erstaunliche ist: wenn du dich um dein Inneres kümmerst, dann wird es dir ganz leicht fallen, da draußen das Richtige zu tun – und du weißt nicht, was das ist.
Es gibt da keinen spirituell korrekten Weg. Lass dich davon überraschen. Ich habe mich selbst schon oft überrascht.
Das Erstaunliche ist: wenn du dich um dein Inneres kümmerst, dann wird es dir ganz leicht fallen, da draußen das Richtige zu tun – und du weißt nicht, was das ist. Es gibt da keinen spirituell korrekten Weg. Lass dich davon überraschen. Ich habe mich selbst schon oft überrascht.
Link zum Zitat im Video bei 12m20s
Manchmal, wenn ich es mit einem schwierigen Menschen zu tun hatte, dachte ich: „Da muss ich jetzt echt mal auf dem Putz hauen. So geht's nicht weiter” – obwohl ich mit meinen Gefühlen in Frieden war. Aber ich hatte einfach keine Lust mehr auf den Zirkus. Aber dann ist etwas ganz anderes geschehen. Dann war ich vielleicht überhaupt nicht durchsetzungsbereit oder stark, sondern einfach so, wie ich halt war, und dann ist ein Wunder geschehen und der andere Mensch hat sich verändert.
Manchmal habe ich gedacht, ich sollte liebevoll und friedfertig sein, und habe mich dann selbst überrascht, weil ich die andere Person dermaßen angegangen bin, wie ich es mir nie hätte vorstellen können – aber nicht, weil ich es geplant hatte. Diese Dinge geschehen, wenn man innerlich in Frieden ist, auf eine ganz wunderbare Weise von selbst. Manchmal überrascht man sich durch die Fähigkeit, wie sehr man in Frieden sein kann im Angesicht von solch einen Menschen. Manchmal überrascht man sich selbst, wie stark und aggressiv und kampfbereit man sein kann. Aber das passiert alles im Augenblick.
Diese Dinge geschehen, wenn man innerlich in Frieden ist, auf eine ganz wunderbare Weise von selbst. Manchmal überrascht man sich durch die Fähigkeit, wie sehr man in Frieden sein kann im Angesicht von solch einen Menschen. Manchmal überrascht man sich selbst, wie stark und aggressiv und kampfbereit man sein kann. Aber das passiert alles im Augenblick.
Link zum Zitat im Video bei 13m54s
Alles ist möglich, vergiss das nie – wenn du dich um dein Inneres kümmerst.
Das ist das Einzige, was wir zu tun haben: da drinnen Frieden schließen; da drinnen ankommen. Und dann geschehen wirklich Wunder. Ich sag's dir... Entweder wirst du anders, oder sie wird anders, oder ihr beide.
Alles ist möglich, vergiss das nie – wenn du dich um dein Inneres kümmerst. Das ist das Einzige, was wir zu tun haben: da drinnen Frieden schließen; da drinnen ankommen. Und dann geschehen wirklich Wunder.
Link zum Zitat im Video bei 14m32s
Und das ist auch der Grund, warum das Leben uns solche Herausforderungen schickt. Da denken wir ja oft: „Was soll denn das? Warum muss denn das jetzt sein?” Das zwingt dich dazu, zu dir zu gehen.
Und das Zweite, was du tun kannst, ist, ganz ehrlich mit dir selbst zu sein und dich zu fragen, was du von ihr willst.
Und wenn du herausgefunden hast, was du von ihr willst, dann lass das gehen. Vielleicht willst du von ihr, dass sie dich einfach in Ruhe lässt: dann vergiss diesen Wunsch. Offensichtlich ist sie dazu nicht fähig Und nimm sie an so wie sie ist. Das heißt nicht, dass du es ihr erlauben sollst, auf dir herumzutrampeln. Das heißt: erkennen – „Ah, so ist sie”.
Da ist kein Platz für Wunschdenken. Das ist das toll an solchen Menschen: die machen uns hilflos im Angesicht unserer Wünsche. Wir wollen einen Menschen, der angemessen mit uns umgeht, und nett zu uns ist. Und dann merkst du: dieser Mensch kann das einfach nicht.
Und es ist sehr gut, das klar zu sehen und sich keine Illusionen zu machen, denn mit dieser Klarheit, mit dieser Ehrlichkeit sich selbst gegenüber... Wenn man die Hoffnung gehen lässt; wenn man einfach merkt: „Ah, so tickt dieser Mensch.” Die ist nicht böse, die kann einfach nicht anders. Wer weiß, warum... Damit einher, mit dieser Klarheit einher geht eine Kraft.
Ja, diese zwei Sachen rate ich dir. Und ich kann dir versichern, dass es gut ist, was du erlebst.
Was du da erlebst, habe ich selbst immer wieder erlebt, im Team bei Soham, mit den Menschen um Soham herum, jahrelang, immer wieder – weil die Menschen oft so sind.
Und es hat mich so viel gelehrt. Es hat mich dazu gezwungen, zu lernen, mit mir in Frieden zu sein. Und das hat mich stark gemacht, das kann ich dir sagen. Diese Leute haben mich wirklich zu mir gebracht.
Manche Menschen bringen dich zu dir durch ihre unendliche Liebe. Manche Menschen bringen dich zu dir, weil sie unmöglich sind. Schön, dass du da bist. Ich freue mich.
Manche Menschen bringen dich zu dir durch ihre unendliche Liebe. Manche Menschen bringen dich zu dir, weil sie unmöglich sind.
Link zum Zitat im Video bei 18m39s
Und wenn du magst: berichte mir irgendwann gerne wieder davon, wie es weitergegangen ist. Ich bin bei dir.
Meine Liebe erinnert dich an deine Liebe
Link zum Thema im Video bei 19m20s
Ich lese jetzt hier bei mir noch eine Frage vor. Es ist eigentlich gar keine Frage. Es ist ein wunderschöner Brief. Ich liebe handschriftliche Briefe, und übrigens beantworte ich handschriftliche Briefe auch handschriftlich zurück, mit großer Freude. Diesen Brief habe ich mir aber vorhin abgetippt, damit ich ihn einfacher vorlesen kann.
„Lieber Mikael, du triffst immer so ins Schwarze mit deinen Shorts und Morgengrüßen. Manchmal lese ich sie erst am Ende des Tages und denke dann: genau das war's. Und jetzt hast du sogar das getoppt mit dem, was du im Satsang und im Video, 'Was bleibt, wenn Wünsche enden', gesagt hast über dein 'Ich liebe dich' am Schluss deiner Videos. Dieses 'Ich liebe dich' hat mich von Anfang an total umgehauen, weil es so wahr rüberkommt.
Und dann sagst du so etwas wie: 'Ich weiß nicht, wer da spricht, und zu wem ich da spreche. Ich habe mich da total vergessen.' Ich habe gedacht, ich höre nicht recht, weil es erstens so wahr rüberkommt und zweitens, weil ich darin etwas aus meinem Leben wiederfinde, das ich mir nie wirklich erklären konnte und worüber ich auch mit niemanden sprechen konnte, und was mir jetzt eine etwas schüchterne, unsichere Freude und Erleichterung ist, das jetzt tun zu können. Danke dafür.
Mit etwa 14 Jahren hat mich meine Mama immer wieder gefragt, was ich denn mal werden wolle. Dann habe ich wahrheitsgemäß gesagt: ich möchte einfach das geben und machen, was gerade dran ist. Und dabei habe ich vor meinem inneren Auge mich als Tretroller fahrendes Mädchen mit wehenden Haaren und einem Lächeln gesehen, das in die Welt hinausfährt und mit vollen Händen gibt – aber die Hände waren leer. Und dennoch hat mir mein Gefühl gesagt, dass sie eigentlich voll sind, wie wenn man ein Füllhorn ausschüttet.
Und jetzt kommt's. Es war mir damals und noch viele Jahre danach, als würde ich in mir eine Stimme hören: 'Ich liebe dich'. Wer spricht da, habe ich mich gefragt, und zu wem? Meint er mich? Ich habe diese innere Stimme gerne immer wieder mit etwas Verwunderung gehört, und je erwachsener ich wurde, umso mehr ist sie in Vergessenheit geraten. Jetzt freue ich mich sehr, dass ich mich daran erinnern kann, und vielleicht höre ich sie einmal auch wieder in mir. Und bis dahin lausche ich dir so gern. Hab Dank. Jai Baba Swami.” Jai Baba Swami.
Ja, ich erinnere dich einfach nur an dich selbst. Wenn ich sage, auch am Schluss jedes Satsangs, „Ich liebe dich”, da spreche nicht ich. Da spricht deine Seele zu dir.
Und ganz langsam erinnern wir uns. So ist es mit meinem Meister und mit meinem Guru. Die Liebe von diesen Menschen, von diesen Medien Gottes, die bringt mich zu meiner eigenen Seele und zu meiner eigenen Liebe. Schön, dass du da bist. Ich danke dir für diesen wunderschönen Brief.
Lerne, dich zu lieben, so wie du bist
Link zum Thema im Video bei 23m09s
Simone, magst du fortfahren?
[Simone:] Ja, sehr gerne. Die nächste Frage ist von Sven.
[Dhyan Mikael:] Sven, hallo. Guten Abend.
[Simone:] „Geliebter Mikael, vor fast einem Jahr habe ich dir von meinem Chef und seinem herablassenden Verhalten meinem Kollegen gegenüber erzählt. Am Freitag ist mir etwas ganz Ähnliches passiert. Ich habe vor meinen Kollegen einen Vortrag erhalten über die vielen Punkte, die ich falsch mache und dass ich die Firma Geld koste. Ich war wie gelähmt. Um meinem Kopf drehten sich die Gedanken. Ich wollte etwas erwidern, sagte etwas, suchte am Computer einen angesprochenen Punkt.
Was er sagte, war teils richtig. Ich bin in der Arbeit oft nicht recht bei der Sache, träume, mache Manches doppelt, weil mir der Stil eines anderen nicht gefällt, und bin in meiner Ablage von Dateien chaotisch – oft überfordert, weil sich die Projekte überlagern und ich schnell eine Änderung dazwischenschieben muss, weil sie gerade dringend ist. Nach der Arbeit konnte ich erst nicht darüber reden. Ich war noch immer ganz platt.
Nachdem ich meiner Frau das Geschehen erzählt hatte, ging es mir etwas besser. Gestern habe ich mit meiner Frau nochmals darüber gesprochen, und da fiel mir ein, dass ich nach dem Vortrag meines Chefs wie nach außen gestülpt war. Ich meditiere seit einiger Zeit und habe letzten Mittwoch die Arbeit in der Meditation an Swamiji abgegeben. Vielleicht magst du dazu etwas sagen. Was kann ich tun, um mein Vertrauen ins Leben zu stärken, meine Verbindung zur Seele? Vielen Dank. Lieben Dank für deine Worte, dein Zuhören, und die Möglichkeit, dir zu schreiben.”
[Dhyan Mikael:] Danke, Sven.
Meditiere weiter. Mach dir keine Sorgen wegen deines Chefs.
Das ist das Wichtigste. Alles andere ergibt sich von selbst. Ich werde noch ein bisschen zu deiner Situation sagen, aber ich möchte gerne mit dem Wichtigsten anfangen: mach dir keine Sorgen. Liebe dich, wie du bist. Wir alle sind unmögliche Menschen, alle miteinander. Wir machen ständig alles falsch.
Meditiere weiter. Mach dir keine Sorgen wegen deines Chefs. Das ist das Wichtigste. Alles andere ergibt sich von selbst. Ich werde noch ein bisschen zu deiner Situation sagen, aber ich möchte gerne mit dem Wichtigsten anfangen: mach dir keine Sorgen.
Link zum Zitat im Video bei 25m58s
Manche Menschen wissen das, so wie du, andere Menschen wissen das nicht, so wie dein Chef. Aber im Grunde sind wir alle gleich.
Wie du dich verhältst mit deinem Chef, wie du mit so etwas umgehst, hängt davon ab, wie du gestrickt bist als Mensch, deine Persönlichkeit. Deswegen ist es nicht leicht, da wirklich gute Ratschläge zu geben. Aber was das Innere anbelangt, das ist im Grunde für uns alle gleich. Mach deine Hausaufgaben – und das heißt: komme in Frieden damit, wie du bist.
Ich bin auch wie du, weißt du? Ich mache so viele Fehler. In den letzten paar Tagen habe ich wieder an sehr diffizilen technischen Projekten gearbeitet, hier für die Videos. Ich bin gerade dabei, einige Sachen zu verbessern, und das ist ziemlich komplex, was die Technik anbelangt, die Videos und den Ton und mit den Computern... ich mache alles falsch.
Alles, was ich anlange, mache ich erstmal mindestens einmal falsch, und dann mache ich es meistens richtig. Manchmal mache ich es drei oder viermal falsch. Aber das ist menschlich, und ich bin einfach so. Und das ist das Erste und Wichtigste. Es geht nicht darum, deinen Chef davon zu überzeugen, dass du okay bist. Es geht darum, dass du weißt, dass du okay bist. Schau...
Wenn mir jemand heute sowas sagen würde, wenn ich solch ein Vortrag bekäme, dann könnte ich zu ihm sagen: „Ja, Sie haben recht. Ich gebe mein Bestes. Ich arbeite gern hier, ich habe Spaß, und ich bin gut – und ich mache so viel falsch. Und obwohl ich immer dazu lerne und mir die größte Mühe gebe, werde ich auch morgen ganz viel falsch machen, und übermorgen auch. Ich arbeite gern hier. Wenn Sie mich gerne hier haben, freue ich mich.
Es geht nicht darum, deinen Chef davon zu überzeugen, dass du okay bist. Es geht darum, dass du weißt, dass du okay bist.
Link zum Zitat im Video bei 28m42s
Ansonsten: ihre Entscheidung, ihr Laden.” Ich will damit nicht sagen, dass du ihm das sagen sollst. Ich möchte dir nur ein Beispiel dafür geben, welche Freiheit und Kraft entsteht, wenn du mit dir in Frieden bist.
Und das ist das, was diese Menschen tun: diese Menschen picken sich den Menschen in ihrer Umgebung heraus, der mit sich selbst ein Problem hat, instinktiv, zielsicher, und auf den stürzen sie sich – damit der lernt, sich zu lieben. Und es ist ganz erstaunlich, was geschieht, wenn du beginnst, damit Frieden zu schließen, wie du wirklich bist – nicht, wie du sein solltest oder wie du gerne wärst. Ich erinnere mich noch gut, wie ich vor jetzt fast 26 Jahren zu meinem Meister Soham kam und dann Teil seines Teams wurde.
Damals wusste ich nicht, wie ich bin. Ich weiß noch nicht einmal, ob ich dachte, ich sei gut. Ich weiß nur: ich dachte, ich müsse gut sein. Ich habe mir die größte Mühe gegeben und ich wollte überall mithelfen und wollte alles richtig machen, und ich habe so viele Fehler gemacht, und vor allen Dingen kannte ich meine eigenen Grenzen und meine eigenen Schwächen nicht. Und das hat es allen Menschen um mich herum schwer gemacht.
Und das ist das, was diese Menschen tun: diese Menschen picken sich den Menschen in ihrer Umgebung heraus, der mit sich selbst ein Problem hat, instinktiv, zielsicher, und auf den stürzen sie sich – damit der lernt, sich zu lieben.
Link zum Zitat im Video bei 30m17s
Aber dann hat Soham begonnen, mir beizubringen, wie man mit sich selbst in Frieden ist. Er hat mir nicht beigebracht, besser zu werden, so zu werden, damit ich dann richtig bin und mit mir in Frieden sein kann. Nein – er hat mir beigebracht, mich so zu lieben, wie ich jetzt bin. Ich bin immer noch so wie damals. Ich habe mich nicht verändert. Ich mache immer noch Fehler.
Im Gegenteil: ist es schlimmer geworden. Ich bin langsamer geworden. Ich mache immer noch Fehler oder noch mehr als damals. Aber es gibt einen enormen Unterschied: ich kenne mich besser, ich kenne meine Grenzen, und ich zeige den anderen Menschen genau, wie ich bin. Die wissen genau, woran sie sind. Und das macht es allen leichter. Also nimm es nicht persönlich, was dein Chef da tut.
Aber dann hat Soham begonnen, mir beizubringen, wie man mit sich selbst in Frieden ist. Er hat mir nicht beigebracht, besser zu werden, so zu werden, damit ich dann richtig bin und mit mir in Frieden sein kann. Nein – er hat mir beigebracht, mich so zu lieben, wie ich jetzt bin.
Link zum Zitat im Video bei 31m55s
Der kann nichts dafür. Es gibt Charaktere, wie ein Beisshund, die spüren genau, wo sie hin müssen, um jemandem Angst einzujagen. So sind sie. Aber wenn du mit dir in Frieden kommst, dann entwaffnest du ihn.
Ich sagte dir ja: ich habe früher alles falsch gemacht, heute auch, aber ich habe das dann damals erlebt... Irgendwann hat mich einmal jemand beschimpft und hat gesagt: „Das ist doch Kacke. Wegen dir ist es so und so und so schief gegangen." Und ich konnte einfach sagen: „Ja. Ja, so bin ich. Ich gebe mein Bestes, aber ich bin so.” Es gab kein Problem.
Das ist Freiheit. Angestellte, die das können, die sind wirklich wertvoll. Aber ob der Chef dich behalten will oder nicht, spielt überhaupt gar keine Rolle. Es gibt genug Chefs, die dich schätzen. Keine Sorge.
Gott kann nur helfen, wenn du ihn lässt
Link zum Thema im Video bei 35m18s
Und noch etwas möchte ich dir gerne sagen. Du hast erwähnt, dass du das an Swamiji abgegeben hast, und ich möchte dir gerne sagen, was das bedeutet.
Wenn du etwas an Gott abgibst, dann heißt das: du hast es hergegeben. Es ist nicht mehr dein Problem. Du brauchst dich nicht darum kümmern. Gott wird sich darum kümmern. Das kann er aber nur, wenn du ihn lässt. Wenn du jetzt wieder an das Problem denkst und darüber nachgrübelst und dir Sorgen machst, dann ist es, als würdest du zu Swamiji rennen und sagen: "Hey, gib mir mein Problem wieder, ich will es doch selbst haben."
Wenn du etwas an Gott abgibst, dann heißt das: du hast es hergegeben. Es ist nicht mehr dein Problem. Er wird sich darum kümmern. Das kann er aber nur, wenn du ihn lässt. Wenn du jetzt wieder an das Problem denkst und dir Sorgen machst, dann ist es, als würdest du sagen: "Hey, gib mir mein Problem wieder, ich will es doch selbst haben."
Link zum Zitat im Video bei 35m35s
So funktioniert das nicht. Wenn du das an Swamiji abgibst, wenn du das an Gott abgibst, dann vergiss es. Vergiss, was geschehen ist, vergiss, dass du ein Problem hattest, und gehe hin, als gäbe es kein Problem. Es ist nicht mehr deins. Und wenn der Chef Probleme macht, dann kannst du einfach innerlich sagen: „Ja, Swamiji, hier, davon spreche ich... hier, mach was.
Es geht mich nichts mehr an. Ich gebe mein Bestes. Den Rest musst du machen.” Sonst kann sich Gott nicht darum kümmern. So mache ich das jeden Tag – auch vor jedem Satsang. Ich weiß nicht, wie das hier funktioniert. Ich weiß nicht, wie die Worte hier aus dem Mund kommen. Ich habe keine Ahnung, wie das funktionieren soll. Aber vor dem Satsang gebe ich mich hin, und ich sage: "Hey Gott, ich habe nichts damit zu tun. Das ist deine Baustelle. Tu was. Und wenn es nicht gut wird, dann beschwere dich nicht bei mir." Und so kannst du das machen, wenn du morgen wieder ins Büro gehst.
Wenn du es an Gott abgibst, dann vergiss, was geschehen ist und dass du ein Problem hattest, und gehe hin, als gäbe es kein Problem. Es ist nicht mehr deins. Und wenn der Chef Probleme macht, dann sage innerlich: „Gott, mach was. Es geht mich nichts mehr an. Ich gebe mein Bestes. Den Rest musst du machen.” Sonst kann Gott sich nicht darum kümmern.
Link zum Zitat im Video bei 36m19s
Bevor du ins Büro gehst, morgens beim Meditieren, nach dem Meditieren, sprichst du zu Swamiji: „Hey, denk dran, denk dran: das ist deine Angelegenheit heute. Ich habe damit nichts mehr zu tun. Komm mit.” Ich lebe so.
Danke, Sven. Danke fürs Schreiben. Ich bin bei dir.
Der Verstand weiß nichts über Hingabe
Link zum Thema im Video bei 38m24s
Simone, magst du fortfahren?
[Simone:] Sehr gerne. Die nächste Frage ist von Nils.
[Dhyan Mikael:] Nils, guten Abend. Ich freue mich, dass du da bist. Hallo.
[Simone:] „Ramana sagte einmal etwas wie: Was im Leben passieren soll, wird passieren, was nicht passieren soll, wird auch nicht passieren. Du sagst oft Sätze wie: ich entscheide nichts; ich lasse das Leben entscheiden. Ich weiß, das ist pure Hingabe. Es klingt irgendwie aber auch deterministisch. Wenn ich in mich hineinspüre, fühlt sich diese Vorstellung eines starren, festgelegten Lebens grundlegend falsch an. Ich habe keine Ahnung, wieso, aber ich spüre bei der Aussage, der Mensch ist frei, der Mensch ist völlig frei: so ist es. Das ist die Wahrheit. Könntest du dazu bitte etwas sagen?”
[Dhyan Mikael:] Oh, sehr, sehr gerne. Danke, Nils für diese schöne Frage.
[Simone:] Es kommt noch eine zweite.
[Dhyan Mikael:] Ist die direkt damit in Zusammenhang, oder beantworte ich die lieber extra?
[Simone:] Soll ich sie vorlesen?
[Dhyan Mikael:] Nein, lass mich mal reden, sonst vergesse ich wieder alles.
Ramana Maharshi sagte: „Das, was geschehen soll, wird geschehen, ganz gleich wie sehr du versuchst, es zu verhindern.
Das, was nicht geschehen soll, wird nicht geschehen, ganz gleich wie sehr du dich darum bemühst.” Und das ist überhaupt nicht deterministisch. Wenn man das vom Verstand aus, aus der Nicht-Hingabe, betrachtet, dann fühlt es sich schrecklich an.
Wir stellen uns Freiheit vor als die Möglichkeit, zu tun und zu lassen, was ich will. Das ist die Vorstellung von Freiheit, die aus dem Verstand kommt. Purer Stress, pure Angst bedeutet das, wenn du ehrlich bist – denn diese Art von Freiheit heißt: du musst dich um alles kümmern, du musst alles können, alles hängt von dir ab. Wir wollen die Schokoladenseite dieser Freiheit, aber nicht die Wirklichkeit. Aber in Wirklichkeit ist das Leben ganz anders.
Wir stellen uns Freiheit vor als die Möglichkeit, zu tun und zu lassen, was ich will. Das ist die Vorstellung von Freiheit, die aus dem Verstand kommt. Purer Stress, pure Angst bedeutet das, wenn du ehrlich bist – denn diese Art von Freiheit heißt: du musst dich um alles kümmern, du musst alles können, alles hängt von dir ab.
Link zum Zitat im Video bei 40m18s
Wenn der Verstand solche Sachen sagt, wie du sie gerade ausgedrückt hast, dann stellt er sich vor – obwohl der Verstand natürlich überhaupt nichts über Hingabe weiß –, dass man dasitzt, machtlos und unbeteiligt, und das Leben passiert einfach, als hätte es mit einem nichts zu tun. Aber so ist es nicht.
Wenn der Verstand solche Sachen sagt, wie du sie gerade ausgedrückt hast, dann stellt er sich vor – obwohl der Verstand natürlich überhaupt nichts über Hingabe weiß –, dass man dasitzt, machtlos und unbeteiligt, und das Leben passiert einfach, als hätte es mit einem nichts zu tun. Aber so ist es nicht.
Link zum Zitat im Video bei 41m19s
Bist du als Kind einmal Achterbahn gefahren? Erinnerst du dich, wie aufregend das war? Wie lebendig du dich gefühlt hast? So ist das Leben mit Hingabe. Du bist mittendrin in einem Fluss, der dich überall hinträgt. Du musst dich um nichts kümmern. Du brauchst noch nicht einmal ein Ticket für die Achterbahn kaufen. Es ist alles umsonst. Du erlebst alles: alle Höhen, alle Tiefen. Du kommst in alle Winkel des Lebens.
Du musst dich nur hingeben – dann lernst du das Leben kennen, in seiner Unendlichkeit und seiner Tiefe und seiner Unvorstellbarkeit. Der Verstand ist so klein und hat eine so winzige Vorstellung vom Leben. Dann sitzt einer da wie Ramana Maharshi, der sich, nachdem er dort in Tiruvannamalai angekommen war, sein Leben lang nie wieder irgendwo anders hinbewegt hat, sitzt immer auf dem gleichen Sofa, und tut fast nichts. Der hat das aufregendste und abenteuerlichste Leben, das man sich nur vorstellen kann.
Bist du als Kind Achterbahn gefahren? Erinnerst du dich, wie aufregend das war? So ist das Leben mit Hingabe. Du bist mittendrin in einem Fluss, der dich überall hinträgt und erlebst alles: alle Höhen, alle Tiefen. Du kommst in alle Winkel des Lebens. Du musst dich nur hingeben – dann lernst du das Leben kennen, in seiner Unendlichkeit, Tiefe und Unvorstellbarkeit.
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Du kannst überhaupt erst anfangen zu leben, wenn du gelernt hast, dich hinzugeben. Alles davor ist kein Leben – aber das muss man selbst entdecken. Deswegen gebe ich Satsang: um dir ein Gefühl dafür zu geben, damit du es irgendwann einmal wagst, deinen großen Zeh auch da hineinzustecken.
Du kannst überhaupt erst anfangen zu leben, wenn du gelernt hast, dich hinzugeben. Alles davor ist kein Leben – aber das muss man selbst entdecken. Deswegen gebe ich Satsang: um dir ein Gefühl dafür zu geben, damit du es irgendwann einmal wagst, deinen großen Zeh auch da hineinzustecken.
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Der Verstand weiß nichts über Hingabe. Er weiß nichts über das Leben. Er weiß nichts über die Wahrheit. Wir wissen überhaupt nichts. Vergiss alles, was du je gewusst hast. Du musst alles neu entdecken. Du musst beginnen wie ein richtig guter Wissenschaftler: der muss all sein seine Meinungen beiseitelassen und beginnen zu schauen, was wirklich ist.
Der Verstand weiß nichts über Hingabe und das Leben, nichts über die Wahrheit. Wir wissen überhaupt nichts. Vergiss alles, was du je gewusst hast. Du musst alles neu entdecken. Du musst beginnen wie ein richtig guter Wissenschaftler: der muss all sein seine Meinungen beiseitelassen und beginnen zu schauen, was wirklich ist.
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Ein Wissenschaftler kann nur dann gut sein, wenn er nichts erwartet, sondern unvoreingenommen schaut, was ist. Damit müssen wir anfangen. Dazu lade ich dich ein. Meditiere einfach. Der Rest geschieht – von selbst, auf die erstaunlichste Art und Weise. Ich tue nichts außer meditieren. Ich will nichts. Ich brauche keine Freiheit. Wozu? Ich habe alles, und mein Leben wird immer abenteuerlicher und immer spannender und immer reicher und immer tiefer. Ich kann es gar nicht fassen.
Ein Wissenschaftler kann nur dann gut sein, wenn er nichts erwartet, sondern unvoreingenommen schaut, was ist. Damit müssen wir anfangen. Dazu lade ich dich ein. Meditiere einfach. Der Rest geschieht – von selbst, auf die erstaunlichste Art und Weise.
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Alleine in den letzten sechs Wochen oder in den letzten zwei Monaten... Ich habe das Gefühl, mein Leben explodiert – aber nicht, weil ich Freiheit habe. Ich bin Freiheit, ich bin Leben. Aber das muss man selbst entdecken. Der Weg dahin ist die Meditation – und Geduld. Ich betone das immer wieder, weil wir in einer Zeit leben, wo angeblich alles so schnell geht. Nichts geht schnell. Das ist alles gelogen, aber alle glauben das so gern. Und ich sage so gern die unbequeme Wahrheit, dass es ein kleines bisschen dauert.
Ich tue nichts außer meditieren. Ich brauche keine Freiheit. Wozu? Ich habe alles, und mein Leben wird immer abenteuerlicher und immer spannender, reicher und tiefer. Mein Leben explodiert – aber nicht, weil ich Freiheit habe. Ich bin Freiheit, ich bin Leben. Aber das muss man selbst entdecken. Der Weg dahin ist die Meditation – und Geduld.
Link zum Zitat im Video bei 45m08s
Aber es lohnt sich.
Wir leben in einer Zeit, in der angeblich alles so schnell geht. Nichts geht schnell. Das ist alles gelogen, aber alle glauben das so gern. Und ich sage so gern die unbequeme Wahrheit, dass es ein kleines bisschen dauert. Aber es lohnt sich.
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Werde still – und das praktische Leben lebt sich von selbst
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Simone, du sagtest, da sei noch eine zweite Frage.
[Simone:] Ja, genau. Und zwar: „Wo im Leben kommt es wirklich auf mich an? Wo ist meine Entscheidung gefragt? Was sind die Hausaufgaben, die wir zu machen haben – also ganz auf der praktischen, menschlichen Ebene, nicht auf der Seelenebene.” Danke. Danke für die gute Frage. Das ist das Einzige, was mich immer interessiert: das Praktische: „Wie lebt man denn? Wie bitteschön soll ich leben – ganz praktisch?” Und darüber rede ich so gern.
Weißt du, es ist nicht... Wenn ich sage, „ich treffe keine Entscheidungen”, dann heißt das nicht, dass ich nichts tue. Das heißt nicht, dass ich jeden Tag das gleiche mache seit 40 Jahren. Das heißt, dass ich mich von etwas leiten lasse, was nicht meine Kontrolle unterliegt: meine Energie, meine Freude, meine Neugier. Vielleicht kennst du das. Es gibt wie zwei Seelen in deiner Brust.
Die eine Seele, die wohnt hier oben: da weißt du, was du tun solltest, du weißt, was du tun möchtest, du weißt, was du nicht tun solltest, und auch, was du nicht tun möchtest... all diese Sachen. Du weißt, was morgen dran ist. Aber dann gibt's da diese andere Seele in dir, und die hat manchmal ganz eigene Vorstellungen. Und dann beginnst du den Tag und du weißt, was du jetzt tun wills.
oder tun solltest, und dann gehst du los, aber tust etwas ganz anderes. Wenn ich sage, „ich treffe keine Entscheidungen”, dann meine ich, dass ich immer stiller werde, und dann ist es, als ob eine Kraft, die aus mir kommt, aber die nicht meiner Kontrolle unterliegt, die ich nicht verstehe, die ich nicht vorhersagen kann, mich führt, mit sicherem Instinkt. Und dann kann es sein, dass es Dinge gibt, die ich unbedingt machen will, aber ich merke: nein, das ist es überhaupt nicht dran.
Ich mache jetzt etwas ganz anderes, etwas, was ich gar nicht will, was vielleicht langweilig ist, aber es ist dran. Du spürst es einfach. Manchmal willst du vernünftig sein, aber diese Kraft, die führt dich in eine Richtung, die total unvernünftig ist – aber sehr spannend, sehr aufregend. Aber über all diese Sachen braucht man sich keine Gedanken machen, weißt du?
Wenn ich sage, „ich treffe keine Entscheidungen”, dann meine ich, dass ich immer stiller werde, und dann ist es, als ob eine Kraft, die aus mir kommt, aber die nicht meiner Kontrolle unterliegt, die ich nicht verstehe, die ich nicht vorhersagen kann, mich führt, mit sicherem Instinkt.
Link zum Zitat im Video bei 49m01s
Wenn du meditierst, lernst du, deine Gedanken zu ignorieren – da kommen die Wünsche her, die Vorstellungen, die Ideen –, und du lernst, still zu sein, leer.
Und wenn du still bist und leer, dann kannst du diese Führung hören, von der ich spreche, und die macht deine Tage aufregend und produktiv, aber man kann es nicht verstehen.
Aber über all diese Sachen braucht man sich keine Gedanken machen. Wenn du meditierst, lernst du, deine Gedanken zu ignorieren, und du lernst, still zu sein, leer. Und wenn du still bist und leer, dann kannst du diese Führung hören, von der ich spreche, und die macht deine Tage aufregend und produktiv, aber man kann es nicht verstehen.
Link zum Zitat im Video bei 50m22s
Seit Anfang dieses Jahres habe ich so viel erlebt. Es war ja die Zeit des Anushthans, wo Swami 45 Tage in Tiefenmeditation war. Ich habe da auf meine Weise mitgemacht, obwohl ich mich nicht zurückgezogen habe und im Leben sehr tätig war. Aber ich bin in dieser Zeit so still geworden, und je stiller ich werde und je in mich gekehrter ich bin, desto mehr geschieht von selbst. Das ist unglaublich. Ich habe gerade so viel zu tun, weil so viele Dinge begonnen haben, von selbst...
Ich hätte mich das von selbst gar nie getraut. Ich erwähnte des Eingangs zu Beginn des Satsangs... ich arbeite jetzt an... Ich meine, ich habe ja wirklich auch so schon genug zu tun und komme kaum hinterher mit dem Beantworten von Fragen und komme kaum hinterher mit den nächsten Videos, aber es gibt so viel, um das man sich kümmern muss, und jetzt plötzlich fängt das alles an. Ich kümmere mich jetzt um eine bessere Kamera und den Ton habe ich komplett überarbeitet. Das wird man dann im nächsten Video hören.
Und mit dem Licht muss ich was machen und mit der Computertechnik, da ist schon längst was überfällig... Das hat jetzt alles von selbst angefangen – aber nicht, weil ich das geplant habe, nicht weil es vernünftig wäre – es ist total unvernünftig alles –, aber weil ich immer stiller geworden bin. Und dann kommt eine Kraft und Energie und eine Führung, und dann passieren die Dinge einfach, in alle Richtungen, und alles klappt, alles funktioniert, und man denkt: „Um Gottes Willen, was richte ich denn jetzt schon wieder an?” Aber irgendwie ist alles gut.
Davon spreche ich. Aber weißt du, das Entscheidende ist, dass man darüber eigentlich gar nicht sprechen kann. Das muss jeder selbst entdecken. Das Einzige, was ich tun kann, ist, über meine eigenen Erfahrungen damit zu sprechen, und irgendwas in dir regt sich dann und sagt: "Ja, ich weiß: genauso ist es."
Und dann erlebst du das selbst – erst im Kleinen, und dann immer mehr. Und dann weißt du, wie es wirklich funktioniert. Im Grunde musst du nur eins machen: meditieren. Das macht dich immer still, und dann gehen diese ganzen Dinge von selbst los. Das ist unvermeidlich.
Und dann, und das ist das Interessante: je stiller du wirst, je mehr du das Leben geschehen lässt, desto klarer siehst du, wie das Leben wirklich funktioniert, und desto klarer siehst du, dass das Leben schon immer gemacht hat, was es wollte. Ich sprach das Beispiel von dem Jungen in der Achterbahn an.
Dieser Junge glaubt, er steuert diese Achterbahn, und das ist unglaublich spannend und unglaublich aufregend, weil er auf keinen Fall Fehler machen darf. Und dann sehen wir: das Leben hat schon immer gemacht, was es wollte. Es hat uns schon immer getragen. Wir hatten nie etwas zu sagen. Aber je mehr wir uns einfach dem hingeben, desto leichter wird alles und desto schöner und desto spannender.
Es ist unglaublich. Zurzeit gehe ich morgens jeden Tag in die Küche und sage zu meiner Partnerin: „Wie ist das nur möglich, dass wir das erleben dürfen? Unglaublich.” Dazu lade ich dich ein: das zu entdecken. Und ich meine das ganz praktisch... Du fragst: wie lebt man praktisch? Ja! Ich rede von den praktischen Dingen. Ich bin überhaupt nicht spirituell.
Und dann sehen wir: das Leben hat schon immer gemacht, was es wollte. Es hat uns schon immer getragen. Wir hatten nie etwas zu sagen. Aber je mehr wir uns einfach dem hingeben, desto leichter wird alles und desto schöner und desto spannender. Es ist unglaublich.
Link zum Zitat im Video bei 54m39s
Ich arbeite den ganzen Tag, und zwar gerne. Und je mehr ich einfach so bin, wie ich bin, je mehr ich lerne, still zu sein und meine Gedanken zu ignorieren, desto erstaunlicher wird das praktische Leben in der Welt, das Leben mit mir selbst und das Leben mit Gott – alles gleichzeitig. Danke, Nils. Ich freue mich sehr, dass du da bist.
Je mehr ich einfach so bin, wie ich bin, je mehr ich lerne, still zu sein und meine Gedanken zu ignorieren, desto erstaunlicher wird das praktische Leben in der Welt, das Leben mit mir selbst und das Leben mit Gott – alles gleichzeitig.
Link zum Zitat im Video bei 55m48s
Es gibt nichts Entspannenderes als Meditation
Link zum Thema im Video bei 56m33s
Simone, bitte...
[Simone:] Die nächste Frage ist von Rita.
[Dhyan Mikael:] Rita, guten Abend. Hallo. Schön, dass du da bist. Ich freue mich sehr.
[Simone:] „Hallo Mikael. Was ist der Unterschied zwischen Meditieren und Entspannen? Lieben Dank für deine Antwort.” Ich weiß nicht, ob es da einen Unterschied gibt. Wenn du dich hinsetzt und an nichts denkst und einfach entspannst und einfach hier bist und dich für eine halbe Stunde um nichts anderes kümmerst, als einfach nur zu entspannen... ja.
Wenn du eine halbe Stunde lang sagst: „Okay, jetzt kann mich die Welt mal, ich entspanne jetzt. Meine Gedanken können mich jetzt mal, das Telefon kann mich mal, ich entspanne jetzt und bin einfach nur hier. Ich höre auf niemanden, eine halbe Stunde lang, auch nicht auf meine Gedanken” – dann meditierst du. Es gibt nichts Entspannenderes als Meditation.
Wenn du dich hinsetzt und sagst: „Die Welt kann mich mal, ich entspanne jetzt. Meine Gedanken können mich mal, das Telefon kann mich mal, ich entspanne und bin einfach nur hier. Ich höre auf niemanden, eine halbe Stunde lang, auch nicht auf meine Gedanken” – dann meditierst du. Es gibt nichts Entspannenderes als Meditation.
Link zum Zitat im Video bei 57m09s
Je länger ich meditiere... also ich meine nicht, je länger an einem Tag, sondern mit den Jahren, die ich schon meditiere, sind all diese Rituale aus meinem Leben verschwunden, die ich früher hatte, um mich zu entspannen und um es mir gut gehen zu lassen. Ich gehe nicht mehr abends aus, um es schön zu haben.
Ich gehe nicht mehr ins Kino. Ich gehe nicht mehr in die Sauna. Es gibt nichts Besseres, als sich hinzusetzen und zu meditieren. Und das ist die Super-Ultra-Entspannung; die geht durch alle Chakren, durch alle Ebenen, und es gibt einfach nichts Besseres. Danke, Rita. Wie schön, dass du da bist.
Bevor du irgendetwas tust, schließe Frieden mit dir
Link zum Thema im Video bei 59m17s
Bitte... Simone, falls du etwas sagst: ich höre dich nicht. Entschuldigung.
[Simone:] Die nächste Frage ist von Franziska.
[Dhyan Mikael:] Franziska, hallo. Guten Abend.
[Simone:] „Lieber Michael, ich habe auch eine Frage zu meiner Arbeitssituation.
Ich hatte in meinem Vorstellungsgespräch klar gesagt, dass ich einen Nettostundenlohn von 15 € möchte. Mein Chef hat mir zugesichert, dass ich durch das 13. Gehalt und Abfertigung auf diesen Betrag komme. Während der 6 Monate habe ich immer wieder nachgefragt und er hat mir jedes Mal bestätigt, dass alles passen wird.
Jetzt, nach meinem letzten Gehalt, merke ich, dass mir etwa ein ganzer Monatslohn fehlt, um auf den vereinbarten Betrag zu kommen. Ich habe ihm geschrieben und um ein Gespräch gebeten, aber er reagiert nicht. Ich fühle mich enttäuscht und nicht ernst genommen, weil ich ihm vertraut habe.
Gleichzeitig bin ich hin und hergerissen. Ein Teil von mir will mein Geld einfordern und ihn einfach nicht durchkommen lassen, während ein anderer Teil unsicher ist, ob ich weiter Druck machen oder die Sache lieber loslassen soll. Kannst du mir etwas dazu sagen? Danke.”
[Dhyan Mikael:] Danke. Danke für deine Frage.
Ja, so lernen wir, auf uns aufzupassen. Das sind die Lektionen, die wir im Leben lernen. Und das ist eine gute Lektion. Das wird dir bei deiner nächsten Arbeitsstelle nicht passieren.
Natürlich sage ich dir auch genau das gleiche wie dem Sven vorhin.
Schließe in allererster Linie einmal Frieden mit dir selbst und mit deinen Gefühlen, bevor du mit deinem Chef sprichst oder irgendwas anderes machst. Setze dich hin und meditiere, morgens eine halbe Stunde, jeden Tag, und tu nichts, bevor du nicht in Frieden mit dir bist. Ich meine, du gehst zur Arbeit, du lebst dein Leben weiter, ja... Aber versuche nicht, irgendwelche Probleme zu lösen oder irgendwas zu ändern.
Komme erst in Frieden mit dir selbst. Und wenn du das getan hast, dann schau, was dann noch zu tun ist. Wenn du in Frieden gekommen bist mit deinen Gefühlen und mit dir selbst, damit, wie du bist, damit, was du nicht richtig gemacht hast, damit, was dein Chef nicht richtig gemacht hast... Wenn du mit all dem in Frieden bist, dann wirst du klar sehen, was zu tun ist.
Schließe erst Frieden mit dir und deinen Gefühlen, bevor du etwas anderes machst. Setze dich hin und meditiere und tu nichts, bevor du nicht in Frieden mit dir bist. Natürlich gehst du zur Arbeit, du lebst dein Leben weiter – aber versuche nicht, Probleme zu lösen oder etwas zu ändern. Komme erst in Frieden – dann schau, was dann noch zu tun ist.
Link zum Zitat im Video bei 1h01m31s
Das verspreche ich dir. So funktioniert es. Ich könnte jetzt irgendwelche klugen Tipps geben, aber das wird dir alles nichts nützen. Es wird alles nicht funktionieren, solange du nicht Klarheit in dir drin hast, Frieden, und Stille. Aber wenn du damit anfängst, in Frieden zu kommen mit dir selbst, dann brauchst du die Tipps nicht, weil sich das dann alles dir selbst darlegt, ganz offensichtlich: das, was für dich in deiner Situation, für Franziska, das Richtige ist.
Ich könnte jetzt kluge Tipps geben, aber das wird alles nicht funktionieren, solange du nicht Klarheit in dir drin hast, Frieden, und Stille. Aber wenn du damit anfängst, in Frieden zu kommen mit dir selbst, dann brauchst du die Tipps nicht, weil sich dir das dann alles selbst darlegt, ganz offensichtlich: das, was für dich in deiner Situation das Richtige ist.
Link zum Zitat im Video bei 1h02m47s
Ja, und dann, wenn du damit in Frieden gekommen bist, dann wirst du sehen, was du tun magst.
Hast du irgendeine Art Arbeitsvertrag? Vielleicht magst du dich an einen Rechtsanwalt wenden, oder ich weiß nicht an wen... da gibt es sicher auch irgendwelche Vereine, die einem da helfen können. Einfach schauen, was geht, oder du sagst ihm einfach: „Hören Sie mal, ich arbeite gerne hier, aber ich habe keine Lust, mich übers Ohr hauen zu lassen. Entweder sie tun jetzt das, was sie zugesagt haben, oder wir sehen uns vor Gericht und ich suche mir jetzt einen anderen Job.” Und das kannst du nur tun, wenn du in Frieden mit dir bist: wenn du frei bist.
Beim nächsten Job, wenn du den anfängst und du auf deinem ersten Gehaltszettel siehst, dass da keine 15 € pro Stunde stehen, dann kannst du sofort zum Chef gehen und sagen: ”Hören Sie mal, hier stimmt etwas nicht. Ich warte nicht bis Weihnachten. Ich will jetzt 15 €.” Weißt du, ich verstehe das so gut. Ich war früher ein sehr unklarer Mensch, weil ich Angst hatte. Ich hatte Angst vor Konfrontation. Ich hatte Angst vor Disharmonie. Ich hatte Angst davor, dass mich jemand nicht mag.
Deswegen habe ich die Dinge nie klar angesprochen, aber dann, mit den Jahren – das hat eine Weile gedauert –, habe ich Frieden geschlossen mit diesen Gefühlen, mit dieser Unsicherheit, mit dieser inneren Schwäche, mit dieser Angst vor Konflikt, mit all diesen Dingen, ganz allmählich.
Und in dem Maße, wie ich Frieden geschlossen habe mit mir, fiel mir es dann immer leichter, Klarheit zu haben, weil ich dann hingucken konnte und keine Angst mehr hatte. Und dann ergeben sich die praktischen Sachen von selbst. Das eigentliche Problem, die eigentliche Herausforderung, ist, wie wir mit uns selbst sind.
Und wenn wir in uns unklar sind und Schwierigkeiten haben mit uns selbst, dann gibt es im äußeren Leben überall Probleme. Und wenn wir mit uns selbst innerlich klar werden, in Frieden kommen und uns einfach so nehmen, wie wir sind, dann wird das alles einfacher. Und wenn ich jetzt mit jemandem eine Vereinbarung treffe für irgendeine Arbeit, für irgendeinen Job – das habe ich jetzt gerade erst vorgestern wieder gemacht... Ich weiß ganz genau, was ich will, und ich weiß ganz genau, was ich brauche, und ich weiß ganz genau, was für mich überhaupt nicht geht, und dann mache ich das so aus.
Und wenn ich dann da hinkomme, um den Job zu machen, und es ist irgendwie anders, dann sage ich: „Hören Sie mal, so kann ich nicht arbeiten. Tut mir leid.” Das hätte ich früher nicht können. Aber jetzt bin ich frei – weil ich mit mir selbst in Frieden bin. Der Weg dahin ist das Meditieren, jeden Tag. Das ist nichts, was man von heute auf morgen lernt. Aber diese Krise, die du gerade erlebst mit deinem Chef, die motiviert dich dazu. Ich empfehle dir folgendes. Das Geld, was du was dir jetzt fehlt, nimm dieses Geld als Lehrgeld.
Das eigentliche Problem ist, wie wir mit uns selbst sind. Wenn wir in uns unklar sind und Schwierigkeiten haben mit uns selbst, dann gibt es im äußeren Leben überall Probleme. Und wenn wir mit uns selbst innerlich klar werden, in Frieden kommen und uns einfach so nehmen, wie wir sind, dann wird das alles einfacher.
Link zum Zitat im Video bei 1h05m52s
Das solltest du tun, um dich selbst zu entlasten. Du sagst: „Okay, das Geld habe ich nicht bekommen, das ist weg. Das habe ich investiert in mein Lernen.” Und das lohnt sich, glaub mir. Und wenn du das so machst, dann brauchst du dir keine Vorwürfe machen. Du brauchst nicht denken: „Ah, was war ich doof!” Und es wird dir helfen, ganz klar hinzuschauen, was du jetzt machst.
Komm in Frieden mit dir selbst – und ob du dann das Geld von deinem Chef wiederhaben willst oder nicht, das kannst du dann sehen – aber dann bist du frei, weißt du? Dann setzt du dich selbst nicht unnötig unter Druck, denn das ist nicht hilfreich, und es macht auch keinen Spaß.
Aber wenn du mit dir selbst in Frieden gekommen bist, mit deiner Angst, auch mit der Angst vor Jobverlust, mit der Angst, nicht genug Geld zu haben, dann wirst du frei. Dann bist du wirklich frei, und dann kannst du machen, was du willst. Du kannst kündigen; oder du kannst zum Chef gehen und sagen, „Hören Sie mal, was glauben Sie denn, wer sie sind?
Das können Sie vielleicht mit den anderen machen, aber nicht mit mir. Wenn das Geld in einer Woche nicht auf dem Konto ist, dann können sie was erleben.” Oder du vergisst es einfach, weil du den Ärger nicht haben willst. Du bist frei. Fang damit an, da drin.
Und das funktioniert, glaub mir. Ich habe es erlebt; immer wieder. Danke, Franziska.
Erinnerungen – das Fundament des Egos
Link zum Thema im Video bei 1h10m08s
Ich will einmal schauen, ob ich hier noch eine E-Mail vorlesen möchte.
„Ich habe aktuell eine Frage, die mich sehr beschäftigt, und die Antwort, die ich für mich daraufhin gefunden habe, lässt mich nicht mehr los. Ich weiß nicht, an wen ich mich sonst wenden könnte.
Mein Vater ist letztes Jahr mit 92 Jahren an Organversagen gestorben. Er hatte seit 10 Jahren eine Demenz, vaskulär bedingt und Alzheimer. Die Anfangsjahre bis zum Ausbruch der Krankheit waren furchtbar, leidvoll und einfach für ihn und auch für uns als Kinder grausam.
Für einen gesunden Mann, der 1932 geboren wurde und immer gearbeitet hat, geheiratet, Haus gebaut, vier Kinder hatte und auch sonst ein recht positives, strenges und gestandenes Leben mit allem Drum und Dran hatte, was es ein sehr trauriges Schicksal, dass er diese Krankheit bekommen hatte. Als nach fünf Jahren die Demenz endgültig bei ihm ausgebrochen war, zeigte er so langsam einen anderen Charakter.
Er wurde liebevoller, weicher, gütiger, freundlicher, und wirkte nicht mehr so hart, wie er sich früher manchmal zeigte. Zwar wusste er rein gar nichts mehr und hat uns Kinder auch nicht mehr erkannt, aber wir hatten das Gefühl, dass er jetzt sein wahres Wesen zeigt. Jetzt meine Frage: kann es sein, dass sich das Ego aufgelöst hat? Ist das die Krankheit 'Demenz' oder 'Alzheimer' – dass sich das Ego auflöst?
Mit anderen Worten, dann gibt es diese medizinischen Krankheiten gar nicht, sondern es ist ein natürlicher Prozess, dass sich das Sein offenbart und sich das Ego auflöst, was man ja viel bei älteren Leuten mit dieser Diagnose beobachten kann. Dann hätte diese furchtbare Krankheit auch einen Sinn. Könntest du mir dazu deine Meinung einmal mitteilen? Ich werde ja verrückt, dass ich darauf keine klare Antwort bekomme.” Ich danke dir für deine Frage. Es ist so... Das Ego besteht aus dem Bild, das wir uns von uns selbst und vom Leben machen.
Wir kennen uns selbst nicht, und wir wissen auch nichts vom Leben. Wir sehen nur das Bild, was wir uns davon machen. Wir bilden uns eine Meinung über uns selbst und über das Leben und über andere Leute. Und mit dieser Meinung leben wir dann. Das ist Ego. Und das Ego besteht aus Gedanken. Das Ego besteht aus Gedanken, Wünschen und Abneigungen. Und wenn ein Mensch dement wird oder Alzheimer hat, dann wird diese Hirnfunktion gestört. Die Erinnerungen verschwinden, auf denen das Ego beruht.
Das Ego besteht aus dem Bild, das wir uns von uns selbst und vom Leben machen. Wir kennen uns selbst nicht und wissen auch nichts vom Leben. Wir sehen nur das Bild, was wir uns davon machen. Wir bilden uns eine Meinung über uns selbst, das Leben und andere Leute, und mit dieser Meinung leben wir dann. Das ist Ego.
Link zum Zitat im Video bei 1h12m35s
Dieses Bild, das wir uns machen, beruht auf Erinnerungen. Die Gedanken, die wir uns machen, beruhen ausschließlich auf Erinnerungen, und die projizieren wir dann in die Zukunft. Das sind dann die sogenannten Wünsche und Träume. Und das funktioniert nicht mehr bei dementen Menschen. Die Erinnerungen verschwinden – und damit die Basis des Egos.
Die Menschen werden nicht deswegen egolos, weil ihr Wesen so stark geworden ist, dass sie die Gedanken ignorieren können, sondern die Maschine, der Körper, funktioniert nicht mehr.
Es ist also nicht notwendig, dement zu werden, um erleuchtet zu sein. Aber was du beobachtet hast, habe auch ich einmal beobachtet. Ich war vor vielen Jahren verheiratet mit einer wunderschönen Frau, und ihr Großvater, der wurde dement. Und das war auch ein Mann, der war sehr streng und sehr geradlinig. Der hat die Familie echt immer auf Spur gehalten. Vor dem hatten alle Angst. Dann wurde der Kerl dement... und der wurde so süß, wie ein Kind...
der hat sich die ganze Zeit gefreut. Du bist ins Zimmer hereingekommen... der hat sich gefreut über Besuch. Dann bist du hinausgegangen, aufs Klo, bist wiedergekommen, und der hat sich wieder gefreut, als hätte er dich noch nie gesehen. Der war einfach total umgänglich – weil die Erinnerung weg war. All die Bilder, die Meinungen, die man über alles hat, war weg, und der lebte einfach im Moment – weil er nicht anders konnte.
Da wird alles einfacher. Und das können wir lernen, auch ohne dement zu werden. Wenn du lernst, während du ganz bei Sinnen bist, ganz klar, bei vollem Bewusstsein, mit all deiner Kapazität, trotzdem nicht in Gedanken zu leben, sondern zu lernen, die Gedanken zu ignorieren und zu entdecken, was dann ist, dann entdeckst du ein neues Leben.
Dann beginnst du, ohne Ego zu leben. Dann beginnst du, zu leben, ohne zu wissen, wer du bist: du hast keine Vergangenheit mehr, und keine Zukunft – aber du hast Leben, in Hülle und Fülle. Du hast keine Vergangenheit mehr, keine Zukunft, du weißt nicht, wer du bist, aber alles funktioniert. Es ist einfach schön – und man wird umgänglicher, manchmal, manche Leute – auch ohne Demenz.
Das Leiden, was du angesprochen hast, das ist der Kampf des Egos. Menschen, die nicht gelernt haben, sich hinzugeben, für die ist es entsetzlich, wenn sie diese scheinbare Kontrolle über sich selbst und über das Leben und über die Welt, die es natürlich in Wirklichkeit gar nicht gibt, wenn die ihnen entrissen wird. Das, was da das Leid verursacht, ist nicht die Demenz, sondern das Ego, das nicht aufgeben will.
Aber der Körper wird immer dementer, und es wird ihm sozusagen aufgezwungen, dieses Loslassen, und es tut ein paar Jahre sehr weh. Aber im Grunde geht ein Mensch, der beginnt, zu meditieren, durch den gleichen Prozess durch – nur freiwillig, langsam, immer so, wie er gerade dafür bereit ist. Und deswegen ist es schmerzlos. Es ist oft unangenehm – etwas löst sich ganz allmählich auf, aber so allmählich und so natürlich und so langsam, dass man da gut durchkommt.
Aber Swamiji sagt immer wieder: es ist wichtig, dass dieser Prozess ganz langsam geht. Während wir lernen, loszulassen, wächst eine neue Kraft in uns. Die wird immer stärker. Und je mehr diese Kraft in uns wächst, diese Verbindung zu unserer Seele, desto mehr können wir loslassen. Und wenn wir mehr loslassen können, dann wächst diese Kraft weiter. Und je mehr diese Kraft wächst, desto mehr können wir dann weiter loslassen. Und so werden wir immer größer, innerlich. Ein dementer Mensch hat das nie gelernt. Da wächst keine Kraft.
Während wir lernen, loszulassen, wächst eine neue Kraft in uns, und je mehr sie wächst, diese Verbindung zu unserer Seele, desto mehr können wir loslassen. Und wenn wir mehr loslassen können, wächst diese Kraft weiter. Und je mehr diese Kraft wächst, desto mehr können wir loslassen. So werden wir innerlich immer größer.
Link zum Zitat im Video bei 1h19m53s
Aber ihm wird das Loslassen aufgezwungen, ohne dass diese Kraft gewachsen ist. Das ist hart.
Danke für deinen Brief. Danke, dass du geschrieben hast. Ich freue mich, dass ich dazu etwas sagen durfte.
Stille, die immer da ist
Link zum Thema im Video bei 1h21m02s
Simone, magst du fortfahren?
[Simone:] Ja, gerne. Ich habe noch drei Fragen.
[Dhyan Mikael:] Ja, wie schön. Wir haben noch ein paar Minuten...
[Simone:] Die nächste Frage ist von Manuela.
[Dhyan Mikael:] Von wem?
[Simone:] Manuela.
[Dhyan Mikael:] Manuela, guten Abend.
[Simone:] „Hallo lieber Mikael. Wie kann ich innerlich in meiner Mitte bleiben, wenn mein berufliches Umfeld immer schneller und komplexer wird und ich spüre, dass es mich zunehmend Energie kostet. Natur und Yoga näheren mich. Dennoch bleibt eine anhaltende Erschöpfung. Lieben Dank. Liebe Grüße, Manuela.”
[Dhyan Mikael:] Danke, Manuela.
Falls du noch nicht meditierst, könntest du das einmal ausprobieren. Ich spreche immer von der Samarpan-Meditation. Dann beginnst du deinen Tag mit einer halben Stunde, in der du in deiner Natur badest. Die Natur da draußen ist wunderbar, und ich empfehle jedem Menschen, viel Zeit in der Natur zu verbringen. Aber die Verbindung zu unserer eigenen wahren Natur herzustellen ist das ultimative.
Und wenn du damit deinen Tag beginnst, wirst du feststellen,– ganz schnell, das dauert keine 10 Jahre; das wirst du sofort feststellen –, dass sich deine Tage verändern. Du wirst feststellen: wenn du deinen Tag damit beginnst, dich nach innen zu wenden, und eine halbe Stunde lang alles ignorierst, was an dir zieht – auch deine eigenen Gedanken –, dass dich das während des Tages auf mysteriöse Weise begleitet, und immer wieder während des Tages erinnerst du dich daran – an diese Natur in dir, an diese Stille in dir, die immer da ist.
Und das wächst dann allmählich und wird immer stärker. Das zweite, was du tun kannst, ist, dass du auf alles, was du vermeiden kannst, verzichtest. Es gibt so viel, was Unruhe in uns hineinbringt, was wir freiwillig aufsaugen: wir schauen fern, wir schauen uns Filme an, wir schauen uns auf Social Media irgendwelche absurden Stories und Videos an, und das macht uns total ruhelos. Der Job ist, wie er ist.
Wenn du deinen Tag damit beginnst, dich nach innen zu wenden, und eine halbe Stunde lang alles ignorierst, was an dir zieht – auch deine eigenen Gedanken –, wirst du feststellen. dass dich das während des Tages auf mysteriöse Weise begleitet – diese Natur in dir, diese Stille in dir, die immer da ist.
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Fang mit den Dingen an, die du leicht ändern kannst. Das wird einen enormen Unterschied machen. Es wird dein gesamtes Leben verändern. Und je mehr Stille du in dir drin kultivierst, desto mehr bringst du diese Stille dorthin, wo du hingehst.
Der Job ist, wie er ist. Fang mit den Dingen an, die du leicht ändern kannst. Das wird einen enormen Unterschied machen. Es wird dein gesamtes Leben verändern. Und je mehr Stille du in dir drin kultivierst, desto mehr bringst du diese Stille dorthin, wo du hingehst.
Link zum Zitat im Video bei 1h23m44s
Und nach einer Weile, wenn du mal eine Weile meditiert hast, ist es wirklich so... Du kommst dann dahin, die Leute um dich herum sind hektisch und leben in einer gestressten Welt, aber die paar Meter um dich herum sind still. Es ist faszinierend.
Das ist die Art und Weise, wie wir in dieser Welt überleben können – nicht nur überleben, sondern sogar gut leben. Weißt du, ich habe oft das Gefühl, dass ich in einer Parallelwelt lebe; als würde ich in einer Welt leben, die es gar nicht geben dürfte, weil sie so ganz anders ist als die Welt der Menschen, die direkt hier neben mir leben, ein Haus weiter.
Aber es ist wirklich so: wir bringen unsere Welt immer dorthin mit, wo wir hingehen. Also mach deine Welt still. Das liegt in deiner Macht – da drin. Fang da an. Und dann bringst du diese Welt mit, egal, wo du hinläufst. Du brauchst dann deinen Job nicht verändern, denn du bringst deine Stille mit.
Und dann wird alles anders, und wir können uns gar nicht erklären, wie das überhaupt möglich ist.
Wir bringen unsere Welt immer dorthin mit, wo wir hingehen. Also mach deine Welt still. Das liegt in deiner Macht. Fang da an. Und dann bringst du diese Welt mit, egal, wo du hinläufst. Du brauchst deinen Job nicht verändern, denn du bringst deine Stille mit. Alles wird anders, und wir können uns gar nicht erklären, wie das überhaupt möglich ist.
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Und das funktioniert. Und soweit ich das erkennen kann, ist das der einzige Weg, wie es funktioniert.
Es ist wirklich magisch. Ich erlebe das jeden Tag aufs Neue: wenn sich in dir etwas beruhigt und still wird, ändert sich die Welt.
Es ist wirklich magisch. Ich erlebe das jeden Tag aufs Neue: wenn sich in dir etwas beruhigt und still wird, ändert sich die Welt.
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Das gilt auch für Sven und für den anderen Menschen, für die Franziska –ich glaube, es war Franziska, die wegen ihrem Job gefragt hat: wenn du in dir still wirst, unaufgeregt und in Frieden, wird sich die Welt ändern. Wie, das wissen wir nicht. Aber es wird geschehen. Danke, Manuela, danke. Ich freue mich, dass du da bist.
Wenn du in dir still wirst, unaufgeregt und in Frieden, wird sich die Welt ändern. Wie, das wissen wir nicht. Aber es wird geschehen.
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Lass dir deinen Frieden nicht nehmen
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Die nächste Frage ist von Evelyn.
[Dhyan Mikael:] Evelyn, guten Abend. Schön, dass du da bist.
[Simone:] „Lieber Michael, auch ich habe aktuell Schwierigkeiten mit einer Mitarbeiterin, die nach langer Zeit plötzlich an allem etwas auszusetzen hat und mit Gesetzestexten kommt, um alles zu begründen. Wir hatten über Jahre ein Vertrauensverhältnis aufgebaut, und nun das.
Es nervt mich, ich bin wütend, und zwischendrin sammle ich mich wieder. Ja, ich meditiere, und das trägt mich sehr. Ich danke dir für deine Worte. Sie sind so wertvoll. Danke. Evelyn.” Ja...
Lass dir deinen Frieden nicht nehmen. Und wenn du in Frieden bleibst – ich weiß nicht, was dein Verhältnis mit dieser Person ist, ob du der Chef bist, die Chefin, oder ob ihr Kollegen seid, aber es spielt eigentlich keine Rolle...
Lass dir deinen Frieden nicht nehmen – und dann wirst du sehen, was du tust. Aber wenn du dich als Allererstes um deinen Frieden kümmerst, dann wird dich das zu den richtigen Schritten im Außen motivieren und führen. Meine Erfahrung nach passiert das dann auf ganz erstaunliche, wundersame Weise von selbst.
Lass dir deinen Frieden nicht nehmen – und dann wirst du sehen, was du tust. Wenn du dich als Allererstes um deinen Frieden kümmerst, dann wird dich das zu den richtigen Schritten im Außen motivieren und führen. Meine Erfahrung nach passiert das dann auf ganz erstaunliche, wundersame Weise von selbst.
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Wenn du beim Meditieren erkennst, „mein Gott, es ist alles okay. Es ist alles nicht meine Angelegenheit. Meine Angelegenheit ist es, Gott zu lieben, mich nach innen zu wenden, meine Seele anzubeten”, wenn du so willst... Dann wirst du... Weißt du, eines Tages gehst du in die Arbeit, und plötzlich weißt du ganz genau, was jetzt passieren wird. Du weißt überhaupt nicht, wo das herkommt. Plötzlich passiert etwas.
Du weißt genau, was jetzt dran ist, und du hast keine Ahnung, wo das herkam. Oder du triffst plötzlich die richtigen Leute, die dich dafür inspirieren. Und das passiert in meinem Leben die ganze Zeit. So funktioniert das Leben. Deswegen sagte Jesus schon vor 2000 Jahren... Damals war die Arbeitswelt auch nicht besser. Die Leute haben sich ständig gezankt. Selbst seine Jünger hatten sich ständig in den Haaren...
Er sagte: ”Setze Gott an erste Stelle.” Damit meinte er... Wo ist Gott? Wo lebt Gott? Da – da ist Gott [innen] . Jeder trägt Gott in sich. Er sagt: ”Setze Gott an die erste Stelle” – meditiere, wende dich nach innen, werde still. Wende dich dem zu – nicht dem da draußen: dem da drinnen, was du nicht kennst, dem, von dem du überhaupt nicht weißt, wovon ich spreche. Tu es trotzdem.
„Alles andere folgt dem nach”, sagte Jesus. Und das ist meine Erfahrung. Ich habe es immer wieder erlebt, gerade die letzten Tage. Plötzlich... morgens stapfe ich in mein Büro, hier wo ich jetzt auch sitze, da wo ich Satsang gebe und Videos mache, da sitze ich sonst am Computer und arbeite. Und plötzlich fange ich was vollkommen Neues an, was ich eigentlich schon immer wusste, dass ich es einmal tun sollte, und jetzt plötzlich geht es los, von einem Tag auf den anderen, ungeplant.
Jesus sagte: ”Setze Gott an erste Stelle.” Jeder trägt Gott in sich. Meditiere, wende dich nach innen, werde still. Wende dich dem zu – nicht dem da draußen: dem da drinnen, was du nicht kennst, dem, von dem du überhaupt nicht weißt, wovon ich spreche. Tu es trotzdem. „Alles andere folgt dem nach”, sagte Jesus. Und das ist meine Erfahrung.
Link zum Zitat im Video bei 1h29m33s
Plötzlich ist die Energie da, zack, und dann passiert es in drei Tagen. Ich wollte eigentlich etwas ganz anderes machen... Drei Tage lang wie ein Wahnsinniger gearbeitet, und alles ist fertig, und ich weiß gar nicht, wie das möglich ist. Und so erlebe ich das auch mit problematischen Dingen. Die lasse ich liegen – so lange, bis ich still geworden bin. Und aus dieser Stille, ohne dass ich darauf warte, kommt etwas, irgendwann, wenn es soweit ist. Dann ist alles klar.
Und so erlebe ich das auch mit problematischen Dingen. Die lasse ich liegen – so lange, bis ich still geworden bin. Und aus dieser Stille, ohne dass ich darauf warte, kommt etwas, irgendwann, wenn es soweit ist. Dann ist alles klar.
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Und wenn du einmal begonnen hast, so etwas zu erleben, dann weißt du: „Ah, so tickt das Leben!” Und ganz allmählich vertrauen wir dem mehr, und je mehr wir dem vertrauen, desto mehr können wir uns hingeben, und das Leben wird einfach immer magischer. Es ist unvorstellbar.
Aber lasse mich mit dem schließen, was ich ganz am Anfang meine Antwort an dich gesagt habe: Lasse dir deinen Frieden nicht nehmen. Das ist das einzig Wichtige – das eine und das einzige Wichtige: dass du voller Freude in dir ruhst, und der Rest... Ja, wir kümmern uns um alles, natürlich. Wir kümmern uns um alles, so gut wir können.
Wir versuchen, unsere Arbeitsbeziehung so gut wie möglich zu haben. Wir versuchen, unsere Arbeit so gut wie möglich zu machen. Wir versuchen, all unsere Pflichten und Aufgaben im Leben zu erfüllen, natürlich. Aber das Wichtige, das, worum wir uns wirklich kümmern wollen, ist der Frieden hier drin.
Und dann geht der Rest von selbst.
Natürlich kümmern wir uns um alles, so gut wir können. Wir versuchen, all unsere Pflichten und Aufgaben im Leben zu erfüllen, natürlich. Aber das Wichtige, das, worum wir uns wirklich kümmern wollen, ist der Frieden hier drin. Und dann geht der Rest von selbst.
Link zum Zitat im Video bei 1h32m07s
Es ist unvorstellbar, aber es ist so – ich kann es nur immer wieder sagen –, ganz praktisch. Ich rede nicht von irgendetwas Esoterischem. Ganz praktisch. Danke, dass du dich gemeldet hast. Ich freue mich sehr.
Mach es dir leicht
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[Simone:] Eine Frage habe ich noch.
[Dhyan Mikael:] Ja, bitte.
[Simone:] Sie ist von Birke.
[Dhyan Mikael:] Birke, hallo. Schön, dass du dabei bist. Ich freue mich, dass du da bist.
[Simone:] „Lieber Mikael, ich habe ein Jobangebot von einer spirituellen Freundin erhalten. An sich mag ich die Arbeit sehr: Assistentin sein, rechte Hand, aber mich regt oft auf, wie manipulierend sie ist. Ihre Methoden sind heute für mich haarsträubend. Meine Frage ist: ist es eine gute Übung für mich, oder stresse ich mich noch mehr mit unnötigem Ballast? Sollte ich nur noch Dinge tun, zu denen ich hundert Prozent stehen kann? Ist das der Weg? Was übersehe ich hier? Danke von Herzen.”
[Dhyan Mikael:] Du übersiehst überhaupt nichts. Du siehst alles ganz klar.
Ich brauche überhaupt nichts sagen. Du hast alles genau auf dem Punkt gebracht.
Vertraue dir. Ich habe 20 Jahre lang mit meinem Meister gearbeitet, als sein Assistent.
Ich war nicht der einzige Assistent, der hat ein ganzes Team, und ich bin mit ihm wunderbar ausgekommen, denn er ist überhaupt nicht spirituell. Er ist echt. Er ist ein Mensch. Er ist hier.
Er redet nicht viel; er ist einfach da. Alles war so einfach mit ihm. Ich sage „war”, weil ich jetzt, seit ein paar Jahren, nicht mehr mit ihm on the road bin, sondern hier zu Hause.
Das war einfach.
Du weißt schon, was du tun musst. Du hast alles gesagt, was wichtig ist. Hör auf dich selbst. Wir haben oft Angst, wir könnten etwas verpassen. Diese Angst ist immer eine Lüge. Ich mache das so...
Wir begannen ja den Satsang mit dieser schönen Frage, wo Ramana Maharshi zitiert wurde, und wenn ich ein Angebot bekomme, wo ich das Gefühl habe, „nein, das will ich nicht”, aber ich mir unsicher bin –, so wie du das gesagt hast: „Wer weiß... Das Leben serviert mir das. Vielleicht sollte ich das ja machen. Vielleicht ist es ja gut für mich" – dann sage ich zum Leben: „Also hör mal, Leben”...
Das stimmt nicht. Ich sage das nicht – ich weiß: wenn das Leben will, dass ich diese Erfahrung mache, dann wird das Leben einen Weg finden, dass ich die machen werde, die Erfahrung. Ich muss mich nicht darum kümmern, weißt du... Ich muss nicht etwas tun, was ich eigentlich nicht tun will, weil ich glaube, das sei eine wichtige Erfahrung.
Das ist das, was mein Meister auf gut kalifornisch „Mindfuck" nennt. Nein – folge einfach deinem Gefühl. Du weißt genau, was du tun oder nicht tun willst, und wenn das Leben will, dass du eine schwierige Erfahrung machst, dann wird es das schaffen. Da brauchst du nicht freiwillig hingehen. Die Erfahrung kommt dann schon zu dir. Mach du die Sachen, die du gerne machst, die sich leicht anfühlen, wo man gerne hingeht... Die sind dann immer noch schwierig genug.
Wir brauchen nie etwas machen, weil wir glauben, die Erfahrung müsste jetzt passieren. Wir können es uns viel leichter machen. Mach's dir leicht – wirklich. Vertrau dir. Danke. Danke für diese schöne Frage. Abschließend möchte ich noch sagen: es gibt keinen Unterschied zwischen dem praktischen Leben und dem sogenannten spirituellen Leben. Es gibt so etwas wie ein spirituelles Leben gar nicht.
Mach du die Sachen, die du gerne machst, die sich leicht anfühlen, wo man gerne hingeht... Wir brauchen nie etwas machen, nur weil wir glauben, die Erfahrung müsste jetzt passieren und wäre gut für uns. Wir können es uns viel leichter machen. Mach's dir leicht – wirklich.
Link zum Zitat im Video bei 1h37m21s
Dieses Leben... Und deswegen schätze ich diese ganzen praktischen Fragen so sehr: weil sich daran zeigt, worauf es ankommt. Dieses Leben stellt uns vor genau die Herausforderungen, die uns dazu zwingen, zu lernen, zurück zu uns selbst zu kommen, zurück zur Seele, zurück zu Gott.
Und das lässt uns dann spirituell reifen, aber nicht, weil wir ein spirituelles Leben führen, sondern weil wir einfach immer wahrhaftiger in diesem Leben werden.
Ein spirituelles Leben gibt es gar nicht. Dieses Leben stellt uns vor genau die Herausforderungen, die uns dazu zwingen, zu lernen, zurück zu uns selbst zu kommen, zur Seele, zu Gott. Das lässt uns spirituell reifen, aber nicht, weil wir ein spirituelles Leben führen, sondern weil wir einfach immer wahrhaftiger in diesem Leben werden.
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Ja...
Die Samarpan-Meditation
Link zum Thema im Video bei 1h39m09s
Falls du dich für die Samarpan-Meditation interessierst, die ich immer wieder anspreche, in jeden meiner Videos, in jedem Satsang mehrmals: die hat mit mir nichts zu tun. Das ist nicht meine Meditation. Die wird in die Gesellschaft gebracht von Shree Shivkrupanand Swamiji. Das ist der Guru, dessen Schüler ich bin. Den habe ich vor achteinhalb Jahren getroffen. So kam die Meditation zu mir, und die hat mein Leben völlig verändert, obwohl ich damals schon 14 Jahre lang bei meinem Meister war. Aber das hat's dann nochmal voll gebracht –wirklich...
Und deswegen habe ich vor einigen Jahren begonnen, Satsang zu geben und Videos zu machen: um davon zu erzählen, als ganz normaler Mensch, zu ganz normalen Menschen, die einfach nur wissen wollen, wie man dieses Leben gut lebt und richtig lebt, dass das einfach ein wunderbares Werkzeug ist.
Es kostet nichts. Jeder kann es machen. Wenn du mehr davon wissen möchtest: es gibt in Deutschland den Samarpan Meditation e.V., ein eingetragener, gemeinnützige Verein, und die geben alle Informationen darüber kostenlos raus, die es dafür gibt. Die kann man lernen, die geht super einfach, jedes Kind kann das machen, nichts kompliziertes. Man braucht keine Kurse machen und auch nichts dafür bezahlen.
Und ich habe auf meiner Website, auf dhyanmikael.de auf der Samarpan-Meditation-Seite, die ich jetzt umbenannt habe in Himalaya-Meditation, so heißt die nämlich jetzt, weil sie aus dem Himalaya kommt... Und da habe ich die die Links zu diesem Verein zusammengetragen, und die E-Mailadresse von denen, und noch ein paar Informationen dazu, und dort findest du dann, bei denen, die Original-Informationen über die Meditation.
Unterstütze mich, wenn es dir Freude macht
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Falls es dir Spaß macht, freue ich mich, wenn du wieder herkommst zum Satsang, Und ich freue mich so sehr über jeden einzelnen, der hier dabei ist.
Wenn du nichts verpassen möchtest, kannst du gerne meinen Newsletter abonnieren. Das geht auf meiner Webseite und kostet natürlich nichts, wie alles andere hier bei mir. Wenn du Lust hast, mich dabei zu unterstützen, das weiterzumachen und meine ganze Zeit und Energie für dieses wundervolle und freudvolle Weitergeben... mich dabei zu unterstützen, dann freue ich mich sehr. Ich kann es wirklich brauchen. Und wenn du Lust darauf hast, wenn es dir Freude macht, findest du auf meiner Website auf der Spende-Seite die Informationen dazu, wie das geht.
Danke für Satsang. Es ist so ein Segen für mich, dass ich hier sein darf mit dir und mit euch.
Ich liebe dich.