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Um die Stille geht es nicht

Der wahre Zweck der Samarpan-Meditation.

Du schaffst es nicht, beim Meditieren in die Stille zu kommen? Darum geht es gar nicht! Ein Video über dieses Missverständnis, das so viele Menschen teilen. Ein Video über das Einmalige und Grundlegende, das in der Samarpan-Meditation wirklich geschieht.

Vollständiger Text zum Mitlesen:

Guten Morgen.

Ich hatte gestern mein allererstes Live- Chat-Event mit Jetzt-TV und Devasetu, wo Menschen mir live Fragen stellen konnten, und es war für mich eine ganz tolle und sehr inspirierende Erfahrung, weil ich da so ganz direkt mitbekommen habe, was für Fragen manche Menschen haben, und deswegen muss ich heute Morgen gleich ein neues Video machen.

Und was ich schon früher immer wieder gehört habe, und gestern wurde es mir so richtig klar, ist, dass die Menschen, wenn sie die Samarpan-Meditation machen, erwarten, dadurch in die Stille zu kommen. Das klappt aber bei keinem. Und dann fragen sie sich, was sie falsch machen.

Zu Beginn der Online-Veranstaltung gestern, ich schaltete mich einige Minuten früher hinzu, und deswegen hatte ich noch zehn Minuten Zeit, und ich saß dann einfach so in Stille da, schloss meine Augen, und ich meditierte einfach ein wenig. Ich habe, so gut ich konnte, meine Aufmerksamkeit aufs Kronenchakra gerichtet, obwohl ich ein wenig nervös war. Und dann bekam ich als Allererstes die Frage, was denn da passiert, wenn ich so die Augen schließe, weil das so still aussieht von außen. Und ich wurde gefragt, ob ich da in der Stille ruhe, oder so ähnlich, ich kann mich an die Frage nicht mehr so genau erinnern.

Ja und so ist es eben nicht. Wenn ich die Augen schließe und wenn ich meditiere, dann wird es überhaupt nicht still. Es ist mir auch völlig egal, ob es still wird oder nicht. Und erst bei dieser Frage gestern ist mir so eine Art Licht aufgegangen, dass es dort ein ganz großes Missverständnis seitens vieler Meditierender in Bezug auf die Samarpan-Meditation gibt. Vielleicht gilt es sogar für jede Meditation, das weiß ich nicht.

Das Ziel dieser Meditation ist nicht, dass man Stille erfährt. Es ist nicht so, dass wir uns dem Kronenchakra zuwenden, das ist das Ziel unserer Aufmerksamkeit während dieser Meditation, um dann in der Stille zu baden sozusagen. Aber irgendwie, ich weiß nicht wo das herkommt, haben ganz viele oder womöglich fast alle Menschen diese Erwartungen, diese fast schon... mir kommt es so vor, als ob ganz viele Menschen diese Anforderungen an sich selbst spüren: wenn ich diese Meditation mache, wenn ich sie richtig mache, wenn ich sie gut mache, wenn ich nichts verkehrt mache wie sonst immer, dann erlebe ich Stille, dann bade ich in Stille. Ich weiß nicht, wo diese Erwartung herkommt.

Swamiji, der indische Guru, der diese Himalaya... diese Meditation aus dem Himalaya zu uns bringt, hat das nie gesagt; der hat nie gesagt: richte deine Aufmerksamkeit aufs Kronenchakra für eine halbe Stunde und bade in Stille. Ich habe ihn niemals sowas sagen hören. Er sagt: in dieser Meditation geht es darum, unsere Aufmerksamkeit auf das Kronenchakra zu richten, und wenn sie von dort wieder abgelenkt wird, zurückzukommen mit der Aufmerksamkeit aufs Kronenchakra, immer wieder, immer wieder. Das ist sozusagen die offizielle Aufgabenbeschreibung bei dieser Meditation, und das ist das Einzige, was wir tun. Von Stille ist da keine Rede.

Was also passiert da wirklich? Was passiert wirklich in dieser Samarpan-Meditation? Darüber möchte ich heute Morgen ein klein wenig sprechen.

Es geht darum, dass wir etwas ganz Bestimmtes trainieren. Es geht nicht darum, etwas Bestimmtes zu erreichen, überhaupt nicht! In dieser Meditation gibt es kein bestimmtes Ziel, dass du zu erreichen hast in dieser halben Stunde, um zu wissen, dass du es gut gemacht hast. Das gibt es nicht, und darum geht es auch überhaupt nicht. Diese Meditation ist ein Training, und zwar ist sie ein Aufmerksamkeitstraining, etwas ganz Einmaliges.

Wie ist das mit unserer Aufmerksamkeit? Swamiji hat einmal wunderschön gesagt, und zwar in der Karma-Free-Meditation, er sagt: "von Beginn an, von Beginn unseres Lebens an, vom ersten Atemzug an, wird unsere Aufmerksamkeit nach außen gerichtet." Unsere Aufmerksamkeit ist immer nach außen gerichtet. Unsere Augen schauen, unsere Ohren hören was da draußen passiert, unser Tastsinn erfährt, was da draußen zu greifen und zu begreifen ist. Alles ist nach außen gerichtet. Unsere Sinne, unser Denken, unsere ganze Aufmerksamkeit geht nach außen. Und auch die Gedanken, die wir wahrnehmen, sind auch außen, sind nicht in uns. Wir sind nicht unsere Gedanken. All das ist außen. Alles, was wir wahrnehmen, von Geburt an bis heute, ist außen. Wir kennen nichts anderes. Wir kennen nur außen.

Ich bin dieses Jahr 60 geworden, meine Aufmerksamkeit, mein ganzes System, mein ganzes Wesen kennt seit 60 Jahren... oder seit 54 Jahren, weil ich seit sechs Jahren die Samarpan-Meditation mache, nichts anderes als nach außen zu schauen. Das ist sozusagen eine Fähigkeit, oder, wenn man es auf Muskeln überträgt, ein Muskel, der sehr gut trainiert ist, in eine ganz bestimmte Richtung.

Und wir lernen jetzt etwas vollkommen Neues, etwas, was wir noch nie zuvor probiert haben. Wir lernen, unsere Aufmerksamkeit in eine andere Richtung zu lenken, in die entgegengesetzte Richtung, nach innen. Und wir wissen gar nicht, wo dieses "Innen" ist. Alles, was wir wahrnehmen, ist außen, auch das "Innen", was wir für gewöhnlich wahrnehmen: unsere Gefühle, unsere Körperempfindungen, unsere Gedanken.

Du wirst bald entdecken: auch das ist in Wirklichkeit nicht Teil von dir, auch das ist außen. Und das Magische dieser Meditation ist nun Folgendes: als Erstes gibt uns diese Meditation ein Ziel für unsere Aufmerksamkeit, es ist wirkt zunächst mal vollkommen banal. Wir haben diese Stelle hier oben, die oberste Stelle unseres Kopfes, in Indien wird es das Kronenchakra genannt, eine ganz magische, energetische Stelle, von der wir im Westen nichts wissen. Und Swamiji sagt: richte deine Aufmerksamkeit auf diese Stelle. Wir wissen gar nicht, warum er das sagt. Warum gerade diese Stelle? Es könnte ja auch der große Zeh sein, oder die Nasenspitze, oder der Atem.

Und jetzt passiert zweierlei. Wir haben dieses ganz bestimmte Ziel, auf das wir unsere Aufmerksamkeit zu richten haben, und das tun wir dann in der Meditation, und dann bemerken wir etwas ganz Erstaunliches. Unsere Aufmerksamkeit bleibt dort nicht. Sie bleibt dort überhaupt nicht. Wir gehen mit unserer Aufmerksamkeit, mit unserem inneren Sinn, ins Kronenchakra, an diese... einfach an diese Stelle des Körpers hier oben, und eh wir's uns versehen, einen Moment später, sind wir wieder in Gedanken, oder wir spüren unseren großen Zeh oder die Nasenspitze, oder wir hören etwas, meistens sind es die Gedanken. Und dann nehmen wir unsere Aufmerksamkeit wieder und bringen sie ganz sanft zurück zur obersten Stelle unseres Kopfes, zum Kronenchakra. Aber da bleibt sie nicht. Im nächsten Moment ist sie wieder woanders. Und dann kommen wir wieder zurück zum Kronenchakra. Und sie bleibt dort nicht. Sie ist sofort wieder woanders.

Und das Erste, was wir lernen in dieser Meditation ist: ich bin nicht Herr meiner Aufmerksamkeit. Und es ist auch überhaupt nicht verwunderlich, es ist auch kein Problem. Es ist nicht so, dass wir diese Meditation machen, um zu beweisen: ich kann das. Es geht nicht darum, das, was Swamiji sagt: "bleib mit einer Aufmerksamkeit beim Kronenchakra", dass wir das können und dass wir ein guter Schüler sind. Darum geht's überhaupt nicht. Der Guru weiß, dass du das nicht kannst. Der Guru weiß, dass wir Menschen das nicht können. Wir haben es nie gelernt.

Das Erste, was wir erleben, ist: wow, das, was sich so einfach anhört, ich kann das gar nicht! Es ist mir nicht möglich! Ist es nicht erstaunlich? Und es geht nun in dieser Meditation schlicht und einfach darum, das zu üben und deine Aufmerksamkeit zu steuern; dorthin zu lenken, wo du sie haben möchtest. Ja, du stellst fest: ich kann das nicht. Du stellst fest: wow, das ist ja viel schwieriger als ich dachte! Aber genau darum geht's: um diese Entdeckung, und, im Zuge dieser Entdeckung, dann diese Entschlossenheit: ja, aber das möchte ich lernen!

Im Grunde lernst du, Herr deiner Aufmerksamkeit zu werden. Du entdeckst: ich bin ja wie ferngesteuert! Ich kann ja noch nicht mal bestimmen, wo meine Aufmerksamkeit hingeht. Und es ist nun nicht so, dass es so ist... die Tatsache, dass du nicht Herr oder Herrin deiner Aufmerksamkeit bist, liegt nicht daran, dass es irgendwelche bösen Menschen oder bösen Mächte gibt, die dich manipulieren und dafür sorgen, dass du das nicht kannst. Dem ist nicht so.

Es ist ein ganz normales, natürliches Phänomen, das wir von Anbeginn, seit wir Menschen sind, haben. Das liegt daran, wie dieser Körper gebaut ist. Unsere Sinne, unsere Außenwahrnehmung ist das, was uns ausmacht und was letztlich die Entwicklung unseres menschlichen Gehirns von Anfang an stimuliert und beeinflusst. Wir haben von Anfang an einfach nur das gelernt. Niemand hat uns je eine andere Richtung gezeigt. Und das, was wir manchmal als Manipulation von außen empfinden, Werbung zum Beispiel oder andere Menschen, die durch ihre Art und Weise unsere Aufmerksamkeit manipulieren, die nutzen das einfach nur aus, dieses ganz natürliche Phänomen. Es gibt das überhaupt gar keinen Grund dazu, sich da groß Gedanken darüber zu machen oder da sich irgendwie aufzuregen. Womit du es dazu tun hast, ist etwas vollkommen Natürliches.

Und jetzt, wo du beginnst zu entdecken: ah, so ist das! Es ist für mich völlig unerwartet, aber da ist etwas, was ich ja gar nicht kann! Wenn du das einmal erkennst, dann kannst du es üben. Und das... dazu ist die Samarpan-Meditation: dass du das erkennst und gleichzeitig üben kannst. Ja, und dann beginnen wir mit dieser Meditation. Wir stellen fest: wir sind nicht Herr unserer Aufmerksamkeit. Und dann üben wir das jeden Morgen eine halbe Stunde, jeden Morgen, jeden Morgen, Woche für Woche, Monat für Monat, Jahr für Jahr.

Für mich ist es so: es gibt nichts anderes im Leben zu lernen und nichts Wichtigeres. Jesus sprach genau davon, genau vom Gleichen. Jesus sagte: setze Gott an erste Stelle. Das meinte er: richte deine Aufmerksamkeit auf Gott. Hier geht es zu Gott, da sage ich gleich noch was zu. Und das ist das Wichtigste, sagt er, das ist das erste Gebot, unsere allererste und unsere vornehmste Aufgabe. Und er weiß natürlich genau wie jeder andere Guru, dass wir das nicht können. Er gibt uns da eine Aufgabe.

Es ist keine Forderung. Er sagt nicht: wenn du das nicht machst, dann bist du ein schlechter Christ, nein nein. Darum geht es im Leben. Er sagt: du willst wissen, worum es in diesem Leben geht? Es geht in diesem Leben darum, dass du endlich, zum ersten Mal, Herr deiner Aufmerksamkeit wirst. Und wo soll sie hin? Zu Gott, hierher. Und das übe. Das hat Jesus schon gesagt, in seinen Worten. Er sagte ja auch: der Himmel ist zum Greifen nahe. Er meinte das wörtlich, er ist wirklich nur so weit weg, wie wir greifen können: da geht's zum Himmel.

Und das ist das Zweite, was das Magische an dieser Samarpan-Meditation ist. Es ist nämlich nicht egal, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten. Es gibt wunderbare Meditationen wie zum Beispiel Atemmeditationen, und dort lernen wir die eine Hälfte dessen, was wichtig ist, nämlich, unsere Aufmerksamkeit zu steuern, Herr unserer Aufmerksamkeit zu werden. Und der Atem ist ein wunderbares Ziel für unsere Aufmerksamkeit, aber es gibt ein besseres. Es gibt da diese magische Stelle, die oberste Stelle auf unserem Kopf, wie gesagt, das Kronenchakra, und wenn unsere Aufmerksamkeit dort ruht, dann geschieht etwas ganz Besonderes, ohne dass wir davon wissen, ohne dass wir das zunächst auf irgendeine Art und Weise bemerken. Aber wenn wir unsere Aufmerksamkeit dorthin richten, entdecken wir langsam das, was ich eingangs "Innen" nannte.

Wenn wir beginnen, unsere Aufmerksamkeit nach innen zu wenden, dann wissen wir gar nicht, was das überhaupt bedeutet: "Innen". Alles, was ich wahrnehmen kann, ist nicht innen, es ist alles außen, selbst meine inneren Körpergefühle, selbst meine emotionalen Gefühle, alles, was ich normalerweise für "mich" halte, meine Gedanken, alles, was sich innerhalb dieses Körpers abspielt... Wenn du die Samarpan-Meditation für eine Weile machst und deine Aufmerksamkeit von all diesen Dingen, die du bisher als "ich" und als "Innen" wahrgenommen hast, davon weglenkst, auf diese Stelle hier oben, dann entdeckst du mit der Zeit etwas ganz Erstaunliches.

Du entdeckst: wow, da gibt es etwas, wovon ich bisher noch nie etwas wusste, wovon meine Sinne noch nie etwas wussten, was ich noch nie wahrnehmen konnte. Und in dem Maße, wie man beginnt, das wahrnehmen zu können, beginnt man gleichermaßen, zu entdecken: das ganze, was ich bisher als mich selbst, als sozusagen als "Innen" wahrgenommen habe, ist eigentlich ganz weit weg. Eigentlich habe ich damit nichts zu tun. Eigentlich bin ich das gar nicht. Es passiert zweierlei mit dieser magischen Meditation.

Das eine ist: wir beginnen die Fähigkeit zu entwickeln, unsere Aufmerksamkeit zu steuern. Und wenn wir unsere Aufmerksamkeit dann auf diesen einen Punkt richten, entdecken wir, wo es wirklich lang geht. Wir entdecken, wer wir wirklich sind. Swamiji nennt das die Seele. Du entdeckst: du bist eine Seele und nicht der Körper, nicht die körperlichen Wahrnehmungen, nicht die Gedanken, nicht die Gefühle. Und darum geht es in dieser Meditation, und das unterscheidet diese Meditation selbst von den besten anderen Meditationen, die es bisher gab.

Wie gesagt, die wenigen wirklich wahren Meditationen, die es bisher gab, die trainieren tatsächlich unsere Herrschaft über unsere Aufmerksamkeit. Aber dieser Punkt, um den es in dieser Meditation geht, der ist einfach einmalig. Das gab es noch nie. Da gibt es echt etwas zu entdecken.

Aber darüber möchte ich heute gar nicht so viel sprechen. Ich möchte über dieses Missverständnis sprechen, das so viele Leute irritiert, und was dazu führt, dass so viele Menschen denken, sie würden diese Meditation völlig falsch machen oder einfach nicht können oder dafür nicht geeignet sein. Es geht eben nicht um Stille. Es geht nicht darum, dass du dich hinsetzt und dann Stille erfährst. Es geht darum, deine Aufmerksamkeit zu steuern und diese Fähigkeit, das zu tun, zu trainieren, und wenn man das dann ein ganz kleines bisschen kann, die Aufmerksamkeit, so gut man kann, auf dem Kronenchakra zu lassen. Der Rest geschieht von selbst. Vom Rest müssen wir überhaupt nichts wissen.

Das sagte Jesus, als er sagte: "setzte Gott an erste Stelle, alles andere folgt dem nach." Wir haben unsere Aufmerksamkeit für gewöhnlich außerhalb von unserem wahren Sein, bei den Gedanken, beim Körper, bei der Welt, bei der Politik, bei den Mitmenschen, bei all den Schwierigkeiten der Welt. Und Jesus sagt nun: wenn du stattdessen deine Aufmerksamkeit auf Gott richtest, und er sagt uns auch, wo Gott ist: innen, hier.... dann regelt sich alles andere von selbst.

Und es ist meine Erfahrung. Darüber spreche ich ja in einigen meiner Videos immer wieder. Es ist das Einzige, was wir üben müssen. Wir müssen es nicht können, wir müssen es nur üben. Und wenn man das übt, wenn man da einfach dranbleibt und es jeden Tag immer wieder übt, immer wieder, immer wieder, dann passiert was ganz Interessantes. Man übt, die Aufmerksamkeit zu steuern und aufs Kronenchakra zu richten, und während man das tut, nimmt man naturgemäß all die Dinge wahr, die an einem ziehen, der Lärm der Gedanken, der Lärm der Welt, die Macht unserer Sinne, unserer körperlichen Sinne über unsere Aufmerksamkeit, all das bemerkt man, und zwar immer stärker. Und all diese Dinge werden nicht leiser, im Gegenteil. Man nimmt sie eigentlich immer lauter wahr.

Je mehr ich in der Lage bin, meine Aufmerksamkeit in die Richtung zu lenken, wo sie hingehört, auf dieses "Innen", das hier anfängt und unendlich weitergeht, desto stärker nehme ich diese Welt wahr, die Gedanken, die Körperempfindungen. Aber gleichzeitig... was gleichzeitig geschieht ist: je mehr meine Aufmerksamkeit in Richtung Kronenchakra ruht, ist es, als würde ich in der wahren Stille ruhen. Und wenn du das nicht selbst erlebst, klingt es jetzt vielleicht wie ein Paradox. Du hast deine Aufmerksamkeit auf dem Kronenchakra, und du beginnst, eine unglaublich wohltuende ewige Ruhe zu spüren, während gleichzeitig um dich herum alles laut ist: deine Gedanken sind immer noch da und ziehen an dir, dein Körper ist immer noch da und zieht an dir, die Welt ist immer noch da und zieht an dir, aber du bist irgendwie verbunden mit einer zeitlosen ewigen Stille, die dich einlädt und zieht, immer mehr, immer weiter.

Und das ist das, was man dann von außen sieht, das, was ich gestern gefragt wurde: "Warum sieht man das? Ist es in dir still, wenn du so da sitzt mit geschlossenen Augen?" Nein, es ist überhaupt nicht still in mir, aber ich ruhe in dieser Stille, die gleichzeitig da ist. Und das kann jeder. Es dauert nur eine Weile. Ja.

Wir meditieren nicht, um Stille zu finden. Wir meditieren nicht, damit es still in uns wird. Wir meditieren, um Herr über unsere Aufmerksamkeit zu werden, und um die dann dorthin zu richten, wo sie hingehört, dort, von wo alles kommt, was wir brauchen. Hier. Der Rest geschieht von selbst. Und deswegen ist das Einzige, was wir brauchen... das ist das, was ich immer wieder in meinen Videos sage, das meine eigene Erfahrung ist... einfach Geduld, einfach Hartnäckigkeit.

Und mit dieser Meditation ist es ganz erstaunlich. Wenn jemand ins Fitnesscenter geht, um seinen Körper zu trainieren... nehmen wir mal an, du nimmst Hanteln in die Hand, um deine Armmuskeln zu trainieren, dann würdest du nie erwarten, dass du von Anfang an die schwersten Hanteln nehmen kannst und dann hier locker flockig die Übungen machen kannst. Du nimmst die leichteste Hantel und fängst ganz ganz allmählich an, da was zu üben... am Anfang ganz wenig. Du kriegst auch sofort Muskelkater. Und für jeden ist es völlig normal. In jeder Tätigkeit, die wir zum ersten Mal machen, sind wir am Anfang völlig hilflos, und wir müssen es halt üben, und wir wissen das. Aber irgendwas ist an diesem Meditieren, irgendwas ist an diesem was Menschen spirituell empfinden, da glauben wir, wir sollten es von Anfang an können.

Eigentlich völlig absurd! Aber ich höre das immer wieder von den Leuten, immer wieder: "ich kann das nicht; bei mir ist es so laut; bei mir wird es nicht still." Bei mir auch nicht! Aber trotzdem, obwohl es nie still, wird meine Fähigkeit, die Aufmerksamkeit zu lenken, immer ausgeprägter, von Monat zu Monat, von Jahr zu Jahr, ganz allmählich. Und damit verändert sich das Leben, aber indirekt, nicht weil ich... Der Effekt der Meditation ist nicht in der Meditation spürbar. Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Die Meditation ist dafür da, dass du deine Aufmerksamkeit trainierst und sie in die richtige Richtung lenkst.

Das lernst du da. Und das Gute, was daraus entsteht, das nimmst du nicht in der Meditation wahr, das zeigt sich dann ganz allmählich überall um dich herum in deinem Leben. Deine Aura entwickelt sich, von der du nichts weißt und die du nicht sehen kannst, deine Energie ändert sich und entwickelt sich, du merkst davon nichts. Aber ganz allmählich, ganz langsam, ändert sich alles um dich herum, ohne dass du was davon merkst, wenn du nicht ganz genau hinschaust. Aber du merkst es nicht in der Meditation. Die ist einfach das Übungsfeld, und das bleibt sie.

Und es ist meine Erfahrung, und das möchte ich jetzt am Schluss noch betonen, das ist wirklich so ist. Es ist wirklich, so wie Jesus es sagte. Er sagte: wenn du deine Aufmerksamkeit in die richtige Richtung lenkst, wenn du Gott an erste Stelle setzt, so hat er das ausgedrückt, dann folgt dem alles andere nach. Es ist wirklich so. Dann beginnt etwas in deinem Leben am Werke zu sein und sich um alles zu kümmern.

Die Herausforderung beim Trainieren deiner Aufmerksamkeit besteht ja gerade darin, dass alles, was man da so ein Lärm wahrnimmt, die Gedanken und die Welt, dass wir glauben, dass wir förmlich spüren: das ist wichtig, das braucht meine Aufmerksamkeit! Wir sind überzeugt davon: wenn ich dem nicht meine Aufmerksamkeit gebe, dann geht was schief, dann passiert was Schreckliches, dann fällt mein Leben auseinander, dann wird die Zukunft schrecklich. Das ist das, was wir eigentlich mit jeder Zelle spüren und was unsere tiefste Überzeugung ist, das, was ich gerne "Ego" nenne.

Und in Wahrheit ist es eben genau umgekehrt. Es ist uns zwar völlig verborgen, aber genau das erschafft all unsere Probleme.

Und in dem Maße, wie wir lernen, unsere Aufmerksamkeit in die entgegengesetzte Richtung zu lenken, in die Richtung, von der du allmählich entdeckst, das ist das wahre "Innen", das wahre Sein, deine wahre Identität, und dafür ist diese Stelle eben die magische hilfreiche Stelle... in dem Maß, wie du das lernst das zu tun, in dem Maße, in dem du deine Aufmerksamkeit eben nicht mehr da draußen hast, bei deinen Gefühlen, bei deinen Gedanken, bei der Welt, in dem Maße verschwinden alle Probleme, scheinbar unerklärlich, aber es ist wirklich so.

Das ist die gute Botschaft, ist die frohe Botschaft, von der die Jünger Jesu sprachen, als sie nach der Kreuzigung in die Welt hinausgingen: das Leben ist einfach! Es geht in Wirklichkeit ganz einfach! Jeder kann es, und hier ist es, wie es geht.

Das ist die Samarpan-Meditation. Du kannst das Leben nicht steuern. Du kannst Herr über deine Aufmerksamkeit werden, das geht. Und dann steuert etwas dein Leben, was einfach nur magisch ist. Man nennt es Gott. Das ist das, was wir Gott nennen.

Ja, es geht nicht um die Stille.

Danke fürs Zuhören.

Danke.

Ich liebe dich.