Was bleibt, wenn Wollen endet
Von den Hürden des inneren Weges.
Auf dem inneren Weg gibt es Zeiten der Klarheit – und Zeiten, in denen alles verloren scheint. Dieses Video spricht über diese natürlichen Bewegungen und über die subtilen Hürden, die uns begegnen – und über die Frage, was bleibt, wenn das Wollen endet.
Über dieses Video:
Vielleicht gab es in deinem Leben Augenblicke, in denen etwas still wurde. Für einen Moment war nichts zu suchen, nichts zu erreichen. Es war einfach gut, so wie es war, ohne Grund, ohne Anstrengung.
Und dann, irgendwann, war es wieder verschwunden.
Zurück blieb der vertraute Strom der Gedanken, die alte Unruhe, das Gefühl, wieder weit entfernt zu sein von dem, was doch eben noch so nah war. Und vielleicht kam die leise Frage: was habe ich verloren? Oder: was habe ich falsch gemacht?
Viele Menschen kennen diese Bewegung: ein Öffnen, ein Wieder-Verschließen; ein Hoch, das sich anfühlt wie Ankommen, und ein Tief, das sich anfühlt wie ein Rückschritt.
Doch was, wenn dieses Verlieren kein Fehler ist? Was, wenn gerade diese Bewegung Teil eines tieferen Geschehens ist – eines Reifens, das nicht durch Anstrengung geschieht, sondern durch Erfahrung, durch Sehen, durch ein allmähliches Stillwerden des inneren Widerstands?
Auf diesem Weg begegnen uns unsichtbare Hürden. Die erste ist der Wunsch, das Schöne festzuhalten. Die zweite ist die Abneigung gegen das, was wir in uns entdecken, wenn die Klarheit verblasst. Und die dritte ist die leise Erwartung, dass sich unsere Geduld irgendwann auszahlen müsse.
Doch vielleicht öffnet sich etwas ganz anderes, wenn wir aufhören, etwas erreichen zu wollen. Vielleicht wächst gerade dort, wo wir nichts mehr festhalten, eine andere Form von Stabilität – nicht das fragile Gleichgewicht eines besonderen Zustands, sondern etwas, das bleibt: still, unaufdringlich, und stabil, unabhängig davon, wie wir uns gerade fühlen.
Dieses Video ist eine Einladung, diese Bewegungen im eigenen Erleben wiederzuerkennen – nicht, um sie zu verändern, sondern um zu sehen, dass nichts davon falsch ist, und um, vielleicht, ganz leise, zu entdecken, was bleibt, wenn das Wollen endet.
Links zu den Themen in diesem Video:
(weiter unten gibt es die vollständige Abschrift).
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Etwas in mir erinnert etwas in dir
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Das Hoch, das Tief und das echte Lernen
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Wenn das Fundament des Berges zu wachsen beginnt
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Du kannst nicht erleuchtet bleiben
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Bereit für das dunkle Tal
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Vom instabilen zum stabilen Gleichgewicht
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Wachsen, ohne etwas zu erwarten
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Die drei Hürden in der Meditation
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Wer wirklich liebt, der weiß es nicht
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Über die vierte Hürde kann nur Gott dich heben
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Da ist einfach Liebe
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Vollständiger Text der Aufzeichnung zum Mitlesen:
Etwas in mir erinnert etwas in dir
Link zum Thema im Video bei 0m28s
Guten Morgen.
Heute Morgen möchte ich – einmal wieder – über den spirituellen Weg sprechen, über dieses Leben, und darüber, was das eigentlich alles soll, und wie das funktioniert.
Ich möchte dich versöhnen mit dem, was du erlebst. Ich möchte dich versöhnen mit dem, was du mit dir erlebst und damit, wie du bist. Ich möchte dir erzählen, was ich erlebt habe und wie es für mich ist, damit du verstehst: „Ah, das ist alles ganz normal. Alles läuft richtig" – weil es eben oft ganz anders läuft, als wie wir uns das vorstellen oder wünschen oder erträumen.
Ich möchte dich versöhnen mit dem, was du mit dir erlebst und wie du bist. Ich möchte dir erzählen, was ich erlebt habe und wie es für mich ist, damit du verstehst: „Ah, das ist alles ganz normal. Alles läuft richtig" – weil es eben oft ganz anders läuft, als wie wir uns das vorstellen oder wünschen oder erträumen.
Link zum Zitat im Video bei 0m53s
Was ich hier mache, ist in erster Linie nicht, um dir Informationen zu geben. Mir schrieb einmal jemand und fragte: „Warum sind deine Videos so lang? Das, was du da sagst, kann man in 5 oder 10 Minuten zusammenfassen. Was soll das alles?"
Erstens kann ich nicht anders sprechen. So wie ich hier spreche, ist nicht meine Entscheidung; es passiert einfach. Aber es geht auch gar nicht die Informationen an sich. Was ich dir erzähle, ist nicht wirklich neu; das sagen viele Menschen. Das kannst du in Büchern nachlesen.
Aber das, was dir kein Buch geben kann, das, was dir keine Information geben kann, das ist etwas, was passiert, wenn du einfach ein wenig Zeit mit mir verbringst, oder mit jemand anderem, der oder die in Frieden ist; die still ist; Wenn du mit jemandem, der vom Leben getragen wird, eine Weile zusammen bist, dann beginnst du, in dir selbst etwas zu erleben, was dir im normalen Alltag unbekannt ist.
Und das ist das Geschenk.
Und das braucht ein wenig Zeit. Du hörst zu, und wahrscheinlich hast du vieles von dem, was ich sage, schon öfter gehört, von mir oder von anderen – aber du hörst zu, und immer mehr ändert sich dein innerer Zustand Und dann hast du eine Stunde oder eineinhalb Stunden zugehört und hast am Ende vergessen, was du gerade gehört hast. Aber das, was du dabei in dir spürst, wahrnimmst und fühlst, das ist da; das ist deins.
Etwas in mir erinnert etwas in dir. Und das ist nichts, was ich tue. Es ist nichts, was ich dir gebe. Ich spreche nicht und ich mache auch keine Videos, um etwas bei dir zu bewirken.
Das ist nicht meine Aufgabe.
Ich möchte einfach das weitergeben, was ich geschenkt bekommen habe. Wer das hört, ob das jemand hört und ob das irgendetwas bewirkt, ist nicht meine Angelegenheit, und darüber brauche ich noch nicht einmal etwas wissen.
Ja, das mal als Einleitung. Deswegen dauert es oft zu lang. Manchmal, wenn ich ein Video beginne, dann denke ich auch: „Das wird jetzt ein kurzes Video. Das Thema, was in der Luft liegt, mit dem ich mich vor die Kamera setze – da bin ich mir sicher –, das könnte ich in einer halben Stunde ausführlich und umfassend besprechen. Und wenn ich dann fertig bin und auf die Uhr schaue, bin ich selbst auch immer wieder überrascht.
Das Hoch, das Tief und das echte Lernen
Link zum Thema im Video bei 5m50s
Ich möchte mit dir heute darüber sprechen, wie der spirituelle Weg verläuft und warum dieser Weg einige Hürden bereithält, auf die wir normalerweise gar nicht vorbereitet sind. Und ich möchte dir gerne von diesen Hürden berichten, damit, wenn du sie erlebst, du weißt: „Ah ja, das ist ganz normal, kein Grund zur Sorge.” Und zu Beginn möchte ich dir davon erzählen, wie es vor sich geht, wenn ein Mensch etwas Neues beginnt; etwas Neues lernt. Und das hat gar nichts mit dem spirituellen Weg zu tun; das ist eine ganz allgemeine Beobachtung.
Wenn ein Mensch etwas ganz Neues beginnt, dann weiß man nichts über das, was man da beginnt. Man ist völlig ignorant. Man ist absoluter Anfänger – aber man weiß das nicht. Man entdeckt irgendetwas Neues und ist fasziniert und erstaunt. Dann tut man damit etwas, und man hat nach kurzer Zeit das Gefühl: „Wow, ich weiß alles darüber.” Man kennt diesen neuen Bereich des Lebens nicht, und kann deswegen auch überhaupt nicht einschätzen, was es da alles zu wissen gäbe.
Das Einzige, was man weiß, ist diese beeindruckende Fülle an neuen Erfahrungen und neuem Wissen, was sich einem da aufgetan hat, und man fühlt sich innerhalb kurzer Zeit als Experte; als Spezialist: als jemand, der wirklich Bescheid weiß.
Und dann möchte man damit in die Welt hinausgehen, weil man sich für kompetent und für richtig wissend hält. Man will die Welt verändern oder andere bekehren.
Aber dann, wenn man eine Weile dranbleibt und damit lebt, merkt man irgendwann, dass dieser Bereich des Lebens, den man da gerade entdeckt, eigentlich viel größer ist als man dachte.
Und dann wird in kurzer Zeit aus dem Gefühl „ich weiß alles” ein Gefühl des genauen Gegenteils. Man entdeckt innerhalb relativ kurzer Zeit: „Wow... ich habe ja gar keine Ahnung.” Je mehr man lernt, desto mehr lernt man, was man alles nicht weiß, und man bekommt ein Gefühl und Augen dafür, wie enorm dieser Lebensbereich ist, der sich einem da gerade erschließt: unendlich, so kommt es einem vor.
Und aus diesem Hochgefühl – „ich weiß alles; ich bin kompetent" – wird ein Gefühl von „ich weiß ja gar nichts; ich bin ja ein völliger Versager; ich bin absolut inkompetent.” Man fällt von ganz oben nach ganz unten.
Je mehr man lernt, desto mehr lernt man, was man alles nicht weiß, und man bekommt ein Gefühl und Augen dafür, wie enorm dieser Lebensbereich ist, der sich einem gerade erschließt. Und aus diesem Hochgefühl – „ich weiß alles" – wird ein Gefühl von „ich weiß ja gar nichts”. Man fällt von ganz oben nach ganz unten.
Link zum Zitat im Video bei 9m28s
Wenn man dann immer noch dranbleibt, wenn die Neugier einen immer noch dazu treibt, weiter zu lernen und weiterzumachen – die eigene Freude, die eigene Energie... wenn die einen dann immer noch in diese Richtung treibt, trotz dieser Desillusionierung, dann beginnt ganz, ganz langsam echtes Lernen.
Wenn man dann immer noch dranbleibt, wenn die Neugier einen immer noch dazu treibt, weiter zu lernen und weiterzumachen – die eigene Freude, die eigene Energie... wenn die einen dann immer noch in diese Richtung treibt, trotz dieser Desillusionierung, dann beginnt ganz, ganz langsam echtes Lernen.
Link zum Zitat im Video bei 10m20s
Wenn man trotz dieses Gefühls – „ich weiß gar nichts; alle anderen wissen mehr als ich” – weitermacht, einfach weil man Freude daran hat, dann beginnt ein Lernen, und dann wird man langsam wirklich kompetent in diesem Bereich des Lebens. Aber dieses Wachsen von echtem Wissen – kein intellektuellem Wissen, sondern von Erfahrung –, geschieht ganz allmählich, mit der Zeit. Und je länger man in diesem Bereich tätig ist, desto mehr wächst diese wahre Kompetenz, diese Erfahrung.
Und was ich dir gerade beschrieben habe, ist eine Beobachtung, die man normalerweise im Arbeitsleben macht. Darüber gibt es auch Bücher und Managementkurse.
Das ist ein ganz normaler Vorgang: dieses anfängliche Hoch; dann das Herunterfallen ins Tief, und dann das ganz, ganz allmähliche, langsame, natürliche Lernen durch Erfahrung, durch Üben, durch Erleben, durch Lernen, durch Studieren.
Das ist ein ganz normaler Vorgang: dieses anfängliche Hoch; dann das Herunterfallen ins Tief, und dann das ganz, ganz allmähliche, langsame, natürliche Lernen durch Erfahrung, durch Üben, durch Erleben, durch Lernen, durch Studieren.
Link zum Zitat im Video bei 11m54s
Und Menschen, die sich in dieser ersten Phase befinden, in dieser Hochphase, die sind oft besonders überzeugend.
Die wissen nichts von ihrer Unsicherheit. Die wissen nichts von ihrem Unwissen. Die sind von sich vollkommen überzeugt – und das hat Kraft; das beeindruckt.
Deswegen gibt es in vielen Bereichen des Lebens Menschen, von denen man noch nichts gehört hat, und man hört zum ersten Mal von denen und hört die und die sind völlig unbekannt – das gibt's im politischen Bereich oft in vielen Ländern, das gibt es im beruflichen Bereich, aber natürlich auch im spirituellen Bereich – und diese Menschen haben eine ganz besondere Überzeugungskraft, weil sie von sich selbst so unglaublich eingenommen sind.
Die spüren keinen Zweifel, die spüren keine Unsicherheit, und das übertreibt sich auf die anderen Menschen. Und die sind wirklich beeindruckend.
Aber das geht nicht lange gut. Deswegen verschwinden solche Menschen auch schnell wieder.
Ja...
Und auf die, die das Tal, das tiefe tiefe Tal, das darauf folgt, durchschritten haben und trotzdem dranbleiben und ganz allmählich echte Erfahrung sammeln und wirklich wissen, wovon sie sprechen nach vielen, vielen Jahren, die haben diese Strahlkraft nicht mehr. Die zweifeln ständig an sich selbst –und dadurch lernen sie.
Die wissen, wie vielfältig und komplex das Thema, in dem sie arbeiten, ist, und nur Menschen, die wirklich die Wahrheit wissen wollen, hören diesen echten Weisen zu. Alle anderen hören lieber den charismatischen Dilettanten zu, die sich auf dem ersten Hoch befinden. Ja, und wie gesagt, diese Beobachtungen sind alt.
Die gibt es schon lange. Das ist nicht auf meiner Weisheit gewachsen, was ich dir gerade erzähle.
Das ist der Grund, warum junge Menschen so gerne die Welt verändern möchten; warum junge Menschen so gerne Revolution machen – weil sie sich sicher sind: „Ich weiß alles.” Und dann wird man ein wenig älter, und dann wird man vom Leben dazu gezwungen, sehr bescheiden zu werden. Dann entdeckt man, dass man eigentlich gar nichts weiß.
Wenn das Fundament des Berges zu wachsen beginnt
Link zum Thema im Video bei 16m17s
Ja, und so ist es mit dem spirituellen Weg auch.
Du beginnst, auf den spirituellen Weg zu geraten.
Es passiert einfach. Manche Menschen haben etwas, was sie „Erleuchtungserfahrung” nennen, ein Erlebnis unendlicher, unvorstellbarer Klarheit. Manche Menschen begegnen einem Guru oder einem Meister und erleben dessen Frieden und dessen Gnade in sich selbst.
Aber ganz gleich wie die Menschen das erleben – jeder Mensch erlebt es anders, da gibt es kein Richtig und kein Falsch: am Anfang ist es beeindruckend, und es tut sich eine neue Dimension für einen auf, ganz neu, ganz unerwartet. Man hat das Gefühl: „Wow, das ist es! Davon sprechen die Weisen, davon spricht Jesus, davon sprechen die Gurus!
Wow, jetzt habe ich es auch.” Und wie im beruflichen Leben, wie in allen Bereichen des Lebens auch, hat man dann den Drang und den Wunsch, das weiterzutragen, weil man das Gefühl hat: Ich weiß alles. Wow, das müssen die anderen auch wissen.” Man weiß nicht, dass das erst der Anfang ist. Man glaubt, man sei angekommen, dabei ist gerade erst die erste Tür aufgegangen.
Am Anfang ist es beeindruckend, und man hat das Gefühl: „Wow, das ist es! Davon sprechen die Gurus! Jetzt habe ich es auch.” Man hat das Gefühl: „Ich weiß alles”. Man weiß nicht, dass das erst der Anfang ist. Man glaubt, man sei angekommen, dabei ist gerade erst die erste Tür aufgegangen.
Link zum Zitat im Video bei 17m12s
Und dann passiert genau das Gleiche wie in allen anderen Lebensbereichen auch. Man ist auf diesem Hoch, und dann – es ist nur eine Frage der Zeit – stürzt man ab. Es ist nur eine Frage der Zeit. Irgendwann verschwindet dieses Hochgefühl wieder, diese Klarheit, die man geschenkt bekommen hat; die nicht durch eigenes Erfahren und Erleben langsam gewachsen, sondern die über einen hereingebrochen ist. Man weiß gar nicht, wie es überhaupt möglich war. Und nach gewisser Zeit ist es weg und man entdeckt, dass man eigentlich überhaupt nichts weiß.
Man ist auf diesem Hoch, und dann stürzt man ab. Irgendwann verschwindet dieses Hochgefühl wieder, diese Klarheit, die man geschenkt bekommen hat; die nicht durch eigenes Erfahren und Erleben gewachsen, sondern die über einen hereingebrochen ist. Und man entdeckt, dass man eigentlich überhaupt nichts weiß.
Link zum Zitat im Video bei 18m28s
Und je mehr man die Augen öffnet und je genauer man hinschaut, desto mehr entdeckt man, dass man keine Ahnung hat. Viele Menschen haben in dieser Phase dieses Gefühl: „Ich habe es verloren.
Ich war angekommen, ich war erleuchtet, und alles ist wieder weg. Was habe ich nur falsch gemacht?” Nichts hast du falsch gemacht. Du erlebst gerade nur diesen ganz natürlichen Zyklus der Dinge, durch die jeder Mensch hindurchschreiten muss.
Und je mehr man die Augen öffnet, desto mehr entdeckt man, dass man keine Ahnung hat. Viele fühlen dann: „Ich habe es verloren. Ich war angekommen, erleuchtet, und alles ist wieder weg. Was habe ich nur falsch gemacht?” Nichts hast du falsch gemacht. Du erlebst den natürlichen Zyklus der Dinge, die jeder Mensch durchschreiten muss.
Link zum Zitat im Video bei 19m34s
Und dann bist du ganz unten, und du erlebst dieses Tief besonders schmerzhaft, weil du eben ganz oben warst, und du denkst: „Wow, alles weg. Was soll ich nur tun?” Du weißt nicht, wie du kurze Zeit vorher auf diese Bergspitze gekommen warst. Es ist einfach geschehen. Du hast begonnen zu meditieren oder du hast ein Erlebnis gehabt, ganz spontan, oder ein anderer Mensch ist zu dir gekommen, und plötzlich hast du begonnen, das wahrzunehmen. Aber du weißt nicht, wie es geschehen ist, und du weißt auch nicht, wie du da wieder hochkommen kannst.
Aber du hast einmal davon gekostet, und wie die Neugier, die den Wissenschaftler im Berufsleben dazu treibt, dennoch weiterzumachen, diese Leidenschaft, die man im Beruf hat oder als Wissenschaftler, als Forscher, als Künstler, die packt dich dann. Du hast es einmal erlebt. Du weißt, was möglich ist. Du fühlst dich jetzt vollkommen unerleuchtet, womöglich verloren und völlig verkehrt, aber du willst wissen: „Wie geht das? Das muss ich herausfinden!” Und dann machst du weiter, ganz allmählich. Und dann ganz allmählich, wie in allen anderen Lebensbereichen auch, geschieht Lernen.
Du weißt nicht, wie du auf diese Bergspitze gekommen warst. Es geschah einfach. Aber du hast einmal davon gekostet, und jetzt weißt du, was möglich ist. Du fühlst dich jetzt unerleuchtet, womöglich verloren und völlig verkehrt, aber du willst wissen: „Wie geht das? Das muss ich herausfinden!” Und dann machst du weiter, ganz allmählich.
Link zum Zitat im Video bei 20m33s
Dann geschieht das innere Wachsen, und das braucht einfach nur Zeit. Und dann, ganz allmählich, langsam, unmerklich, wächst das Fundament dieses Berges in dir, den du für ganz kurze Zeit, ganz am Anfang, erlebt hast. Aber jetzt weißt du davon nicht mehr viel, weil es so langsam geschieht. Alles verändert sich. Du steigst, um bei diesem Bild des Berges zu bleiben, immer höher, aber du weißt nicht mehr viel davon. Du hast aufgehört, darüber nachzudenken. Du willst einfach lernen.
Dann geschieht das innere Wachsen, und das braucht einfach nur Zeit. Langsam, unmerklich, wächst das Fundament dieses Berges in dir, den du für ganz kurze Zeit erlebt hast. Alles verändert sich, aber jetzt weißt du davon nicht mehr, weil es so langsam geschieht. Du hast aufgehört, darüber nachzudenken. Du willst einfach lernen.
Link zum Zitat im Video bei 22m02s
Und je mehr du lernst, je höher du kommst, desto mehr siehst du, was du alles noch nicht weißt; desto mehr siehst du all die Tiefen, die noch in dir ruhen. Aber je offener und dafür wirst, je bereiter du dafür wirst, damit Frieden zu schließen, desto stiller, desto glücklicher, wirst du in dir selbst. Es ist fast paradox.
Und je mehr du lernst, je höher du kommst, desto mehr siehst du, was du alles noch nicht weißt; desto mehr siehst du all die Tiefen, die noch in dir ruhen. Aber je offener und dafür wirst, je bereiter du dafür wirst, damit Frieden zu schließen, desto stiller, desto glücklicher, wirst du in dir selbst. Es ist fast paradox.
Link zum Zitat im Video bei 22m54s
Du kannst nicht erleuchtet bleiben
Link zum Thema im Video bei 23m31s
Ja, und auf diesem Weg, auf dieser ganz natürlichen Entwicklungen, von der ich hier spreche, gibt es jetzt das, was ich „die 3 Hürden des spirituellen Weges” nenne. Und die erste Hürde, die ist da, wenn du ganz oben bist.
Vielleicht überrascht dich das jetzt... Aber die Hürde besteht darin, dass du da nicht mehr wegwillst.
Dieses Erleben dieses Hochs wurde dir geschenkt. Du hast nichts dafür getan. Du hast nicht darauf gewartet. Du hast es nicht ersehnt. Es ist einfach geschehen.
Und ich spreche gar nicht so sehr von irgendetwas Bombastischem. Manche Leute erleben das sehr dramatisch, andere erleben das ganz still, aber dennoch ist es etwas vollkommen Neues; etwas, was dich erstaunt, beeindruckt und irgendwie verändert.
Und da willst du jetzt bleiben – da oben. Du bist auf keinen Fall mehr weg davon.
Und wenn du das willst –, wenn du dort bleiben willst, wenn du diese Erfahrung nicht verlieren willst – dann heißt das: du bist nicht bereit, sie gehen zu lassen. Du bist nicht bereit, wieder da zu sein, wo du vorher warst.
Und dann wird, wenn du Pech hast, deinen Verstand, deine Vorstellungskraft, deine Gedanken, dafür sorgen, dass du dort bleibst. Das erste spontane Erleben ist echt. Du erlebst etwas, was wirklich ist. Du erlebst zum ersten Mal die Wahrheit über das Leben. Aber dann, wenn du beginnst, das behalten zu wollen, wenn du da oben bleiben möchtest, wenn du nicht bereit bist, das gehen zu lassen, dann wird deine Vorstellungskraft, deine Gedanken, dich in die Irre führen und dafür sorgen, dass du dort bleibst – aber in Wirklichkeit bist du in Gedanken. Das geht nicht lange gut.
Deswegen ist der Rat so mancher Gurus und auch der Rat von meinem Meister Soham...
Wenn Leute zu ihm kommen im Satsang sagen und von diesem Hoch erzählen, von dieser unglaublichen Erfahrung, die manche haben, oder von dieser stillen Erfahrung, von dieser neuen Erfahrung, dann sagte er... Ich habe ihn oft sagen hören: ”Und jetzt vergiss es wieder”.
Das heißt: sei bereit, es wieder gehen zu lassen: du erlebst es, und sofort bereit sein, es auch wieder gehen zu lassen. So überspringst du die erste Hürde des spirituellen Weges: alles Schöne, alles Wunderbare, selbst das, was du als den Himmel empfindest, selbst das, was du vielleicht als Erleuchtung empfindest, selbst das, dass du vielleicht als Angekommensein empfindest, wieder gehen zu lassen.
Sei bereit, es wieder gehen zu lassen: du erlebst es, und sofort bereit sein, es auch wieder gehen zu lassen. So überspringst du die erste Hürde des spirituellen Weges: alles Schöne, alles Wunderbare, selbst das, was du als den Himmel empfindest, als Erleuchtung, als Angekommensein, wieder gehen zu lassen.
Link zum Zitat im Video bei 27m14s
Und dann stürzt du ab. Wenn du nicht bereit bist, diese Erfahrung gehen zu lassen, sondern daran festhältst und dich, ohne dass du das merkst, in Gedanken verirrst, wirst du trotzdem irgendwann abstürzen, und dieser Absturz kann sehr, sehr tief und sehr schmerzhaft sein.
Manche Menschen überleben den nicht. Aber wenn du bereit bist, diese Erfahrung wieder gehen zu lassen, stürzt du trotzdem ab. Du entdeckst, dass du in Wirklichkeit überhaupt nichts weißt. Du entdeckst, dass du überhaupt nicht erleuchtet bist; dass du überhaupt nicht still bist.
Bereit für das dunkle Tal
Link zum Thema im Video bei 28m54s
Du gehst aus dieser neuen Erfahrung bewusster hervor, wacher hervor, und mit diesem neuen Bewusstsein, mit dieser neuen Wachheit, siehst du jetzt, wo du wieder bei dir angekommen bist, in deiner Normalität, diese Normalität viel klarer als vorher, viel ehrlicher als vorher – und das empfindest du als Absturz, als Tal.
Aber das ist gut. Das ist gut: diese Realität deiner selbst zum ersten Mal wirklich bewusst wahrzunehmen.
Du gehst aus dieser neuen Erfahrung bewusster hervor, wacher, und jetzt, wo du wieder in deiner Normalität angekommen bist, siehst du diese Normalität viel klarer, viel ehrlicher als vorher – und das empfindest du als Absturz, als Tal. Aber ist gut: diese Realität deiner selbst zum ersten Mal wirklich bewusst wahrzunehmen.
Link zum Zitat im Video bei 28m54s
Und das ist die zweite Hürde des spirituellen Weges: das nicht wollen – mit diesen neuen, wachen Augen nicht das sehen wollen, was ist. So empfindet man das dann... man empfindet sich also so unzulänglich.
Bevor man auf diesen Weg geraten war, bevor man so eine neue Erfahrung hatte oder so eine neue Klarheit, ganz gleich, ob es dramatisch oder still geschehen ist, wusste man nichts von all diesen Sachen. Man lebte einfach zufrieden vor sich hin, weil man nichts von sich selbst oder von irgendetwas anderem wusste.
Aber jetzt hast du einmal die Klarheit gekostet, und die ist jetzt wieder weg, und stattdessen siehst du nur noch deine Unzulänglichkeiten, deine Unfähigkeiten, deine Unbewusstheit, deine Gedanken, den Lärm in dir.
Bevor man auf diesen Weg geraten war und diese neue Erfahrung hatte, wusste man nichts von all diesen Sachen. Man lebte einfach zufrieden vor sich hin. Aber du hast die Klarheit gekostet, und die ist wieder weg, und stattdessen siehst du nur noch deine Unzulänglichkeiten, deine Unbewusstheit, deine Gedanken, den Lärm in dir.
Link zum Zitat im Video bei 30m24s
Und die natürliche Reaktion ist: „Das will ich nicht.
Ich will zurück – zurück nach oben, oder zurück dahin, wo ich vorher war, in meine bequeme Unwissenheit.” Und du kannst nur fortschreiten auf diesem Weg zu dir selbst, wenn du dazu bereit bist. Die zweite Hürde des spirituellen Weges ist: „Nein, das will ich nicht – auf keinen Fall.” Aber wenn du bereit bist, dort zu bleiben, wo du da gelandet bist... In Wirklichkeit ist es ein ganz toller Punkt, an dem du gelandet bist, aber das weißt du nicht. Du empfindest es als verkehrt und als, ja, fast schon als die Hölle.
Wenn du dazu bereit bist, 'ja' zu sagen zu diesem Tief und 'ja' zu sagen zu dem, was du da jetzt siehst und wahrnimmst, hauptsächlich in dir selbst...
wenn du dazu bereit bist, dann überspringst du diese zweite Hürde. Dann geht alles von selbst auf ganz natürliche Art und Weise weiter. Du musst nicht wissen, wie man das richtig macht. Du musst nicht wissen, wie man anders und besser wird. Du musst nicht wissen, wie man wieder erleuchtet wird. Nichts von dem musst du wissen. Du musst nicht wissen, in welche Richtung der Weg geht. Das Einzige, was an diesem Punkt zu tun ist, ist, 'ja' zu sagen; Frieden zu schließen mit sich selbst, wie man sich dort erlebt.
Wenn man das tut, dann beginnt in diesem Ja-Sagen, in diesem Lernen, sich selbst zu lieben, dieses ewige Lernen, das einen langsam nach Hause trägt.
Vom instabilen zum stabilen Gleichgewicht
Link zum Thema im Video bei 34m05s
Und dieses Lernen ist stabil. Ich bin Ingenieur, und die Physiker, die sprechen gerne von zwei Arten von Gleichgewichten, die es gibt. Es gibt ein instabiles Gleichgewicht und ein stabiles Gleichgewicht. Und was damit gemeint ist, kann man sich ganz gut so vorstellen.. Nimm eine kleine Kugel, und wenn du jetzt einen Kegel hast mit einer runden Spitze, vielleicht eine ganz große Kugel, und du setzt diese kleine Kugel ganz genau oben in die Mitte, an den Punkt dieser großen Kugel, an der es genau waagerecht ist...
Wenn du es schaffst, diese kleine Kugel genau an diese Stelle zu setzen, wird sie dort liegen bleiben – für immer. Aber auch nur die kleinste Störung, wenn diese kleine Kugel auch nur ein kleines bisschen nach links oder rechts oder hinten oder vorne gerät, wird sie beginnen, herunterzurollen bis ganz nach unten. Und das ist das, was die Physiker ein instabiles Gleichgewicht nennen. Es ist ein Gleichgewich, – die Kugel bleibt dort oben liegen –, aber es ist instabil, weil die kleinste Störung reicht, und die Kugel wird aus dieser Gleichgewichtslage herausgerissen und stürzt ab.
Ein stabiles Gleichgewicht ist, wenn du dir eine Schüssel vorstellst, eine runde Schüssel, und die Kugel lässt du jetzt in diese Schüssel hineinrollen. Und es ist nur eine Frage der Zeit, bis diese Kugel sich in der Mitte der Schüssel, unten, in Ruhe begibt. Und dort bleibt sie liegen. Du kannst jetzt an dieser Schüssel rütteln: dann wird die Kugel kurz wackeln, aber sie rollt sofort wieder in diese Gleichgewichtslage zurück. Ganz gleich, was passiert, ganz gleich, wie sehr du diese Ruhe störst: die Kugel wird immer, in kürzester Zeit, zurückkehren in diese stabile Gleichgewichtslage.
Und das ist das, was wächst, wenn man dann beginnt, obwohl man sich so verkehrt fühlt, so unzulänglich, so unerleuchtet... Wenn man beginnt, sich dort unten einzurichten, 'ja' dazu zu sagen, und lernt, sich und dieses Tief zu lieben, dann wächst dort ein stabiles Gleichgewicht.
Du wächst ganz langsam. Du wächst immer höher, aber das ist stabil. Das, was dort wächst, kann nicht mehr erschüttert werden. Das Leben rüttelt an dir, du hast Erlebnisse und Erfahrungen, die schwierig sind, aber es macht nichts: innerhalb kürzester Zeit kehrst du zurück in deine Ruhe, kehrst du zurück in deinen Frieden.
Das ist das, was dort wächst, nachdem man beginnt, mit diesem Tal Frieden zu schließen – genau wie im ersten Beispiel der Wissenschaftler, wenn der mit seiner Unwissenheit Frieden schließt und trotzdem seiner Neugier folgen kann, immer mehr lernt, obwohl er nie das Gefühl hat, er weiß mehr. Im Gegenteil: er wird immer bewusster in seinem Arbeitsbereich und entdeckt immer noch mehr, was er nicht weiß, und wird doch immer weiser.
Wenn man beginnt, 'ja' dazu zu sagen und dieses Tief zu lieben, dann wächst dort ein stabiles Gleichgewicht, das nicht erschüttert werden kann. Das Leben rüttelt an dir, du hast Erlebnisse und Erfahrungen, die schwierig sind, aber es macht nichts: innerhalb kürzester Zeit kehrst du zurück in deine Ruhe, kehrst du zurück in deinen Frieden.
Link zum Zitat im Video bei 36m56s
Und so ist es auf dem spirituellen Weg auch. Du beginnst nicht, dich weise zu fühlen. Du beginnst nicht, dich erleuchtet zu fühlen – im Gegenteil: du nimmst immer noch mehr wahr, was an dir nicht erleuchtet ist und unweise. Und trotzdem wächst du immer mehr. Dein Leben verändert sich immer mehr, stabil, verlässlich, gesund.
Und so ist es auf dem spirituellen Weg auch. Du beginnst nicht, dich weise zu fühlen. Du beginnst nicht, dich erleuchtet zu fühlen – im Gegenteil: du nimmst immer noch mehr wahr, was an dir nicht erleuchtet ist und unweise. Und trotzdem wächst du immer mehr. Dein Leben verändert sich immer mehr, stabil, verlässlich, gesund.
Link zum Zitat im Video bei 38m30s
Wachsen, ohne etwas zu erwarten
Link zum Thema im Video bei 39m01s
Und die dritte Hürde des spirituellen Weges ist nun die, dass man zu diesem langsamen Wachsen nicht bereit ist.
Es gibt Menschen, die sind dazu bereit, das Hoch gehen zu lassen, und die sind bereit, zurückzukehren ins Tal. Andere Leute sind nicht bereit dazu und stürzen dann irgendwann ganz schmerzhaft ab, aber beiden ist gemeinsam: sie finden sich dort unten im Tal wieder und lernen, dazu 'ja' zu sagen. Sie überspringen die zweite Hürde. Aber dann erwarten sie, dass sie wieder nach oben kommen.
Dann wollen sie das, was sie verloren haben, wieder zurückhaben – als Lohn dafür, dass sie 'ja' sagen zu diesem Tal. Sie sagen: „Okay, ich bin in der Hölle. Ich lerne jetzt, dazu 'ja' zu sagen, damit ich dann in den Himmel komme.” Aber so funktioniert es nicht. Wenn du das tust, dann wirst du ungeduldig sein, du wirst etwas erwarten, und dann kannst du nicht lernen.
Es gibt Menschen, die sind dazu bereit, das Hoch gehen zu lassen und ins Tal zurückzukehren. Aber dann erwarten sie, dass sie wieder nach oben kommen. Dann wollen sie das, was sie verloren haben, wieder zurückhaben – als Lohn dafür, dass sie 'ja' sagen zu diesem Tal. Aber so funktioniert es nicht.
Link zum Zitat im Video bei 39m12s
Die dritte Hürde des spirituellen Weges besteht darin, dass du etwas willst; dass du ungeduldig bist.
Aber diese letzte Phase des spirituellen Weges, die unendlich ist, die besteht darin, einfach weiterzumachen: weiterzumachen mit 'ja' sagen, weiterzumachen mit das lieben, was ist, da unten im Tal, ohne Erwartung, ohne auf irgendetwas zu warten – für immer.
Die dritte Hürde des Weges besteht darin, dass du etwas willst; dass du ungeduldig bist. Aber diese letzte Phase des spirituellen Weges, die unendlich ist, besteht darin, einfach weiterzumachen: weiterzumachen mit 'ja' sagen, weiterzumachen mit das lieben, was ist, da unten im Tal, ohne Erwartung, ohne auf irgendetwas zu warten – für immer.
Link zum Zitat im Video bei 40m28s
Wenn du dazu bereit bist – deine Erwartungen loszulassen, auf nichts zu warten, nichts zu wollen, sondern einfach da zu sein, wo du jetzt bist, für immer –, dann überspringst du die dritte Hürde des spirituellen Weges, und du wächst und wächst, und keiner kann dich aufhalten.
Wenn du dazu bereit bist – deine Erwartungen loszulassen, auf nichts zu warten, nichts zu wollen, sondern einfach da zu sein, wo du jetzt bist, für immer –, dann überspringst du die dritte Hürde des spirituellen Weges, und du wächst und wächst, und keiner kann dich aufhalten.
Link zum Zitat im Video bei 41m15s
Und diese dritte Hürde ist eine Hürde, die immer auf einen wartet. An jedem Punkt dieses Weges ist es möglich, dass du aufhörst, bereit zu sein, hier zu sein. Du sagst: „ja, aber jetzt, jetzt muss doch mal was dabei rüberkommen!” Jeden Tag, in jedem Augenblick, in jeder Erfahrung, ganz gleich wie sie ist, bereit sein, hier zu sein, damit zu sein, wie es jetzt ist, ohne Erwartung – das ist die Aufgabe, um diese dritte Hürde zu überspringen, immer wieder, jeden Tag.
An jedem Punkt dieses Weges ist es möglich, dass du aufhörst, bereit zu sein, hier zu sein. Du sagst: „jetzt muss doch mal was dabei rüber kommen!” In jedem Augenblick, jeder Erfahrung, ganz gleich wie sie ist, bereit sein, hier zu sein, damit zu sein, wie es jetzt ist, ohne Erwartung – das ist die Aufgabe, um diese dritte Hürde zu überspringen.
Link zum Zitat im Video bei 41m46s
Und es gibt ein Hilfsmittel dafür, für diesen Weg, für diese dritte Phase, und das ist die Meditation, von der ich so gerne spreche: die Samarpan-Meditation; die ist dafür geschaffen. Das Einmalige an dieser Meditation ist genau das, womit ich eben diese dritte Phase des spirituellen Weges charakterisiert habe. Man setzt sich hin, man schließt die Augen für eine halbe Stunde, aber ohne etwas zu erwarten; ohne Sinn und ohne Zweck.
Man ruht mit der Aufmerksamkeit für eine halbe Stunde hier oben im Kronenchakra, aber nicht, damit dann etwas geschieht; nicht, damit man sich dann anders fühlt: nicht, dass man dann anders wird, sondern ganz ohne Erwartung, ohne Wunsch – ohne den Wunsch: das bringt mich in den Himmel; ohne den Wunsch: das erleuchtet mich; ohne den Wunsch: das wird mein Leben verändern.
Diese Meditation ist dieses tägliche Üben, 'ja' zu sagen zu dem, wo ich jetzt bin – egal, wo das sein mag.
Man ruht für eine halbe Stunde im Kronenchakra, aber nicht, damit man sich dann anders fühlt oder anders wird, sondern ganz ohne Erwartung – ohne den Wunsch: das bringt mich in den Himmel; das erleuchtet mich; das wird mein Leben verändern. Diese Meditation ist das tägliche Üben, 'ja' zu sagen zu dem, wo ich jetzt bin – egal, wo das sein mag.
Link zum Zitat im Video bei 43m27s
Du musst mit der Meditation natürlich nicht darauf warten, bis du da unten im Tal sitzt. Du kannst sie heute anfangen, ganz gleich, wo du im Leben stehst. Es ist ein unendlicher Segen.
Die drei Hürden in der Meditation
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Aber ich will gar nicht viel über die Meditation selbst sprechen... das tue ich ja in allen meinen Videos. Wenn du dich dafür interessierst: schau auf meiner Website auf der Seite Samarpan-Meditation vorbei, da habe ich dir ein paar Informationen dazu zusammengetragen, und insbesondere auch Links zu den offiziellen Informationen über diese Meditation und wie du sie lernen kannst. Es geht ganz einfach.
Worüber ich jetzt sprechen möchte, ist, dass dieser Vorgang, von dem ich dir jetzt schon zweimal erzählt habe, auch in der Meditation passieren. Du beginnst zu meditieren, und oft ist es am Anfang einfach wunderbar. Es ist, als würdest du eine ganz neue Dimension entdecken in dir. Diese Meditation, was die in Wirklichkeit macht, ist: sie macht dich bewusster, sie macht dich empfindsamer, sie öffnet dir die Augen.
Und im ersten Moment, in den ersten Wochen oder Monaten, für manche Leute auch in den ersten Jahren, ist das eine wunderbare Erfahrung. Aber dann geschieht, unweigerlich, auch, dass du mit diesen neuen Augen, mit diesen wachen Augen, im Inneren Dinge siehst, die dir nicht gefallen. Du beginnst, deine wahre innere Realität als Mensch zu sehen. Du beginnst zu sehen, wie laut deine Gedanken sind und wie schwach du bist im Angesicht der Kraft der Gedanken.
Und dann trotzdem weiter zu meditieren... In der Meditation ist die erste Hürde, dass du dieses Schöne erlebst und das dann behalten möchtest – aber das ist keine Meditation. Meditieren ist, wenn du dich hinsetzt und nichts willst – weder etwas erlangen möchtest noch etwas behalten möchtest –, sondern einfach alles geschehen lässt, was geschieht, und zu allem 'ja' sagst, was geschieht in dir drin, während du meditierst; dass du das Schöne gehen lässt und bereit bist für alles, was danach kommen mag.
In der Meditation ist die erste Hürde, dass du dieses Schöne erlebst und es behalten möchtest – aber das ist keine Meditation. Meditieren ist, wenn du nichts willst – weder etwas erlangen noch etwas behalten –, sondern zu allem 'ja' sagst, was geschieht in dir drin, während du meditierst; dass du das Schöne gehen lässt und bereit bist für alles, was danach kommen mag.
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Die zweite Hürde in der Meditation ist, dass du dann beginnst, in dir während der Meditation all das zu erleben, was du eigentlich gar nicht willst: den Lärm deiner Gedanken, unangenehme Gefühle... Du bekommst das Gefühl: „Ich kann das nicht; ich kann nicht meditieren.” Du bekommst das Gefühl: „ich werde nie gedankenlos”.
Kein Mensch hat dir gesagt, dass du gedankenlos sein musst. Du ignorierst einfach alles und ruhst in deinem Kronenchakra, ganz gleich was passiert. Und wenn du dazu bereit bist, dann kannst du meditieren.
Wenn du einfach alles so sein lässt, wie es ist, und dazu 'ja' sagst, dann kannst du weiter meditieren.
Die zweite Hürde ist, dass du beginnst, in dir während der Meditation all das zu erleben, was du gar nicht willst: den Lärm deiner Gedanken, unangenehme Gefühle... Du ignorierst einfach alles und ruhst im Kronenchakra, ganz gleich was passiert. Wenn du dazu bereit bist und einfach alles so sein lässt, wie es ist, und dazu 'ja' sagst, dann kannst du weiter meditieren.
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Und wenn du dann nach diesem ersten Hoch dieses Tal angenommen und lieben gelernt hast in deiner Meditation, dann meditierst du jeden Tag weiter, jeden Tag, Woche für Woche, Monat für Monat, Jahr für Jahr. Du hast das Hoch vergessen, du hast das Tief vergessen...
Es ist, als würdest du immer weniger wissen über dich und deinen Zustand und wo es hingeht, und dann einfach weiter zu meditieren, obwohl man überhaupt nicht weiß, wo es hinführen soll... das ist die dritte Hürde – auch in der Meditation: einfach immer weitermachen.
Wenn du nach dem ersten Hoch das Tal angenommen und lieben gelernt hast, meditierst du jeden Tag weiter. Du hast das Hoch vergessen, du hast das Tief vergessen. Es ist, als würdest du immer weniger wissen über dich, deinen Zustand und wo es hingeht, und dann einfach weiter zu meditieren, das ist die dritte Hürde: einfach weitermachen.
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Swamiji schrieb einmal: wenn jemand zu ihm kommt und ihn fragt, wie ihr spiritueller Zustand ist, dann weiß er natürlich sofort, dass der schlecht ist.
Solange du dich fragst, „ist mein Zustand gut, oder ist er womöglich schlecht?”, solange sorgst du dich um deinen Zustand, und dann machst du dir Gedanken: du lebst in Gedanken.
Das ist die Schwierigkeit dieses Hochgefühls, von dem ich anfangs sprach: „Ah, 'ich' bin erleuchtet. 'Ich' fühle mich gut, und das ist gut und das ist richtig. Ich mache es richtig und ich bin toll." In Wirklichkeit lebt man im Gedanken. Nur wenn du das, was du da erlebst, wahrnimmst, aber auch sofort wieder gehen lässt und das überhaupt nicht persönlich nimmst, bist du nicht in Gedanken. Oder du bist im Tal und denkst, „ich bin verkehrt, ich habe es verloren, ich will da wieder hin”, dann lebst du in Gedanken.
Aber wenn du dann ganz allmählich lernst, alle Gedanken loszulassen und einfach nur 'ja' zu sagen zu dem, wie es ist, dann weißt du nichts über dich.
Du weißt nicht, ob du erleuchtet bist. Du weißt nicht, ob du schlecht bist oder gut. Du weißt nicht, ob du es richtig machst oder falsch. Du stellst dir diese Fragen nicht. Du bist einfach da, wo du bist, ohne irgendetwas darüber zu wissen. Swamiji... falls du nicht weißt, von wem ich spreche: das ist der indische Meister, der aus dem Himalaya die Samarpan-Meditation bringt.
Deswegen spreche ich so oft über ihn: weil er diese wunderbare Meditation zu uns bringt. Und an anderer Stelle sagte er einmal, oder schrieb einmal, dass der Mensch, der ankommt, der, der diese dritte Phase immer weiter lebt, immer weiter lebt, der merkt nichts davon, dass er langsam auf dem Berggipfel ankommt. Der weiß nichts davon.
Wenn du ganz allmählich lernst, alle Gedanken loszulassen und einfach 'ja' zu sagen zu dem, wie es ist, weißt du nichts über dich. Du weißt nicht, ob du erleuchtet bist. Du weißt nicht, ob du schlecht bist oder gut, ob du es richtig machst oder falsch. Du stellst dir diese Fragen nicht. Du bist einfach da, wo du bist, ohne irgendetwas darüber zu wissen.
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Der, der wirklich erleuchtet ist, weiß nichts von seiner Erleuchtung. Der, der wirklich angekommen ist im Himmel, weiß nichts davon. Er liebt einfach alles – aber das ist so normal und selbstverständlich für ihn, dass er nichts davon weiß.
Der Mensch, der diese dritte Phase immer weiter lebt, der merkt nichts davon, dass er langsam auf dem Berggipfel ankommt. Der, der wirklich erleuchtet ist, weiß nichts von seiner Erleuchtung. Der, der wirklich angekommen ist im Himmel, weiß nichts davon. Er liebt einfach alles – aber das ist so normal und selbstverständlich für ihn, dass er nichts davon weiß.
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Wer wirklich liebt, der weiß es nicht
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Und jetzt möchte ich noch über die Liebe sprechen.
Es heißt ja oft: „Lerne, dich zu lieben. Lerne, das zu lieben, was du erlebst. Lerne zu lieben, wie du bist.” Das sage ich in vielen meiner Videos.
Das ist das, was du beginnst zu lernen, wenn du die erste Phase überstanden hast und dann im Tal landest: da lernst du lieben. Du lernst, dich selbst zu lieben. Du lernst, 'ja' zu sagen zu deinen Gefühlen, zu deinem Zustand, zu deinen Eigenheiten; zu dem, was du als deine Unfähigkeiten und Fehler empfindest. Ganz allmählich fängst du an, zu lieben.
Und wenn du begonnen hast, sich selbst zu lieben, dann, ganz allmählich, fängst du auch an, alles andere um dich herum zu lieben: die Welt um dich herum, die Menschen um dich herum, immer mehr und immer mehr. Aber auch für die Liebe gilt das, was ich in diesem Video beschreibe.
Am Anfang hast du das Gefühl: „Ich liebe: jetzt liebe ich mich – wow.” Oder: „ich liebe dich”...
das ist das, was Liebende einander sagen: „Ich liebe dich.” Wir fragen: „Und liebst du mich?” Aber es ist wie mit der Meditation: solange du das Gefühl hast, du machst die Meditation richtig, solange meditierst du nicht, weil du in Gedanken bist. Solange du das Gefühl hast, du machst die Meditation falsch, du bist unten im Tal, solange meditierst du nicht: du bist in Gedanken.
Aber dann, ganz allmählich, vergisst du alles über Richtig und Falsch. Du schließt einfach Freundschaft mit dem, wie ist es. Du denkst nicht mehr nach, wie du meditierst und warum du meditierst und ob das richtig ist oder falsch. Du vergisst alles darüber. Du vergisst alle diese Gedanken, und du meditierst einfach.
Du weißt nichts darüber.
Solange du das Gefühl hast, du machst die Meditation richtig, solange meditierst du nicht, weil du in Gedanken bist. Solange du das Gefühl hast, du machst Meditation falsch, solange meditierst du nicht: du bist in Gedanken. Aber dann, ganz allmählich, vergisst du alles über Richtig und Falsch, alle Gedanken, und du meditierst einfach. Du weißt nichts darüber.
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Und so ist es mit dem Lieben.
Am Anfang denkst du: „Oh, ist das schön, zu lieben” – sich selbst oder andere.
Das kennst du als Jugendlicher: das ist so schön, sich zu verlieben und sich darin zu verlieren, und der andere liebt es, von dir geliebt zu werden.
Aber dann erlebst du, wie diese Liebe wieder verschwindet. Plötzlich ist sie weg. Der andere liebt dich nicht mehr, oder du liebst den anderen Menschen nicht mehr, und du denkst: „Was ist geschehen? Ich habe die Liebe verloren. Eben hatte ich sie noch..." Aber dann verliebst du dich wieder. Das Spiel geht von vorne los. Du bist wieder ganz oben, Flitterwochen, und dann stürzt du doch wieder ab, und du hast die Liebe wieder verloren.
Und irgendwann, spätestens wenn der spirituelle Weg beginnt, entdeckst du: „Wow, ich weiß nichts über die Liebe. Ich habe nie geliebt in diesem Leben. Was ich für Liebe gehalten habe, war etwas vollkommen anderes.” Menschen, die in diesem ersten Hoch sind, glauben, sie wissen alles über die Liebe, und wir schreiben Romane darüber und Gedichte, wir machen Filme darüber.
Und dann entlieben wir uns wieder, und wir sind in der Hölle.
Die meisten Menschen bleiben in diesem Kreislauf: sie warten darauf, bis sie wieder in dieses Hoch geraten, weil sie sich verlieben, und dann kommen sie wieder in die Hölle. Und ganz wenige Menschen beginnen, meistens, ohne dass sie das eigentlich wollen, hinter die Kulissen zu blicken.
Vielleicht fangen sie an zu meditieren. Vielleicht kommen sie zu einem Meister, oder irgendetwas anderes im Leben geschieht – und die Augen öffnen sich, und sie entdecken: „Wow... ich weiß nichts über die Liebe. Ich weiß überhaupt nichts über die Liebe.” Und dann... ganz wenige Menschen schließen damit Frieden, mit dieser Hölle, mit diesem scheinbaren Verlust der Liebe, mit dieser Unfähigkeit, zu lieben. Sie beginnen, das zu lieben: dass sie nichts über die Liebe wissen. Sie beginnen, das zu lieben, wie es ist.
Sie können nicht lieben – und lernen, das zu lieben.
Und dann, ganz langsam, lernen sie immer mehr zu lieben, und es wird immer einfacher. Das Schwierigste ist, sich selbst zu lieben, nachdem man gelernt hat, zu sehen. Das Schwierigste im Leben ist, sich selbst zu lieben, wenn die inneren Augen geöffnet worden sind.
Aber man hat keine Wahl.
Man beginnt, sich so zu lieben – mit all dieser Unfähigkeit, mit all diesem Unvermögen. Man merkt es gar nicht. Man weiß: „Ich kann nicht lieben. Ich kann überhaupt nichts. Alles, was hier geschieht, ist nicht, weil ich so gut bin. Ich kann gar nichts.” Dann beginnt Liebe zu geschehen.
Das Schwierigste ist, sich selbst zu lieben, nachdem man gelernt hat, zu sehen. Das Schwierigste im Leben ist, sich selbst zu lieben, wenn die inneren Augen geöffnet worden sind. Aber man hat keine Wahl. Man beginnt, sich so zu lieben – mit all dieser Unfähigkeit, mit all diesem Unvermögen.
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Man weiß: „Ich liebe nicht. Mit mir hat diese Liebe nichts zu tun, so viel steht fest.” Aber sie fließt trotzdem.
Und dann wird aus einem Lieben Liebe – Liebe, die einfach da ist.
Man weiß: „Ich kann nicht lieben. Ich kann überhaupt nichts. Alles, was hier geschieht, ist nicht, weil ich so gut bin. Ich kann gar nichts.” Dann beginnt Liebe zu geschehen. Man weiß: „Ich liebe nicht. Mit mir hat diese Liebe nichts zu tun, so viel steht fest.” Aber sie fließt trotzdem. Und dann wird aus einem Lieben Liebe – Liebe, die einfach da ist.
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Es ist nicht, dass 'ich' liebe. Es ist nicht, dass 'ich' Liebe bekomme oder Liebe gebe. Ich habe entdeckt: das geht nicht; das kann ich nicht; das gibt es nicht.
Und doch ist Liebe da – einfach so.
Und diese Liebe, die ist immer da. Die kann man nicht verlieren. Die geht nicht weg. Sie hat mit mir nichts zu tun, und auch nichts mit dir.
Es ist nicht, dass 'ich' liebe. Es ist nicht, dass 'ich' Liebe bekomme oder Liebe gebe. Ich habe entdeckt: das geht nicht; das kann ich nicht; das gibt es nicht. Und doch ist Liebe da – einfach so. Und diese Liebe, die ist immer da. Die kann man nicht verlieren. Die geht nicht weg. Sie hat mit mir nichts zu tun, und auch nichts mit dir.
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Und das ist wie mit dem spirituellen Weg: solange jemand sagt, „ich bin erleuchtet”, weiß ich, dass dieser Mensch ganz am Anfang ist. Solange jemand zu mir kommt und sagt, „ich habe meine Erleuchtung verloren, was ist nur geschehen”, so lange weiß ich, dass dieser Mensch ganz am Anfang ist – und daran ist nichts verkehrt. Und wenn jemand zu mir kommt und sagt, „ich liebe dich”, dann weiß ich: dieser Mensch ist ganz am Anfang, und was er da sagt, hat mit mir nichts zu tun.
Solange jemand sagt, „ich bin erleuchtet”, weiß ich, dass dieser Mensch ganz am Anfang ist. Solange jemand zu mir kommt und sagt, „ich habe meine Erleuchtung verloren, was ist nur geschehen”, so lange weiß ich, dass dieser Mensch ganz am Anfang ist – und daran ist nichts verkehrt.
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Und wenn jemand kommt und sagt, „ich kann nicht lieben, dann weiß ich: dieser Mensch ist ganz am Anfang. Und das ist wunderbar, an diesem Anfang zu sein. Das ist der erste Schritt.
Aber dann gibt es Menschen, die haben etwas an sich, aber sie sprechen nicht darüber.
Sie sprechen nicht von ihrer spirituellen Fähigkeit oder von ihrer Erleuchtung. Die sagen nicht, „ich liebe dich”, und die sagen auch nicht, „warum liebst du mich nicht?” Die machen sich darüber überhaupt keine Gedanken mehr. Und doch ist überall um diese Menschen herum Liebe.
Es gibt Menschen, die haben etwas an sich, doch sie sprechen nicht darüber. Sie sprechen nicht von ihrer spirituellen Fähigkeit oder ihrer Erleuchtung. Die sagen nicht, „ich liebe dich”, und auch nicht, „warum liebst du mich nicht?” Die machen sich darüber überhaupt keine Gedanken mehr. Und doch ist überall um diese Menschen herum Liebe.
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Die Menschen haben um Jesus viele Wunder erlebt, Wunder der Liebe. Wenn sie zu ihm rannten und ihm dankten, sagte er: „Ich habe nichts gemacht. Dein Glaube hat dich geheilt.” Es gibt diesen gigantischen indischen Guru, Neem Karoli Baba... so viele unglaubliche Wunder sind um ihn herum geschehen.
Und die Leute sind zu ihm gerannt und haben ihm gedankt und er sagte: „Das hat mit mir nichts zu tun. Gott... Gott hat das getan.” Und so ist dann der, der meditiert und um den Wunder beginnen zu geschehen. Der sagt: „Das hat mit mir nichts zu tun. Ich weiß von nichts. Ich tue nichts. Das tut irgendjemand anderes, aber ich bin es nicht.” Wenn sich Menschen unendlich geliebt fühlen von diesem Guru oder Meister oder von Jesus oder wem auch immer... der sagt: „Ich weiß von nichts. Ich liebe nicht.
Die Menschen haben um Jesus viele Wunder erlebt. Wenn sie ihm dankten, sagte er: „Ich habe nichts gemacht. Dein Glaube hat dich geheilt.” Neem Karoli Baba... unglaubliche Wunder sind um ihn herum geschehen. Und die Leute sind zu ihm gerannt und haben ihm gedankt und er sagte: „Das hat mit mir nichts zu tun. Gott... Gott hat das getan.”
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Ja, Liebe ist da, aber keiner, der liebt.” Was für ein Thema.
So ist der, um den herum Wunder beginnen zu geschehen. Der sagt: „Das hat mit mir nichts zu tun. Ich weiß von nichts. Ich tue nichts. Das tut irgendjemand anderes. Ich bin es nicht.” Wenn sich Menschen unendlich geliebt fühlen von diesem Meister... der sagt: „Ich weiß von nichts. Ich liebe nicht. Ja, Liebe ist da, aber keiner, der liebt.”
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Über die vierte Hürde kann nur Gott dich heben
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Es gibt noch eine vierte Hürde, von der ich dir gerne erzählen möchte im Zusammenhang mit der Samarpan-Meditation. Diese Meditation hat nämlich einen entscheidenden Nachteil, und den möchte ich dir nicht verschweigen: sie ist zu einfach.
Sie ist so einfach in der Ausführung, so simpel, und obendrein kostet sie nichts; man muss nichts dafür tun; man bekommt sie einfach geschenkt... und man sitzt da und hat das Gefühl, man tut überhaupt nichts. Man hat das Gefühl, es passiert auch nichts, und es ist so einfach, dass man sich noch nicht einmal anstrengen muss.
Und weil sie so einfach ist und nichts kostet, begreift unser Verstand nicht, was für ein Diamant sie ist.
Diese Meditation hat einen entscheidenden Nachteil: sie ist zu einfach. Man bekommt sie einfach geschenkt... Man sitzt da und hat das Gefühl, man tut überhaupt nichts, es passiert nichts, und es ist so einfach, dass man sich noch nicht einmal anstrengen muss. Und weil sie so einfach ist und nichts kostet, begreift unser Verstand nicht, was für ein Diamant sie ist.
Link zum Zitat im Video bei 1h06m20s
Alles, was schwierig ist, eine Herausforderung, teuer, wertvoll, das erscheint uns gut und wichtig.
Aber diese Meditation ist so einfach, dass sie uns nicht wertvoll erscheint. Und sie ist auch so einfach zu praktizieren, dass sie dem Ego nichts gibt. Es gibt so viele Meditationen, und alle haben gemeinsam, dass auf irgendein Ziel hingearbeitet wird. Da kann man sich wichtig fühlen und richtig. Manchmal erlebt man dann schöne Sachen, man kann sich toll fühlen – „ich mache Fortschritte” –, aber bei der Samarpan-Meditation ist das alles nicht. Die ist zu einfach – nichts, worauf du stolz sein könntest.
Das ist ihr Geheimnis und gleichzeitig ihr größter Nachteil, weil es viele Menschen gibt, die ihren Wert übersehen.
Alles, was schwierig ist, herausfordernd, teuer, wertvoll, das erscheint uns gut und wichtig. Aber diese Meditation ist so einfach, dass sie dem Ego nichts gibt – nichts, worauf du stolz sein könntest. Das ist ihr Geheimnis und gleichzeitig ihr größter Nachteil, weil es viele Menschen gibt, die ihren Wert übersehen.
Link zum Zitat im Video bei 1h07m15s
Und bei dieser vierten Hürde kann ich dir leider nicht helfen. Das muss Gott machen, indem er dir das Wissen schenkt: „Ah – das ist es.” So war es bei mir, als ich zum ersten Mal von der Meditation gehört habe; da wusste ich: „Ja! Darauf habe ich gewartet.” Und jetzt mache ich sie schon lange, und ich warte auf nichts.
Es ist wunderbar.
Da ist einfach Liebe
Link zum Thema im Video bei 1h09m12s
Gleich, wenn ich dieses Video beende, werde ich wahrscheinlich wieder wie immer am Ende eines Videos meine Hände falten und zu dir sagen: „Ich liebe dich.” Aber das hat nichts damit zu tun, dass ich, Dhyan Mikael, dich, wie auch immer du heißt, liebe. Wenn ich diesen Satz sage, habe ich mich vollkommen vergessen, und ich weiß nicht, zu wem ich spreche.
Ich könnte spirituell korrekt sagen, „da ist Liebe”, aber das wäre einfach nur affig. Also sage ich das, was falsch klingt; ich kann nicht anders. Da ist einfach Liebe.
Was soll man machen?
Wenn ich das Video beende, werde ich wieder sagen: „Ich liebe dich.” Aber das hat nichts damit zu tun, dass ich, Dhyan Mikael, dich liebe. Wenn ich dies sage, habe ich mich vollkommen vergessen. Ich könnte spirituell korrekt sagen, „da ist Liebe”, aber das wäre affig. Also sage ich, was falsch klingt; ich kann nicht anders. Da ist einfach Liebe. Was soll man machen?
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Ja...
Und deswegen mache ich das, was ich hier tue: aus reiner Freude, aus reiner Liebe – nicht Liebe zu dir; das hat damit überhaupt nichts zu tun.
Ich kann einfach nicht anders. Es macht mir einfach Freude.
Wer sich für das interessiert, wovon ich spreche, das weiß ich nicht, und es ist auch nicht meine Angelegenheit. Ich habe einfach Freude daran, dieser Liebe, die mit mir nichts zu tun hat, Raum zu geben und davon zu erzählen, jedes Mal wieder neu, jedes Mal wieder anders.
Und dafür gebe ich alles, weil es so schön ist. Ich will nichts behalten von dem, was mir geschenkt worden ist. Ich möchte alles hergeben, alles weitergeben.
Das gilt übrigens auch fürs Geld. Manchmal, am Schluss eines Videos oder am Schluss eines Satsangs, weise ich dich darauf hin, dass es die Möglichkeit gibt, mich finanziell zu unterstützen. Aber eigentlich hat das mit mir nichts zu tun. Eigentlich unterstützt du nicht mich. Du machst das möglich, was hier geschieht: dieses Video, den nächsten Satsang, den nächsten Retreat.
Und es gibt Menschen, die mich manchmal fragen, was es denn damit auf sich hat. Im spirituellen Bereich gibt es ja die tollsten Gestalten, und man ist sich nicht immer sicher, was die Motive hinter dem sind, was die Menschen tun. Und ich erzähle ja normalerweise nicht viel von mir persönlich, aber ein wenig möchte ich dir jetzt doch berichten.
Mir ist im Leben alles einerlei geworden. Mir ist im Grunde egal, wie mein Leben weitergeht. Aber das, was mir Freude macht, ist, das Wissen darüber, was im Leben möglich ist, weiterzugeben; darüber zu sprechen, was ich vor drei Jahren zum ersten Mal gesagt habe. Das ist das, was auf meiner Website ganz am Anfang steht: dass du leben kannst, ohne das Gefühl, der Handelnde zu sein; dass du leben kannst ohne Last und ohne Leid, wundersam getragen von dem, was immer war und immer ist. Davon möchte ich sprechen, immer wieder. Und ich habe nichts.
Mir ist im Leben alles einerlei geworden. Aber was mir Freude macht, ist, das Wissen darüber, was möglich ist, weiterzugeben: dass du leben kannst, ohne das Gefühl, der Handelnde zu sein; dass du leben kannst ohne Last und ohne Leid, wundersam getragen von dem, was immer war und immer ist. Davon möchte ich sprechen, immer wieder.
Link zum Zitat im Video bei 1h13m14s
Ich habe ein paar Klamotten, jetzt wieder... Das habe ich heute zum ersten Mal an. Ich habe mir vor ein paar Tagen mal wieder ein paar neue Klamotten gekauft. Das mache ich alle paar Jahre, wenn die Alten abgetragen sind. Aber außer den wenigen Dingen des praktischen Lebens, eine Bettdecke, ein paar Kochtöpfe, habe ich nichts. Ich habe noch nicht einmal ein Auto. Ich brauche auch keins. Ich habe kein Sparbuch, ich habe keine Aktien.
Ich mache mir keine Gedanken über morgen. Alles, was ich bekomme, gebe ich sofort wieder aus. Das, was nicht beim Finanzamt landet, landet im technischen Equipment, in all dem, was nötig ist, für das, was ich in Satsangs und in den Videos und in den Retreats tue. Und es ist mir so eine Freude. Alles, was ich von meinem Guru, von meinem Meister, vom Leben, von Gott bekommen habe, gebe ich her. Und alles, was ich von dir bekomme an Unterstützung gebe ich sofort wieder her. Und so zu leben ist für mich das allergrößte Geschenk: alles hergeben, immer wieder, sofort.
Unterstütze mich, wenn es dir Freude macht
Link zum Thema im Video bei 1h15m50s
Das heißt, wenn du Lust hast, mich zu unterstützen, unterstützt du nicht mich. Du unterstützt das, was du hier bekommst, was auch immer das ist – etwas, was mit mir persönlich überhaupt nichts zu tun hat. Wenn du dich dafür interessierst, findest du auf meiner Website auf der Spende-Seite Informationen dazu, wie das geht. Aber es ist nicht notwendig: fühle dich frei. Ich sage gerne: wenn es dir Freude macht, dann unterstütze das, was hier geschieht.
Und wenn wir immer das tun, was wir aus dieser Liebe machen, die so unpersönlich ist, einfach aus Freude, einfach, weil man nicht anders kann, dann fühlt sich das an, als wäre da niemand, der das tut. Es geschieht gefühlt von selbst. Das ist die beste Art zu leben.
Wenn wir immer das tun, was wir aus dieser Liebe machen, die so unpersönlich ist, einfach aus Freude, einfach, weil man nicht anders kann, dann fühlt sich das an, als wäre da niemand, der das tut. Es geschieht gefühlt von selbst. Das ist die beste Art zu leben.
Link zum Zitat im Video bei 1h16m38s
Ja...
Ich wünsche dir, dass du immer wieder diese drei Hürden, von denen ich hier gesprochen habe, überspringst, immer wieder aufs Neue. Wenn du beim Meditieren eine wunderbare Erfahrung hattest, vergiss sie sofort wieder. Wenn du dich beim nächsten Mal zum Meditieren hinsetzt, hast du sie schon wieder vergessen.
Wenn du eine schwierige Erfahrung hast, sage 'ja' dazu, denke nicht darüber nach, und vergiss sie wieder. Denke nicht darüber nach, dass sie nicht noch einmal kommen soll. Sei einfach offen für alles.
Wenn du beim Meditieren eine wunderbare Erfahrung hattest, vergiss sie sofort wieder. Beim nächsten Meditieren hast du sie schon wieder vergessen. Wenn du eine schwierige Erfahrung hast, sage 'ja' dazu, denke nicht darüber nach, und vergiss sie wieder. Denke nicht darüber nach, dass sie nicht noch einmal kommen soll. Sei einfach offen für alles.
Link zum Zitat im Video bei 1h17m24s
Und wenn du dich der dritten Hürde gegenübersiehst, diesen Gedanken, diesen versteckten, subtilen Gedanken: „Wo soll das nur hinführen? Das führt doch zu nichts. Bei mir wirkt es nicht"... Überlasse einfach alles Gott: „Hey, Gott, kümmere du dich um alles. Ich sitze einfach hier und bete. Ich sitze einfach hier und meditiere, und lebe mein Leben, so gut ich kann.” Und dann geschieht das Leben von selbst, wundersam.
Das ist die Wahrheit: das Leben ist ein Wunder.
Und wenn du dich der dritten Hürde gegenübersiehst, diesen subtilen Gedanken: „Das führt doch zu nichts...”, dann überlasse alles Gott: „Hey, Gott, kümmere du dich um alles. Ich bete und meditiere einfach und lebe mein Leben, so gut ich kann.” Dann geschieht das Leben von selbst, wundersam. Das ist die Wahrheit: das Leben ist ein Wunder.
Link zum Zitat im Video bei 1h18m13s
Ich liebe dich.