God is too boring for you
Why it is so difficult to be happy.
German with German subtitles.
Everyone says they want peace – yet hardly anyone can stand it when things actually become quiet and peaceful. What if it’s not the world’s problems that are keeping you from Heaven, but something much closer at hand – something within you, something you can change?
Auto-translate the German transcript below
Below you find the German transcript, complete with links to individual chapters and quotes in the video. Use your browser's auto-translate feature to read the transcript in your prefered language. Please do a browser search for “browser auto translate” to find information on how to enable this feature in your browser.
About this Video:
If someone asked you what you really want out of life, you’d probably say: peace – freedom from worries, freedom from problems. But take a look at what you do after work: you watch the news, which dwells on problems, or a movie that thrives on conflict and drama; or you meet up with friends and talk to them – about problems. No one would read a book in which nothing but peace reigns; we’d find it boring.
In this video, I talk about why it’s so hard to be happy – and the answer is different from what you might expect. Because it’s not the world’s problems that prevent us from Heaven. It’s our attention: it’s trained to focus on the exciting, and that’s why you overlook the place within you where everything is good. God is motionless normality – and our inner eyes have no way of seeing something like that. Even the people around Jesus experienced this: they waited for miracles and signs, and they overlooked the peace that was right in their midst.
But then, in the presence of a Master or Guru, we suddenly find ourselves effortlessly in that peace – and yet it seems to vanish again as soon as we’re back home and meditating alone. There’s nothing wrong with that; it has to be that way – until our inner eyes recognize the peace that surrounds us everywhere in our own lives.
And I’ll tell you how, during this process of learning, life’s problems disappear – not because you’re worrying about them, but as a side effect, a byproduct of something entirely different. And yet, on this inner journey, it’s not uncommon to feel that new challenges keep arising the further you go, and many people then begin to doubt themselves. But this is perfectly natural: for whenever the light in you becomes brighter, you discover new things that still need to be accepted and loved.
This video is an invitation to examine yourself: to see whether what your attention seeks aligns with what you truly desire. And it’s an encouragement to look in a new direction – gently, almost as an afterthought, without having to change anything about yourself or your life.
Complete German text:
Auto-translate for reading along: this German transcript has links to individual chapters and quotes in the video. Use your browsers auto-translate feature to read the transcript in your prefered language. Please do a browser search for “browser auto translate” to find information on how to enable this feature in your browser.
Warum es so schwer ist, glücklich zu sein
Link to topic in video at 0m29s
Guten Morgen.
Heute Morgen möchte ich mit dir darüber sprechen, warum es so schwer ist, glücklich zu sein, warum es so schwer ist, den Himmel zu finden, in Frieden zu sein, entspannt zu sein.
Und es ist ganz spannend.
Die meisten Menschen, wenn man sie fragte: „Was willst du?
Was willst du wirklich in diesem Leben erreichen?”, würden wahrscheinlich sagen: Frieden, Freiheit von Sorgen, Freiheit von Problemen.
Aber wenn du einmal ganz genau hinschaust, wie du lebst und was du Aufmerksamkeit schenkst in deinem Leben, dann wirst du staunen.
Ich will dir ein Beispiel geben: Du hast den Tag über gearbeitet, du hast zu Abend gegessen, und jetzt hast du noch ein oder zwei Stunden Zeit, um dich auszuruhen, um irgendetwas Schönes zu machen. Was machst du jetzt?
Vielleicht schaust du dir die Nachrichten an, im Fernsehen oder im Internet: da werden Probleme gewälzt. Oder du schaust dir einen Film an, und dieser Film wird Drama haben, Konflikte, Krieg, Kampf, Eifersucht, Missverständnisse.
Oder du triffst dich mit Freunden und ihr redet.
Aber worüber redet ihr?
Über Probleme: über deine Probleme, über deren Probleme, über die Probleme der Welt, über deine Sorgen.
Wenn einer ein Buch schreiben würde, in dem es keine Konflikte gibt, keine Probleme, einfach nur Frieden und Glück – kein Mensch würde dieses Buch lesen.
Die Menschen empfänden es als langweilig.
Ein Film, in dem nicht irgendein Drama geschieht, irgendein Konflikt, wird von niemandem angeschaut.
Die Menschen empfinden solch einen Film als langweilig.
Sie würden sagen: „Warum soll ich mir das anschauen? Das ist ja gar nicht spannend; da passiert ja nichts.”
Aber wir wollen, dass etwas passiert, irgendetwas, irgendetwas Spannendes, irgendetwas Ungewöhnliches – je schwieriger, je haarsträubender, desto besser. Das interessiert uns. Dem geben wir Aufmerksamkeit.
Das heißt, du hast dich und dein Nervensystem dazu trainiert, das wahrzunehmen, was aufregend ist, herausfordernd: das, was dich ängstigt und aufregt.
Das zieht unsere Aufmerksamkeit an sich, das wollen wir haben – und gleichzeitig doch nicht. Wir wollen keine Angst haben, wir wollen Frieden. Aber das stimmt nicht: wir belügen uns selbst.
Das ist der Grund, warum so wenig Menschen im Satsang sind und so viele Menschen im Kino.
Das ist der Grund, warum so wenig Menschen im Satsang sind und so viele Menschen im Kino: im Satsang passiert nichts. Alle Menschen klagen und jammern, alle Menschen beteuern, sie möchten Frieden. In Wirklichkeit wollen sie Freiheit von allen Problemen. Aber dorthin gehen tut keiner.
Link to quote in video at 5m26s
Im Satsang passiert nichts.
Hier geht es nur darum, die wenigen Dinge, die dich noch aufregen und ängstigen, einfach loszulassen und zu lernen, auf das zu schauen, was in Frieden ist.
Aber nur ganz wenige Menschen interessieren sich dafür. Alle Menschen klagen und jammern, alle Menschen beteuern, sie möchten in Wirklichkeit Frieden. In Wirklichkeit wollen sie Freiheit von allen Problemen.
Aber dorthin gehen tut keiner.
Ich gebe zu, ich spreche auf diese Weise darüber, um dich zu provozieren.
Ich möchte, dass du dich selbst hinterfragst, ob das, was du suchst, mit dem übereinstimmt, was du dir wünschst.
Der Slogan auf meiner Website und zu Beginn meiner Videos heißt: „Entschuldigung, geht es hier zum Himmel?”
Und das ist diese Grundsehnsucht aller Menschen: diesen Ort, diese Zeit, diesen Zustand zu erlangen, wo alles gut ist, und zwar für immer.
Und jeder Mensch kann das erlangen. Das zu entdecken: dafür sind wir hier.
Und du bist überzeugt davon, dass das Einzige, was dich davon abhält, in den Himmel zu kommen, die Probleme der Welt sind.
Wenn du die erst gelöst hättest, dann wäre alles gut.
Und das ist genau der Punkt, wo du falschliegst. Das ist der Punkt, wo du dich selbst belügst.
Du willst keinen Frieden; du willst Unterhaltung, du willst Ablenkung, du willst Spannung.
Du willst keinen Frieden; du willst Unterhaltung, Ablenkung, Spannung. Aber Gott ist absolute bewegungslose Normalität. Frieden ist die Abwesenheit von allem Aufregenden und von allem, was in dir Reibung erzeugt. Und obwohl du vielleicht glaubst, du wünschst dir das, kannst du es doch nicht ertragen, wenn es dann einmal still wird.
Link to quote in video at 8m05s
Aber Gott ist absolute bewegungslose Normalität.
Frieden ist die Abwesenheit von allem Aufregenden, von allem Herausfordernden, von allem, was in dir und an dir Reibung erzeugt.
Und obwohl du vielleicht glaubst, du wünschst dir das, kannst du es doch nicht ertragen, wenn es dann einmal still wird.
Die stille Pforte zum Himmel
Link to topic in video at 9m20s
Wenn du mir nicht glaubst, versuche zu meditieren.
Probiere die Samarpan-Meditation aus. Die geht ganz, ganz leicht. Du setzt dich einfach hin, schließt die Augen und gehst mit deiner Aufmerksamkeit hierhin, an diese Stelle des Kopfes, an den Scheitelpunkt, von innen sozusagen.
Und da ruhst du dich einfach aus mit deiner Aufmerksamkeit, und du schenkst weder dem Körper noch den Gedanken irgendwelche Aufmerksamkeit. Du ruhst dich da einfach aus, in dieser Stille, an diesem stillen Punkt, an dieser Pforte zum Himmel, wie Jesus diesen Punkt nannte.
Und dann erlebst du, wie lange du dort bleiben kannst, an diesem Punkt des Friedens.
Wie viele Sekunden bleibst du da, bevor du dich wieder etwas anderem zuwendest, automatisch, ohne dass du dagegen irgendetwas tun kannst?
Ehe du dich versiehst, ist deine Aufmerksamkeit wieder bei den Gedanken, bei irgendwelchen Problemen, bei irgendeiner Geschichte, bei dem, was gestern war, oder bei dem, was vielleicht morgen kommt.
Aber einfach hier, in diesem Augenblick, mit geschlossenen Augen, wo nichts geschieht und du nichts tun brauchst, einfach in dir ruhen, dich fallen lassen, nichts tun, einfach genießen, hier zu sein – das kannst du nur für Sekunden, und dann ist es damit wieder vorbei.
Davon spreche ich: von dieser tiefen, eingebauten, automatischen Neigung, dass die Aufmerksamkeit sich das sucht, was aufregend ist, spannend, irgendwelche Geschichten da draußen.
Beobachte dich, wenn du im Internet surfst: welchen Geschichten gibst du deiner Aufmerksamkeit? Du wirst feststellen; je schrecklicher, je haarsträubender, desto schneller geht deine Aufmerksamkeit dorthin, als würdest du es genießen.
Aber einen, der nur still dasitzt und nichts tut, den übersehen wir.
Einen, der nur still dasitzt und nichts tut, den übersehen wir. Und einen Zustand in dir, einen Ort in dir, wo alles gut ist, wo nur Frieden herrscht, wo keinerlei Grund zur Sorge besteht: diesen Ort, diesen Zustand, den übersiehst du. Du kannst ihn förmlich nicht erkennen. Deine Augen sind nicht daran gewöhnt, deine inneren Augen.
Link to quote in video at 11m57s
Und einen Zustand in dir, einen Ort in dir, wo alles gut ist, wo nur Frieden herrscht, wo keinerlei Grund zur Sorge besteht: diesen Ort, diesen Zustand, den übersiehst du.
Du kannst ihn förmlich nicht erkennen.
Deine Augen sind nicht daran gewöhnt, deine inneren Augen.
Und es ist jetzt nicht so, dass es irgendetwas gibt, was dich daran hindert, im Himmel zu sein, weder da draußen die Umstände noch deine Gedanken.
Es ist diese eingebaute Neigung, diesen Dingen unsere Aufmerksamkeit zu geben, was uns das Leben verdirbt; was uns vom Himmel fernhält.
Und wenn ich sage: „Wende dich nach innen; entdecke deine Seele”, dann weißt du überhaupt nicht, wovon ich spreche.
Du sagst: „Da ist nichts.
Was soll da schon sein? Das ist langweilig.”
Davon spreche ich. Wir können es nicht sehen.
Und es ist ganz spannend, weißt du...
Es ist, als wäre Himmel und Hölle hier, am selben Ort, zur selben Zeit, in dir.
Es ist, als wäre Himmel und Hölle hier, am selben Ort, zur selben Zeit, in dir. Und es geht überhaupt nicht darum, diese Welt in Ordnung zu bringen oder dich, sondern zu entscheiden: worauf richte ich meine Aufmerksamkeit? Auf die Hölle – die Gedanken, die Sorgen, die Wünsche, die Dramen, die Angst vor der Zukunft? Oder auf den Himmel, der auch da ist?
Link to quote in video at 14m23s
Und es geht überhaupt nicht darum, diese Welt in Ordnung zu bringen oder dich, sondern zu entscheiden: worauf richte ich meine Aufmerksamkeit?
Auf die Hölle – und damit meine ich die Gedanken, die Sorgen, die Wünsche, die Dramen, die Geschichten, die Angst vor der Zukunft, den Gram über die Vergangenheit – oder richte ich meine Aufmerksamkeit auf den Himmel, der auch da ist?
Nur darum geht es.
Ich könnte es auch so ausdrücken: Sobald du aufhörst, dich für die Hölle zu interessieren, beginnst du, im Himmel zu sein.
Sobald du aufhörst, dich für die Hölle zu interessieren, beginnst du, im Himmel zu sein. Aber du interessierst dich für die Hölle, für das Drama, für das Schreckliche. Du zahlst Geld dafür, das zu lesen oder anzuschauen, und du bezahlst mit deiner Zeit, mit deiner Energie und mit deinem Frieden.
Link to quote in video at 15m39s
Aber du interessierst dich für die Hölle, für das Drama, für das Schreckliche.
Du zahlst Geld dafür, das zu lesen oder anzuschauen, und du bezahlst mit deiner Zeit, mit deiner Energie – und mit deinem Frieden.
Die Normalität Gottes
Link to topic in video at 16m19s
Wenn du einem lebendigen Jesus nahekommst, einem Guru, der heute lebt, dann erlebst du, was es bedeutet, in Frieden zu sein; dann erlebst du, was es bedeutet, entspannt zu sein, durch und durch.
Es geschieht dir einfach. Du weißt gar nicht, wie das möglich ist.
Für diese kurze Zeit bist du eins mit dir selbst und leicht, und nichts, überhaupt nichts, kann dich bekümmern, weil deine Aufmerksamkeit automatisch zu dem Himmel geht, der schon längst in dir ist, schon immer.
Und das geschieht, weil du diesem anderen Menschen nahe bist, der nichts anderes tut, als dort zu leben, in diesem Frieden, in dieser Stille, in dieser Normalität Gottes, in diesem Innen.
Und dann ist diese kurze Zeit vorbei, und du gehst zurück nach Hause oder in deinen Alltag zurück. Und dann ist alles wie weggeblasen: alles ist, wie es vorher war – weil du dann wieder deiner alten Gewohnheit frönst.
Ich war zwei Wochen lang am Ort der Meditation hier in Deutschland, in der Nähe von Frankfurt. Und das war diesmal eine sehr besondere Zeit, weil Swamiji – das ist der Guru, der die Samarpan-Meditation in die Gesellschaft bringt – dort eine Meditationsstatue über acht Tage energetisiert und eingeweiht hat. Er hat ihr sozusagen seine Energie gegeben, damit Menschen diese Energie spüren können, wenn er nicht mehr da ist.
Und am Samstag konnte ich zum allerersten Mal bei dieser Statue sitzen... und jetzt denkst du vielleicht: „Was ist denn das für ein Hokuspokus? Was ist denn das für ein Schwachsinn? Wer glaubt denn an so etwas?”
Ich kann dir nur empfehlen, an nichts zu glauben, aber alles auszuprobieren, was dich interessiert.
Dann, dann erst weißt du, was die Wahrheit ist, vorher nicht.
Und ich saß dort, und obwohl ich 25 Jahre lang schon bei meinem spirituellen Meister bin und seinen Frieden trinken darf und seit nun bald zehn Jahren den Frieden Swamijis kennen darf, war das, was ich am Samstag erlebt habe, für mich eine völlig neue Dimension der Entspannung und des inneren Friedens.
Da wurde mir klar, was möglich ist.
Und dann geht man wieder nach Hause.
Dann bist du zurück im Drama, in den Gedanken, im Alltag, in deiner ganz normalen Welt – aber dann weißt du, was möglich ist: du hast es erlebt. Vielleicht hast du es im Satsang erlebt, vielleicht bei einem Meister, vielleicht bei einem Guru oder sonst wo, vielleicht in der Natur.
Und dann hast du es scheinbar wieder verloren – aber du weißt, was möglich ist. Du weißt: es geht. Es ist mir möglich, das zu erleben. Du weißt vielleicht nicht, wie du da wieder hinkommst, aber du weißt: es ist möglich; dieser Friede ist möglich.
Im Wohnzimmer des Meisters
Link to topic in video at 21m03s
Gestern im Online-Satsang habe ich eine sehr schöne Frage bekommen. Ein Mensch sagte, dass er in den Jahren, in denen er im Satsang war – mit, ich glaube, es war mit Soham, das ist mein spiritueller Meister, aber ich bin mir nicht mehr ganz sicher – diesen Frieden gespürt hat, diese innere Dimension. Aber seit er dort nicht mehr ist im Satsang, sondern jetzt für sich, auf sich allein gestellt ist und meditiert, erlebt er das in dieser Form nicht mehr.
Und jetzt fragt er sich: „Was mache ich falsch?
Lohnt sich Meditieren, wenn ich doch das, was ich damals so leicht erlebte, jetzt nicht mehr erleben kann?”
Wenn du im Satsang bist mit einem Meister oder Guru, dann ist es, als würdest du dieses Wesen, diesen Menschen, zu Hause besuchen; als würdest du in seinem Wohnzimmer sitzen, in seiner Energie, in seiner Aura.
Und dann erlebst du, wie es sich anfühlt, da zu Hause zu sein, wo dieser Mensch lebt – und der lebt innen. Der lebt in der Normalität Gottes, in dieser Stille, in dieser inneren Bewegungslosigkeit, dieser Unaufgeregtheit.
Und das spürst du dann, wenn du mit ihm zusammen bist. Du erlebst es selbst auch, aber es ist dir nur möglich, das zu erleben, weil du diesem anderen Menschen für kurze Zeit nahe bist und in seiner Aura sitzt.
Das Gleiche gilt, wenn du zum Beispiel diese Meditationsstatue, die Swamiji Murti nennt, besuchst: Dann sitzt du in diesem unglaublichen Energiefeld dieser Statue. Du erlebst Sachen in dir, die du nicht für möglich hältst. Aber dann fährst du wieder nach Hause, und alles ist wieder anders: dann bist du in deinem Zuhause, in deiner Energie.
Du fragst dich: „Wo ist der Frieden hin?”
Und dann meditierst du, aber du erlebst es nicht mehr, ganz gleich, wie viel du meditierst. Es ist nicht so wie beim Meister, es ist nicht so, wie wenn du bei dieser Statue sitzt oder bei einem Guru bist: es ist ganz anders.
Aber daran ist nichts verkehrt, überhaupt nichts, im Gegenteil: genau so muss es sein. Schau... Du besuchst den Meister, du besuchst den Guru in seinem Wohnzimmer – das Gleiche geschieht im Satsang; vielleicht geschieht es für dich hier im Video, ich weiß es nicht – aber es ist, als würdest du dort den Frieden eines anderen spüren, nicht deinen eigenen.
Deine Aufmerksamkeit geht ganz automatisch zu dir nach innen, weil das, was der Meister oder Guru tut, ansteckend ist. Dessen Aufmerksamkeit ist ganz und gar innen, bei seiner Seele.
Wenn du solch einem Menschen nahekommst, dann machst du automatisch das Gleiche.
Aber wenn du dann wieder auf dich allein gestellt bist, dann machst du wieder das, was du immer getan hast. Dann geht deine Aufmerksamkeit wieder dorthin, wo sie schon immer war: bei deinen Gedanken, im Außen, bei der Welt.
Und dann ist natürlich deine Erfahrung eine vollkommen andere.
Aber du weißt, was möglich ist. Und wenn du jetzt beginnst, zu meditieren, dann lernst du, dich nach innen zu wenden.
Du lernst, deine Aufmerksamkeit – wo die hingeht –, zu kontrollieren. Du lernst, Herr oder Herrin deiner Aufmerksamkeit zu werden, ganz allmählich.
Und das klingt einfach. Es ist auch einfach im Sinne von, dass es überhaupt nicht kompliziert ist. Das zu üben, kannst du jetzt sofort beginnen.
Aber es wirklich zu lernen, es wirklich zu können, braucht Übung, viel Übung – aus zwei Gründen: Erstens, weil du seit unglaublich langer Zeit bisher das Gegenteil geübt hast, nicht nur in diesem Leben, seit vielen Leben, und weil alle anderen Menschen um dich herum dasselbe tun. Die sind mit ihrer Aufmerksamkeit auch bei den Gedanken, bei den Geschichten und bei der Welt.
Und das ist ansteckend.
Und der Meister, der Guru, in dessen Gegenwart du dieses Wunder erlebst, der übt es schon seit langer Zeit, nicht nur in diesem Leben.
Deswegen ist das Einzige, was du brauchst, ein kleines bisschen Geduld.
Wie die Probleme des Lebens verschwinden
Link to topic in video at 27m42s
In der Meditation erlebst du das immer wieder für Momente, ganz kurz einmal, nicht immer, gelegentlich.
Aber mit den Jahren wird es mehr, ganz allmählich...
und so allmählich, dass es dir meistens überhaupt nicht auffällt.
Nur wenn du dann einmal wieder mit alten Freunden zu tun hast, merkst du: „Ah, wie sind die denn drauf?” Da merkst du, dass du dich verändert hast; dass du dich für die Dinge nicht mehr interessierst, die für die so spannend und interessant sind.
Und du merkst, dass du über das, was dich im Inneren bewegt, überhaupt nicht sprechen kannst, weil du spürst, dass das für die völlig uninteressant und banal ist.
Aber ansonsten bemerkst du eigentlich gar nicht, wie sich in dir ganz allmählich alles vollkommen verändert; wie deine innere Ausrichtung ganz langsam umschwenkt in eine ganz neue Richtung. Aber das braucht Zeit.
Es geht nicht darum, die Gedanken abzustellen oder loszuwerden; das geht nicht. Die sind da, die gehören zu diesem Körper.
Die laufen weiter, solange du ihnen Aufmerksamkeit gibst.
Um die brauchst du dich überhaupt nicht kümmern.
Es geht auch nicht darum, die Probleme in deinem Leben zu lösen. Das ist nicht das, was dich glücklich machen wird.
Du wirst die Probleme in deinem Leben lösen, aber es funktioniert anders. Du lernst, deine Aufmerksamkeit nach innen zu wenden, innerlich still zu werden, innerlich ins Gleichgewicht zu kommen, innerlich kraftvoll zu werden.
Du lernst, deine Aufmerksamkeit nach innen zu wenden, innerlich still zu werden, innerlich ins Gleichgewicht zu kommen, innerlich kraftvoll zu werden, entspannt, sorgenfrei. Und in diesem sorgenfreien Zustand schreckt dich kein Problem mehr. Du gehst einfach damit um, so gut du kannst. Und plötzlich verschwinden deine Probleme.
Link to quote in video at 29m32s
Und dann wirst du entspannt, sorgenfrei, und in diesem entspannten, sorgenfreien Zustand, wo du einfach hier bist, so präsent, da schreckt dich kein Problem mehr. Du gehst einfach damit um, so gut du kannst.
Und plötzlich verschwinden deine Probleme. Und es kommt dir vor wie ein Wunder, aber eigentlich ist es gar kein Wunder.
Stell dir vor...
Vielleicht erlebst du jetzt gerade eine schwierige Situation für dich, irgendetwas, was dich wirklich aufwühlt und ängstigt.
Vielleicht wurde dir gekündigt und du weißt nicht, was du jetzt arbeiten sollst, oder irgendetwas anderes ist geschehen, was deine Welt durcheinanderbringt.
Und du bist voller Emotionen, und die Gedanken rasen, du machst dir Sorgen, du bist nervös, aufgebracht, stehst neben dir, wie man so schön sagt...
Und jetzt stell dir vor, du könntest in dieser Situation sein, in genau derselben Situation, aber völlig entspannt, so als würde dich das, was da geschieht, überhaupt nicht berühren. Du bist einfach still, entspannt und glücklich und schaust dich um und denkst: „Was kann ich hier tun?”
Und dann ist alles anders.
So geschehen die Wunder.
Es ist also paradox: Solange du dich auf die Welt da draußen fokussierst und auf die Probleme, kannst du sie nicht lösen.
Es ist also paradox: Solange du dich auf die Welt da draußen fokussierst und auf die Probleme, kannst du sie nicht lösen. Aber wenn du lernst, dich dem zuzuwenden, was schon seit Generationen in dir auf dich wartet, dann entsteht in dir eine Kraft, eine Gelassenheit, eine Sicherheit, mit der alles andere möglich wird, alles.
Link to quote in video at 31m52s
Man hat das Gefühl, es wird immer schlimmer, und man hat das Gefühl, sich davon abzuwenden ist genau das Falsche.
Man will das auch gar nicht. Es interessiert einen gar nicht, diese Stille, diese Leere.
Aber wenn du lernst, dich dem zuzuwenden, was schon seit Generationen in dir auf dich wartet, dann entsteht in dir eine Kraft, eine Gelassenheit, eine Sicherheit, mit der alles andere möglich wird – alles.
Du musst nur beginnen, dich dafür zu interessieren und dann deine Aufmerksamkeit in diese neue Richtung zu lenken. Das lernst du durchs Meditieren, langsam, ganz langsam.
Bringe den Frieden in deine Welt
Link to topic in video at 33m32s
Und ich sprach vorhin über dieses Beispiel, über diese Frage im Satsang von diesem Menschen, der es vermisst, diese Erfahrung, die er aus dem Satsang kennt: Ganz langsam wirst du dann zu diesem Zustand, den du damals erlebt hast.
Aber dann ist er für dich normal: dann ist er für dich nichts Besonderes mehr.
Du weißt wahrscheinlich gar nicht, dass du jetzt selbst dort angekommen bist, wo dieser Satsang-Lehrer war, den du damals erlebt hast, so graduell, so natürlich geschieht das. Du weißt nur, dass du überhaupt nicht verstehst, warum die Menschen um dich herum sich irgendwelche Sorgen machen, und du findest deren Dramen und deren Geschichten uninteressant.
Es ist also normal: ganz gleich, ob du im Satsang sitzt und etwas für dich Ungewöhnliches erlebst oder ob du das Geschenk hattest, ein paar Tage mit einem Guru zu verbringen oder jetzt, wie am Wochenende in meinem Fall bei dieser Murti – wenn du wieder zurückkehrst in deine Welt, in deinen Alltag, ist alles wieder anders, und es ist normal, und es ist gut so.
Jetzt schließt du mit deiner Welt Frieden und bringst diese Stille in deine Welt hinein.
Ich könnte es so ausdrücken: Du wartest nicht darauf, dass dieser Frieden jetzt auch hier zu dir kommt, sondern du schließt einfach Frieden mit dem, wie es jetzt für dich ist.
Dann breitet sich der Frieden und die Stille auch hier aus.
Und ich sage immer wieder: „Kümmere dich nicht um die Probleme in der Welt. Kümmere dich darum, dich nach innen zu wenden.”
Aber paradoxerweise wird man dadurch in der Lage, sich irgendwann um die Probleme zu kümmern, aber dann merkt man es gar nicht mehr, weil es keine Probleme mehr sind. Man kümmert sich einfach darum, fertig, keine große Sache.
Oder man kann sich nicht um etwas kümmern, aber es ist auch keine große Sache. Man ist trotzdem in Frieden, egal wie es ist, egal was passiert.
Aber dieses In-Frieden-Kommen, diese göttliche Entspannung, die sich in einem breit macht, die ist der Anfang.
Wenn du dich nicht darum kümmerst, dich nach innen zu wenden, sondern dein Leben damit zubringst, gegen Probleme zu kämpfen, wird dein Leben für immer so weitergehen.
Wenn du dein Leben damit zubringst, gegen Probleme zu kämpfen, wird dein Leben für immer so weitergehen. Es hört nie auf. Aber wenn du lernst, dich nach innen zu wenden, wenn dieser langweilige Frieden für dich interessanter wird als das Drama der Welt, wirst du fähig, das Drama der Welt zu befrieden in dir.
Link to quote in video at 37m12s
Es hört nie auf.
Es gibt immer genug Probleme für dich.
Aber wenn du lernst, dich nach innen zu wenden, wenn dieser langweilige Frieden für dich interessanter wird als das Drama der Welt, dann wirst du fähig, das Drama der Welt zu befrieden in dir.
Dann ist es für dich nicht mehr wichtig. Es passiert sozusagen nebenbei, als Nebenprodukt.
Und ich spreche immer wieder darüber, denn das, was du suchst, ist nicht schwierig zu erlangen, aber wir können es einfach nicht sehen. Wir können es einfach nicht wahrnehmen.
Und deswegen müssen wir immer wieder daran erinnert werden und es immer wieder, wenigstens für ganz kurze Zeit, spüren.
Und dann erinnern wir uns wieder: „Ah ja, das will ich!”
Und dann kennst du wieder die Richtung.
Also lass dich nicht entmutigen. Wenn du meditierst und du hast das Gefühl, nichts passiert, und diese wunderbare Erfahrung, die du vor Jahren einmal im Satsang erlebt hast, die kommt einfach nicht wieder... Warte auf nichts.
Warte auf nichts. Schließe Frieden damit, wie es jetzt für dich ist, heute – und meditiere. Wünsche dir nichts anderes – und meditiere. Da lernst du, dein inneres Auge an das zu gewöhnen, was du suchst. Und mit den Jahren beginnen deine inneren Augen immer mehr zu sehen, dass das, was du suchst, da ist und schon immer da war.
Link to quote in video at 39m22s
Schließe Frieden damit, wie es jetzt für dich ist, heute – und meditiere.
Wünsche dir nichts anderes – und meditiere.
Da lernst du, dein inneres Auge an das zu gewöhnen, was du suchst.
Und mit den Jahren beginnen deine inneren Augen immer mehr zu sehen, dass das, was du suchst, da ist und schon immer da war.
Den Frieden Jesu haben sie übersehen
Link to topic in video at 40m28s
Als Jesus lebte, vor 2000 Jahren, da hatte er das gleiche Problem mit den Menschen.
Jesus brachte diese unfassbare Energie Gottes auf die Erde, genauso wie es jeder Meister und Guru tut.
Jesus brachte diese unfassbare Energie Gottes auf die Erde, genauso wie es jeder Meister und Guru tut. Aber die Menschen konnten es nicht sehen. Sie waren bei ihm und haben doch ständig auf Wunder und Zeichen gewartet. Den Frieden, der sie umhüllte, den konnten sie nicht erkennen. Den Frieden, die Stille, die Jesus umgab, die haben sie übersehen.
Link to quote in video at 40m38s
Aber die Menschen konnten es nicht sehen.
Die Menschen waren mit ihm zusammen und haben doch ständig auf Wunder und Zeichen gewartet.
Den Frieden, der sie umhüllte, den konnten sie nicht erkennen.
Der war so attraktiv, dass sie nicht anders konnten, als bei Jesus zu sein, aber sie wussten nicht, warum.
Sie haben ständig auf irgendein Himmelreich gewartet, das mit Pauken und Trompeten irgendwann dramatisch daherkommt. Sie haben mit ihm darüber gestritten und gesprochen, wer im Himmelreich an seiner Tafel zu seiner Linken und Rechten sitzen darf. Lauter solche Dinge haben sie beschäftigt.
Als Jesus gekreuzigt wurde, haben sie auf dramatische Ereignisse in der Welt gewartet, irgendwelche himmlischen Heerscharen, die kriegerisch herunterstürzen und etwas ändern, oder irgendein unfassbares Zeichen des Himmels. Aber nichts dergleichen geschah. Den Frieden, die Stille, die Jesus umgab, die haben sie übersehen.
Es dauert Jahre und Jahre und Jahre, bis diese Stille, dieser Frieden, den du so sehr herbeisehnst, für dich attraktiver wird als deine Probleme und die Probleme der Welt und die Dramen und die Geschichten, die Gewalt.
All das interessiert dich mehr.
Aber wenn du jeden Tag den Tag mit Meditieren beginnst, dann, ganz, ganz langsam, lernt dein Bewusstsein, dein System, trotzdem in eine andere Richtung zu schauen.
Das ist die einzige Herausforderung, die wir haben: diese Umkehr – und die braucht Zeit.
Anders herum funktioniert es nicht
Link to topic in video at 43m48s
Und deswegen spreche ich immer wieder zu dir. Und ich habe das gleiche Problem: Was ich erzähle, ist langweilig, immer das Gleiche, nichts Dramatisches.
Und doch möchte ich dich immer wieder dazu ermutigen, immer wieder in diese Richtung zu schauen. Und du kannst dein ganzes Leben weiterleben wie bisher, weißt du... Du musst nichts ändern. Du musst nicht aufhören, die Dinge, die du so attraktiv findest, zu machen.
Du kannst weiterhin dir dein Leben selbst schwer machen. Aber wenn du beginnst, zusätzlich, zum Beispiel durch das Meditieren mit der Samarpan-Meditation, immer wieder in diese neue Richtung zu schauen, dann wird es mit der Zeit immer mehr. Und dann, von ganz allein, werden diese anderen Sachen immer uninteressanter.
Und nur so herum geht es. Es ist nicht möglich, dass du dich heute entscheidest: „Okay, ab morgen bin ich ein anderer Mensch”, oder „Ab heute ich interessiere mich nicht mehr für Kriege und Gewalt und Probleme und Dramen und all diese Geschichten. Ich interessiere mich jetzt nur noch für Stille.” Das geht nicht.
Du kannst dich nicht entscheiden, was dich interessiert.
Das kommt tief aus deinem Inneren.
Es ist nicht möglich, dagegen zu kämpfen. Wenn du das tust, machst du es nur noch interessanter und noch aufregender und noch spannender und gibst dem Ganzen noch mehr Energie.
Aber was möglich ist, ist, dich zusätzlich, nebenbei, heimlich sozusagen, dieser Stille zuzuwenden, immer wieder, für eine halbe Stunde am Tag.
Und in dem Maße, wie du das regelmäßig tust, wirst du ganz automatisch mehr und mehr mit deiner Aufmerksamkeit dorthin gezogen.
Deswegen sage ich immer wieder: „Mach dir keine Sorgen wegen deinen schlechten Gewohnheiten, wegen dem, was du alles nicht kannst, wegen dem, was du alles falsch machst. Lass alles, wie es ist; mach dir keine Gedanken. Aber fang dieses Neue an: in diese neue Richtung zu blicken, immer wieder.”
Und je mehr du das übst, desto mehr regelt sich alles andere ganz von selbst.
Deswegen sage ich dir immer wieder: „Liebe dich, wie du bist.”
Deswegen sage ich dir immer wieder: „Liebe dich, wie du bist.” Ändere dich nicht; wenn du das versuchst, erreichst du das Gegenteil. Aber wenn du dich einfach so sein lässt, wie du bist, wenn du die Welt so sein lässt, wie sie ist, und lernst, dich nach innen zu wenden, dann wird alles anders.
Link to quote in video at 46m50s
Ändere dich nicht.; wenn du das versuchst, erreichst du das Gegenteil. Aber wenn du dich einfach so sein lässt, wie du bist, wenn du die Welt so sein lässt, wie sie ist, und lernst, dich nach innen zu wenden, dann, dann wird alles anders.
Die Welt ist eh, wie sie ist, weißt du... Du bist eh so, wie du bist.
Ob du damit einverstanden bist oder nicht, spielt für die Welt, wie die ist, überhaupt keine Rolle, und dafür, wie du bist, spielt es auch überhaupt keine Rolle.
Dein Dich-selbst-ändern-Wollen spielt überhaupt keine Rolle. Es verbessert nichts. Du kannst also genauso gut entspannen.
Aber dein Ja dazu, wie es ist, und dein stures Üben, dich immer wieder dem zuzuwenden, was scheinbar so belanglos und langweilig ist: Das ist das Einzige, was wir hier zu tun haben.
Dafür bist du hierhergekommen: das zu lernen.
Wenn sich die Köstlichkeit der Stille enthüllt
Link to topic in video at 48m51s
Und es ist ganz spannend, weißt du...
Wenn du ein Mensch bist, der noch nicht weiß, wovon ich spreche – dieser innere Frieden, diese Stille, diese göttliche Bewegungslosigkeit im Innern –, dann kommt es dir fast so vor, als wäre das ein schlechter Tausch. Du findest die Welt spannend, und alles, was du da erlebst: Es plagt dich auf der einen Seite und ängstigt dich, aber auf der anderen Seite ist es auch unglaublich unterhaltsam und spannend, und du magst es einfach sehr. Du weißt überhaupt nicht, wieso du das jetzt alles eintauschen solltest gegen etwas, was absolut uninteressant und langweilig ist.
Aber je mehr du lernst, dieses Innere wahrzunehmen, je mehr du dich an das Subtile gewöhnst, je stiller du wirst, desto mehr entdeckst du, wie lebendig und köstlich es ist, das zu entdecken und zu erleben. Da passiert nichts, aber es hat eine vollkommen andere Qualität als das, was wir als Geschichten und Dramen und Kampf und Probleme kennen da draußen.
Es ist nichts, was man erzählen kann. Es ist nichts, womit man Geld verdienen kann. Es ist nichts, womit man angeben kann. Es ist nichts, womit man bei anderen Menschen punkten kann. Es geschieht ganz subtil im Innern.
Aber es ist interessanter als alles andere zusammen.
Und doch müssen wir uns daran gewöhnen, immer noch einmal und immer noch einmal.
Und je länger du das übst, je mehr du in diesem Innen zuhause bist, desto mehr kannst du nur den Kopf darüber schütteln, dass du dich jemals für all diese anderen Dinge so sehr interessiert hast.
Aber es ist ein langsamer Prozess.
Deswegen: Erwarte nichts, warte auf nichts. Meditiere nicht, Komma, um zu – das funktioniert nicht. Sei da, wo du bist, und meditiere, einfach so; einfach, weil du Lust dazu hast; einfach, weil es schön ist, diese wenigen Momente der Stille zu erleben, die manchmal kommen, wenn du dich für diese halbe Stunde hinsetzt.
Dann wirst du heilig, immer mehr; dann wirst du selbst immer mehr zu dieser Stille, zu dieser Göttlichkeit.
Also schließe Frieden damit, wie du bist und wie es für dich ist. Vergiss alle Bestrebungen, es anders zu wollen.
Sage ja dazu, wie es ist. Bleib da stehen, wo du jetzt bist – und: meditiere jeden Tag.
Dann entdeckst du das selbst: das, wovon ich versuche, hier ein wenig zu sprechen.
Ich weiß nicht, wie gut es mir gelingt. Die Worte sind eh nichtssagend, aber vielleicht spürst du etwas.
Wer weiß...
Gott auf die Erde bringen
Link to topic in video at 53m46s
Und die Herausforderung endet nie, solange wir im Körper sind, solange wir in der Welt leben, in der Gesellschaft; solange haben wir immer die Wahl: Geht meine Aufmerksamkeit dort hinaus oder bleibt sie innen?
Und immer wieder müssen wir uns neu entscheiden. Immer wieder müssen wir neu, mit ganzer Kraft und doch unendlich sanft, einfach innen bleiben.
Ich erlebe es so, als würde ich mich selbst immer wieder neu entdecken, in jedem Augenblick.
Es wird immer einfacher, immer selbstverständlicher, und doch ist nicht weniger Entschlossenheit und weniger Fokus notwendig, im Gegenteil: immer mehr. Je stiller ich werde, je feiner es in mir drin zugeht, desto klarer und kraftvoller muss ich innen sein, um dort zu bleiben.
Das ist auch ein Grund, warum es so langsam geht: weil wir diese Stärke entwickeln müssen; die wächst ganz langsam.
Und wenn du dann einen Satsang erlebst oder sonst etwas, wo du das, wovon ich hier spreche, auf ungewöhnlich intensive Weise erlebst, und du dann erlebst, wie es wieder verschwindet, weil du dann wieder alleine bist mit dir selbst, dann wisse, dass das dazugehört.
Es muss so sein.
Jetzt hast du Gelegenheit, dort, wo du bist, die Stille zu kultivieren.
Wenn du im Satsang bist, in der Stille des Satsangs, in der Entspannung des Satsangs – oder vielleicht ist es auch für dich in einem Video so –, dann ist es leicht.
Und dann gehst du wieder in deinen Alltag, in deine normale Welt, und jetzt diese Stille dort zu entdecken und dort bei dieser Stille zu bleiben, das ist die nächste Herausforderung. Und die ist gut; die ist wichtig.
Das ist der Grund, warum wir nicht alle in irgendwelchen Höhlen im Himalaya leben. Es ist Absicht, dass wir in der Gesellschaft sind, damit wir das hier lernen. Du bringst sozusagen Gott auf die Erde – hier, in der Familie, im Büro, auf dem Bahnhof, im Bus, vielleicht im Krieg, wenn du Soldat bist, vielleicht im Krankenhaus, wenn du Arzt bist oder Krankenpfleger.
Egal, wo du bist: dort diese Stille hinzubringen und diesen Frieden in dir drin... Ich rede nicht davon, zu predigen oder irgendetwas zu sagen; nein. Ich spreche davon, fähig zu werden, auch da, wo du jetzt bist, das in dir zu tragen und zu spüren, was du erlebst, wenn du bei einem Heiligen sitzt.
Dann wird es immer mehr, ganz, ganz allmählich.
Also: Geduld.
Mehr Licht bringt mehr Arbeit ans Licht
Link to topic in video at 58m05s
Jetzt am Schluss möchte ich noch auf ein Phänomen eingehen, was viele Menschen ein wenig verwirrt.
Dieses Wachsen der Fähigkeit, sich nach innen zu wenden, geht in Wellen. Und ich erlebe das so: Ich erlebe Zeiten von erstaunlicher Bewusstheit, wo ich sehr still bin, viel stiller, als es mir bis dahin möglich war.
Und dann ist es, als würde ich wieder abrutschen in eine Zeit, wo alles plötzlich ganz schwierig wird und ganz anders.
Und das ist kein Problem, sondern im Gegenteil ganz normal. Du musst dir das so vorstellen: Du trittst in einen dunklen Raum, und du siehst nichts. Und dann schaltest du das Licht ein, und erst wenn das Licht eingeschaltet ist, siehst du, was in diesem Raum alles herumsteht: die ganze Arbeit, die dort auf dich wartet, die Unordnung, der ganze Müll, um den du dich kümmern musst.
Du hast das Licht angemacht. Du freust dich über das Licht. Du freust dich, dass du jetzt sehen kannst – aber das heißt auch, dass du dich jetzt um die Sachen kümmern musst, die du siehst.
Dann räumst du auf, du machst Ordnung, du bringst den Müll heraus; ganz allmählich wird dieser Raum sauber.
Und irgendwann – du wusstest überhaupt nicht, dass es noch hellere Glühbirnen gibt –, irgendwann kommt einer und schaltet das Licht auf eine viel höhere Stufe. Plötzlich ist es viel heller.
Du bist ganz erstaunt, weil du nicht wusstest, dass das möglich ist.
Und in diesem neuen hellen Licht siehst du, dass das, was du für Ordnung gehalten hast, gar keine Ordnung war; dass es da noch so viele Winkel und Ecken gibt in diesem Raum, die du bisher übersehen hast, weil da gar kein Licht hingefallen war. Und dann heißt es: weiter aufräumen, weiter ausmisten, noch mehr Müll herausbringen – oder, übertragen auf das, was du in dir erlebst: noch mehr Frieden schließen mit dem, was du in dir siehst, mit deinen Gefühlen, mit deiner Befindlichkeit.
Immer wenn du mehr Bewusstheit geschenkt bekommst, geht damit immer auch neue, weitere Arbeit da drinnen einher.
Das ist normal; es gehört zusammen: je heller du wirst, je heller es in dir wird, desto mehr findest du zu tun.
Es ist also überhaupt kein Grund, sich entmutigen zu lassen – im Gegenteil: es gehört dazu.
Genug für heute.
Diese Reise nach innen braucht Zeit
Link to topic in video at 1h01m27s
Ich muss zugeben, dass ich dieses Video begonnen habe, ohne zu wissen, wie es möglich sein könnte, über das zu sprechen, was mich im Moment bewegt.
Ich habe es versucht, aber ich weiß nicht, ob irgendetwas von dem, was ich hier erzähle, für dich Sinn ergibt.
Ich möchte, dass du weißt, dass das, von dem du gehört hast, das, was dich manchmal berührt – vielleicht wenn du Jesus liebst, oder egal, in welche Richtung dich das Leben zieht, es spielt überhaupt keine Rolle –, dass das wirklich ist; dass es das wirklich gibt – auch wenn alle anderen Menschen sagen: „Du spinnst.”
Und ich möchte dir sagen, dass diese Reise, so kurz sie ist, sehr viel Zeit braucht.
Und dafür möchte ich dich sensibilisieren; darauf möchte ich dich vorbereiten: damit du nicht denkst, du machst etwas falsch, weil du übermorgen noch nicht angekommen bist. Es ist gut, dass es langsam geht; es kann nicht anders sein. Alles andere ist nicht echt. Alles andere würde dich in große Schwierigkeiten bringen.
Und deswegen bringt das Leben immer wieder häppchenweise Neues zu dir, neue Möglichkeiten. Das Leben hilft dir auf eine neue Stufe innerlich, und dann lässt es dir wieder viel, viel Zeit, das zu integrieren: den Müll und die Unordnung, die du dann erleben kannst mit deiner neuen Bewusstheit, dich darum zu kümmern, damit in Frieden zu kommen. Und dann, wenn du dort deinen Frieden gefunden hast und dein Zuhause gemacht hast, dann geht es langsam weiter zur nächsten Station, und so geht es weiter und weiter und weiter.
Und immer, wenn du glaubst: „Ah, jetzt weiß ich alles, jetzt habe ich alles erlebt”, geht es um die nächste Ecke im Leben, und du staunst wieder und denkst: „Wow, das hätte ich nicht erwartet.”
Nichts da draußen in der Welt ist vergleichbar mit dieser Reise nach innen.
Diese Reise ist subtil, sehr, sehr still, und doch unvergleichlich.
Und je mehr ich auf dieser Reise fortschreite, desto mehr kann ich im Leben sein und bestehen.
Wir sprechen ja nicht über irgendeine Flucht in eine Fantasiewelt.
Und du kannst den Unterschied ganz klar spüren zwischen Menschen, die im Leben stehen, aber bei Gott sind, und den Menschen, die weggeflogen sind. Du weißt gar nicht, wo sie sind.
Auch deswegen müssen wir diese Reise langsam angehen.
Je mehr wir nach innen kommen, desto mehr werden wir gleichzeitig auch fähig, auf der Erde zu sein, im Leben, hier; sonst ist es eine Fantasiegeschichte, und die ist nicht gut.
So viel zu dem, über das man nichts sagen kann. Ich habe keine andere Möglichkeit, als immer wieder zu versuchen, dir ein kleines bisschen davon zu erzählen, worum es in diesem Leben geht.
Man kann es nicht wirklich ausdrücken. Ich kann dir eigentlich nur Gelegenheit geben, zu fühlen, wie es sich anfühlt, wenn du mir zuhörst. Und das, was du da fühlst, das, was du erlebst: Das ist das, was die eigentliche Botschaft ist – nicht meine Worte; die sind hilflos und wahrscheinlich auch zum Teil verkehrt. Aber ich vertraue darauf, dass trotz meiner Worte etwas zu dir findet, was dir erzählt, was ich dir nicht erzählen kann: Deine eigene innere Erfahrung, die ist dein Wegweiser, die ist dein Lehrer, nichts anderes.
Unterstütze mich, wenn es dir Freude macht
Link to topic in video at 1h07m28s
Ich freue mich, dass du da bist. Ich freue mich, dass du auf diesem Weg bist.
Wenn du das nicht zu langweilig findest, was hier geschieht, wenn du dich dafür interessierst, so etwas öfter zu hören, dann lade ich dich ein, meinen Newsletter zu abonnieren. Das geht auf meiner Website.
Mit dem informiere ich alle Abonnenten, sobald es neue Videos gibt oder wenn es einen neuen Satsang gibt oder andere Dinge; dann verpasst du nichts.
Einmal jeden Tag, morgens um sechs, verschicke ich außerdem ganz kurze E-Mails; ich nenne sie „Morgenmomente für deine Seele”. Das sind ganz kurze Zitate, die aus meinen Videos und Satsangs stammen und dich vielleicht, wenn du magst, am Morgen daran erinnern, dass es auch diese Richtung nach innen gibt und nicht nur diese Welt da draußen. Und das ist eigentlich das Einzige, was wir brauchen: uns immer wieder daran zu erinnern und immer wieder in diese Richtung zu schauen.
Alles, was ich hier mache, dieses Video, auch alle anderen, alle Satsangs, auch die Retreats, sind kostenlos. Das läuft alles auf Spendenbasis, weil ich möchte, dass du dich vollkommen frei fühlst, frei von jeglicher Verpflichtung.
Aber ich freue mich sehr, wenn es Menschen gibt, die mich unterstützen, finanziell, bei dem, was ich hier tue; denn im Grunde geht meine gesamte Zeit und Energie und auch Geld hier hinein. Und ich tue nichts lieber als das. Das ist meine Freude. Wenn du mir dabei helfen möchtest, freue ich mich sehr. Wie das geht, kannst du auch auf meiner Website lesen, auf der Spende-Seite.
Wenn du jetzt immer noch hier bist, dann vielleicht doch einen letzten Satz: Wenn du immer noch hier bist, dann kann dich nichts aufhalten.
Wenn du diese Art von Geduld hast und diese Art von Interesse am Unsagbaren, dann passiert alles von selbst, immer mehr.
Es gibt wirklich keinen Grund, sich irgendwelche Sorgen zu machen.
Ich liebe dich.