German Online Satsang of April 29, 2026
German with German subtitles.
German with automatic subtitles.
Topics: It’s much easier than you think. Life decides – for you. Our memories deceive us. You don’t know what you give to others. Turn toward where there are no thoughts. Forget what you’ve experienced. Not outward, but inward. It all begins with being who you are. Start with yourself – then you are an angel. A beginner again every day. Don’t listen to anyone. Be the person who knows that everything is fine. Everything is going as it should. Be gentle with yourself.
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About this Video:
“It’s much easier than you think” – that’s how the evening began, and that sentiment ran like a quiet thread through all the questions and answers. For that is the true message of every Satsang: that it’s not about becoming someone else or arriving somewhere. It’s simply about becoming empty and turning your attention to where it is still within you. Every person has this place, and it is always there. The only thing holding us back is the thought that it can’t be that simple.
The questions that evening revolved around the same old human themes: decisions that life actually makes for us; friendships that change when you start meditating; memory, which deceives us and wants to lure us back into a past that no longer exists; fear, thoughts, and the desire to finally be able to let go.
And my answer was basically always the same: Be as you are. Forget what you have experienced – even the most beautiful spiritual experiences – and be a beginner again every day, as if you were here for the very first time. And the amazing thing is: When you are close to yourself, you become a blessing to the people around you, without having to do anything for it.
I was particularly moved by the question from a mother who lost her son and has been restless and drained ever since. How we would love to know how to emerge from such pain. But we don’t need to know that at all. We only need to know how to enter it: not out of it, but into it. These feelings are like children – they need nothing but our patience and our welcome, and then they do their work within us, and everything becomes a gift; precisely what we don’t want.
That is the paradox I was able to express again and again that evening: I haven’t changed in all these years. My mind is just as crazy as it used to be. But I’ve made peace with myself – and now, everything is different. Or, as Swamiji says: “Don’t change yourself, but meditate.”
And another secret was touched upon that evening: You have no idea what you give to others. The closer you get to yourself, the more you become, without doing anything, a blessing to the people around you. But it always starts with you – that’s what confuses us so much.
Satsang is a kindergarten: for people who start anew every day, without expectations and without a curriculum. Thank you for being there. Thank you for Satsang!
Complete German text:
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Es ist viel einfacher, als du denkst
Link to topic in video at 0m31s
[Dhyan Mikael:] Guten Abend, ganz herzlich willkommen zum Satsang.
Hallo, schön, dass du da bist.
Hier im Satsang bist du richtig, wenn du nicht weißt, wie man das alles macht mit dem Leben, mit dem Glücklichsein, mit dem Meditieren, mit dem Menschsein.
Wenn du möchtest, sei einfach dabei, hör zu. Hör den Fragen zu, die die Menschen haben, und den Antworten. Und du wirst feststellen, dass die anderen Menschen genau die gleichen Fragen haben wie du, genau die gleichen Herausforderungen, genau die gleichen Unfähigkeiten.
Wir sind alle Brüder und Schwestern, mich eingeschlossen.
Ich habe die gleichen Herausforderungen wie du. Ich bin Mensch wie du.
Der einzige Unterschied zwischen mir und dir besteht darin, dass ich das große Glück hatte, zu lernen, mit diesem Menschsein Frieden zu schließen.
Der einzige Unterschied zwischen mir und dir besteht darin, dass ich das große Glück hatte, zu lernen, mit diesem Menschsein Frieden zu schließen. Ich bin nicht besser als du, nicht weiter als du. Das kann jeder Mensch lernen: dieses In-Frieden-Sein mit sich selbst, dieses Sich-nach-innen-Wenden – und dort leben, wo das wohnt, was wir wirklich sind.
Link to quote in video at 1m44s
Ich bin nicht anders als du, aber ich habe damit kein Problem mehr. Ich bin nicht besser als du, ich bin nicht cooler als du, ich bin nicht weiter als du.
Und das kann jeder Mensch lernen: dieses In-Frieden-Sein mit sich selbst; dieses Sich-nach-innen-Wenden – und dort leben, wo das wohnt, was wir wirklich sind.
Manchmal, wenn du im Satsang zuhörst, kannst du den Eindruck gewinnen, das sei alles ganz schwierig und kompliziert und es dauere lang, aber dem ist überhaupt nicht so.
In Wirklichkeit geht es ganz einfach, wirklich ganz, ganz einfach. Ich weiß, immer wenn ich das sage, gibt es einige Menschen, die sich dann ärgern oder den Kopf schütteln, weil es nicht ihrer eigenen persönlichen Erfahrung entspricht.
Aber ich möchte dich herausfordern, genau hinzuschauen, ob das, was du glaubst, wirklich stimmt.
Denn es geht überhaupt nicht darum, anders zu werden, als du jetzt schon bist.
Es geht nicht darum, anders zu werden oder irgendwo anzukommen. Das Einzige, worum es geht, ist, leer zu werden und die eigene Aufmerksamkeit in die richtige Richtung zu richten: nach innen, an den Ort in dir, der still ist und leer. Diesen Ort hat jeder Mensch, der ist immer da. Und es geht ganz einfach. Das kannst du jetzt tun, jetzt sofort.
Link to quote in video at 3m34s
Es geht nicht darum, woanders zu sein, als du jetzt bist, oder irgendwo anzukommen.
Das Einzige, worum es geht, ist, leer zu werden und die eigene Aufmerksamkeit in die richtige Richtung zu richten: nach innen, an den Ort in dir, der still ist und leer.
Diesen Ort hat jeder Mensch. Der ist immer da.
Und es geht ganz einfach.
Das kannst du jetzt tun – jetzt sofort. Das Einzige, was uns daran hindert, ist der Gedanke: Das ist Quatsch, das kann es nicht sein. Oder der Gedanke: Ich kann das nicht. Oder der Gedanke: Aber etwas anderes ist wichtiger.
Aber das, wovon wir hier im Satsang sprechen, das, wovon jeder Guru spricht, ist das Natürlichste und Einfachste der Welt. Du brauchst dafür keine Zeit, und du musst dich auch nicht ändern.
Das, wovon jeder Guru spricht, ist das Natürlichste und Einfachste der Welt. Du brauchst dafür keine Zeit und musst dich auch nicht ändern. Und dennoch müssen wir uns irgendwie an diese Wahrheit gewöhnen, dass es wirklich so einfach ist. Denn wenn es nicht schwierig ist, dann hat das Ego keine wichtige Rolle mehr. Dann brauchen wir es nicht mehr.
Link to quote in video at 4m47s
Und dennoch müssen wir uns irgendwie daran gewöhnen, an diese Wahrheit, dass es wirklich so einfach ist. Denn wenn es da gar kein Problem mehr gibt, wenn es nicht schwierig ist, dann hat dieses Ego in uns, dieser Verstand, keine wichtige Rolle mehr, dann brauchen wir den nicht mehr.
Das fühlt sich nackt an, ungewohnt, seltsam, fast verkehrt.
Aber wenn du immer mal wieder im Satsang vorbeischaust, wenn du beginnst, jeden Tag zu meditieren, jeden Morgen, dann lernst du diesen Ort, von dem ich spreche, in dir kennen.
Dann erlebst du jeden Tag, dass du jederzeit dorthin gehen kannst. Ganz allmählich erlebst du selbst: Wow, es geht ja wirklich so einfach.
Hier im Satsang kannst du mir gerne eine Frage stellen, wenn du möchtest. Das geht über den Chat in YouTube oder in Zoom.
Simone, die dabei ist, wird die Frage vorlesen, und ich werde dann versuchen, ein wenig dazu zu sagen. Und zwischendurch lese ich auch immer mal wieder eine E-Mail-Frage vor, die mich für den Satsang erreicht hat. Und so geht es dann immer abwechselnd bis um halb zehn heute Abend.
Ja, das ist das, was wir hier machen.
Simone, guten Abend. Hallo.
[Erzähler-in:] Guten Abend.
[Dhyan Mikael:] Danke, dass du dabei bist.
[Erzähler-in:] So gerne.
[Dhyan Mikael:] Hast du eine Frage, die du vorlesen möchtest?
[Erzähler-in:] Ja, habe ich.
[Dhyan Mikael:] Dann schieß los, bitte.
Das Leben entscheidet – für dich
Link to topic in video at 7m10s
[Erzähler-in:] Sie ist von Thomas.
[Dhyan Mikael:] Thomas, hallo, guten Abend.
[Erzähler-in:] „Geliebter Mikael, in dem Unternehmen, in dem ich seit mehr als zwanzig Jahren arbeite, werden massiv Stellen abgebaut. Nun habe ich erfahren, dass ich im Unternehmen bleiben kann. Jetzt stelle ich fest, dass mir eine Kündigung lieber gewesen wäre. Kannst du mir dazu etwas sagen? Danke und liebe Grüße, Thomas.”
[Dhyan Mikael:] Wenn du die Kündigung bekommen hättest, dann wäre dir wahrscheinlich lieber gewesen, du bleibst. So ist der Verstand. So sind die Gedanken.
Du lebst mit der einen Frau zusammen, dann siehst du eine andere und denkst: Die wäre aber bestimmt besser. Wenn du mit der zusammen wärst, wäre es genauso. Dann würdest du eine andere sehen und denken: Wer weiß, vielleicht ist die besser?
So ticken wir da drin.
Ich sage dir, wie ich das mache: Ich mache mir keine Gedanken darüber, was mir lieber wäre, ganz einfach deswegen, weil ich gar nicht weiß, was gut für mich ist, und weil das, was mir lieber wäre, sich dauernd ändert.
Ich sage dir, wie ich das mache: Ich mache mir keine Gedanken darüber, was mir lieber wäre, ganz einfach deswegen, weil ich gar nicht weiß, was gut für mich ist, und weil das, was mir lieber wäre, sich dauernd ändert.
Link to quote in video at 8m27s
Dann stellst du fest, dass du zu den Menschen gehörst, die nicht gekündigt werden. Dann sagst du einfach: „Okay, das Leben hat entschieden – gut: dann bleibe ich jetzt hier und gebe weiterhin mein Bestes.”
Weißt du, wir sind es gewohnt, das Leben durch unsere Vorstellungen hindurch zu betrachten, und mit Vorstellungen meine ich jede Art von Gedanken, Wünschen, Vorlieben, Abneigungen.
Und wenn du die Wahl hast, kannst du natürlich entscheiden, aber meistens haben wir nicht die Wahl. Und dann einfach erkennen, wer da entscheidet: das Leben – für dich.
Mein Meister Soham sagte einmal zu mir: „Ich nehme immer das Beste – das Beste von dem, was verfügbar ist für mich.”
Mein Meister Soham sagte einmal zu mir: „Ich nehme immer das Beste, das Beste von dem, was verfügbar ist für mich.” Wenn du die Wahl hast, dann wähle. Aber wähle nur das, was da ist, was du haben kannst, und um den Rest mach dir überhaupt keine Gedanken. Das ist das Geheimnis.
Link to quote in video at 10m03s
Wenn du die Wahl hast, dann wähle.
Aber wähle nur das, was da ist, was du haben kannst, und um den Rest mache dir überhaupt keine Gedanken.
Das ist das Geheimnis.
Das gilt natürlich nicht nur für den Job. Das gilt für alles, für jedes Detail im Leben.
Danke, Thomas, für deine Frage. Ich freue mich, dass du hier bist. Danke.
[Erzähler-in:] Kann ich weitermachen?
[Dhyan Mikael:] Ja, ich bitte darum.
Unsere Erinnerung betrügt uns
Link to topic in video at 11m21s
[Erzähler-in:] Die nächste Frage ist von Eva.
[Dhyan Mikael:] Eva, guten Abend, hallo.
[Erzähler-in:] „Lieber Mikael seit ich die Samarpan-Meditation mache, spüre ich eine Veränderung, was ich gut finde. Doch der Freundeskreis verändert sich auch. Er wird immer weniger. Ich bin nicht mehr der Clown, ich bin ruhiger. Ich muss mich nicht mehr bei allem mitteilen. Diese Einsamkeit ist nicht einfach, aber anders geht es nicht mehr. Mir macht das zu schaffen. Danke, alles Liebe, Eva.”
[Dhyan Mikael:] Ja, es ist wirklich lustig.
Du beginnst zu meditieren. Du kommst dir selbst näher. Du entdeckst, dass du eigentlich gar nicht so bist, wie du dachtest, dass du bist.
Du entdeckst, dass dir viele Sachen, die du dein Leben lang gemacht hast, eigentlich gar nicht gefallen.
Du entdeckst, dass du mit einigen Menschen in Wirklichkeit gar nichts anfangen kannst und dass du lieber alleine bist.
Und doch gibt es da diesen Teil in uns, der damit ein Problem hat; der es lieber hätte, es bliebe, wie es war. Das ist ganz spannend.
Aber ich kann dich beruhigen.
Weißt du, das Leben ist magisch.
Das Leben ist magisch. Alles da draußen in der Welt ist maßgeschneidert für dich. Wenn du wächst, brauchst du einen neuen Anzug. Dann verändert sich das Leben, damit es wieder zu dir passt. Dann gehen Menschen aus deinem Leben, weil sie nicht mehr hineinpassen. Andere kommen, weil sie jetzt in dieses Leben hineingehören.
Link to quote in video at 13m06s
Das Leben, alles da draußen in der Welt, ist maßgeschneidert für dich.
Wenn du dich veränderst, wenn deine innere Haltung sich verändert, wenn du wächst, dann brauchst du einen neuen Anzug.
Dann verändert sich das Leben, damit es dann wieder zu dir passt, zu der Eva, wie sie jetzt ist.
Dann gehen Menschen aus deinem Leben, weil sie da nicht mehr hineinpassen.
Andere kommen, weil sie jetzt in dieses Leben hineinpassen und da hineingehören. Manche Dinge gehen: Arbeitsstellen, Wohnungen, Freunde, und neue kommen, die dann zu dir passen. Das Tolle ist, dass du dir über diese ganzen Dinge keine Gedanken machen brauchst.
Deine einzige Aufgabe ist es, so zu sein, wie du bist, so ganz und gar, so mit Haut und Haar, und mit deiner ganzen Neugier herauszufinden, wie diese Eva heute ist.
Deine einzige Aufgabe ist es, so zu sein, wie du bist, ganz und gar, mit Haut und Haar. Du brauchst es nicht zu wissen, nicht formulieren, du brauchst nichts zu entscheiden: einfach sein, so wie du bist, ohne dir Gedanken darüber zu machen, was das bedeutet und bewirken wird. Das Leben passt sich von ganz alleine daran an, wie du bist.
Link to quote in video at 14m28s
Du brauchst es nicht zu wissen, du brauchst es nicht zu formulieren, du brauchst nichts zu entscheiden: einfach sein, so wie du bist, ohne dir irgendwelche Gedanken darüber zu machen, was es bedeutet und was das bewirken wird.
Das Leben passt sich dann von ganz alleine daran an, wie du bist.
Und dann kommt ab und zu mal Wehmut...
Erinnerungen an Dinge, die man so sehr genossen hat in der Vergangenheit, aber die nicht mehr im Leben sind.
Und dann, manchmal, möchte man zurück. Und dann probiert man es aus.
Ich war zum Beispiel früher sehr gerne in Restaurants.
Ich esse ja für mein Leben gern. Ich mag gutes Essen, und ganz überwiegend koche ich das gute Essen einfach selbst. Aber früher, als ich noch viel beruflich unterwegs war, viel auf Reisen war, da war ich aus ganz praktischen Gründen oft in Restaurants, oft jeden Abend, wenn ich unterwegs war. Und ich mochte das. Ich fand das toll, unterhaltsam, abwechslungsreich.
Und jetzt halte ich es nicht mehr aus. Ich halte es einfach nicht mehr aus in Lokalen, weder das Essen noch die Menschen dort.
Aber manchmal denke ich: „Ach, es war so schön”, und ich vergesse, wie es heute ist. Ich vergesse es einfach. Und dann probiere ich es aus – und dann weiß ich wieder: Okay, der Mikael passt da nicht mehr hin.
Deswegen ist es das Schöne, wenn man sich jede Freiheit gibt, alles zu tun, wonach einem ist: dann lernt man das immer wieder neu. Du hast irgendwelche alten Sehnsüchte?
Dann folge denen! Dann lernst du wieder neu, wie Eva heute ist.
Dann wird es immer einfacher, immer klarer, und dann vergeht diese Wehmut, die du da manchmal spürst, dadurch, dass du immer wieder ganz neu und direkt erlebst, wie es heute wirklich ist mit der Eva.
Aber unser Verstand, unsere Erinnerung, unsere Gedanken, die wissen davon nichts, weißt du? Die wissen nichts von Jetzt. Unsere Erinnerung betrügt uns.
Unser Verstand, unsere Erinnerung, unsere Gedanken, wissen nichts von Jetzt. Unsere Erinnerung betrügt uns. Das, was einmal schön war, war für eine Eva schön, die es nicht mehr gibt – schon lange nicht mehr. Deswegen ist es am besten, man vergisst das alles und schaut nur noch auf das, was heute da ist. Das ist mehr als genug.
Link to quote in video at 17m59s
Das, was einmal schön war, war für eine Eva schön, die es nicht mehr gibt – schon lange nicht mehr.
Deswegen ist es am besten, man vergisst das alles und schaut nur noch auf das, was heute da ist.
Das ist mehr als genug.
Du sagst, du bist einsam. Einsam ist ein Gefühl.
Du bist allein.
Ich bin gern allein.
Danke, Eva.
Du weißt nicht, was du anderen gibst
Link to topic in video at 19m04s
Ich lese eine E-Mail vor, die mich erreicht hat für diesen Satsang.
„Ich freue mich sehr, dich über einen Kongress gefunden zu haben.
Deine Worte haben in der Tiefe eine große Resonanz in mir, sodass ich mich spontan zum Herbstretreat angemeldet habe.” Ach, da möchte ich kurz unterbrechen.
Ich wollte noch kundtun, dass es für den Herbstretreat tatsächlich noch Plätze gibt.
Auf meiner Webseite gab es ein kleines technisches Problem, und deswegen wurde tatsächlich für etwa zwei Wochen lang dort angezeigt, dass dieser Retreat, genau wie der Sommerretreat auch, schon ausgebucht sei, aber das stimmt überhaupt nicht. Für den Herbstretreat gibt es noch Plätze, sowohl in Zimmern als auch für Menschen, die mit dem Zelt oder mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen kommen möchten. Also – wenn du möchtest: melde dich an. Wir werden es wunderschön haben. Der Ort ist ganz toll, und ich freue mich jetzt schon darauf.
„Auch habe ich heute zum ersten Mal die Samarpan-Meditation gemacht, immer wieder mit vielen Gedanken unterbrochen, aber auch mit einer Ahnung, dass dies auf Dauer meine Persönlichkeit verschwinden lässt und ein Zustand wie bei den kleinen Kindern eintritt, wie Gedankenfreiheit, ohne Ziel, ohne Erwartungen.
Das fühlt sich gerade noch etwas mulmig an. Im Moment habe ich durch eine Freundin, die sehr gerne malt und jetzt in einem Heim die Wände gestalten darf und Heilbehandlungen anbietet, und auch durch eine neue Frauenbekanntschaft, die beide sehr viel im Außen tun, zum Beispiel Vorlesungen, Stricken, Malen, Reisen...
Beide sind so alt wie ich, und ich spüre da bei ihnen eine Erfüllung, eine Begeisterung und viel Freude im Leben, die ich auch gerne mehr hätte.
Ich habe ein arbeitsreiches Leben hinter mir, bin gerne in meinem kleinen Garten beim Gemüseanbauen und erfreue mich an den Blumen und Tieren, die vorbeikommen.
Und ich hatte noch nie viele Kontakte zu anderen Menschen. Ich bin eher ruhig und ich mag die Stille. Und ich habe da schon eine Ahnung, dass ich mich mit den beiden vergleiche und nur meine Gedanken und auch Gefühle mich da schlechter abschneiden lassen und meinen Selbstwert mindern, weil ich nicht so viel im Tun bin oder auch anderen Menschen gebe.
Kannst du mir dazu etwas sagen?”
Ich danke dir für deine E-Mail. Ich freue mich, dass du hierher gefunden hast und dass du hier bist. Es ist wirklich wunderbar.
Ja, zunächst einmal möchte ich dir sagen, dass wir überhaupt keine Ahnung haben, was wir anderen Menschen geben und was wir bei anderen Menschen bewirken.
Ich zum Beispiel tue überhaupt nichts.
Ich bin einfach, wie ich bin. Und einfach, indem ich so bin, wie ich bin, und das tue, was ich gerne tue, passiert es, dass manch anderer Mensch davon profitiert. Ich weiß gar nicht, wie das möglich ist, und dennoch ist es so.
Swamiji, das ist der indische Meister, der die Samarpan-Meditation in die Gesellschaft bringt, der ist, so wie ich das erlebe, ein Jahrhundertgeschenk, ein Jahrtausendgeschenk, so wie es Jesus war.
Swamiji sagt von sich selbst: „Ich tue nichts für einen anderen Menschen. Alles, was ich tue, ist nur für mich selbst.” Und je mehr wir so sind, wie wir wirklich sind, je näher wir uns selber kommen und in uns ruhen, desto mehr Gnade verteilt sich um uns herum zu anderen Menschen. Wir wissen davon nichts, wir tun es nicht, aber es ist so.
Link to quote in video at 23m16s
Und doch sagt er von sich selbst: „Ich tue nichts für einen anderen Menschen. Alles, was ich tue, ist nur für mich selbst.”
Und dadurch, dass wir so sind, wie wir sind, und je mehr wir so sind, wie wir wirklich sind, je näher wir uns selber kommen und in uns leben, in uns ruhen, desto mehr Gnade verteilt sich um uns herum zu anderen Menschen. Wir wissen davon nichts, wir tun es nicht, aber es ist so.
Und das andere, was ich dir gerne auf deine E-Mail antworten möchte, ist Folgendes: Was du bei diesen Freundinnen, die du da hast, spürst, diese Freude, diese Erfüllung, die kommt nicht daher, dass sie malen oder all diese Dinge tun.
Diese Freude, diese Erfüllung, kommt nicht daher, dass sie malen oder all diese Dinge tun. Sie kommt daher, dass sie so sind, wie sie sind. Wenn du so bist, wie du bist, und nicht versuchst, anders zu sein, dann hast du Freude. Dieses dir selbst treu sein, dieses einfach so sein, wie du bist, egal was die Welt davon hält, das ist bereichernd, das ist erfüllend.
Link to quote in video at 24m15s
Die kommt daher, dass sie so sind, wie sie sind.
Und das ist wunderbar. Wenn du so bist, wie du bist, und nicht versuchst, anders zu sein, und nicht darüber nachdenkst, wie du bist oder wie du sein solltest, dann fließt Energie durch dich, und dann kannst du Dinge tun, und dann hast du Freude. Und dieses dir selbst treu sein, dieses einfach so sein, wie du bist, egal was die Welt davon hält, das ist bereichernd, das ist erfüllend.
Aber was es praktisch bedeutet, ist für jeden Menschen anders.
Du kannst die gleiche Erfüllung erleben, die gleiche Freude, und der Weg dorthin ist, noch mehr einfach so zu sein, wie du bist.
Aber das weißt du vielleicht noch gar nicht so genau: wie du bist. Wir wissen, wie wir sein sollten. Wir wissen, wie andere Menschen sind, aber wie wir selbst sind – wirklich –, das wissen wir oft gar nicht.
Aber wenn du mit der Samarpan-Meditation beginnst, wirst du das herausbekommen, und zwar sehr, sehr schnell. Die führt dich auf direktem Wege zu dir selbst.
Es ist der Beginn eines großen Abenteuers. Ich freue mich, dass du hier bist. Wenn du noch Fragen hast, bitte frag. Dafür bin ich hier.
Herzlich willkommen.
Wende dich dahin, wo keine Gedanken sind
Link to topic in video at 26m35s
Simone, magst du weitermachen?
[Erzähler-in:] Ja, sehr gerne. Die nächste Frage ist von Maria.
[Dhyan Mikael:] Maria, guten Abend. Ich freue mich, dass du da bist.
[Erzähler-in:] „Guten Abend. Intellektuell verstehe ich alles sehr gut, aber ich kann es nicht fühlen. Irgendwie hat man das Gefühl, dass etwas immer noch fehlt. Was kann ich machen? Vielen Dank.”
[Dhyan Mikael:] Danke für die schöne Frage.
Ja, du sagst, du kannst es nicht fühlen. Wir sind es so gewohnt, nicht zu erleben, sondern das Leben durch die Gedanken wahrzunehmen.
Wir sind es so gewohnt, nicht zu erleben, sondern das Leben durch die Gedanken wahrzunehmen. Und das ist zutiefst unerquicklich. Da fehlt immer etwas. So kann man nicht leben, aber so lebt die ganze Welt. Aber es gibt einen anderen Weg, einen einfacheren, einen, wo nichts fehlt. Wende dich in die Richtung, wo keine Gedanken sind.
Link to quote in video at 27m11s
Und das ist zutiefst unerquicklich. Da fehlt immer etwas. So kann man nicht leben – aber so lebt die ganze Welt.
Aber es gibt einen anderen Weg, einen einfacheren, einen, wo nichts fehlt: wende dich in die Richtung, wo keine Gedanken sind. Probiere die Samarpan-Meditation aus, wenn du möchtest.
Da setzt man sich jeden Tag für eine halbe Stunde hin und ruht mit der Aufmerksamkeit hier oben, am Scheitelpunkt des Kopfes. Die Inder nennen diese Stelle das Kronenchakra, aber das ist so ein heiliger, spiritueller Name, da denkt man gleich wieder viel zu viel. Aber das Interessante ist: Wenn du dort mit deiner Aufmerksamkeit ruhst, ist es still. Da sind keine Gedanken. Natürlich bleibst du mit deiner Aufmerksamkeit dort nicht. Ehe du dich versiehst, ist sie wieder bei den Gedanken. Aber dann kehrst du einfach wieder dahin zurück, zu diesem Punkt, wo es still wird.
Und obwohl du überhaupt nicht weißt, was das soll — da ist ja nichts, das ist einfach nur still —, lernst du da zum ersten Mal ein neues Lebensgefühl kennen, ganz subtil, ganz still, aber unverwechselbar.
Und je mehr du es dir angewöhnst, mit deiner Aufmerksamkeit in diese Richtung zu schauen, desto mehr wirst du ein ganz neues Leben entdecken.
Da fehlt nichts – im Gegenteil: Da ist es so voll, so voller Leben, dass man glaubt, man müsse platzen.
Wenn du dein Leben durch die Gedanken betrachtest, siehst du nur, was fehlt, was dir nicht gefällt, was verkehrt ist an der Welt, an dir, an deinem Partner. Und sobald du in die andere Richtung schaust, nach innen, an den Ort, wo es still ist und leer in dir, verschwinden all diese Bewertungen, all diese Probleme.
Link to quote in video at 29m24s
So geht es mir jedenfalls, gerade heute wieder.
Und wenn du dein Leben durch die Gedanken betrachtest, siehst du nur, was fehlt, was dir nicht gefällt, was verkehrt ist an der Welt, an dir, an deinem Partner.
Und sobald du in die andere Richtung schaust, nach innen, an den Ort, wo es still ist und leer in dir, verschwinden all diese Bewertungen, all diese Probleme.
Aber das musst du selbst entdecken. Darüber kann ich dir nichts sagen.
Ich kann mich hier nur für dich zur Verfügung stellen, damit du mich spüren kannst, damit du spüren kannst, wie ein Mensch sich anfühlt, der dort lebt.
Dann merkst du: „Ah, ich weiß nicht, was es ist, aber das will ich auch haben.” Dann riskierst du es auch. Dann machst du deine eigenen Erfahrungen, und dann weißt du, wovon ich spreche. Und wie ich eingangs gesagt habe: Es geht ganz einfach.
Es ist überhaupt nicht schwer.
Und doch müssen wir es immer wieder probieren, weil alles um uns sagt: „Nein, nein, das ist doch Quatsch.”
Und dennoch bist du hier.
Danke, danke für deine Frage.
Ich freue mich, dass du hier bist.
Vergiss, was du erlebt hast
Link to topic in video at 31m47s
Ich möchte noch eine E-Mail vorlesen: „Ich hatte dir ja schon einmal erzählt, dass ich drei Monate lang im Erleuchtungszustand, im Satori war. Danach, als er wieder wegging, war ich dennoch wie ständig den ganzen Tag meditierend.
Und jetzt werde ich darin immer mehr gestört, was ich in der Form, wie es jetzt ist, noch nie so heftig hatte. Doch ich bleibe weiterhin daran und in mir.
Seit Oktober vor sechs Jahren, ja, vor neun Jahren, bin ich in diesem Erleuchtungszustand. Doch danach kam sukzessive alles hoch, was noch angeschaut werden wollte.
Das, was sich im Außen zeigt, sind wohl die letzten Restbestände, davon gehe ich mal aus. Aber es wäre schön, wieder ständig im Bliss zu sein.”
Ich danke dir für deine E-Mail.
Ich möchte dir gerne etwas nahelegen, was dir vielleicht ein wenig seltsam vorkommt.
Aber vergiss, was du erlebt hast.
Vergiss, was du erlebt hast. Versuche nicht, diese Glückseligkeit von damals wieder zu erleben. Stattdessen erlebe das, wie es heute ist – ohne Bewerten, ohne Meinung, ohne Präferenz. Das Leben schenkt uns viele verschiedene Erfahrungen. Und dann geht die Erfahrung wieder, weil sie ihre Arbeit getan hat.
Link to quote in video at 33m31s
Denk nicht mehr darüber nach. Versuche nicht mehr, dich zu erinnern.
Versuche nicht, diesen Bliss, wie du ihn nennst, diese Glückseligkeit, die du damals erlebt hast, jetzt wieder zu erleben, sondern vergiss, was du damals erlebt hast. Stattdessen erlebe mit derselben Offenheit, mit demselben Ja, das, wie es heute ist – ganz gleich wie es ist, ohne Bewerten, ohne Meinung, ohne Präferenz.
Das Leben schenkt uns viele verschiedene Erfahrungen, wunderschöne, sehr schmerzhafte. Und jede dieser Erfahrungen ist gut für uns. Und jede dieser Erfahrungen verändert uns und lässt uns wachsen. Und dann geht die Erfahrung wieder, weil sie ihre Arbeit getan hat. Wenn wir dann an der Erfahrung festhalten, zum Beispiel, weil wir eine schöne Erfahrung weiterhin haben wollen oder weil wir uns darüber ärgern, wie schmerzhaft etwas war, dann bleiben wir in der Vergangenheit stecken und gehen keinen Schritt weiter. Dann leben wir in Wirklichkeit in Gedanken.
Als wir die Erfahrung hatten, haben wir sie im Moment erlebt, im Hier und Jetzt. Jetzt, wo sie weg ist, sind wir in Gedanken, wenn wir daran denken.
Deswegen: Vergiss alles, was du damals erlebt hast.
Denk nicht mehr nach, wie es war.
Erinnere dich nicht mehr. Vergiss es. Sprich nicht mehr darüber.
Jetzt bist du neu.
Und umarme den Tag oder den Abend, so wie er jetzt ist, mit dem Schmerz, mit der Irritation, mit allem, was dir die Knöpfe drückt, und mit allem, was schön ist. Und morgen?
Denk nicht mehr an heute, sondern schau, was morgen bringt, und sag dazu Ja, denn morgen wird wieder ganz anders als heute.
Ich danke dir für deine E-Mail. Ich freue mich sehr, dass du da bist.
Nicht heraus, sondern hinein
Link to topic in video at 36m48s
Simone, bitte fahr fort.
[Erzähler-in:] Ja. Ich lese eine Frage vor von einer anderen Simone.
[Dhyan Mikael:] Hallo, Simone.
[Erzähler-in:] „Seit dem Tod meines Sohnes bin ich oft ruhelos und kraftlos. Es fühlt sich einfach unglaublich schwer an. Es fällt mir so schwer, dazu Ja zu sagen. Ich meditiere seit zweieinhalb Jahren. Hast du dazu ein paar Worte? Ich danke dir.”
[Dhyan Mikael:] Danke, Simone. Danke, dass du fragst. Sei geduldig mit dir selbst.
Sei da, wo du jetzt bist: in dieser Ruhelosigkeit, in diesem Schmerz, in diesem Raum, in dem du dich nicht auskennst.
Je direkter du erleben kannst, wie es für dich gerade ist, ohne darüber nachzudenken und ohne nachzudenken, wo diese Gefühle herkommen oder was sie bedeuten, desto besser können diese Erfahrungen und Gefühle in dir ihre Arbeit tun.
Dafür sind sie da. Und sei geduldig.
Versuch nicht, jetzt irgendetwas zu lernen, damit es dann weggeht.
Im Gegenteil: ich empfehle dir, dich und die Lebenserfahrung, wie es jetzt gerade für dich ist, so anzunehmen, als wäre es für immer so: „Okay, so ist es jetzt. Ich kenne mich zwar überhaupt nicht aus, und es fühlt sich auch überhaupt nicht schön an, aber okay – so ist es.” Und nicht auf morgen warten, dass es anders ist, sondern so Simone sein, wie es für Simone jetzt gerade ist, ohne einen Gedanken an etwas anderes. Das ist mein Rat an dich.
Lass dich von diesen Gefühlen, von dieser inneren Situation, die du spürst, verbrennen, tragen.
Lass dich von diesen Gefühlen, von dieser inneren Situation, die du spürst, verbrennen, tragen. Es ist wie ein Schleudergang in der Waschmaschine. Lass los und lass dich schleudern, egal wie lange es dauert. Du brauchst nicht zu wissen, was danach kommt oder wie man da wieder herauskommt. Du musst nur wissen, wie man da hineinkommt.
Link to quote in video at 39m22s
Ja, es ist wie ein Schleudergang in der Waschmaschine.
Lass los und lass dich schleudern, egal wie lange es dauert.
Das ist mein Rat an dich.
Du brauchst nicht zu wissen, was danach kommt. Du brauchst nicht zu wissen, wie man da wieder herauskommt.
Du musst nur wissen, wie man da hineinkommt.
Ich weiß, das willst du nicht, aber das ist die Richtung. Sag einfach: „Ja, okay.” Sag: „Okay, er ist schon so lange tot, und ich habe mich bis heute gesträubt und geweigert, euch einzuladen, ihr seltsamen Gefühle. Aber jetzt, jetzt sage ich: Ja, okay. Da ihr nun mal da seid, kommt und bleibt einfach da, solange ihr wollt.”
Und übe das jeden Tag.
Diese Gefühle sind wie Kinder. Du bist Mutter. Du weißt, wie viel Geduld Kinder brauchen, wie viel Gleichmut, wie sehr Kinder es brauchen, sich willkommen zu fühlen.
Und das, was du dann spürst, das sind deine Kinder – das bist du.
Die brauchen dich auch.
Was ich dir hier erzähle, ist keine Theorie.
So lebe ich.
Ich habe es von meinem Meister gelernt.
Und dieses Geheimnis, so mit den Dingen zu sein, wie ich es dir gerade nahelege, ändert alles im Leben.
Sag einfach: „Ja, okay.” Dieses Geheimnis, so mit den Dingen zu sein, ändert alles im Leben. Dann wird plötzlich alles zu einem Geschenk, sogar die Dinge, die wir gar nicht haben wollen. Ich müsste sogar sagen: Gerade die Dinge, die wir nicht haben wollen, sind die größten Geschenke.
Link to quote in video at 41m45s
Dann wird plötzlich alles zu einem Geschenk, sogar die Dinge, die wir gar nicht haben wollen.
Ich müsste sogar sagen: Gerade die Dinge, die wir nicht haben wollen, sind die größten Geschenke. Aber das musst du selbst entdecken. Das entdeckst du, indem du einfach sagst: „Okay, ja – jetzt sage ich Ja mit meiner ganzen Kraft und Entschlossenheit.”
Danke, Simone.
Alles beginnt damit, zu sein, wie du bist
Link to topic in video at 42m42s
[Erzähler-in:] Eine Frage von Sofia, die ich gerne vorlesen möchte.
[Dhyan Mikael:] Ja, gerne. Sofia, hallo. Wie schön, dass du da bist.
[Erzähler-in:] „Geliebter Mikael ich merke, dass mich ein Thema gerade sehr beschäftigt, und ich wollte es hier einmal ansprechen. Ich habe inzwischen ein eigenes Auto, aber ich habe es noch nicht zugelassen. Ich merke, dass ich die Anmeldung die ganze Zeit vor mir herschiebe. Ich bin zwar schon gefahren und weiß eigentlich, dass ich es kann, aber trotzdem kommt immer wieder Angst hoch, vor allem davor, die Kontrolle abzugeben, Fehler zu machen und von anderen im Straßenverkehr bewertet oder gestresst zu werden.
Ich merke, ich möchte es schaffen, aber die Angst hält mich oft zurück. Seit ich beim Abwürgen angeguckt wurde, fällt es mir noch schwerer. Kannst du mir dazu vielleicht etwas sagen? Ich danke dir von ganzem Herzen. Alles Liebe, Sofia,”
[Dhyan Mikael:] Danke, Sofia, Du hast so ein wunderbares Talent, die Dinge, die alle Menschen erleben, so glasklar auszudrücken, und du hast den Mut, sie zu fragen. Das ist so schön.
Ja, du hast recht, die Erfahrungen oder die Angst vor diesen Erfahrungen, die du da beschreibst, die kenne ich.
Es ist unglaublich, wie viele Emotionen im Straßenverkehr geweckt werden und was sich die Menschen da gegenseitig antun. Es ist wirklich ganz erstaunlich: als hätte man eine Beziehung mit diesem Menschen.
Jeder glaubt, der andere macht etwas falsch und müsste sich genauso verhalten, wie man es für richtig hält.
Also: deine Angst ist gar nicht unberechtigt. Da geht es wirklich so zu, aber natürlich nicht nur.
Lass dir Zeit.
Lass dir Zeit, Sofia. Es besteht keine Eile.
Wenn du nicht Auto fahren willst, dann fahr mit dem Fahrrad oder mit dem Bus.
Ja, ich meine es ernst, wirklich.
Ich war mein Leben lang leidenschaftlicher Autofahrer, aber jetzt merke ich, dass mich das zunehmend stresst. Ich werde langsamer, dieser Körper wird langsamer in seinen Reaktionen. Ich empfinde Autofahren heute als viel anstrengender als noch vor fünf oder zehn Jahren.
Ich finde die Energie, gerade wenn man lange unterwegs ist auf den Autobahnen, sehr anstrengend, weil die Leute es so eilig haben. Und die Aggression, die die Menschen heutzutage nun einmal mit sich herumtragen — was heißt heutzutage... Es war eigentlich schon immer so, es ist nichts Neues. Aber auf der Autobahn und im Straßenverkehr wird sie besonders sichtbar und spürbar, weil wir da diese riesigen Autos steuern, die dann das, wie wir als Mensch sind, verstärken wie ein riesiger Lautsprecher.
Und ich genieße es jetzt unglaublich, einfach nur im Zug zu sitzen und meine Ruhe zu haben.
Vor zwei Jahren dachte ich, vielleicht sollte ich mir solch einen kleinen Roller anschaffen, damit ich hier auf dem Land besser mobil bin. Und dann habe ich eine Probefahrt gemacht und dabei gemerkt: Nein, damit bringe ich mich um. Es ist mir zu stressig.
Jetzt sitze ich hier auf dem Land. Ich habe kein Auto, ich habe kein Moped, ich habe ein Fahrrad, und ab und zu leihe ich mir das Auto von meiner Partnerin aus. Aber ich brauche eigentlich kein Auto. Ab und zu fahre ich für uns einkaufen, das ist alles. Wenn ich zum Satsang und zum Retreat fahre, fahre ich mit dem Zug, weil es für mich am angenehmsten ist.
Also richtest du dir alles so ein, wie es für dich am angenehmsten ist, Sofia, egal, was andere Leute denken.
Aber ich will dir noch ein Geheimnis verraten.
Weißt du, oft ist es ja so, dass wir ambivalent sind. Auf der einen Seite würden wir total gerne etwas tun, aber wir haben Angst davor.
Und dann wissen wir nicht, was wir tun sollen.
Und da gibt es einen Trick.
Wenn du dir jede Freiheit gibst, nur das zu tun, was du wirklich willst, in deinem Fall zum Beispiel jetzt zu sagen: „Okay, ich will nicht Auto fahren, ich habe Angst vor diesen Leuten auf der Straße, ich will meine Ruhe haben”... Du glaubst natürlich, das sei verkehrt, du solltest anders sein. Aber wenn du dir die Erlaubnis gibst, ganz und gar einfach so zu sein, wie du bist...
wenn du einmal so tust, als wäre das erlaubt. W enn du einmal so tust, als dürftest du wirklich so sein, und alles andere vergisst, dann denkst du: „Ja gut, dann bleibt das Auto eben jetzt zehn Jahre auf dem Hof stehen. Verkaufen will ich es auch nicht. Ich will überhaupt nichts machen. Ich will einfach meine Ruhe haben” ...wenn du dir dafür die Erlaubnis gibst und nicht mehr darüber nachdenkst, dann wirst du relativ schnell spüren, was du eigentlich willst.
Und solange wir in diesem seltsamen Gedankenknoten sind, der uns in diese Richtung zieht und in jene Richtung, wissen wir überhaupt nicht, was wir überhaupt wollen und wo es für uns langgeht.
Und deswegen ermutige ich dich immer wieder dazu: Sei, wie du bist, egal, was du davon hältst, egal, was deine Eltern davon halten oder sonst wer.
Und wenn du dir diese Erlaubnis gibst, in dieser Freiheit, da fängst du an zu spüren, was du wirklich willst. Vielleicht merkst du dann, dass du eigentlich nie Auto fahren wolltest und dass das eine Idee war, die du von anderen Menschen geerbt hast. Und dann vergisst du es einfach. Vielleicht stellst du fest, dass du sehr wohl fahren möchtest, aber einfach Angst hast. Aber dann bekommst du die Lust, damit zu lernen, zu tanzen.
Aber der erste Schritt ist immer der: Sei wie du bist – a uch wenn alle anderen denken, dass es verkehrt ist.
Danke, Sofia, Danke, dass du fragst. Ich erfreue mich an dir.
Bitte, Simone, falls du noch eine Frage hast, fahre fort.
Fang bei dir an – dann bist du ein Engel
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[Erzähler-in:] Ja. Ich lese die Frage von Manuela vor.
[Dhyan Mikael:] Wie war der Name?
[Erzähler-in:] Manuela.
[Dhyan Mikael:] Manuela, danke. Hallo Manuela, guten Abend. Ich freue mich, dass du hier bist.
[Erzähler-in:] „Lieber Mikael ich habe eine persönliche Frage. Mein Bruder, 59, hat seit Geburt eine schwere geistige Behinderung, kann nicht sprechen und lebt in einem Heim. Körperlich war er lange recht mobil, aber inzwischen sehe ich, dass er eingeschränkter wird und offenbar Schmerzen hat, die er nicht ausdrücken kann. Das berührt mich sehr und macht mich traurig. Ich habe auch eine Schwester, 61, die ebenfalls in einem Heim lebt. Ich habe sie schon lange nicht mehr besucht, und das löst in mir eine tiefe Traurigkeit und innere Konflikte aus.
Meine Frage ist: Wie erlebt die Seele eine solche Lebenssituation? Gibt es etwas in der Seele, das frei und unberührt bleibt, auch wenn der Ausdruck über den Körper so eingeschränkt ist? Und wie kann ich innerlich Frieden damit finden und beide, meinen Bruder und meine Schwester, aus einer bewussten und liebevollen Haltung heraus gut begleiten, ohne innere Schuldgefühle oder Selbstverurteilung? Von ganzem Herzen danke, alles Liebe, Manuela.”
[Dhyan Mikael:] Da stellst du wirklich wunderbare Fragen.
Und diese Fragen... Das ist das Einzige, was du im Leben brauchst: diese Fragen.
Das musst du herausfinden. Wie geht das? Wie erlebt die Seele das? Das musst du herausfinden.
Ich weiß, wie ich es erlebe – aber wie erlebst du es?
Du kannst es herausfinden, indem du ganz und gar da bist, wo du bist in deinem Leben, in deiner Situation, und anfängst aufzuhören, darüber nachzudenken, und schaust: Wie ist es für mich?
Wie ist diese Situation für mich? Was für Gefühle sind da drin? Was für Gefühle umgeben meine Seele?
Was für Energien spüre ich? Wie ist es hier in mir?
Und vergiss den Gedanken daran, wie es für deinen Bruder ist. Und vergiss den Gedanken daran, wie es für deine Schwester ist. Fang bei dir an. Wie ist es denn für dich?
Ich will dir ein Geheimnis verraten.
Wenn du in die Richtung gehst, die du jetzt gerade spürst, nach innen, zu diesem Schmerz, zu dieser Traurigkeit – die hat nichts mit deinem Bruder zu tun und auch nicht mit deiner Schwester.
Du hast gefragt: Wie erlebt die Seele das? Ja, wie erlebt sie das? Wie erlebst du das – du: dieser Strahl Gottes, hier, in diesem Körper.
Wenn du dich in diese Richtung wendest und das erforschst, dann passiert etwas total Erstaunliches.
Je mehr du entdeckst, wie es für dich ist, und je mehr du dazu 'ja' sagst, je näher du dir und deiner Seele kommst, desto mehr spürst du deinen Bruder und deine Schwester und weißt, wie es ihnen geht, und bist ein Geschenk für sie.
Aber nicht, weil du verstehst, was du für sie praktisch tun musst – das passiert von selbst –, sondern weil du dir nahe bist. Und durch dich hindurch, durch deine Seele hindurch, bist du mit ihnen verbunden und ein Engel für sie. So funktioniert das. So funktioniert Satsang.
Hier kommen viele Menschen in den Satsang, nicht, weil ich so tolle Sachen sage – ich sage jeden Abend das Gleiche, und auch noch sehr langsam und langweilig... Aber wenn man in Frieden mit sich ist und sich selbst und der eigenen Seele nahe, dann ist das für andere Menschen ein Segen – automatisch.
Wenn du also für deinen Bruder etwas tun möchtest, wenn du herausfinden möchtest, was du tun kannst, wenn du ihn unterstützen möchtest, lerne dich selbst kennen. Finde heraus, was die Antwort auf deine Frage ist: Wie erlebt es die Seele – deine Seele? Wer bist du?
Der Weg in diese Richtung, den nennt man Meditation. Ich meine jetzt nicht Meditation, wie du sie vielleicht kennst – irgendetwas visualisieren oder manifestieren oder sich wünschen –, sondern...
Wahre Meditation ist: leer werden, still werden, sich abwenden von allen Gedanken und Vorstellungen und Wünschen und Bewertungen, für eine halbe Stunde. Mehr ist nicht notwendig. Eine halbe Stunde jeden Tag reicht.
Meditation ist: leer werden, still werden, sich abwenden von allen Gedanken, Vorstellungen, Wünschen und Bewertungen. Mehr ist nicht notwendig. Und indem wir jeden Tag leer werden, kommen wir uns selbst nahe. Wir wissen nicht, wie das funktioniert und wie das möglich ist. Aber es geschieht, und alles wird anders.
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Und indem wir während dieser kurzen Zeit jeden Tag leer werden, kommen wir uns selbst nahe. Wir wissen nicht, wie das funktioniert. Wir wissen nicht, wie das möglich ist. Aber es geschieht, und alles wird anders.
Dann wirst du Wunder erleben mit den Menschen, die dir am Herzen liegen.
Aber es fängt bei dir an. Das ist das, was uns so verwirrt.
Danke für deine Frage. Danke, dass ich dazu etwas sagen durfte.
Ich liebe einfach Satsang.
Ich weiß auch nicht, was hier passiert. Ich habe keine Ahnung.
Aber wenn ich im Satsang sitze, mit dir und mit euch, dann werde ich von Minute zu Minute stiller und leerer, und es wird einfach immer noch schöner. Ich verstehe überhaupt nichts.
Jeden Tag wieder Anfängerin
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Simone, magst du fortfahren?
[Erzähler-in:] Ja. Die nächste Frage ist von Irene.
[Dhyan Mikael:] Irene, hallo. Wie schön, dass du hierher gefunden hast. Ich freue mich sehr.
[Erzähler-in:] „Ich ärgere mich immer so, wenn ich mich in Gedanken erwische. Mir geht es dann auch körperlich schlecht. Wie lerne ich, besser zu ignorieren?” Nun,
[Dhyan Mikael:] das geht automatisch.
Du willst meditieren, du willst dich ausruhen, und dann merkst du, wie du gerade eben doch wieder nur in Gedanken warst.
Und anstatt dann zurückzukehren zur Leere und Stille, kommt dann der nächste Gedanke, nämlich, wie doof du bist und wie verkehrt und wie falsch es ist, dass du eben in Gedanken warst: dann bist du noch tiefer in Gedanken. Aber das tut einfach verdammt weh.
Und so lernen wir.
Dann merkst du: wenn du dich dabei erwischst, wie du in Gedanken warst, und wenn du dann, als wäre es das Selbstverständlichste der Welt, einfach wieder zurückkehrst in die Stille, zum Kronenchakra zum Beispiel, dann ist es wunderbar.
Und wenn du stattdessen anfängst, noch mehr zu denken, nämlich, wie doof das ist und wie verkehrt du bist, dann tut es verdammt weh.
Und irgendwann dämmert es uns, was besser ist.
Es dauert erstaunlich lange, aber irgendwann merken wir: Wow, es geht auch anders.
Und du kannst es nicht immer anders machen, aber was du tun kannst, ist: immer, wenn du wieder Blödsinn gemacht hast, zum Beispiel deine wertvolle Zeit damit verschwendet hast, in Gedanken zu sein, dann, sobald du das merkst, nicht wieder in Gedanken zu gehen darüber, dass du in Gedanken warst, sondern stattdessen im Frieden zu bleiben, dich zu lieben und still zu sein.
Diese Wahl haben wir manchmal.
Aber je bereitwilliger wir das üben, je hartnäckiger wir das immer wieder probieren, desto selbstverständlicher wird es.
Ich sagte eingangs, zu Beginn des Satsangs, dass es in Wirklichkeit so einfach ist.
Aber auf irgendeine ganz paradoxe Art und Weise müssen wir erst einmal begreifen, dass es einfach ist. Bis dahin glauben wir den Gedanken.
Aber deswegen gebe ich Satsang und sage im Grunde jeden Abend das Gleiche, damit du es immer wieder hörst und dich immer wieder daran erinnerst: „Ja, was der Kerl sagt, stimmt! Ich weiß das. Ich erlebe es ja auch immer wieder – und dann vergesse ich es wieder, und dann mache ich mich selbst wieder dafür fertig. Ja, wie blöd kann man denn sein?” Aber so sind wir. Das ist wirklich erstaunlich. Also sei geduldig mit dir. Weißt du, es ist, als würde man in jedem Augenblick wieder ganz von vorne anfangen.
Es gibt einen Trick, und den habe ich von meinem Meister Soham gelernt. Der kennt so viele tolle Tricks.
Wenn du glaubst, du solltest es können, wenn du glaubst, jetzt, nach so vielen Jahren, solltest du es eigentlich begriffen haben, dass Denken zu nichts führt, dass du den Gedanken keine Aufmerksamkeit geben solltest – wenn du glaubst, du solltest es können, dann ist es schwer, dann ist es unmöglich.
Und obwohl es dann unmöglich ist, machst du dich auch noch dafür fertig.
Aber wenn du Anfängerin bist, ganz neu, der erste Tag, du hast keine Ahnung, dann erwartet kein Mensch etwas von dir, und du erwartest auch nichts von dir. Dann kannst du einfach so sein, wie du bist, und dann probierst du einfach mal aus, wie das denn ist mit diesen Gedanken und mit der Stille und mit dem Hiersein und mit dem Du-Selbst-Sein. Und dann spielst du einfach wie ein Kind, das keine Ahnung hat.
Und morgen bist du wieder Anfängerin, ganz neu.
Und dann merkst du, wie einfach das ist, die Gedanken zu ignorieren und einfach in der Stille zu sein.
Aber dann erwischst du dich doch wieder dabei, in Gedanken zu sein. Und dann, wenn du dann wieder Anfängerin bist und zum allerersten Mal entdeckst, wie es ist, nicht zu denken, dann ist es wieder leicht.
Und so wirst du hundertmal, tausendmal jeden Tag wieder zur Anfängerin. Das ist kein Scherz:,so lebe ich. Ich fange die ganze Zeit von vorne an.
Es gab einen ganz verrückten Guru – ich habe seinen Namen natürlich vergessen –, aber der ist bekannt dafür, dass er unzählige Wege, tausende verschiedene Wege zur Erleuchtung gefunden hat. So hat er es genannt.
Er hat Erleuchtung erlangt, aber dann hat er alles vergessen, was er darüber weiß, und hat wieder ganz von vorne angefangen. Er hat gesagt: „Okay, wenn das wirklich wahr ist, dann finde ich da wieder hin.” Und dann hat er ganz von vorne angefangen und hat einen neuen Weg gefunden, einen ganz anderen, und wurde wieder erleuchtet. Und dann hat er gesagt: „Okay, schön und gut, aber das vergesse ich jetzt. Mal sehen, wie es noch geht.” Und das hat er immer und immer und immer wieder gemacht.
Und obwohl das wie eine verrückte Geschichte klingt, ist das die Wahrheit: Nur, wenn wir so leben, wenn wir alles vergessen, was wir gerade erlangt haben, wenn wir alles vergessen, was wir gerade noch gekonnt haben, und ganz neu anfangen, als wären wir zum allerersten Mal hier – hier, in diesem Körper, in dieser Situation –, dann entdecken wir alles, was es hier zu entdecken gibt; sonst nicht.
Deswegen habe ich vorhin zu dem einen Brief geantwortet: Vergiss deine Erleuchtung; denke nicht mehr darüber nach; entdecke, wie es jetzt ist, ohne Bewertung. Du bist Anfängerin, du weißt nichts über das, was du können solltest.
So lebe.
Danke, dass du da bist.
Höre auf niemanden
Link to topic in video at 1h08m01s
Simone, bitte fahr fort, falls du noch eine Frage zum Vorlesen hast.
[Erzähler-in:] Ja, ich habe eine Frage von Anjali.
[Dhyan Mikael:] Anjali, guten Abend. Wie schön, dass du da bist.
[Erzähler-in:] „Geliebter Mikael in den letzten Monaten habe ich sowohl deine Satsangs und Videos geschaut als auch die Satsangs von Soham. Ich hatte das Gefühl, dadurch quasi doppelt zu profitieren. Vor Kurzem hat mir jemand, der schon länger meditiert, gesagt, dass das nicht gut wäre und ich damit meine Aufmerksamkeit teilen würde.
Ist das so? Du, Soham und Swamiji, ihr seid so eng miteinander verbunden. Für mich ist es im Kern ein und dieselbe Energie, die durch euch fließt und auf die ich mich da fokussiere und mit der ich mich im Inneren verbinde. Übersehe ich da etwas? Gibt es da ein Problem, das mir nicht bewusst ist, das mein Herz betrifft?”
[Dhyan Mikael:] Das einzige Problem, das ich sehe, ist, dass du auf andere Menschen hörst.
Höre auf niemanden.
Am Ende meiner Videos gibt es eine Tafel, die eingeblendet wird, da steht: Alles, was ich bin, kommt von Swamiji und Sohamji. Und das ist die Wahrheit.
Da gibt es keinen Unterschied. Ich will nicht sagen, dass ich so bin wie Soham oder wie Swamiji – das möchte ich mir nicht anmaßen –, aber da gibt es keinen Unterschied.
Alles, was ich entdecke, alles, was ich erlebe, kommt von diesen beiden Heiligen.
Da gibt es überhaupt keinen Unterschied: alles das Gleiche; alles dieselbe Richtung.
Und ich freue mich jedes Mal unglaublich, wenn ich höre, dass jemand bei Soham ist oder bei Swamiji.
Danke, Anjali. Wie schön, dass du da bist.
Sei der Mensch, der weiß, dass alles gut ist
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[Erzähler-in:] Eine Frage habe ich noch, sie ist von Heide.
[Dhyan Mikael:] Heide, guten Abend, hallo. Ich freue mich, dass du da bist.
[Erzähler-in:] „Ein Bekannter machte regelmäßig die Samarpan-Meditation. Er ist leider jetzt in eine schwere Psychose gefallen. Kannst du ihm helfen?”
[Dhyan Mikael:] Du brauchst dir um ihn keine Sorgen zu machen.
Er ist in guten Händen.
Du kannst ihm nicht helfen. Das ist das Bittere, wenn wir jemanden, der uns nahe steht, so erleben, weil wir diese Menschen nicht mehr erreichen können.
Weißt du, ich sagte vorhin, dass ich nichts tue, und das stimmt.
Ich schaue nur und sehe, dass alles gut ist.
Und ich habe mir gerade deinen Bruder – nicht deinen Bruder, diesen Menschen – angeschaut, und ich sehe, dass alles gut ist.
Wir verstehen nicht, warum jemand so etwas mitmachen muss. Wir verstehen nicht, warum jemand so etwas durchmachen muss. Aber es hat seine Gründe.
Und wenn du diesen Frieden in dir spüren kannst, wenn du die Einzige bist in seinem Leben, außer vielleicht einem wirklich guten Psychologen, der einzige Mensch, der weiß, „alles ist gut”, dann bist du eine enorme Hilfe für diesen Menschen. Du brauchst ihm das nicht zu sagen, du kannst ihm das auch überhaupt nicht sagen, es ist auch überhaupt nicht notwendig.
Aber einfach indem du das weißt und Frieden schließt mit deinen Gefühlen, die du hast, wenn du solch einen Menschen miterlebst, dann bist du eine gute Hilfe.
Die Psychose ist ein wunderbarer Mechanismus der Natur, der das Schlimmste verhindert – manchmal, nicht immer –, wie eine Sicherung, die herausspringt, bevor eine Stromleitung anfängt, Feuer zu fangen.
Und dann kommen wir in die Hände von Menschen, die wissen, wie man jemandem, der im Moment nicht in der Lage ist, sein Leben zu leben, hilft.
Das ist wunderbar.
Alles geht seinen rechten Gang
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[Erzähler-in:] Mikael, Heide hat noch eine Frage dazu gestellt. Darf ich sie vorlesen?
[Dhyan Mikael:] Ah, sehr gerne.
[Erzähler-in:] Danke. „Kann es sein, dass die Meditation zu tief nach innen zieht und eine Psychose auslösen kann?”
[Dhyan Mikael:] Ein Mensch, der psychotisch ist oder zu einer Psychose neigt, ein Mensch, der in einer Lebensphase ist, wo sich das anbahnt...
Im Grunde ist der Auslöser egal. ,Egal, was er tut: er wird es so tun, dass es nicht gut für ihn ist.
Vielleicht ist es mit Meditation auch so.
Wenn man wirklich meditiert, führt es in die entgegengesetzte Richtung von Psychose, nämlich heraus aus den Gedanken.
Aber jemand, der in einer Lebensphase zu einer Psychose neigt, wenn der sich hinsetzt, um zu meditieren, meditiert der nicht; der geht in Gedanken verloren. Das hat nichts mit Meditation zu tun.
Aber das würde er auch tun, wenn er etwas anderes tut.
Deswegen ist die Frage, glaube ich, nicht so relevant. Aber es gibt Situationen... Also, wenn Menschen mich fragen – die Menschen, die selbst in solch einer Situation sind und mich fragen –, ob sie meditieren sollen, dann sage ich ihnen: Frag Swamiji, oder frag deinen Psychologen.
Denn es gibt Menschen, die sind in einem mental labilen Zustand, und die können nicht meditieren.
Die können gar nichts.
Ich weiß nicht, was sie brauchen, ich bin kein Psychologe.
Aber eins weiß ich: dass alles seinen rechten Gang geht.
Wenn ein Mensch sich zu der Meditation hingezogen fühlt und die machen möchte, dann sehe ich nicht, wie das verkehrt sein kann, auch, wenn der Mensch dadurch sehr heftige Zeiten durchleben muss.
Aber die heftigen Zeiten warten auf ihn, weißt du... davon spreche ich.
Wir haben bestimmte Dinge im Leben zu durchleben, um bestimmte Dinge zu lernen, die wir in diesem Leben zu lernen haben. Und wir müssen sie lernen – und wir werden sie durchleben. Ob das geschieht dadurch, dass wir meditieren, oder ob das geschieht dadurch, dass wir andere Dummheiten machen, spielt überhaupt gar keine Rolle.
Wir kommen nicht darum herum.
Aber wenn hier jemand zuhört, der selbst das Gefühl hat, dass er mental gerade in einer sehr labilen Phase ist, und sich fragt, „Soll ich meditieren? Ist das wirklich gut für mich”: Frag Swamiji.
Der spürt das. Der weiß das. Ich habe diese Weisheit nicht. Ich bin Meditierender, genau wie du, weißt du.
Ich meditiere halt ein paar Jahre länger als du.
Und ich habe in diesen vielen Jahren einige Menschen erlebt, die eine Psychose durchlebt haben, und ich fühle mich im Angesicht dessen einfach nur hilflos.
Ich weiß, dass es nicht wirklich ein Problem ist, aber ich kann daran nichts ändern.
Danke, Heide. Ich freue mich, dass du da bist.
Sei sanft mit dir
Link to topic in video at 1h20m15s
Simone, soll ich noch eine E-Mail vorlesen, oder hast du noch eine Frage?
[Erzähler-in:] Ich habe noch eine Frage.
[Dhyan Mikael:] Ah, wie schön.
[Erzähler-in:] Sie ist von John.
[Dhyan Mikael:] John, hallo. Wie schön, dass du dabei bist.
[Erzähler-in:] „Hallo ihr Lieben. Wie kann ich in den Körper kommen und bleiben, wenn dort ein Sturm wütet, insbesondere große Angst vor Kontrollverlust, welche mich immer wieder zurück in den Kopf und weg von meinem Körper bringt? Ich habe das Gefühl, nicht dort zu sein und mich immer mit etwas ablenken zu müssen. Eigentlich möchte ich nicht ausweichen, sondern bleiben, aber diese Anspannung und Schmerz sowie Trauer sind schwierig auf Dauer auszuhalten für mich. Auch quäle ich mich immer noch mit Schlafproblemen und penetranten Gedanken in meinem Kopf.
Ich merke, wie der Schlaf mein Nervensystem beeinflusst und ich mich an schlechteren Tagen fast nicht davon abwenden kann, da die Erschöpfung und Müdigkeit mich ständig einholen und ich dann meine Aufmerksamkeit nicht davon abwenden kann. Wie kann ich lernen, damit besser umzugehen und endlich aus dem Widerstand in die Akzeptanz zu kommen beziehungsweise endlich loslassen zu können? Vielen lieben Dank, herzliche Grüße, John.”
[Dhyan Mikael:] Sei sanft mit dir, John.
Sei sanft mit dir.
Das Wichtigste ist, dass wir mit uns selbst da sind, wo wir gerade sind. Ja, natürlich könnten wir lernen, besser mit uns umzugehen. Ja, natürlich könnten wir lernen, mit den Gedanken besser umzugehen.
Ja, natürlich könnten wir uns innerlich anders verhalten, dann würden wir wahrscheinlich besser schlafen.
Aber das Wichtigste ist, dass du sanft mit dir bist und dich verdammt noch mal einfach so sein lässt, wie du bist.
Da fängt alles an.
Und meditiere jeden Morgen. Es spielt überhaupt gar keine Rolle, wie gut du meditierst.
Einfach hinsetzen und ausruhen, eine halbe Stunde lang einfach nur ausruhen, immer wieder aus den Gedanken heraus, ohne dass du irgendetwas zu tun hast.
Weißt du, es ist ganz interessant, weil das einzige Problem darin besteht, dass wir nicht hier leben, sondern in Gedanken. Und dann fangen wir aber an, diese Herausforderung, nicht in Gedanken zu sein, ernst zu nehmen – aber das ist ja auch wieder nur ein Gedanke, dieser Ernst, und dann sind wir noch mehr in Gedanken.
Deswegen: sei sanft mit dir. Das ist alles nicht ernst.
Sei, wie du bist.
Sei so verrückt, wie du bist.
Meditiere, aber nicht, damit du anders wirst.
Ich liebe diesen Rat von Swamiji, der gelegentlich gesagt hat: „Ändere dich nicht, aber meditiere.”
Die Wurzel unserer Krankheit, das Ego, besteht darin, dass wir unseren Zustand ernst nehmen und glauben, wir sollten anders sein.
Die Wurzel unserer Krankheit, das Ego, besteht darin, dass wir unseren Zustand ernst nehmen und glauben, wir sollten anders sein. Und dann kommen wir zum Satsang und entdecken, dass wir auch spirituell verkehrt sind. Aber das ist die verkehrte Richtung. Hier geht es um etwas ganz anderes. Hier hören wir mit diesem ganzen Spiel auf.
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Und dann kommen wir zum Satsang, und dann hören wir von Dingen, und dann entdecken wir, dass wir nicht nur intellektuell verkehrt sind, weil wir zu dumm und zu doof sind, und auch nicht nur körperlich verkehrt sind, weil wir krank und schwach sind, sondern dass wir auch spirituell verkehrt sind und dass es da auch jede Menge zu tun gibt. Aber das ist genau die verkehrte Richtung.
Hier geht es um etwas ganz anderes.
Hier hören wir mit diesem ganzen Spiel auf.
In den letzten 26 Jahren, seit ich bei meinem spirituellen Meister Soham bin, und in den letzten — wie viele Jahre sind es jetzt, acht, neun Jahre —, seit die Meditation und Swamiji in meinem Leben sind, habe ich mich nicht verändert.
Der Kopf ist genauso verrückt wie früher. Der Körper wird auch nicht besser. Und der Grips, der wird auch nicht besser.
Aber ich bin in Frieden damit gekommen – jetzt ist alles anders.
Der Wahnsinn besteht darin, dass wir uns sagen: „Mit mir stimmt etwas nicht. Es müsste anders sein.” Und dieser Wahnsinn wird immer mehr, immer mehr.
Aber hier im Satsang machen wir genau das Gegenteil. Da vergessen wir das einfach und sind einfach so, wie wir sind: so verrückt, wie wir sind; so verkehrt, wie wir sind.
Ich freue mich, dass du da bist, John.
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Simone, haben wir noch eine Frage, oder sind wir durch?
Ich höre dich nicht.
Dann passt es ja. Es ist genau halb zehn.
Natürlich bin ich auch ein total verrückter Kerl.
Ich mache so viel falsch, immer wieder. Und ich tue das, was ich vorhin jemand anderem empfohlen habe: Ich fange jeden Tag und jeden Moment wieder ganz von vorne an, als Anfänger, so wie ich nun einmal bin. Das empfehle ich dir auch. Das empfehle ich uns allen.
Satsang ist ein Kindergarten.
Satsang ist für die Menschen, die ganz neu anfangen, ohne Erwartungen, ohne Lehrplan.
Ja...
Danke für Satsang. Danke, dass du da bist. Danke für deine und eure Fragen.
Wenn es dir hier gefällt im Satsang, dann freue ich mich.
Ich lade dich ein, meinen Newsletter zu abonnieren, falls du den nicht schon bekommst; dann verpasst du keine neuen Videos und auch keine Termine.
Ich verschicke jeden Morgen kleine E-Mails mit kleinen Zitaten aus einem Video oder aus einem Satsang, um dich daran zu erinnern, was die Richtung ist, in die wir schauen können mit unserer Aufmerksamkeit. Das kannst du auch kostenlos abonnieren. Und alles, was ich hier tue, ist kostenlos, aus einem ganz einfachen Grund, und es klang ja vorhin schon an: Nichts von dem, was ich hier mache, ist von mir.
Es ist alles geschenkt: Geschenke von Swamiji, Geschenke von Soham. Ich gebe es dir nur weiter. Ich gebe noch nicht einmal etwas weiter. Ich bin halt, wie ich bin, und irgendwie scheint es ja für manche Menschen schön zu sein.
Und deswegen ist alles kostenlos. Hier gibt es nichts zu verkaufen, und es ist alles viel zu einfach und viel zu natürlich und viel zu selbstverständlich, als dass das irgendetwas kosten dürfte. Gott steht nicht zum Verkauf. Gott ist dein Geburtsrecht.
Deswegen möchte ich, dass du dich hier willkommen fühlst und zu nichts verpflichtet. Du bist hier noch nicht einmal dazu verpflichtet, Fortschritte zu machen oder irgendetwas zu lernen. Hier geht es nur darum, dass du immer mehr einfach so bist, wie du bist.
Und dann bist du bei mir in guter Gesellschaft.
Wenn du das, was ich hier tue, trotzdem unterstützen möchtest, einfach weil du Spaß und Freude daran hast, dann ist das ganz, ganz toll für mich. Es ist wirklich eine sehr große Unterstützung für mich, wenn Menschen das möchten, aber es ist freiwillig, ganz und gar freiwillig. Wenn du das machen möchtest: Auf meiner Webseite findest du auf der Spende-Seite Infos dazu, wie das geht.
Besonders hilfreich ist es für mich, wenn Menschen sich dazu entschließen, auf Steady eine Mitgliedschaft für mich abzuschließen. Dann bekomme ich jeden Monat einen kleinen Betrag. Das ist eine tolle Unterstützung für mich. Aber es geht auch anders, gerade so, wie du möchtest. Fühl dich einfach frei.
Ja.. in zwei Wochen gibt es den nächsten Online-Satsang. Im Mai gibt es auch das Online-Pfingst-Intensive, darauf freue ich mich auch schon ganz besonders.
Ja, so viel Segen...
Danke, dass du da bist.
Danke für Satsang.
Und wenn du eine Frage hast, schreib mir einfach. Ich antworte immer, auch wenn es manchmal eine Weile dauert. Ich bin langsam.
Ich liebe dich.