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German Online Satsang of September 13, 2026

German with German subtitles.

German with automatic subtitles.

Topics: In time, everything will become clear on its own. Water energized by Swamiji. Your meditation changes others as well. The main thing is that you meditate. Just focus on your own inner state. How the meditation unfolds is up to God. Nothing stays the same when you’re present. What is, is God’s will. Within, there is no separation. Meditation knows no right or wrong. Healing trauma means making peace. Surrender is being in the moment. Be here today, and tomorrow will be fine. Curiosity about pain. Forget about growth, and just be as you are. Don’t be cautious – but meditate. Help finds those who need it. The blessing of difficult relationships. This meditation does not come from me.

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About this Video:

Right at the beginning of this Satsang, there was a story that moved me deeply: a marriage that had become difficult and hurtful over the years began to change when one of the partners started practicing Samarpan meditation – without any clarifying conversation, without taking any specific action. I hear stories like this time and again, and they amaze me anew every time, even though I know: The only thing you need to concern yourself with is your own inner state; everything else will then change on its own accord – even the people around you.

Just how much we are preoccupied with those around us was also evident in the other questions of the evening: a colleague’s inflated ego, which immediately brings one’s own to the surface; a husband’s constant criticism and the question of whether to leave him; the emptiness left behind after a relationship with a narcissistic person. But what bothers me about others only reveals my own self to me, and it’s precisely the difficult relationships that are the best teachers. And should you leave? You don’t have to decide that: once you’re truly present where you are, you’ll be surprised by what happens – and if a decision is necessary, it will happen on its own.

Even when meditating, we want to do everything right. What should you do if you’ve been sitting every morning for months and experience nothing but thoughts and frustration? Yet there’s nothing “right” to do here: how your meditation turns out is God’s business; yours is simply to sit down. And this applies just as much to everything else in life: be present – and experience how everything transforms on its own.

Even the fear of tomorrow – which stemmed from a new job – dissolves in this way: be here today, with joy, and tomorrow will be as good as it can possibly be.

I was asked whether this path is possible even without meditation. I don’t know. I only know this: we don’t have to search for what we need. I never sought out this meditation; it came on its own when the time was right. This is how every person finds their path – or rather, the path finds them. The help we need finds us. God finds the one who needs God. We just need to say “yes” to whatever enters our lives.

Thank you for this evening – once again, I feel that I am the one who is being blessed the most here.

Complete German text:

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Mit der Zeit wird alles von selbst klar

[Dhyan Mikael:] Guten Abend.

Herzlich willkommen zum Satsang heute Abend.

Herzlich willkommen.

Ja, wie immer zu Beginn eines Online-Satsangs sage ich für diejenigen von euch, für diejenigen von uns, die heute zum allerersten Mal hier dabei sind, was wir überhaupt machen. So genau weiß ich das eigentlich auch nicht, denn das, was hier passiert, hat mit mir nichts zu tun.

Aber wenn du magst, kannst du mir Fragen stellen, zur Samarpan-Meditation, zu deinem Leben, zu dem spirituellen Weg, und ich werde versuchen, etwas dazu zu sagen.

Und eigentlich kann man über diese Dinge überhaupt nicht sprechen.

Alles, was mit dem spirituellen Weg zu tun hat, mit dem Himmel, mit dem Glücklichsein, sind Dinge, die man selbst entdecken und erleben muss.

Aber trotzdem ist es hilfreich, in Kontakt mit jemandem zu sein, der vielleicht schon ein oder zwei Schritte weiter ist auf dem Weg. Und es ist auch hilfreich, immer wieder darüber zu sprechen.

Die Antworten können dir nicht wirklich etwas erklären, aber mit der Zeit werden die Dinge dann doch klar.

Das ist ganz mysteriös. Mit der Zeit bekommt man ein Verstehen, das mit den Worten, die hier gesprochen werden, eigentlich gar nichts zu tun hat.

Und deswegen gebe ich jeden Monat zwei Online-Satsangs und mache immer wieder Videos. Im Grunde sprechen wir ja immer über das Gleiche, aber wenn wir das Gleiche immer wieder hören – mal von dem Blickwinkel, mal von dem, mal als Antwort auf diese Frage und dann wieder als Antwort auf eine andere Frage –, dann, ganz allmählich, bekommt man ein Gefühl dafür, wovon wir hier überhaupt sprechen.

Man kann es nicht an einem Abend erklären oder in einem Satz, und dennoch ist es hilfreich, hier im Satsang zu sein. Und deswegen bin ich so froh, dass ich heute Abend wieder Gelegenheit habe. Vielen Dank, Devasetu und Jetzt-TV, dass das möglich ist.

Wenn du Fragen hast, kannst du sie gerne in den Chat schreiben, auf YouTube oder in Zoom. Simone wird sie dann vorlesen, und ich werde versuchen, etwas dazu zu sagen. Und zwischendurch werde ich auch immer wieder eine Frage vorlesen, die mich per Brief oder per E-Mail erreicht hat, und werde dann dazu etwas sagen. Und das machen wir jetzt hier bis um halb zehn.

Von Swamiji energetisiertes Wasser

Guten Abend, Simone.

[Simone:] Guten Abend.

[Dhyan Mikael:] Hallo. Danke, dass du wieder dabei bist.

Hast du schon eine Frage, die du vorlesen magst?

[Simone:] Ja, habe ich.

[Dhyan Mikael:] Ja, dann schieß los, bitte.

[Simone:] Die erste Frage ist von Eva.

[Dhyan Mikael:] Eva, guten Abend. Hallo.

[Simone:] „Lieber Mikael, ich frage mich, wie ich die kleine Flasche mit dem von Swamiji energetisierten Wasser am besten nutzen kann. Soll ich davon ein bisschen trinken oder es für besondere Gelegenheiten aufbewahren? Was kann dieses Wasser bewirken? Ich freue mich über Tipps. Danke von Herzen, Eva.”

[Dhyan Mikael:] Danke für diese schöne, praktische Frage. Ich kann dir sagen, wie ich das mache. Erstens wandert die Flasche sofort in den Kühlschrank.

Und dann mache ich das so: Wir haben bei uns in der Küche eine Glaskaraffe stehen. Dort steht immer das Wasser, das wir trinken, damit immer so eine Karaffe bereitsteht und jeder, der Durst hat, es einfach hat, sich ein Glas zu füllen. Und das mache ich so: Ich nehme diese Karaffe – da geht etwa ein Liter rein –, und dann nehme ich diese kleine Flasche von Swamiji mit dem energetisierten Wasser und gebe davon einen kleinen Schuss Wasser rein, vielleicht so einen Schraubdeckel voll oder zwei.

Und den Rest fülle ich dann mit Wasser auf. Bei uns kommt dann noch ein Tropfen Zitronenöl dazu, und das trinken wir dann.

Und wenn diese kleine Flasche von Swamiji langsam leer wird und nur noch etwa zur Hälfte oder zu einem Drittel gefüllt ist, dann fülle ich sie wieder auf mit frischem Wasser.

Denn dieses Wasser hat die Energie von Swamiji aufgenommen, und wenn du dann die Flasche wieder auffüllst, dann wird die Energie auf das aufgefüllte Wasser mit übertragen. Und so kann man dieses Wasser im Grunde für etwa ein Jahr verwenden; so hat Swamiji das einmal erwähnt. Ja, und das mache ich.

Wir waren zu dritt am Ort der Meditation neulich, haben drei von diesen Fläschchen bekommen, und die stehen jetzt bei uns im Kühlschrank.

Und ich verwende sie immer reihum und fülle sie einfach immer wieder auf, und dann halten sie ein Jahr lang.

Du fragst, was das Wasser bewirken kann.

Finde es heraus.

Man kann diese Dinge nicht wissen.

Das Einzige, was ich wahrnehmen kann, ist meine Offenheit für etwas, und dann tue ich es.

Und ob die Segnungen, die in meinem Leben geschehen, jetzt von diesem Wasser kommen, von Swamiji direkt oder von etwas vollkommen anderem, das weiß ich nicht. Ich bin einfach dankbar: dankbar für alles, was in meinem Leben geschieht – und ich weiß nicht, woher es kommt. Ich weiß nur: dieses Leben ist ein Wunder.

Ja, so viel dazu. Ich freue mich, dass du auch dort warst, und ich freue mich, dass du hier bist, Eva. Herzlich willkommen.

Deine Meditation verändert auch andere

Ich werde gleich auch mit einer E-Mail-Frage weitermachen, damit die nicht zu kurz kommen.

Ja, das ist überhaupt gar keine Frage, die ich hier habe. Ich möchte diese E-Mail vorlesen, weil sie…

Ja, vielleicht passt sie sogar zur Frage von Eva. Wenn du wissen willst, was das alles bewirkt: Swamiji, die Meditation: Ab und zu bekomme ich Berichte darüber, was sich im Leben von Menschen ändert, die mit der Meditation begonnen haben.

Und diese Berichte sind ausnahmslos sehr erstaunlich und berührend. Und hier habe ich so einen: „Meine größte Herausforderung war in vielen Jahren mein Ehemann, mit dem ich bereits seit 47 Jahren verheiratet bin. Er ist seit einem Schlaganfall vor fünf Jahren auf meine Hilfe angewiesen, behandelte mich aber äußerst respektlos und überheblich.

Ich bekomme es aber nicht übers Herz, ihn im Stich zu lassen. Seitdem ich mit der Samarpan-Meditation begonnen habe, hat er sich sehr stark verändert, und wir kommen gut miteinander aus. Ich habe verstanden, wie viel in meinen Händen liegt, wenn ich zu mir selbst finde, und welche Auswirkungen es auf meine Umgebung hat.”

Danke für diese E-Mail, die gar nicht mich erreicht hat, sondern Alima. Das war jemand, der bei ihrem Kongress mitgemacht hat vor einigen Monaten, daraufhin dann die Samarpan-Meditation begonnen hat und dann diesen Bericht schrieb, einige Zeit später.

Menschen, die es nicht selbst erleben, können es kaum glauben, aber es ist wirklich so. Das Einzige, worum du dich zu kümmern brauchst, ist dein eigener innerer Zustand. Wenn du beginnst, mehr im Augenblick zu leben, wenn du beginnst, die Gedanken nicht mehr ernst zu nehmen und ihnen keine Beachtung mehr zu schenken, wenn du beginnst zu meditieren, dann ändert sich dein Inneres, auch wenn du davon am Anfang gar nicht so viel mitbekommst. Und das ändert alles andere um dich herum, obwohl du überhaupt nicht weißt, wie das funktionieren soll.

Das Einzige, worum du dich kümmern brauchst, ist dein innerer Zustand. Wenn du die Gedanken nicht mehr ernst nimmst und meditierst, ändert sich dein Inneres, und das ändert alles andere um dich herum. Du musst nicht warten, dass sich jemand ändert. Kümmere dich um deinen inneren Zustand. Dann geschehen Dinge, die wir nicht für möglich halten.

Du musst nicht darauf warten, dass sich jemand anderes ändert. Du brauchst jemand anderem nichts beizubringen.

Kümmere dich um deinen inneren Zustand, und dann geschehen Dinge, die wir nicht für möglich halten. Ich erlebe das immer wieder, auch hier, und ich höre das von so vielen Menschen.

Danke für deinen Bericht, vielen Dank.

Hauptsache, du meditierst

Simone, bitte fahr fort.

[Simone:] Sehr gerne. Die nächste Frage ist von Brigitte.

[Dhyan Mikael:] Brigitte, guten Abend. Hallo. Schön, dass du da bist.

[Simone:] „Lieber Mikael, ich habe gehört, dass man bei der Meditation Bodenkontakt haben soll. Ich meditiere im Schneidersitz auf der Couch und habe keinen Bodenkontakt. Zweck der Meditation soll doch sein, mit dem zu sein, was ist, um Frieden zu schließen mit allem. Wozu soll dann der Bodenkontakt wichtig sein? Ich habe dir schon vor längerer Zeit geschrieben, aber keine Antwort erhalten. Bitte sag etwas dazu.”

[Dhyan Mikael:] Sehr gerne. Danke, Brigitte. Und es tut mir leid, dass du von mir nichts gehört hast. Ich muss einmal schauen, was ich da übersehen habe. Aber ich kann dir jetzt zum Glück antworten, und ich danke dir, dass du noch einmal gefragt hast.

Also zunächst einmal ist es so: Das einzig Wichtige bei dieser Meditation ist, dass du meditierst. Und Swamiji spricht da immer wieder darüber, und neulich hat er das wieder betont. Er hat gesagt: „Hauptsache, du meditierst, egal wie, egal wo, egal wann.” Du kannst dich auf den Kopf stellen, wenn du willst. Dann meditierst du halt im Kopfstand. Mach’s, wie du möchtest.

Und dann, manchmal, bekommst du Tipps oder hörst Dinge, die für die Meditation zuträglich sind, und wenn du magst, kannst du das einfach einmal ausprobieren.

Aber es ist nicht so, dass du das tun musst.

Wenn du möchtest, probiere es aus. Ich will dir ein Beispiel geben: Dieser Körper hier, in dem ich lebe, war schon sein Leben lang sehr, sehr steif, überhaupt nicht flexibel. Und vor vielen Jahren – ich glaube, es ist jetzt acht Jahre her – hat Swamiji einmal gesagt, dass es hilfreich ist und zuträglich, im Schneidersitz zu meditieren, auf dem Boden. Und er sagte sogar noch, dass das jeder kann, und wenn jemand sagte, er könne das nicht, dann lüge er sich an.

Und als er das sagte, wollte ich das ausprobieren. Es war mir unmöglich, im Schneidersitz auf dem Boden zu sitzen und zu meditieren – absolut unmöglich. Dieser Körper war dazu nicht in der Lage, aber ich wollte es einfach ausprobieren. Ich wollte es wissen, also habe ich es geübt.

Ich weiß nicht mehr, wie lange es gedauert hat, vielleicht ein halbes Jahr, und es war am Anfang wirklich nicht einfach und manchmal sogar schmerzhaft.

Aber dann konnte ich im Schneidersitz auf dem Boden meditieren, und seitdem mache ich das so, und seitdem arbeite ich so. Ich sitze auch jetzt hier vor der Kamera im Schneidersitz auf einem kleinen Tisch und sitze überhaupt nicht auf dem Stuhl.

So sitze ich in Retreats, und ich liebe es. Das ist für meine Energie das Beste, und so kann ich auf eine gewisse Weise entspannen, wie es mir auf einem Stuhl überhaupt nicht möglich ist.

Aber ich habe das nur gemacht, weil ich Lust dazu hatte; weil mich irgendetwas angesprochen hat daran, weißt du... Vielleicht war ich in einigen letzten Leben irgendein Yogi in irgendeiner Höhle und liebte es, so zu sitzen, und deswegen liebe ich es jetzt auch. Ich weiß es nicht. Ich mache mir über solche Dinge, über solche esoterischen Sachen, überhaupt gar keine Gedanken.

Ich weiß nur: Ich wollte es ausprobieren, und jetzt mache ich es – weil es mir Freude macht und nicht, weil man es soll.

Das ist das Allerwichtigste. Diese Meditation ist leicht und soll Freude machen. Du sollst dich dabei wohlfühlen. Das ist das Wichtigste.

Und ich erlebe das selbst so, dass während der Meditation der Energiefluss durch den Körper Richtung Erde aktiviert wird. Und wenn ich auf dem Boden sitze, dann ist es einfach hilfreich dafür. Besonders schön ist es, zum Beispiel auch draußen in der Natur zu sitzen, auf Gras. Das ist herrlich... da kann man so wunderbar meditieren. Ich sitze oft auf einer Erdungsmatte, wenn ich keine Gelegenheit habe, auf dem Boden zu sitzen, aus welchen Gründen auch immer.

Ich habe so eine kleine Erdungsmatte, die kann man an eine Wasserleitung anschließen oder an irgendein Erdungspotenzial, und dann hilft es vielleicht auch. Ich weiß es nicht. Es ist alles keine ernste Sache.

Wenn du Lust hast, dann experimentiere damit, aber wenn nicht, dann vergiss es; Hauptsache, du meditierst.

Und die ganzen anderen Dinge, die Tipps, die man dann manchmal hört: Wenn du Energie dafür verspürst, dann probiere es aus; wenn nicht, vergiss es.

Hauptsache, du meditierst. Danke, Brigitte, ich freue mich, dass du da bist.

Kümmere dich nur um deinen eigenen inneren Zustand

Ich fahre mit einer E-Mail fort: „Geliebter Mikael, ich habe eine Arbeitskollegin mit einem sehr großen Ego. Mein Problem ist, dass sich mein Ego sofort auch in voller Größe zeigt. Ich kann dann einfach meine Klappe nicht halten, und es kommen auch gemeine Worte aus meinem Mund. Hinterher tut es mir dann immer sehr leid, aber mein Ego lässt es nicht zu, mich zu entschuldigen. Es fühlt sich so an, als säße ich in einer Falle. Kannst du mir den Weg da heraus zeigen?”

Herzlichen Dank für deine E-Mail.

Ja, der Weg heraus ist ganz einfach: Mach dir keinerlei Gedanken über den anderen. Schau einfach auf deinen eigenen inneren Zustand.

Schau, es ist so: Wenn ich bei einem anderen Menschen Ego sehe, dann nur deswegen, weil ich im Ego stecke.

Wenn ich bei einem Menschen Ego sehe, dann nur deswegen, weil ich im Ego stecke. Alles, was mir am anderen auffällt und mich triggert, berührt mich nur, weil ich selbst auch so bin. Aber wenn ich in Frieden bin mit etwas in mir, habe ich Mitgefühl oder einfach nur Liebe für den anderen, weil ich weiß: Ah, der ist genauso Mensch wie ich.

Alles, was mir am anderen auffällt, alles, was mich triggert, alles, was mich ärgert, berührt mich nur deswegen, weil ich selbst auch so bin, auch wenn ich überhaupt nichts davon weiß.

Aber wenn ich in Frieden bin mit etwas in mir, dann ist es mir völlig egal, wenn ich das bei jemand anderem wahrnehme.

Dann habe ich höchstens Mitgefühl oder einfach nur Liebe für den anderen, weil ich weiß: Ah, der ist genauso Mensch wie ich.

Also mach dir keinerlei Gedanken über den anderen. Sobald du dich dabei erwischst, wie du über den anderen nachdenkst und wie groß sein Ego ist, dann halte sofort inne. Kehre sofort mit deiner Aufmerksamkeit zu dir zurück – sofort.

Kümmere dich um dein Ego, um deinen Frieden. Schließe Frieden mit dir – dann gibt es keine Falle mehr.

Und wenn du das tust und dir dann trotzdem gemeine Worte rausrutschen – ich meine, wir sind halt wie wir sind –, dann fällt dir das Entschuldigen auch überhaupt nicht mehr schwer.

Wenn jemand zu mir kommt und sagt: „Hey, du hast wieder etwas falsch gemacht”, dann kann ich nur sagen: „Ich weiß zwar nicht, wovon du sprichst, aber ich bin sicher, du hast recht. Tut mir leid” – weil ich mich kenne; weil ich weiß, dass ich viel falsch mache, und ich bin damit in Frieden.

Dann kann ich mich entschuldigen. Wenn ich mit mir nicht in Frieden bin, dann kann ich mich nicht entschuldigen.

Also: Liebe dich selbst, schließe Frieden mit dir selbst und mach dir keine Gedanken über den anderen. Das ist wirklich zentral.

Damit wird unser Leben einfach, verstehst du?

Dann verschwinden die ganzen Probleme, die wir mit unseren Mitmenschen haben, alle miteinander.

Deswegen sagte Jesus schon vor 2000 Jahren: „Schau nicht auf den Splitter im Auge deines Nächsten; zieh du den Balken aus deinem eigenen Auge.” Aber den wollen wir nicht sehen.

Es ist so leicht, den Splitter im Auge des Nächsten zu sehen.

Es ist so leicht, die Unzulänglichkeiten eines anderen Menschen zu sehen, seine Fehler. Und so gerne glauben wir, dass wir das alles besser machen könnten oder besser sind.

Aber – ich kann nur von mir sprechen –: Je länger ich meditiere, desto mehr lerne ich mich kennen, und ich werde einfach nur demütig.

Ich weiß: wenn ich in der Position des anderen wäre, ich könnte es nicht besser. Ich kenne meine Begrenzungen, ich kenne meine Einschränkungen, meine Fehler, meine Grenzen.

Und dann wird es leicht, den anderen zu lieben, und dann wird das Miteinander einfacher.

Danke, dass du geschrieben hast. Ich freue mich so sehr, dass du da bist.

Danke.

Wie die Meditation ist, ist Gottes Sache

Simone, magst du fortfahren?

[Simone:] Ja, sehr gerne. Danke. Die nächste Frage ist von Johanna.

[Dhyan Mikael:] Johanna, guten Abend, hallo.

[Simone:] „Lieber Mikael, seit dreieinhalb Monaten meditiere ich nun jeden Morgen, und ich bin total frustriert, weil ich immer nur in Gedanken bin. Am Anfang habe ich wenigstens ein Kribbeln im Kronenchakra gespürt, aber auch das Kronenchakra spüre ich jetzt nicht mehr. Ich weiß nicht einmal, wo es ist. Ich habe den Eindruck, ich mache alles falsch. Deine Videos begleiten mich ständig und helfen mir, dabeizubleiben. Mir kommt alles, was du sagst, so einleuchtend und wahr vor, und trotzdem dieser Frust.

Du hast einmal gesagt, dass man bei der Meditation an sich selbst vorbei muss: dass man in Frieden mit sich und seiner Situation sein muss. Davon bin ich leider sehr, sehr weit entfernt. Kann ich deshalb im Kronenchakra ruhen und meine Gedanken ignorieren? Habe ich vielleicht noch gar nicht die Voraussetzungen, um zu meditieren? Dabei wünsche ich mir so sehr, in Hingabe zu sein. Kannst du mir irgendeine Hilfestellung geben? Liebe Grüße, Johanna.”

[Dhyan Mikael:] Danke, Johanna. Danke, dass du geschrieben hast.

Alles ist in bester Ordnung.

Es gibt überhaupt kein Problem.

Schau, wenn du jetzt jemand wärst, der mir in den höchsten Tönen vorschwärmen würde, wie gut er das macht, und von tollen Erlebnissen erzählt, dann würde ich denken: „Oh, oh.” Aber das, was du berichtest, das klingt richtig gut.

Schau, es ist so: Wenn du in einen Raum trittst und das Licht anmachst, dann siehst du, was in diesem Raum ist. Du siehst die gesamte Unordnung. Du siehst alles, was aufzuräumen ist. Und am liebsten würdest du das Licht sofort wieder ausmachen und die Tür zu, aber es ist zu spät: du hast das Licht angemacht, du hast gesehen, was da drin ist, und jetzt kennst du deine Aufgabe. Und so ist es mit dem Meditieren.

Wenn du in einen Raum trittst und das Licht anmachst, dann siehst du die gesamte Unordnung: alles, was aufzuräumen ist. Am liebsten würdest du das Licht wieder ausmachen – aber es ist zu spät: jetzt kennst du deine Aufgabe. Und so ist es mit dem Meditieren: Das Wunderbare ist, dass du siehst, was in dir ist, und mehr ist nicht notwendig.

Das Wunderbare an dieser Meditation ist, dass du siehst, was in dir ist – und mehr ist nicht notwendig.

Einfach dabei sein, jeden Tag wieder sich hinsetzen, Augen zumachen, still werden und in dir ruhen, so gut es geht, da oben – aber: mach dir keine Gedanken. Und dann nimmst du wahr, was in dir ist.

Du springst auf keine Gedanken auf, aber sie sind da; natürlich sind sie da.

Und mehr ist nicht notwendig: Einfach wahrnehmen, was ist. Beobachte die Gedanken, lass sie wieder ziehen, schau dir dieses Irrenhaus an, das wir alle in uns tragen.

Und dass du das wahrnehmen kannst, das ist gut. Das ist das gute Zeichen, von dem ich spreche.

Du bist stark genug zu sehen, was in dir los ist – und mehr ist nicht notwendig. Jetzt brauchst du nur noch ein bisschen Geduld.

Und es ist sehr hilfreich, wenn du dir keine Gedanken darüber machst, ob du es richtig machst oder nicht.

Dieses Hiersein, dieses Dabeisein, dieses Wahrnehmen, was ist, kannst du nicht falsch machen.

Du bist für das, was du da wahrnimmst, nicht verantwortlich. Es ist nicht deine Aufgabe, etwas anderes wahrzunehmen.

Du bist für das, was du da wahrnimmst, nicht verantwortlich. Es ist nicht deine Aufgabe, etwas anderes wahrzunehmen, sondern zu erleben, wie es gerade ist. Wie es ist, das ist Gottes Angelegenheit. Swamiji sagt: wie deine Meditation ist, ist seine Angelegenheit. Deine ist es, dich hinzusetzen und zu meditieren.

Deine Aufgabe ist es, dabei zu sein, da zu sein; zu erleben, wie es gerade ist. Wie es ist, das ist Gottes Angelegenheit.

Swamiji bringt es auf den Punkt. Er sagt: Wie deine Meditation ist, ist seine Angelegenheit – nicht deine. Deine Angelegenheit ist es, sich hinzusetzen und zu meditieren. Was du da erlebst, was du da wahrnimmst, geht dich überhaupt nichts an.

Ja, und wenn du das weißt, kannst du dich einfach hinsetzen und meditieren.

Und dann nimmst du es an, so wie es jetzt gerade ist, heute.

Vergleiche nicht mit gestern, vergiss, wie es vor drei Monaten war, denke nicht daran, wie es sein könnte. Lass all diese Gedanken los und sei mit dem, wie es jetzt gerade ist – als ginge dich das überhaupt nichts an... was übrigens die Wahrheit ist.

So meditiere.

Du weißt nicht, wie es sein sollte. Deine Gedanken glauben, sie wüssten, wie es sein sollte. Aber kein Mensch hat irgendetwas darüber gesagt, was du da wahrnehmen sollst. Keiner hat je gesagt, dass du irgendetwas Besonderes erleben sollst in dieser halben Stunde. Darum geht es nicht.

Es geht darum, dass du da bist, eine halbe Stunde lang, und dir einfach anschaust, was da los ist, und es nicht bewertest, so gut du kannst.

Ich spüre manchmal mein Kronenchakra ganz, ganz wunderbar; manchmal spüre ich es überhaupt nicht.

Manchmal kribbelt es, und das finde ich schön. Manchmal kribbelt es überhaupt nicht.

Und ich nehme es wahr, ich nehme den Unterschied durchaus wahr.

Und dann: „Ah ja, so, jetzt ist es so, okay.”

Es ist nicht ernst, verstehst du?

Also mach weiter. Es klingt wirklich gut, was du mir erzählst.

Und sei geduldig mit dir.

Ich freue mich, dass du da bist, und ich freue mich so sehr, dass du meditierst.

Danke, Johanna.

Nichts bleibt, wie es ist, wenn du dabei bist

Simone, bitte fahr fort, wenn du magst.

[Simone:] Ja, sehr gerne. Die nächste Frage ist von Konstanze.

[Dhyan Mikael:] Konstanze, guten Abend. Hallo.

[Simone:] „Lieber Mikael, heute habe ich eine ganz weltliche Frage. Ich weiß nicht, ob ich meinen Mann verlassen soll oder nicht. Er kritisiert mich ständig, was das Zusammenleben mit ihm unerträglich macht. Es heißt, dass man ungute Beziehungen beenden soll, und ich fühle Schuldgefühle, weil ich es nicht tue. Kann ich einen spirituellen Weg gehen, obwohl ich bleibe? Liebste Grüße und danke.”

[Dhyan Mikael:] Danke, Konstanze.

Was für eine schöne Frage.

Vielleicht hast du ja vorhin die E-Mail mitbekommen, die ich vorgelesen hatte, wo diese Frau von ihrem schwerkranken Mann erzählt, und mit ihm war es die Hölle.

Und dann fing sie an zu meditieren. Sie fing an, ihren Weg zu gehen, und dann begannen sich die Dinge zu verändern.

Wie sie sich verändern in deinem Fall, das weißt du nicht.

Du fragst, ob du den spirituellen Weg gehen kannst, wenn du bleibst.

Ich würde sagen: du kannst den spirituellen Weg nur gehen, wenn du bleibst. Mit bleiben meine ich nicht notwendigerweise, dass man eine Beziehung nicht verlassen darf, wenn man den spirituellen Weg geht.

Du kannst den spirituellen Weg nur gehen, wenn du bleibst. Mit bleiben meine ich nicht, dass man eine Beziehung nicht verlassen darf. Bleiben bedeutet: nicht versuchen, etwas zu ändern. Wenn sich etwas verändert, dann gehe ich mit. Bis sich etwas verändert, bleibe ich, wo ich bin.

Ich möchte das präzisieren, weil das, was ich sage, dann von anderen Menschen womöglich anders verstanden wird.

Bleiben bedeutet: nicht versuchen, etwas zu ändern. Wenn sich etwas verändert, dann gehe ich mit. Bis sich etwas verändert, bleibe ich, wo ich bin.

Verstehst du den Unterschied?

Du lebst mit deinem Mann und du hast dich bisher nicht getrennt, also brauchst du dir überhaupt gar keine Gedanken darüber machen.

Was du tun kannst, ist: da sein, wo du bist – und damit meine ich nicht das, was du damit verbindest.

Wenn du hörst: „Bleib, wo du bist”, dann denkst du womöglich: „Ja gut, klasse, weiter leiden, mich weiter demütigen lassen.” Das meine ich nicht.

Du bleibst da und bist so bewusst, wie du nur kannst. Du nimmst wahr: „Wow, da ist dieser Mensch, und jetzt kritisiert er mich. Wow” – und du bist dabei. Weißt du, was ich meine? Ich rede nicht davon, was du erwiderst, sondern wie es in dir drin tickt.

Bisher bist du ausgewichen, innerlich. Du wolltest das nicht. Du hattest Angst vor seiner Kritik, und du verurteilst dich selbst dafür, dass du immer noch da bist.

Ich schlage dir vor: sei wirklich da!

Wie gesagt, das hat nichts damit zu tun, ob du dann mit ihm streitest oder ihm etwas sagst. Ich rede nur davon, wie du innerlich bist: wie deine innere Verfassung ist, deine Präsenz, dein Bewusstsein.

Er kommt, er spricht zu dir, er kritisiert dich, und du bist da, ganz da. Du schaust ihn an und fühlst, wie du dich fühlst. Du fühlst vielleicht deine Ohnmacht, vielleicht deine Hilflosigkeit, vielleicht deine Kraft, vielleicht deine Wut, wer weiß.

Und dann wirst du überrascht werden, was geschieht – durch dich oder von selbst, das weißt du nicht.

Aber beginne damit, da zu sein, wo du bist. Das hast du vielleicht bisher noch gar nicht gemacht. Und dabei hilft dir das Meditieren übrigens.

Fühle deine Gefühle, ignoriere deine Gedanken und meditiere jeden Tag.

Und ich garantiere dir – ich weiß –, dass sich das verändern wird.

Du weißt nicht, wie, aber es kann nicht so bleiben, wie es ist, wenn du beginnst, dabei zu sein, bewusst zu sein, ohne Gedanken, ganz präsent.

Du wirst vollkommen erstaunt sein, was du dann erleben wirst.

Normalerweise ist es so, dass wir eine Entscheidung treffen wollen, wenn wir etwas nicht akzeptieren wollen, wie es ist. Und dann glauben wir: wenn ich jetzt etwas ändere, wenn ich jetzt etwas entscheide, dann wird alles anders. Aber das stimmt nicht.

Normalerweise wollen wir eine Entscheidung treffen, wenn wir etwas nicht akzeptieren, wie es ist. Wir glauben: Wenn ich jetzt etwas entscheide, wird alles anders. Aber das stimmt nicht. Wenn du mit dem Dabeisein durch bist – wenn du Frieden geschlossen hast –, dann geschieht Entscheidung von selbst, wenn eine notwendig ist.

Aber wenn du mit dem Dabeisein durch bist, und damit meine ich, wenn du Frieden geschlossen hast damit, wie du bist und wie du dich fühlst, dann geschieht Entscheidung von selbst – wenn eine notwendig ist.

Oft ist sie gar nicht notwendig, weil andere Dinge von selbst geschehen.

Das ist meine persönliche Erfahrung, die ich immer wieder gemacht habe in meinem Leben, immer wieder.

Und wir können eine Beziehung nicht beenden; das geht nicht.

Du hast die Beziehung ja auch nicht angefangen.

Plötzlich hattest du eine Beziehung.

Und die Beziehung wird auch von selbst zu Ende gehen, nur so.

Und wenn du lernst, hier zu sein, in dieser Situation, mit deinen Gefühlen, damit, wie du bist, in dieser Situation, dann wirst du entweder lernen, damit umzugehen, ganz von selbst – du brauchst darüber nichts wissen, du brauchst darüber nichts verstehen –, oder alles ändert sich von selbst, und eine Entscheidung ist überhaupt nicht notwendig.

Was es ist, das kannst du heute nicht wissen und brauchst du auch nicht wissen.

Ich weiß, das geht gegen alles, was du weißt und glaubst, was ich dir hier sage. Aber das ist der leichte Weg, der natürliche Weg.

Du brauchst ihm davon nichts sagen.

Es funktioniert alles ganz anders, ohne Worte.

In gewisser Weise ist es, als würdest du jetzt beginnen, dich nicht mehr alleine zu lassen, sondern dabei zu sein, da, wo du bist, egal wo.

Das gilt für alles in deinem Leben, nicht nur für die Zeit, die du mit deinem Mann verbringst, aber da ist es besonders hilfreich und dringend.

Lass dich nicht mehr alleine, geh nicht in die Gedanken, geh nicht in irgendwelche Träume, wie es wäre, wenn alles anders wäre, sondern bleib da, wo du jetzt bist.

Leiste die Gesellschaft, da, wo du bist. Lass dich nicht allein. Und dann, dann schau, was passiert.

Danke; danke, dass du geschrieben hast. Danke, dass du gefragt hast.

Was ist, das ist Gottes Wille

Ich möchte noch eine E-Mail vorlesen.

„Wie erkenne ich Gottes Willen? Und wie werde ich unabhängig von Formen und Eigenschaften?”

Wow, was für eine Frage. Die kurzen Fragen haben es oft wirklich in sich.

Wie erkenne ich Gottes Willen? Das geht ganz einfach.

Wie erkennst du Gottes Willen? Das geht ganz einfach. Schau dich um, was ist: das ist Gottes Wille. Schau dich um, was dir widerfährt: das ist Gottes Wille. Schau in dich, wie du dich fühlst: das ist Gottes Wille. Und sag dazu Ja. Sag zu dem Ja, was ist. Dann bist du Gott am nächsten und dir selbst auch.

Schau dich um.: was ist, das ist Gottes Wille. Schau dich um: was dir widerfährt, das ist Gottes Wille. Schau in dich: wie du dich fühlst, das ist Gottes Wille. Und sag dazu Ja. Sag zu dem Ja, was ist.

Dann bist du Gott am nächsten, und dir selbst auch.

Im Grunde passt das wunderbar zu dem, was ich eben geantwortet habe.

Es ist also ganz einfach: wenn du wissen willst, was Gottes Wille ist, sei da, wo du bist, und schau dich um.

Und du fragst: „Wie werde ich unabhängig von Formen und Eigenschaften?” Ich nehme an, du meinst Dinge, an denen man hängt, Menschen, an denen man hängt, oder Menschen, vor denen man sich fürchtet, und von den Eigenschaften dieser Menschen.

Nun, das geht ganz einfach: Du wirst unabhängig davon, wie andere Menschen sind, wenn du Frieden schließt mit deinen Gefühlen und mit dir selbst.

Wenn du bereit bist, so zu sein, wie du bist, wenn du bereit bist, dich so zu fühlen, wie du dich fühlst, wenn du dazu Ja sagen kannst, wenn du Ja sagen kannst dazu, wie es für dich ist, dann bist du vollkommen unabhängig von anderen Menschen. Dann können die sein, wie sie wollen.

Und dieses Ja ist magisch.

Menschen, die das nicht selbst ausprobieren, die es einfach nur hören, die denken manchmal: „Ja, ja, dann bin ich ein Opfer der Umstände, dann bin ich ein Opfer der anderen Menschen.”

Aber das stimmt nicht.

Wenn du beginnst, Ja zu sagen dazu, wie du bist und wie du dich fühlst, hast du keine Ahnung, was geschehen wird.

Du wirst einfach nur viele, viele Überraschungen erleben.

Danke für deine schönen Fragen. Vielen, vielen Dank. Ich freue mich, dass du da bist.

Innen gibt es keine Trennung

Simone, magst du fortfahren?

[Simone:] Sehr gerne. Die nächste Frage ist von Willi.

[Dhyan Mikael:] Willi, guten Abend. Hallo.

[Simone:] „Gibt es eine Seele? Diese wird laut Aussage der Himalaya-Samarpan-Meditation gestärkt. Aber der Ausdruck Seele ist doch mit dem Individuum verbunden, das das Erwachen verhindert.”

[Dhyan Mikael:] Weißt du, wir müssen aufpassen, dass wir uns nicht an den Worten aufhängen.

Nichts von dem, worüber wir hier sprechen, kann man mit Worten wirklich benennen oder beschreiben.

Das Problem ist ganz einfach: du lebst in diesem Körper. Du fühlst dich als Mensch, du fühlst dich als Körper, du fühlst dich als Individuum. Du bist in Wirklichkeit kein Individuum. Du bist nicht getrennt.

Du bist in Wirklichkeit kein Individuum. Du bist nicht getrennt. Die Familie, in der du lebst, das Dorf oder die Stadt, in der du lebst, die Nation, in der du lebst, oder die ganze Welt: das ist alles nicht getrennt. Wir sind in Wirklichkeit ein großer Organismus, ein Bewusstsein, ein Gott.

Die Familie, in der du lebst, das Dorf oder die Stadt, in der du lebst, die Nation, in der du lebst, oder die ganze Welt: das ist alles nicht getrennt.

Wir sind in Wirklichkeit ein großer Organismus, ein Bewusstsein, ein Gott. Aber mit dieser ultimativen Wahrheit können wir hier, während wir uns als Körper fühlen und als einzelner Mensch, überhaupt nichts anfangen. Es hat keinen praktischen Nutzen. Es ist einfach nur theoretisches Wissen, was überhaupt nicht weiterhilft.

Und doch hat jeder Mensch in sich diesen Funken Gottes.

Den kann man spüren, den kann man entdecken, dem kann man sich zuwenden.

Und ich kann das in mir tun, du kannst es in dir tun.

Und was man dann entdeckt, ganz allmählich, ist, dass das, was ich da spüre, keine Trennung kennt.

Wenn ich angekommen bin am Ende des Weges, dann weiß ich das. Am Anfang weiß ich das nicht.

Und deswegen spricht man eben zu den Leuten da, wo sie gerade sind. Wenn du weißt, dass es keine Trennung gibt, dann stört dich das Wort Seele nicht; dann ist es einfach ein Wort, das etwas beschreibt, was du kennst, und du kennst die Wahrheit davon.

Wenn das Wort von jemandem gehört wird, der von all dem noch nichts weiß, dann hilft es ihm vielleicht, die Richtung zu spüren, die Wahrheit zu spüren, auch wenn er noch überhaupt nichts davon aus eigener Erfahrung kennt.

Aber die Wahrheit ruft uns auf die eine oder auf die andere Art und Weise.

Aber in Wirklichkeit ist es alles sehr mysteriös; deswegen dürfen wir uns an den Worten nicht aufhalten. Das ist Zeitverschwendung.

Und noch etwas möchte ich dir sagen: Weißt du, was wir hier tun, oder besser gesagt, was hier geschieht, hat nichts mit den Worten zu tun.

Was hier geschieht, ist mysteriös. Es hat mit Liebe zu tun, mit Offenheit – mit unerklärlicher Liebe und unerklärlicher Offenheit.

Was hier geschieht, ist mysteriös. Es hat mit Liebe zu tun, mit Offenheit. Wenn ein Mensch zu einem Meister oder Guru oder einem Jesus kommt und offen für dieses Medium Gottes ist, dann ist dieser Mensch selbst völlig überrascht. Man fühlt sich oft völlig verrückt und denkt: „Was mache ich hier?” Aber man ist offen und man wird gezogen – und man geht hin.

Wenn ein Mensch zu einem Meister oder Guru oder einem Jesus kommt und offen für dieses Medium Gottes ist, dann ist dieser Mensch selbst völlig überrascht. Man fühlt sich oft völlig verrückt und denkt: „Was mache ich hier?” Aber man ist offen und man wird gezogen – und man geht hin.

Man kann nicht anders und man will auch nicht anders. Das ist gerade so, wie wenn du dich in eine Frau oder einen Mann verliebst. Dann denkst du vielleicht auch: „Um Gottes Willen, das ist der Falsche”, aber du kannst nicht anders.

Aber wenn dir diese Offenheit fehlt, wenn du die nicht spürst, dieses Ja, diese Liebe, dann geh woanders hin, dahin, wo du sie spürst. So führt dich deine Seele.

Halte dich nicht auf an Orten, wo du denkst: „Was reden die denn da für einen Unsinn?” Geh dahin, wo es dich hinzieht, wo du gerne bist.

Das ist gut für dich.

Ich freue mich, dass du da bist, und danke fürs Fragen.

Meditation kennt kein Richtig und kein Falsch

Ich lese noch eine Frage vor, die mich per E-Mail erreicht hat.

„Beim Meditieren wird mir manchmal schwindlig, und ich habe das Gefühl, dass ich wie in eine Erstarrung falle. Ist das richtig?”

Nun, beim Meditieren gibt es kein Richtig und kein Falsch. Was du beschreibst, ist deine Erfahrung. Nimm sie wahr. Du sagst: Manchmal ist es so. Meine Erfahrung ist: Jedes Mal ist es ein wenig anders: mal so, mal so und dann wieder ganz anders.

Schwindlig wird es mir beim Meditieren eigentlich nie, aber ich kenne so viele verschiedene Erfahrungen.

Mach es dir leicht beim Meditieren, mach es dir bequem. Meditieren soll angenehm sein. Ich mache das gerne, ich freue mich den ganzen Tag darauf, abends noch einmal zu meditieren. Morgens beim Aufstehen ist es das Erste, was ich mache, weil ich es will, weil ich es mag.

Und dann ist die Erfahrung so, wie sie ist.

Traumata heilen heißt, in Frieden zu kommen

Du hast noch zwei andere Fragen.

„Wir Menschen sind soziale Wesen, und viele von uns haben Bindungs- und Entwicklungstraumata. Ist es da sinnvoll, in die Stille zu gehen und für sich alleine zu sein? Denn diese Traumata haben wir in Beziehungen erlebt, oft schon sehr früh. Wäre es da nicht hilfreicher, diese in Beziehungen auch wieder heilen zu können?”

Du kannst Traumata nicht in Beziehungen heilen, das geht nicht.

Traumata zu heilen heißt, in Frieden zu kommen mit dem, was in dir ist.

Manchmal dauert es sehr lange, bis wir dazu fähig werden, aber irgendwann klopft das Trauma an, und dann ist es Zeit. Und dann lernst du, damit in Frieden zu kommen. Du brauchst dafür keinen anderen Menschen. Manchmal ist es hilfreich, einen guten Therapeuten zu haben, aber der tritt mit dir nicht in eine Beziehung – das macht ihn zum Therapeuten.

Er ist unabhängig von dir, er will nichts von dir, er braucht nichts von dir.

Und deswegen kann er dir die Gelegenheit und den Raum schaffen, mit dir in Frieden zu kommen – wenn es ein guter Therapeut ist.

Aber solange du nicht in Frieden bist mit deinen Gefühlen und solange du es noch nicht geschafft hast, dich mit dem Trauma anzufreunden, wirst du es in der Beziehung wieder erleben.

Du brauchst keine Beziehung, um ein Trauma zu heilen. Vielleicht brauchst du Hilfe dabei.

Als ich in Kontakt mit meinem Kindheitstrauma kam, da brauchte ich Hilfe, und ich habe einen schönen, guten Therapeuten gefunden.

Und dann, nach einer Weile, war ich in Frieden mit dem, was in mir war, und allmählich war es einfach geheilt.

Hingabe ist, im Augenblick zu sein

Deine dritte Frage: „Du sprichst oft von Jesus und der Hingabe. Heißt das, wenn mich jemand überfällt und mit dem Messer bedroht, dann sollte ich mich dem einfach hingeben, so wie Jesus es getan hat?”

Das ist eine verzwickte Frage, und ich bin sehr dankbar, dass du sie stellst.

Das Problem mit einem Heiligen wie Jesus Christus ist, dass wir nicht in ihn hineinschauen können. Wir sehen nur, was er getan hat. Und wenn wir nicht begreifen, wie er gelebt hat und wie er innerlich getickt hat, dann ist das Einzige, was wir tun können, uns das, was er getan hat, zum Vorbild zu nehmen, und das führt uns in die Irre.

Dann denken wir: „Ja gut, er hat sich ans Kreuz nageln lassen, das muss ich jetzt auch überall tun.” Nein!

Jesus hat vorgelebt, wie es ist, echt und authentisch zu sein. Er ist seinen eigenen Weg gegangen, radikal. Er war sich treu. Er war dem treu, was in ihm gelebt hat: Er war Gott treu. Was das bedeutet, ist von Moment zu Moment anders und von Mensch zu Mensch anders. Jesus hat alle möglichen verrückten Sachen gemacht, die alle nicht zusammenpassen, und die müssen auch nicht zusammenpassen. Er hat kein Konzept verfolgt, keine Strategie. Er war sich treu, und er konnte lieben in einer Tiefe, wie kein anderer je geliebt hat, und er konnte zornig und wütend sein.

Jesus hat vorgelebt, wie es ist, echt und authentisch zu sein. Er ging seinen eigenen Weg, radikal. Er war dem treu, was in ihm gelebt hat: er war Gott treu. Was das bedeutet, ist von Moment zu Moment anders. Er hat kein Konzept verfolgt, keine Strategie. Er konnte lieben in einer Tiefe, wie kein anderer je geliebt hat, und er konnte zornig und wütend sein.

Und du kannst dir keine... Weißt du, du kannst dir jetzt nicht zurechtlegen, was das Richtige wäre, wenn dir etwas Bestimmtes geschieht.

Das weißt du nicht.

Was du lernen kannst, ist, im Augenblick zu sein; was du lernen kannst, ist, nicht über die Dinge nachzudenken, sondern hier zu sein, wenn sie geschehen.

Und dann wirst du unmittelbar, im Augenblick, verstehen, was jetzt dran ist. Das geschieht einfach. Was das sein wird, das weißt du nicht.

Ich weiß nicht, was geschieht, wenn mir jemand mit einem Messer gegenübersteht und mich erstechen möchte.

Ich weiß es nicht. Falls es je geschieht, werde ich es erst in dem Moment wissen, wo es geschieht, und keinen Augenblick vorher.

Aber eins kann ich dir sagen: Ich werde dem, was in dem Moment sein mag, hundertprozentig treu sein, so gut ich nur kann.

Vielleicht lasse ich mich einfach erstechen. Vielleicht bringe ich den anderen um.

Ich weiß es nicht.

Das ist die Kraft des Hierseins.

Danke für deine Fragen.

Vielen Dank.

Danke, dass du da bist.

Sei heute hier, und morgen wird gut

Simone, bitte fahr fort, wenn du noch eine Frage hast.

[Simone:] Ja, habe ich. Die nächste Frage ist von einer Simone.

[Dhyan Mikael:] Hallo Simone, wie schön, dass du da bist.

[Simone:] „Ich habe gerade eine neue Arbeitsstelle gestartet und Angst, dass ich nicht erfolgreich sein werde und nicht ausreichend Geld verdienen werde. Was kann mir helfen?”

[Dhyan Mikael:] Ja, das ist aufregend in einer neuen Arbeit.

Ich weiß... Alles ist neu. Du weißt nicht, was von dir erwartet wird.

Lass dir Zeit.

Komm einfach einmal an und hab Spaß.

Denke nicht an morgen – hab einfach Spaß.

Denke nicht an morgen.

Das macht alles unendlich schwer, und verdirbt einem den Spaß übrigens.

Schau, es ist ganz einfach. Solltest du morgen keine Arbeit mehr haben, suchst du dir eine neue.

Aber jetzt hast du eine, also sei da und genieße sie und mach sie so gut du kannst, und hab Spaß. Denke nicht an morgen.

Denke nicht an morgen. Das Morgen entsteht aus dem Heute. Wenn du willst, dass morgen gut wird, gib heute dein Bestes. Wenn du an morgen denkst, bist du nicht hier; dann vermasselst du deine Arbeit heute. Aber wenn du einfach hier bist, dann geschieht heute das Richtige. Und dann wird morgen so gut, wie es nur sein kann. So einfach ist das.

Das Morgen entsteht aus dem Heute.

Wenn du willst, dass morgen gut wird, gib heute dein Bestes, aber mit Freude, nicht mit Angst.

Deswegen brauchst du nicht an morgen denken. Das ist ein ganz praktischer, wichtiger Rat. Wenn du an morgen denkst, bist du nicht hier: dann vermasselst du deine Arbeit heute.

Aber wenn du nicht an morgen denkst, sondern einfach hier bist und hier genießt und hier dabei bist, dann geschieht hier heute das Richtige.

Und dann wird morgen so gut, wie es nur sein kann.

So einfach ist das.

Deswegen ist es so hilfreich zu lernen, nicht über die Dinge nachzudenken.

Denke nicht an gestern, denke nicht an morgen; sei da, wo du jetzt bist.

Mehr brauchst du nicht tun.

Und dann kommen die Antworten, die du im Augenblick brauchst bei der Arbeit, mit den neuen Kollegen oder mit dir allein, von selbst, weil du dabei bist. Du wirst einfach spüren, was dran ist. Das ist keine große Sache. Es ist eigentlich total natürlich. Was unnatürlich ist, das ist, dass wir ständig über die Dinge nachdenken, an morgen denken und uns Sorgen machen und an gestern denken und uns schämen für irgendetwas.

Falls du noch nicht meditierst, dann lege ich dir ans Herz, das einfach einmal auszuprobieren. Probiere einmal die Samarpan-Meditation. Die geht ganz einfach, und da lernst du das. Einfach ein paar Minuten am Tag, eine halbe Stunde, lernst du, dazusitzen und die Gedanken nicht wichtig zu nehmen. Da sind sie trotzdem, aber du beachtest sie einfach nicht.

Und da übst du das, ganz praktisch, jeden Morgen, dieses Hiersein, und es hilft dir so sehr während des Rests des Tages.

Und wenn du eine Angestellte oder Arbeiterin bist, die hier ist, dann bist du so wertvoll – und du hast mehr Spaß. Das ist mein Rat an dich. Danke für deine Frage. Ich freue mich, dass du da bist, und ich wünsche dir viel Spaß und viel Glück beim neuen Job.

Neugier auf den Schmerz

Simone, bitte fahr fort.

[Simone:] Die nächste Frage ist von Irene.

[Dhyan Mikael:] Irene, hallo, guten Abend. Ich freue mich, dass du da bist.

[Simone:] „Bitte, Mikael, sag noch etwas dazu, wie du es machst, wenn du zum Zahnarzt musst und alles spüren willst.”

[Dhyan Mikael:] Das ist ja eine tolle Frage, danke.

Ja, auch da gilt: Ich habe da keine Strategie und keine Pläne.

Weißt du...

Wie soll ich das jetzt sagen? Es gibt da keine Regel, dass man alles spüren sollte, egal wie viel Angst man hat. Ich habe einfach mit den Jahren und Jahrzehnten gemerkt, dass es mir immer unangenehmer wurde, so eine blöde Spritze zu bekommen, und ich habe immer mehr gemerkt, dass es mich eigentlich überhaupt nicht stört, wenn es ab und zu einmal ein bisschen wehtut beim Zahnarzt. Das wurde für mich einfach immer angenehmer, also angenehmer jedenfalls als so eine Spritze.

Und dann habe ich gemerkt, dass ich die meistens eigentlich gar nicht brauche. Und wenn ich heute zum Zahnarzt gehe und der bohren will, dann fragt er mich, ob ich eine Betäubung haben möchte, und dann sage ich: Nein. Dann sagt der: „Kein Problem. F alls es doch unerträglich wird, sagen Sie Bescheid, dann setzen wir Ihnen doch eine Betäubung.” Und dann fängt er einfach an. Und ich weiß nicht, in den letzten 15 Jahren habe ich keine Spritzen mehr gebraucht; das letzte Mal bei einer Kieferoperation. Aber ansonsten ging es immer ohne.

Aber ich mache das nicht, weil ich Held bin oder so erleuchtet oder irgendwie so ein Schmarrn. Nein... ich habe einfach festgestellt, dass der Schmerz, den ich da spüre, total harmlos ist. Und manchmal berührt der Bohrer einen Nerv und es zwickt für ein paar Sekunden richtig doll, und dann ist es vorbei – viel angenehmer als stundenlang einen tauben Kiefer zu haben. Ich mache also einfach das, was mir am angenehmsten ist, und ich bin auch einfach neugierig, weißt du?

Ich bin neugierig: Wie weh tut es denn überhaupt? Was ist denn hier die Wahrheit?

Und wenn es mir zu viel wird, kann ich ja immer noch sagen „Moment mal”, Und dann bekomme ich halt eine Betäubung.

Ich bin also einfach mit dem, was da ist. Wenn ich das Gefühl hätte: „Oh, ich will unbedingt eine Betäubung haben”, dann würde ich eine nehmen. Aber das ist in den letzten Jahrzehnten, in den letzten 15 Jahren nicht mehr vorgekommen.

Also mach es einfach spielerisch, weißt du? Da gibt es kein Gut und Schlecht oder Richtig und Falsch.

Ich habe die Erfahrung gemacht, mehrfach, dass die Betäubung mich und meinen Körper viel mehr belastet als der Schmerz.

Deswegen mache ich es heute so, wie ich es mache. Mach du es so, wie du möchtest.

Das ist das Tolle an dem Leben. Mach du es so, wie du möchtest.

Danke.

Schön, dass du da bist.

Vergiss Entwicklung, und sei, wie du bist

Simone, magst du fortfahren?

[Simone:] Ja, gerne. Die nächste Frage ist von Rita.

[Dhyan Mikael:] Rita, hallo, guten Abend. Schön, dass du da bist.

[Simone:] „Lieber Mikael, was kann ich für meine Entwicklung noch tun, von der Meditation abgesehen? Ich habe oft das Gefühl, ich drehe mich im Kreis und dass mein Frieden nicht von allzu langer Dauer ist. Lieben Dank.”

[Dhyan Mikael:] Danke, Rita. Das Beste, was du tun kannst, ist, dir überhaupt keine Gedanken über irgendeine Entwicklung zu machen.

Das Beste, was du tun kannst, ist, dir keine Gedanken über irgendeine Entwicklung zu machen. Sei da, wo du bist, sei wie du bist, und genieße alles, was du tust. Vergiss Entwicklung, vergiss Erleuchtung, meditiere, und sei, wie du bist. Genieße dein Leben. Ich entwickle mich schon lange nicht mehr; ich habe schon vor Jahrzehnten damit aufgehört.

Sei da, wo du bist, sei, wie du bist, und genieße alles, was du tust.

Und vergiss Entwicklung, vergiss Erleuchtung. Meditiere und sei, wie du bist – und genieße dein Leben.

Ich entwickle mich schon lange nicht mehr. Ich habe schon vor Jahrzehnten damit aufgehört.

Hier passiert ständig Veränderung, aber nicht, weil ich mich entwickeln will.

Ich bin einfach, wie ich bin, und ich lerne immer noch mehr so zu sein, wie ich bin.

Und weißt du, ich will dir ein Geheimnis verraten: Du selbst kannst nicht wissen, was mit dir geschieht. Manchmal sage ich zu meiner Partnerin im Scherz, dass ich hier der Einzige bin, der sich nicht verändert und bei dem immer alles gleich bleibt. Ich sage ihr: Alle anderen um mich herum, alle Menschen im Satsang, werden immer schöner, und in den Retreats, die Leute werden immer schöner, und sie wird immer schöner. Nur ich, ich bin so wie immer. Und da lacht sie. Und dann sagt sie: „Ich kenne keinen Menschen, der sich so schnell verändert wie du.” Aber ich weiß davon nichts.

Jeden Tag, wenn ich morgens aufwache, bin ich wieder anders – aber ich weiß nichts davon. Ich wache auf und fühle mich, wie ich mich fühle, und das ist für mich dann an dem Tag normal.

Ich weiß nichts davon, ob und dass ich mich verändert hätte.

Und deswegen ist es am besten, wenn du dir darüber überhaupt keine Gedanken machst. Du kannst es nicht wissen, Rita.

Du bist der letzte Mensch, der darüber irgendetwas wahrnehmen kann. Andere Menschen um dich herum, die können das vielleicht sehen, du aber nicht.

Und das ist auch gar nicht notwendig.

Du brauchst dich nicht verändern wollen, du brauchst dich nicht entwickeln wollen – im Gegenteil. Sei einfach da, wo du bist. Sei so, wie du bist, mit Haut und Haar, mit ganzer Kraft.

Du brauchst dich nicht verändern wollen, du brauchst dich nicht entwickeln wollen – im Gegenteil. Sei einfach da, wo du bist. Sei so, wie du bist, mit ganzer Kraft. Und wenn dir jemand sagt: „Entwickle dich mal ein bisschen weiter”, sagst du: „Du kannst mich mal, ich bin, wie ich bin”. Und meditiere. So lebe ich. Und dann wird alles einfach.

Und wenn dir jemand sagt: „Entwickle dich einmal ein bisschen weiter”, dann sagst du: „Du kannst mich mal, ich bin, wie ich bin”.

Und meditiere.

So lebe ich.

Und dann wird alles einfach.

Du brauchst nicht auf irgendeine Entwicklungsstufe warten, um zu beginnen, das Leben zu genießen. Nein! Fang damit jetzt an, wenn du es nicht schon tust.

Danke, Rita. Wie schön, dass du da bist.

Sei nicht vorsichtig – aber meditiere

Ich möchte noch eine E-Mail vorlesen.

„Lieber Mikael, durch die Samarpan-Meditation und das Leben in Stille und Einsamkeit ist das authentische Angekommensein im Moment mein Lebensanker geworden. Nun besuchten mich nach langer Zeit liebe Freunde.

Und es gab plötzlich eine Woche voller herrlicher Konzerte. Ich war in meiner Kraft und unter Menschen. Und wenn ich dann wirklich voll da bin, passieren mir manchmal impulsive Aussagen, und ich sage Dinge wie: blöde Kuh oder du Säufer. Die anderen fühlen sich verletzt, was ich voll verstehen kann, aber von mir war es gar nicht böse gemeint.

Ich erinnere mich, dass meine Mutter auf diese Weise auch immer wieder Freunde oder Verwandte verlor. Wir sind beide Löwen.

Ich bin jetzt in den Siebzigern und habe es kaum einmal erlebt, dass, wenn ich in meiner Kraft bin, ich nicht mein Gegenüber überfahre. So habe ich bis jetzt mein Musikerdasein und meinen wunderbaren Seelenweg eher zurückgezogen und allein gelebt. Und nun lerne ich, dass ich jedes Wort abwägen muss, und ich war gerade so glücklich und stark. Wie kann ich vertrauen, was aus mir sprudelt, wenn ich andere verletze?

Ich danke dir.” Ich mag diese praktischen Fragen sehr.

Ich würde dir gerne einen Rat weitergeben, den Swamiji den Menschen gelegentlich gibt.

Er sagt ihnen: „Ändere dich nicht – aber meditiere.”

Und ich würde das einmal so ausdrücken mit meinen Worten: Mach dir keinerlei Gedanken darüber, wie du bist und was du tust und was das anrichtet. Ja, du merkst, was geschieht, aber du kannst eh nicht anders sein als du bist.

Aber wenn du meditierst, geschieht etwas vollkommen anderes.

Schau, wenn du dir Gedanken darüber machst, wie du bist, und versuchst, das zu verändern, wenn du versuchst, vorsichtig zu sein, dich zurückzuhalten, dann weißt du, dass genau das Gegenteil passiert.

Entweder fühlst du dich tot oder es passiert noch viel mehr – das, was du eigentlich nicht willst. Und es liegt ganz einfach daran, dass du nicht präsent bist; du bist nicht bewusst, bist in Gedanken, ziehst dich zusammen.

Aber wenn du aufhörst, dir Gedanken darüber zu machen, wie du bist, wenn du nicht versuchst, anders zu sein, dann kannst du hier sein. Und wenn du dann noch meditierst, wächst deine Fähigkeit, hier zu sein. Und wenn du hier bist, einverstanden mit dir selbst, einverstanden mit deinen Gefühlen, dann erlebst du alles, was geschieht, glasklar, ohne Urteil, ohne Gedanken; dann ändern sich die Dinge, wenn sie sich ändern sollen, von selbst, einfach dadurch, dass du dabei bist.

Nicht dieses vorsichtige Dabei: „Oh, ich muss aufpassen.” Nein, das meine ich nicht – ganz entspannt, ohne jedes Urteil darüber, was gut oder schlecht ist. Du bist einfach dabei.

Und mach dir nicht das Urteil anderer Menschen zu eigen.

Ja, manchmal haben es die Menschen mit dir schwer. Ja!

Das ist deren Problem, nicht deins.

Die müssen sich um ihre Gefühle kümmern; kümmere du dich um die deinen.

Wenn du echt sein willst, wenn du lebendig sein willst, wenn du Mensch sein willst, dann wirst du anecken. Du wirst den Menschen auf die Füße treten, und damit werden sie zurechtkommen müssen, irgendwie.

Manche gehen einfach weg, und andere, die dich wirklich schätzen, lernen, damit umzugehen und den Fuß wegzuziehen, bevor du drauftrittst.

Ja, das wäre mein Rat an dich. Du musst nicht vorsichtig sein – im Gegenteil.

Du musst auch nicht unvorsichtig sein.

Mach dir keine Gedanken darüber: dann bist du hier und nimmst alles wahr, wie du bist, wie dein Gegenüber reagiert.

Was daraus erwächst, ist nicht deine Angelegenheit.

Du kannst es nicht kontrollieren. Höre auf damit.

Und du wirst Überraschungen erleben. Probiere es aus. Was dann geschieht, ist nicht das, was du erwartest.

Und das sage ich dir aus meiner eigenen Erfahrung.

Danke, dass du geschrieben hast. Herzlichen Dank.

Wir sind es gewohnt, so zu sein, wie uns andere Menschen haben wollen.

Wir sind es gewohnt, so zu sein, wie uns andere Menschen haben wollen. Aber Gemeinschaft funktioniert nicht dadurch, dass sich die Menschen zusammenreißen. Gemeinschaft entsteht und wird möglich, indem die Menschen bewusst sind, in Frieden mit sich selbst. So entsteht ein vollkommen anderes Miteinander.

Aber das funktioniert nicht. So funktioniert Gemeinschaft nicht.

Gemeinschaft funktioniert nicht dadurch, dass sich die Menschen zusammenreißen.

Das gibt nur einen großen Haufen Psychopathen.

Gemeinschaft entsteht und wird möglich, indem die Menschen bewusst sind, hier sind, in Frieden sind mit sich selbst.

Dann entsteht ein vollkommen anderes Miteinander.

Die Hilfe findet den, der Hilfe braucht

Simone, bitte fahre fort, falls du noch eine Frage hast.

[Simone:] Ja, ich habe noch eine…

[Dhyan Mikael:] Ah, wie schön. Bitte fahre fort.

[Simone:] Die nächste Frage ist von Chloe.

[Dhyan Mikael:] Hallo Chloe. Guten Abend. Schön, dass du da bist. Grüß dich.

[Simone:] „Du sagtest einmal, dass die Meditation bei Problemen helfen würde. Die meisten Menschen haben keine größeren psychischen Probleme und benötigen keine Unterstützung im Lebensalltag. Kann das Bewusstsein des Selbst bei ihnen auch ohne Meditation erwachen? Und wenn, dann wie?”

[Dhyan Mikael:] Bitte lies das noch einmal vor. Ich habe zwischendurch nicht verstanden, was du sagst.

[Simone:] Ja. „Du sagtest einmal, dass die Meditation bei Problemen helfen würde. Die meisten Menschen haben keine größeren psychischen Probleme und benötigen keine Unterstützung im Lebensalltag. Kann das Bewusstsein des Selbst bei ihnen auch ohne Meditation erwachen? Und wenn ja, dann wie?”

[Dhyan Mikael:] Danke.

Ich verstehe nicht ganz, was du mit deiner Frage meinst, weil du von anderen Menschen sprichst.

Und es ist sehr schwer, mit dir über andere Menschen zu sprechen. Wenn du mir aber erzählst, wie es für dich ist und was du für dich wissen willst, dann kann ich dir antworten.

Schau, du weißt nichts über die anderen Menschen. Du weißt nicht, wie sie ticken und was sie wirklich beschäftigt.

Aber wenn du in Wirklichkeit von dir selbst sprichst und für dich selbst fragst, dann kann ich dir Folgendes sagen: Du brauchst dir überhaupt keine Gedanken darüber zu machen, wie die Wahrheit oder die Hilfe zu dir kommt in diesem Leben.

Es geschieht.

Und die Meditation ist nicht für jeden Menschen.

Ob sie für dich geeignet ist, merkst du daran, ob du Offenheit verspürst.

Als ich von der Meditation hörte und von Swamiji, war ich sofort offen, und seit dem Tag mache ich sie, jeden Tag.

Aber ich kann nicht sagen, dass dies der einzige Weg sei, weißt du? Ich kann dir aber sagen, dass es für jeden Menschen einen Weg gibt, und jeder Mensch wird diesen Weg entdecken, wenn die Zeit gekommen ist.

Und das wirst du in deinem Leben daran merken, dass das zu dir kommt. Deswegen ist es so einfach zu leben, weißt du. Wir brauchen nur Ja zu sagen zu dem, was in unser Leben tritt, und einfach das dankbar gehen lassen, was aus unserem Leben verschwinden will.

Und so gehen wir unseren Weg. Das ist die Abkürzung.

Wir brauchen nicht den Weg zu suchen. Du brauchst nicht herauszufinden, ob jetzt für dich die Meditation das Richtige ist oder dieses oder jenes oder etwas ganz anderes.

Ich habe nie nach dieser Meditation gesucht. Sie wurde mir auf dem Silbertablett serviert. Als ich bereit war dafür, in dem Augenblick, kam sie zu mir.

Ich habe nie nach dieser Meditation gesucht. Sie wurde mir auf dem Silbertablett serviert. Als ich bereit war, kam sie zu mir. Kein Schüler sucht den Meister. Die Jünger von Jesus haben nie nach Jesus gesucht. Der Meister findet den Schüler. Die Hilfe findet den, der Hilfe braucht. Gott kommt zu dem, der Gott braucht. So ist es immer.

Kein Schüler sucht den Meister.

Die Jünger von Jesus haben nie nach Jesus gesucht.

Der Meister findet den Schüler. Die Hilfe findet den, der Hilfe braucht. Gott kommt zu dem, der Gott braucht. So ist es immer.

Deswegen kannst du dich wirklich entspannen und einfach Ja sagen zu dem, was in dein Leben tritt.

Dann kommen die Wunder – die kommen einfach; es ist unfassbar.

Ich habe so ein magisches Leben, und all die Dinge, die dieses Leben so magisch machen, sind alle von selbst gekommen. Ich habe sie nicht gesucht, ich habe sie nicht erwartet, ich wusste gar nicht, dass es möglich ist.

So funktioniert das Leben, und dem kannst du vertrauen. Wie das für dich aussieht, ganz konkret, das musst du selbst herausfinden, einfach dadurch, dass du die Augen aufmachst und schaust, was da ist.

Und dann probiere aus: Das, was dir taugt, das machst du.

Ich spreche die ganze Zeit von der Samarpan-Meditation, weil das der Weg ist, den ich kenne. Und ich kann bezeugen, was das vermag im Leben eines Menschen.

Das heißt nicht, dass es nicht auch viele, viele andere Wege gibt, aber über die kann ich nichts sagen; und ich spreche nur von dem, was ich aus eigener Erfahrung weiß.

Danke für deine Frage. Ich freue mich, dass du da bist. Herzlich willkommen, Chloe.

Verzeih.

Der Segen schwieriger Beziehungen

Simone, bitte fahre fort.

[Simone:] Die nächste Frage ist von Manna-Manna-Manna.

[Dhyan Mikael:] Manna-Manna-Manna, hallo, guten Abend. Wie schön, dass du da bist.

[Simone:] „Lieber Mikael, ich habe eine Beziehung mit einem stark narzisstisch geprägten Menschen hinter mir, und jetzt fühle ich mich leer und habe das Gefühl, die Verbindung zu mir und zur Quelle verloren zu haben. Kannst du etwas dazu sagen? Ich danke dir.”

[Dhyan Mikael:] Ja, sehr gerne.

Ich denke, es ist genau umgekehrt, weißt du...

Diese Beziehung hat dir gezeigt, dass du keine Verbindung zur Quelle oder zu dir selbst hast.

Und es ist gut, es ist wertvoll, wenn wir das entdecken, denn dann können wir uns darum kümmern.

Das ist der Segen von Beziehung.

Die meisten Menschen glauben, Beziehung sei dazu da, sie glücklich zu machen. Das stimmt nicht. Beziehungen sind dazu da, damit wir lernen. Sie haben praktischen Nutzen in vielerlei Hinsicht.

Die meisten Menschen glauben, Beziehung sei dazu da, sie glücklich zu machen. Das stimmt nicht. Beziehungen sind dazu da, damit wir lernen. Sie zeigen uns unsere Schwächen und Knöpfe, mit denen wir noch nicht in Frieden sind. Sie lösen Gefühle aus, mit denen wir nicht in Frieden sind, und das hilft uns ungemein, uns selbst näher zu kommen.

Und einer dieser Nutzen ist, dass sie uns unsere Schwächen zeigen.

Und das ist wertvoll.

Sie zeigen uns, wo wir Knöpfe haben, mit denen wir noch nicht in Frieden sind. Sie lösen Gefühle aus, mit denen wir überhaupt nicht in Frieden sind, und das hilft uns ungemein, uns selbst näher zu kommen.

Und jetzt hast du diese Beziehung hinter dir, und jetzt spürst du klarer denn je, dass du überhaupt gar keine Verbindung mit dir selbst hast. Vielleicht dachtest du einmal, du hättest eine, aber jetzt siehst du: das stimmt gar nicht. Da ist noch Luft nach oben. Und jetzt kümmerst du dich darum. So einfach ist das.

Der beste Weg und der einfachste Weg und der billigste Weg und der schnellste Weg, den ich kenne, um Verbindung zu sich selbst herzustellen, ist die Samarpan-Meditation; deswegen rede ich so oft davon. Aber wie gesagt, da gibt es sicher auch noch andere Wege.

Aber das, was wir dort machen, ist, dass wir einmal am Tag für eine halbe Stunde alles vergessen, was mit uns selbst nichts zu tun hat.

Wir schließen die Augen und schauen nirgendwo hin. Wir schließen die Ohren und hören niemandem zu. Wir sind allein. Wir ignorieren die Gedanken – die haben mit uns nichts zu tun. Wir kümmern uns für diese halbe Stunde auch nicht um die Gefühle und auch nicht um den Körper. Die haben mit uns nichts zu tun. Wir vergessen unsere Wünsche, unsere Träume, was wir wollen. Das vergessen wir alles. Wir ruhen einfach in uns selbst, hier an dieser Stelle, [am Kronenchakra,] an diesem Stillepunkt, wie ich ihn manchmal nenne.

Und wenn all das, was nichts mit uns zu tun hat, ignoriert wird, für eine halbe Stunde, jeden Tag, dann entsteht die Verbindung zu dem, was übrig bleibt – das, was Swamiji die Seele nennt. Ich könnte es auch dein wahres Selbst nennen oder Gott.

Und das ist unendlich hilfreich; das geht ganz allmählich, unbemerkt.

Aber wenn du etwas dafür tun willst, dann mach das jeden Tag eine halbe Stunde.

Ich kenne nichts Besseres.

Weißt du, es ist so, dass alles, was dir im Leben widerfährt, ob du es glauben kannst oder nicht, für dich kommt.

Manchmal können wir es erst viele, viele Jahre später begreifen, dass das, was wir da erlebt haben und unter dem wir gelitten haben zu jener Zeit, in Wirklichkeit eine Hilfe war.

Aber auch wenn du das im Moment noch nicht so sehen kannst, sei dankbar für das, was du erlebt hast, und jetzt lerne, dich um dich zu kümmern.

Es ist unendlich wertvoll, dass du das jetzt spüren kannst, diese Notwendigkeit; dass du dafür offen bist, das ist wunderbar.

Schau, wenn du einen wunderbaren Partner gehabt hättest, der dir jeden Wunsch von den Lippen abliest, immer für dich da ist, dir keine Knöpfe drückt, wo du einfach immer nur im siebten Himmel schwebst, dann würdest du dich vollkommen vergessen.

Aber mit so einem Kerl wirst du auf dich selbst zurückgeworfen.

Was für ein Geschenk!

Ja, das Geschenk wollen wir nicht haben, aber das ist das Geschenk, das wir wirklich brauchen.

Danke, Manna-Manna-Manna.

Ich freue mich, dass du da bist.

Diese Meditation kommt nicht von mir

Falls sich jemand für diese Meditation interessiert, möchte ich noch ein paar Worte dazu verlieren.

Diese Meditation, obwohl ich ständig über sie spreche, hat nichts mit mir zu tun.

Ich habe sie nicht erfunden. Ich bin einfach ein Meditierender, so wie viele andere Menschen auch. Vor etwa neun Jahren kam diese Meditation zu mir, durch Swamiji, diesen indischen Meditationsmeister, der diese Meditation aus dem Himalaya in die Gesellschaft bringt. Deswegen wird sie auch oft Himalaya-Samarpan-Meditation genannt. Und die ist ganz einfach. Jeder kann sie lernen. Sie hat nichts mit einer Religion zu tun. Du musst nicht Mitglied in irgendeinem Club werden. Sie kostet nichts. Sie ist super einfach zu lernen. Jeder kann sie praktizieren.

Das Einzige, was wichtig ist, ist, dass man es regelmäßig macht, jeden Tag.

Und obwohl du überhaupt nicht weißt, was das soll, und nichts Besonderes geschieht in dieser halben Stunde, die du jeden Tag meditierst, ändert sich doch mit der Zeit alles für dich.

Wenn du mehr über diese Meditation wissen möchtest: es gibt im deutschsprachigen Raum einen Verein, den Samarpan-Meditation Deutschland e. V. – oder Europa heißt er, glaube ich, mittlerweile; ich bin mir nicht so ganz sicher. Die haben auch eine Website. Einmal in der Woche, immer Montagabends, kann man dort auch online an einer Einführung in diese Meditation teilnehmen. Da wird ein bisschen etwas dazu erzählt, und es wird dir erklärt, wie man sie praktiziert, obwohl das, wie gesagt, super einfach ist. Aber diese Einführung ist eine richtig schöne Sache und, wie gesagt, alles kostenlos.

Wenn du dich dafür interessierst, kannst du gerne auf meiner Website vorbeischauen. Dort gibt es die Himalaya-Samarpan-Meditation-Seite, und auf dieser Seite habe ich dir die Links zu diesem Verein zusammengetragen und alle möglichen Informationen dazu. Aber die sind dafür da, um dir dabei zu helfen, zu den Originalinformationen zu kommen. Und die kommen, wie gesagt, nicht von mir. Ich bringe dich nur in Kontakt damit, falls du dich dafür interessierst.

Ja, und wenn du dich dafür interessierst, kann ich dir nur empfehlen, es einmal auszuprobieren. Swamiji empfiehlt, die Meditation 45 Tage lang auszuprobieren, jeden Tag eine halbe Stunde. Und nach diesen 45 Tagen, wenn du sie wirklich jeden Tag gemacht hast, dann hast du einen Eindruck davon, ob das etwas ist, was zu dir passt, und ob du es weitermachen möchtest. Aber gib dem Ganzen diese Zeit.

Unterstütze mich, wenn es dir Freude macht

Und ich sehe, es ist halb zehn. Ich glaube, wir müssen aufhören.

Ich danke dir, dass du hier bist. Ich danke dir für deine Fragen, falls du eine hattest. Und falls deine Frage noch nicht beantwortet wurde, verzeih... Du kannst mir gerne per E-Mail schreiben – ich antworte auch per E-Mail –, oder ich lese sie im nächsten Online-Satsang oder in einem Video vor und antworte darauf.

Alles, was ich hier tue, ist kostenlos, und es ist mir auch wichtig, dass das so ist. Denn worüber wir hier sprechen, ist – ja, wie soll ich sagen – unbezahlbar, kostenlos und kommt nicht von mir. Ich gebe es nur weiter.

Deswegen sind alle meine Satsangs, alle Videos, alles, was ich tue, auch die Retreats, auf Spendenbasis. Aber ich bin dankbar, wenn es Menschen gibt, die mich durch Spenden finanziell unterstützen, denn ich stecke alles, was ich habe, an Zeit, Kraft und auch an Geld, hier hinein, damit es so möglich wird – einfach deswegen, weil es mir unendliche Freude bereitet und ich mir nichts Besseres vorstellen kann, als das zu tun. Wenn du Lust hast, mich dabei zu unterstützen, findest du auf meiner Website, auf der Spende-Seite, Infos dazu, wie es geht.

Besonders dankbar bin ich für Menschen, die eine Mitgliedschaft auf Steady abschließen, denn da bekomme ich dann regelmäßig einen bestimmten Betrag – da kannst du unter verschiedenen wählen –, und das hilft mir dabei, die ganze Sache ein bisschen zu planen, was ich an Geld und an Zeit ausgebe. Aber mach, wie du es magst.

Und jetzt in einer Woche, heute in einer Woche, geht mein Herbstretreat los. Falls du Lust hast, dich einmal eine ganze Woche lang nichts anderem zu widmen als dir selbst, wenn du erleben möchtest, wovon wir hier im Satsang immer wieder sprechen, dann komm einfach, wenn du magst.

Ich weiß nicht genau, wie ich das beschreiben kann, was in Retreats geschieht, obwohl ich selbst schon so viele Retreats erlebt habe mit meinem spirituellen Meister Soham in 20 Jahren, und jetzt auch schon einige mit mir selbst.

Und ich bin jedes Mal wieder überrascht, was da geschieht, wenn 20, 30, 40 Leute zusammenkommen, die alle bereit sind, hier zu sein, nach innen zu gehen und zu meditieren. Es ist einfach unbeschreiblich.

Ja, wenn du Lust hast: komm. Auf meiner Website findest du Infos dazu.

Und ich möchte nicht vergessen, mich bei Devaseto zu bedanken und dich und euch darauf hinzuweisen, dass auch Devasetu und Jetzt-TV sehr dankbar sind für Spenden.

Auch das, was Devasetu macht, ist alles ehrenamtlich und auf Spendenbasis. Wenn du Lust hast, ihn und Jetzt-TV zu unterstützen, dann findest du auf seiner Website unübersehbare Hinweise dafür, wie du das machen kannst.

Danke fürs Hiersein.

Danke für Satsang. Ich habe immer wieder das Gefühl, dass für mich der Satsang das größte Geschenk ist; dass ich hier am meisten davon habe. Danke, dass du mir das ermöglichst. Danke, dass du da bist.

Ich liebe dich.