German Online Satsang of September 30, 2026
German with German subtitles.
German with automatic subtitles.
Topics: In retreat, you’re simply being touched. Clarity instead of worries. Ancestors heal when you love yourself. Without thoughts, nothing remains. Blocked chakras release on their own. How wars disappear. Meditation isn’t a serious matter. Stripping the ego of its power, anew every day. Training your spiritual muscle. Parents are the master class. You can’t force yourself to let go. Have a cup of tea with your fear. When you’re distant from yourself, you’re alone. The right thing happens at the right time. Do your best, but don’t take it too seriously. True support comes from within.
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About this Video:
This Online Satsang took place just two days after I returned from a week-long retreat in Austria. I found it difficult to talk about that special time, because essentially no one does anything there – neither I nor the participants – and yet you come home a changed person. It was from this sense of freshness that I was allowed to give this satsang.
Many of the questions that evening revolved around feelings: How do you make peace with fear when you’re afraid of fear itself? What do you do when the ego gets louder the more things dissolve within you? And where does a loneliness come from that persists throughout an entire life, even in the midst of a relationship or friendship?
We try to accept such feelings and are surprised when it doesn’t work. But feelings can’t be deceived: a Yes with the ulterior motive of getting rid of them is seen through immediately. Only an honest, one-hundred-percent Yes works – one that allows fear to stay forever. How such a friendship begins – perhaps over a cup of tea – is what I’ll talk about in this satsang; and what happens next is exactly the opposite of what we fear.
Part of this Yes is not having to know anything about oneself. Time and again, the focus has been on the desire to understand: where moods come from, what the ego is up to right now, how far along one already is… Yet every attempt to understand leads back into thoughts; one can only experience directly, and for that, one needs to know nothing – on the contrary: only those who are willing to know nothing become capable of experiencing what is.
Loneliness, too, is a feeling that is usually unwelcome. Yet it is precisely this feeling that is especially worth welcoming. For one is not lonely because of a lack of people, but because one is distant from oneself. That is why no partnership can ever drive it away. But everything changes when, for the first time in your life, you invite loneliness to be here. Then it’s as if it were bringing you back to yourself – and you are no longer alone.
Then there was the question of how to deal with the wars in the world. We like to believe that if only the evil people were stripped of their power, violence would be defeated and the world would be at peace, but that is an illusion. For no one wages war because they are evil: an ancient inability is passed down from generation to generation, and in reality, no one can be anything other than the way they are. The path to the end of war is a long one – and it does not begin with others, but with each individual who makes peace with themselves: with you.
However, this does not happen through willpower, but through something that seems absurd at first glance: by turning away from thoughts and turning toward something within that one does not recognize; through meditation. It seems to happen on its own, over the course of years, just as a muscle grows stronger when used every day. Of course, we always want the quick fix, but there is no such thing. Yet whoever is willing to make peace with themselves and with everything as it is today will experience the miracle of meditation: everything changes.
Thank you for this enriching evening, and thank you for the trust embodied in each of these questions.
Complete German text:
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Im Retreat wird man einfach berührt
Link to topic in video at 0m29s
[Dhyan Mikael:] Guten Abend. Ganz herzlich willkommen zum Online-Satsang heute Abend.
Ich freue mich, dass wir wieder zusammen sein können.
Ich komme gerade aus Österreich, wo ich eine Woche lang im Retreat sein durfte mit vielen wunderbaren Menschen...
Und es fällt mir schwer, davon zu erzählen, wie das ist, im Retreat zu sein, denn ich tue nichts, die Teilnehmer tun nichts, und doch geschehen magische Dinge – und ich komme verändert wieder. Ich kann gar nicht sagen, was anders ist, aber man wird einfach berührt.
Mehr kann ich eigentlich gar nicht sagen. Ich freue mich einfach, und ich freue mich, wieder hier sein zu dürfen.
Und hier im Online-Satsang, da kannst du, wenn du möchtest, eine Frage stellen zu deinem Leben, zu deinem spirituellen Weg, aber auch ganz weltliche Dinge, zu deiner Beziehung, zu deinem Körper, zu deinen Krankheiten.
Es gibt nichts, was man im Satsang nicht fragen könnte.
Ja, und Simone wird die Fragen vorlesen – danke, Simone, dass du auch heute wieder dabei bist, vielen Dank –, und ich werde dann versuchen, etwas dazu zu sagen. Und zwischendurch werde ich auch die eine oder andere Frage vorlesen, die mich per E-Mail erreicht hat. Und das machen wir jetzt eineinhalb Stunden lang.
Klarheit statt Sorgen
Link to topic in video at 2m16s
Simone, hast du schon etwas zum Vorlesen?
[Simone:] Guten Abend, Mikael. Oh ja, ich habe etwas zum Vorlesen.
[Dhyan Mikael:] Ja, klasse. Schieß los.
[Simone:] Die erste Frage ist von Schmetterling.
[Dhyan Mikael:] Hallo Schmetterling. Guten Abend. Wie schön, dass du wieder dabei bist. Ich freue mich sehr.
[Simone:] „Lieber Mikael, ich mache mir Sorgen, dass ich vielleicht eine Form von Bipolarität habe wegen der starken Stimmungsschwankungen, die ich schon seit vielen Jahren erlebe. Ich meditiere jeden Tag Samarpan und dachte früher, dass mein besonderes Verhalten nur mit Traumata zusammenhängt. Aber seit einiger Zeit bin ich mir nicht mehr so sicher. Kannst du mir etwas über Stimmungsschwankungen sagen?”
[Dhyan Mikael:] Danke, Schmetterling.
Ja, ich freue mich, dass du das fragst.
Schau, du meditierst und du weißt schon, dass du nicht dieser Körper bist. Aber diese Körper sind lustige Wesen mit allen möglichen Altlasten und Knoten.
Und ich kann dir nichts über Stimmungsschwankungen sagen, weil ich selbst dieses Phänomen in der Form nicht kenne.
Aber ich kann dir etwas dazu sagen, wie man damit umgeht, wenn man sich Sorgen macht.
Und das tust du.
Und ich rate dir, einfach jemanden zu fragen, der sich auskennt – dann brauchst du nicht mehr darüber nachdenken.
Denn wenn du eine bipolare Störung hast, wenn du oder deine Psyche irgendwelche Dinge erlebt, die vielleicht der Pflege bedürfen, so möchte ich es einmal ausdrücken, dann bist du die Allerletzte, die das beurteilen kann.
Also frag jemanden, der sich auskennt. Geh zum Hausarzt, erzähl dem, wie es dir geht, der gibt dir sofort eine Überweisung zum Psychiater, und dann unterhältst du dich mit jemandem, der genau weiß, wie er diese Dinge diagnostizieren und erkennen kann, im Gegensatz zu dir.
Ich selbst war nie bei einem Psychiater, aber ich war bei einem Psychotherapeuten, und zwar bei einem richtig tollen, in einer Situation, wo ich nicht wusste, was für mich das Beste ist und was mit mir los ist und was mich da so plagt.
Und das war so eine große Hilfe – denn der war mit dem, was ich da erlebte, vollkommen entspannt. Der hat es nicht persönlich genommen.
Der wusste, wie man damit umgeht.
Das war einfach so eine große Hilfe für mich.
Verschaff dir einfach Klarheit, und dann kannst du mit diesem Menschen besprechen, was es ist, was dein Körper da mitmacht, und kannst mit ihm darüber sprechen, was für Möglichkeiten es gäbe, dem Körper dabei zu helfen, damit umzugehen. Ja, und dann wirst du sehen, was du tust.
Das ist nichts, weswegen man sich Sorgen machen müsste.
Das wäre mein Rat an dich.
Ich freue mich sehr, dass du da bist.
Danke, Schmetterling. Und du kannst mir auch gerne schreiben, wenn du magst.
Ahnen heilen, wenn du dich selbst liebst
Link to topic in video at 6m51s
Simone, bitte fahre fort.
[Simone:] Gerne. Die nächste Nachricht ist von Christel.
[Dhyan Mikael:] Christel, guten Abend, hallo.
[Simone:] „Lieber Dhyan Mikael, wenn ich zum Beispiel Ahnenheilung mache oder eine energetische Heilsitzung, hilft das zur Bewusstwerdung oder verlaufe ich mich da in einer Illusion? Danke für deine Antwort und liebe Grüße, Christel.”
[Dhyan Mikael:] Ich danke dir für deine Frage.
Zur Bewusstwerdung brauchst du keine Ahnenheilung zu machen.
Bewusstwerdung geschieht eher in die andere Richtung.
Dazu brauchst du nichts wissen, dazu musst du nichts erforschen oder herausfinden.
Da lernst du einfach, nichts wissen zu wollen und einfach hier zu sein.
Wenn du das machen möchtest, wenn du deine Bewusstheit steigern möchtest, dann fang an zu meditieren. Das geht ganz leicht, kostet nichts und ändert dein ganzes Leben.
Und weißt du, es ist so: wir sind beeinflusst von dem, woher diese Körper kommen, von unseren Eltern, von deren Eltern...
Und der Weg, damit umzugehen, heute, hier, in dem Körper, in dem du jetzt bist, besteht darin, mit dir Frieden zu schließen: mit dem, wie du bist, mit dem, wie du dich fühlst, mit dem, was dir geschieht.
Und um das zu tun, brauchst du nicht verstehen, wo es herkommt.
Es gibt Menschen, die wissen nichts vom Meditieren. Es gibt Menschen, die wissen nichts davon, sich selbst sich zuzuwenden und mit sich selbst Frieden zu schließen. Und wenn die dann solche Dinge machen wie Ahnenheilung, dann geben sie sich damit indirekt, ohne es zu wissen, ein ganz kleines bisschen Aufmerksamkeit und Frieden, und das erleichtert das Leben ein kleines bisschen. Aber es geht viel direkter, viel einfacher.
Und die Ahnen, die werden nicht dadurch geheilt, dass du Ahnenheilung betreibst. Die Ahnen werden entlastet und geheilt, indem du mit dir Frieden schließt: wenn du diese alte Last, die seit Generationen weitergegeben wird, heute annimmst und einfach Ja sagst zu dem, wie du bist und wie du dich fühlst. Und dazu brauchst du nichts über die Ahnen wissen.
Dann ist es, als würdest du damit deine Eltern und deren Eltern erlösen.
So empfinde ich das – mit meinem Vater zum Beispiel.
Der hatte es nicht leicht, seine Eltern hatten es auch nicht leicht, und ich hatte es mit ihm auch nicht immer leicht.
Aber dadurch, dass ich zu mir finde und mit mir Frieden schließe, und dadurch, dass ich glücklich werde mit mir, in mir, dadurch ist es, als würde ich eine uralte Last von ihm nehmen –, eine Last, mit der er nicht umgehen konnte. Aber ich kann es, und du auch.
Also wende dich nicht den Ahnen zu, wende dich dir selbst zu. Da geschieht die Heilung. Es ist ganz direkt, ganz einfach.
Wenn du dieses Ahnenheilungsding machen möchtest, weil es dir Spaß macht, kannst du es ruhig tun: es schadet sicherlich nichts.
Aber zur Heilung und zur Bewusstwerdung gibt es einfachere Wege.
Danke für deine Frage; danke für deine E-Mail, die hätte ich jetzt gleich vorgelesen. Aber auf diese Art und Weise konnten wir jetzt schon miteinander sprechen. Vielen Dank.
Ohne Gedanken bleibt nichts mehr übrig
Link to topic in video at 12m08s
Simone, bitte, fahr fort.
[Simone:] Die nächste Frage ist von Nadine.
[Dhyan Mikael:] Nadine, hallo, guten Abend. Wie schön, dass du da bist.
[Simone:] „Geliebter Mikael, wenn ich wirklich bis in die kleinste Konsequenz Gedanken ignorieren durchführe, dann bleibt nichts mehr übrig. Alles ist ausgedacht – alles. Da ist niemand, der da lebt. Da ist keine Nadine, da ist kein Mikael, da ist kein Swamiji. Da ist auch kein Online-Satsang oder PC. Da ist nicht einmal ein Beobachter, denn der denkt auch. Nichts. Das baut sich alles aus einem Gedankenkonstrukt auf.
Ein Geschehen, alles ein Gedankenkonstrukt. Selbst dieser berühmte Jetzt-Moment, selbst da setzen sich ruckzuck Gedanken drauf, wie zum Beispiel Einatmen, Ausatmen. Das sind auch Gedanken. Und jetzt? Du lebst jenseits von diesem Gedankenkonstrukt. Hast du mir ein paar Worte dazu? Danke, Nadine.”
[Dhyan Mikael:] Danke.
Was du sagst, stimmt; gut beobachtet.
Es ist, als würde alles, was wir wissen über das, was ist, verschwinden.
Alle Gedanken verschwinden, alles Verstehen verschwindet – das Erleben aber, das bleibt.
Alle Gedanken verschwinden, alles Verstehen verschwindet. Das Erleben aber, das bleibt. Es wird immer direkter, ohne Bedeutung, aber es ist da. Jetzt verstehst du, warum gesagt wird, dass es keinen freien Willen gibt und dies weder dein Leben noch dein Körper ist. All das verschwindet. Du kannst nur staunend erleben, was geschieht.
Link to quote in video at 13m44s
Es wird immer direkter, immer durchsichtiger, immer näher irgendwie – ohne Bedeutung, aber es ist da.
Mir geht es genauso, genau wie dir.
Jetzt verstehst du, warum gesagt wird, dass es keinen freien Willen gibt, warum alles vorherbestimmt ist und warum das weder dein Leben noch dein Körper ist.
All das verschwindet. Du kannst nur staunend erleben, was geschieht.
Und dieses Lernen, die Gedanken nicht ernst zu nehmen, dieses Lernen, den Gedanken keine Aufmerksamkeit zu geben, sondern einfach direkt zu erleben, das hat kein Ende. Solange wir im Körper sind, hat dieses Lernen kein Ende: es wird immer noch feiner, immer noch direkter, immer noch sanfter, immer noch natürlicher.
Dieses Lernen, die Gedanken nicht ernst zu nehmen, den Gedanken keine Aufmerksamkeit zu geben, sondern einfach direkt zu erleben, das hat kein Ende. Solange wir im Körper sind, hat dieses Lernen kein Ende. Es wird immer noch feiner, immer noch direkter, immer noch sanfter, immer noch natürlicher.
Link to quote in video at 14m52s
Ich vergleiche das gerne mit einer anderen Art von Lernen. Wenn du zum Beispiel einen Sport lernst, dann lernst du erst einmal, wie das funktioniert und welche Bewegungen dazugehören, und du übst das alles. Und am Anfang, da musst du noch viel darüber wissen und nachdenken an manchen Stellen und dich erinnern und üben. Aber dann, mit den Jahren, wird es immer natürlicher, immer leichter, und du denkst nicht mehr darüber nach, und du weißt eigentlich gar nicht, was du da tust – es geht alles wie von selbst.
Und je mehr das so wird, desto mehr Spaß macht es.
Und so ist es für mich mit diesem Hiersein, mit diesem Nachhausekommen, mit diesem „die Gedanken nicht ernst nehmen” auch.
Am Anfang gehört da noch viel bewusstes Üben dazu, aber mit den Jahren und Jahrzehnten ist es immer natürlicher, immer direkter...
echt erstaunlich.
Da bekommt man ganz allmählich ein ganz feines Gefühl dafür, wer du bist: nicht das Erlebte, nicht der, der das beobachtet oder wahrnimmt, und doch...
ein großes Geheimnis.
Über das, was man da erlebt, und über das, wie man es erlebt, kann man nichts sagen – so ist es einfach –, weder anderen noch sich selbst.
Danke, Nadine.
Blockierte Chakren lösen sich von selbst
Link to topic in video at 17m49s
Ich werde eine E-Mail-Frage vorlesen.
„Lieber Mikael, kann es sein, dass Blockaden in den Chakren den Energiefluss einschränken und ich nicht mit der Energie in Kontakt komme?”
Ja, natürlich kann das sein. Danke für deine Frage.
Die Chakren... das ist ein Name für die verschiedenen Energiezentren, die es in diesem menschlichen Körper gibt, und wenn die blockiert sind, dann fließt da nicht viel, und das ist der Normalzustand der meisten Menschen.
Aber es nützt nichts, sich darüber Gedanken zu machen, und du kannst daran direkt auch nichts ändern, denn du kannst nicht den Werkzeugkasten hervorholen und dann an irgendwelchen Chakren rumschrauben, damit die wieder aufgehen. Das funktioniert leider nicht.
Aber wenn du meditierst und dich nach innen wendest, dann gibst du etwas Neuem in dir Energie. Du weißt nicht, was das ist – nicht deinem Körper, nicht deinen Gedanken, nicht deinen Wünschen –, aber indem du das tust, jeden Tag, kommst du mit den Monaten und Jahren immer mehr ins Gleichgewicht. All diese Knoten in dir, in den Chakren, im Nervensystem, die werden mit der Zeit weich, immer mehr. Und je mehr du dich nach innen wendest, je länger du meditierst, desto mehr geschehen genau die Dinge im Leben, die dir dabei helfen, wieder in Fluss zu kommen.
Aber geschehen tut das von selbst: du kannst es nicht herbeiführen.
Es nutzt überhaupt nichts, einen Kurs zu machen, wo du deine Chakren entknotest, oder irgendwelche Sessions zu buchen zur Chakra-Klärung.
Das ist ein ganz natürlicher Prozess, den jeder Mensch durchläuft und der Zeit braucht, genau wie Wachsen Zeit braucht, wie Erwachsen Zeit braucht.
Und das macht man ganz einfach: indem du dich nach innen wendest, zum ersten Mal in deinem Leben, jeden Tag ein bisschen.
Wenn dich das interessiert, dann probiere die Samarpan-Meditation aus, von der ich so gerne spreche.
Und weißt du... wenn du die praktizierst, da tust du etwas, wo du eigentlich überhaupt nicht weißt, wozu es gut sein soll. Du gehst mit deiner Aufmerksamkeit zum Kronenchakra – das ist hier oben, einfach dieser Scheitelpunkt deines Kopfes, etwas vollkommen Natürliches –, und da ruhst du dann mit deiner Aufmerksamkeit eine halbe Stunde, und während dieser halben Stunde ignorierst du deine Gedanken, so gut du halt kannst. Und dadurch, dass du das tust, geschehen viele, viele andere Dinge mit der Zeit in dir, von denen du nichts weißt.
Es ist, als würdest du, indem du mit deiner Aufmerksamkeit jeden Tag dort oben bist, an diesem speziellen Punkt deines Körpers, ganz allmählich dafür sorgen, dass die gesamte Energie in deinem Körper daran arbeitet, dorthin zu gelangen.
Und alle Blockaden, alle Hindernisse auf diesem Weg werden geheilt, und alles, was dafür notwendig ist, wird geschehen – aber von selbst, mit der Zeit. Es braucht Zeit, viel Zeit. Eigentlich braucht es überhaupt nicht viel Zeit – nur ein paar Jahre, zehn, zwanzig Jahre, was ist das schon? Seit so vielen Leben versuchst du, dich zu finden und glücklich zu werden und dieses Leben zu verstehen und das zu tun, was ich „in den Himmel kommen” nenne. Und jetzt, in diesem Leben, ist es so weit – endlich.
Es braucht Zeit, viel Zeit. Eigentlich braucht es überhaupt nicht viel Zeit. Nur ein paar Jahre, zehn, 20 Jahre, was ist das schon? Seit so vielen Leben versuchst du, dich zu finden und dieses Leben zu verstehen und das zu tun, was ich in den Himmel kommen nenne. Jetzt, in diesem Leben, ist es so weit – endlich. Diese Jahre vergehen so schnell.
Link to quote in video at 22m08s
Was sind da zehn oder zwanzig Jahre: nichts.
Diese Jahre vergehen so schnell.
Das ist das, was ich dazu sagen kann. Ich danke dir für deine Frage, und ich freue mich, dass du da bist.
Wie Kriege verschwinden
Link to topic in video at 22m54s
Simone, bitte fahr fort.
[Simone:] Die nächste Frage ist von Nanne.
[Dhyan Mikael:] Nanne, guten Abend. Hallo. Schön, dass du da bist.
[Simone:] „So schön, das erste Mal live dabei zu sein. Mich beschäftigt sehr, wie wir mit den Kriegen umgehen können, vor allem Ukraine und Gaza.”
[Dhyan Mikael:] Ja, ich danke dir. Ich danke dir für deine Frage.
Ich kann dir eine kurze Antwort geben und eine lange. Ich fange mit der kurzen an.
Du gehst mit diesen Kriegen am besten dadurch um, dass du ihnen keine Aufmerksamkeit gibst; dass du nicht darüber nachdenkst; dass du dir keine Bilder anschaust, jeden Tag, immer wieder.
Denn damit nützt du weder dir noch den betroffenen Menschen.
Wenn du die Energie und den Wunsch verspürst, etwas aktiv zu tun, dann tu es.
Wenn du den Wunsch verspürst, Politikerin zu werden, damit du Einfluss nimmst auf das, was geschieht, dann tu es. Wenn du das Gefühl hast, du möchtest dorthin reisen, um zu helfen, dann tu es. Aber davon sprichst du ja nicht. Was wir normalerweise tun, ist, darüber nachzudenken. Wir ziehen uns Bilder rein, Informationen, wir denken darüber nach, aber wir tun nichts.
Ich sage nicht, dass du etwas tun solltest.
Ich sage: Falls du tatsächlich Energie verspürst, dann tu etwas – aber ansonsten, wenn das nicht der Fall ist, und ich nehme einmal an, das ist so: denke nicht darüber nach. Schau nicht in diese Richtung, sonst gibst du etwas Energie, dem du ja eigentlich gar keine Energie geben willst, nämlich diesen Kriegen.
Jetzt die lange Antwort.
Die Frage ist: Was können wir tun, damit es keine Kriege gibt?
Und gegen Kriege zu sein nützt überhaupt nichts.
Gegen Kriege zu demonstrieren nützt nichts. Die Kriege geschehen trotzdem –, weil die Menschen so sind, wie sie sind.
So zu tun, als gäbe es keine Kriege, nützt auch nichts.
Einfach nicht hinzugehen nützt auch nichts. Da gibt es dieses berühmte Gedicht, ich glaube, von Brecht ist das: „Stell dir vor, es gibt Krieg, und keiner geht hin.” Das haben früher die Friedensbewegten gerne zitiert, aber sie haben nicht verraten, wie das Gedicht weitergeht. Der nächste Satz lautet: „Dann kommt der Krieg zu euch.” Und das ist das, was passiert.
Du kannst sie nicht ignorieren, aber du kannst sie auch nicht wegmachen.
Kriege gehören zur Realität der Menschheit dazu, und zwar deswegen, weil die Menschen so sind, wie sie sind.
Kriege gehören zur Realität der Menschheit dazu, weil die Menschen so sind, wie sie sind. Kriege entstehen nicht, weil Menschen böse sind. Kriege, Aggression, Gewalt entsteht, weil die Menschen unempfindsam sind un dihr Energieniveau sehr niedrig ist. Der Mensch kann dafür nichts. Er kann auch nicht anders sein. Aber das will keiner hören.
Link to quote in video at 26m37s
Kriege entstehen nicht, weil Menschen böse sind.
Kriege, Aggression, Gewalt entsteht, weil die Menschen unempfindsam sind, weil das Energieniveau der Menschen sehr niedrig ist. Und wenn das so ist, dann werden sie sich so verhalten.
Der Mensch, der da involviert ist, kann dafür nichts. Er kann auch nicht anders sein.
Aber das will keiner hören.
Wir glauben tatsächlich, wir müssten nur wollen, und dann könnten wir das alles ändern, aber das stimmt nicht.
Wir müssen dafür sorgen, dass die Menschen anders werden – und das ist sehr, sehr viel Arbeit, und da schaut keiner hin, auch deswegen, weil kaum einer weiß, wie das zu bewerkstelligen sein soll.
Schau, es ist so: Wenn ein Mensch geboren wird, dann kommt eine Seele in den Körper, die zu dem Körper passt.
Und wie der Körper beschaffen ist, die energetische Kapazität eines Körpers, wird bestimmt von den Eltern und dem Zustand der Eltern bei der Zeugung.
Swamiji spricht da manchmal darüber. Das ist ein ganz großes Anliegen von ihm, weil das genau der Weg ist, um das Problem zu lösen, das du ansprichst.
Wenn jetzt die Eltern nichts von Gefühlen wissen, nichts von „sich selbst lieben” wissen, wenn es Eltern sind, die auf der Körperebene leben, die sich nur dafür interessieren, das zu bekommen, was sie wollen, und sich nicht dafür interessieren, wie sich der andere fühlt, dann wird ein Kind geboren, das ein ähnliches Niveau hat, was diese energetische Fähigkeit angeht.
Es hat nichts damit zu tun, dass man diesem Kind nicht das Richtige beigebracht hat oder dass das Kind böse wäre oder das Falsche will. Daraus entsteht ein Mensch, der dann auch seinerseits wieder auf solch einer Ebene lebt.
Wenn Eltern zusammenkommen und ein Kind zeugen, die auf der Gefühlsebene leben können, die sich in Liebe begegnen, die nichts tun, was der andere nicht will, die nichts tun, um den anderen auszunutzen, sondern die einfach nur lieben und sich um das sorgen, dass es dem anderen auch gut geht, dann wird ein Kind geboren, potenziell, das auch auf dieser Ebene leben kann: das empfindsamer ist, das mehr fühlen kann. Und für dieses Kind, für diesen Menschen, der daraus erwächst, ist es dann ganz natürlich, auch an andere zu denken.
Und wenn du jetzt beeinflussen möchtest, wie die Menschheit, wie die Gesellschaft, tickt, und wie wir miteinander umgehen, dann müssen wir da anfangen, wo die Menschen entstehen: bei den Eltern.
Aber die Eltern sind schon so, wie sie sind. Jetzt siehst du, wie groß diese Aufgabe ist, und deswegen ist es so unendlich hilfreich, wenn du anfängst, dich selbst zu lieben und zu meditieren. Dann wirst du allmählich empfindsamer.
Du beginnst, mehr zu lieben, und zwar angefangen mit dir und dann mit allen anderen; das geht automatisch.
Wenn dann in deiner Umgebung, vielleicht durch deine Kinder, irgendwann Kinder entstehen, die etwas empfindsamer sind als die Generation davor, so können wir ganz allmählich mit jeder Generation als Gesellschaft empfindsamer werden: fähiger, mehr Mensch zu sein.
Aber es ist nichts, was wir einem anderen befehlen können. Es nützt nichts, jemandem zu sagen: „Sei anders, sei richtig, sei nicht gewalttätig.”
Wir können die Menschen nur einsperren – und das tun wir.
Es ist ein langer Weg.
Deswegen ist es so hilfreich, wenn jeder bei sich anfängt.
Das ist der Weg, wie Kriege verschwinden.
Und es ist überhaupt nicht schlimm, dass es lange dauert. Wichtig ist, dass jeder das tut, was er tun kann, und das fängt bei jedem Einzelnen an. Du kannst ja auch nicht anders sein, als du bist. Du kannst nicht anders denken, als du denkst.
Aber du kannst beginnen, deine Gedanken zu ignorieren, die ganzen verrückten Gedanken, die auch du hast und auch ich.
Wenn du das probierst, wenn du lernst zu meditieren und dabei deine Gedanken zu ignorieren, dann merkst du, was das für eine große Aufgabe ist und was für eine langwierige Aufgabe. Dann bekommst du einen Geschmack von dem, was ich dir hier gerade erzähle.
Aber es macht nichts, dass es lange dauert; Hauptsache, jeder fängt an, jeder, der mag, jeder, der kann. Dann wird es immer mehr, mit der Zeit.
Es bringt also überhaupt nichts, es schadet eher dir und anderen Menschen, wenn du Menschen hasst; wenn du glaubst, es gäbe Menschen, die verkehrt sind.
Diese Menschen, die du da siehst, können nicht anders sein.
Die sind so gemacht, von ihrer Umgebung, durch diesen Prozess, den ich dir gerade beschrieben habe. Das ist das, was Jesus einmal folgendermaßen beschrieben hat: „Die Sünden der Väter werden an die Kinder, an die Söhne, weitergegeben” – so hatte er es beschrieben. Davon sprach er: Niemand ist böse, niemand ist schlecht. Dieses Unvermögen wird weitergegeben, weitervererbt, nicht durch Chromosomen, sondern durch unseren energetischen Zustand.
Jesus sagte: Die Sünden der Väter werden an die Söhne weitergegeben. Davon sprach er: Niemand ist böse, niemand ist schlecht. Dieses Unvermögen wird vererbt, nicht durch Chromosomen, sondern durch unseren energetischen Zustand. Wenn du in Frieden kommst mit dir selbst und meditierst, arbeitest du so an der Gesundung dieses Planeten.
Link to quote in video at 34m32s
Und wenn du an deinem energetischen Zustand arbeitest – und dafür gibt es nur einen Weg: in Frieden kommen mit dir selbst, meditieren –, dann arbeitest du an der Gesundung dieses Planeten.
Ja... Danke für deine Frage. Ich freue mich, dass ich darüber sprechen durfte. Vielen Dank.
Die Untertitel auf YouTube
Link to topic in video at 35m46s
Ich werde noch eine E-Mail-Frage vorlesen.
[Simone:] Mikael, ich habe noch eine technische Frage aus YouTube. Und zwar gibt es die Frage, ob es möglich ist, oder den Wunsch, ob es möglich ist, die Untertitel auf YouTube auszuschalten.
[Dhyan Mikael:] Ich weiß dazu überhaupt nichts. Das muss ich recherchieren. Soweit ich weiß, kann jeder die selbst ausschalten.
[Simone:] Ja, das habe ich auch gedacht.
[Dhyan Mikael:] Aber dazu kann ich jetzt nichts sagen. Ich werde es recherchieren, und beim nächsten Online-Satsang schauen, was ich machen kann. Aber jetzt gerade kann ich nichts machen.
[Simone:] Danke schön.
[Dhyan Mikael:] Ja, gern.
Meditieren ist keine ernste Angelegenheit
Link to topic in video at 36m33s
„Ich meditiere seit sechs Jahren, mindestens einmal täglich, meistens morgens und dann abends. Und ich tue es jeden Tag, auch als ich schwer krank war.
Selten kommt es vor, fast immer, wenn ich morgens zwischen halb vier und fünf Uhr meditiere, dass ich nach ein paar Minuten das Gefühl habe, dass ich nicht mehr sitzen kann, warum auch immer.
Normalerweise beende ich die Meditation dann, bedanke mich und setze mich einfach später noch einmal hin. Ich sage mir selbst, dass ich mich nicht herumquälen muss, wenn es jetzt gerade nicht geht und mein Körper nicht kann. Ich setze mich dann zum Beispiel um halb neun oder um zehn wieder hin, und dann kann ich ganz normal sitzen, ohne Probleme, und ich bin froh darüber.
Du sagst aber ab und zu, dass du immer sitzen bleibst, egal was passiert. Wenn ich dann in solch einer Situation sitzen bleibe, ist es für mich nur eine Quälerei. Ich warte dann förmlich darauf, dass die 30 Minuten endlich vorbei sind. Ich sage mir dann, dass das ja nicht Sinn und Zweck sein kann. Heute früh war es wieder einmal so, und ich bin heute sitzen geblieben, weil ich an deine Worte dachte. Die ganze Zeit war es fürchterlich und sehr unangenehm. Das macht wirklich keinen Spaß. Was meinst du dazu? Ist es wirklich sinnvoll, dann um jeden Preis sitzen zu bleiben?”
Ich danke dir für deine Frage. Ich liebe diese praktischen Fragen.
Swamiji sagt: „Meditation ist etwas Schönes.
Das soll Freude machen. Mach es dir bequem, mach es dir leicht.”
Wenn ich anfange zu meditieren und ich merke, dass mein Körper echte Probleme hat mit dem Sitzen, dann höre ich mit dem Meditieren nicht auf, aber ich setze mich anders hin.
Am Samstagmorgen haben wir im Retreat zusammen die Frei-von-Karma-Meditation von Swamiji gemacht. Die geht eine Stunde 15 Minuten, und ich weiß, dass mein Körper solch eine Zeit nicht auf dem Boden sitzen kann. Eine halbe Stunde geht, aber danach fängt er an zu schmerzen, und das ist nicht schön. Also habe ich mich bequem auf einen Stuhl gesetzt.
Also mach es dir einfach, mach es dir leicht.
Ich mag es nicht, die Meditation abzubrechen, weil dem Geist und dem Körper immer irgendetwas einfällt, um die Meditation zu sabotieren. Aber ich kann mir das Meditieren schön machen und einfach.
Vielleicht findest du da ja einen Weg. Spiel einfach damit. Das ist alles nicht ernst, weißt du. Du kannst damit rumspielen, rumexperimentieren, ausprobieren.
Ich bleibe sitzen, ich meditiere weiter, weil ich nicht will, dass meine Gedanken mir Streiche spielen.
Aber ich will auch Freude beim Meditieren haben, und da wurschtel ich dann so meinen Weg durch und probiere einfach aus, was geht.
Und du spürst den Unterschied, weißt du... Du meditierst schon so lange. Du merkst, ob dich dein Geist gerade übers Ohr hauen will oder ob es da einen Weg gibt, wie du es dir ganz einfach leichter machen kannst.
Und die morgendliche Meditation, so früh morgens, die ist so schön, die ist so, so wow.
Aber der Körper ist natürlich noch völlig in Schlafstimmung. Mache es ihm möglichst einfach.
Das ist das, was ich versuchen würde.
Danke. Danke für deine E-Mail.
Dem Ego die Macht nehmen, jeden Tag neu
Link to topic in video at 40m55s
Simone, bitte, fahr fort.
[Simone:] Nächste Frage ist von Jacqueline.
[Dhyan Mikael:] Jacqueline, guten Abend. Hallo. Schön, dass du dabei bist.
[Simone:] „Hallo, Mikael. Je mehr alte Traumata und Gefühle sich in mir lösen, desto verrückter wird mein Ego, richtig angriffslustig…”
[Dhyan Mikael:] Einen Moment bitte, ich muss kurz warten.
Einen Moment.
So, bitte... Noch einmal von vorne, bitte.
[Simone:] „Hallo, Mikael. Je mehr alte Traumata und Gefühle sich in mir lösen, desto verrückter wird mein Ego – richtig angriffslustig. Echt anstrengend. Kann ich etwas tun? Liebe Grüße, Jacqueline.”
[Dhyan Mikael:] Was du tun kannst, ist, dir darüber keine Gedanken zu machen.
Weißt du, du brauchst nicht darüber nachdenken, du brauchst nicht zu wissen, was du gerade erlebst.
Erlebe es einfach.
Weißt du, was ich meine? Du bist hier, du hast irgendwelche Gefühle: okay – lass sie da sein, denke nicht darüber nach. Irgendwelche verrückten Gedanken kommen: okay, du ignorierst sie, so gut du kannst, und gehst zurück zum Kronenchakra oder was auch immer du gerne machst. Und du denkst zu keinem Zeitpunkt, wo das herkommt – dass das mit deinem Ego zu tun hat oder damit, dass du weniger Traumata als früher hast. All das ist schon…
Mit all dem stehst du schon wieder mit einem Bein in den Gedanken drin. Sei einfach bereit, dich so zu fühlen, wie du dich jetzt fühlst.
Sei bereit, so zu sein, wie du jetzt bist, mit so einem komischen Ego, mit diesem verrückten Gedanken, und richte deine Aufmerksamkeit nach innen, und das immer wieder, immer wieder.
Das geht so automatisch, dass wir irgendeine Befindlichkeit haben, und sofort glauben wir, es wäre hilfreich zu verstehen, warum das jetzt so ist. Aber das sind auch wieder nur die Gedanken, die dich ganz geschickt zurücklocken.
Aber einfach nichts zu wissen und einfach bereit zu sein, so verkorkst zu sein, wie du dich fühlst, das nimmt diesen subtilen Gedanken, diesem subtilen Ego, die Macht.
Dann interessieren dich diese Fragen und Gedanken nicht mehr. Du kannst einfach hier sein, und einfach so sein, wie du bist. So mache ich das.
Ja: nicht wissen, nichts verstehen, schon gar nicht über mein Ego und was das wieder treibt.
Es ist wirklich so einfach, und das ist wirklich immer wieder die gleiche Übung. Deswegen sagte ich eingangs – bei der Antwort auf die erste Frage war das glaube ich –, dass wir das immer wieder neu lernen müssen, immer wieder neu: dieses die Gedanken ignorieren, dieses Hiersein.
Denn die Herausforderung wird irgendwie immer subtiler. Es ist wirklich, als müssten wir das jedes Mal wieder neu lernen: jeden Tag wieder neu bereit sein, einfach so zu sein, wie ich bin.
Dann bist du auf der sicheren Seite.
Du weißt nicht, wie weit du bist. Du weißt nicht, ob du ein Ego hast oder nicht. Du weißt nicht, ob du angekommen bist. Du weißt überhaupt nichts.
Wenn es dir so geht, dann bist du auf der sicheren Seite.
Danke, Jacqueline. Danke für deine Frage.
Den spirituellen Muskel trainieren
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Simone, bitte, fahre fort.
[Simone:] Nächste Frage ist von Annika.
[Dhyan Mikael:] Annika, guten Abend. Hallo. Ich freue mich, dass du da bist.
[Simone:] „Lieber Mikael, wieso ist es so schwer, in Gesellschaft bei mir zu bleiben? Dank der Samarpan-Meditation verändern sich einige Situationen zum Positiven. Aber sobald ich unter Leuten bin, verliere ich meinen Fokus und verfange mich in Perfektionismus und Kontrolle. Vielen lieben Dank.”
[Dhyan Mikael:] Was für eine schöne Frage. Ich danke dir. Ja: wenn du alleine bist – deswegen meditieren wir morgens, bevor wir anderen Menschen ausgesetzt sind, bevor wir diesen Einflüssen ausgesetzt sind und während wir alleine sind: damit wir es uns so einfach wie möglich machen, dieses die Gedanken ignorieren zu üben, dieses Nach-innen-Schauen zu üben.
Und dann, wenn wir mit anderen Menschen zusammen sind, dann wird es wirklich eine große Herausforderung. Es ist einfach so. Es ist nichts verkehrt an dir – das ist so.
Und mein Tipp für dich, mein Rat an dich, wäre folgender: Mach dir darüber überhaupt keine Gedanken.
Weißt du, all das wird sich ändern, aber mit der Zeit.
Wenn du jeden Morgen meditierst, dann wird dieses Mit-der-Aufmerksamkeit-bei-dir-Sein immer normaler für dich. Es ist, als würdest du eine innere Kraft entwickeln, und es ist wirklich genau so.
Wenn du jeden Morgen meditierst, ist es, als würdest du eine innere Kraft entwickeln, und es ist wirklich genau so. Es ist, als würdest du einen unsichtbaren spirituellen Muskel trainieren – diesen Muskel, der dich dazu befähigt zu steuern, wo deine Aufmerksamkeit hingeht.
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Es ist, als würdest du einen unsichtbaren spirituellen Muskel trainieren – dieser Muskel, der dich dazu befähigt zu steuern, wo deine Aufmerksamkeit hingeht.
Und du kannst es steuern, manchmal, wenn du alleine bist; und manchmal nicht: dann wird sie einfach von den Gedanken angezogen, deine Aufmerksamkeit, aber manchmal kannst du sie steuern. Und wenn du in Gesellschaft bist, hast du keine Chance, dann wird deine Aufmerksamkeit überall hingezogen, nur nicht dahin, wo du sie haben willst. Aber mit der Zeit, mit den Jahren, wird dieser Muskel, diese Kraft, ganz allmählich immer mehr.
Das ist ganz natürlich. Das ist wie bei jeder Sportart: Der Körper wird kräftiger, wenn du etwas übst. Und so ist es beim Meditieren mit dieser Kraft, die eigene Aufmerksamkeit zu kontrollieren. Die Inder nennen das Chitta-Shakti – die Kraft des Bewusstseins –, und die wird allmählich mehr. Und dann ist es, als würde sich diese Meditation mehr und mehr in den Alltag ausbreiten.
Das geht von selbst, ganz allmählich, ganz automatisch. Und dann wirst du feststellen, dass du plötzlich in Situationen, die für dich immer schwierig waren, und in Situationen, wo du dich eigentlich immer verloren hast und gar keine Chance hattest, bei dir zu bleiben, allmählich gar kein Problem mehr hast und einfach in dir ruhst und die Leute anschaust und erlebst, was du erlebst, und dich wunderst, warum das früher für dich ein Problem war.
Also, mein Rat an dich ist: Mach dir keine Gedanken darüber und bewerte dich nicht. Denke nicht: „Oh, warum passiert das jetzt schon wieder?” Bemerke es einfach: erlebe, wie es ist. Und je bewertungsfreier du das tun kannst, je bereitwilliger du das tun kannst, ohne dir einen Vorwurf zu machen, ohne dich dafür zu bewerten, desto einfacher wird es für dich, klar zu bleiben, auch in diesen Situationen. Sei einfach geduldig mit dir.
Und auch hier gilt das, was ich vorhin geantwortet habe: Solange wir in diesen Körpern sind, haben wir diese Herausforderung – sie wird nur immer feiner.
Ich erlebe das auch immer wieder.
Manchmal, wenn ich alleine bin in Situationen, da ist es für mich gar kein Problem, bestimmte Dinge zu tun, die mir guttun oder mir wichtig sind. Und dann ist jemand anders da und will mit mir reden, und ich vergesse die Hälfte von den Sachen, die sonst für mich völlig normal sind – weil meine Aufmerksamkeit nicht so natürlich bei mir ist, wie sie es wäre, wenn ich alleine bin. Und dann erlebe ich das und denke: „Ah, interessant, schau an.” Und allein durch dieses Bemerken, durch dieses Miterleben, werde ich schon wieder ein ganz kleines bisschen kräftiger und bewusster.
Also, es besteht überhaupt gar kein Anlass, sich Sorgen zu machen. Es ist ganz normal, was du da erlebst. Sei geduldig mit dir.
Danke. Danke für deine Frage. Ich mag diese praktischen Fragen...
Eltern sind die Master Class
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Ich lese jetzt noch eine E-Mail vor.
„Ich habe erkannt, dass es ein großes Geschenk ist, jetzt, da meine Mutter noch lebt, diese Gewohnheit, alles zu tun, damit ich geliebt werde, anzuschauen und damit Frieden zu machen. Denn wo kann man es am besten lernen? Natürlich bei jemandem, der einem am nächsten steht, weil die einen am meisten triggern.
Mir ist klar geworden, dass ich hier lernen kann, ganz bewusst hinzuschauen und mit dem jeweiligen Gefühl zu sein, das da gerade kommt, und bestmöglich im Moment zu leben, und immer, bevor ich eine Handlung mache, zu schauen: aus welchen Gründen oder Gewohnheiten mache ich das jetzt? Das Gefühl, das kommt, einfach bemerken – und es darf hier sein; Ja sagen. Zum Beispiel, wenn ich vor der Türe stehe und dann ein Gefühl von Wut kommt, einen Augenblick bevor ich da hineingehe, der Wut erlauben, hier zu sein.
Wenn ich dann da bei meiner Mutter sitze, bewusst ins Kronenchakra zu gehen, das hilft mir, Abstand zu der Situation zu haben und mich nicht hineinziehen zu lassen.
Ich bemerke: ich entwickle einen gesunden Abstand zu meiner Mutter, und ich sehe sie zeitweise einfach nur als alte Frau, die hier ist und leidet.
Gar nicht zu meiner Mutter zu gehen, geht nicht, da ich gemerkt habe, dass ich diesen Teil von bedingungsloser Liebe auch habe und dieser auch gelebt werden möchte. Aber ich weiß: vielleicht kommt das auch noch, dass es aufhört, zu ihr zu gehen.”
Wow, was für ein schöner Bericht. Ganz herzlichen Dank.
Ja, und es kommt überhaupt nicht darauf an, ob das aufhört, dass du zu deiner Mutter gehst oder nicht.
Wenn du in Frieden bist mit dem, wie du bist und was dir geschieht, dann kann es ruhig weitergehen. Dann liebst du sie einfach auf deine Weise.
Und zufällig passt das auch schön zu der Frage, die ich gerade eben beantwortet habe – zu der Frage, die Simone gerade vorgelesen hat, wo es darum ging, wie man sich verliert, wenn man unter Leuten ist.
Ja, so geht es: ganz allmählich wird es anders. Man schließt einfach Frieden mit sich selbst, mit den Gefühlen.
Dann wird alles anders, ganz allmählich.
Und je näher uns die Menschen sind, denen wir begegnen, desto größer ist die Herausforderung.
Wenn du im Supermarkt einkaufen gehst und dort unter anderen Menschen bist, dann ist es vielleicht so, dass dich das überhaupt nicht tangiert. Aber wenn du im Büro bist bei Menschen, die du gut kennst und mit denen du immer zu tun hast, da ist es plötzlich eine große Herausforderung.
Und mit den eigenen Eltern... das ist die Master Class, für alle Menschen.
Ich danke dir für deinen Bericht. Vielen Dank.
Loslassen kann man nicht machen
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Simone, bitte, fahr fort.
[Simone:] Die nächste Frage ist von Noah.
[Dhyan Mikael:] Noah, guten Abend, hallo. Wie schön, dass du bei uns bist.
[Simone:] „Hallo, Mikael. In meinem Schauspielberuf ist einer der grundlegenden Schlüssel das In-den-Moment-Springen, die Kontrolle loslassen und sich ganz persönlich der Situation hingeben. Klingt ziemlich spirituell. Jedenfalls kommt es vor, dass ich stattdessen festhalte und dann nicht entstehen kann, sondern ich ins Herstellen komme. Hast du einen Tipp für mich, wie ich mir vertrauen kann, dass es reicht, was von alleine kommt, und dann losspringen?”
[Dhyan Mikael:] Oh wow, was für eine schöne Frage. Wow.
Ja, natürlich, das ist ganz einfach.
Akzeptiere dich, wie du bist. Ja, du genießt es, wenn du loslassen kannst, aber du kannst dieses Loslassen nicht machen.
Aber wenn du dich auch dann akzeptierst, ohne zu bewerten, wenn es anders ist, dann bist du wieder hier.
Anders sein zu wollen, als du bist, bringt dich weg.
Anders sein zu wollen, als du bist, bringt dich weg. So sein zu dürfen, wie du bist in einem bestimmten Augenblick, bringt dich hierher. Damit kannst du spielen – nicht nur beim Schauspielern: in jeder Situation des Alltags.
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So sein zu dürfen, wie du bist in einem bestimmten Augenblick, bringt dich hierher.
Damit kannst du spielen – nicht nur beim Schauspielern: in jeder Situation des Alltags.
Sobald du merkst, wie du dich selbst bewertest und denkst: „Oh, das ist aber jetzt nicht gut, dass ich so drauf bin oder dass ich gar nicht hier bin” – sobald du damit Frieden schließt, bist du hier.
Sobald du aufhörst, darüber nachzudenken, sobald du aufhörst, dich zu bewerten, sobald du aufhörst, dir vorzustellen, dass es besser wäre, wenn es anders wäre, bist du wieder hier.
Und wir können Kunst nicht „machen”. Die geschieht nur von selbst.
Das gilt für die großen Komponisten, das gilt für die Schauspieler, und das gilt für alles im Leben.
Das gilt fürs Lieben, das gilt für… Auch für mich, auch im Satsang: Ich kann nicht anders sein, als ich bin. Und wenn ich mich total inadäquat fühle und denke: „Ich mache alles verkehrt”, dann damit sein, und so sein, ohne jeden Wunsch, es möge anders sein – und ich bin wieder da, unschuldig und leer. Ist das nicht ein fantastisches Spiel?
Durch diese Schwierigkeiten, die du beschreibst, lernen wir das Hiersein immer mehr. Weißt du, wir glauben, es sollte immer gleich sein – perfekt natürlich.
Aber so ist das Leben nicht. Das Leben ist so [auf und ab], die ganze Zeit, und dadurch lernen wir; dadurch wachsen wir, immer mehr, immer mehr.
Du hast also allen Grund, das, was du da erlebst, einfach willkommen zu heißen.
Du kannst sogar dankbar dafür sein, dass du immer noch lernen darfst, immer noch wachsen darfst; immer noch mehr lernen darfst, bescheiden und demütig zu sein: „Okay, Gott, wenn du willst, dass ich jetzt so bin, okay, es muss wohl passen, sonst würdest du etwas anderes tun.”
Das ist die einzige Art und Weise, wie ich Satsang geben kann, wie ich ein Video machen kann. Alles andere wäre für mich unmöglich.
Dieses „dich selbst so sein lassen, wie du bist”, das ist das ultimative In-den-Moment-Springen.
Es gibt Momente, da geht es leichter, weil das, wie du gerade bist, irgendwie angenehmer ist, und es gibt Momente, da ist es ein wenig herausfordernder, weil du gerade in dem Moment so bist, wie du glaubst, dass du nicht sein solltest – aber dann trotzdem wieder: „Okay, danke, ja, ich bin so”, und schwupps bist du wieder hier.
Verstehst du? Spürst du, was ich meine?
Und dann kannst du vielleicht auch spüren, warum ich sage: Es gibt niemals ein Problem. Solange du bereit bist, so zu sein, wie du in einem bestimmten Moment bist, gibt es nie ein Problem, auch nicht auf der Bühne.
Solange du bereit bist, so zu sein, wie du bist, gibt es nie ein Problem, auch nicht auf der Bühne. Und wenn du dann einen Moment erlebst, wo du das Gefühl hast, du bist gerade völlig verkehrt, du kriegst es überhaupt nicht hin, dieses Im-Moment-Sein, und du dann, im Angesicht dieses inneren Feuers, da Ja sagst, bist du plötzlich mehr Hier als jemals zuvor.
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Und wenn du dann einen Moment erlebst, wo du das Gefühl hast, du bist gerade völlig verkehrt, du kriegst es überhaupt nicht hin, dieses Im-Moment-Sein, und du dann, im Angesicht dieses inneren Feuers, da Ja sagst, dann bist du mehr Hier als jemals zuvor. Das erlebe ich immer wieder.
Deswegen erleben wir diese Herausforderungen: weil sie uns immer noch viel tiefer hierher bringen und noch einmal tiefer.
Ich erlebe das immer wieder, immer wieder. Ich finde es faszinierend.
Danke. Viel Spaß beim Schauspielern. Ich finde es so toll, dass du das machst. Danke, Noah.
Auf eine Tasse Tee mit der Angst
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Bitte, Simone, fahr fort.
[Simone:] Die nächste Frage ist von Birgit.
[Dhyan Mikael:] Birgit, hallo. Ich freue mich sehr, dass du da bist.
[Simone:] „Lieber Mikael, ich meditiere, mache Pranayama, Yoga, und dennoch sind Ängste – mal leiser, mal lauter – in mir vorhanden. Ich habe versucht, sie wegzudrücken, und ich habe versucht, sie anzunehmen. Aber mein Inneres hat Angst vor der Angst und davor, dass mich die Angst überstülpt. Das war auch schon der Fall, dass die Angst mich besitzt. Frieden mit ihr finde ich nicht; dann kommt eher Wut oder Trauer. Hast du eine Idee, wie ich mich mit der Angst versöhnen kann, ohne dabei Angst zu haben?”
[Dhyan Mikael:] Oh, was für eine süße Frage. Ich danke dir für deinen Bericht.
Ja, so ist das mit der Angst. Es ist genau, wie du es beschreibst, und zwar für alle Menschen.
Das einzige Problem, das es hier gibt, ist, dass du die Angst loswerden willst – und das mag sie überhaupt nicht.
Dein Kopf ist überzeugt davon, dass das ein Problem ist, das mit der Angst, und sucht jetzt Wege, wie man diese Angst loswerden könnte. Und du hast probiert, sie anzunehmen, um sie loszuwerden, aber das funktioniert nicht – natürlich nicht. Du kannst die Angst nicht belügen, die merkt das.
/Dein ganzes Wesen sucht nach Strategien, wie man dieses Problem loswerden kann– und deswegen gibt es da keinen Frieden.
Aber du könntest dich heute entscheiden, dass die Angst für immer dableiben darf, egal was sie mit dir tut.
Du könntest dich heute entscheiden, dass die Angst für immer dableiben darf, egal was sie mit dir tut. Höre einfach auf, über sie nachzudenken. Sei zum ersten Mal im Leben einverstanden damit, wie du bist: mit der Angst; mit allen Gefühlen. Du bist Mensch. Du hast Gefühle, und zwar alle. Versuch nicht, dich zu ändern, aber meditiere.
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Höre einfach auf, über sie nachzudenken. Höre auf, dich ändern zu wollen, und sei zum ersten Mal in deinem Leben einverstanden damit, wie du bist: mit der Angst, und mit all den anderen Gefühlen auch.
Du bist Mensch.
Menschen haben Gefühle – und zwar alle.
Versuch nicht, dich zu verändern – aber meditiere.
Das ist ein Rat, der kommt von Swamiji: das ist der indische Meditationsmeister, der die Samarpan-Meditation bringt.
Und das ist genau das Wesentliche und das Geheimnis dieser Meditation: dass du sie machst, ohne etwas ändern zu wollen. Du wendest dich nach innen, aber ohne jede Agenda, ohne Hintergedanken, ohne Ziel.
Und das, was scheinbar verrückt ist, ändert alles.
Solange du möchtest, dass die Angst verschwindet, hat sie echt Angst, und sie hat ja auch allen Grund dazu. Die ist nicht gern allein.
Lade sie jetzt einmal zu einer Tasse Tee ein und sag: „Höre einmal, ich entschuldige mich bei dir. Ich habe in den letzten Jahren immer versucht, dich loszuwerden. Ich habe dich immer angelogen. Auch wenn ich dich willkommen geheißen habe, wollte ich eigentlich, dass du wieder gehst. Tut mir echt leid, aber ich konnte nicht anders. Weißt du, ich habe Angst vor dir, auch wenn du jetzt vielleicht lachst, aber jetzt, jetzt darfst du da sein, für immer. Du musst nie wieder weg.”
Und dann schau, was passiert.
Weißt du, wenn du wirklich mit der Angst Freundschaft schließt, ist sie kein Problem, sie kann ruhig da sein, auch wenn sie dich übermannt: Ja, okay – und? Du lebst noch.
Diese Art, weißt du... Dieses hundertprozentige Ja, das macht es leicht. So ein halblebiges Ja, so ein bisschen Ja oder so ein Dreiviertel-Ja, das nützt alles nicht. Wenn du sagst: „Hey, okay – da du schon einmal da bist: willkommen”...
Und fang immer da an, wo du bist, weißt du... Du musst jetzt nicht heldenhaft in der Lage sein, die Angst willkommen zu heißen. Wenn du Angst vor der Angst hast, dann lade diese Angst ein. Das Gefühl, das dir am nächsten ist, das, was vorne in der Reihe steht: Fang mit dem an.
Keine Sorge, diese ganzen Gefühle sind sehr geduldig, die warten schon so lange auf deine Liebe, die laufen nicht weg.
Ich könnte es auch so sagen: Es spielt überhaupt keine Rolle, wo du mit diesem echten, ehrlichen Ja deinen Gefühlen gegenüber anfängst.
Es spielt überhaupt keine Rolle, bei welchem Gefühl du anfängst.
Übe es einfach bei dem Gefühl, wo es dir irgendwie möglich ist. Und das kriegen dann die anderen Gefühle mit und denken: „Oh wow, wow, ich glaube, wir können jetzt einmal kommen.” Dann traut sich eins nach dem anderen ein bisschen näher an dich heran, und ihr freundet euch langsam an. Das ist meine persönliche Erfahrung mit diesen Gefühlen.
Und dann merkst du ganz allmählich, dass die es eigentlich gar nicht böse meinen – im Gegenteil: die bringen dich zu dir selbst. Das ist das große Geheimnis dieser Gefühle: Wenn du sie da sein lässt, wenn du sie willkommen heißt, ist es, als würden sie dir dich selbst bringen, Stück für Stück, immer mehr, immer näher.
Du merkst ganz allmählich, dass die Gefühle es eigentlich gar nicht böse meinen. Im Gegenteil, die bringen dich zu dir selbst. Das ist das große Geheimnis dieser Gefühle: Wenn du sie da sein lässt, wenn du sie willkommen heißt, ist es, als würden sie dir dich selbst bringen, Stück für Stück, immer mehr, immer näher.
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Aber denke nicht darüber nach.
Ich bin bei dir. Danke für deine Frage.
Ja, du brauchst es nicht alleine zu machen, weißt du. Ich kenne diese Gefühle. Ich bin da mit dir drin.
Danke.
Dir selbst fern bist du allein
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Ich schaue einmal, ob ich noch eine E-Mail-Frage vorlesen kann.
„Ich bin 54 Jahre alt und lebe allein, und ich leide unter Einsamkeit. Ich weiß nicht, wie ich dieses Gefühl überwinden kann. Mal ist es weniger, mal stärker präsent, und doch zieht es sich durch mein Leben. Auch wenn ich einige Freunde und Bekanntschaften pflege, ist die Einsamkeit wie ein Grundlebensgefühl, welches mich schon immer begleitet, selbst als es Partnerschaften gab.
Von Zeit zu Zeit fühlt sich das Alleinsein auch gut an, wenn ich ganz bei mir bin. Dennoch möchte ich mein Leben mit jemandem teilen. Manchmal überfällt mich ein finsterer Gedanke, ich müsste den Rest meines Lebens alleine bleiben. Kannst du etwas dazu sagen? Danke von Herzen.”
Oh wow, ich danke dir für deine E-Mail.
Ja, du beschreibst es wirklich sehr, sehr schön. Du sagst: Diese Einsamkeit war schon immer da in deinem Leben. Das ist ein ganz grundlegendes Lebensgefühl.
Und du schreibst: Manchmal, wenn du dir selbst nahe bist, ist das Alleinsein schön.
Das ist das ganze Geheimnis: du leidest unter Einsamkeit, wenn du dir selbst fern bist. Und selbst wenn du in einer Partnerschaft bist, selbst wenn du von Freunden umgeben bist, nützt es nichts: Wenn du dir selbst fern bist, bist du allein.
Das ist das ganze Geheimnis: du leidest unter Einsamkeit, wenn du dir selbst fern bist. Und selbst wenn du in einer Partnerschaft bist, selbst wenn du von Freunden umgeben bist, nützt es nichts: Wenn du dir selbst fern bist, bist du allein. Wenn du bei dir bist, ist alles okay. Mehr brauchen wir eigentlich gar nicht zu wissen.
Link to quote in video at 1h11m06s
Wenn du bei dir bist, ist alles okay.
Mehr brauchen wir eigentlich gar nicht zu wissen.
Du kennst das Geheimnis. Also lerne, bei dir zu sein, immer mehr.
Ja, und dann kommen die Gedanken und sagen: „Ja, aber ich will doch nicht für immer alleine sein.” Aber so sind die Gedanken. Die bringen dich sofort wieder weg von dir selbst.
Merkst du, wie das passiert? Du ruhst in dir selbst, du bist bei dir, es gibt weit und breit kein Problem – und dann fangen die Gedanken wieder an, und schwupps, bist du weg von dir selbst; schwupps, leidest du wieder; und schwupps, sieht es aus, als würden die Gedanken recht haben.
Und sobald du wieder bei dir bist, ist wieder alles in Ordnung, und du siehst, dass das, was die Gedanken sagen, gar nicht stimmen kann.
Also lerne, dieses Alleinsein zu genießen. Lerne, bei dir zu sein: Dein ganzes Leben wird sich ändern. Und das kann man üben, einfach indem du die Samarpan-Meditation machst.
Da lernst du die Köstlichkeit des Bei-dir-Seins kennen, jeden Morgen.
Und ich will dir etwas ganz Paradoxes sagen, aber das weißt du schon: Wenn du nicht alleine sein willst, wenn du jemanden suchst, bist du sehr unattraktiv, und keiner will etwas mit dir zu tun haben.
Wenn du nicht alleine sein willst, wenn du jemanden suchst, bist du sehr unattraktiv, und keiner will etwas mit dir zu tun haben. Aber wenn du es gut mit dir selbst hast, wenn du gerne bei dir bist, wenn du zufrieden bist, wenn du nichts brauchst, dann kommen sie alle.
Link to quote in video at 1h12m57s
Aber wenn du es gut mit dir selbst hast, wenn du gerne bei dir bist, wenn du zufrieden bist, wenn du nichts brauchst, dann kommen sie alle.
Also ist es einfach.
Was du da beschreibst und was du da erlebst, ist die Grundwahrheit des Lebens: Du kannst nur dir selbst nahe sein – alles andere ist in letzter Konsequenz wertlos und Illusion.
Wenn du aber dir selbst nahe bist, dann kannst du alles andere genießen.
Also lerne, dir selbst nahe zu sein.
Dein Leben wird sich vollkommen transformieren.
Ich weiß, wovon ich spreche.
Das glaubst du vielleicht nicht, wenn du mich jetzt hier so siehst und spürst, aber als ich vor 26 Jahren zu meinem spirituellen Meister kam, da war ich ganz anders.
Und in einem der ersten Gespräche, die wir hatten, oder die er mit mir hatte, da sagte er zu mir: „Mikael, dein Thema ist Alleinsein. Du kannst nicht allein sein.”
Und damit hatte er so recht. Ich wusste das gar nicht, als er das sagte, aber dann habe ich näher hingeschaut – und dann habe ich erkannt: Ja, er hat recht. Ich wusste nichts vom Alleinsein. Das hat mich geschreckt.
Ich habe alles in meinem Leben dafür getan, nicht allein zu sein. Und jetzt, nach so kurzer Zeit, nach nur 26 Jahren, ist alles anders. Ich bin so gern allein, ich kenne nichts Köstlicheres, und: ich genieße alle anderen Menschen mehr denn je – und die mich, weil ich von ihnen nichts mehr brauche. Dann kann man sich einfach lieben.
Es ist ein vollkommen anderes Leben, und jeder kann das lernen – diesen Schatz, sich selbst nahe zu sein, Gott nahe zu sein. Das passiert alles innen.
Daher möchte ich dich gerne ermutigen, diese Herausforderung anzunehmen: Lerne, dir selbst nahe zu sein. Meditiere jeden Tag.
Ich bin neugierig, was du erlebst.
Danke. Danke für deine E-Mail. Danke.
Das Richtige geschieht zur richtigen Zeit
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Simone, hast du noch eine Frage zum Vorlesen?
[Simone:] Ja, habe ich.
[Dhyan Mikael:] Ah, toll. Bitte, fahr fort.
[Simone:] Die nächste Frage oder der nächste Bericht ist von jemandem, der sich Keramik nennt.
[Dhyan Mikael:] Keramik, guten Abend. Schön, dass du da bist.
[Simone:] „Hallo. Vor einem Monat kam ins Fühlen, was sich vor 20 Jahren in einer Aufstellung an der Stelle statt der MS gezeigt hat und was damals rasant zum Ende der doppelten Sicht geführt hatte. Weiter, nach einer Menge von heftigem Schmerz und Tränen, weiß ich: Ich bin ein alleingeborener Drilling. Das erklärt mir ganz viel aus meinem Leben. Ich denke, dieser Abschied damals führte zur MS, welche, wenn möglich, nun die MS zufrieden kann. Ich danke dem Swamiji für alle Hilfe und bete, dass ich bald wieder besser gehen kann. Herzliche Grüße.”
[Dhyan Mikael:] Wow.
Wow.
Ja, ist es nicht erstaunlich, dass genau zur richtigen Zeit die richtigen Dinge geschehen? Genau dann, wenn wir bereit sind, erfahren wir Dinge über uns, und dann sind sie eine Hilfe für uns.
Ja, du kannst dich darauf verlassen, dass das Leben es gut mit dir meint, egal was passiert.
Das ist die Wahrheit.
Ich danke Swamiji auch jeden Tag für all die Geschenke – für die, die ich sehen kann, und für all die Geschenke, die ich nicht sehen kann.
Dieses Leben ist magisch.
Danke. Ich freue mich, dass du da bist. Willkommen.
Gib dein Bestes, aber ohne Ernst
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Simone, magst du fortfahren?
[Simone:] Ja, sehr gerne. Die nächste Frage ist von Natascha.
[Dhyan Mikael:] Natascha, guten Abend, grüß dich.
[Simone:] „Lieber Mikael, wenn der Körper viele Unverträglichkeiten hat und man deshalb sehr eingeschränkt essen kann und das Essen nicht vegan ist und ein schlechtes Gewissen da ist, was kann ich dann tun? Danke.”
[Dhyan Mikael:] Oh, tolle Frage.
Das Allerwichtigste bei deiner Konstitution ist, dass du nicht darüber nachdenkst. Natürlich tust du das, was du tun kannst. Du kennst deinen Körper, du weißt, was dem guttut, du weißt, was dem nicht guttut.
Aber dann... der Hauptstress für das Verdauungssystem kommt von hier oben.
Der Darm und der Magen reagieren unglaublich empfindsam auf Gedanken. Das ist dir vielleicht gar nicht bewusst.
Deswegen wird dir Meditation wirklich Erleichterung verschaffen.
Besonders schlimm ist es, wenn du dir Vorwürfe machst – das, was du schlechtes Gewissen nennst.
Ich verstehe dich recht gut. Ich habe einen sehr empfindsamen Bauch, und ich weiß viel über Ernährung. Ich weiß viel über den Bauch. Ich weiß viel darüber, was richtig wäre, was besser wäre.
Und ich versuche mich so zu ernähren, dass es gut für mich ist.
Ich versuche mich so zu verhalten, dass es mein Körper leicht hat.
Aber es ist wirklich wichtig, dass wir das tun, ohne den Gedanken Aufmerksamkeit zu geben; dass das Ganze natürlich und leicht geschieht; und dass ich nicht bewerte, was ich letztlich da tue. Manchmal bin ich in einer Situation, wo ich eine bestimmte Art von Essen habe, und ich habe keine Wahl. Und dann das zu essen, mit Dankbarkeit, mit Freude, und das so genießen, so sehr genießen, wie ich nur kann: das ist dann das Beste für diesen Körper. Wenn ich aber denke: „Oh, das ist jetzt aber nicht gut”, es aber trotzdem esse, dann vergifte ich mich – aber durch die Gedanken, nicht durch das Essen.
Ich habe ein sehr interessantes Phänomen beobachtet, und zwar immer wieder. Wenn ich bei Swamiji bin... Dieser indische Meditationsmeister, der hat eine unglaubliche Energie, und wenn ich in seiner Nähe bin, denke ich noch weniger als sonst.
Ich mache mir einfach keine Gedanken. Ich mache ganz von selbst all das, was ich will, ohne mir Gedanken zu machen. Und oft bin ich dann in Situationen in seiner Nähe, weil da viele Menschen sind bei diesen Veranstaltungen, wo es eine bestimmte Art von Essen gibt, und die gibt es dann einfach, und sonst gibt es nichts. Und oft sind es Sachen, die mir überhaupt nicht zuträglich sind.
Aber während der Zeit vertrage ich das Essen erstaunlich gut, weil ich mir überhaupt keine Gedanken mache, weil ich offen bin und weil ich genieße.
Und das ist so hilfreich.
Wir nehmen das ganze Thema zu ernst, weißt du. Die Nahrung hat Auswirkungen auf den Körper – ganz klar. Es gibt Körper, die sind da sehr empfindsam – auch das ist wahr. Ich weiß das aus eigener Erfahrung.
Und es ist gut und richtig, sich um das Wohlergehen des Körpers zu kümmern, so gut wir können – aber spielerisch, ohne Ernst; ohne dem Ganzen Bedeutung beizumessen. Wir tun es einfach, weil es mehr Spaß macht, sich wohlzufühlen. Wir tun es einfach, weil es mehr Spaß macht, sich um diesen Körper, den wir lieben, zu kümmern, aber nicht, weil wir uns Sorgen machen oder Vorwürfe.
Verstehst du den Unterschied?
Das macht alles leicht. Und dann akzeptiere ich das, wie es ist. Dieser Bauch wird nie unempfindsam sein. Ich werde nie alles essen können, was andere Leute essen. Es ist halt so.
Aber ich weigere mich, mir das Leben schwerer zu machen, als es ist, indem ich es ernst nehme, indem ich mir Gedanken mache.
Und dein Darm, dein Bauch, wird es dir danken. Der ist da sehr, sehr empfindsam, was das hier oben anbelangt.
Ja, und immer wenn du etwas isst, iss es mit Freude, auch wenn es schlechtes Essen ist. Iss es mit Dankbarkeit, oder iss es nicht. Wenn du Hunger hast, wirst du essen. Dann iss es mit Dankbarkeit, sonst kann dein Körper damit nicht umgehen; sonst macht es dich krank. So mache ich das. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht.
Und nimm die ganze Sache nicht so ernst. Tu, was du kannst – aber nimm es nicht ernst. Das ist das Allerbeste.
Ich danke dir. Danke für deine Frage.
Die wahre Unterstützung kommt von innen
Link to topic in video at 1h24m46s
Simone, bitte fahr fort.
[Simone:] Die nächste Frage ist von jemandem, von einer Frau, die sich Hmok abkürzt.
[Dhyan Mikael:] Hmok... Guten Abend, Hmok. Schön, dass du da bist.
[Simone:] „Lieber Mikael, ich hatte dich vor einiger Zeit kontaktiert aufgrund einer schweren hormonellen Krise nach Einlage der Hormonspirale. Ich war anschließend sechs Wochen in einer Klinik und habe dort schlimme Dinge erlebt, Grenzüberschreitungen und mehr. Ich bin heute ausgetreten, und es geht mir schlechter als zuvor. Hast du ein paar Worte für mich?”
[Dhyan Mikael:] Es ist schwer für mich, da etwas zu sagen, ohne mehr zu wissen.
Du kannst mir gerne schreiben, wenn du mir mehr erzählen möchtest.
Manchmal ist die Antwort ganz klar für mich, aber jetzt gerade überhaupt nicht.
Was du auf jeden Fall tun kannst, ist, dass du meditierst.
Und ich möchte dir auch sagen, warum ich dir das sage.
Wenn du beginnst, dir selbst näher zu kommen, in dieser halben Stunde, die du am Tag meditierst, dann passieren zwei Sachen. Du lernst, in die Richtung zu blicken, von der die wahre Unterstützung im Leben kommt.
Du lernst, in die Richtung zu blicken, von der die wahre Unterstützung im Leben kommt. Im Moment suchst du das, was du zu brauchen glaubst, da draußen im Leben. Wenn du meditierst, wendest du dich zum ersten Mal in deinem ganzen Leben in die Richtung, woher die Unterstützung in Wirklichkeit kommt. Das ist eine unendliche Erleichterung.
Link to quote in video at 1h27m10s
Im Moment suchst du das, was du zu brauchen glaubst, da draußen im Leben, bei anderen Menschen, bei Ärzten, bei Partnern, sonst wo, in Beziehung, vielleicht im Sex.
Und wenn du meditierst, wendest du dich zum ersten Mal in deinem ganzen Leben in die Richtung, woher die Unterstützung in Wirklichkeit kommt. Das ist eine unendliche Erleichterung.
Und das Zweite, was passiert, ist: Wenn du meditierst und dich nach innen wendest, spürst du viel klarer, was gut für dich ist.
Du begreifst es nicht da oben. Es ist nicht so, dass du plötzlich besser verstehst, was mit dir los ist oder was dir helfen könnte.
Aber es ist, als würdest du, ohne dass du begreifst, wie es möglich ist, geführt werden. Das ist ganz abgefahren.
Und dann kommst du, scheinbar wie durch Zufälle oder Wunder, in die Hände von den Situationen oder Menschen, die dir weiterhelfen.
Normalerweise versuchen wir, unsere Probleme, unsere Situationen zu lösen, indem wir darüber nachdenken, wir analysieren sie und…
Aber wir wissen nichts vom Innen, und dann stolpern wir durchs Leben, von einem Problem ins andere.
Wenn du beginnst, dich nach innen zu wenden, wird das alles anders.
Es ist wirklich... Nach einer Weile hat man das Gefühl, als würde das Leben plötzlich ganz anders funktionieren, als man es bisher gekannt hat.
Das ist das, was ich dir sagen kann, ganz unabhängig von dem, was du konkret erlebt hast und was du konkret in deinem Leben gerade spürst, in deiner ganz persönlichen Situation.
Wenn du dazu noch mehr von mir wissen willst, schreib mir: erzähl mir einmal ein bisschen mehr darüber, wie du dich im Leben gerade fühlst, was du suchst und wie es dazu kam und was du erlebt hast. Und ich antworte dir gerne.
Aber die Antwort, die ich dir gerade gegeben habe, die werde ich auch dann geben.
Es ist oft so, dass sich Menschen wundern... Ich gehörte übrigens auch zu denen. Ich dachte früher: „Warum sagen diese Gurus auf alle Fragen immer das Gleiche?”
Ich dachte früher: „Die machen es sich aber einfach: Egal, was für Probleme die Menschen zu ihnen bringen, die Antwort ist immer die gleiche: ‚Ja, ja, meditiere.‘”
Ich dachte früher: „Der macht es sich wirklich leicht.”
Heute weiß ich aus eigener Erfahrung, warum das so ist.
Denn wenn du beginnst zu meditieren und dich nach innen zu wenden, ändert sich in deinem Leben etwas ganz, ganz Grundlegendes, etwas, von dem alles andere abhängt. Und wer das einmal erlebt hat, der versteht die Antwort, der versteht, warum die Antwort immer die gleiche ist. Mit dieser Umkehr fängt alles an.
Deswegen rannte Johannes der Täufer durch die Gegend und schrie den Menschen entgegen: „Kehrt um! Kehrt um!” Er sprach davon, von dieser inneren Umkehr: sich nicht auf die Welt verlassen, sondern sich nach innen wenden, ein Innen, von dem du natürlich im Moment überhaupt nichts weißt. Du weißt überhaupt nicht, was es sein soll und was da zu holen ist. Deswegen macht es kein Mensch.
Das ist eine allmähliche Entdeckungsreise, und dazu möchte ich dir gerne Mut machen. Und Jesus sagte auf seine Weise genau das Gleiche.
Er sagte: „Sorg dich nicht um die Welt, um das, was du erlebst. Setze Gott an erste Stelle.” Da sprach er vom Inneren. Er sagte an anderer Stelle: Gott ist innen. Wenn du den an erste Stelle setzt, heißt das: du wendest dich mit deiner Aufmerksamkeit weg von der Welt, nach innen.
Und das ist eine Revolution; das ist eine ganz andere Art zu leben. Und er sagte: „Alles andere folgt dem nach.”
Und das heißt: Wenn du nach innen gewandt lebst, wenn deine Aufmerksamkeit dorthin geht, kümmerst du dich um das Fundament deines Lebens. Dann bist du plötzlich verbunden mit dem Quell des Lebens: der ist in dir, nicht da draußen. Und dann wird alles anders. Dann gehst du auf eine vollkommen andere Art und Weise mit dem Leben und den Herausforderungen des Lebens um.
Wenn du nach innen gewandt lebst, wenn deine Aufmerksamkeit dorthin geht, kümmerst du dich um das Fundament deines Lebens. Dann bist du verbunden mit dem Quell des Lebens: der ist in dir, nicht da draußen. Dann wird alles anders. Dann gehst du vollkommen anderes mit dem Leben und seinen Herausforderungen um.
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Deswegen ist diese Antwort immer die gleiche, ganz gleich, welche Probleme die Menschen im Leben erleben.
Also, nimm das, was du erlebt hast dort in dieser Klinik, und nimm das, was du persönlich erlebt hast durch die Situation mit deinem Körper, als Hilfe an. Das klingt für dich jetzt vielleicht ein wenig seltsam. Nimm es an als die Motivation, die dir das Leben schickt, um dich endlich nach innen zu wenden.
Das Leben sagt dir: „Du schaust an der falschen Stelle nach der Lösung.
Die Lösung liegt woanders.”
Und wenn du das tust, dann wirst du es leicht haben, für die konkreten Herausforderungen, zum Beispiel die, die dein Körper hat, dafür Wege zu finden.
Das ist meine persönliche Erfahrung mit diesen ganz praktischen Aspekten des Lebens in diesem menschlichen Körper.
Ja, und wie gesagt: ich lade dich ein, mir zu schreiben und mir noch ein bisschen mehr von dir zu erzählen. Ich bin gern bei dir.
Danke.
Unterstütze mich, wenn es dir Freude macht
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Ich fürchte, wir müssen jetzt langsam zum Ende kommen.
Ich würde gerne noch zwei, drei Sätze zu der Samarpan-Meditation sagen. Und zwar möchte ich gern darauf hinweisen, dass diese Meditation mit mir nichts zu tun hat. Ich erzähle so gerne von ihr, weil sie mein eigenes Leben völlig verändert hat, und weil sie so einfach ist – jeder Mensch kann sie tun –, und ich möchte einfach, dass mehr Menschen davon wissen.
Aber von mir kommt sie nicht. Swamiji, dieser indische Meditationsmeister, der bringt sie aus dem Himalaya. Und die kostet nichts, jeder kann sie lernen, du brauchst dein Leben nicht verändern, um sie zu tun. Du brauchst dich nicht verändern. Du musst jetzt nicht plötzlich deine Religion ändern oder aufhören, Fleisch zu essen, oder aufhören, zu rauchen oder zu trinken. Das ist alles nicht notwendig.
Du fügst sie einfach deinem Leben hinzu. Swamiji sagt immer: „Ändere dich nicht – aber meditiere.” Und dann, mit der Zeit, wird alles anders. Aber von mir kommt es nicht. Es ist mir wichtig, dass du das weißt, damit du dich, wenn du etwas über die Meditation wissen möchtest, an die Menschen wenden kannst, die dafür offiziell von Swamiji autorisiert sind.
Wenn du dich dafür interessierst, kannst du auf meiner Website vorbeischauen. Dort habe ich die Himalaya-Samarpan-Meditation-Seite, und auf dieser Seite habe ich dir alle möglichen Links zusammengestellt, wo du weitergehende Informationen zu dieser einfachen, aber doch lebensverändernden Meditation finden kannst.
Alles, was ich hier tue, ist kostenlos, und es ist auch gut so und wichtig für mich, dass es so ist. Denn nicht nur die Meditation hat mit mir nichts zu tun; auch alles, wovon ich hier erzähle, alles, was ich hier weitergebe, hat nichts mit mir zu tun. Es wurde auch mir geschenkt von meinem Meister, von meinem Guru, vom Leben, und ich möchte es einfach weiter verschenken. Deswegen sind alle Satsangs auf Spendenbasis, alle Videos, auch die Retreats.
Aber wenn du Lust hast, mich dabei zu unterstützen, dann freue ich mich. Wenn du dazu Lust hast, kannst du auch auf meiner Webseite vorbeischauen, auf der Spende-Seite, da erzähle ich dir, wie du mich unterstützen kannst. Besonders hilfreich ist es für mich, wenn Menschen bei Steady eine Mitgliedschaft abschließen. Das ist eine ganz praktische Angelegenheit. Dann bekomme ich jeden Monat einen bestimmten Betrag, und ich kann recht gut planen, was ich so alles machen kann.
Aber es gibt auch andere Möglichkeiten. Mach, was du möchtest.
Mir ist es wichtig, dass du dich hier zu nichts verpflichtet fühlst. Das ist alles für dich.
Ich freue mich, dass du da bist.
Wie gesagt, ich komme gerade aus dem Retreat. Vor ein paar Tagen bin ich wiedergekommen mit dem Zug. Ich hatte eine ganz erstaunliche Rückreise, denn jeder Zug war auf die Minute pünktlich, obwohl ich dreimal umsteigen musste. So etwas habe ich schon seit Jahren nicht mehr in Deutschland erlebt. Es war eine tolle Rückreise. Und bald ist der nächste Retreat im Februar.
Da geht es an meinem Geburtstag los, eine Woche lang: der Winterretreat, auch in Oberösterreich. Und wenn du Lust hast, mit mir eine Woche lang im Satsang zu sein und aus eigener Erfahrung einen Geschmack davon zu bekommen, worüber wir hier sprechen, dann komm einfach. Aber diesen Geschmack, den kannst du auch bekommen, wenn du einfach jeden Tag meditierst.
Nichts weiter ist notwendig.
Danke, dass du da bist.
Danke für Satsang.
Ich liebe dich.