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Online-Satsang vom 31. Mai 2026

Deutsch mit deutschen Untertiteln.

Themen: Das Leben ist eine recht einfache Angelegenheit. Hingabe braucht keine Zeit. Der einzige Unterschied zwischen Jesus und dir. Schließ Frieden mit deinem Schmerz. Du darfst ab heute alles falsch machen. Die Scham – deine treueste Freundin. Du weißt nicht, was Freiheit ist. Dein freier Wille: Ja zum Leben oder nein. Komm erst in Frieden, bevor du kämpfst. Höre auf diesen kleinen Buddha. Alles Alte wartet, bis wir bereit sind. Du glaubst, du könntest anders sein. Die Seele weiß genau, was sie will. Du bist nicht dieser Körper. Warum ich nicht spirituell bin.

Über dieses Video:

Dieser Satsang fand an einem Vollmondabend statt, intensiv und wirklich voll, und ein Thema zog sich wie ein stiller Faden durch jede Antwort: Du darfst alles falsch machen. So schlicht klingt das, fast trotzig – und doch liegt darin das Tor zu allem anderen.

Denn wir alle tragen denselben Glauben mit uns herum, das Erbe der Menschheit: dass mit uns etwas nicht stimmt, dass wir verkehrt sind und gegen uns selbst kämpfen müssten. Und genau das ist der einzige Irrtum, die einzige „Sünde”, von der schon Jesus immer wieder sprach. Dieser ganze Abend war im Grunde eine einzige Einladung, Frieden zu schließen mit dem eigenen Verkehrtsein – aufzuhören, anders sein zu wollen, als man ist, und einfach zu sein, wie man ist, und zu meditieren.

Ich sage oft, dass diese Hingabe Jahre bräuchte, aber das stimmt nicht: Hingabe braucht keine Zeit. Das Ja zum Leben ist eine Sache eines einzigen Augenblicks. Aber den Mut dazu zu finden, das Vertrauen, das braucht Zeit – denn der Kopf kann nicht vertrauen, nur die Seele. Und je näher wir ihr kommen, desto mehr vertrauen wir, ohne zu wissen oder zu verstehen, warum.

Die Fragen an diesem Abend drehten sich um die immer gleichen Herausforderungen der Menschen – um Schmerz und Sucht, um Scham und Trauma, um Angst und die Sorge, etwas falsch zu entscheiden. Und immer liegt darunter dieselbe Wurzel: der Kampf gegen das, was ist, und der Glaube, ich müsste anders sein. Die Scham etwa, die jemand sein Leben lang loswerden will, nannte ich seine treueste Freundin: Lade sie ein, lass sie für immer da sein – nicht, damit sie geht, sondern weil sie dich nach Hause bringt – zu dir.

Besonders berührt hat mich die E-Mail einer Frau, die vor einer schweren Operation steht und voller Angst nicht weiß, wie sie sich entscheiden soll. Ich legte ihr eine einzige Entscheidung ans Herz: dass sie ab heute alles falsch machen darf. Denn erst wer sich nicht mehr darum sorgt, ob er richtig oder falsch handelt, kann bei sich sein und auf seine Seele hören, die längst weiß, was sie will.

So bleibt am Ende eine einzige Wahrheit: Du bist nicht verkehrt – du glaubst es nur. Sei, wie du bist. Mehr ist nicht nötig. Willkommen im Klub der Verkehrten...

Danke für diesen wundervollen Abend!

Vollständiger Text der Aufzeichnung zum Mitlesen:

Das Leben ist eine recht einfache Angelegenheit

[Dhyan Mikael:] Guten Abend.

Herzlich willkommen zum Satsang an diesem schönen Vollmondtag, diesem schön intensiven Vollmondtag.

Falls du heute zum ersten Mal hier bei mir im Satsang bist, möchte ich dir kurz sagen, was wir hier überhaupt machen : Wir sind jetzt hier eineinhalb Stunden zusammen, und in dieser Zeit kannst du, wenn du möchtest, mir eine Frage stellen – zu deinem Leben, zu deinem spirituellen Weg, aber auch zu deinem weltlichen Leben, zu dem, was dich wach hält oder dir Schwierigkeiten bereitet, zu dem, wo du unklar bist. Und dann versuche ich, etwas dazu zu sagen.

Und ich tue das nicht deswegen, weil ich schlauer bin als du oder gar weiser.

Ich hatte einfach Glück in diesem Leben und war über 25 Jahre mit meinem spirituellen Meister mit Satsang unterwegs und bin einem indischen Guru über den Weg gelaufen, der die Samarpan-Meditation gebracht hat.

Und obwohl ich genauso bin wie du, habe ich in dieser Zeit doch das eine oder andere gelernt über mich und darüber, wie das Leben wirklich funktioniert – und dass das Leben in Wirklichkeit eine recht einfache Angelegenheit ist.

Und hier leihe ich dir sozusagen meine Augen.

Ich gebe dir Gelegenheit zu hören, wie das, was du erlebst, für mich aussieht.

Und das scheint für den einen oder anderen hilfreich zu sein.

Im Grunde wissen wir selbst, wie das Leben funktioniert, aber wir können es nicht glauben.

Im Grunde wissen wir selbst, wie das Leben funktioniert, aber wir können es nicht glauben. Wir wissen es tief drinnen, aber alles in uns sagt: „Das kann nicht sein.” Und dann reicht es, wenn ein einziger Mensch dir sagt: „Ja, so ist es.” Und dann merkst du: „Das habe ich eigentlich selbst geahnt. Eigentlich weiß ich das selbst.”

Wir wissen es tief drinnen, aber alles in unserem Kopf sagt: „Das kann nicht sein. Wenn das stimmen würde, dann würde es doch jeder wissen.”

Und dann reicht es, wenn ein Mensch dir sagt: „Ja, so ist es.” Und dann merkst du: „Wow, das hatte ich eigentlich selbst geahnt. Eigentlich weiß ich das selbst.”

Im Grunde mache ich hier nichts weiter, als dich dazu zu ermutigen, das zu entdecken, was du ohnehin selbst weißt, und um dich dazu zu ermutigen, dem Leben zu vertrauen, auch wenn du nicht verstehst, warum das Leben dir jetzt wieder das serviert, was du gerade erlebst.

Hingabe braucht keine Zeit

Eigentlich ist es ganz einfach, das zu entdecken. Ich sage oft in meinen Videos, dass es einfach nur Zeit braucht; dass du einfach ein paar Jahre meditieren musst, ein paar Jahre lang üben musst, mit dir selbst in Frieden zu kommen, und dann geht alles von selbst.

Und gelegentlich schreiben mir dann Menschen, gerade ältere Menschen, und sagen: „Aber Moment mal, Mikael, ich habe nicht so viel Zeit wie du.”

Und deswegen möchte ich dir sagen, wie das wirklich funktioniert: Es braucht nämlich überhaupt gar keine Zeit, dieses bei sich Ankommen, dieses in den Himmel Kommen. Das geht ganz leicht.

Bei sich Ankommen, in den Himmel Kommen, braucht keine Zeit. Im Grunde geht es darum, Ja zum Leben zu sagen. Was so lange dauert, ist, bis wir den Mut dazu finden. Hingabe ist leicht und braucht keine Zeit. Aber alles in uns sagt: „Nein, unmöglich, auf keinen Fall.” Und diese Bereitschaft zu entwickeln, es dann doch zu probieren, die braucht Zeit.

Im Grunde geht es einzig und allein darum, Ja zum Leben zu sagen, zu akzeptieren, wie alles ist, um dann zu entdecken, wie es wirklich ist.

Und wenn du diese Art von radikaler Hingabe kannst, dann ist das eine Sache von einem Augenblick.

Das, was so lange dauert, ist, bis wir den Mut finden, das wirklich zu tun. Hingabe ist leicht und das Einzige, was notwendig ist.

Und sie braucht auch keine Zeit.

Aber alles in uns sagt: „Nein, das kann nicht sein, unmöglich, das mache ich auf keinen Fall.”

Und diesen Mut zu fassen, diese Bereitschaft zu entwickeln, es dann doch zu probieren, die braucht Zeit.

Im Grunde brauchst du nur eins: Vertrauen ins Leben.

Im Grunde brauchst du nur eins: Vertrauen ins Leben. Aber die Gedanken wissen nichts über Vertrauen. Doch wenn du meditierst, wenn du lernst, die Gedanken zu ignorieren, dann lernst du deine Seele kennen, und die ist Vertrauen pur. Die Seele ist das Leben selbst, ist Gott selbst. Je näher du ihr kommst, desto mehr vertraust du.

Aber der Kopf kann nicht vertrauen.

Der Verstand, die Gedanken, wissen nichts über Vertrauen.

Aber wenn du dir selbst näher kommst, wenn du beginnst zu meditieren, wenn du lernst, die Gedanken zu ignorieren, dann lernst du ganz allmählich deinen wahren Kern kennen, deine Seele. Und die Seele ist Vertrauen pur. Die Seele ist das Leben selbst, die Seele ist Gott selbst.

Und je näher du ihr kommst, desto mehr vertraust du.

Du kannst es dir gar nicht erklären, aber du vertraust immer mehr.

Das ist also das Vertrauen der Seele, das dich letztlich dazu befähigt, dem Leben so gegenüberzutreten, wie ich das hier gerade sage: voller Vertrauen, voller Hingabe, wie ein kleines Kind, das in den Schoß der Mutter rennt, wenn es Angst hat.

Aber wenn du diese Art von Vertrauen hast, dann ist alles ganz leicht.

Simone, guten Abend. Danke, dass du wieder dabei bist.

Und wenn du…

[Simone:] „Guten Abend Geliebter Mikael.”

[Dhyan Mikael:] Magst du?

[Simone:] „Ja, ich möchte gerne beginnen. Es gibt nur noch eine technische Frage zu Beginn. Und zwar sind auf YouTube die Untertitel aktiviert, und die Frage ist, ob man die vielleicht ausschalten kann.” Die Untertitel? „Also ich sehe es auch, wenn ich auf YouTube …”

[Dhyan Mikael:] Du siehst es auf YouTube?

[Simone:] Ja.

[Dhyan Mikael:] Ich weiß nicht, ob man die ausschalten kann.

[Simone:] „Ist das von dir vielleicht eine Einstellung, die du aus Versehen gemacht hast? Ich frage mich, ob du da etwas machen kannst.”

[Dhyan Mikael:] Ich kann mal forschen, ob ich das hinkriege.

Mal schauen.

Also mir ist nicht bewusst, dass ich da irgendetwas angestellt hätte, aber bei mir ist alles möglich.

Ich muss mal kurz hier gucken.

Also mir ist nicht bewusst … Jetzt sehe ich mich hier gerade selbst.

Untertitel.

Ich kann hier keine Untertitel einschalten. Ich weiß auch nicht. Tut mir leid, das kann ich jetzt nicht rauskriegen. Ich habe alles gemacht wie immer.

Der einzige Unterschied zwischen Jesus und dir

[Simone:] „Danke fürs Nachsehen. Dann starte ich mit Vorlesen.”

[Dhyan Mikael:] Ja, bitte.

[Simone:] „Die erste Frage ist von Johanna.”

[Dhyan Mikael:] Johanna, guten Abend. Ich freue mich, dass du da bist. Herzlich willkommen.

[Simone:] „Lieber Mikael, ich bin ganz berührt von deinen Deutungen zu Jesus. Zum Beispiel hatte ich mir in den letzten Tagen deine Deutung von Ostern und deine Deutung des Gleichnisses von den Arbeitern im Weinberg angehört. Ich würde gerne wissen, wie du zu diesen Erkenntnissen kommst. Alles Liebe, Johanna.”

[Dhyan Mikael:] Das geht ganz leicht. Schau, in dem Morgenmoment, den ich vorhin für morgen früh vorbereitet habe, da spreche ich noch einmal über Jesus. Er hat gesagt: „Ich bin wie du.

Ich bin Mensch. Und weil ich Mensch bin, bin ich wie Gott” – wie du.

Der einzige Unterschied zwischen dir und Jesus ist der, dass er sich selbst nahe war. Er lebte nach innen gewandt, seiner Seele zugewandt, voller Vertrauen.

Der einzige Unterschied zwischen dir und Jesus ist, dass er sich selbst nahe war. Er lebte nach innen gewandt. Die Menschen verstanden ihn nicht, weil sie in eine andere Richtung blickten, in die Welt hinaus. Deswegen verstehen die Schüler den Meister nie: der schaut vom Berggipfel in die Ebene, aber sie sind unten im Tal verstrickt und sehen etwas ganz anderes.

Aber die Menschen haben ihn nicht verstanden, weil die Menschen in eine andere Richtung geschaut haben, nicht nach innen gewandt, sondern in die Welt hinaus.

Deswegen heißt es, dass die Schüler den Guru, den Meister, den Christus nie verstehen, weil der von woanders schaut. Der schaut vom Berggipfel in die Ebene, aber die Schüler, die sind da unten im Tal verstrickt und sehen etwas ganz anderes und können überhaupt nicht verstehen, wovon der Guru oder wovon Jesus spricht.

Aber dann, wenn du es ihm gleichtust, wenn du beginnst, nach innen zu schauen, und wenn du beginnst, dir selbst nahe zu kommen, deiner Seele, wenn du meditierst – Jesus hat die ganze Zeit meditiert, das ist das, was er beten nannte: Hingabe –, dann kommst du deiner Seele nahe, und dann lebst du da, wo auch Jesus lebt.

Und dann verstehst du ihn.

Dann schaust du in die gleiche Richtung wie er, dann schaust du vom selben Ort aus auf das Leben, so wie er.

Und dann verstehst du das. Dann ist es für dich deine eigene Erfahrung.

Vor neuneinhalb Jahren kam Swamiji in mein Leben und damit die Samarpan-Meditation, und ich begann, jeden Morgen zu meditieren. Und dann, nach relativ kurzer Zeit, nach einigen Jahren, habe ich bemerkt, dass ich alles, was ich von Jesus weiß, irgendwie verstehe. Aber es schien mir gar nichts Besonderes.

Es war plötzlich einfach so.

Und wenn du dir selbst nahe kommst, wenn du deine Seele entdeckst, ganz allmählich, dann wird es auch deine Erfahrung.

Jesus sprach vom Menschsein, vom wahren Menschsein.

Er war kein einmaliges Phänomen.

Er hat uns vorgelebt, wie Menschsein sein kann.

Er wollte dir den Mund wässrig machen. Er wollte sagen: „Komm, geh auch diesen Weg.”

Ja, das habe ich gemacht. Und dann ist es selbstverständlich: dann verstehst du ihn. Das kann jeder. Deswegen bin ich hier, um dir zu sagen: „Das geht. Ich bin ganz normal, wie du auch.

Alles, was er gesagt hat, stimmt.

Also glaube mir nicht.

Probiere es aus. Deswegen erzähle ich dir diese Dinge: um dich dazu zu provozieren, es auch selbst herauszufinden und selbst zu erleben. Alles andere hat keinen Wert.

Danke, Johanna. Ich freue mich, dass du da bist. Danke für deine Frage.

Schließ Frieden mit deinem Schmerz

[Simone:] Die nächste Frage ist von Malu

[Dhyan Mikael:] Malu, guten Abend. Grüß dich. Malu, glaube ich. Ich weiß nicht … ich erinnere mich an den Namen.

Ich bin mir auch nicht sicher, aber ich meine: Malu. Malu, guten Abend.

[Simone:] „Ich bin extrem herausgefordert mit meinem 44-jährigen drogenabhängigen Sohn, der nach der JVA jetzt obdachlos ist. Es zerreißt mir das Herz, dass mein Mann und ich ihn nicht bei uns aufnehmen können.”

[Dhyan Mikael:] Ich sage dir jetzt etwas, was du wahrscheinlich sehr seltsam findest, aber ich sage es dir trotzdem: Es ist gut so.

Es ist gut, dass ihr ihn nicht aufnehmen könnt – für ihn.

Es ist nicht so, dass du etwas falsch gemacht hast oder dein Mann.

Aber die Dinge, mit denen dein Sohn nicht in Frieden ist, die Knöpfe, die er mit sich herumträgt, die Herausforderungen, die sind für ihn am allerschwierigsten, wenn er zu Hause ist.

Vielleicht kennst du das ja auch, wenn du deine Mutter besuchst oder deinen Vater, falls sie noch leben – wahrscheinlich nicht mehr, aber vielleicht kannst du dich noch erinnern: Du liebst sie, aber es ist unendlich schwierig mit diesen Menschen. Und es ist deswegen unendlich schwierig, weil all unsere Schwierigkeiten, die wir mit uns selbst haben, von dort kommen.

Wenn ich deine Eltern besuchen würde, dann würde ich einfach nur zwei Verrückte sehen, die ganz amüsant sind, aber mich in keinster Weise irgendwie berühren – im Sinne von, dass sie eine Herausforderung für mich sind. Aber wenn du zu ihnen gehst, dann ist es nach kurzer Zeit die Hölle. Davon spreche ich.

Und es ist leider so: Wenn die Kinder erwachsen sind, kannst du ihnen nicht mehr helfen mit den Problemen, die sie mit sich selbst haben.

Deswegen ist es gut so.

Er wird seinen Weg gehen, auch wenn du ihn nicht verstehst, diesen Weg.

Du kannst ihm am besten helfen, wenn du Frieden schließt mit deinen Gefühlen. Du sagst, es zerreißt dir das Herz. Schließ Frieden mit deinem Schmerz. Es ist dein Schmerz, der hat mit deinem Sohn in Wirklichkeit nichts zu tun.

Schließe du Frieden mit dem, was in dir geschieht, mit dem, was durch die Situation deines Sohnes ausgelöst wird, aber auch mit allem anderen.

Schau, es ist so: Alles, was wir mit uns herumschleppen, unsere uralten Gefühle, die wir nie fühlen wollten, unsere Traumata, unsere Dramen, alles, womit wir nicht in Frieden kommen wollen, geben wir weiter. Wir wissen davon nichts. Es geht ganz automatisch.

Alles, was wir mit uns herumschleppen, unsere uralten Gefühle, Traumata, Dramen, geben wir weiter. Wir wissen davon nichts. Es geht ganz automatisch. Deswegen ist eine Generation genauso verrückt wie die andere. Aber wenn du bereit bist, mit deinen Gefühlen Frieden zu schließen, wird diese Kette unterbrochen.

Deswegen ist eine Generation genauso verrückt wie die andere.

Aber wenn du beginnst, bereit zu werden, deinen Müll selbst rauszubringen – das heißt, wenn du bereit bist, mit deinen Gefühlen Frieden zu schließen, wenn du bereit bist, zu lernen, deine Gedanken zu ignorieren und stattdessen hier zu sein und dir selbst nackt zu begegnen und zu akzeptieren, was du in dir findest –, dann wird diese Kette unterbrochen.

Das ist eine unendliche Hilfe für die Kinder.

Und dazu ist es nie zu spät.

Jesus sprach davon, er sagte: Die Sünden der Väter werden an die Kinder weitergegeben.

Das, was wir zutiefst glauben, unser Misstrauen dem Leben gegenüber, die Überzeugung, ich bin verkehrt – all diese Sachen, von denen sprach er, das sind die Sünden, die Missverständnisse über das Leben.

Und wenn du bereit bist, die an dich zu nehmen und mit dem, was in dir los ist, Frieden zu schließen, dann entlastest du die Menschen um dich herum, deinen Partner, deine Kinder und alle anderen.

Danke, dass du gefragt hast.

Mach dir keine Sorgen.

Du darfst ab heute alles falsch machen

Ich lese eine E-Mail vor, die mich erreicht hat, die ich gerne beantworten möchte: „Lieber Mikael, es kommt jetzt noch so viel auf mich zu. Die zweite Operation wird wieder mit vielen chemischen Mitteln, die in meinen Körper kommen, ablaufen. Danach Chemo in die Blase. Ich habe Angst, dass mein Körper von der Chemie und den Eingriffen kaputt gemacht wird. Ich bin so hilflos. Der Tumor ist leider von der aggressiven Art. Ich bin bei mir, immer wieder, aber wenn ich das nicht bin, ist ein Durcheinander in mir, das kaum zu ertragen ist. Wie entscheide ich mich? Ich möchte diese Chemie nicht.

Aber nehme ich sie nicht, mache ich vielleicht einen Fehler. Ich bemerke selbst, wenn ich dies schreibe, was nicht der Liebe entspricht, aber in diesen Phasen bin ich einfach raus. Ich möchte endlich das leben, was der Wahrheit entspricht: in Frieden sein.

Mir fehlt so sehr jemand an meiner Seite, der mich liebt und mich unterstützt. So viel Glück hatte ich bisher leider nicht. Warum fordert das Leben so viel von mir? Es war immer schwer und hart. In den letzten Monaten bin ich schon viel weicher geworden.

Warum also immer mehr Hürden? Es tut so weh und macht mich so traurig und so hilflos.”

Danke für deine E-Mail.

Ja, du bist in den letzten Monaten weicher geworden.

Du beginnst ganz langsam, Ja zu sagen.

Dann werden wir weich und offen.

Dann hört der Kampf auf.

Du sagst es selbst: Wenn du bei dir bist, ist alles anders. Aber meistens bist du nicht bei dir. Meistens denkst du über deine Situation nach. Du glaubst, du müsstest dich entscheiden. Du glaubst, du könntest Fehler machen. Und dann ist alles schrecklich. So kann man nicht leben.

Ich möchte dir einen Vorschlag machen: Triff eine Entscheidung, eine einzige: dass du ab heute alles falsch machen darfst; dass du dich nicht mehr darum kümmerst, ob du etwas falsch oder richtig machst, egal, was das bedeutet.

Triff eine Entscheidung, eine einzige: dass du ab heute alles falsch machen darfst, egal, was das bedeutet. Wenn du das kannst, dann kannst du bei dir sein. Dann kannst du das tun, von dem du weißt, dass es für dich das Richtige ist. Und keiner kann dir diese Entscheidungen abnehmen, kein Partner, kein Freund, kein Arzt, nur du.

Wenn du das kannst, dann kannst du bei dir sein.

Dann kannst du das tun, von dem du weißt, dass es für dich das Richtige ist.

Und keiner kann dir diese Entscheidungen abnehmen, kein Partner, kein Freund, kein Arzt, nur du.

Wenn du still wirst, wenn du meditierst und wenigstens für ein paar Minuten die Gedanken ignorierst, dann spürst du, wo es langgeht, und kehre dorthin immer wieder zurück. Es reicht nicht, einmal am Tag zu meditieren und dann zurück in den Wahnsinn zu gehen.

In deiner Situation ist das unerträglich. Komm immer wieder dorthin zurück, immer wieder.

Du weißt schon, was für dich das Richtige ist.

Du verstehst es nicht, du hast Angst, aber du weißt es.

Ich habe in meinem Leben alles falsch gemacht, immer wieder – aber nicht, weil ich so cool bin. Ich konnte einfach nicht anders; als hätte ich eine Behinderung.

Ich habe genau den gleichen Kopf wie du. Der hat sich Sorgen gemacht oder dachte, das geht aber überhaupt nicht, aber ich konnte nicht anders.

Ich habe immer wieder haarsträubende Sachen gemacht.

Viele Menschen auf diesem Planeten denken, dass ich wirklich, wirklich verkehrt bin, aber ich konnte nicht anders. Auch jetzt mache ich immer alles falsch, aber ich kann nicht anders.

Dazu ermutige ich dich auch. Kümmere dich nicht darum, ob du es richtig machst. Dann kannst du auf deine Seele hören. Dann kannst du auf das hören, was du in dir spürst.

Kümmere dich nicht darum, ob du es richtig machst: dann kannst du auf deine Seele hören – auf das, was du in dir spürst. Und das ist das Geschenk deiner Situation: dass dir das Leben dafür den Mut gibt und dich dazu zwingt, das zu lernen. Du bist dir schon ein Leben lang untreu, aber bisher konntest du dich drumherum mogeln. Das geht jetzt nicht mehr.

Und das ist das unendliche Geschenk deiner Situation: dass dir das Leben dafür den Mut gibt und die Situation, in der du gezwungen wirst, das zu lernen.

Du bist ja schon ein Leben lang untreu, aber bisher konntest du dich so drumherum mogeln.

Das geht jetzt nicht mehr. Danke, dass du geschrieben hast. Ich bin bei dir.

Die Scham – deine treueste Freundin

Simone, magst du fortfahren?

[Simone:] Ja, sehr gerne. Ich lese eine Frage von einer Person vor, die sich Schmetterling nennt.

[Dhyan Mikael:] Schmetterling, guten Abend. Wie schön, dass du hier vorbeifliegst. Ich freue mich.

[Simone:] „Lieber Mikael, könntest du bitte etwas über Scham sagen? Ich trage schon lange eine tiefe Scham in mir dafür, wer ich bin. Gestern habe ich das in meiner Samarpan-Meditationsgruppe wieder stark gespürt, als ich unbewusst über eine Meditationserfahrung sprach, die sich für mich unzusammenhängend anfühlte und ich dabei auch weinte. Mein erster Impuls war, wegzugehen.

Ich hatte das Gefühl, vor Scham durch den Boden zu sinken und diese Menschen nie wiederzusehen. Ich habe versucht, deinen Rat zu befolgen und das Gefühl zu fühlen, aber die Scham ist noch da. Ich denke auch an deine Aussage, dass man solche Erfahrungen am besten wieder vergisst. Eigentlich wollte ich nichts so Persönliches dort teilen.”

[Dhyan Mikael:] Ich freue mich, dass du die Scham eingeladen hast, aber das ist nur die halbe Miete, weißt du...

Wenn jemand bei dir an der Haustür klingelt, ein Freund, dann machst du die Tür auf und bittest ihn herein – aber nicht, um ihn fünf Minuten später zu fragen, warum er denn immer noch da ist.

Dann hättest du die Tür gar nicht erst aufmachen müssen. Nein: wenn du die Tür aufmachst, dann musst du auch bereit sein, ihn hereinzulassen.

Fühl die Scham.

Das heißt: Lass sie einfach da sein.

Du fühlst sie nicht, damit sie dann weggeht. Das ist wirklich sehr unhöflich.

Du lässt sie da sein.

Probier das aus. Das ist ein Riesenunterschied.

Du hast nichts zu verlieren. Diese Scham ist dein Leben lang schon bei dir.

Und dein Leben lang willst du sie loswerden, aber sie geht nicht weg. Sie ist also ohnehin da.

Was ich dir vorschlage, ist, deine Einstellung diesem Gefühl gegenüber zu ändern.

Hör auf, es loswerden zu wollen. Lass es einfach da sein.

Du wirst eine Revolution erleben, wenn du das tust, aber das musst du selbst herausfinden.

Wir alle glauben, wir sind verkehrt – das ist das Erbe der Menschheit –, jeder Einzelne von uns.

Wir alle glauben, wir sind verkehrt – das ist das Erbe der Menschheit –, jeder Einzelne von uns. Aber um nach Hause zu kommen, um nach innen zu gehen, um bewusst zu werden, um aufzuwachen, müssen wir an uns selbst vorbei. Wir müssen mit uns Frieden schließen, obwohl wir glauben, wir sind verkehrt.

Aber um nach Hause zu kommen, um nach innen zu gehen, um bewusst zu werden, um aufzuwachen, müssen wir an uns selbst vorbei. Wir müssen mit uns Frieden schließen, obwohl wir glauben, wir sind verkehrt. Wir sind nicht verkehrt, aber wir glauben es. Und deswegen müssen wir mit dem Verkehrtsein Frieden schließen, mit der Scham.

Wir sind nicht verkehrt, aber wir glauben es. Deswegen müssen wir damit Frieden schließen, mit der Scham. Und das ist ihr Geschenk: sie geht nicht weg. Sie ist deine treueste Freundin. Alle anderen lassen dich im Stich, aber sie nie – so lange, bis du sie da sein lässt. Dann wirst du ihr Geschenk erkennen: sie bringt dich zu dir selbst – wenn du es zulässt.

Und das ist das unendliche Geschenk dieses Gefühls: sie geht nicht weg. Sie ist deine treueste Freundin. Alle anderen lassen dich im Stich, aber sie nie: so lange, bis du sie da sein lässt. Und dann wirst du ihr Geschenk erkennen: Sie bringt dich zu dir selbst – wenn du es zulässt.

Du glaubst, die Scham sei ein Problem, weil du glaubst, sie hat etwas zu bedeuten. Du glaubst, die Scham bedeutet: Ich bin verkehrt.

Aber wenn du die Scham einlädst und einfach da sein lässt, für immer, bedingungslos, ohne auf die Uhr zu schauen, erst dann wirst du entdecken, was sie dir bringt – vorher nicht.

Was du hier ansprichst, diese Scham, dieser tiefe Glaube, „ich bin verkehrt”, das ist die einzige Sünde: dieses Missverständnis. Und die bewirkt alles andere, alles Schlimme auf der Welt; all der Schmerz, alle Kriege, alle Verbrechen kommen daher.

In der Bibel wird ständig darüber gesprochen. Jesus hat immer wieder darüber gesprochen, auf seine Weise: dass wir uns annehmen müssen, wie wir sind, so verkehrt, wie wir uns fühlen. Und alle glauben, du seist verkehrt, und du glaubst es auch, nur einer nicht: das Leben, Gott, deine Seele. Die schickt dir die Scham, um dich zurück nach Hause zu locken.

Ich bin auch verkehrt.

Ich kenne dieses Gefühl sehr gut, aber ich habe schon 25 Jahre lang Übung darin, mit ihr zusammenzusitzen, mit ihr Tee zu trinken.

Du bist also in guter Gesellschaft hier bei mir.

Wenn du dazu noch eine Frage hast oder dir irgendetwas unklar ist, bitte frag noch einmal.

Ich weiß, das ist am Anfang ein wenig gewöhnungsbedürftig, was ich sage, aber das ist der Schlüssel für alles andere.

Danke, dass du da bist.

Hier bist du richtig: im Klub der Verkehrten.

Du weißt nicht, was Freiheit ist

Bitte fahr fort, Simone.

[Simone:] Die nächste Frage ist von Leonie.

[Dhyan Mikael:] Leonie, guten Abend. Hallo. Schön, dass du da bist. Ich freue mich.

[Simone:] „Die tägliche Samarpan-Meditation kommt mir immer mehr vor wie der tägliche Freigang in einem Gefängnishof. Keine wirkliche Freiheit wird erlebt. Kannst du beschreiben, wie der Mind durch Meditation dauerhaft verlassen werden kann; wie spirituelle Freiheit erlebbar wird? Danke.”

[Dhyan Mikael:] Was für eine schöne Frage.

Wenn du meditierst, dann meditierst du nur, wenn du keinerlei Erwartungen hast.

Meditation ist, von den Gedanken auszuruhen.

Aber das geht nur, wenn du keinerlei Erwartungen hast. Wenn du meditierst, um zu …, dann meditierst du nicht.

Die Samarpan-Meditation ist eine Übung in Hingabe, deswegen heißt sie Samarpan-Meditation. Heute wird sie die Himalaya-Meditation genannt, aber das ist ihr ursprünglicher Name. Das Sanskrit-Wort „Samarpan” bedeutet Hingabe.

Hingabe heißt: alles so akzeptieren, wie es ist. Und wenn du das tust, bist du hier.

Das Sanskrit-Wort „Samarpan” bedeutet Hingabe. Hingabe heißt, alles so akzeptieren, wie es ist. Und wenn du das tust, bist du hier. Du musst nirgendwo mehr hingehen. Du musst gegen nichts mehr kämpfen. Du musst nichts mehr erreichen. Du kannst einfach hier sein.

Du musst nirgendwo mehr hingehen.

Du musst gegen nichts mehr kämpfen. Du musst nichts mehr erreichen. Du kannst einfach hier sein.

Aber normalerweise leben wir anders. Wir leben in unseren Vorstellungen. Wir glauben, wir wüssten, wie es sein müsste, damit ich glücklich werde.

Wir glauben, wir wüssten, was sich ändern muss. Wir glauben, wir wüssten, wie es sich anfühlen würde. Und wir glauben, wir wüssten, was Freiheit ist. Aber nichts von all dem wissen wir.

Und der Verstand ist sehr gewieft, weißt du? Wenn du etwas suchst, Freiheit zum Beispiel, Freiheit von den Gedanken – das klingt toll. Aber wenn du etwas suchst, dann wird dein Verstand dir dieses Geschenk schenken.

Du wirst es finden, aber es ist nur ein weiterer Traum hier oben.

Das, was du so schön beschreibst als Freigang im Gefängnishof – da bist du jetzt gerade deinem eigenen Verstand auf die Schliche gekommen. Er schleicht sich in deine Meditation ein und präsentiert dir etwas, und du merkst ganz genau: Das ist es nicht.

Und du fragst: Wie kann man da heraus?

Meditiere und lebe ohne Erwartungen.

Meditiere und lebe ohne Erwartungen. Sei einfach hier. Wenn du dir Freiheit wünschst, dann lebst du in Gedanken. Ich habe noch nie Freiheit gesucht. Ich bin einfach hier und mache mir keine Gedanken darüber, ob ich Freiheit habe oder nicht. Ich erlebe, wie es hier ist. Ich sage zu allem Ja. Das ist unendliche Freiheit – und die einzige, die es gibt.

Sei einfach hier.

Wenn du dir Freiheit wünschst, dann lebst du in Gedanken.

Ich habe noch nie Freiheit gesucht. Ich weiß gar nicht, was ich mit Freiheit soll. Ich bin einfach hier und mache mir keine Gedanken darüber, ob ich Freiheit habe oder nicht. Ich bin hier. Ich erlebe, wie es hier ist. Ich sage zu allem Ja.

Das ist unendliche Freiheit – und die einzige, die es gibt.

Und das ist so einfach, und doch müssen wir es in jedem Augenblick neu üben, in jedem Augenblick neu praktizieren. Es wird nie langweilig und immer besser und immer schöner.

Also meditiere ohne jede Erwartung.

Dazu lade ich dich ein. Deswegen gebe ich die ganze Zeit Satsang, deswegen mache ich Videos, obwohl das so einfach ist: weil wir uns einfach nicht vorstellen können, dass es das sein soll.

Es gibt so viele tolle Workshops, wo du herausfindest, was deine Berufung ist und was du wirklich willst und all diese Sachen. Das klingt alles super spannend und interessant und schön – und das sind alles nur Freigänge im Gefängnishof.

Aber alle Erwartungen gehen lassen und akzeptieren, was ist – ich weiß nicht, wie man anders leben könnte, und doch ist es für die meisten Menschen unvorstellbar. Deswegen spreche ich immer wieder darüber. Dann spürst du selbst, was wahr ist. Ja...

Ich gehe nicht in den Gefängnishof zum Spazierengehen. Ich bleibe da, wo ich bin. Und wenn das, wo ich bin, aussieht wie eine Gefängniszelle: okay.

Ich bleibe hier, wo ich bin. Ich bewege mich keinen Meter weg.

Das ist das Geheimnis. Dann schau, was mit der Zelle passiert. Aber man kann es nicht überlisten, weißt du? Das ist wie … wie mit der Scham, wie mit den Gefühlen, über die wir vorhin gesprochen haben. Ich kann sie nicht einladen, weil ich weiß: Wenn ich sie einlade, dann verschwindet sie wieder. So funktioniert es nicht.

Es muss echt sein: ein echtes Ja, ein echtes: „Okay.

Ja, hier bin ich, hier bleibe ich. Herr, Leben, dein Wille geschehe.”

Das ist die totale Revolution; so einfach.

[Simone:] Danke.

Dein freier Wille: Ja zum Leben oder nein

Die nächste Frage ist von Sven.

[Dhyan Mikael:] Sven, guten Abend, hallo. Schön, dass du wieder da bist.

[Simone:] „Was ist freier Wille? Es heißt, dass Gott uns nach seinem Ebenbild erschaffen und uns einen freien Willen gegeben hat. Mit einem freien Willen erkennen wir offensichtlich auch das Ego an, das vermutlich eine Illusion ist und überwunden werden will. Ist die Vorstellung von einem freien Willen nützlich oder hinderlich?”

[Dhyan Mikael:] All diese Erklärungen und Bilder sind ganz nett, aber sie ersparen dir die eigentliche Herausforderung nicht. Und über die haben wir gerade eben gesprochen.

Es gibt etwas wie einen freien Willen, aber der hat nichts mit Gedanken zu tun. Der hat nichts mit Wollen zu tun.

Es gibt etwas wie einen freien Willen, aber der hat nichts mit Gedanken zu tun, nichts mit Wollen. Sage ich ja oder nein? Kämpfe ich oder gebe ich mich hin? Das ist die Entscheidung. So einfach ist es. Das ist der freie Wille, den du hast: Ja zum Leben oder nein? Das Leben macht, was es will. Du kannst ja sagen oder nein.

Der hat nichts damit zu tun, dass ich mich entscheiden kann, wie dieses Leben weitergeht oder nicht.

Sage ich ja oder nicht? Kämpfe ich oder gebe ich mich hin? Das ist die Entscheidung.

So einfach ist es. Das ist der freie Wille, den du hast: Ja zum Leben oder nein? Das Leben macht, was es will.

Du kannst ja sagen oder nein.

Die meisten Menschen sagen nein, ohne es zu wissen.

Und dieses Stillsein und einfach das annehmen, was das Leben mir serviert, von Moment zu Moment...

In jedem Moment wieder die Entscheidung: „ja, natürlich: ja”.

Das ist es, was wir entscheiden können.

Und vielleicht wird das freier Wille genannt, weil Swamiji beispielsweise auch sagt, der Guru, Gott, kann dem Schüler bei allem helfen.

Ein Guru, einer wie Jesus, der kann seinen Schülern, seinen Jüngern, Dinge im Leben ersparen. Er kann ihnen helfen, dass es leichter wird. Aber das eine, worauf es ankommt, kann der Guru nicht für den Schüler tun: die Entscheidung, zu meditieren; die Entscheidung, Ja zu sagen; die Entscheidung, sich hinzugeben.

Das muss der Schüler selbst wollen.

Wenn er dann soweit ist, dann ist der Guru da, dann ist das Leben da und hilft dir.

Aber wollen musst du das selbst.

Das ist der einzige Unterschied zwischen mir und dir. Ich bin nicht weiser, aber ich bin mit dieser selbstverständlichen Hingabe in dieses Leben gekommen.

Ich weiß nicht, warum.

Ich bin nicht so ein spiritueller, esoterischer Mensch, der weiß, was in den letzten Leben so war – ich muss es auch nicht wissen. Ich habe mich nur mein Leben lang schon gewundert, warum die Menschen so viele Probleme mit dem Leben haben, mit allem hadern, bis ich irgendwann gemerkt habe, dass die Art und Weise, wie es für mich völlig selbstverständlich ist, für andere vollkommen anders ist.

Aber mehr brauchen wir nicht zu lernen: diese eine Entscheidung zu treffen; den Mut dafür zu fassen.

Dafür hat dir Gott die Freiheit gegeben: das zu wollen.

Ob du es willst, ist deine Entscheidung. Keiner kann dir dabei helfen.

Ich freue mich, dass du hier bist. Danke für deine Frage.

Komm erst in Frieden, bevor du kämpfst

Ich werde noch eine E-Mail vorlesen und beantworten.

Ja, ich habe eine E-Mail bekommen und im letzten Oster-Intensiv-Satsang vorgelesen und beantwortet, und der Mensch, auf dessen Frage ich geantwortet habe, hat mir noch einmal geschrieben. Und die Frage ging damals darum, dass dieser Mensch einen Nachbarn hat, der sehr, sehr laut ist und über ihm herumtrampelt, und gefühlt immer gerade dann, wenn er meditieren will.

Und dass er einfach da einmal hochgehen möchte und auf den Putz hauen will.

Ja, und ich habe ihm gesagt, dass dieser Nachbar für ihn ein Geschenk ist.

Und er schrieb zurück und sagt: „Also hör mal, du verwirrst mich. Was soll daran gut sein?” Ich möchte die Antwort jetzt von ihm nicht vorlesen, ich möchte direkt auf den Kern eingehen. Und ich möchte darüber sprechen, warum so etwas ein Geschenk ist.

Normalerweise treten wir allem, was wir im Leben erleben, mit einer Kampfbereitschaft gegenüber.

Alles, was nicht genauso ist, wie ich es haben will, dagegen kämpfe ich – und ich glaube, das sei gut. So ist es doch für die meisten Menschen.

Aber dann kämpfst du gegen diese eine Sache, zum Beispiel gegen so einen Nachbarn.

Meistens nützt das Kämpfen nichts, im Gegenteil, es macht es nur schlimmer.

Aber selbst wenn dieser Nachbar dann still ist, hast du einen Tag später etwas Neues, wogegen sich dein Verstand wehrt und gegen das er kämpfen möchte.

Und diese Art zu leben ist für uns vollkommen normal, weil alle Menschen so leben.

Und wenn ein Heiliger da ist und wir ihn sehen, dann denken wir: das ist ein Spinner, ein Weichei. Was soll denn das: „Ja sagen”? Wir wissen überhaupt nicht, was das soll.

Dieser Kampf, dieses Sich-Auflehnen gegen irgendetwas, das gibt uns Identität. Das gibt uns das Gefühl: „Ich bin jemand. Ich kann etwas. Ich habe hier etwas zu sagen.” Das gibt uns das Gefühl des Ich.

Aber wenn du Ja sagst zum Leben und nicht kämpfst, dann ist da kein Widerstand, dann ist da keine Reibung, und das Gefühl des Ich verschwindet.

Das Ego kann ohne Kampf nicht bestehen.

Deswegen kämpfen wir die ganze Zeit, ob wir wollen oder nicht. Es ist wie...

Weißt du, wenn du einen Fluss anschaust: Wenn du im Fluss mitschwimmst, spürst du den Fluss nicht. Du spürst dessen Strömung nicht. Der Fluss trägt dich. Du bist eins mit dem Fluss. Aber sobald du die Füße auf den Boden stemmst und aufhörst, mitzuschwimmen, sondern da bleibst, wo du gerade stehst, dann spürst du den Druck des Wassers, und du musst dich mit aller Kraft anstrengen, damit der Fluss dich nicht umwirft. Dann bist du wer. Dann hast du Ego.

Wenn du im Fluss mitschwimmst, spürst du ihn nicht. Er trägt dich, und du bist eins mit ihm. Sobald du die Füße auf den Boden stemmst und aufhörst, mitzuschwimmen, spürst du den Druck des Wassers und musst dich anstrengen, damit der Fluss dich nicht umwirft. Dann bist du wer. Da kommt der Schmerz her, alle Mühsal des Lebens.

Da kommt der Schmerz her. Da kommt alle Verwirrung her, alle Mühsal des Lebens.

Und ich habe ihm gesagt – oder dir, falls du heute Abend zuhörst –, dass diese Situation ein Geschenk ist, denn sie gibt dir die Gelegenheit, einmal etwas anderes auszuprobieren. Du bist überzeugt davon, dass es nur eine Möglichkeit gibt, mit dieser Situation umzugehen, nämlich zu kämpfen, auf die eine oder andere Art und Weise. Die meisten Menschen kämpfen immer nur innerlich. Sie trauen sich nie, zum Nachbarn zu gehen und zu klingeln und ihm die Meinung zu sagen, aber jeden Tag, jede Stunde wird innerlich gekämpft.

Und ich will dir ein Geheimnis verraten: Deinen Nachbarn stört es nicht. Du schadest damit nur dir selbst.

Dieser ganze Kampf – damit schadest du nur dir selbst.

Aber wenn du in Frieden bist, ist es zwar für den Verstand völlig absurd, aber du heilst.

Und ich sage oft: Tu nichts.

Schließe stattdessen Frieden mit dir selbst.

Mit „Tu nichts” meine ich nicht, dass du da draußen in der Welt nichts mehr tun sollst. Ich spreche vom Inneren: Hör den inneren Kampf auf.

Du kannst mit deinem Nachbarn sprechen.

Was ich dir nahelege, ist: Komm erst in Frieden mit dir selbst, mit deinen Gefühlen. Hör den inneren Kampf auf.

Schließ Frieden mit dieser Aggression, schließ Frieden mit diesem Irritiertsein, schließ mit allem Frieden, was sich in dir bewegt.

Und wenn es dann in dir still ist, wenn du den Punkt erreichst, wo du in dir still bist, dann, wenn du das dann noch möchtest, dann geh zu deinem Nachbarn. Erklär ihm, wie es für dich ist, und bitte ihn, vielleicht zu einer anderen Zeit zu trampeln.

Aber erst komme in Frieden mit dir selbst. Das ist mein Vorschlag.

Und das gilt für alles. Wenn du eine Partnerschaft hast und deine Partnerin oder dein Partner drückt dir den Knopf – und das kommt dauernd vor, wenn man zusammenlebt... Natürlich kannst du, wenn du möchtest, streiten und diskutieren und etwas sagen, aber erst komm in Frieden mit dir selbst. Zieh dich zurück und fühl deine Gefühle so lange, bis du still bist in dir; so lange, bis in dir Frieden ist. Und dann, wenn du dann noch möchtest, dann sprich über alles, was du möchtest.

Aber erst komm in Frieden mit dir selbst – und alles wird anders.

Wie gesagt: du kannst sprechen, diskutieren, dich beklagen, so viel du willst – aber erst komme in Frieden. Und ich sage dir das Geheimnis: Seit ich das so mache – das hat mir mein Meister Soham vor 25 Jahren beigebracht –, seitdem habe ich nie wieder Beziehungsgespräche geführt, weil es da nichts mehr zu reden gibt. Ich bin in Frieden, und alles wird einfach.

Nichtstun heißt: da drinnen nichts tun. Und das Spannende ist: Wenn ich aufhöre mit diesem inneren Kampf, dann ist so viel Energie übrig, dass da draußen so viel mehr möglich ist, so viel mehr Kreativität, so viel mehr produktive Arbeit, so viel mehr, was gut für mich ist und für alle anderen auch.

Ich weiß – und das ist jetzt wieder an den Schreiber der E-Mail gerichtet –, ich weiß, dass das, was ich sage, wirklich irritierend ist.

Ich weiß, dass das eine Herausforderung ist, und zwar die schlimmste, die es gibt.

Wenn du bereit sein solltest, das, was ich dir vorschlage, auszuprobieren, rebelliert dein Ego.

Im Frieden gibt es kein Ego.

Deswegen fühle ich mich geehrt, dass dein Ego mit mir ein Problem hat. Das freut mich.

Dann habe ich dir das Richtige gesagt.

Danke, dass du da bist. Danke, dass du geschrieben hast. Es freut mich sehr.

Schön, dass du da bist.

Höre auf diesen kleinen Buddha

Simone, magst du fortfahren?

[Simone:] Sehr gerne. Hier ist eine Frage von Annika.

[Dhyan Mikael:] Annika, guten Abend, hallo. Ich freue mich, dass du hier bist.

[Simone:] „Lieber Mikael, unsere Tochter ist dreieinhalb Monate alt.

Sie ist unser größter Schatz und zur gleichen Zeit unsere größte Prüfung. Unruhige Nächte mit wenig Schlaf, viel Geschrei. Die Kleine wusste schon von Anfang an, was sie braucht, und hat es sich lauthals eingefordert. Ständige Alarmbereitschaft, häufigere Konflikte in der Partnerschaft wegen unrealistischer Erwartungen, kein Raum mehr zum Meditieren, da das Baby Tag und Nacht meine Nähe sucht. Mein inneres Kind fühlt sich häufig überfordert, übergangen, kommt an seine Grenzen.

Außerdem plagen mich Perfektionsansprüche und Schuldgefühle, wenn ich solche Gedanken nur äußere. Wie schaffe ich es, mein inneres Kind zu schützen und gleichzeitig meine Tochter achtsam in ihrem Leben zu begleiten und ihr alle Ressourcen mitzugeben, die sie für ein erfüllendes Dasein benötigt? Ich würde mich über ein paar Worte von dir zu dem Thema sehr freuen. Danke dir von Herzen.”

[Dhyan Mikael:] Danke, Annika.

Ich fühle mich geehrt, dass du mich das als Mann fragst.

Und vielleicht hast du ja Lust, meiner Partnerin einmal zu schreiben, denn das, was ich dir jetzt sage, habe ich durch sie gelernt.

Wenn es so etwas wie eine erleuchtete Mutter gibt, dann ist sie eine.

Aber ich kann dir ein paar Sachen dazu sagen, auch wenn ich natürlich als Mann nicht wirklich weiß, wovon ich spreche.

Das Erste und das Wichtigste, was ich dir sagen möchte, ist, dass man es als Mutter nur verkehrt machen kann. Du kannst es nicht richtig machen.

Es geht nicht.

Du gibst dein Bestes, natürlich. Du musst Frieden schließen damit, dass du nur dein Bestes geben kannst und mehr nicht. Und wenn irgendjemand glaubt, du solltest anders sein, dann musst du diesem Jemand sagen: „Hör mal, verpiss dich. Ich bin, wie ich bin. Lass mich in Ruhe.”

Und dieses Kind, das die ganze Zeit deine Nähe sucht, sucht die ganze Zeit deine Nähe, weil sie deine Nähe braucht.

Dieses Kind weiß mehr als du.

Dieses Kind ist eins mit dir.

Dieses Kind hat keine eigene Identität.

Du bist Gott, die Welt. Du bist es selbst.

Du kannst alles falsch machen.

Du brauchst nichts richtig zu machen. Sei einfach bei ihr.

Alles andere kannst du falsch machen. Sei einfach bei ihr, die ganze Zeit. Und dieses kleine Wutzerl stört die Meditation überhaupt nicht.

Vielleicht kannst du nicht so dasitzen, wie du dir das vorstellst, ungestört, allein. Weißt du, Swamiji sagt, man soll alleine meditieren, Aber diese kleine Tochter, dieses Kind, ist niemand.

Wir sollen alleine meditieren, damit die Gedanken und die mentale Energie anderer Menschen unsere Aura wenigstens für eine halbe Stunde nicht stören. Aber dieser kleine Mensch hat das alles nicht, im Gegenteil. Dieser kleine Mensch ist die beste Unterstützung für deine Meditation, die du dir wünschen kannst: leer, göttlich, völlig, absolut unbefleckt.

Da kannst du völlig übermüdet dasitzen und sie stillen, und du meditierst dabei.

Und dann schreist du sie und du trägst sie durch die Gegend und du meditierst dabei. Du denkst nicht. Du gibst dich hin und bist einfach dankbar für alles, auch wenn du es nicht verstehst.

Es gibt keinen Unterschied zwischen deinem inneren Kind und diesem Kind, das du da siehst.

Und es geht nicht darum, jetzt dieses Kind in dein Leben zu integrieren und irgendwie in den Alltag einzufügen. Dieses Kind ist dein Leben. Deine Aufgabe ist es, für dieses Kind da zu sein – Punkt. Es ist total erstaunlich. Weißt du, dieses kleine Kind, das jetzt völlig hilflos ist und mit allem in jedem Augenblick auf dich angewiesen ist, auf Gedeih und Verderb, insbesondere auf deine Nähe...

Wenn dieses Kind in der Zeit, wo es das braucht, das bekommt, dann wächst es schnell, dann wird es stark und unabhängig.

Aber wenn dieses kleine Kind das in dieser unendlich wertvollen Zeit nicht bekommt, dann bleibt es ein Leben lang unselbstständig und schwach da drin.

Es ist also die vornehmste Aufgabe – anders kann ich es nicht ausdrücken –, die vornehmste Aufgabe, einfach für das Kind da zu sein. Das heißt nicht, dass du nichts anderes mehr machen kannst.

So etwas denkt nur der Kopf da oben.

Du kannst alles machen. Du kannst Haushalt machen, du kannst kochen. Sie ist einfach immer bei ihr, die ganze Zeit.

Ich habe dir vorhin erzählt, dass zwischen mir und dir kein Unterschied besteht, bis auf dieses eine Seltsame, dass ich, seit ich in dieses Leben gekommen bin, diese Hingabe habe.

Und obwohl ich ein Mann bin und wirklich nicht in Anspruch nehme, dass ich viel über Kinder weiß... Ich bin ein typischer Mann. Ich kann auch ungeduldig werden, und wenn ich sehe, wie meine Partnerin mit ihren Kindern umgeht, da schäme ich mich oft. Da wünschte ich mir, dass ich dieses Einfühlungsvermögen, dieses Verstehen der Kinder, haben könnte, aber ich habe es einfach nicht. Aber ich hatte in diesem Leben auch schon Kinder, und ich erinnere mich, wie ich sie nächtelang umhergetragen habe, eine Nacht nach der anderen.

Mein Sohn, der schrie jede Nacht, stundenlang. Wenn ich ihn herumgetragen habe, war alles gut. Sobald ich ihn ins Bett gelegt habe, ging es wieder los. Also habe ich ihn herumgetragen, stundenlang; stundenlang.

Warum nicht?

Du hast etwas total Schönes gesagt vorhin. Du hast gesagt, sie weiß genau, was sie will. Sie weiß genau, was sie braucht. Ja!

Höre auf diesen kleinen Buddha.

Und ich möchte dir noch ein Geheimnis verraten.

Ich begann ja diesen Satsang damit, dass ich von diesem Akzeptieren gesprochen habe als das Einzige, was wir wirklich brauchen in diesem Leben.

Und unsere Gedanken sagen: „ja, das kann ich aber nicht akzeptieren. Wenn ich das mache, dann bin ich nach drei Tagen so übermüdet, dass ich tot umfalle.” So sagen das die Gedanken.

Aber das stimmt nicht.

Wenn du dich der Situation hingibst, passiert etwas ganz Erstaunliches. Die Situation bringt das, was du brauchst, um sie durchleben zu können, mit – wenn du Ja sagst.

Wenn du dich der Situation hingibst, passiert etwas Erstaunliches: Die Situation bringt das, was du brauchst, um sie durchleben zu können, mit – wenn du Ja sagst. Du kannst nicht verstehen, wo die Kraft, Gelassenheit oder Hoffnung herkommt – aber wenn du dich hingibst, kommt es zu dir. Dann können wir alles durchleben.

Du kannst es überhaupt nicht verstehen, wo die Kraft herkommt oder die Gelassenheit oder die Hoffnung oder was auch immer es ist, was du gerade brauchst. Aber wenn du dich der Situation hingibst, kommt es zu dir.

Dann können wir alles durchleben.

Und ich möchte dir jetzt noch eine Sache erzählen, die ich an meiner Partnerin immer wieder beobachte und was mich immer wieder aufs Neue vollkommen fasziniert.

Und das war schon so, als ich sie kennengelernt habe, vor jetzt fast zehn Jahren.

Vor zehn Jahren, als ich zu ihr kam, da war ihre eine Tochter zwei und die andere war fünf oder sechs.

Aber heute ist es immer noch genauso. Jetzt sind sie zwölf und sechzehn.

Sie ist berufstätig, sie arbeitet, sie macht alles Mögliche: sie hat echt ein volles Leben. So war es schon immer, seit ich sie kannte; seit ich zu ihr gekommen bin. Aber wenn eines der Kinder kommt und sie braucht, ist das ihre Priorität – immer, egal, was sie gerade tut.

Völlig egal, was: das Kind hat Priorität.

Es ist nicht so, dass das Kind mit ihr machen kann, was es will.

Sie spürt, was das Kind braucht, und wenn sie spürt: Das Kind braucht mich jetzt, dann ist das das Wichtigste. Und ich bin immer wieder sprachlos, weil ich das nicht kenne aus meiner Kindheit. Da mussten sich die Kinder immer einfügen; die kamen ganz am Schluss. Das ist bei ihr anders.

Und wenn sie dann ganz und gar für dieses Kind da ist, und ich beobachte das in diesem Dasein für das Kind, da zeigt sich dann erst, was das Kind wirklich braucht und wie gut es ist, dass sie das tut. Und ich staune immer wieder, weil mir das so fremd ist; weil ich das selbst nie erlebt habe.

Und dazu möchte ich dir gerne Mut machen.

Sei für sie da.

Sei für deine kleine Tochter da. Du bist Gott für sie. Sei für sie so da, wie du dir wünschst, dass Gott an deiner Seite ist: bedingungslos, in jedem Augenblick, ohne Frage, ohne Bedingungen, ohne Bewertungen, ganz selbstverständlich.

Du bist Gott für sie.

Sei für sie so da, wie du dir wünschst, dass Gott an deiner Seite ist: bedingungslos, in jedem Augenblick, ohne Frage, ohne Bedingungen, ohne Bewertungen, ganz selbstverständlich.

Und ich weiß, es ist echt hart ohne Schlaf, ich weiß es, aber trotzdem: alles Gute.

Danke, dass du gefragt hast.

Alles Alte wartet, bis wir bereit sind

[Simone:] Hier ist eine Frage von Lichtkriegerherz.

[Dhyan Mikael:] Sag das noch einmal. Wie heißt der Name?

[Simone:] Lichtkriegerherz.

[Dhyan Mikael:] Lichtkriegerherz, alles klar. Lichtkriegerherz, guten Abend. Schön, dass du da bist.

[Simone:] „Lieber Dhyan, was kann ich bei Trauma machen? Ich ziehe schon seit Jahren Männer an, die mein Trauma spiegeln. Traumabond. Ich zelebriere die Samarpan-Meditation.”

[Dhyan Mikael:] Danke für deine Frage.

Ich bin kein Traumatherapeut, ich bin kein Traumaspezialist, aber da ich Mensch bin, habe ich natürlich selbst auch Erfahrungen mit Trauma – als Betroffener, nicht als Experte.

Und aus meiner eigenen Erfahrung kann ich dir sagen: es ist ein Geschenk.

Denn nichts bringt dich so sehr zu dir selbst wie dieses Trauma. Wenn du nicht bei dir bist, dann hast du keine Chance. Es lehrt dich, bei dir zu sein. Und ich kann nicht viel dazu sagen, aber auch hier gilt: Die Herausforderung bringt das mit, was du brauchst, um sie bestehen zu können.

Bei mir war das damals so, als sich mein Trauma zum ersten Mal zeigte – da war ich natürlich längst erwachsen... Als die Gefühle, die damit zusammenhingen, zum ersten Mal anklopften, da wusste ich: Das kann ich nicht allein. Es hat mich einfach weggespült, diese Empfindungen. Aber dann habe ich kurze Zeit später einen ganz begnadeten Therapeuten gefunden – durch und durch erleuchtet, muss ich heute sagen –, und der hat mir da durchgeholfen.

Und das – die Bearbeitung dieses Traumas damals –, das war der Anfang meines spirituellen Weges. Da war ich zum ersten Mal bei mir.

Da wäre ich ohne Trauma nie hingegangen – aber ich musste. Es hat mir keine andere Wahl gelassen.

Ich weiß: du weißt nicht, was du tun sollst.

Das brauchst du auch nicht zu wissen.

Aber allein diese andere Art, dieses Trauma zu sehen, dieses Wissen: „okay, ich verstehe es nicht, ich weiß überhaupt nicht, was ich tun soll, aber das Trauma weiß schon, was es tut. Okay, jetzt sage ich dazu ja. Mal schauen, wo es mich hinbringt”...

Wie gesagt, du musst es nicht alleine machen. Wir müssen nichts im Leben alleine machen.

Hilfe ist immer da.

Und am Schluss meiner Antwort an dich möchte ich dir noch eine Sache sagen.

Es ist in der Regel so, dass sich das Trauma dann meldet, das Trauma wird in der Regel dann sichtbar, zum ersten Mal in deinem Leben, wenn du bereit geworden bist, damit umzugehen.

Das klingt jetzt vielleicht für dich wie ein Witz, weil du überhaupt nicht bereit bist, damit umzugehen. Aber ich meine damit nicht, dass du es alleine kannst, sondern ich meine damit: zum ersten Mal bist du in der Lage, damit irgendwie, irgendwie, mit der ganzen Hilfe, die du bekommen wirst, zurechtzukommen.

All die Jahre davor, wo du noch nicht bereit warst, hat es gewartet. Diese alten Dinge warten so lange, bis wir bereit sind. Dann kommen sie.

Und das ist gut so. Dann sind wir bereit für die Geschenke.

Und ich bestehe darauf, dass es ein Geschenk ist, auch wenn du es heute noch nicht glaubst.

Das Trauma ist eine Angelegenheit zwischen dir und dir selbst, weißt du? Es hat mit den Partnern natürlich nichts zu tun. Die drücken dir halt die Knöpfe und die lösen das vielleicht aus, aber es hat mit ihnen nichts zu tun.

Und wenn du beginnst, in Erwägung zu ziehen, dieses Trauma da sein zu lassen... Ich meine, es ist ohnehin da, ob du willst oder nicht, aber wenn du langsam den Willen entwickelst, zu sagen: „Okay, ja, ich weiß ja überhaupt nicht, was ich tun soll. Ich bin völlig hilflos, aber – ja, okay”, dann wird sich das mit den Männern auch ändern. Dann brauchst du die Männer nicht mehr, um dir das Trauma nahezubringen. Dann machst du das selbst. Dann wird alles einfacher.

Ich freue mich, dass du da bist.

Du glaubst, du könntest anders sein

[Simone:] Ich lese die Frage von einem Mann vor, der anonym bleiben möchte.

[Dhyan Mikael:] Ja, gerne. Gar kein Problem. Ich freue mich, dass du da bist. Guten Abend.

[Simone:] „Liebe Simone, ich möchte nicht mit Namen genannt werden. Meine Frage, lieber Mikael: wie kann ich mich selbst lieben, wenn ich merke, dass ich immer wieder gegen meine Seele gehe und mich immer wieder ablenke durch verschiedene Süchte? Ich habe keine Ahnung, wie ich mit mir umgehen soll, obwohl ich es schon so oft gehört habe. Ich bin doch verkehrt, wenn ich gegen meine Seele gehe und dadurch so leide. Ich merke aber immer wieder, dass Swamiji mir auf irgendeine Weise hilft. Verstehen tue ich das nicht. Kannst du dazu etwas sagen?”

[Dhyan Mikael:] Oh ja.

Oh ja.

Du bist nicht verkehrt, wenn du gegen deine Seele gehst. Du kannst gar nicht gegen deine Seele gehen.

Das Einzige, was nicht nötig ist, ist, dass du versuchst, anders zu sein, als du bist.

Ja, du bist verkehrt. Ja, du machst völlig unnötige Sachen. Ja, du machst Sachen, die dir überhaupt nicht guttun.

Ja, so bist du.

Das Schwierige daran ist, dass du glaubst, du solltest anders sein. Das Schwierige ist, dass du glaubst, du könntest anders sein. Das Schwierige daran ist, dass du glaubst, du solltest anders sein.

Aber du bist nicht anders.

Und so gut kennst du dich ja mittlerweile: Du kannst auch nicht anders sein.

Also beginne, nicht auf deine Gedanken zu hören.

Hör auf, dich ändern zu wollen.

Sei wie du bist – so verkehrt, wie du bist.

Dann entspannt sich etwas.

Hör auf, dich ändern zu wollen.

Sei, wie du bist.

Mehr ist nicht notwendig.

Und: meditiere.

Ich bin immer wieder so berührt, wenn verkehrte Menschen in den Satsang kommen.

Das verbindet uns alle, weißt du.

Ich habe heute wieder ein paar Briefe beantwortet, und wenn Menschen mich unterstützen, schicke ich ihnen auch als kleines Dankeschön eine meiner Postkarten, und meine erste Jahrespostkarte... Mal gucken, ob ich hier eine habe. Nein, habe ich gerade keine, aber egal.

Da steht genau das drauf. Da steht etwas drauf, was mein Meister Soham mir vor fünfundzwanzig Jahren gesagt hat: „Wenn du bereit bist, verkehrt zu sein, dann bist du frei” – frei von der Last, frei von der Mühsal, frei von der Verzweiflung.

Und ich habe mir das zu Herzen genommen. Deswegen habe ich auch meine allererste Jahrespostkarte mit diesem Rat bedruckt.

Seitdem bin ich verkehrt. Ich meine, ich war vorher auch schon verkehrt, aber da habe ich gedacht, ich sollte eigentlich anders sein. Das war wirklich hart.

Aber seitdem bin ich einfach verkehrt, und ich mache alles falsch, und zwar immer wieder; immer wieder...

Und ich finde immer wieder neue Sachen, die ich falsch machen kann.

Und die Sachen, von denen ich längst weiß, dass ich sie falsch mache, die mache ich auch immer wieder noch einmal falsch.

Aber ich bin frei, in Frieden, bei mir und glücklich – einfach hier.

Swamiji sagt: „Versuche nicht, dich zu ändern, aber meditiere.” Mehr ist nicht notwendig.

Dazu ermutige ich dich: Liebe dich, wie du bist, diesen unmöglichen Mensch, diesen unmöglichen Mann.

Als Mann ist man eh immer verkehrt.

Willkommen im Klub.

Die Seele weiß genau, was sie will

[Simone:] Darf ich noch eine Frage vorlesen?

[Dhyan Mikael:] Ja, ich sehe zu meinem Entsetzen, dass es schon wieder halb zehn ist. Ja, bitte, lies bitte noch eine Frage vor.

[Simone:] Die Frage ist von Cindy.

[Dhyan Mikael:] Cindy, guten Abend. Hallo.

[Simone:] „Lieber Mikael, ich verzweifle an der Samarpan-Meditation, obwohl ich mit Meditation vertraut bin, aber alle Alarmglocken schrillen, als wenn grundlegend etwas falsch liefe. Ich kann Swamiji nicht vertrauen. Worauf beruht deine Überzeugung?”

[Dhyan Mikael:] Du hast einen sehr guten Instinkt.

Du bist wirklich schlau.

Ja, diese Meditation ist anders. Da geht es dir an den Kragen. Alle anderen Meditationen sind harmlos.

Das ist die einzige, die wirklich gefährlich ist.

Alles in dir rebelliert.

Und dennoch bist du hier. Das ist das eigentlich Interessante. Alles rebelliert, alles sagt: „Nein, nein”, aber du bist hier.

Du fragst, worauf mein Vertrauen beruht. Welches Wort hat sie verwendet, Simone?

[Simone:] Deine Überzeugung.

[Dhyan Mikael:] Ich habe überhaupt keine Überzeugung.

Ich will dir sagen, wie das war.

Ich bin seit 26 Jahren mit meinem spirituellen Meister Soham zusammen, und er hat mir beigebracht, mich selbst zu lieben, mich selbst zu akzeptieren. Er hat mir beigebracht, im Augenblick zu sein, hier zu leben, und ich war glücklich.

Damals hätte ich auch sagen können: Ich bin angekommen oder erleuchtet oder weiß der Geier was.

Ich habe mir über solche Worte nie Gedanken gemacht.

Es gab nichts, was ich noch gesucht hätte.

Alles war bestens.

Und dann, eines Tages – wir hatten ein paar Tage Pause gehabt, wo ich bei meiner Partnerin war und er bei sich zu Hause –, da trafen wir uns zum nächsten Satsang. Das war zum nächsten Retreat, es war ein Herbstretreat. Ich weiß noch ganz genau, wie wir zusammensaßen. Und in diesen paar Tagen hatte ihn Swamiji kontaktiert – oder eher: nicht persönlich, sondern eine Vertreterin von ihm hier in Deutschland.

Und Soham erzählte mir davon.

Und wie ich den Namen zum ersten Mal hörte, ging in mir alles auf. Ich fing an zu weinen. Ich war zutiefst berührt, wie ich noch meinen Lebtag nicht berührt worden bin. Ich habe es überhaupt nicht verstanden.

Ich wusste überhaupt nicht, was das ist, aber da war einfach Offenheit, sperrangelweite Offenheit, und die ist immer noch da.

Das ist, wie wenn du einen Mann liebst. Deine Freundinnen sagen: „Du spinnst.” Deine Mutter sagt: „Das ist der Falsche.”

Dein eigener Kopf sagt: „Der taugt nichts.” Aber du bist offen: du kannst nicht anders.

Deswegen bin ich hier, völlig unvernünftig, aber ich kann nicht anders.

Also: wenn du kannst, lauf weit weg, aber wahrscheinlich ist es zu spät.

Die Seele weiß genau, was sie will.

Schau, das Gefährliche an dieser Meditation ist, dass da kein Platz fürs Ego ist. Es gibt nichts zu erreichen. Du tust es ohne Ziel. Du setzt dich nicht hin, um danach etwas Bestimmtes zu erreichen, um dich besser zu fühlen oder sonst etwas. Du weißt überhaupt nicht, warum du das tust.

Das Gefährliche an dieser Meditation ist, dass da kein Platz fürs Ego ist. Es gibt nichts zu erreichen. Du tust es ohne Ziel. Du setzt dich nicht hin, um danach etwas Bestimmtes zu erreichen, um dich besser zu fühlen oder sonst was. Du weißt überhaupt nicht, warum du das tust. Und das ist tödlich fürs Ego.

Und das ist tödlich fürs Ego. Wenn du irgendeine Meditation machst, die etwas Tolles bewirken wird und wo du auf etwas hinarbeiten kannst, auf etwas hinmeditieren, das ist alles ganz toll. Da passiert nichts Gefährliches.

Aber wenn du aufhörst zu wollen, wenn du aufhörst, Widerstand zu leisten da drin, wenn du aufhörst, deinen Gedanken Aufmerksamkeit zu geben, dann geht es etwas in dir wirklich an den Kragen.

So ist es einfach. Das ist die einzige Meditation, die ich kenne, die das tut,.

Du bist nicht dieser Körper

Ich könnte ewig weitermachen, aber es ist halb zehn. Was machen wir denn jetzt? Ich lese noch eine kurze E-Mail-Frage vor, und dann darfst du noch eine Frage vorlesen, Simone, und dann hören wir auf. Einverstanden?

[Simone:] Einverstanden.

[Dhyan Mikael:] Es war so schön heute. Ich will nicht aufhören.

„Lieber Mikael, ich lebe in einer anthroposophischen Seniorengemeinschaft. Ich bin zwar kein Anthroposoph, gehöre aber dennoch zu dieser Gemeinschaft dazu. Hier herrscht der Glaube, und auch Swamiji hat davon gesprochen, dass es drei Tage dauert, bis die Seele nach dem Tod den Körper verlässt. Daher ist es hier Brauch, dass der Körper für diesen Zeitraum aufbewahrt wird, bevor er beerdigt wird.

Ich habe den Eindruck, dass Swamiji auch gesagt hat, der Körper solle unmittelbar nach dem Tod eingeäschert werden, damit die Seele so schnell wie möglich und ohne Anhaftung den Körper verlassen kann.

Wie lassen sich diese beiden Anweisungen miteinander vereinbaren? Ich erwäge eine sofortige Einäscherung oder die Spende meines Körpers an die Wissenschaft.

Doch die dreitägige Zeitspanne, die die Seele angeblich nach dem Tod benötigt, um den Körper zu verlassen, lässt mich zögern.”

Danke für deine E-Mail, und ganz herzliche Grüße über den Teich, über den großen.

Weißt du, ich befasse mich mit diesen Dingen nicht wirklich.

Ich tue das, was ich heute tun kann. Was mit diesem Körper passiert, wenn ich den Körper verlassen habe, ist mir im Grunde völlig egal. Aber was du da gehört hast, kommt, soweit ich weiß, daher, dass die meisten Menschen, während sie leben, die Identifikation mit dem Körper niemals aufgegeben haben.

Und wenn der Körper dann stirbt, bleibt die Seele mit dem Körper verhaftet und will nicht gehen, obwohl mit dem Körper nichts mehr anzufangen ist.

Und deswegen ist es in Indien Tradition, den Körper dann einzuäschern.

Was es mit diesen drei Tagen auf sich hat, das weiß ich nicht genau. Aber was ich dir sagen möchte, ist, dass du dir darüber auch überhaupt gar keine Gedanken machen brauchst. Worum du dich kümmern solltest, ist, dass du gar nicht erst in diese Situation kommst.

Wir müssen, während wir leben, während dieser Körper am Leben ist, erkennen, wer wir wirklich sind.

Du glaubst, du bist dieser Körper. Du glaubst, das bin ich: meine Hand, meine Gedanken, meine Wünsche, meine Sehnsüchte, meine Träume, mein Leben.

Und das ist so selbstverständlich für dich und so offensichtlich, dass du gar nicht daran denkst, das auch nur infrage zu stellen.

Und dann stirbt der Körper, der Körper ist tot, liegt da, und du bist immer noch hier. Dann ist es zu spät, das zu lernen.

Also kümmere dich jetzt darum, dass du mit diesem Körper nicht verhaftet bist; dass du mit diesem Körper überhaupt nicht identifiziert bist. Dann kannst du ihn schätzen und lieben und dankbar sein dafür, dass er hier ist, weil er dir ermöglicht, das zu lernen, weswegen wir hierher gekommen sind in dieses Leben.

Aber was mit ihm geschieht, spielt für dich nicht wirklich eine Rolle. Ja, es ist schöner, wenn es nicht so sehr wehtut. Es ist schöner, wenn der Körper gesund ist und entspannt, aber im Grunde spielt es dann keine Rolle mehr für dich. Und dann, wenn dann der Körper stirbt und du den Körper verlässt, dann ist es einerlei für dich.

Du lässt ihn einfach gehen, du gehst freiwillig, sagst: „Danke, Körper. Tschüss.”

Danke für deine E-Mail. Ich freue mich immer, von dir zu hören.

Warum ich nicht spirituell bin

Simone, bitte lies noch eine Frage vor.

[Simone:] Ja. Ich lese eine Frage von Konstanze vor.

[Dhyan Mikael:] Konstanze, guten Abend. Hallo.

[Simone:] „Lieber Mikael, wenn du, wie du öfter sagst, nicht spirituell bist, dann bin ich es auch nicht. Ich habe so eine Ahnung, wie du das meinst, aber wie meinst du das? Danke für deine Erklärungen, sie sind für mich mehr als Gold wert. Konstanze.”

[Dhyan Mikael:] Danke für deine Frage. Ich meine damit, dass ich über all diese Dinge überhaupt nicht nachdenke. Ich tue das eine, was mir mein Meister und mein Guru beigebracht hat: Ich gebe den Gedanken keinerlei Aufmerksamkeit, auch nicht den spirituellen Gedanken, auch nicht den spirituellen Bildern, auch nicht den spirituellen Geschichten.

Ich lebe das, was für mich offensichtlich ist, und gebe den Gedanken keinerlei Aufmerksamkeit, so gut ich kann.

Und auf wundersame Weise enthüllt sich alles immer mehr, und das Leben wird immer wundersamer, obwohl ich überhaupt nicht darüber nachdenke, obwohl ich überhaupt nichts darüber weiß, obwohl ich ein ganz normales, geerdetes Leben hier auf der Erde lebe und auf nichts anderes warte, und nirgendwo hinwill.

Was könnte einfacher sein?

Ja, danke, Konstanze. Danke für diesen Satsang.

Danke, danke, danke.

Unterstütze mich, wenn es dir Freude macht

Ja, wenn es dir hier gefällt, freue ich mich, wenn du wiederkommst. Für mich ist Satsang das Schönste, und Videos zu machen ist das Schönste für mich. Und ich will dir ein Geheimnis verraten, jetzt am Schluss kann ich es dir ja sagen: Ich tue das überhaupt nicht für dich. Nichts von dem, was ich hier tue, tue ich für dich. Ich tue es nur für mich. Es ist das Schönste, was ich mir vorstellen kann. Ich kann nicht anders, und es ist so ein Segen für mich.

Es ist, als würde man, wenn man das weitergibt, was man geschenkt bekommt, immer noch mehr daran wachsen. Es ist ganz mysteriös.

Und deswegen ist auch alles, was ich tue, kostenlos, weil ich das nur für mich tue.

Eigentlich müsste ich dir etwas geben dafür, dass ich das hier machen darf.

Ich bitte aber trotzdem um Spenden, einfach deswegen, weil ich im Grunde meine gesamte Zeit und Energie und alles, was ich an Geld habe, hier hineinstecke, damit es möglichst schön und gut und toll ist und alle, die Gelegenheit haben, alle, die das möchten, hier mitmachen können und die Videos anschauen können.

Und wenn es Menschen gibt, die das schätzen, und Freude daran haben, mich dabei finanziell zu unterstützen, ist es für mich eine unendliche Hilfe. Deswegen erwähne ich das gelegentlich. Wenn du Lust hast, dann schau auf meiner Webseite vorbei, auf der Spende-Seite: da verrate ich dir, wie das geht. Du kannst eine Mitgliedschaft abschließen bei Steady: das ist für mich eine wunderbare Angelegenheit.

Da kann ich absehen, wie viele Menschen mich gerade unterstützen, und da kann ich ganz gut planen, wie viel Zeit ich dafür aufwenden kann. Aber jede Art von Unterstützung ist total willkommen. Aber wichtig ist: Du bist hier zu nichts verpflichtet. Du kannst einfach vorbeikommen, alles genießen, wenn du magst, aber du bist zu nichts verpflichtet. Das ist mir ganz, ganz wichtig.

Und wenn dich die Samarpan-Meditation interessiert, von der ich gelegentlich spreche: Auf meiner Webseite, auf der Himalaya-Samarpan-Meditation-Seite, da habe ich dir die Links zusammengestellt zu den Informationen, die direkt von Swamiji kommen. Da ist der Link zum Verein hier in Deutschland, da gibt es einen Verein für die Samarpan-Meditation.

Da steht auch Swamijis E-Mail-Adresse drin, dem kann man nämlich schreiben, und andere wissenswerte Dinge, auch ein paar Literaturempfehlungen. Denn weißt du: die Meditation kommt nicht von mir. Ich meditiere sie einfach, genau wie du. Ich bin kein Experte, ich bin kein Samarpan-Meditationslehrer.

Ich gebe einfach weiter, was ich als unendlich hilfreich erlebe.

Und wenn du keine Videos verpassen willst und keine Satsangs, kannst du dich gerne zu meinem Newsletter anmelden. Auch das geht auf der Webseite, und auch das ist natürlich kostenlos. Dann hörst du von mir, sobald es etwas Neues gibt. Im Moment stehen noch einige Aufzeichnungen aus, die ich noch nicht veröffentlicht habe.

Für die, die meinen Newsletter empfangen, denen habe ich das schon geschrieben. Ich bin seit zweieinhalb Wochen intensiv daran, mir eine Software zu schreiben mit Hilfe von KI – es macht total Spaß und ist unglaublich erstaunlich –, die mir die Bearbeitung dieser Videos erleichtert und beschleunigt. Und sobald das erledigt ist – ich schätze mal noch eine Woche –, dann gibt es eine kleine Lawine, und dann geht es in Zukunft hoffentlich schneller.

Mein Traum ist, dass ich dann morgens ein Video machen kann, und abends ist es veröffentlicht. Bisher brauche ich drei, vier Tage dafür, und das ist so viel Zeit und so viel Arbeit, da dauert es ewig.

Aber das ist mein Traum: dass ich morgens ein Video machen kann und am Abend ist es veröffentlicht, oder ein Satsang wie heute Abend, und am nächsten Tag ist die Aufzeichnung online. So möchte ich, dass ist es.

Also noch ein bisschen Geduld.

Danke für Satsang. Danke, danke, danke.

Ich freue mich so sehr, dass du da bist.

Ich liebe dich.