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Weihnachts-Intensive: Online-Satsang vom 25. Dezember 2025

Deutsch mit deutschen Untertiteln.

Themen: Denke nicht an das, was du lieber hättest. Wir wissen nichts von den anderen. Ohne Vergangenheit und ohne Zukunft. Als Seele sind wir alle eins. Werde selbst glücklich. Geteiltes Leid ist doppeltes Leid. Ist es deine Angelegenheit? Von deiner Nächstenliebe weißt du nichts. Nichts ändern – aber dabei sein. Wie dir der kranke Körper hilft. Der Ekel will wissen, ob er willkommen ist. Das Leben feiern, wie es ist. Du weißt nicht, wohin dich Akzeptanz führt. Mach kein Problem, wo kein Problem ist. In Frieden mit dem Stress. Ausgeliefertsein und Hilflosigkeit. Was können wir entscheiden? Wie die Samarpan-Meditation zu mir kam. Das Leben leben, ohne darüber nachzudenken.

Über dieses Video:

„Wenn die Menschen wüssten, wie einfach es ist, ein gutes Leben zu haben, ein magisches Leben, ein Leben, das sich von selbst entfaltet auf Weisen, die man sich nie hätte vorstellen können, dann würden es alle probieren. Aber es glaubt ja fast niemand.”

Dies ist ein Zitat aus diesem Satsang, und es fasst gut zusammen, worum es immer wieder an diesem Weihnachts-Nachmittag ging: wozu dieses Leben da ist, und wie man es so lebt, dass man wahre Zufriedenheit findet.

Wir haben dieses Leben gewählt, weil wir vor diesem Leben gesagt haben: „Jetzt will ich es wissen. Noch einmal vergesse ich nicht.” Und dann fragt dich das Leben: „Bist du dir sicher?” Und du sagst: „Ja, ich will es wissen.” Und das Leben sagt: „Okay, kein Problem. Lass uns anfangen.” Und jetzt bist du hier. Du bist im Satsang. Was für ein Wunder.

Vielleicht weißt du das nicht, aber diese ganze Welt, alles hier, ist nur für dich da – alles, jedes Sandkorn, und ich.

Aber auch um ganz praktische Themen ging es: über den Umgang mit Gefühlen wie Ekel oder Stress, und darum, wie man mit dem Leid anderer Menschen umgehen kann, ohne sich vollkommen von diesen zurückzuziehen.

Ein Lieblingsthema von mir ist wahre Nächstenliebe, die so ganz anders ist als das, was wir Christen als unsere Pflicht empfinden, und ich freue mich, dass ich auch darüber wieder sprechen durfte. Denn wahre Nächstenliebe ist nicht etwas das Gegenteil von „sich um sich selbst kümmern” und „sich selbst lieben”, sondern vielmehr die Voraussetzung dafür.

Ich danke allen Teilnehmern dieses tiefen, wundersamen Weihnachts-Satsangs für ihre Gegenwart und ihre Fragen. Danke, dass du da bist!

Vollständiger Text der Aufzeichnung zum Mitlesen:

[Dhyan Mikael:] Hallo. Herzlich willkommen zum Satsang.

Herzlich willkommen zum Weihnachts-Intensive, und frohe Weihnachten.

Ja, an diesen beiden Nachmittagen gebe ich mir selbst und dir, uns allen, die Gelegenheit, trotz der Feiertage, trotz der Festlichkeiten – für viele Menschen bedeutet es die Familie, viele andere Menschen – trotzdem zu sich selbst zu finden, zwischendurch, als kleine Pause. Ich freue mich, dass du da bist, und hier... Im Grunde sind diese Satsang so wie alle anderen Online-Satsangs auch. Du kannst mir Fragen stellen.

Wir können über das sprechen, was dich beschäftigt in deinem Leben, sei es spiritueller oder ganz praktischer Natur. Aber für mich hat diese Zeit um Weihnachten doch eine ganz besondere Energie. Für mich hat es nichts mit Romantik zu tun, nichts mit Geschenken, nichts mit Familie, sondern irgendwie ist das eine Zeit, wo mir diese Energie von Jesus Christus besonders nahe ist, und die bringt mich noch näher zu mir selbst.

Und ich mag das sehr. Ja, und du kannst, wenn du Fragen hast, die einfach schreiben in den Chat von YouTube oder in den Chat von Zoom, und Simone Maria, die auch wieder dabei ist, die wird dann die Fragen vorlesen, und ich werde versuchen, etwas dazu zu sagen. Und zwischendurch werde ich auch die eine oder andere E-Mail-Frage vorlesen, die mich für diesen Satsang erreicht hat, und mit einer dieser E-Mails möchte ich jetzt gleich beginnen.

Denke nicht an das, was du lieber hättest

Ich habe ja gestern noch meinen Weihnachts-Newsletter verschickt mit Weihnachtsgrüßen und dem Hinweis auf das neueste Video, und in diesem Newsletter habe ich auch am Schluss geschrieben, wie es hier bei mir zu Hause zugeht an Weihnachten: wie wir zusammen gebacken haben, und dass ich diesen Weihnachtsabend schätze.

Und hinterher ist mir dann aufgefallen, dass es auch viele Menschen gibt, die an Weihnachten alleine sind und die das überhaupt nicht mögen; die sich an diesen Tagen jetzt, wenn sie alleine sind, ganz besonders einsam fühlen. Und ich möchte diesen Weihnachts-Satsang damit beginnen, genau darüber zu sprechen. Zunächst einmal lese ich die Email vor.

„Ich danke dir für deine Wünsche” – das bezieht sich auf meinen Newsletter. „Ein gesegnetes Weihnachtsfest wünsche ich dir von Herzen. Hier auf der Alm ist es sehr dunkel und einsam. Während alle fröhlich Weihnachten feiern, hat das Leben mich hier einfach vergessen. Erfüllt mit Traurigkeit fließen viele Tränen.

Da sind Gedanken wie: am liebsten wäre ich nicht mehr da. Das Leben mag mich nicht mehr. Gefühl von Unwichtigkeit und Sinnlosigkeit bringen viel Schmerz.” Ja, das meine ich. Ich danke dir für deine Email. Vielen Dank. Es gibt so viele Menschen, die fühlen genau das, was dieser Mensch hier in dieser Email ausdrückt.

Und ich möchte dir dazu etwas über mich erzählen. Ich habe in meinem Newsletter beschrieben, wie wir hier zusammen Plätzchen backen und den Weihnachtsabend miteinander verbringen. Aber, weißt du, am Allerliebsten bin ich allein.

Ich mache mir keine Gedanken darüber, was ich lieber hätte. Das habe ich mir abgewöhnt – ganz einfach deswegen, weil das überhaupt nichts nützt. Das macht es mir nur schwer. Es verdirbt mir das, wo ich bin. Aber in all dem Trubel, in all dem scheinbar gemeinsamen, bin ich allein – und am allerliebsten bin ich allein.

Und es wäre ganz leicht für meinen Kopf, jetzt zu denken: „Ach, wäre ich doch allein. Wäre ich doch auf einer Alm.” Aber wenn ich auf einer Alm alleine wäre, dann würde mein Kopf mit etwas Neuem daherkommen. Dann würde ich mich vielleicht einsam fühlen, wer weiß.

Und Weihnachten ist nicht deswegen so schwierig für viele Menschen, weil das Zusammensein so schön und wichtig ist, und wenn man das nicht hat, dann leidet man. Das ist nicht der Grund. Der Grund ist, dass wir an Weihnachten unsere Gedanken und unseren Kopf ganz besonders spüren. Unsere Erwartungen sind besonders hoch. Unsere Träume, unsere Vorstellungen, wie es sein sollte, sind besonders stark. Und diesen romantischen Vorstellungen zum Beispiel eines wunderschönen Weihnachtsfestes, denen geben wir besonders gerne Raum. Und das ist richtig schmerzhaft.

Weihnachten ist deswegen so schwierig für viele Menschen, weil unsere Erwartungen, unsere Träume, unsere Vorstellungen, wie es sein sollte, besonders stark sind. Und diesen romantischen Vorstellungen zum Beispiel eines wunderschönen Weihnachtsfestes geben wir besonders gerne Raum. Und das ist richtig schmerzhaft.

Ich mache das so... Ich bin da, wo ich bin. Ich lebe hier unter Menschen. Am liebsten bin ich allein, aber ich weiß: das Leben hat mich hierher gesetzt, und das ist das Beste für mich. Ich brauche es nicht verstehen.

Ich bin einfach da und akzeptiere es und bin damit, mit jeder Faser, so gut ich nur kann.

Und dann, wenn ich irgendwann woanders bin, dann genieße ich das mit jeder Faser – egal, wo ich bin.

Und du, der du diese Email an mich geschrieben hast: was dich quält, ist nicht, dass du allein auf einer Alm bist. Was dich quält, ist, dass du den Gedanken Aufmerksamkeit gibst, dass es anders sein könnte und sollte, und dass andere Menschen es schöner haben als du.

Was dich quält, ist nicht, dass du allein auf einer Alm bist. Was dich quält, ist, dass du den Gedanken Aufmerksamkeit gibst, dass es anders sein könnte und sollte, und dass andere Menschen es schöner haben als du.

Und es lohnt sich, diesen Unterschied ganz klar zu sehen: dass es nicht die Umstände sind, in denen du bist, sondern die Gedanken darüber, die dir diesen Schmerz bereiten. Und ich sage dir: wenn du woanders wärest, unter Menschen, mit Arbeit, mit Familie, dann würde dich dein Kopf auch quälen, nur mit den entgegengesetzten Gedanken. Und deswegen lohnt es sich so sehr, diese Gelegenheit beim Schopf zu packen und zu lernen, da zu sein, wo du jetzt bist – egal, wo du bist.

Es lohnt sich, klar zu sehen, dass es nicht die Umstände sind, sondern die Gedanken darüber, die dir Schmerz bereiten. Und ich sage dir: wenn du woanders wärest, würde dich dein Kopf auch quälen, nur mit den entgegengesetzten Gedanken. Und deswegen lohnt es sich so sehr, zu lernen, da zu sein, wo du jetzt bist – egal, wo du bist.

Uns quält nicht das Leben. Uns quält der Gedanke über das Leben. Unser 'ich' will es anders haben, und das nimmst du überall mit hin, egal, wo du bist, und es wird dir alles verderben, egal, wo du bist. Deswegen lohnt es sich so sehr, das zu lernen: den Gedanken keine Aufmerksamkeit zu geben ; radikal zu sein.

Uns quält nicht das Leben. Uns quält der Gedanke über das Leben. Unser 'ich' will es anders haben, und das nimmst du überall mit hin, egal, wo du bist, und es wird dir alles verderben, egal, wo du bist. Deswegen lohnt es sich so sehr, das zu lernen: den Gedanken keine Aufmerksamkeit zu geben.

Und das ist das Einzige, was hilft bei Gedanken. Wenn du einen ganz kleinen, harmlosen Gedanken hast, irgendetwas Schönes, irgendetwas, was man gerne denkt, vielleicht eine schöne Erinnerung an deinen Liebsten oder so... Das fühlt sich überhaupt nicht schmerzhaft an – aber dann kommt der nächste Gedanke, und der nächste, und der nächste, und schwupps, bist du wieder in deiner Hölle. Deswegen lebe ohne Gedanken, ohne Vergangenheit, ohne Zukunft, einfach hier – da, wo du jetzt bist.

Wenn du einen harmlosen Gedanken hast, irgendetwas Schönes, was man gerne denkt, fühlt sich das nicht schmerzhaft an – aber dann kommt der nächste Gedanke, und der nächste, und schwupps, bist du wieder in deiner Hölle. Deswegen lebe ohne Gedanken, ohne Vergangenheit, ohne Zukunft, einfach hier – da, wo du jetzt bist.

Danke für deine Email. Ich bin immer auf einer Alm. Ich bin immer allein, egal, wo ich bin. Das ist das Allerallerbeste. Das kann ich nur empfehlen.

So... Simone, hallo. Schön, dass du es geschafft hast. Gibt's schon Fragen, die du vorlesen könntest?

[Simone:] Hallo, gesegnete Weihnachten.

[Dhyan Mikael:] Ja, danke, dir auch und euch allen.

[Simone:] Ich bin sehr dankbar, hier zu sein, auch wenn es ein bisschen Anlaufschwierigkeiten gab.

[Dhyan Mikael:] Kein Problem. Ich freue mich, dass du da bist.

[Simone:] Ich freu mich auch sehr.

[Dhyan Mikael:] Für alle, die nicht auf einer einsamen Alm sind und gerade von Feierlichkeiten oder Familie kommen, ist das wahrscheinlich genau das, was ich so schätze am Satsang: dass man wirklich ganz für sich ist und ganz allein. So, aber bitte, Simone, fahre fort...

Wir wissen nichts von den anderen

[Simone:] ich habe zwei Kommentare: von Julia...

[Dhyan Mikael:] Hallo Julia.

[Simone:] „Wer sich alleine fühlt, sehnt sich nach Gesellschaft; denkt sich, dass alle anderen glücklich Feste feiern, was bloß eine Vorstellung ist, die wahrscheinlich nicht stimmt. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal mit glücklichen Menschen gefeiert habe, die nicht so tun, als ob. Alleine sein ist Frieden.”

[Dhyan Mikael:] Ja.

Ich kenne nur ganz, ganz wenige Menschen, die es wirklich genießen, mit anderen Menschen zusammen zu sein – und das sind Menschen, die gut allein sein können.

Und wenn wir andere Menschen von außen sehen, dann sehen wir nicht, wie glücklich die sind. Wir sehen unsere Vorstellung davon, wie es denen wohl geht. Wir sehen dann Leute, wie sie dasitzen und lachen. Die meisten von denen fühlen sich elend und gestresst und genervt, aber wir glauben: alle sind glücklich.

Wir wissen nichts über die anderen. Wir wissen nur, wie ich mich fühle. Das reicht – mehr brauche ich nicht wissen. Sobald du dich mit jemand anderem vergleichst, hast du Schwierigkeiten. Dann bist du natürlich wieder in deinen Gedanken.

Wenn wir andere von außen sehen, sehen wir nicht, wie glücklich die sind, sondern unsere Vorstellung davon. Wir glauben: alle sind glücklich. Aber wir wissen nichts über die anderen. Wir wissen nur, wie ich mich fühle. Das reicht – mehr brauche ich nicht wissen. Sobald du dich mit jemand anderem vergleichst, bist du wieder in Gedanken.

Ja, ich dank dir für deinen Kommentar, Julia.

Ohne Vergangenheit und ohne Zukunft

Bitte fahre fort, Simone.

[Simone:] Der zweite Kommentar ist von Sangeeta.

[Dhyan Mikael:] Sangeeta, hallo, grüß dich. Wie schön, dass du da bist.

[Simone:] „Ich war auch alleine gestern; viele körperliche Schmerzen. Trotzdem ging's mir gut. Der Moment zählt. Danke an dich.”

[Dhyan Mikael:] Danke, Sangeeta.

Ja, der Moment zählt.

Ich hatte gestern eine ganz interessante Erfahrung in der Meditation. Ich meditierte so, und plötzlich wurde mir bewusst, wo die Gedanken herkommen, die mich gerade in der Meditation besuchten. Und dann war es, als würde meine Vergangenheit wegfallen. Und als die weggefallen war, war es, als würde sofort danach die Zukunft auch wegfallen; als würde jegliche Basis für alle Gedanken verschwunden sein. Und dann bin ich jemand ohne Vergangenheit und damit auch ohne Zukunft, und nur noch hier. Und dann wurde alles so einfach.

Ich meditierte, und plötzlich wurde mir bewusst, wo die Gedanken herkommen. Dann war es, als würde meine Vergangenheit wegfallen, und sofort danach die Zukunft auch; als würde jegliche Basis für alle Gedanken verschwunden sein. Dann bin ich jemand ohne Vergangenheit und Zukunft, und nur noch hier. Und alles wurde so einfach.

Ja, und es ist wirklich erstaunlich, diese Körper, die immer älter werden. Mein Körper hilft mir dabei, beim Hiersein, mit seinen Wehwehchen und mit seinen Schmerzen.

Danke, Sangeeta. Ich freue mich sehr, dass du da bist. Du bist so willkommen.

Als Seele sind wir alle eins

Simone, hast du noch etwas?

[Simone:] Ich habe noch etwas von Andrea. Ich bin mir nicht sicher, ob sie noch mehr schreibt. Doch... ich fange mal an.

[Dhyan Mikael:] Ja.

[Simone:] „Liebster Mikael. Du hast Weihnachten für mich entzündet, als du über Jesus gesprochen hast in deinem letzten Video.

Mein lieber Besuch hat das gerade rechtzeitig gestern Abend für uns entdeckt, und mit jedem Satz von dir ist die Freude innen über das Licht in der Welt tiefer geworden. Meine Frage: ich wünsche mir so sehr, dass alle Religionen vereint sind. Was ist das für ein Wunsch von mir?”

[Dhyan Mikael:] Danke, Andrea.

Nun...

Jede Religion... Swamiji beschreibt das sehr schön. Jede Religion ist wie eine Leiter, die hinaufführt zu einem Haus. Alle Religionen führen zum selben Haus. Es sind einfach verschiedene Leitern, die aus verschiedenen Richtungen hinauf zum selben Haus führen.

Und es ist nicht notwendig und wahrscheinlich auch nicht möglich, dass sich die Religionen vereinen, aber dorthin, wo sie führen, das ist eins. Swamiji nennt es die „Religion der Menschlichkeit”: das Menschsein.

Und diese Vereinigung, von der du träumst, die geschieht, indem jeder Mensch dorthin ankommt, wo die Leiter hinführt.

Die Leiter, die Religion, ist vollkommen unwichtig. Es spielt überhaupt gar keine Rolle, ob du Christ bist oder Buddhist oder Moslem oder Jude oder sonst irgendetwas. Es spielt keine Rolle – solange du die Leiter benutzt, oder was auch immer du im Leben hast, um zu dir selbst zu finden; um in dieses Haus Gottes einzuziehen: in deine Seele. Und da sind wir alle eins. Da sind wir alle gleich.

Swamiji beschreibt, dass jede Religion ist wie eine Leiter. Alle Religionen führen aus verschiedenen Richtungen hinauf zum selben Haus. Und diese Vereinigung, von der du träumst, die geschieht, indem jeder Mensch dorthin ankommt, wo die Leiter hinführt. Aber die Leiter, die Religion, ist vollkommen unwichtig.

Da gibt es keinen Unterschied.

Es spielt keine Rolle, ob du Christ bist oder Buddhist oder Moslem oder Jude – solange du diese Leiter benutzt, um zu dir selbst zu finden; um in dieses Haus Gottes einzuziehen: in deine Seele. Und da sind wir alle eins. Da sind wir alle gleich. Da gibt es keinen Unterschied.

Und wahrscheinlich weißt du das tief drin und freust dich darauf.

Die meisten Menschen haben ihr Zuhause auf der Leiter gemacht: die leben auf der Leiter; die haben die Religion zu ihrem Zuhause gemacht. Aber die Religion ist nur ein Weg, der irgendwohin führt, und da sollst du hin – und dann lässt du die Religion hinter dir. Deswegen sprechen die Gurus und die Angekommenen und die Erleuchteten nicht über ihre Religion, sondern darüber, wo sie jetzt sind: weil die Leiter völlig unwichtig ist.

Die meisten Menschen haben die Leiter – die Religion – zu ihrem Zuhause gemacht. Aber sie ist nur ein Weg, der irgendwohin führt, und da sollst du hin – und dann lässt du die Religion hinter dir. Deswegen sprechen die Gurus und die Erleuchteten nicht über ihre Religion, sondern darüber, wo sie jetzt sind: weil die Leiter völlig unwichtig ist.

Wenn wir zu uns selbst finden, wenn wir wieder diese Verbindung zu dem, was wir wirklich sind, zu dieser Seele, wiedergefunden haben, dann gibt es keinen Unterschied zwischen uns Menschen. Dann spielt es überhaupt gar keine Rolle, ob du mit jemandem sprichst oder zusammenlebst, der aus dieser oder jener Religion kommt. Das ist alles völlig nebensächlich. Dann ist da nur noch dieses Menschsein, dieses Einssein.

Wenn wir zu uns selbst finden und diese Verbindung zu dem, was wir wirklich sind, zu dieser Seele, wiedergefunden haben, dann gibt es keinen Unterschied zwischen uns Menschen. Dann spielt es keine Rolle, ob du mit jemandem zusammenlebst, der aus dieser oder jener Religion kommt. Dann ist da nur noch dieses Menschsein, dieses Einssein.

Und ich spreche nur deswegen so oft über Jesus, weil das ganz einfach der Guru meiner Religion ist, in der ich aufgewachsen bin. Deswegen ist er mir so nah. Aber an ihm ist nichts Außergewöhnliches im Sinne von, dass er besser oder größer wäre als ein anderer Heiliger einer anderen Religion. Das sind alles Hilfsmittel und Wege für uns, zu uns selbst zu finden. Die Religionen an sich sind nicht wichtig.

Ich spreche nur über Jesus, weil er der Guru der Religion ist, in der ich aufgewachsen bin. Deswegen ist er mir nah. Aber an ihm ist nichts Außergewöhnliches im Sinne von, dass er besser oder größer wäre als ein Heiliger einer anderen Religion. Das sind alles Hilfsmittel und Wege für uns, zu uns selbst zu finden. Die Religionen an sich sind nicht wichtig.

Also, wenn du deinen Traum Wirklichkeit werden lassen möchtest, dann entdecke deine Seele: meditiere. Werde eins mit Gott. Da triffst du alle anderen. Das ist lustig... Weißt du, ich sprach ja eingangs davon, dass ich am allerliebsten alleine bin. Aber damit meine ich das praktische Umfeld. Ich bin einfach gern allein. Aber ich fühle mich nicht allein. Ich bin nicht einsam.

Wenn du deinen Traum Wirklichkeit werden lassen möchtest, dann entdecke deine Seele: meditiere. Werde eins mit Gott. Da triffst du alle anderen.

Ich fühle mich auf eine ganz natürliche, selbstverständliche Weise eigentlich mit allen verbunden.

Das ist ganz abgefahren, aber fühlt sich total normal und natürlich an.

Ja... Danke für deine Frage. Ich freue mich, dass du da bist.

Werde selbst glücklich

[Simone:] Ich habe noch einmal eine Frage von Julia.

[Dhyan Mikael:] Ja, bitte. Julia...

[Simone:] „Ich wünsche mir Austausch mit glücklichen Menschen. Das Leben sollte doch Spaß machen. Wieso sind wir hier getrennt unter anderen? Ich denke, es geht erst einmal darum, zu erwachen, und dann warten wir auf die anderen.”

[Dhyan Mikael:] Danke. Ich liebe diese praktischen Lebensfragen. Das geht ganz einfach. Wenn du Austausch mit glücklichen Menschen haben möchtest, werde glücklich. Du ziehst die Leute an, die zu dir passen. Wenn du ein einsamer Mensch bist, dann wirst du andere einsame Menschen anziehen.

Aber wenn du glücklich bist und zufrieden und nichts brauchst, dann kommen die Leute zu dir, die passen: die sind glücklich, die brauchen nichts, die sind zufrieden. Dann macht es Spaß zusammen. Also werde glücklich. Finde heraus, wie man glücklich wird – also: wirklich glücklich; nicht nur glücklich für einen Tag oder einen Nachmittag oder eine Minute, sondern von innen heraus zufrieden und glücklich.

Wenn du Austausch mit glücklichen Menschen haben möchtest, werde glücklich. Du ziehst die Leute an, die zu dir passen. Wenn du ein einsamer Mensch bist, dann wirst du einsame Menschen anziehen. Aber wenn du zufrieden bist, dann kommen die Leute zu dir, die zufrieden sind. Also werde glücklich. Finde heraus, wie man glücklich wird.

Findet es heraus, wie das geht. Davon spreche ich in allen meinen Videos. Es lohnt sich.

Dazu muss jeder bei sich selbst anfangen. Das ist ganz lustig, denn je mehr Erfolg man dabei hat, bei dieser Hausaufgabe, selbst glücklich zu werden, desto weniger braucht man die anderen glücklichen Menschen, weil man ja selbst glücklich ist, aber desto mehr kommen sie.

Aber die Menschen, die nicht wissen, wie man glücklich ist, die unglücklich sind und einsam, die ziehen andere unglückliche, einsame Menschen an, und mit denen halten sie es nicht aus. Und so hilft uns das Leben: es wirft uns immer wieder auf uns selbst zurück. Du musst selbst anfangen, glücklich zu werden, und dann, dann beantwortet sich diese Frage von dir von selbst, oder dieser Wunsch von dir.

Das ist meine Erfahrung.

Ich kann sagen, dass ich mit mir selbst glücklich bin. Ich erwarte kein Glück von irgendjemand anderem.

Und wenn ich Momente erlebe, wo ich nicht zufrieden bin, dann weiß ich, was meine Hausaufgaben sind: mich lieben, wie ich bin; mein Leben lieben, wie es ist; 'ja' sagen zu mir selbst; 'ja' sagen zu meinem Leben. Und dann bin ich wieder glücklich. Und ich habe es so leicht mit den Menschen; mit allen. Das ist das Geheimnis: werde selbst glücklich. Und das geht einfach. Andere glückliche Leute zu suchen ist extrem schwierig. Das klappt eigentlich nie. Die kommen nur von selbst. Aber selbst glücklich werden, das ist leicht zu lernen. Das ist nicht sehr kompliziert. Danke. Danke Julia.

Das ist das Geheimnis: werde selbst glücklich. Und das geht einfach. Andere glückliche Leute zu suchen ist extrem schwierig. Das klappt eigentlich nie. Die kommen nur von selbst. Aber selbst glücklich werden, das ist leicht zu lernen. Das ist nicht sehr kompliziert.

Und da sind wir übrigens auch wieder bei Weihnachten und warum das für viele Menschen... Weihnachten ist für viele Menschen das stressigste und schwierigste Fest des ganzen Jahres, weil da so oft in diesen Familien die Menschen zusammenkommen, die das Glück mit anderen Leuten suchen.

Die sind selbst nicht glücklich, und die sind nicht wirklich zufrieden. Und dann erhoffen sie sich das Glück und die Zufriedenheit mit und von den anderen Menschen. Aber den anderen Menschen, die kommen, geht es genauso. Und dann ist es, als würden sich Bettler treffen, und jeder dieser Bettler hofft, dass der andere Bettler ihnen etwas gibt.

Und das ist dann natürlich eine sehr traurige Angelegenheit.

Aber wenn du selbst entdeckst, dass du kein Bettler bist, wenn du selbst deinen Reichtum entdeckst in dir – so will ich es jetzt einmal nennen –, dann triffst du plötzlich andere reiche Menschen.

Weihnachten ist für viele das schwierigste Fest des Jahres, weil da Menschen zusammen kommen, die selbst nicht glücklich sind und sich Glück und Zufriedenheit mit anderen Menschen erhoffen. Aber den anderen Menschen geht es genauso. Und dann ist es, als würden sich Bettler treffen, und jeder dieser Bettler hofft, dass der andere Bettler ihnen etwas gibt.

Ja, danke.

[Simone:] ich lese noch einen Gruß vor aus dem Madhubhan-Retreat.

[Dhyan Mikael:] Oh, wow.

[Simone:] Von der Amala...

„Liebe Grüße aus dem Madhubhan-Retreat an dich zum Mikael-Retreat. Ich kann anscheinend nicht genug kriegen. Liebe Grüße und wunderschöne Weihnachten.”

[Dhyan Mikael:] Danke. Ganz herzliche Grüße nach Madhubhan. Ich bin auch da mit meinem Herzen.

Genieß die Zeit dort.

Geteiltes Leid ist doppeltes Leid

[Simone:] Sonst gibt es derzeit keine Fragen, Mikael.

[Dhyan Mikael:] Dann lese ich noch eine E-Mail-Frage vor, die ich habe.

„Lieber Mikael, mein Vater ist nun seit Ende Oktober in einer Wohngruppe für Menschen mit Demenz. Er fühlt sich da nicht wirklich wohl und ist traurig, aber es geht nicht anders. Plötzlich war er im Krankenhaus, und dort ist seine Versicherungskarte abhanden gekommen, und so wurde ein neues Foto von ihm gemacht für eine neue Karte, von meinem ältesten Sohn, und dieses Foto hat er mir dann über WhatsApp geschickt. Nachdem ich dieses Foto dann an die Versicherung weitergeleitet hatte, habe ich es gelöscht, denn ich konnte den Anblick meines Vaters nicht mehr ertragen.

Es war ein Porträtfoto, und sein Zustand war dort sehr deutlich, bis in die Tiefe, zu erkennen. Jetzt frage ich mich: ist diese Handlung ein Wegdrücken von Gefühlen, die damit verbunden sind, dieses Elend zu sehen? Ich möchte mich einfach schützen und nicht in diesem Trauerspiel versinken. Kannst du mir dazu etwas sagen? Ganz lieben Dank schon heute. Ich bin so froh, dass ich dich fragen kann.” Ja, sehr gerne. Ich danke dir für deine Email, und ich freue mich über deine Frage.

Ich mache das auch so wie du. Ich schaue mir nicht das Elend anderer Menschen an.

Die haben nichts davon – und ich auch nicht.

Aber wenn ich lerne, glücklich zu sein – das ist ansteckend.

Und dann können andere Menschen, die dafür offen sind und bereit, es genießen oder sich anstecken lassen oder einfach zusammen mit mir glücklich sein.

Aber der Mensch, der sich dazu entschieden hat – ich sage das absichtlich so konkret – zu leiden und im Elend zu sein, der hat nichts davon, wenn ich mich auf seine Ebene begebe.

Was du tun kannst, wenn du möchtest, ist, dass du auf deiner Ebene bleibst, auf deiner Ebene des Glücks, und damit zu ihm gehst oder einfach nur an ihn denkst.

Das verträgt sich auch. Aber wenn du das nicht kannst, wenn du nicht auf deiner Ebene bleiben kannst, dann würde ich da nicht hingehen: nicht in den Gedanken, indem ich das Foto anschaue, und auch nicht praktisch.

Das ist ein großes Missverständnis in unserer Gesellschaft. Die Menschen haben nichts davon, wenn man ihr Leid teilt. Das heißt nicht, dass man Menschen, denen es schlecht geht, allein lässt – das heißt es überhaupt nicht; das heißt, dass ich da bleibe, wo ich bin, auf meiner Ebene, auf meiner Frequenz, und dass ich meine Kraft, mein Erleben des Lebens, mein positives Erleben, mein Vertrauen ins Leben, mein Wissen über das Leben, mitbringe und halte.

Und dann kann da ein Mensch sein, der darauf besteht, dass es ihm elend geht, und ich bin glücklich. Ich brauche ihm mein Glück nicht um die Ohren hauen. Ich muss ihn nicht beschämen damit. Aber weißt du, was ich meine? Das ist eine innere Angelegenheit: dass du innerlich bei dir und auf deiner Ebene bleiben kannst, und das kannst du dann teilen – nicht mit Worten; nicht, indem du jemandem sagst, „es gibt doch gar keinen Grund dazu, unglücklich zu sein”, sondern einfach, indem du so bleibst, wie du bist.

Und dann kannst du mit solch einem Menschen sein, der darauf besteht, dass es ihm schlecht geht. Und das ist ganz besonders wichtig bei Demenzkranken: das sind Menschen wie Kinder. Wenn ein Kind zu dir kommt und total unglücklich und verloren ist... Du weißt, dass das Kind nicht wirklich ein Problem hat.

Die Menschen haben nichts davon, wenn man ihr Leid teilt. Das heißt nicht, dass man die, denen es schlecht geht, allein lässt; das heißt, dass ich auf meiner Ebene bleibe, auf meiner Frequenz, und dass ich meine Kraft, mein Vertrauen ins Leben, mitbringe und halte. Dann kannst du mit einem sein, der darauf besteht, dass es ihm schlecht geht.

Aber du sagst dem Kind nicht...

Wenn du schlau bist, sagst du dem Kind nicht, „es gibt doch gar keinen Grund, zu weinen.” Nein.

Du nimmst das Kind so, wie es ist, in den Arm – aber du bist nicht verzweifelt, weil das Kind verzweifelt ist. Nein: du bist ganz ruhig. Du weißt: alles ist in Ordnung. Du brauchst auch überhaupt nicht viel sagen. Du nimmst das Kind einfach in den Arm und schenkst ihm deine Nähe – und das heilt das Unglück des Kindes, weil sich dann deine Energie, deine Gewissheit, dein Vertrauen, überträgt. Es ist eine energetische Angelegenheit.

Wenn du so mit deinem Vater sein kannst, oder auch mit dem Foto deines Vaters, dann ist es hilfreich. Wenn du bei ihm sein kannst, und deine Gewissheit, dass alles gut ist, ganz gleich, wie es ihm geht, wenn du die mitbringen kannst, dann geht es dir gut, und für ihn wird dies das Beste sein, was du machen kannst. Was dann mit ihm geschieht, liegt nicht in deiner Hand. Ich habe keine eigene Erfahrung mit dementen Menschen. Ich kann da aus meiner ganz persönlichen Erfahrung nichts sagen, nur mit Kindern.

Und ich warte – deswegen sagte ich dir das eingangs –, ich warte immer, bis ich stark genug bin.

Nur wenn ich meine Ebene mitbringen kann, nur dann gehe ich hin. Ich möchte mich nicht herunterziehen lassen auf die andere Ebene, weil da weder ich noch der andere Mensch etwas davon hat.

Ja...

Und zum Schluss möchte ich dir noch etwas sagen. Alles, was ich jetzt gerade gesagt habe, sind Dinge, über die ich mir normalerweise nie Gedanken mache. Was ich dir jetzt gerade erzählt habe, ist, wie ich mich sehe, wenn ich jetzt so im Nachhinein mich erinnere, wie ich die Dinge handhabe, um deine Frage zu beantworten. Aber im praktischen Leben mache ich das ganz einfach: ich bin mir treu.

Wenn ich merke, „da will ich nicht hin; damit will ich nichts zu tun haben”, dann vertraue ich darauf, dass es seinen Grund hat – ob ich den im Moment verstehe oder nicht, ist völlig egal. Und dann, viel später, merke ich dann: „Ah, gut, dass ich da nicht hingegangen bin. Ich hätte das nicht verkraftet. Ich wäre nicht stark genug gewesen.” Manchmal habe ich Lust, und denke: „Da gehe ich hin. Ja, ich weiß, der Mensch ist schlecht drauf, aber ich will trotzdem, ich verstehe es selbst nicht”, und dann bin ich dem treu. Also: ich denke da nicht groß darüber nach.

Ich spüre einfach: „Möchte ich, oder möchte ich nicht? Will ich das Foto anschauen, oder nicht?” Wenn ich keine Lust dazu habe, dann lege ich es einfach weg. „Will ich da hingehen, oder nicht?” Die Antwort ist ganz klar. Dann mache ich das, oder ich mache es eben nicht. Und ich meditiere jeden Tag, und ich bin mir jeden Tag treu, so gut ich nur kann, und dadurch werde ich in mir jeden Tag ein ganz kleines bisschen stärker, ohne dass ich das merke.

Das geht ja von selbst. Und dann wird meine Fähigkeit, durch die Welt zu gehen und auf meiner Ebene zu bleiben, immer besser. Und dann geht alles immer einfacher. Also: du brauchst dir keine Gedanken darüber machen. Sei dir einfach treu. Deine Seele sagt dir schon ziemlich genau, wozu du in der Lage bist und was jetzt gerade für dich richtig ist oder nicht. Das ist meine Erfahrung mit mir und mit meiner Seele.

Ich meditiere jeden Tag, und ich bin mir jeden Tag treu, so gut ich nur kann, und dadurch werde ich in mir jeden Tag ein ganz kleines bisschen stärker, ohne dass ich das merke. Das geht ja von selbst. Und dann wird meine Fähigkeit, durch die Welt zu gehen und auf meiner Ebene zu bleiben, immer besser. Und dann geht alles immer einfacher.

Ja. Danke für deine Email. Ganz herzlichen Dank.

Ist es deine Angelegenheit?

Simone, hast du eine Frage oder soll ich hier fortfahren?

[Simone:] Ja, habe ich. Ich habe eine Frage.

[Dhyan Mikael:] Sehr schön. Bitte...

[Simone:] Die nächste Frage ist von Lena.

[Dhyan Mikael:] Hallo Lena. Guten Abend. Guten Abend? Hoppla... Der Spruch ist gewohnheitsmäßig, aus dem Abendsatsang. Hallo! Schön, dass du da bist.

[Simone:] Es wird ja auch bald dunkel...

„Ich habe eine fünfundsiebzigjährige Freundin, die für ihr Alter einen viel zu großen Hund hat. Schon zweimal hatte sie deswegen Unfälle. Wie gehe ich damit um? Ihr raten? Schweigen?”

[Dhyan Mikael:] Ich verstehe nicht ganz, was du damit zu tun hast. Es ist ja nicht dein Hund.

Wenn sie dich nicht um Rat bittet, was kannst du tun?

Ich habe hier im Haus eine interessante Situation. Wir haben nämlich jetzt auch ein Hund.

Und es ist nicht mein Hund, zum Glück. Aber meine Partnerin und unsere jüngste Tochter, die haben sich einen Hund gewünscht. Jetzt haben sie einen. Aber es ist nicht so, dass sich diese zwei Menschen vorher gelangweilt hätten. Die hatten beide ein volles Leben und wussten schon vorher nicht, wo ihnen der Kopf steht – und jetzt erst recht. Solch ein Hund braucht unglaublich viel Kraft und Zeit und Zuwendung und Pflege, aber ich halte mich da heraus.

Ich kann da keine Tipps geben. Erstens fragt mich keiner nach meiner Weisheit, und zweitens ist es nicht mein Hund. Also stehe ich einfach nur staunend da und erlebe mit, was diese Menschen da mit diesem Hund machen. Mehr kann ich nicht tun, und mehr ist auch nicht meine Aufgabe. Es ist wirklich ganz hilfreich, immer zu schauen: ist es meine Angelegenheit? Meistens ist es nicht deine Angelegenheit – und dann mach dir keine Gedanken darüber.

Du kannst... Zwei Sachen kann ich dir dazu noch sagen. Du kannst erstens nicht...

Du kannst dieser Frau das Lernen nicht ersparen, was für sie richtig wäre. Du glaubst ja, ein anderer Hund oder gar kein Hund wäre für sie besser. Und zweitens kannst du auch überhaupt nicht beurteilen, was für sie richtig ist. Vielleicht ist es genau der richtige Hund, obwohl er zu groß ist. Wer weiß?

Aber wenn du dazu noch eine konkrete Frage hast... Ich fragte ja eingangs, warum du dir diese Frage überhaupt stellst. Vielleicht gibt es da ja noch etwas, was ich noch nicht weiß, dann, bitte, kannst du mir gerne noch mehr dazu sagen. Danke, Lena. Ich freue mich, dass du hier bist im Satsang. Simone, hast du noch etwas?

[Simone:] Oh ja, ich habe auch noch etwas.

[Dhyan Mikael:] Oh, schön.

[Simone:] Also, Lena hat jetzt gerade noch geschrieben: „Ich mache mir Sorgen um sie.”

[Dhyan Mikael:] Ja, ich verstehe. Ja, wir sehen von außen, was andere Leute für einen Blödsinn machen, aber so sind wir Menschen. Ich mache auch den ganzen Tag Blödsinn und Sachen, die nicht gut für mich sind, aber ich muss es selbst lernen. Das kann mir keiner abnehmen.

Und es ist ganz interessant, weißt du... Wir haben oft die Neigung, anderen Menschen etwas von dem, was schwierig für sie ist, abzunehmen, aber dadurch passiert genau das Gegenteil von dem, was wir uns für diese Menschen wünschen. Dadurch lernen sie weniger. Wir haben jetzt die Last, und der Mensch macht weiter wie bisher und lernt nicht, und die Situation löst sich nicht.

Wir sehen, was sich solch ein Mensch antut durch irgendetwas, was vielleicht nicht wirklich hilfreich ist, aber der Mensch muss es so lange erleben, bis er es selbst sehen und spüren kann, und dann ist die Lösung meistens ganz einfach. Aber bis es so weit ist, dauert es meistens eine Weile.

Wir wollen anderen das, was schwierig ist, abnehmen, aber so passiert das Gegenteil dessen, was wir uns für sie wünschen. Wir haben jetzt die Last, der andere macht weiter wie bisher, lernt nicht, und die Situation löst sich nicht. Wir sehen, was sich solch einer antut, aber er muss es so lange erleben, bis er es selbst sehen und spüren kann.

Es ist bei mir ja auch so, mit meinem eigenen Lernen. Andere Leute denken vielleicht, „um Gottes willen, was macht er denn jetzt schon wieder?” Aber wir alle lernen sehr, sehr langsam.

Deswegen ist es so schwierig, seine Mitmenschen so zu lieben, wie sie sind: weil wir wirklich komische Menschen sind. Wir machen so viele verrückte Sachen. Und wenn wir es uns abgewöhnen, uns verantwortlich zu fühlen für die anderen, können wir sie besser lieben.

Ganz viel von dieser Schwierigkeit im zwischenmenschlichen Bereich, die wir mit Freunden und mit Familie haben, kommt daher, dass wir glauben, wir müssten die jetzt retten. Und das ist unglaublich schwer und anstrengend und gibt nur Ärger und hilft nicht. Deswegen kann ich dir nur raten: halt dich raus – auch, wenn es schwerfällt. Ja... Ich danke dir, Lena.

Von deiner Nächstenliebe weißt du nichts

[Simone:] Dann lese ich jetzt eine Frage, also erst einmal einen Kommentar und anschließend eine Frage von John vor.

[Dhyan Mikael:] Hallo John. Grüß dich. Schön, dass du auch hier bist.

[Simone:] „Hallo ihr lieben Menschen und alle, die ihr hier seid und dass ihr euch mit mir die gemeinsame Zeit mit dir, Mikael, schenkt. Ich wünsche jedem von Herzen frohe Weihnachten und besinnliche Feiertage. Im Gedanken bin ich bei den Menschen, die einsam und alleine sind. Ein Obdachloser, dem ich vorgestern in der Kälte begegnet bin, dem ich helfen wollte, der aber jegliche Unterstützung abgelehnt hat. Einen kranken Freund, den ich besucht habe gestern, welchen ich einen Moment seine und meine Probleme etwas vergessen lassen konnten.

Nicht derjenige ist reich, der viel Geld hat. Nicht die sind reich, weil er viele Geschenke zu Weihnachten oder auch sonst im Leben bekommen. Reich ist der oder die, der voll und ganz im Hier und Jetzt ganz bei sich sein kann, sich selbst liebt und trotzdem noch so viel Liebe für andere Menschen übrig hat, welchen sie helfen und unterstützen können. Geben ist schöner als Nehmen und erfüllt uns ungemein. Ich schreibe von der Nächstenliebe, welche gerade in der heutigen Zeit mehr an Bedeutung braucht.

Ist unser Ego dafür verantwortlich, unsere eigenen Bedürfnisse zu erfüllen? Laut Eckhard Trolle ist es möglich, das Ego loszulassen, indem man eine tiefgreifende Bewusstseinsveränderung durchlebt. Dies geschieht durch Leben im Hier und Jetzt, Achtsamkeit, Akzeptanz des gegenwärtigen Moments und das Erkennen des Egos als eine bloße gedankliche Identifikation. Das Ego stirbt, wenn man sich nicht mehr mit Gedanken identifiziert. Wie siehst du das? Hast du selbst Erfahrungen damit gemacht, und kannst dieses so bestätigen?”

[Dhyan Mikael:] Danke, John. Ja, das mit der Nächstenliebe funktioniert folgendermaßen.

Es gibt da zwei Arten. Normalerweise glauben wir, wir tun etwas für jemand anderen und das ist gut. Aber meistens ist das, was wir für andere tun, etwas, was wir nur deswegen... Wir tun es eigentlich für uns selbst – damit wir uns gut fühlen. Manchmal hilft es dem anderen, aber meistens nicht. Aber die wahre Nächstenliebe, Liebe, die funktioniert anders. Mein Meister Soham hat das einmal so ausgedrückt. Du lernst erst einmal genau das Gegenteil. Du kümmerst dich nicht um die anderen.

Du fängst an, dich um dich selbst zu kümmern, was gerade in der christlichen Welt fast schon verrufen ist irgendwie. Es ist das Gegenteil von Nächstenliebe. Du fängst an, dich um dich selbst zu kümmern. Du fängst an, dir selbst nahezukommen, deine Seele zu entdecken, Gott zu entdecken in dir, und selbst glücklich zu werden. Du liebst dich selbst. Du entdeckst, dass das Leben dich in Wirklichkeit liebt, auf Schritt und Tritt. Und du wirst selbst glücklich. Du wirst selbst immer mehr voller Liebe: für dich, für Gott...du kannst das alles nicht mehr unterscheiden.

Du denkst nicht wirklich an andere und an ihr Elend, weil du dich um dein Elend kümmerst, und lernst, das lieb zu haben. Und dadurch verschwindet es – einfach, weil du es lieb hast. Und dann wird man immer voller, wie ein Topf, der irgendwann überfließt. Man selbst weiß davon nichts. Man lernt immer weiter, einfach nur 'ja' zu sagen, sich und das Leben zu akzeptieren, wie man ist, aber der Topf fließt immer mehr über, hin zu anderen, und davon weiß man nichts. Diese Liebe, die andere erreicht, ohne dass man das tut, ohne dass man davon irgendetwas weiß, das ist die wahre Nächstenliebe.

Dann kommst du jemand anderem nahe, einem Guru, ein Meister, und du fühlst dich so beschenkt. Die Nähe von solch einem Menschen erleichtert dich und transformiert dich, aber der weiß davon gar nichts, weil seine Liebe einfach überfließt. Der hat so viel davon, dass die da nicht bleiben kann. Die fließt einfach weiter. Und diese Liebe, dieser Reichtum, der berührt etwas in dir und macht es dir selbst dann auch leichter, genau das Gleiche zu entdecken. Das macht dir Mut, in die gleiche Richtung zu gehen. Das ist ganz magisch.

Du fängst an, dich um dich selbst zu kümmern – das Gegenteil von Nächstenliebe. Du denkst nicht an das Elend anderer, weil du dich um dein Elend kümmerst und lernst, es lieb zu haben. Man wird immer voller, wie ein Topf, der überfließt, aber davon weiß man nichts. Diese Liebe, die andere erreicht, ohne dass man davon weiß, ist die wahre Nächstenliebe.

Und dann tut man manchmal etwas für andere Menschen, auch praktisch, manchmal auch nicht, aber es geschieht dann nicht mehr aus einem „ich will Gutes tun” oder „ach, der andere braucht mich”, sondern aus purer Freude.

Und dann hat es eine Qualität, die ist unglaublich. Das beschenkt andere Menschen dann. Wenn du etwas aus Freude tust, und das, was du aus Freude tust, einem anderen dient, dann ist es ein Geschenk. Wenn du es aus Pflichtgefühl tust oder aus Ego, „ah, ich bin toll, ich kümmere mich um andere”, dann ist es nicht wirklich hilfreich.

Und dann tut man etwas für andere ohne ein „ich will Gutes tun” oder „der andere braucht mich”, sondern aus purer Freude. Und wenn du etwas aus Freude tust und das einem anderen dient, dann ist es ein Geschenk. Wenn du es aus Pflichtgefühl tust oder aus Ego, „ah, ich bin toll, ich kümmere mich um andere”, dann ist es nicht wirklich hilfreich.

Alles, alles beginnt damit, dass man scheinbar in die entgegengesetzte Richtung läuft: nicht hin zu anderen, sondern zu sich selbst. Für andere sieht das erst einmal egoistisch aus, aber das führt dann zu wahrer Liebe, nicht zu Pflichtgefühl, nicht zu Ego.

Alles, alles beginnt damit, dass man scheinbar in die entgegengesetzte Richtung läuft: nicht hin zu anderen, sondern zu sich selbst. Für andere sieht das erst einmal egoistisch aus, aber das führt dann zu wahrer Liebe, nicht zu Pflichtgefühl, nicht zu Ego.

Ja...

Natürlich kann man ohne Ego leben. Ich weiß heute gar nicht mehr, wie man überhaupt mit Ego leben kann. Aber das muss jeder selbst für sich herausfinden.

Darüber sprach ich ja auch in meinem letzten Video, das ich gestern veröffentlicht habe: dass jeder Mensch irgendwann an den Punkt kommt, wo er beginnen muss, seine eigenen Regeln zu entdecken und die Regeln der anderen über Bord zu werfen. Nur dann findet man zu sich selbst, zu Gott und zu echter Liebe.

Es fühlt sich am Anfang total verkehrt an.

Aber ich empfehle diesen Weg von ganzem Herzen.

Jeder Mensch kommt irgendwann an den Punkt, wo er beginnen muss, seine eigenen Regeln zu entdecken und die Regeln der anderen über Bord zu werfen. Nur dann findet man zu sich selbst, zu Gott und zu echter Liebe. Es fühlt sich am Anfang total verkehrt an. Aber ich empfehle diesen Weg von ganzem Herzen.

Ich war früher ein Mensch, der immer für andere da war, und ich bin darin aufgegangen. Aber heute sehe ich: ich habe das nur gemacht, weil ich selbst total verloren war. Ich hatte nicht wirklich etwas zu geben. Ich war ein sehr umgänglicher Mensch, ich war sehr angenehm wahrscheinlich, ich war hilfreich, aber ich hatte nichts zu geben. Ich war ein Bettler.

Heute kümmere ich mich nicht mehr um andere Menschen. Ich bin nicht hier im Satsang, um dir etwas zu geben. Das würde ich dir nie antun.

Ich bin hier, weil es mir Freude macht. Und dadurch schuldest du mir nichts – im Gegenteil, ich schulde dir Dank, weil ich wegen dir das tun kann, was mir am meisten Freude macht. Dann ist alles einfach. Danke, John.

Heute kümmere ich mich nicht mehr um andere Menschen. Ich bin nicht hier im Satsang, um dir etwas zu geben. Das würde ich dir nie antun. Ich bin hier, weil es mir Freude macht. Und dadurch schuldest du mir nichts – im Gegenteil, ich schulde dir Dank, weil ich wegen dir das tun kann, was mir am meisten Freude macht. Dann ist alles einfach.

Nichts ändern – aber dabei sein

[Simone:] Darf ich weiterlesen?

[Dhyan Mikael:] Ja, ich bitte.

[Simone:] Die nächste Frage kommt von einem Menschen, der gerne anonym bleiben möchte.

[Dhyan Mikael:] Ja, sehr gerne. Hallo, ich freue mich sehr, dass du da bist.

[Simone:] „Irgendwie hilft mir Gott, Swamiji, immer wieder, aber ich habe das Gefühl, ich drehe mich im Kreis. Auch wenn ich gerade glücklich bin: immer wieder lenke ich mich mit Filmen oder anderem ab. Danach bin ich oft müde und traurig. Aber so lange beobachte ich, wie ich immer wieder das Gleiche tue. Ich habe irgendwie nie gelernt, mit mir alleine zu sein, mich anzunehmen und mich auszuhalten – und das, obwohl ich so viel Segen erhalte.”

[Dhyan Mikael:] Wow, danke. Danke, dass du das schreibst. Es ist genauso, wie du es schreibst – und daran ist überhaupt nichts verkehrt. Genauso lernen wir. Wir machen das Gleiche immer und immer und immer noch einmal. Ich auch!

Aber du wirst mit den Jahren lernen, ein wenig genauer hinzuschauen, und dann merkst du: du machst zwar ständig das Gleiche, immer wieder den gleichen Blödsinn – aber doch auch nicht. Jedes Mal ist es ein bisschen anders. Jedes Mal bist du ein bisschen bewusster damit. Du kannst jedes Mal ein bisschen mehr wahrnehmen von dem, was du da überhaupt treibst. Und das ist alles, was zählt. Weißt du, es geht nicht darum, dass du das, was du tust, änderst. Es geht nicht darum, dass du deine schlechten Gewohnheiten abstellst. Das kannst du nicht.

Es geht um etwas ganz anderes. Es geht nur um eine einzige Sache: dass du dabei bist bei dem, was du tust, und wenn du nichts tust, dass du dabei bist, wie du gerade bist; dass du einfach dabei bist. Dafür bist du hier. Und je mehr du dabei sein kannst, es einfach erleben, wertfrei, ohne es zu beurteilen, ohne dir Gedanken darüber zu machen, ohne dich selbst zu verurteilen: „ah, was bin ich wieder doof” und „das hätte ich doch schon längst lernen sollen”... Nein! Einfach dabei sein, als würde dich das alles nichts angehen.

Das ist alles, was du zu tun hast. Das ist deine einzige Aufgabe.

Und wenn du das tust, ändern sich die Dinge, die sich ändern sollen, von selbst.

Es geht nicht darum, dass du das, was du tust, änderst und deine schlechten Gewohnheiten abstellst. Das kannst du nicht. Es geht um etwas anderes: dass du dabei bist bei dem, was du tust, wertfrei, ohne es zu beurteilen, als würde dich das alles nichts angehen. Und wenn du das tust, ändern sich die Dinge, die sich ändern sollen, von selbst.

Viele Dinge sollen sie auch gar nicht ändern. Und dann ist alles richtig.

Swamiji sagt etwas, was mir so hilft, weil ich ja natürlich genau wie du bin, weißt du... Ich habe auch Sachen, wo ich immer denke, „ja, das hätte ich aber auch schon lernen können.” Ich mache es immer noch. Er sagt: „Ändere dich nicht – aber meditiere.” Wenn du dich ändern willst – und das ist ja das, was wir glauben, was wir tun sollten –, dann ist das in meinen Augen kontraproduktiv. Das vergrößert das Ego.

Du schaffst es zwar heute mit deiner Willenskraft, die eine schlechte Angewohnheit abzustellen, aber mit der gleichen Egokraft entsteht morgen etwas Neues. Nein... Es sein lassen, wie es ist – aber meditieren. Durchs Meditieren wird deine Präsenz, dein Bewusstsein, gestärkt, und dann passiert das, was ich dir eben empfohlen habe. Du kannst immer mehr da sein und erleben, was ist – nicht, um es abzustellen. Nein, darum geht es nicht – um dabei zu sein. Dafür bist du hier.

Dadurch, allein dadurch, wird das Ego zerstört. Allein dadurch wird die falsche Identität zerstört. Allein dadurch ändert sich alles so, wie es sein soll. Du brauchst nichts an dir ändern, nichts, aber: dabei sein. Und wenn du meditierst – ich spreche von der Samarpan-Meditation, wenn ich sage, „wenn du meditierst” –, dann wächst deine Fähigkeit, dabei zu sein ohne Bewerten, ohne darüber nachdenken. Mehr brauchst du nicht tun. Deswegen ist es so einfach.

Durchs Meditieren wird deine Präsenz gestärkt, und dann kannst du immer mehr da sein und erleben, was ist – nicht, um es abzustellen, sondern um dabei zu sein. Allein dadurch wird das Ego zerstört. Allein dadurch wird die falsche Identität zerstört. Allein dadurch ändert sich alles so, wie es sein soll. Du brauchst nichts an dir ändern, aber: dabei sein.

Wenn die Menschen wüssten, wie einfach es ist, ein gutes Leben zu haben, ein magisches Leben, ein Leben, das sich von selbst entfaltet auf Weisen, die man sich nie hätte vorstellen können, dann würden es alle probieren. Aber es glaubt ja fast niemand.

Wenn die Menschen wüssten, wie einfach es ist, ein gutes Leben zu haben, ein magisches Leben, ein Leben, das sich von selbst entfaltet auf Weisen, die man sich nie hätte vorstellen können, dann würden es alle probieren. Aber es glaubt ja fast niemand.

Soham, mein Meister, der hat es einmal ganz wunderschön beschrieben – das, was du da erlebst. Er sagt: wir haben das Gefühl, wir drehen uns im Kreis, aber das stimmt nicht. In Wirklichkeit bewegen wir uns zwar kreisförmig, aber in einer Spirale. Immer höher, immer weiter höher.

Wir glauben, wir gehen im Kreis, aber in Wirklichkeit wachsen wir dabei die ganze Zeit. Aber das Wachsen, das bemerken wir nicht. Wir bemerken nur, dass wir uns dauernd drehen, aber dass wir dabei, in Serpentinen sozusagen, immer höher kommen, immer mehr reifen, immer mehr wachsen, immer mehr lernen, das entgeht unserer Aufmerksamkeit.

Wir haben das Gefühl, wir drehen uns im Kreis, aber in Wirklichkeit bewegen wir uns zwar kreisförmig, aber immer höher. In Wirklichkeit wachsen wir. Aber das Wachsen bemerken wir nicht. Wir bemerken nur, dass wir uns dauernd drehen, aber dass wir dabei immer mehr reifen, wachsen und lernen, das entgeht unserer Aufmerksamkeit.

Also: es ist alles in Ordnung. Ich freue mich, dass du da bist.

Sei geduldig mit dir und erwarte nicht, dass du dich änderst. Liebe dich, wie du bist – wirklich. Ich meine es ganz ernst: liebe den Unsinn, den du machst. Akzeptiere es einfach und versuche nicht, es abzustellen – und du wirst dein blaues Wunder erleben, glaub' mir. Probier's aus.

Und falls du die Samarpan-Meditation noch nicht kennst: die kann ich dir wirklich ans Herz legen. Die ist total einfach, kostet nichts, jeder kann sie machen, aber die kümmert sich um all dies. Auf meiner Website, auf der Seite Samarpan-Meditation, da habe ich dir die Links zusammengestellt, die zu den offiziellen Informationen über diese wunderbare Meditation führen. Danke.

Sei geduldig mit dir und erwarte nicht, dass du dich änderst. Liebe dich, wie du bist. Liebe den Unsinn, den du machst. Akzeptiere es einfach und versuche nicht, es abzustellen – und du wirst dein blaues Wunder erleben. Und falls du die Samarpan-Meditation noch nicht kennst: die kann ich dir ans Herz legen. Die kümmert sich um all dies.

Wie dir der kranke Körper hilft

Simone, wenn du noch etwas vorzulesen hast, dann bitte fahre fort.

[Simone:] Das mache ich gerne.

Die nächste Frage ist von jemandem, der sich auf YouTube 'Schmetterling' nennt.

[Dhyan Mikael:] Ah, Schmetterling, ja, hallo. Ich kenne dich. Schön, dass du da bist.

[Simone:] „Ich habe schon zwei Monate eine Nasennebenhöhlenentzündung. Was will mir das sagen?”

[Dhyan Mikael:] Diese Dinge, die sprechen zu uns ganz direkt. Du hast eine Nasennebenhöhlenentzündung? Kümmere dich einfach darum, auf praktische Weise. Du brauchst dir keine mentalen Fragen stellen, was es bedeutet, so im übertragenen oder esoterischen Sinn. Ich will dir ein Beispiel geben.

Wenn jemand ein gebrochenes Bein hat, dann will das Leben diesen Menschen damit sagen: „renn nicht herum”. Das Leben nimmt dir die Fähigkeit, herumzurennen. Es hilft dir dabei, anzuhalten – ganz einfach. Da braucht man sich überhaupt nichts fragen. Das Leben spricht zu uns ganz direkt, unmissverständlich. Wir brauchen nicht schlau sein.

Und wenn du eine Nasennebenhöhlenentzündung hast, dir geht es elend, du hast vielleicht Fieber und bist schwach und hast keine Energie.... Ich weiß nicht, wie du dich fühlst, aber Soham fragt immer bei so etwas: „Wobei hilft dir das?” Hilft es dir dabei, weniger zu arbeiten? Hilft es dir dabei, langsamer zu sein? Hilft es dir dabei, mehr ausruhen zu müssen, mehr zu schlafen?

Hilft es dir vielleicht dabei, dich besser um den Körper zu kümmern oder mehr allein zu sein, weil du nicht so gut reden kannst und Gesellschaft gerade nicht erträgst, wenn es dir so geht? So spricht das Leben ganz direkt zu uns. So etwas hilft uns dabei, dass wir das bekommen, was wir gerade brauchen – ganz praktisch. Das ist alles.

Manche Menschen haben Migräne und können nicht zur Arbeit gehen. Das Leben hilft dir dann dabei, nicht zur Arbeit zu gehen, sondern die Vorhänge zuzuziehen, im Bett zu bleiben, weil du nichts anderes machen kannst, und in dich zu fallen und dich zu fühlen und zu meditieren. Dabei hilft dir das Leben. Und so ist es mit allem, nicht nur, was diesen Körper anbelangt, sondern alles, was im Leben geschieht.

Ich habe zu Beginn des Satsangs die Email des Menschen vorgelesen, der auf der Alm sitzt und sich einsam und ausgeschlossen und vom Leben bestraft fühlt. Das ist das Leben, das diesem Menschen genau das gibt, was er gerade braucht – ob er will oder nicht. Und so ist es mit allem im Leben, auch mit Nebenhöhlenentzündungen.

Pfleg dich gut. Liebe deinen Körper. Lass ihm alle Hilfe angedeihen, die dir einfallen: Inhalieren, Ausruhen, was auch immer... sich Zeit nehmen für sich selbst, sich Zeit nehmen für den Körper, entschleunigen – was auch immer es ist, was dein Körper dir sagt, ganz direkt, ganz praktisch, das ist das Geschenk dieser Dinge.

Gute Besserung, Schmetterling. Ja, mit einer Nasennebenhöhlenentzündung fliegt es sich wahrscheinlich nicht so gut herum und du bleibst einfach lieber zu Hause. Das ist es, wobei es dir hilft. Vielleicht hast du das Gefühl, „ja aber gerade in dieser Zeit sollte ich doch einkaufen gehen, Geschenke kaufen, Weihnachten vorbereiten, Verwandte besuchen – und ich bin krank”. Ja, frage dich: wobei hilft mir diese Nasennebenhöhlenentzündung? Und dann bist du auf der richtigen Fährte.

Danke. Schön, dass du hier bist.

Der Ekel will wissen, ob er willkommen ist

[Simone:] Nächste Frage ist von Sven.

[Dhyan Mikael:] Sven, hallo, grüß dich.

[Simone:] „Die Einfachheit, die du rüberbringst, ist sehr entspannend. Ich kämpfe immer noch etwas mit Gefühlen, obwohl ich doch weiß, dass sie meine Erlösung sind. Das Gefühl ist Ekel vor mir selbst, wenn ich es benennen müsste.”

[Dhyan Mikael:] Danke, Sven.

Ja, da kommt dieser Ekel, ein richtig ekliges Gefühl, eines, das keiner haben möchte, und fragt sich: „Mal gucken, ob ich hier willkommen bin. Keiner will mich. Vielleicht geht es ja hier.” Weißt du, wir müssen mit diesen Gefühlen gar nichts machen: einfach da sein lassen reicht. „Ah... Ekel vor mir selbst. Okay. Komm. Alles klar.

Du darfst hier sein – Für immer.” Du musst es jetzt nicht irgendwie intensiv fühlen. Du musst es nicht verstehen. Du musst es nicht auflösen. Nein...: einfach da sein lassen, als wäre es eines dieser Kinder, von denen ich vorhin sprach, als ich auf die Email antwortete von dem Menschen mit dem dementen Vater oder Großvater.

Da kommt dieser Ekel und fragt sich: „Mal gucken, ob ich hier willkommen bin. Keiner will mich. Vielleicht geht es ja hier.” Weißt du, wir müssen mit diesen Gefühlen nichts machen: einfach da sein lassen reicht. Du musst es nicht intensiv fühlen, nicht verstehen, nicht auflösen. Nein... einfach da sein lassen, als wäre es eines dieser Kinder, von denen ich sprach.

Wenn du solch ein Kind auf den Schoß nimmst, das gerade Aufmerksamkeit braucht, dann brauchst du mit dem Kind gar nicht viel machen. Es einfach da sein lassen: „Komm her...” So machst du das mit den Gefühlen auch. Du musst nichts mit ihnen machen, nichts über sie wissen, du musst ihnen nicht das Richtige sagen. Du musst dich nicht auf die richtige Weise verhalten. Es darf einfach da sein – ganz einfach. Das kann jeder. Dafür braucht man keinen Workshop machen.

Wenn du ein Kind, das Aufmerksamkeit braucht, auf den Schoß nimmst, dann brauchst du mit ihm nicht viel machen. Es einfach da sein lassen: „Komm her...” So machst du das mit den Gefühlen auch. Du musst nichts mit ihnen machen, nichts über sie wissen. Es darf einfach da sein. Das kann jeder. Dafür braucht man keinen Workshop.

Dann ist der Ekel kein Problem mehr.

Ja, so geht es. Genau so.

Dann schmilzt alles. Wir wissen gar nicht, wie es möglich ist.

Danke schön.

Das Leben feiern, wie es ist

[Simone:] Die nächste Frage ist von Yoyo.

[Dhyan Mikael:] Yoyo, hallo. Schön, dass du wieder da bist.

[Simone:] „Mein Vater hat auch Demenz, und mir fällt es sehr schwer, ihn so zu sehen. Was meinst du mit 'Menschen haben sich das ausgesucht'?”

[Dhyan Mikael:] Das ist etwas, was wir sehr schwer verstehen, weil wir uns nicht daran erinnern können. Aber bevor du in dieses Leben gekommen bist, hast du dir dieses Leben gewünscht, weil dieses Leben dir bei etwas hilft, was du noch zu erledigen hast. Aber dann sind wir in diesem Leben und können uns an nichts erinnern.

Und wir brauchen uns auch an nichts erinnern. Es reicht, dieses Leben zu akzeptieren. Und durch dieses Akzeptieren, durch dieses vollkommene Annehmen des Lebens, wie es jetzt gerade für mich ist, dadurch geschieht das Lernen, wozu ich hierher gekommen bin für dieses Leben. Ich brauche es nicht analysieren.

Du hast dir dieses Leben gewünscht, weil es dir bei etwas hilft, was du noch zu erledigen hast. Aber dann sind wir in diesem Leben und können uns an nichts erinnern. Und wir brauchen uns auch an nichts erinnern. Es reicht, dieses Leben zu akzeptieren. Und durch dieses Akzeptieren geschieht das Lernen, wozu ich hierher gekommen bin.

Und es ist ganz spannend, weißt du... In deinem eigenen Leben gelingt dir das. Du hast vielleicht schon haarsträubende Dinge erlebt in diesem Leben, aber du selbst hast die Möglichkeit dazu, 'ja' zu sagen, und dann durchlebst du es. Und je mehr du 'ja' dazu sagen kannst, desto leichter durchlebst du es, ohne dass es irgendwelche Spuren an dir hinterlässt, so, als wäre das nie geschehen.

Aber wenn du andere Leute beobachtest, die ihrerseits ein schweres Leben haben, da ist es anders.

Du weißt nicht, was in denen passiert. Du siehst nur von außen: die haben es schwer. Und das ist hart. Und dann ist deine Aufgabe wieder die gleiche: mit dem, wie es für dich ist, Frieden zu schließen.

Du hast haarsträubende Dinge erlebt in diesem Leben, und je mehr du dazu 'ja' sagen kannst, desto leichter durchlebst du es, ohne dass es Spuren an dir hinterlässt, als wäre es nie geschehen. Aber wenn du andere siehst, die es schwer haben, ist es anders. Das ist hart. Dann ist deine Aufgabe wieder die gleiche: mit dem, wie es für dich ist, Frieden zu schließen.

Der Schmerz... Weißt du, du siehst diesen Menschen, der hat Demenz, aber noch nicht ganz. Er hadert, vielleicht kämpft er, vielleicht leidet dieser Mensch noch.

Und das löst in dir Gefühle aus. Aber das sind deine Gefühle. Die haben mit diesem Menschen in Wirklichkeit nichts zu tun. Es ist deine Angst, dein Unwohlsein, dein Hadern mit dem Leben, das da angetriggert wird. Und dann: damit Frieden schließen; auch dieses Gefühl da sein lassen, wie die Angst, wie den Ekel, wie alles andere auch.

Und wenn du damit in Frieden bist, mit deinen Gefühlen, dann kannst du auch zu diesem Menschen gehen, der Demenz hat, und bei dem sein und ihn lieben und das Leben feiern.

Du siehst diesen Menschen, der Demenz hat, er hadert, kämpft, und das löst in dir Gefühle aus. Aber das sind deine Gefühle. Es ist deine Angst, dein Hadern mit dem Leben, das getriggert wird. Wenn du mit deinen Gefühlen in Frieden bist, kannst du auch zu diesem Menschen gehen, der Demenz hat, und bei ihm sein und ihn lieben und das Leben feiern.

Und deine Frage war, wie ich das meine mit „wir haben uns dieses Leben ausgesucht”. In deinem eigenen Leben kannst du davon manchmal eine Ahnung bekommen, weil du weißt, was du durchlebt hast, und weil du weißt – je älter du wirst, desto klarer kannst du das sehen –, wo es dich hingebracht hat: immer mehr zu dir.

Einmal war jemand im Satsang von meinem Meister Soham. Dem war auch irgendetwas sehr Schwieriges widerfahren, natürlich etwas, was er nicht haben wollte, und dann fragte ihn Soham: „Wärest du hier im Satsang ohne dieses Ereignis?” Und der Mensch sagte: „Natürlich nicht!” Dann meinte Soham: „Ja, siehst du, genau das meine ich.” Das Leben hilft uns, endlich zu uns selbst zu finden – das Einzige, was uns wirklich glücklich macht, aber das, was wir eigentlich überhaupt nicht wollen.

Wir wollen ein glückliches Leben da draußen. Wir wünschen uns irgendwelche Umstände, die uns irgendwie Glück bescheren sollen. Dabei ist das Einzige, was hilft, zu sich zu finden. Und dabei hilft uns das Leben, indem es uns immer wieder Gelegenheit gibt, 'ja' zu sagen – immer wieder, immer wieder.

Das Leben hilft uns, endlich zu uns selbst zu finden – das Einzige, was uns wirklich glücklich macht. Aber wir wollen ein glückliches Leben da draußen. Wir wünschen uns Umstände, die uns Glück bescheren. Dabei ist das Einzige, was hilft, zu sich zu finden. Und dabei hilft uns das Leben, indem es uns immer wieder Gelegenheit gibt, 'ja' zu sagen.

Und in dem eigenen Leben kann man es dann irgendwann entdecken: „Wow. All das, wo ich früher gedacht hatte, das Leben liebt mich nicht, hat mich zu mir gebracht, zu Gott, in den Himmel.” Ja...

Und dann kann man dann sehen, warum wir dieses Leben gewählt haben: weil wir vor diesem Leben gesagt haben, „Jetzt will ich es wissen. Noch einmal vergesse ich nicht. Dieses Mal will ich es wirklich wissen.” Und dann sagen wir: „Okay, Leben, hilf mir. Ich will nicht noch einmal im Kreis gehen. Ich will nicht noch einmal vergessen, wer ich bin.

Ich will nicht noch einmal diese Gelegenheit, die mir das Leben bietet, verpassen, so wie alle anderen.” Und dann fragt dich das Leben: „Bist du dir sicher? Ich mache mit.” Und du sagst: „Ja, ich will es wissen.” Und das Leben sagt: „Okay, kein Problem. Lass uns anfangen.” Und jetzt bist du hier. Du bist im Satsang. Was für ein Wunder.

Wir haben dieses Leben gewählt, weil wir vor diesem Leben gesagt haben: „Jetzt will ich es wissen. Noch einmal vergesse ich nicht.” Dann fragt dich das Leben: „Bist du dir sicher?” Und du sagst: „Ja, ich will es wissen.” Und das Leben sagt: „Okay, kein Problem. Lass uns anfangen.” Und jetzt bist du hier. Du bist im Satsang. Was für ein Wunder.

Ja, so meine ich das. Ich danke dir für deine Frage. Danke für die Gelegenheit, darüber zu sprechen.

Übrigens, habt ihr schon meinen – ups, wo ist er –, tollen Weihnachtsstern gesehen hier, der hier? Der ist echt. Das ist keine Videoeinblendung, der ist echt. Schau, man kann ihn bewegen. Ich musste nämlich meiner Tochter sagen, was ich mir zu Weihnachten wünsche. Und ich sage ja immer: „ich habe ja von Kindern keine Ahnung”. Und dann fragte mich meine Tochter, was ich mir denn zu Weihnachten wünsche, und ich sagte: „Du, tut mir leid, ich habe keinen Wunsch, ich bin einfach glücklich”.

Und dann später kam meine Partnerin zu mir und sagte, „du, also, weißt du, wenn Kinder zu dir kommen und so etwas fragen: die wollen etwas für dich machen, das macht die total glücklich. Denen zu sagen, ich will nichts, ich bin glücklich, das hilft denen nicht wirklich.” Und dann habe ich mich hingesetzt und habe mich gefragt: „Ja, was brauche ich denn?” Weißt du, Kinder wollen immer helfen. Die wollen wirklich nützlich sein und einem etwas geben, was wirklich wertvoll für einen ist.

Und dann dachte ich: „Ja, natürlich! Das Weihnachts-Intensive! Ich brauche einen Weihnachtsstern. Wie konnte ich das nur vergessen?” Meine Tochter ist unglaublich gut im Basteln, und die hat diese Teile auch schon für einen Weihnachtsmarkt gebaut und da richtig Geld mit verdient – als Zehnjährige. Es ist unglaublich. Jetzt ist sie 11. Und der ist richtig cool geworden. Also, das ist er, der Weihnachts-Intensive-Stern.

Du weißt nicht, wohin dich Akzeptanz führt

Simone, hast du noch etwas?

[Simone:] Ja, habe ich.

[Dhyan Mikael:] Ah, wie schön. Bitte, fahre fort.

[Simone:] John hat noch einmal eine Frage.

[Dhyan Mikael:] Ja, bitte, John.

[Simone:] „Ich habe einen Freund und Freundin, welche durch ihre mentalen Probleme, insbesondere Ängste, kettenrauchen. Da zuzusehen fällt mir schwer, weil ich weiß, dass es nicht gut ist und welche Folgen es haben kann. Dennoch kommen sind von ihrer Sucht nicht los. Mich stört das Rauchen einfach, insbesondere in meiner Gegenwart. Wie kann ich besser damit umgehen? Akzeptanz?”

[Dhyan Mikael:] Das Beste ist Akzeptanz, aber lass uns kurz darüber reden, was Akzeptanz bedeutet. Akzeptanz bedeutet nicht, dass du es akzeptierst, in der Gegenwart von Menschen zu sein, die dich vollqualmen. Akzeptanz heißt: diese Menschen rauchen. Punkt. Wenn ich mit diesen Menschen zusammen sein will, werden sie rauchen.

Und da kannst du ihnen sagen: „hey, Leute, ich habe euch echt gern, ich würde gern vorbeikommen, aber ich kann nicht. Ihr raucht, kein Problem, finde ich auch toll, aber das Rauchen belastet mich, meine Lunge verträgt es nicht. Tut mir leid, ich kann nicht kommen.” Das ist alles, was du sagen kannst – wenn du überhaupt etwas sagen willst.

So würde ich das machen. Was nicht hilft, ist, denen zu sagen, dass Rauchen schädlich ist. Das wissen die selbst. Es ist auch nicht hilfreich, denen zu sagen, warum sie rauchen. Das wissen sie wahrscheinlich selbst, und wenn sie es nicht wissen, hilft es auch nichts. Habe sie lieb, so wie sie sind – und dann: kümmere dich um dich selbst. Das ist das Entscheidende.

Weißt du, wir wollen meistens die anderen Leute ändern, damit wir uns nicht um uns selbst kümmern müssen, denn das ist wirklich schwierig. Wir wollen lieber den anderen Menschen dabei helfen, sich das Rauchen abzugewöhnen, als denen sagen zu müssen: „hört mal, ich komme nicht mehr zu euch, weil ich das Rauchen nicht ertrage.” Das hat es echt in sich.

Wir wollen meistens die anderen Leute ändern, damit wir uns nicht um uns selbst kümmern müssen, denn das ist wirklich schwierig. Wir wollen lieber den anderen Menschen dabei helfen, sich das Rauchen abzugewöhnen, als denen sagen zu müssen: „hört mal, ich komme nicht mehr zu euch, weil ich das Rauchen nicht ertrage.” Das hat es echt in sich.

Aber das ist Akzeptanz. Du akzeptierst zwei Sachen. Erstens: diese Menschen, die ich liebe, rauchen. Zweitens: ich hasse es, wenn Menschen in meiner Gegenwart rauchen. Ich will das einfach nicht. Und diese zwei Sachen zu akzeptieren, das ist die Herausforderung. Und du weißt nie, was passiert. Denk nicht darüber nach.

Wenn du akzeptierst, dass die rauchen, kann es sein, dass du feststellst: „wow...” Weißt du, damit meine ich: wenn du aufhörst, darüber nachzudenken. Du bist ein sehr intelligenter Mensch. Du bist ein sehr schlauer Mensch. Du weißt sehr viel. Das ist wunderbar, aber manchmal macht es die Sachen im praktischen Leben ein bisschen komplizierter, als es nötig ist. Wenn du einfach akzeptierst: „Okay – die rauchen. Nicht meine Angelegenheit...” Wenn du das voll und ganz akzeptierst, kann es sein, dass du feststellst, dass du trotzdem hingehst.

Aber jetzt, wo du nicht mehr darüber nachdenkst und es einfach akzeptierst, erträgst du es halt. Für die ein, zwei Stunden ist es gar kein Problem für dich, stellst du dann plötzlich fest – wenn du nicht darüber nachdenkst. Es kann aber auch sein, dass du feststellst, dass du nicht mehr hinwillst, weil du einfach diesen Rauch nicht magst. Die Aversion gegen das Rauchen ist stärker als deine Liebe für diese Mensch, und dann bleibst du zu Hause.

Wir wissen also nie, wozu Akzeptanz führt. Wir werden immer wieder davon überrascht, immer wieder. Das hast du vielleicht auch schon erlebt. Du verliebst dich in eine Frau, und die raucht.

Eine Woche vorher hättest du Stock und Stein geschworen, dass du nie mit jemandem zusammen sein wirst, der raucht, und jetzt bist du nicht nur mit jemandem zusammen, der raucht, du küsst sie sogar noch und findest es klasse. Wir wissen nie, wozu es führt. Wenn du jemanden liebst, dann akzeptierst du ohne Wenn und Aber – für die Zeit, in der du liebst; für die Zeit, in der du diese magische Offenheit hast.

Da geht plötzlich alles. Wir wissen also nie, was Akzeptanz mit sich bringt. Wir wissen nie, was geschehen wird, wenn wir aufhören, über die Sache nachzudenken und einfach akzeptieren, wie jemand ist. Wenn wir akzeptieren, wie man selbst ist, ist es immer wieder überraschend.

Und auch hier: wenn du Frieden schließt mit den Gefühlen, die du hast, mit dem, was sich deine Freunde da antun, das wird das Ganze auch einfacher für dich machen. Ja, natürlich ist es nicht hilfreich für deren Körper, aber das geht dich nichts an. Kümmere du dich um deine Gefühle, und dann wird es leichter. Dann kannst du vielleicht sogar mit ihnen zusammen sein.

Und ich stelle etwas ganz Erstaunliches fest. Ich stelle mit den Jahren, wo ich meditiere und mehr zu mir selbst komme, fest, dass zwei Sachen gleichzeitig geschehen. Auf der einen Seite werde ich immer empfindsamer. Ich merke immer mehr, was nicht gut für mich ist. Ich merke immer mehr, was mich stört, was ich nicht so mag. Und gleichzeitig halte ich immer mehr aus.

Es ist mir einfach egal, wie Menschen sind. Ich nehme sie einfach, wie sie sind: ob sie laut sind oder leise oder rauchen oder dies oder jenes tun, ist völlig egal. Ich muss ja nicht mit denen leben. Ich muss ja nicht den ganzen Tag oder das ganze Leben mit denen verbringen. Und das ist ganz erstaunlich. Und das passiert, je weniger man denkt.

Dann wird es wirklich einfach.

Seit ich meditiere und mehr zu mir selbst komme, geschehen zwei Sachen gleichzeitig. Ich werde immer empfindsamer. Ich merke immer mehr, was nicht gut für mich ist. Und gleichzeitig halte ich immer mehr aus. Es ist mir einfach egal, wie Menschen sind. Ich nehme sie einfach, wie sie sind. Und das passiert, je weniger man denkt. Dann wird es einfach.

Hier, wo ich lebe, raucht niemand, aber ich kann mich noch an Zeiten erinnern, es ist noch gar nicht so lange her: einige der sympathischsten Menschen, die ich kenne, die rauchen. Es ist einfach so. What to do? Nicht mein Problem.

Danke schön.

Mach kein Problem, wo kein Problem ist

[Simone:] Die nächste Frage ist von Helena.

[Dhyan Mikael:] Helena, hallo. Ich freue mich, dass du da bist.

[Simone:] „Hallo lieber Mikael. Meine Frage: ich meditiere, aber sehr oft zu verschiedenen Zeiten, meist zwischen 6 Uhr 30 bis 8 Uhr. Was ist nicht gut daran? Liebe Weihnachtsgrüße. Helena.”

[Dhyan Mikael:] Danke, Helena. Ich wüsste nicht, dass daran irgendetwas nicht gut wäre. Es ist wunderbar, dass du meditierst. Mehr ist nicht notwendig. Unser Kopf findet immer irgendwelche Probleme, weißt du...

Aber das ist alles nicht wichtig. Dass du meditierst, ist einfach ein Geschenk. Ich meditiere so, wie es gerade geht. Ich meditiere immer direkt nach dem Aufwachen, aber wann ich aufwache, ist von Tag zu Tag verschieden. Ganz lange Zeit habe ich sehr früh am Morgen meditiert, um 5, manchmal sogar kurz vor 5.

Jetzt, die letzten zwei, drei Monate, war es überwiegend deutlich später. Jetzt fängt es wieder an, früher zu sein. Gestern bin ich um viertel vor fünf aufgestanden, und ich genieße das einfach total, weil der frühe Morgen, diese Meditation, die finde ich ganz besonders schön. Aber das ist alles nicht wichtig.

Mach es so, wie es für dich geht. Mach kein Problem, wo kein Problem ist. Schön, dass du da bist.

In Frieden mit dem Stress

[Simone:] Dann lese ich noch eine Frage vor von Sabine.

[Dhyan Mikael:] Sabine, hallo. Ich freue mich, dass du da bist.

[Simone:] „Lieber Mikael, ich stresse mich häufig selbst und leide dann anschließend beziehungsweise zeitgleich unter körperlichen Symptomen wie Anspannung, Unruhe und Verzweiflung. Auch wenn ich mir alles selbst antue durch meine Gedanken – diese Gedanken einfach nur bemerken als Gedanke, und alle Symptome wahrnehmen und da so da sein lassen, wie sie sind, egal, wie sehr sie schmerzen?”

[Dhyan Mikael:] Danke. Danke für deine Frage.

Ja, wir stressen uns sehr gerne. Und das ist ja auch kein Wunder. Die meisten Menschen, die wir um uns kennen, angefangen bei unseren Eltern, bei unserer Familie, die stressen sich, die hetzen sich, und dann lernen wir halt das Gleiche.

Ja, du fragst: wie geht man damit um. Du stellst fest: „Oh, ich stresse mich”. Und du stellst fest, was das anrichtet in deinem Körper, in deiner Psyche. Jetzt hast du zwei Möglichkeiten. Du kannst dich jetzt zusätzlich damit stressen, dass du das abstellen willst. Du kannst dich dadurch stressen, dass du jetzt überzeugt davon bist, dass das ein Problem ist, und dass du unbedingt was dagegen tun musst, dass du dich stresst. Und dann stresst du dich natürlich noch mehr.

Oder du kannst anfangen, dich so zu lieben, wie du jetzt gerade bist: „Ah, okay. Ich stresse mich wieder. Okay.” Und dann schaust du dir dabei zu, wie du dich stresst. Das ist eine ganz tolle Erfahrung. Es ist, als würdest du innerlich ein Schritt zurücktreten und dich selbst ein bisschen besser wahrnehmen können, wie du irgendetwas hektisch machst, und dadurch wird es natürlich nicht schneller und auch nicht besser, im Gegenteil. Aber du bist hilflos. Du bist halt so. Und das ist alles, was notwendig ist.

Oder du kannst anfangen, dich so zu lieben, wie du jetzt gerade bist: „Ah, okay. Ich stresse mich wieder. Okay.” Und dann schaust du dir dabei zu, wie du dich stresst. Es ist, als würdest du innerlich ein Schritt zurücktreten und dich selbst ein bisschen besser wahrnehmen können. Aber du bist hilflos. Du bist halt so. Und das ist alles, was notwendig ist.

Du brauchst dich nicht ändern, und du kannst dich auch nicht ändern. Und es ist auch nicht deine Aufgabe. Gott hat viel Mühe darauf verwendet, dich so hinzukriegen, wie du jetzt gerade bist, weil du hier etwas lernen kannst.

Nimm einfach wahr, wie du bist. Hab dich lieb, wie du bist; und wenn du kannst, lächle darüber. Du kannst den Kopf darüber schütteln: „Mein Gott, was mache ich denn hier schon wieder? Unglaublich...” Aber ändere dich nicht. Mach das, was du vorgeschlagen hast: nimm einfach wahr, was du da treibst. Kümmere dich nicht um die Gedanken. Die führen nirgendwo hin. Die sind uninteressant. Du brauchst sie nicht wegmachen, das geht nicht. Kümmere dich einfach nicht um die. Und fühle, wie der Körper sich fühlt. Fühle, wie es sich anfühlt, gestresst zu sein.

Du brauchst dich nicht ändern, und du kannst dich auch nicht ändern. Und es ist auch nicht deine Aufgabe. Gott hat viel Mühe darauf verwendet, dich so hinzukriegen, wie du jetzt gerade bist, weil du hier etwas lernen kannst. Nimm einfach wahr, wie du bist. Hab dich lieb, wie du bist; und wenn du kannst, lächle darüber.

Sei einfach hier damit, mit diesem Stress, mit dem Körper, der angespannt ist.

Und weißt du... Wir wissen nie, was wir da wirklich spüren. Dieser Körper zum Beispiel, der ist, seit ich denken kann, angespannt. Ich weiß nicht, warum. Er hat als Kind einiges erlebt, als Erwachsener auch, und wer weiß, was da aus dem letzten Leben mitgebracht wurde? Ich kenne mich da nicht aus. Ich stelle mir diese Fragen auch nicht. Ich habe diesen Körper einfach lieb, so wie er ist: angespannt, steif, nicht wirklich im Gleichgewicht. Ich bin so dankbar für diesen Körper; ich will da nicht an Details herummäkeln. Ja, liebe dich so, wie du bist – und meditiere.

Manchmal, wenn ich wirklich davon überzeugt bin, dass mit mir etwas nicht stimmt – das passiert mir auch gelegentlich; nicht oft, aber manchmal –, dann meditiere ich, und in der Meditation nehme ich das, wovon ich so überzeugt bin, dass es mit mir nicht stimmt, und sage: „Hier, schau, Gott” – oder Swamiji, oder wer auch immer; wie auch immer du diese höhere Instanz nennen möchtest, der du dich hingeben und zuwenden kannst... Dann sage ich: „Schau, so bin ich. So bin ich. Schau. Schau mich an. So bin ich.” Und dann wird alles leichter.

Manchmal, wenn ich wirklich davon überzeugt bin, dass mit mir etwas nicht stimmt, nehme ich in der Meditation das, wovon ich so überzeugt bin, dass es mit mir nicht stimmt, und sage: „Hier, schau, Gott, so bin ich. So bin ich. Schau. Schau mich an. So bin ich.” Und dann wird alles leichter.

Wenn der Stress weiß, dass er bei dir willkommen ist und du ihn nicht wegmachen willst und dich jetzt stresst, dass er jetzt endlich verschwindet, dann stresst der Stress sich nicht mehr so sehr. Der Stress, der hat Angst, der ist unsicher... Wer weiß, warum er gestresst ist. Aber wenn du mit dem Stress entspannen kannst... Wenn du mit der Tatsache, dass du gestresst bist, in Frieden sein kannst, dann braucht sich wenigstens der Stress nicht stressen. Das ist unglaublich hilfreich.

Wenn der Stress weiß, dass er bei dir willkommen ist und du ihn nicht wegmachen willst und dich jetzt stresst, dass er jetzt endlich verschwindet, dann stresst der Stress sich nicht mehr so sehr. Der Stress hat Angst, der ist unsicher... Wer weiß, warum er gestresst ist. Aber wenn du mit dem Stress entspannen kannst, dann braucht wenigstens er sich nicht zu stressen.

Und ich meine es wirklich ganz ernst, auch wenn das vielleicht ein bisschen witzig klingt.

Liebe dich, wie du bist – und der Rest geschieht von selbst. Das ist das Geheimnis des Lebens.

Wir brauchen nur dabei sein. Wir brauchen nichts ändern. Und gerade bei Stress ist es ganz besonders deutlich.

Liebe dich, wie du bist – und der Rest geschieht von selbst. Das ist das Geheimnis des Lebens. Wir brauchen nur dabei sein. Wir brauchen nichts ändern.

Irgendetwas ist in deiner Frage noch, was ich nicht greifen kann, irgendetwas, was du vielleicht auch noch nicht gesagt hast. Ich weiß es nicht. Falls da noch etwas übrig ist, kannst du es gerne noch schreiben, wenn du möchtest auch morgen im zweiten Satsang, oder wie auch immer.

Danke.

[Simone:] Es gibt noch eine Rückmeldung von Schmetterling.

[Dhyan Mikael:] Schmetterling, ja, bitte.

[Simone:] „Ich habe das meinem Körper alles gegeben, wollte mit den Enkelkinder etwas unternehmen. Leider will es nicht werden. Danke für deine Antwort.”

[Dhyan Mikael:] Ja.

[Simone:] Dann gingen die Nasennebenhöhlen zu.

[Dhyan Mikael:] Ja, genau. Ja.

Wir glauben, wir wollen dies und jenes tun, wir sollten dieses und jenes tun, und dann zwingen dich die Nasennebenhöhlen zu etwas ganz anderem.

Ja. Genauso ist es.

Ausgeliefertsein und Hilflosigkeit

[Simone:] Dann gibt es noch eine Frage von jemandem, der sich Heisenberg nennt.

[Dhyan Mikael:] Hallo Heisenberg.

[Simone:] „Wie ist deine Erfahrung mit Ohnmacht und Ausgeliefertsein?”

[Dhyan Mikael:] Damit habe ich viel Erfahrung. Das ist auch eines der Geschenke des Lebens, die wir anfangs nicht haben wollen.

Schau, es ist so... Die meisten Menschen träumen davon, dass sie vom Leben getragen werden; dass man sich endlich nicht mehr alles sorgen und kümmern muss, sondern dass das Leben sich wirklich um einen kümmert und man loslassen und entspannen kann. Davon träumt doch fast jeder, oder?

Aber wir wollen nicht loslassen. Wir wollen die Kontrolle nicht aufgeben.

Und da wir das nicht tun, erfahren wir nie, dass das Leben uns die ganze Zeit trägt – die ganze Zeit. Aber da wir damit beschäftigt sind, festzuhalten und zu tun und zu kontrollieren, merken wir das nie.

Die meisten träumen davon, vom Leben getragen zu werden; dass man loslassen und entspannen kann. Aber wir wollen nicht loslassen. Wir wollen die Kontrolle nicht aufgeben. Und da wir das nicht tun, erfahren wir nie, dass das Leben uns die ganze Zeit trägt. Wir sind damit beschäftigt, festzuhalten und zu tun und zu kontrollieren, und so merken wir das nie.

Aber dann... Ich sagte vorhin: dieses Leben, in dem du dich hier wiederfindest, ist dazu gemacht, dich zu dir zu bringen und dir beizubringen, wie das Leben wirklich funktioniert. Und dann, manchmal, wenn das Leben dich wirklich liebt, bringt es dich in Situationen, wo es dich dazu zwingt, zu erkennen, wie das Leben funktioniert. Dann kommst du in Situationen, wo du nichts mehr tun kannst, wo du absolut hilflos bist.

Und wenn du dann, erzwungenermaßen, dazu 'ja' sagen kannst, weil dir eh nichts anderes übrigbleibt, dann erlebst du, wie das Leben wirklich funktioniert. Dann durchlebst du das, wovor du solche Angst hast, und dabei lernst du, dass das Leben dich trägt – und dich schon immer getragen hat.

Das ist meine Erfahrung mit Ausgeliefertsein und Hilflosigkeit.

In Wirklichkeit sind wir total hilflos. Wir haben hier nichts zu sagen, absolut nicht; nichts.

Aber anstatt zu erkennen, dass das der Segen des Lebens ist, glauben wir, das sei ein Problem.

Wenn das Leben dich liebt, zwingt es dich, zu erkennen, wie das Leben funktioniert. Dann kommst du in Situationen, wo du nichts mehr tun kannst und absolut hilflos bist. Und wenn du dann, erzwungenermaßen, dazu 'ja' sagen kannst, weil dir eh nichts anderes übrigbleibt, erlebst du, dass das Leben dich trägt – und schon immer getragen hat.

Es ist wirklich... Es steht alles auf dem Kopf. Wir wünschen uns, dass wir nicht hilflos sind, dass wir alles im Griff haben, aber genau das ist die große Last des Lebens. Und dann zwingt uns das Leben, wenn es es wirklich gut mit uns meint, dazu, zu erkennen, wie es wirklich tickt.

Und je mehr du 'ja' sagst dazu, wie das Leben ist, desto leichter ist es, das zu erkennen; desto weniger drastisch muss das Leben zu Werke gehen, um dir das Geheimnis zu enthüllen.

Und hier gilt auch das, was ich vorhin in der anderen Antwort gesagt habe. In unserem eigenen Leben können wir, wenn wir genau hinschauen, wenn wir ehrlich sind, das erkennen. Aber wenn wir das Drama im Leben von anderen Menschen sehen, dann können wir es nicht erkennen, weil wir es nicht selbst erleben; weil wir es mit Augen von außen sehen. Und das triggert dann unsere Gedanken – und dann können wir das nicht erkennen. Aber in unserem eigenen Leben, wenn wir dazu 'ja' sagen und ganz still werden und da genau hinschauen, dann können wir sehen, dass es genauso ist.

Eigentlich ist dieses ganze Leben nur dazu da, uns mehr oder weniger liebevoll beizubringen, dass wir loslassen könnten.

Eigentlich ist dieses ganze Leben nur dazu da, uns mehr oder weniger liebevoll beizubringen, dass wir loslassen könnten.

Es gibt da diese eine Geschichte, die ich vor einiger Zeit schon einmal in einem Satsang erzählt habe. Ich erzähle sie noch einmal, weil ich Geschichten so mag. Es ist diese Geschichte von diesem Menschen, der, nachdem er gestorben ist, nachdem er seinen Körper verlassen hat, in den Himmel kommt zu Gott. Und dann hockt er mit Gott zusammen... Das ist natürlich jetzt eine bildliche Geschichte. So ist Gott nicht wirklich, aber ich erzähle sie jetzt einfach mal so, wie die Geschichte geht.

Er sitzt also mit Gott zusammen, und dann schauen sie sich zusammen das Leben an, weil der Mensch nämlich wütend auf Gott ist. Er sagt: „Ich dachte, du bist immer bei mir. Der Mikael sagt, das Leben ist immer an meiner Seite.” Aber dann schauen sie sich das Leben an, und da siehst du auch wirklich ganz deutlich, wie die Fußspuren von diesem Menschen im Leben verlaufen, und nebendran die Spuren von Gott. Der war immer an seiner Seite, die ganze Zeit.

Und dann sagt der Mann: „Aber da, an der Stelle, schau, da, wo es mir so richtig dreckig ging, wo ich total verzweifelt war, da ist nur noch eine Spur, nicht mehr zwei. Da hast du mich allein gelassen.” Und dann sagt Gott zu ihm: „Liebes Kind, da konntest du nicht mehr laufen. Da habe ich dich getragen.”

Und dann sagt der Mann: „Aber da, an der Stelle, schau, da, wo es mir so richtig dreckig ging, wo ich total verzweifelt war, da ist nur noch eine Spur, nicht mehr zwei. Da hast du mich allein gelassen.” Und dann sagt Gott zu ihm: „Liebes Kind, da konntest du nicht mehr laufen. Da habe ich dich getragen.” Das sind diese Zeiten im Leben, wo uns das Leben dazu zwingt, zusammenzubrechen und nicht mehr laufen zu können – und wir werden trotzdem weitergetragen. Wir leben weiter.

Und das führt uns zu uns selbst. Da lernen wir das Leben kennen. Die Geschichte, diese Gottesfigur in dieser Geschichte ist natürlich eine sehr kindliche Angelegenheit, so ist Gott nicht wirklich.

Das sind diese Zeiten im Leben, wo uns das Leben dazu zwingt, zusammenzubrechen und nicht mehr laufen zu können – und wir werden trotzdem weitergetragen. Wir leben weiter. Und das führt uns zu uns selbst. Da lernen wir das Leben kennen.

Aber die Pointe gefällt mir.

Ramana Maharshi hat es anders ausgedrückt. Er sagte auch etwas, was mir sehr gefällt und mich immer wieder berührt. Er sagte: „Das, was geschehen soll, wird geschehen im Leben, ganz gleich, wie sehr du versuchst, es zu verhindern. Das, was nicht geschehen soll, wird nicht geschehen, ganz gleich, wie sehr du versuchst, es herbeizuführen.” Das heißt für mich: ich kann mich entspannen und einfach dabei sein – einfach mitleben; 'ja' sagen.

Ramana Maharshi sagte: „Das, was geschehen soll, wird geschehen, ganz gleich, wie sehr du versuchst, es zu verhindern. Das, was nicht geschehen soll, wird nicht geschehen, ganz gleich, wie sehr du versuchst, es herbeizuführen.” Das heißt für mich: ich kann mich entspannen und einfach dabei sein – einfach mitleben; 'ja' sagen.

Und dann, wenn ich mit dem Leben, wie es für mich ist, mitlebe, aufhöre, es zu bewerten... Du fragtest wegen Hilflosigkeit und ausgeliefert sein. Das hat immer auch etwas mit den Gedanken zu tun, „es sollte nicht so sein, es sollte anders sein, aber ich kann nicht mehr, ich kann es nicht anders machen.” Hilflos sein heißt: ich habe nicht die Kraft und die Mittel, das zu verhindern; das zu ändern; das Leben dazu zu zwingen, das jetzt anders zu machen.

Wenn ich diesen ganzen Unsinn aufhöre und mit dem Leben mitlebe – auch wenn ich denke, es ist alles total verkehrt, total verkehrt –, dann entdecke ich ein anderes Leben. Das ist meine Erfahrung.

Hilflosigkeit und ausgeliefert sein hat mit den Gedanken zu tun, „es sollte nicht so sein, es sollte anders sein, aber ich kann es nicht anders machen.” Hilflos sein heißt: ich habe nicht die Kraft, das Leben dazu zu zwingen, es anders zu machen. Wenn ich diesen Unsinn aufhöre und mit dem Leben mitlebe, dann entdecke ich ein anderes Leben.

Heute bin ich den Zeiten in meinem Leben, wo ich ausgeliefert sein und Hilflosigkeit erlebt habe, dankbar. Danke für deine Frage.

Was können wir entscheiden?

[Simone:] Die nächste Frage ist von Beate.

[Dhyan Mikael:] Beate, hallo. Schön, dass du da bist. Ich freue mich.

[Simone:] „Lieber Mikael, danke, dass es heute mit dir Satsang gibt. Was mich immer wieder verwirrt, sind die Aussagen im Satsang, „wir können nichts entscheiden”. Aber worauf wir den Fokus richten, das können wir anscheinend entscheiden. Ich habe auch schon gehört, dass das das Einzige ist, was wir letztlich entscheiden können. Hm... Was sagst du dazu, Mikael?”

[Dhyan Mikael:] Das ist aber eine tolle Frage. Danke, Beate. Ja, wir können nichts entscheiden, und wir können auch nicht entscheiden, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten. Und das erlebst du ja jedes Mal, wenn du meditierst, falls du meditierst. Du setzt dich hin, du bist entschlossen, deine Aufmerksamkeit aufs Kronenchakra zu richten, und was passiert? Das Gegenteil. Aber wir probieren es trotzdem. Eigentlich geht es in diesem Leben darum, mitzuerleben, was passiert.

Und trotzdem: ganz praktisch, im Leben, im Leben drin, in dieser Geschichte des Lebens, mit der wir eigentlich gar nichts zu tun haben, geschehen dann natürlich Sachen wie, dass uns jemand ein Tipp gibt, tu dies, tu das. Und dann geschehen Sachen wie, dass du weißt, „ah, das will ich jetzt machen, das sollte ich jetzt tun”, sei es bei der Arbeit, oder im spirituellen Bereich die Aufmerksamkeit auf irgendetwas richten, und dann machen wir da halt mit.

Aber in Wirklichkeit hat das alles nichts mit uns zu tun. Das ist einfach das Skript dieses Lebens. Wir glauben nur, das hat etwas mit uns zu tun. Wir glauben nur: „Ich entscheide mich jetzt dazu, das zu tun. Ich mache da jetzt mit.” Aber eigentlich geht es nur darum, mitzuleben und staunend mitzuerleben, was hier in diesem Leben geschieht.

Wirklich zu entscheiden haben wir hier gar nichts. Und das macht es so viel leichter, finde ich.

Eigentlich geht es nur darum, mitzuleben und staunend mitzuerleben, was hier in diesem Leben geschieht. Wirklich zu entscheiden haben wir hier gar nichts. Und das macht es so viel leichter, finde ich.

Aber wenn man da darüber nachdenkt, das ist nicht hilfreich. Ich verstehe dein Problem, das du mit gewissen Aussagen im Satsang hast, aber es gibt nicht wirklich eine befriedigende Antwort darauf, denn wenn man dann anfängt, darüber nachzudenken, führt das zu immer noch diffizileren Fragen.

Ich bin ein Pragmatiker, ich bin Ingenieur, ich will es praktisch haben. Und praktisch heißt es einfach: ich lerne, so zu leben, dass es sich für mich am richtigsten und am besten anfühlt. Ich versuche, das Leben so wahrhaftig und so einfach und so aufrichtig zu leben, wie ich halt kann – was immer das bedeutet. Das braucht man jetzt nicht analysieren.

Und das heißt für mich im Moment: miterleben, was geschieht; im Kronenchakra zu ruhen – und das heißt für mich: nicht zu denken, sondern einfach dabei zu sein. Wenn meine Aufmerksamkeit dort ruht, dann denke ich nicht, sondern bin ganz und gar hier, verbunden mit meiner Seele, und gleichzeitig ganz in diesem Leben. In zwei Jahren oder in fünf oder in zehn Jahren drücke ich das vielleicht vollkommen anders aus, aber all diese Worte sind nicht wichtig.

Im Kronenchakra zu ruhen, das heißt für mich: nicht zu denken, sondern einfach dabei zu sein. Wenn meine Aufmerksamkeit dort ruht, dann denke ich nicht, sondern bin ganz und gar hier, verbunden mit meiner Seele, und gleichzeitig ganz in diesem Leben.

All diese Worte sind völlig unzureichend und unzulänglich, um das zu beschreiben, was wir hier eigentlich treiben.

Deswegen habe ich das letzte Video gemacht, das von gestern.

Da spreche ich darüber, dass das Einzige, was einer für dich tun kann – ein Guru, ein Meister, wer auch immer, ein Jesus; ich sprach ein Video über Jesus –, ist, dir zu zeigen, was die Richtung ist, in die es sich zu leben lohnt, und das ist die Richtung nach innen. Und du hast keine Ahnung, was das bedeutet. Du hast keine Ahnung, was das bedeuten soll – 'innen'.

Der Guru sagt, das sind nicht deine Gefühle, nicht deinen Körper. Ja, was denn dann? Das musst du alles selbst entdecken.

Das Einzige, was einer für dich tun kann, ist, dir zu zeigen, in welche Richtung es sich zu leben lohnt, und das ist die Richtung nach innen. Du hast keine Ahnung, was das bedeuten soll – 'innen'. Der Guru sagt, das sind nicht deine Gefühle, nicht deinen Körper. Ja, was denn dann? Das musst du alles selbst entdecken.

Die Antwort auf deine Frage – und deswegen freue ich mich, dass du diese Frage hast –, die musst du selbst entdecken. Und du kannst von anderen, von einem Meister, von einem Guru oder vielleicht von mir, hören, „Ah, das ist die Richtung”. Und obwohl du überhaupt nicht weißt, was das bedeutet, gehst du trotzdem los, und dann fängst du an, deine eigenen Erfahrungen zu machen. Das ist das Einzige, worum es geht.

Wenn du die Antwort auf deine Frage haben willst, fang an zu forschen. Wende dich nach innen. Lerne dich selbst kennen. Und dann kommt eines zum anderen, immer mehr, immer mehr; immer weniger Fragen, immer mehr einfach nur hier sein. Aber das musst du selbst machen. Ich kann dir keine Worte geben, die dich zufriedenstellen, aber ich kann dich neugierig machen – und deswegen mache ich Satsang.

Die Antwort musst du selbst entdecken. Du kannst von einem Meister hören, „das ist die Richtung”, und obwohl du nicht weißt, was das bedeutet, gehst du trotzdem los und fängst an, eigene Erfahrungen zu machen. Das ist das, worum es geht. Wenn du die Antwort haben willst, fang an zu forschen. Wende dich nach innen. Lerne dich selbst kennen.

Ich gebe nicht Satsang, weil ich die Antwort habe. Es gibt keine Antwort, die dir das gibt, was du suchst. Es gibt keine Antwort, die dir das Leben erklärt. Es gibt keine Antwort, die dir wirklich erklären kann, was du hier zu tun hast. Es sind nur Wegweiser. Und dann gehst du selbst los. Dann wird es interessant.

Deswegen bin ich hier, deswegen gebe ich Satsang: um dir zu sagen, „Hey, da gibt es ein Weg, der ist echt interessant. Den kann ich nur empfehlen.” Und dann gehst du selbst los.

Ich gebe nicht Satsang, weil ich die Antwort habe. Es gibt keine Antwort, die dir das gibt, was du suchst oder dir das Leben erklärt. Es sind nur Wegweiser. Und dann gehst du selbst los. Dann wird es interessant. Deswegen bin ich hier, deswegen gebe ich Satsang: um dir zu sagen, „Hey, da gibt es ein Weg, den kann ich empfehlen.” Und dann gehst du selbst los.

Danke für deine wundervolle Frage. Ich freue mich, dass du da bist.

Wie die Samarpan-Meditation zu mir kam

Wir haben noch Zeit für eine Frage, Simone.

[Simone:] Ich habe noch zwei Fragen.

[Dhyan Mikael:] Ah ja, dann... Her damit.

[Simone:] Die nächste Frage ist von Yaqayaqa. Ich hoffe, ich spreche das richtig.

[Dhyan Mikael:] Hallo Yaqayaqa. Ich freue mich, dass du da bist.

[Simone:] „Wie meditierst du eigentlich?”

[Dhyan Mikael:] Danke für die Frage. Darüber spreche ich am allerliebsten. Ich mache die Samarpan-Meditation. Ich will dir kurz erzählen, wie ich dazu gekommen bin.

Vor etwa, nicht ganz 26 Jahren bin ich zu meinem spirituellen Meister Soham gekommen, und Soham hat mir alles beigebracht, was er mir beibringen konnte – und ich wurde glücklich. Ich hörte auf, irgendetwas zu wollen. Ich hörte auf, meinen Gedanken Aufmerksamkeit zu geben. Ich lernte, im Hier und Jetzt zu leben – so würde es Eckart Tolle wahrscheinlich ausdrücken.

Und ich war lange bei ihm... Ich bin heute noch bei ihm, aber ich lebe nicht mehr bei ihm. Ich war damals Teil seines Teams, ich war in jedem seiner Satsangs, habe für ihn gearbeitet, habe ihm gedient. Und als ich 17 Jahre lang bei ihm gewesen war, begann eine Zeit, wo ich festgestellt habe, dass ich unzufrieden wurde – aber nicht unzufrieden mit meinem Leben, nicht unzufrieden mit ihm, nicht unzufrieden mit mir... das war ganz seltsam. Es war ein Gefühl, als gäbe es da noch etwas, von dem ich überhaupt nichts weiß – und er auch nicht.

Und das wollte ich entdecken. Aber ich wusste davon nichts. Ich wusste nichts darüber. Ich wusste überhaupt nicht, was ich da gespürt habe. Wie gesagt: ich war überhaupt nicht unzufrieden mit meinem Leben, im Gegenteil – ich war einfach glücklich und ich hatte keine Wünsche, ich habe nichts mehr gesucht. Und doch tauchte da plötzlich diese Ahnung auf. Und dann habe ich mit meinem Meister darüber gesprochen. Ich habe mit Soham ein Gespräch geführt, habe ihm das erzählt und dann sagte er zu meinem großen Erstaunen: „Mikael, mir geht es genauso.” Da war ich baff.

Und dann, etwa 4 oder 6 Wochen später – es kann kein Zufall gewesen sein –, trat Swamiji, dieser indische Guru, in unser Leben, der die Samarpan-Meditation gebracht hat. Und durch diese Meditation habe ich das bekommen, was ich damals geahnt habe, als ich damals ahnte: da gibt es noch etwas, von dem ich nichts weiß. Diese Meditation, die hat mich dann wirklich nach Hause gebracht. Die ist ganz einfach. Die ist so einfach, dass man da gar nicht viel zu sagen kann, aber sie ist die einzige...

Ich habe in meinem Leben viele Meditationen kennengelernt, aber heute ist es die einzige Meditation, die ich für mich 'Meditation' nenne, weil das die einzige Meditation ist, die ich kenne, wo man nichts tut, wo man nichts erreichen will, wo man kein Ziel hat – und doch geschieht alles von selbst, mit der Zeit, ganz allmählich. Die heißt Samarpan-Meditation. Wenn du darüber etwas wissen möchtest: es gibt hier in Deutschland den Samarpan-Meditation e.V., das ist ein gemeinnütziger Verein, getragen von ehrenamtlichen Helfern.

Und dann, einige Wochen später – es kann kein Zufall gewesen sein –, trat Swamiji in unser Leben, der die Samarpan-Meditation gebracht hat. Durch diese Meditation habe ich das bekommen, was ich damals ahnte: dass es da noch etwas gibt, von dem ich nichts weiß. Diese Meditation, die hat mich dann wirklich nach Hause gebracht.

Die haben eine Website, die machen Einführung in die Meditation, und die erklären dir, wie das funktioniert. Wie gesagt, da gibt es nicht viel zu erklären, aber die die sagen dir, wie das funktioniert. Die haben eine Website, und auf meiner Website findest du auf der Samarpan-Meditation-Seite die Links zu der offiziellen Website und auch zu der E-Mail-Adresse, an die du schreiben kannst, falls du Fragen hast. Da gibt's auch Videos... Auf YouTube gibt's einen Kanal, da gibt es Videos dazu. Ja, und das ist alles kostenlos und so einfach. Jeder kann sie machen.

Das ist keine Meditation, wo man dann irgendwie seinen Lebensstil ändern muss oder die Religion wechseln muss oder Mitglied in irgendeinem Club oder irgendeiner Gemeinschaft werden muss – überhaupt nicht. Es ist supereinfach, jeder kann sie machen. Es gibt keine Regeln fürs Leben. Du kannst diese Meditation ganz einfach in dein Leben integrieren – aber sie verändert alles, weil sie dich zu dir selbst bringt. Und da geschehen die Wunder. Und irgendwie trägt diese Meditation die Energie in sich, obwohl sie so harmlos und nichtssagend wirkt...

man tut ja gar nichts. Sie trägt diese Energie in sich, das Unglaubliche zu bewerkstelligen, dich nach innen zu bringen – zu einem in, von dem du keine Ahnung hast.

Das ist keine Meditation, wo man den Lebensstil ändern, die Religion wechseln oder Mitglied in irgendeiner Gemeinschaft werden muss. Es gibt keine Regeln fürs Leben. Du kannst diese Meditation ganz einfach in dein Leben integrieren – aber sie verändert alles, weil sie dich zu dir selbst bringt. Und da geschehen die Wunder.

Das ist wirklich abgefahren. Ja, ich freue mich über deine Frage. Und wie gesagt, auf der Website findest du die Links zu weiterführenden Informationen. danke.

Das Leben leben, ohne darüber nachzudenken

Eine Frage hattest du noch, Simone, oder?

[Simone:] Genau.

[Dhyan Mikael:] Die machen wir noch.

[Simone:] Sie ist von Dani.

[Dhyan Mikael:] Dani, hallo.

[Simone:] „Frohe Weihnachten. Eine Frage. Warum fühlt sich momentan vieles so unecht an, wie in einem Theater? Also schon einige Jahre lang.”

[Dhyan Mikael:] Das ist alles ein Theater. Es hat alles nicht wirklich etwas mit dir zu tun. Aber mach dir darüber keine Gedanken. Ich lebe mein Leben mit den Füßen auf der Erde. Ich bin ganz da. Weißt du, es ist nicht so, dass ich hier lebe und denke: „Ja, das ist ja alles nicht echt...” Ich meditiere, und ich lebe das Leben so praktisch und so direkt und so gedankenfrei, wie ich nur kann. Und dadurch enthüllt sich mir die wahre Natur meiner selbst und die wahre Natur des Lebens von selbst, mehr und mehr.

Mehr kann ich dazu nicht sagen. Ich halte es nicht für hilfreich, da zu viel zu philosophieren.

Das hat alles nichts mit dir zu tun. Aber mach dir keine Gedanken darüber. Ich lebe mein Leben mit den Füßen auf der Erde. Ich denke nicht: „das ist alles eh nicht echt.” Ich meditiere und lebe so praktisch und gedankenfrei, wie ich nur kann. So enthüllt sich mir die wahre Natur meiner selbst und des Lebens. Ich halte es nicht für hilfreich, zu philosophieren.

Ich vertraue darauf, dass das, was ich selbst ganz direkt erlebe, reicht. Ich lese auch keine Bücher über das Leben. Ich lese keine Bücher über 'Wahrheit' – außer ein paar Sachen von Swamiji, einfach, weil mich das total zu mir bringt. Ich liebe das, was er da so schreibt. Aber ich vertraue einfach darauf, dass das, was ich im Leben ganz praktisch, ganz direkt, ganz menschlich erlebe, alles dafür gemacht ist, mich immer mehr zu mir zu bringen.

Deswegen sage ich zu allem, was zu mir kommt, 'ja' – ob es wehtut, ob es schön ist, ob es schwierig ist, ob es einfach ist oder nicht. Ich sage einfach zu allem 'ja', und dann enthüllt sich die wahre Natur des Lebens auf ganz praktische, ganz geerdete Weise immer mehr von selbst. Dann braucht man sich über diese spirituellen Fragen keine Gedanken machen. Da fühle ich mich am wohlsten.

Ich vertraue darauf, dass alles, was ich im Leben erlebe, dafür gemacht ist, mich immer mehr zu mir zu bringen. Deswegen sage ich zu allem 'ja', und dann enthüllt sich die wahre Natur des Lebens auf ganz praktische, geerdete Weise immer mehr von selbst. Dann braucht man sich über diese spirituellen Fragen keine Gedanken machen.

Ich weiß, die Antwort ist wahrscheinlich für dich nicht besonders befriedigend, aber ich empfehle dir wirklich: mache dir nicht zu viele Gedanken darüber. Leb dein Leben, so wie es ist; sag 'ja' dazu, so wie es ist – auch wenn du das Gefühl hast, es ist alles irgendwie nur ein Theater. Und: meditiere. Beim Meditieren schaust du immer mehr hinter den Vorhang – aber auf praktische Weise, auf existenzielle Weise. Das ist nichts Mentales, und deswegen gefällt es mir so sehr.

Mache dir nicht zu viele Gedanken darüber. Leb dein Leben, so wie es ist; sag 'ja' dazu, wie es ist – auch wenn du das Gefühl hast, es ist alles nur ein Theater. Und: meditiere. Beim Meditieren schaust du immer mehr hinter den Vorhang – aber auf praktische, existenzielle Weise. Das ist nichts Mentales, und deswegen gefällt es mir so sehr.

Ja... Ich danke dir für deine Frage, und ich danke euch allen für eure Fragen. Ich danke auch allen, die keine Fragen hatten, die einfach nur still hier dabei sind. Danke für eure Präsenz. Es ist so ein Geschenk. Vielleicht weißt du das nicht, aber diese ganze Welt, alles hier, ist nur für dich da – alles, jedes Sandkorn, und ich.

Vielleicht weißt du das nicht, aber diese ganze Welt, alles hier, ist nur für dich da – alles, jedes Sandkorn, und ich.

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Morgen Nachmittag gibt es noch einmal einen Satsang, wieder von 15 bis 17 Uhr, so wie heute. Wenn du magst, sei gerne noch einmal dabei. Irgendwie sind diese Weihnachtsfeiertage ganz besonders fruchtbar, obwohl ich gar nicht weiß, warum. Das ist für mich das Weihnachtsgeschenk: diese Satsangs. Ja, und wenn du noch nicht genug hast: auf meiner Website findest du ein paar Videos. Ich gebe jeden Monat etwa zweimal Satsang. Wenn du Lust hast, das neue Jahr auf eine ganz besondere Weise zu beginnen, gibt es vom 1. bis zum 5.

Januar den Neujahrsretreat mit mir in der Nähe von Frankfurt im Taunus. Da gibt's noch 2 Plätze. Ich weiß nicht, ob die noch frei sind. Ich glaube, da gibt es gerade ein paar Leute, die sich darum streiten, aber mein letzter Stand ist: da gibt es noch zwei Plätze. Du bist ganz, ganz herzlich willkommen im Satsang, online oder in echt, wie auch immer. Und alles, was ich mache, ist kostenlos. Alles ist ein Geschenk. Bei mir ist das ganze Jahr über Weihnachten. Die Retreats kostenlos, die Satsangs, alles. Und ich mag das so. Ich verschenke gern alles, was ich habe.

Aber es muss natürlich praktisch auch irgendwie funktionieren, und wenn du Freude daran verspürst, mich dabei zu unterstützen, dann ist das eine tolle Sache; dann hilft mir das, weiterzumachen. Ich gebe alles, was ich habe an Energie und an Zeit und an Kraft und an Geld, und wenn es ein paar Leute gibt, die mir dabei finanziell zur Seite stehen, dann kann das auch wunderbar weitergehen. Wenn du Lust hast, mich dabei zu unterstützen, dann findest du auf meiner Website auf der Spende-Seite Infos darüber, wie du das machen kannst.

Und am einfachsten und schönsten für mich ist es, wenn sich jemand dazu entschließt, eine Mitgliedschaft abzuschließen. Da gibt es in Berlin einen Provider, der heißt 'Steady' – auf meiner Website findest du den Zugang dazu – da kann man aus vier verschiedenen monatlichen Beiträgen wählen, und dann bekomme ich im Grunde von diesen Menschen, die so eine Mitgliedschaft haben, jeden Monat einen kleinen oder einen mittelgroßen oder großen Betrag, ganz so, wie du dich entscheidest.

Und es gibt mir ein Gefühl dafür, was mir möglich ist: wie viel Zeit, wie viel Geld ich aufwenden kann für diese wunderbare Sache hier mit den Satsangs und den Videos. Aber ganz egal, wie du das machen möchtest: alles ist willkommen. Mir ist es wichtig, dass jeder weiß, dass sich keiner zu irgendetwas verpflichtet fühlen muss. Ich verschenke gerne. Und gleichzeitig sage ich gerne allen Menschen, dass ich mich über Unterstützung freue. Ja.. wenn du magst: bis morgen. Ich freue mich, wenn du wieder dabei bist.

Ich freue mich, von dir zu hören, wenn du sonst eine Frage hast. Falls du mir eine Email schreibst: ich antworte immer, aber es kann eine Weile dauern. Ich bin hier allein, ich mache alles, die gesamte Arbeit, alles allein bis auf die wunderbare Unterstützung von Simone mit den Retreats und den Satsangs. Und obwohl ich immer antworte, kann es sein, dass es mal ein paar Monate dauern kann; aber ich habe dich nicht vergessen. Danke, dass du da bist.

Ich liebe dich.