Free from Karma, free from the World
The impossible task, which is the easiest one.
German with German subtitles.
Animals laze in the sun when they’re fed – but we humans are forever looking for the next challenge, the next mountain, the next battle. And so, without us realizing it, life prepares us for the final – impossible – task.
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About this Video:
Have you ever wondered why we humans are constantly seeking new challenges? Animals don’t do that: they eat, they sleep, they care for their young – and their lives are complete and whole. But us humans, as soon as we finish one task, we’re already looking for the next: the higher mountain, the more difficult work, our own limits. In this video, I talk about what this strange inclination is good for – because it prepares us for something most people don’t know about yet.
We live in two worlds. You know one of them: the world out there, the world of this body, its feelings, and thoughts. But there is another world of which we can know nothing and yet which we sense – as if it were casting a shadow that falls into this world. At some point in every person’s life, the search begins to discover what this is all about.
There is something highly peculiar about this search: It is the greatest challenge we humans face – and yet that world cannot be discovered through anything we do. Everything we do only leads us deeper and deeper back into this world. In this video, I’ll tell you how to free yourself from what pulls you back into this world and from what drives you away from it – not through renunciation, not by running away – and why this path begins with making peace with your feelings and even with your fear.
Perhaps you are thinking, “I can’t do that.” You don’t know how it’s supposed to work; you aren’t brave; you feel wrong and like a failure. But I’m speaking especially to you, because for this path you need no courage, no knowledge, no special ability. You need only the one thing that every human being has – including you: that quiet stubbornness, that indomitability of the soul. That is enough. It will lead you home.
This challenge is unlike any you’ve encountered before: It’s the only one that doesn’t require effort or make you break a sweat. I invite you to let me tell you about it – and then to experience what happens when you open yourself up to it.
Complete German text:
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Immer neue Herausforderungen
Link to topic in video at 0m29s
Guten Morgen.
Heute Morgen möchte ich mit dir über zwei Dinge sprechen, die du vielleicht aus deinem Leben kennst, wenn du auf deinem spirituellen Weg bist; wenn du dich fragst, was das hier alles soll: dieses Leben, dieser Körper, diese Herausforderung, die wir hier erleben.
Und zum Stichwort Herausforderung möchte ich zunächst einmal über eine Sache sprechen, die ganz erstaunlich ist im Leben von uns Menschen, und die uns vom Tier unterscheidet.
Es scheint, als würden wir im Leben ständig Herausforderungen suchen.
Schau dir die Tiere an. Sie schlafen, sie suchen Futter, das essen sie, und dann liegen sie faul in der Sonne – und ab und zu kümmern sie sich um Nachkommen.
Und deren Leben ist rund und ganz.
Die machen sich nicht auf den Weg, etwas Neues zu erfinden, was ihnen Arbeit macht, oder irgendetwas herauszufinden, was sie noch nicht kennen.
Sie haben ein klar abgestecktes Leben, klar abgesteckte Aufgaben, und das ist es.
Aber wir Menschen sind irgendwie anders. Sobald wir alles geregelt haben, sobald wir uns um Futter gekümmert haben und die Nachkommen versorgt sind, suchen wir die nächste Herausforderung – als wären wir auf der Suche danach, herausgefordert zu werden; als wären wir auf der Suche danach, zu wachsen und die Grenzen dessen, was mir möglich ist, auszuloten.
Und wir Menschen wachsen an diesen Herausforderungen, die wir überall suchen.
Kaum hat ein Volk, ein Land eine Zeit des Friedens erlebt, beginnt die Unruhe wieder. Der nächste Kampf kommt, die nächste Auseinandersetzung, der nächste Krieg.
Die Menschen stöhnen wegen ihrer Arbeit, aber kaum ist die Arbeit vorbei, wird ihnen langweilig, und sie suchen sich irgendein Hobby, irgendeine Beschäftigung, irgendeine neue Herausforderung, irgendetwas, was man wieder lernen, erforschen und meistern kann.
Wozu das alles?
Und wenn alles nichts hilft, beginnt man mit Sport und versucht, so schnell wie möglich zu laufen, so schnell, wie man selbst nur kann.
Man versucht, den höchsten Berg, die steilste Wand zu erklimmen, die man gerade noch schaffen kann mit den Fähigkeiten, die dieser Körper und dieses Wesen nun einmal hat in diesem Leben.
Und auf seltsame Weise erfüllt das uns und zieht uns an.
Vielleicht hast du dich auch schon gefragt: Wozu das alles? Warum können wir nicht einfach so sein wie die Tiere, uns faul zurücklehnen und in der Sonne faulenzen, wenn wir unsere Arbeit gemacht haben?
Wir leben in zwei Welten
Link to topic in video at 5m37s
Und das liegt daran, dass wir Menschen eine Aufgabe haben, die die Tiere nicht haben und die Pflanzen, eine Aufgabe, von der die meisten Menschen noch nichts wissen. Und diese Aufgabe besteht darin, herauszufinden, wer du wirklich bist; herauszufinden, was es mit dieser Welt, in der wir leben, auf sich hat.
Wir Menschen haben eine Aufgabe, die Tiere und Pflanzen nicht haben: herauszufinden, wer du wirklich bist. Und das ist die größte Herausforderung von allen. Wer die aufnimmt, braucht keinen Sport mehr, um sich zu beweisen, braucht keine Berge mehr und keinen Kampf, um die Fähigkeiten auszuloten, die man als Mensch hat.
Link to quote in video at 5m37s
Und das ist die größte Herausforderung von allen.
Wer die aufnimmt, braucht keinen Sport mehr, um sich zu beweisen, braucht keine Berge mehr und keinen Kampf, um die Fähigkeiten auszuloten, die man als Mensch hat.
Wir leben in zwei Welten.
Die eine Welt ist die Welt, die du kennst: die Welt da draußen, die Welt dieses Körpers, mit allem, was dazugehört, mit seinen Gefühlen, mit seiner Energie, mit dem, was ihn zieht, und mit den Gedanken, die dieser Körper und dieses Gehirn haben.
Aber es gibt eine andere Welt, eine Welt, von der wir nichts wissen und von der wir doch ahnen; eine Welt, die wir nicht sehen, mit unseren Sinnen nicht erfassen können.
Es gibt eine andere Welt, eine, von der wir nichts wissen und von der wir doch ahnen, eine, die wir nicht sehen, mit unseren Sinnen nicht erfassen können. Und doch ist sie da, wie ein Schatten, der in diese Welt hineinfällt. Wir können den Schatten sehen. Wir wissen, da ist etwas, und können das, was den Schatten wirft, doch nicht erfassen.
Link to quote in video at 7m37s
Und obwohl sie mit unseren Sinnen überhaupt nicht zugänglich ist, können wir sie spüren, erahnen.
Und doch können wir nichts darüber wissen, wir können nichts darüber beweisen, wir können noch nicht einmal irgendetwas darüber sagen, was Sinn macht.
Und doch ist diese andere Welt auch da, wie ein Schatten, der in diese Welt hineinfällt. Wir können den Schatten sehen. Wir wissen, da ist etwas, und können das, was den Schatten wirft, doch nicht erfassen.
Und irgendwann im Leben eines Menschen beginnt die Suche danach, was es damit auf sich hat, als wäre das wie ein Magnet.
Irgendwann beginnt diese Zeit im Leben. Viele Menschen interessieren sich überhaupt nicht dafür. Für viele Menschen stellen sich die Fragen überhaupt nicht: „Wo komme ich her? Was soll das alles hier? Wer bin ich?”
Für viele Menschen sind die anderen Herausforderungen noch genug, aber irgendwann ist es im Leben eines jeden Menschen so weit. Irgendwann zieht es sie in diese Richtung.
Frei von dieser Welt
Link to topic in video at 9m58s
Über diese Herausforderung, über diesen Weg, spreche ich in allen meinen Videos, und ich sage oft: Es geht ganz leicht. Es geht ganz leicht, herauszufinden, wer ich wirklich bin. Es geht ganz leicht, diese Welt zu entdecken, diese zweite Welt.
Und doch ist es die allergrößte Herausforderung, die es für uns als Menschen gibt.
Es gibt keine größere – aber nicht, weil es so schwierig wäre. Dieser Berg, den es da zu erklimmen gilt, der ist leicht zu besteigen.
Im Grunde ist es die natürlichste Sache der Welt. Was könnte schwieriger sein, als das zu sein, was ich in Wirklichkeit bin?
Die einzige Schwierigkeit besteht darin, dass wir mit all unseren Sinnen und mit all unserem Streben auf diese Welt fokussiert sind und kein Interesse an der anderen haben, weil wir von ihr nichts sehen.
Es ist subtil, es ist ganz fein.
Und die Herausforderung besteht nun nicht darin, etwas Neues, sehr Schwieriges zu lernen.
Jetzt besteht die Herausforderung darin, das, was wir schon kennen, sein zu lassen: unsere Aufmerksamkeit freizumachen.
Wir können die zweite Welt, von der ich hier spreche, nicht aktiv entdecken. Das geht nicht. Alles, was wir aktiv machen, alles, was wir mit unserem Willen, mit unserem Streben, tun können, ist immer in dieser Welt, führt uns immer in diese Welt, denn der, der da tut, gehört zu dieser Welt: der Körper, die Gedanken, das Ego.
Wir können die zweite Welt nicht aktiv entdecken. Alles, was wir tun können, führt uns immer in diese Welt, denn der, der tut, gehört zu ihr: der Körper, die Gedanken, das Ego. Um diese andere Welt zu entdecken, musst du einfach nur frei werden von dieser. Wenn du ganz frei von ihr bist und dich nichts mehr in diese Welt zieht, beginnt die andere, dich zu umhüllen.
Link to quote in video at 12m14s
Um diese andere Welt zu entdecken, musst du einfach nur frei werden von dieser Welt.
Wenn du ganz frei von ihr bist und einfach nur hier bist und dich nichts mehr in diese Welt zieht, dann beginnt die andere Welt, dich zu umhüllen.
Aber wie geht das? Wie geht das: frei von dieser Welt zu werden?
Es geht ganz einfach, und doch ist es die größte Herausforderung, die wir als Mensch kennen. Frei zu werden von dieser Welt heißt nicht, vor ihr wegzulaufen.
Du läufst nur dann vor etwas weg, wenn du davor Angst hast: wenn du davon nicht frei bist. Sobald du von etwas frei bist, berührt es dich nicht mehr, ängstigt es dich nicht mehr, zieht dich auch nicht mehr.
Aber wir wollen entweder etwas, oder wir wollen etwas nicht, weil wir Angst davor haben.
Und das ist das, was man im Osten Karma nennt: all das, was uns noch beschäftigt, all das, was uns noch entweder zieht oder abstößt, das bindet uns noch an diese Welt.
Und dann sind wir voll davon, und wir sind noch nicht frei für die Entdeckung des Anderen.
Und frei von dieser Welt zu werden heißt nun, frei zu werden von dem, was mich zieht, was mich so einnimmt, was mich förmlich in diese Welt verführt, und frei zu werden von dem, was mich ängstigt, was mich von dieser Welt abstößt.
Das eine – frei zu werden von dem, was mich zieht, von dem, was ich will –, geht ganz einfach: indem ich mir selbst treu bin; indem ich alles erforsche, wo es mich hinzieht, alles.
Und immer, wenn du einer Anziehung folgst, immer, wenn du es dir gestattest, deiner Neugier, deiner Energie, deiner Freude zu folgen, um herauszufinden, was es damit auf sich hat, immer, wenn du dir diese Freiheit gibst, wenn du diesen Mut hast, findest du heraus: „Ah, es ist nichts – das, wovon ich so sehr geträumt habe. Ja, es ist schön. Ja, es ist angenehm. Ja, es ist erfüllend für einen Augenblick.
Und dann ist es wieder nichts.”
Und so verbringen wir Menschen auf unserem Weg viele, viele Leben, um alles auszuprobieren, von dem wir glauben, dass es uns glücklich macht; von dem wir glauben, dass es uns etwas gibt. Und es gibt nur diesen einen Weg, den existenziellen Weg: hingehen und erleben. Dann entdeckst du die Wahrheit über das, was dich da gezogen hat.
Und es geht damit los, dass die Menschen sich wünschen, genug zu essen und zu trinken zu haben und einen sicheren Platz zum Schlafen.
Davon träumen wir, das wünschen wir.
Und dann haben wir das.
Aber es ist nicht genug: dann wollen wir das Nächste.
Der nächste Wunsch, der nächste Traum kommt: Wenn ich jetzt noch etwas mehr Geld hätte, ein wenig reicher wäre, dann, dann wäre das Leben so, wie es sein könnte. Und dann, im nächsten Leben, hast du so ein Leben, und du entdeckst: „Ja, aber das ist es auch nicht, da ist noch etwas anderes.”
Und so geht es immer weiter.
Irgendwann erleben wir ein Leben, wo wir alles an Reichtum haben, was es gibt, und wir sind doch nicht glücklich.
Irgendwann haben wir alles erreicht, was diesem Körper möglich ist.
Wir haben den höchsten Berg erklommen, den stärksten Feind besiegt.
Und dann träumst du von Liebe, von Sex, von Berühmtsein, von Klugsein, und eins nach dem anderen geht in Erfüllung – und du entdeckst: „Ja, es ist schön, es macht Spaß, aber das ist es nicht.”
Und erst, wenn alles, was uns zieht, erforscht und erkannt wurde – erkannt als: „Ja, es ist schön, aber das ist es nicht”, – wirst du frei davon.
Und das geschieht, indem wir alles erforschen mit stillem Verstand.
Hiersein: nicht Ende, sondern Anfang
Link to topic in video at 20m05s
Ein Leben lang, viele Leben lang sind wir umhergerannt und haben dies und jenes ausprobiert. Aber wir waren in unseren Träumen, in unserer Vorstellung, in unseren Gedanken, und dann sehen wir nicht klar.
Du kennst das.
Dann hast du einen Erfolg und du hast ganz klar erkannt: Das war es nicht. Aber du lebst in Gedanken und glaubst: „Ja, dann ist es vielleicht das Nächste. Ich hatte noch nicht den richtigen Job, ich hatte noch nicht den richtigen Erfolg.”
Oder wenn du dein Glück in Beziehungen suchst: „Ach, es war der falsche Partner; wenn ich nur den richtigen Partner hätte, wenn ich nur der Richtige wäre und das richtig hinkriegen würde mit Beziehung, mit Liebe, dann würde mir das den Himmel bescheren.”
Aber irgendwann lernst du, all deine Gedanken zu ignorieren; irgendwann lernst du, hier zu sein, im Augenblick, und nicht in Gedanken.
Irgendwann lernst du, deine Gedanken zu ignorieren und hier zu sein, im Augenblick und nicht in Gedanken. Dann gehst du mit stillem Verstand überall hin, ohne Traum, ohne Illusion. Deswegen ist das Entdecken des Lebens im Jetzt nicht das Ende, sondern der Anfang. Dann bist du fähig, die Dinge so zu erleben, wie sie wirklich sind, und wirst frei von dieser Welt.
Link to quote in video at 21m02s
Und dann, dann erst geht dieses Lernen los, von dem ich hier spreche: dieses Lernen, das dich befreit von der Welt.
Dann gehst du mit stillem Verstand überall hin und erkennst klar, was es damit auf sich hat, ohne Traum, ohne Illusion.
Deswegen ist das Entdecken des Hierseins, das Entdecken des Lebens im Jetzt, nicht das Ende, sondern der Anfang.
Dann bist du zum ersten Mal fähig, die Dinge so zu erleben, wie sie wirklich sind.
Und dann beginnst du, frei von dieser Welt zu werden, indem du alles erlebst, wo es dich noch hinzieht: alles.
In Frieden mit den Gefühlen
Link to topic in video at 22m31s
Und das Zweite, was uns an diese Welt bindet, ist das, wovor wir Angst haben.
Das Zweite, was uns an diese Welt bindet, ist das, wovor wir Angst haben. Schließ Frieden mit deinen Gefühlen. Du glaubst, deine Angst bringt dich um, wenn du sie nicht los wirst. Lass sie einfach hier sein. Schau, was geschieht, wenn du mit dieser Angst bist – still, ohne Gedanken, ohne Vorstellungen. Du bleibst einfach stehen und bist mit dem, was für dich da ist.
Link to quote in video at 22m31s
Und auch da gilt dasselbe: Geh überall hin, wovor es dich fürchtet.
Und das heißt in erster Linie: Schließ Frieden mit deinen Gefühlen.
Du glaubst, deine Angst bringt dich um, wenn du sie nicht los wirst.
Aber ich rate dir: Lass sie einfach hier sein. Schau, was geschieht, wenn du mit dieser Angst einfach hier bist – und auch da wieder still, ohne Gedanken, ohne Vorstellungen, ohne diese Überzeugung, was geschehen würde, wenn …; ohne irgendetwas über die Angst zu wissen.
Und so machst du es mit all den Gefühlen, die dich schrecken. So machst du es mit allem, was du in dir findest, wovor du weglaufen möchtest. Du bleibst einfach stehen und bist mit dem, was für dich da ist.
Und jedes Mal, wenn du das tust, jedes Mal, wenn du das tust mit stillem Verstand, entdeckst du: „Oh wow...
Ja, es macht Angst, ja, es tut weh, aber es ist nichts.
Ich habe mir umsonst Sorgen gemacht. Ich bin ganz umsonst weggelaufen. Es ist nichts.”
Und dann wirst du Stück für Stück frei von dem, was dich an diese Welt bindet, weil du Nein dazu sagst.
Auch das ist Karma: die Dinge, die wir noch zu befrieden haben, weil wir davor weglaufen in uns.
Auch das bindet dich an diese Welt.
Und so kommen wir in dieses Leben, wo wir lernen, im Augenblick zu leben, wo wir lernen, zu erleben – nicht durch den Schleier der Gedanken hindurch, sondern ganz direkt, ganz leer...
So werden wir frei von all diesen Dingen, ganz allmählich und erstaunlich schnell.
Etwas will nicht frei sein
Link to topic in video at 26m12s
Und ich sprach eingangs davon, dass wir als Menschen diese seltsame Neigung haben, die größte Herausforderung zu finden, die wir uns vorstellen können, als könnten wir ein Leben, wo wir nichts zu tun haben, gar nicht ertragen.
Aber es ist gut so, denn dies trainiert uns; dies bereitet uns auf diese Herausforderung vor, von der ich jetzt eben gesprochen habe.
Denn frei zu werden von dieser Welt, so einfach es klingt, wenn ich darüber spreche, konfrontiert uns mit einer ganz seltsamen inneren Herausforderung.
Es ist, als ob es etwas in uns gäbe, das es uns nicht gestattet, frei davon zu werden: etwas, was uns davon abhalten will; etwas, das dir sagt: „Das kannst du auf keinen Fall tun – einfach hier sein und Ja zu dem zu sagen, wovor du bisher weggelaufen bist?” Du glaubst deinen Gedanken. Du glaubst dem, vor dem du Angst hast. Und du glaubst auch dem, dem du hinterherrennst. Du glaubst: „Es ist wahr: ich brauche das.”
Und du glaubst: „Es ist wahr, ich darf auf keinen Fall dies oder jenes erleben.”
Und die Herausforderung, die einzige Herausforderung, die wir auf diesem Weg haben, ist, dem nicht zu glauben und stattdessen herauszufinden, wie es wirklich ist.
Und so einfach es klingt, so trivial es klingt... Es ist wirklich einfach, es ist wirklich trivial. Was könnte einfacher sein, als Ja zu sagen und einfach zu erleben, was hier ist, frei von Gedanken? Es gibt nichts Leichteres.
Und doch ist es, als müssten wir uns selbst überwinden.
Wenn du Sport machst, kennst du das: Der Körper will nicht arbeiten, er will nicht herausgefordert werden.
Er kann so viel mehr, als du glaubst. Aber es zu wagen, es zu probieren, erfordert etwas, was sich anfühlt wie Überwindung.
Wenn du dann einmal auf dem Weg bist, wird es mit jedem Schritt leichter.
Und diese Erfahrung, die bereitet dich vor auf diese letzte Herausforderung des Lebens.
Und da ist es genauso: Der Anfang ist das Schwerste. Wenn du einmal begonnen hast, Ja zu sagen zu dem, was in deinem Leben geschieht, wenn du einmal begonnen hast, Ja zu sagen zu den Gefühlen, die dich schon ein Leben lang ängstigen, dann wird es immer leichter. Dann entdeckst du: „Oh wow, es bringt mich ja nicht um, das Leben hört nicht auf, die Welt bricht nicht zusammen.”
Und beim zweiten Gefühl wird es noch leichter und beim dritten noch leichter, und irgendwann verliert diese Herausforderung auch ihren Schrecken.
Es wird immer leichter.
Aber du musst damit anfangen: dieses erste Durchschauen der Illusion unserer Gedanken, – der Illusion: „Oh wow, das wird mich glücklich machen” –, und stattdessen still hinzugehen und zu erleben, wie es wirklich ist, ohne Gedanken, ohne Vorstellung...
das scheint beim ersten Mal unmöglich zu sein. Es ist nicht unmöglich, aber man muss es wagen.
Das Gefühl, vor dem wir ein Leben lang weggelaufen sind, das einfach hier sein zu lassen, erscheint unmöglich.
Es ist nicht unmöglich.
Aber diese Herausforderung, etwas zu wagen, was scheinbar unmöglich ist, die müssen wir aufnehmen.
Und darauf bereitet uns das Leben vor: Diese Fähigkeit, die wir als Mensch haben, uns immer noch eine Herausforderung zu suchen, immer noch etwas zu probieren, was wir bisher noch nicht konnten – die bereitet uns darauf vor.
Die Unbeugsamkeit der Seele
Link to topic in video at 32m51s
In gewisser Weise ist dieses ganze Leben, all die Leben, die du als Mensch hattest, ein Training. Es ist der Sport, der dich auf diese Herausforderung vorbereitet.
Und wenn du beginnst, diese Herausforderung aufzunehmen, brauchst du nur eine einzige Fähigkeit.
Das ist, wie wenn du Marathon läufst – vielleicht kennst du das: einfach weiterlaufen.
Egal, welche Herausforderung es ist, die dich in deinem Leben an die Grenze bringt: Vielleicht ist es im Beruf, vielleicht ist es mit Menschen, vielleicht ist es in Partnerschaft, vielleicht ist es mit Kindern, vielleicht ist es im Sport, vielleicht ist es im Krieg, vielleicht ist es mit Krankheit.
Aber ganz gleich, wo im Leben du stehst, ganz gleich, welche Herausforderungen du dir in diesem Leben gesucht hast: die eine Fähigkeit, die wir haben, um uns dort hindurchzutragen, ist diese menschliche Sturheit, dieses Wissen: „Ich kann das.
Es sieht so aus, als würde es mich umbringen, aber ich kann das.” Diese...
Diese innere Kraft, diese Sturheit, die Unbeugsamkeit der Seele, ist alles, was du brauchst. Du musst nicht schlau sein und kein Held. Sich einfach tragen zu lassen von dieser inneren Kraft, obwohl man überhaupt nicht weiß, wo sie herkommt, und sich tragen lassen durch das, was unmöglich scheint: das ist alles, was du brauchst, und du hast das.
Link to quote in video at 34m43s
Diese innere Kraft, diese Sturheit, diese Unbeugsamkeit der Seele ist alles, was du brauchst. Du musst nicht schlau sein, du musst nicht wissen, wie es geht.
Du brauchst kein Held sein.
Aber sich einfach tragen zu lassen von dieser inneren Kraft, die man als Mensch hat, obwohl man überhaupt nicht weiß, wo sie herkommt, und sich der anvertrauen und sich tragen lassen durch das, was unmöglich scheint: das ist alles, was du brauchst, und du hast das.
Du weißt nicht, wie du irgendetwas finden oder erreichen sollst, da drinnen. Du hast keine Ahnung, wovon ich spreche.
Du weißt nicht, wie das geht, frei von dieser Welt zu werden. Du bist nicht mutig, du hast Angst, und du fühlst dich verkehrt und wie ein Versager. Aber einfach hier sein, so wie du bist: das kannst du, denn du bist es bereits. Und mehr ist nicht notwendig: einfach hier sein, Ja zu sagen dazu, wie es für dich ist.
Link to quote in video at 35m59s
Du weißt nicht, wie du mit deinen Gefühlen Frieden schließen sollst.
Du weißt nicht, wie das geht, frei von dieser Welt zu werden.
Du bist nicht mutig, du hast Angst, und du fühlst dich verkehrt und wie ein Versager. Aber einfach hier sein, so wie du bist: das kannst du, denn du bist es bereits.
Und mehr ist nicht notwendig: einfach hier sein, Ja zu sagen dazu, wie es für dich ist. Mehr ist nicht notwendig.
Mein Meister Soham beschrieb das einmal mit folgenden Worten: Es ist, als würde man sich verbrennen lassen, da, wo man gerade ist, durch das, wie es für mich ist, durch meine Angst, durch die Herausforderungen, die ich erlebe, durch das, wo es mich hinzieht, durch das, was ich will – mich davon verbrennen lassen, einfach indem ich darin stehe, wie es ist.
Es ist, als würde man sich verbrennen lassen von dem, wie es für mich ist, durch meine Angst, durch die Herausforderungen, die ich erlebe, durch das, wo es mich hinzieht – einfach indem ich darin stehe, wie es ist. Und das kann jeder Mensch, auch du. Du brauchst nicht gut sein, du brauchst nichts können. Einfach da sein, wo du bist, reicht.
Link to quote in video at 37m07s
Und das kann jeder Mensch, auch du.
Du brauchst nicht gut sein, du brauchst nichts können.
Einfach da sein, wo du bist, reicht, und dann da bleiben, immer wieder. Und immer wieder, wenn du zweifelst, immer wieder, wenn dich der Mut verlässt, immer wieder, wenn du davon überzeugt bist, „Ich kann das nicht”, wieder damit hier sein: „Okay, ich kann das nicht.” Damit kann ich hier sein, das kann ich.
Ich kann es nicht, was auch immer es ist, was ich mir vorstelle, was ich können sollte. Aber damit, wie ich bin, in meiner Unfähigkeit, in meinem So-Sein, hier sein: das kann jeder, denn das ist bereits das, wie es für dich ist. Du hörst einfach auf, anders sein zu wollen, weil du erkennst, dass das gar nicht möglich ist, und mehr braucht es nicht.
Dieses Feuer verbrennt die Fesseln, die dich an diese Welt binden.
Und dazu brauchst du nicht spirituell sein.
Du musst nicht so werden wie ich, du musst nicht so werden wie irgendein Meister oder Guru, den du vielleicht bewunderst.
Es geht nur um eines: da sein, wo du jetzt bist, so wie du jetzt bist. Das ist die Magie dieses Lebens: dass es so einfach ist. Und das ist die Natur unserer Herausforderung: dass wir nicht glauben können, dass es so ist.
Aber das ist die Wahrheit. Davon zu erzählen, dafür bin ich hier.
Weder hin noch weg
Link to topic in video at 40m34s
Und wenn du dann frei wirst von dieser Welt, Stück für Stück, immer noch mehr: du wirst immer noch freier von dem, was dich von dieser Welt wegtreibt aus Angst.
Du wirst immer freier von dem, was dich in diese Welt hineinzieht durch deine Begierden und Wünsche und Träume.
Dann bist du einfach hier.
Dann bist du einfach hier: du willst nicht mehr in die Welt hinein, aber auch nicht mehr von ihr weg. Und wenn du nicht mehr weg willst und nicht mehr hin, enthüllt sich die andere Welt. Man kann dort nicht hingehen. Nur wenn man da ist, wo man jetzt ist, enthüllt sich die wahre Welt, von der dir keiner etwas sagen kann und die du doch schon spüren kannst.
Link to quote in video at 41m02s
Du willst nicht mehr in die Welt hinein, aber auch nicht mehr von ihr weg.
Du bist, wo du bist.
Und dann, an diesem Punkt, wenn du nicht mehr weg willst und nicht mehr hin, dann enthüllt sich diese andere Welt.
Man kann dort nicht hingehen.
Man kommt dort nur hin, wenn man da ist, wo man jetzt ist: wenn du nicht mehr von hier weg willst, egal wie es ist; wenn du nicht mehr von hier weg willst, weder weil dich etwas irgendwo hinzieht, noch weil es dich hier wegtreibt aus Angst.
Dann enthüllt sich die wahre Welt, von der dir keiner etwas sagen kann und die du doch jetzt schon spüren kannst.
Und es ist gut, dass dir keiner etwas davon sagen kann, denn sobald du auch nur ein Wort darüber hören würdest, würdest du dir etwas vorstellen.
Und dann lebst du wieder in deinen Gedanken.
Deswegen ist alles, was die Meister und Gurus sagen, dass du es selbst erleben musst.
Für mich ist es, als würde ich, wenn ich in Frieden gekommen bin mit dieser Welt und mit mir, mit dieser irdischen Existenz, erleben, wie alles, was ich hier erlebe, in mir ist.
Als gäbe es diese Welt ohne mich gar nicht, als wäre ich die Quelle dieser Welt und von allem, was in ihr geschieht.
Und das ist der Grund, warum du die Wahrheit erst entdecken kannst, wenn du mit allem in Frieden bist.
Es ist, als würdest du Frieden mit dir selbst schließen, bevor du dich selbst erkennen kannst.
Und deswegen sprechen die Weisen davon, dass der, der angekommen ist, bei sich in dieser Welt lebt, aber nicht von dieser Welt ist. Er geht nicht aus der Welt heraus, im Gegenteil: Er ist ganz hier.
Er ist der Einzige, der sich nicht mehr wegbewegen muss.
Alle anderen laufen irgendwohin oder irgendwo weg.
Und weil er hier ist in dieser Welt, ist er nicht mehr von dieser Welt, sondern dort, wo er wirklich ist.
Aber wie das ist, das entdecke du besser selbst.
Alles, was man davon sagt, ist verkehrt und nicht hilfreich, denn es füttert nur die Vorstellungskraft, und die dient uns hier nicht.
Die Aufgabe, bei der es nichts zu tun gibt
Link to topic in video at 47m06s
Das ist meine Übung, jeden Tag: alles, was ich weiß, loslassen. Alles, was ich glaube zu erkennen, immer wieder loslassen, immer wieder nackt werden, ohne Bilder, ohne Begreifen, einfach nur hier sein. Dann, immer wieder, entdeckt man diese zweite Welt aufs Neue.
Dafür sind wir hier: um diese Herausforderung aufzunehmen.
Und diese Herausforderung ist anders als alle anderen, die du in diesem Leben kennengelernt hast. Diese Herausforderung ist die einzige, wo man nicht schwitzt; wo man sich nicht anstrengt.
Sobald du anfängst zu schwitzen, sobald du anfängst, dich anzustrengen, gehst du schon wieder in die falsche Richtung. Es ist, als könnte man diese Herausforderung nur aufnehmen, wenn man überhaupt nichts tut, sich überhaupt nicht anstrengt, überhaupt nichts versucht, sondern einfach da ist, wo man ist.
Und es erscheint allem, was Teil von dieser Welt ist, einfach nur absurd und wenig hilfreich.
Aber so ist es. Das ist die einzige Schwierigkeit auf diesem Weg: dass du dir nicht vorstellen kannst, dass das überhaupt irgendwie Sinn ergeben könnte. Deswegen brauchst du wenigstens für ganz kurze Zeit einen Verrückten, der dir sagt: „Hey, so ist es.”
Und dann kannst du das hören, was dieser Verrückte sagt, und dann spürst du die Wahrheit, und es inspiriert dich dazu, es dann doch einmal zu wagen, stehen zu bleiben, mit dem Schwitzen und der Mühe aufzuhören und zu schauen, was geschieht, wenn du einfach hier bist, mit allem.
Dazu lade ich dich ein.
Ich liebe dich.