German Online Satsang of August 2, 2026
German with German subtitles.
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Topics: What really happens in satsang. When thoughts make the pain unbearable. Surrendering to the guru means saying Yes to yourself. Meditation is an inner matter. There is no reason to be afraid. Use every breath to recognize yourself. It must happen slowly and all on its own. Welcome to the Club of the Crazy. Ignite your own light. When God moves into this body. Remain a student until your last breath. Manifestation is an illusion.
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About this Video:
In Satsang, most questions revolve around the pains and problems of human life. But if you look a little closer, it is not the pains and problems themselves that make life so difficult for us: it is the conviction that we must find a solution, but cannot.
This is the real pain – and it disappears as soon as you dare to say Yes to everything as it is: nothing has changed, and yet, suddenly everything is different. Everyone can discover this for themselves, regardless of what is currently making life difficult for them. And that is why I keep coming back to this in so many of my answers: this surrender to life.
When we then begin to practice this Yes and this surrender, we realize how difficult it is for us. We become impatient with ourselves, wanting to move forward faster and speed up the spiritual path, but instead everything proceeds infinitely slowly – and that this is good and important was another topic of this beautiful Satsang evening: The slower, the better, because only then do we remain in balance.
Then there was the question of what it means to surrender to a Guru. I love talking about this topic because it’s fraught with so many misunderstandings – and I love talking about what surrender to the Guru does not mean: Because this surrender actually has nothing to do with the Guru, but only with yourself.
All the questions raised in Satsang are fundamentally rooted in the one question of life: Who are you really? Even if you learn nothing else in life, achieve nothing, accomplish nothing, but find the answer to this one question, you are the richest and happiest person on this planet. This is what I love to talk about most, and this is what I encourage you to do again and again: to devote every breath, every moment of life to it. Nothing else matters.
Thank you for this wonderful Satsang. It just keeps getting more and more beautiful… how is that even possible?
Complete German text:
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Was im Satsang wirklich geschieht
Link to topic in video at 0m29s
[Dhyan Mikael:] Guten Abend.
Herzlich willkommen zum Satsang.
Ich freue mich, dass du da bist.
Hier im Satsang kannst du, wenn du möchtest, mir eine Frage stellen: über dein Leben, über dich, über deinen spirituellen Weg.
Jede Frage ist hier willkommen, und du kannst auch die gleiche Frage immer wieder stellen; und ich werde versuchen, etwas dazu zu sagen.
Wenn du eine Frage hast, schreib sie einfach in den Chat auf YouTube oder hier auf Zoom, und Simone Maria, die auch dabei ist, wird dann die Frage vorlesen, und ich werde etwas dazu sagen. Zwischendurch werde ich auch Fragen vorlesen, die ich per E-Mail oder per Brief bekommen habe. Und das machen wir jetzt eineinhalb Stunden lang, bis um halb zehn heute Abend.
Und ich möchte dir gerne sagen, warum ich das mache – oder vielmehr: ich möchte dir sagen, warum ich das nicht mache. Es ist nicht so, dass an mir irgendetwas anders wäre als an dir.
Ich bin nicht schlauer als du. Ich bin auch nicht besser als du. Ich bin Mensch, genau wie du.
Aber ich hatte in diesem Leben das Glück, viele, viele Jahre mit einem spirituellen Meister zu leben, und seine Offenheit und sein Vertrauen dem Leben und Gott gegenüber ist ansteckend. Und es hat sich, ich weiß nicht wie, auf mich übertragen.
Und seit acht Jahren bin ich auch noch bei einem spirituellen Meister aus Indien, aus dem Himalaya: Swamiji, der die Himalaya-Samarpan-Meditation bringt, von der ich so gerne berichte.
Und auch diese unbegreifliche Energie dieses Mediums, dieses Mediums Gottes, überträgt sich auf die Menschen, die ihm nahe sind.
Und obwohl ich nicht schlauer bin als du und auch nicht mehr weiß als du, ist es dennoch hilfreich, wenn wir zusammen über das sprechen, was dich plagt oder wo du unklar bist.
Letzte Woche hatte ich das große Glück, einmal wieder ein paar Tage bei Swamiji zu sein – er ist gerade hier in Deutschland.
Und es ist für uns Menschen eigentlich unbegreiflich, was da geschieht. Man kann es nicht begreifen.
Ich erlebe das so: Es ist nicht so, dass ich dann eine besondere Erfahrung habe, die mich verändert, oder wo ich dann weltbewegende Einsichten habe.
Ganz still und heimlich, ohne dass man da merkt, verändert sich etwas in einem. Und jetzt, wo ich wieder zu Hause bin, bemerke ich: Es ist viel leichter, noch viel leichter als vorher für mich, einfach in die Stille zu gehen, im Kronenchakra zu ruhen und da zu leben, wo keine Gedanken sind.
So habe ich vorher schon gelebt, aber jetzt ist es noch einmal um einen Riesenschritt leichter geworden. Wie?
Ich weiß nicht, wie das möglich ist.
Und das ist das Geheimnis von einem Meister, das ist das Geheimnis von Guru, von Jesus, und das ist das, was im Satsang geschieht. Es geht nicht um das, was wir hier besprechen und worüber wir reden.
Irgendetwas wird weitergegeben, ausgetauscht, ohne dass ich davon etwas weiß und ohne dass du davon etwas weißt.
Deswegen ist es so einfach.
Wenn Gedanken den Schmerz unerträglich machen
Link to topic in video at 5m17s
Ja, genug der Vorrede. Simone, guten Abend. Ganz herzlichen Dank, dass du heute wieder dabei bist.
[Simone Maria:] „Guten Abend, lieber Mikael. Meine Stimme ist heute ein bisschen leise, ich bin nämlich …”
[Dhyan Mikael:] Fein.
Hast du schon eine Frage, die du vorlesen möchtest?
[Simone Maria:] „Oh ja, die habe ich.”
[Dhyan Mikael:] Ja, dann schieß los.
[Simone Maria:] „Die Frage ist von Miriam.”
[Dhyan Mikael:] Miriam, guten Abend, hallo. Ich freue mich, dass du da bist.
[Simone Maria:] „Lieber Mikael, ich habe mir vor zwei Monaten die Hormonspirale einsetzen lassen. Seither geht es mir immer wieder sehr schlecht. Aktuell bin ich suizidal. Ich habe nächste Woche zwei Notfalltermine, doch tragen muss ich die Zustände alleine. Ich kann sie herausnehmen und zu den schlimmen Monatsblutungen zurückkehren oder sie drin lassen und abwarten, ob sich mein System noch einpendelt. Ich bin verzweifelt, erschöpft, weiß nicht wie weiter. Die Hormone wirken, da habe ich scheinbar keinen Einfluss darauf. Kannst du etwas dazu sagen? Von Herzen danke, Miriam.”
[Dhyan Mikael:] Danke.
Danke, dass du fragst.
Ich bin natürlich kein Arzt, ich bin kein Frauenarzt, kein Heilpraktiker und auch keine Frau.
Aber ich möchte dennoch etwas zu dem sagen, was du erzählst.
Wir glauben, wir müssten die Lösung finden für das, was uns plagt.
Wir glauben, wir müssten die Lösung finden für das, was uns plagt. Aber das können wir nicht, und das ist das eigentliche Problem. Aber wenn du entspannen kannst damit, wie es für dich ist, ohne Gedanken, wenn du nicht auf der Suche nach Lösungen bist, wenn du nicht glaubst, du müsstest wissen, was du jetzt tun musst: dann ist es erträglich.
Link to quote in video at 7m28s
Aber das können wir nicht, und das ist das eigentliche Problem. Das ist der eigentliche Schmerz.
Ja, das sind die körperlichen Schmerzen, da ist das Erleben des Körpers mit, wenn der nicht im Gleichgewicht ist.
Aber wenn du entspannen kannst damit, wie es für dich ist, ohne Gedanken, wenn du nicht auf der Suche nach Lösungen bist, wenn du nicht glaubst, du müsstest wissen, was du jetzt tun musst oder wie du dich entscheiden musst, wenn du frei bist: dann ist es erträglich. Es tut weh, manchmal, aber da kommt etwas anderes hinzu, und das macht es uns erträglich.
Die Menschen, die etwas erleben wie du, Frauen mit den Schmerzen, die sie während ihrer Periode haben, Menschen, die Migräne kennen oder andere Schmerzkrankheiten: die kennen das.
Und ich meine das überhaupt nicht zynisch, wenn ich sage: das Leben schickt dir das, um dir zu helfen. Denn wenn du diese Zeiten erlebst, die du jetzt gerade erlebst, dann wird alles Nachdenken darüber, alles Hadern damit, alles dagegen kämpfen in dir drin, im Geiste, unerträglich.
Und wenn du überhaupt nicht nachdenkst, wenn du mit deiner ganzen Aufmerksamkeit nur hier bist mit dem, was dir gerade widerfährt, aber ohne Kampf, einfach dabei sein: dann ist es erträglich.
Sobald ein Gedanke kommt, wird es unerträglich. Das ist das Geschenk dieser schmerzhaften Zustände.
Jesus hat das erlebt, als er am Kreuz hing.
Jesus war ein besonderer Mensch, weil er Ja sagen konnte zu allem, was das Leben ihm servierte, selbst zur Kreuzigung. Dann gab es einen Moment, da hat er gehadert– und sofort wurde es unerträglich. Im nächsten Moment hat er Ja gesagt. Der Schmerz ging nicht weg, er hing immer noch am Kreuz, aber dann war er wieder in Frieden.
Link to quote in video at 10m55s
Er war ein besonderer Mensch, weil er Ja sagen konnte zu allem, was das Leben ihm servierte. Und deswegen konnte er alles durchleben, selbst die schlimmste Folter, die damals bekannt war: die Kreuzigung.
Aber dann gab es einen Moment, da hat er gehadert, da hat er gekämpft: „Herr, warum hast du mich verlassen? Was soll das?”
Und sofort wurde es unerträglich.
Aber er hatte viel Übung im Hiersein, im Nichtdenken, im Vertrauen, im Loslassen.
Und sofort, im nächsten Moment, hat er gesagt: „Ah ja, natürlich, ja. Ich sage Ja.” Und dann kam die Entspannung wieder. Der Schmerz ging ja nicht weg, er hing immer noch am Kreuz, aber dann war er wieder in Frieden.
Und jeder Mensch hat seine eigene Kreuzigung, weil jeder Mensch das lernen muss.
Für manche ist es Migräne, für andere ist es das, was du erlebst.
Und es ist meine Erfahrung: wenn ich bereitwillig in meiner Situation bin, mit der Hilflosigkeit, mit dem Schmerz, aber ohne Gedanken, dann geschehen auf wundersame Weise Dinge, die mir helfen.
Plötzlich kommt ein neuer Arzt in mein Leben oder jemand, der mir Impulse gibt, die etwas ganz Neues ermöglichen, was ich bis dahin noch gar nicht kannte, oder was auch immer. Das Leben ist ungeheuer kreativ.
Oder es bleibt, wie es ist, aber ich verändere mich, und ich kann damit umgehen.
Aber alles beginnt damit, dass ich mit dem, wie es für mich ist, bin, und zwar bereitwillig, entspannt sozusagen, trotz des Schmerzes: „Okay, ja, es ist so. Ja, okay. Und wenn es für immer so bleibt: ja.” Und in dieser Entspannung, in dieser Offenheit – ich erlebe das als innere Offenheit –, da kann so viel passieren. Da kann Heilung geschehen, da kann Inspiration geschehen, da kann Hilfe von außen geschehen. Auf jeden Fall kommt Kraft und innere Unterstützung zu mir, und das ist der Grund, warum ich dir das rate.
Das heißt nicht, dass man nicht zu einem Arzt gehen kann oder mit Sachen herumprobieren kann, Alternativen ausprobieren. Das wirst du ja merken: du bekommst Impulse und Ideen.
Aber das, wovon ich spreche, ist der erste Schritt. Damit beginnt alles: mit dem bereitwilligen Hiersein, ohne darüber nachzudenken.
Alles, was deinen Körper betrifft, da wird dir ein Arzt oder Heiler oder Heilpraktiker oder wer auch immer raten müssen. Aber dieser Schritt, von dem ich hier spreche, der gilt für alles, was du im Leben erlebst: für jede Art von Krankheit, für jede Art von Schmerz, für jede Art von Angst.
Weißt du, was ich meine?
Macht das Sinn?
Und üben kannst du das … Vielleicht sagst du ja: „Das klingt ja alles ganz schön, Mikael, aber ich kann das nicht.” Natürlich kannst du es nicht.
Kein Mensch kann das – aber wir können es üben.
In jedem Augenblick, immer wenn der Schmerz kommt, wieder: „Okay, ja, ja.” Und die beste Übung, die du machen kannst, ist, wenn du jeden Morgen den Tag damit beginnst, zu meditieren. Probiere die Samarpan-Meditation aus, wenn du sie noch nicht kennst. In dieser Meditation, da üben wir das: dieses Loslassen, dieses einfach hier sein, ohne die Gedanken zu beachten.
Probiere das aus, es verändert alles.
Mir hat vor einiger Zeit eine andere Frau eine Frage gestellt, die war schwanger und kurz vor der Geburt, und sie hatte so eine große Angst vor der Geburt. Ihr ganzer Körper war angespannt, und sie hatte überhaupt keine Ahnung, wie sie das schaffen soll. Sie hatte, wenn ich das richtig erinnere, richtige Panikzustände deswegen.
Ich habe ihr das Gleiche empfohlen, wie ich dir gerade empfohlen habe: Frieden zu schließen mit der Hilflosigkeit, mit der Angst, mit dem Schmerz.
Dann berichtete sie mir, dass alles unglaublich gelaufen ist: wie sie da hindurchgetragen wurde. Und das geschieht, wenn wir uns tragen lassen; wenn wir uns gestatten, hilflos zu sein; wenn wir uns gestatten, überhaupt nicht zu wissen, was wir tun können; wenn wir Ja sagen dazu, wie es für uns ist.
Der Kopf sagt: „Das ist verkehrt. Wenn ich so bin, kann sich nichts verändern.”
Der Kopf sagt: „Das ist verkehrt. Wenn ich so bin, kann sich nichts verändern.” Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Solange du kämpfst, passiert nichts. Wenn du beginnst, loszulassen und Ja zu sagen, da kommt alles in Bewegung, ohne dass du weißt, wie das nur funktionieren soll.
Link to quote in video at 18m12s
Aber genau das Gegenteil ist der Fall.
Solange du kämpfst, passiert nichts. Wenn du beginnst, loszulassen und Ja zu sagen, da kommt alles in Bewegung, ohne dass du weißt, wie das nur funktionieren soll. Deswegen mein Vorschlag: wenn du magst, probiere es aus.
Und wenn du noch eine Frage dazu hast, bitte frag noch einmal. Danke, Miriam. Ich freue mich, dass du da bist. Hallo.
Sich dem Guru hingeben heißt Ja sagen zu sich selbst
Link to topic in video at 19m00s
Bitte fahr fort, Simone.
[Simone Maria:] „Die nächste Frage ist von einer Person, die anonym bleiben möchte.”
[Dhyan Mikael:] Ja, sehr gerne. Hallo.
[Simone Maria:] „Sich dem Guru hingeben: was heißt das konkret? Danke, lieber Mikael.”
[Dhyan Mikael:] Was für eine schöne Frage.
Das Wort „Guru” bezeichnet keinen Menschen.
Ich war gerade bei Swamiji, drei Tage lang. Ich könnte sagen: Ich gebe mich meinem Guru hin – aber nicht diesem Menschen, nicht diesem Mann mit langem weißen Bart.
Es hat nichts mit dem Menschen zu tun.
Ein Guru ist ein Mensch, der leer geworden ist, der kein Ich-Gefühl mehr hat, der seine Gedanken nicht mehr ernst nimmt, der keine Gedanken mehr hat, weil er sie nicht mehr ernst nimmt und ihnen überhaupt keine Aufmerksamkeit schenkt.
Ein Guru ist einer, der leer geworden ist, der kein Ich-Gefühl mehr hat, der seine Gedanken nicht mehr ernst nimmt und ihnen überhaupt keine Aufmerksamkeit schenkt. Und dann fließt da eine Energie hindurch – die gleiche Energie, die auch durch dich hindurchfließt, von der du nichts weißt, solange du in Gedanken lebst.
Link to quote in video at 19m55s
So einer wird leer, und dann fließt da eine Energie hindurch, die gleiche Energie, die auch durch dich hindurchfließt, von der du nichts weißt, solange du in Gedanken lebst.
Und was wir hier lernen in diesem Leben, ist Hingabe ans Leben: Hingabe an das, wie es für mich gerade ist, mit allem Drum und Dran. Deswegen schickt uns das Leben solche Hilfen: Periodenschmerzen, Migräne, Kreuzigungen, Unglücke, jede Art von Herausforderung – um uns die Gelegenheit zu geben, Hingabe zu lernen.
Und die meisten Menschen können das nicht direkt. Aber sich jemand anderem hingeben, jemandem, den wir sehen können, den wir bewundern können: das ist für die meisten Menschen leichter.
Das kennst du, wenn du dich verliebst: sich diesem anderen Menschen, diesem Mann oder dieser Frau einfach hinzugeben und zu allem Ja zu sagen und einfach mit dem Leben zu tanzen, das ist leicht. Sich selbst zu lieben und mit dem zu tanzen, was in einem selbst geschieht, ist viel schwieriger.
Und der Guru sagt: „Ich bin nur hier, um deine Seele zu deinem Guru zu machen.” Er gibt dir die Gelegenheit, sich hinzugeben.
Und wenn du das lernst, beginnst du, dich dem Leben hinzugeben, und dann bemerkst du, dass das gleichzeitig heißt, dass du dich dem hingibst, was in deinem Leben, in dir, fließt und geschieht.
Und das hat mit dem Menschen da draußen, der für dich ein Guru ist, überhaupt nichts zu tun.
Und dennoch ist es eine unendliche Hilfe – für einige Zeit.
Sich dem Guru hingeben heißt nicht, das zu tun, was er sagt.
Das heißt nicht, jetzt Dinge zu tun, die ich gar nicht tun will, weil er das sagt.
Es gibt unglaublich viele Missverständnisse in diesem Bereich und entsprechend viel Missbrauch von Menschen, die sich Guru nennen, aber keine sind. Ein Guru will nichts von dir. Ein Guru braucht nichts von dir.
Ein Guru will nichts von dir. Er braucht nichts von dir. Er verlangt nichts von dir. Ein Guru will nicht, dass du dich änderst. Ein Guru erwartet nichts von dir. Ein Guru ist glücklich; ob du dich ihm hingibst oder nicht, ob du ihn liebst oder nicht, spielt für ihn überhaupt keine Rolle. Sich dem Guru hingeben heißt für mich, Ja zu sagen zu dem, wie es für mich ist.
Link to quote in video at 23m05s
Ein Guru verlangt nichts von dir.
Ein Guru will nicht, dass du dich änderst. Ein Guru erwartet nichts von dir. Ein Guru ist glücklich; ob du dich ihm hingibst oder nicht, ob du ihn liebst oder nicht, spielt für ihn überhaupt keine Rolle.
Und das, was durch den Guru fließt und zu dir kommt, hat überhaupt nichts damit zu tun, ob er dich akzeptiert oder nicht.
Es hängt nur von einer einzigen Sache ab: von deiner inneren Offenheit. Und die lernen wir in diesem Leben; dafür sind wir hier.
Sich dem Guru hingeben heißt für mich, Ja zu sagen zu dem, wie es für mich ist. Dabei hilft mir der Guru.
Es ist eine innere Angelegenheit, es ist eine innere Hingabe, es ist eine innere Intimität, eine innere Nähe, ein inneres Ja.
Das geschieht ganz gleich, wo der Guru ist und wo du bist. Du musst dazu nicht bei ihm körperlich nahe sein.
Es gibt zwischen Guru und Schüler, zwischen diesen zwei Seelen, keine Distanz im weltlichen Sinne.
Wenn also einer zu dir sagt: „Wenn du erleuchtet werden willst, dann tue dies und jenes für mich oder mit mir”, dann vergiss es einfach. Das ist kein Guru.
Du fragst: „Was bedeutet es, sich einem Guru hinzugeben?”
Leer werden, nicht denken, sich nach innen ziehen lassen, die Gedanken loslassen: das ist Hingabe; das ist die eine Hingabe, um die es geht. Es gibt keine andere.
Und darin erkennst du einen echten Guru: was mit dir innerlich geschieht, wenn du ihm nahe bist – nicht körperlich nahe, innerlich nahe. Und wenn du innerlich still wirst und nach innen gezogen wirst, weg von deinen Gedanken, in eine Stille, die dir sonst nicht zugänglich ist, dann weißt du: „Ah, das ist seine Gnade.”
Und sich einem Guru hingeben hat nichts mit Äußerlichkeiten zu tun, überhaupt nichts.
Falls du noch eine ganz konkrete Frage hast – ich weiß ja nicht, was zwischen dir und deinem Guru geschieht, falls du einen hast, ob du da eine ganz konkrete Frage hast –, falls ja, bitte frage sie.
Es ist ein interessantes Thema.
Seit 26 Jahren bin ich bei meinem spirituellen Meister Soham. Er war mein Guru und ist es immer noch, aber jetzt ist auch Swamiji da.
Ich habe in dieser gesamten Zeit nur das gemacht, was ich wollte.
Ich habe nie etwas aus Hingabe für ihn gemacht, obwohl ich nicht wollte, weil er sagte, das sei wichtig für mich. Erstens würde er nie so etwas sagen, und zweitens hätte ich so etwas nie machen wollen.
Hingabe ist das: sich dem hingeben, was ist. Und das, was ist, fängt mit dir an.
Hingabe ist das: sich dem hingeben, was ist. Und das fängt mit dir an. Wenn du gelernt hast, dich dem hinzugeben, was in dir geschieht, der Energie, mit der das Leben dich führt, brauchst du keinen Guru mehr. Deswegen sage ich: Sei dir selbst treu! Höre nicht auf mich, tue nichts von dem, was ich sage, aber sei dir selbst treu. Das ist Hingabe.
Link to quote in video at 27m49s
Wenn du gelernt hast, dich dir selbst hinzugeben, dem, was in dir geschieht, der Energie, mit der das Leben dich führt, dann brauchst du keinen Guru mehr.
Deswegen sage ich so gern: Sei dir selbst treu! Höre nicht auf mich, tue nichts von dem, was ich sage, aber sei dir selbst treu. Lerne das! Das ist Hingabe.
Und dabei hilft dir ein Medium im Außen, manchmal.
Menschen, für die das hilfreich ist, die bekommen so jemanden im Leben, für gewisse Zeit.
Danke für deine schöne Frage. Und wie gesagt: wenn du noch eine konkrete Situation hast, sage sie mir, wenn du magst, dann fällt es mir leichter, dir zu antworten.
Ich freue mich, dass du da bist.
Meditation ist eine innere Angelegenheit
Link to topic in video at 29m03s
Simone, bitte, fahre fort.
[Simone Maria:] Ja. Die nächste Frage ist von Silvia.
[Dhyan Mikael:] Silvia, guten Abend. Hallo. Wie schön, dass du da bist.
[Simone Maria:] „Bei der Shambhavi-Meditation von Sadhguru braucht es eine Initiation von ihm, quasi als Zündung. Bei der Samarpan-Meditation von Swamiji scheint das nicht der Fall zu sein. Warum nicht?”
[Dhyan Mikael:] Danke für deine Frage, Silvia.
So etwas gibt es bei der Samarpan-Meditation schon auch, aber das Ganze ist spirituell nicht so hoch aufgehängt.
Es gibt eine „Einführung in die Samarpan-Meditation”. Das ist zum Beispiel eine kurze Online-Veranstaltung, man kann es aber auch vor Ort machen, zum Beispiel am Ort der Meditation; einmal im Monat wird es dort, glaube ich, gemacht. Und das ist im Grunde so eine Art Infoabend.
Jeden Montagabend kann man das um Viertel vor sieben online mitmachen, es dauert eine Dreiviertelstunde. Da erfährst du einiges über die Meditation, obwohl es da nicht viel zu sagen gibt, weil sie so einfach ist. Aber dennoch geschieht etwas, wenn du dich von Menschen, die von dem Guru, der die Meditation bringt, unterweisen lässt.
Es ist eine energetische Sache.
Und deswegen sage ich immer wieder den Menschen: „Wenn du Lust hast, mache da einfach einmal mit.” Es kostet nichts, tut auch nicht weh, es ist wirklich interessant. Und die Menschen, die das online oder vor Ort machen, die machen das so schön. Es ist interessant. Das braucht man jetzt nicht Initiation zu nennen oder sonst wie.
Weißt du, es ist so: Wenn du auf dem Weg nach innen bist, auf dem Weg zu deiner Seele, auf dem Weg zu Gott – und offensichtlich bist du das, wenn du von einem Guru und von Meditation sprichst –, dann heißt das, dass du mit einem Guru schon seit vielen, vielen, vielen Leben zusammen bist. Ihr seid schon lange unterwegs, sonst wäre es dir überhaupt nicht möglich, im Leben dort zu sein, wo du heute bist.
Das gilt auch für alle, die hier im Satsang sind. Die meisten Menschen wissen davon nichts; ich wusste davon auch lange Zeit nichts. Es ist auch gar nicht notwendig. Alles geschieht von selbst, genau auf die richtige Art und Weise, genau zur richtigen Zeit.
Und dann gibt es Gelegenheiten, wo diese Verbindung in diesem Leben wieder entstehen kann.
Mehr ist es nicht. Aber im Grunde geschieht das alles von selbst, weißt du...
Wenn du die Samarpan-Meditation machen möchtest, mache sie: das ist das einzig Wichtige, alles andere ist zweitrangig. Wenn du Lust hast, bei einer Einführung mitzumachen, dann tue es. Wenn du Lust hast, das Seelenmantra vor der Meditation zu sprechen, was dazugehört, dann tue es. Wenn nicht, dann nicht. Das ist alles unwichtig.
Viele Menschen meditieren gerne mit diesem Energiebild, das du hier hinten rechts von mir siehst, mit einer Kerze. Wenn du das möchtest, tue es, es macht Spaß; aber wenn nicht, dann tue es nicht.
Das Einzige, worauf es ankommt, ist, dass man meditiert, und das tut man einzig und allein innen, mit sich selbst.
Alles im Außen ist unwichtig.
Also mache es, wie du es magst.
[Simone Maria:] Mikael, Silvia hat gerade geschrieben, sie hat die Online-Einführung bereits mitgemacht.
[Dhyan Mikael:] Ja, super, dann weißt du ja, wovon ich spreche. Aber ich antworte nicht nur dir, sondern auch anderen Menschen, die vielleicht dieselbe Frage haben, aber sich nicht trauen zu fragen.
Und wir brauchen all diese Sachen auch überhaupt nicht zu verstehen.
Wir lernen immer mehr den Mut, einfach so zu sein, wie wir sind, das zu tun, wo uns unsere Energie und Freude hinführt, und auf ganz magische Weise geschieht alles, was für uns nützlich und wichtig ist, auf diese Weise von selbst. Darauf kannst du dich hundertprozentig verlassen.
Du brauchst also jetzt nicht zu überlegen: „Sollte ich dies oder jenes machen? Verpasse ich da etwas? Ist es wichtig auf meinem Weg?” Das kannst du alles vergessen.
Wenn Gott glaubt, dass etwas für dich wichtig ist, dann schafft er es, dich dazu zu bringen. Darauf kannst du dich verlassen, hundertprozentig.
Ich habe selbst schon an mehreren dieser Online-Einführungen teilgenommen: bei der ersten für mich selbst, aber dann auch oft in einem Retreat zum Beispiel, früher mit meinem Meister Soham, jetzt dann auch manchmal in meinen Retreats. Und es ist einfach schön.
Ich habe immer wieder das Gefühl, es tut mir gut, diese subtile Verbindung wieder aufzufrischen. Aber nur, weil ich Spaß daran habe, mache ich mit; wenn ich dazu keine Lust hätte, würde ich es nicht machen.
Danke, Silvia.
Es gibt keinen Grund zur Angst
Link to topic in video at 35m41s
Ich lese eine E-Mail vor: „Vor einiger Zeit bin ich fast unfreiwillig und gegen meinen Willen über dich gestolpert.
Dagegen entspricht mir bei einem anderen Lehrer einfach alles, bis auf die komplizierte Art der Fragen und Antworten, die es dort bei ihm gibt. Ich wollte mich auch überhaupt nicht weiter auf deine Satsangs einlassen, aber ich muss gestehen: sie berühren mich auf seltsame, direkte und zutreffende Art. Bis jetzt habe ich mich nicht entziehen können. Daher jetzt meine Frage: Wer führt hier eigentlich Regie?”
Ich nehme an, du meinst dieses Leben: wer in diesem Leben Regie führt.
Das ist wirklich eine gute Frage.
Und wenn du diese Frage stellst, heißt das ganz offensichtlich, dass dir inzwischen klar geworden ist, dass du es nicht bist, die hier Regie führt, sonst würdest du diese Frage nicht stellen.
Wir wachsen gerade in der christlichen Kultur auf mit diesem Gottesbild von einem persönlichen Gott. Es fühlt sich an wie ein Mensch, nur halt ein Gott, der Pläne hat und Dinge gut und schlecht findet, der bewertet und über dich richtet, und der dir, wenn du ihn ganz lieb bittest, dann die Sachen gibt, die du brauchst, und der dein Leben lenkt. Aber das ist alles kindischer Quatsch.
Dieses Leben, in das du hineingeboren wurdest, und alles darin ist das, was hier Regie führt, auf unglaubliche Art und Weise.
Es ist, als würde jeder einzelne Mensch maßgeschneidert genau das Leben bekommen, in jedem Detail, was er braucht.
Und alle diese Billionen von Leben passen zusammen und ergänzen sich auf exakt die richtige Art und Weise. Es ist unfassbar.
Und du kannst es selbst herausfinden.
Je mehr du beginnst, Ja zu sagen zu dem, wie es ist, zu deinen Gefühlen, zu dem, wie du bist, zu dem, wie dein Leben ist und wie alles um dich herum ist – je mehr du dazu Ja sagst und sozusagen mit diesem Leben, das geschieht, ob du Ja sagst oder nicht, mitschwimmst –, dann, wenn du aufhörst, dagegen zu kämpfen, wenn du aufhörst, deine eigenen Vorstellungen zu haben, sondern einfach, anstatt zu wollen, hinschaust und mitschwimmst, dann kannst du zum ersten Mal beginnen zu sehen, wie das Leben wirklich funktioniert. Und dann verlierst du jegliche Angst vor dem Leben.
Aber das muss jeder Mensch selbst entdecken, sonst kann man es einfach nicht glauben. Und deswegen bin ich hier: um dich dazu zu ermutigen, es selbst herauszufinden; dieses Wagnis einzugehen, Ja zu sagen zu dem, wie es für dich ist – obwohl deine Gedanken sagen: „Das ist keine gute Idee, so geht es nicht weiter, ich brauche die Kontrolle.”
Aber die hast du nicht.
Es gibt überhaupt keinen Grund, Angst zu haben, aber das musst du selbst herausfinden.
Und wenn du beginnst zu meditieren, ist es die schmerzloseste, einfachste und angenehmste Art, das zu lernen. Das Schwierigste ist, die Gedanken loszulassen – diese Art von Hingabe –, weil sie sich so wichtig anfühlen.
Man hat das Gefühl: „Diese Gedanken, das bin ich, das ist meine Intelligenz, das ist meine Macht im Leben, diese Entscheidungen, diese Wünsche, diese Richtung, die ich dem Leben da oben gebe.” So fühlt es sich doch an.
Aber nichts von dem, was da oben passiert, hat irgendeinen Einfluss auf das Leben, außer dem, dass es für dich das Leben kompliziert und schmerzhaft macht.
Ja, und deswegen meine Einladung an dich: Probiere es einfach einmal aus.
Probiere einmal aus, drei Monate lang zu deinem Leben und zu allem, was geschieht, Ja zu sagen. Und dann sage mir, wie es war.
Nutze jeden Atemzug, um dich zu erkennen
Link to topic in video at 42m08s
Die E-Mail geht aber noch weiter: „Und eine weitere Frage habe ich. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich jetzt viel Zeit, zu viel Zeit, und die Frage tut sich auf: Wie nutze ich sie am besten? Es gibt keine äußeren Aufgaben mehr. Ich werde 87 Jahre alt. Ich war Therapeutin, und ich war es gewohnt, immer tätig zu sein. Ich war ständig berufstätig, musste mich um Kinder und Haushalt kümmern, zum Teil alleine, dann verschiedene Partner, immer gab es irgendetwas zu tun. Und jetzt wird alles weniger. Früher habe ich mir einen derartigen Zustand gewünscht, aber jetzt?
Jetzt, mit meinen Sehschwierigkeiten, kann ich nicht mehr lesen und auch nicht mehr schreiben. Ich bin eingeschränkt durch Parkinson, und ich bin eigentlich ohne äußere Aufgaben – eigentlich herrlich. Aber die Frage, wie gestalte ich den Alltag am sinnvollsten, die bleibt.”
Was für eine schöne Frage. Ich danke dir.
Es gibt nur eine Sache im Leben, die wichtig ist, nichts anderes, und das ist: herauszufinden, wer du bist – wer du wirklich bist. Deine Gedanken bist du nicht, das weißt du inzwischen: die ändern sich jeden Tag. Eigentlich ändern sie sich alle fünf Minuten. Das kannst du nicht sein. Dieser Körper kannst du auch nicht sein. Vor Kurzem gab es den nicht, und wenn du 87 Jahre alt bist, dann dauert es nicht mehr lange, und der Körper wird weg sein.
Es gibt nur eine Sache im Leben, die wichtig ist: herauszufinden, wer du wirklich bist. Wer bist du? Wenn du im Leben nichts arbeitest, nichts erschaffst, nichts erreichst, nichts lernst, aber die Antwort auf diese Frage gefunden hast, dann bist du reicher und weiser als alle anderen. Also nutze die Zeit, die du hast. Wende dich nach innen.
Link to quote in video at 43m21s
Aber all das hat mit dir nichts zu tun.
Wer bist du?
Warum bist du hier? Wo kommst du her? Wo gehst du hin?
Das ist die einzige Frage, die wichtig ist. Und wenn du im ganzen Leben nichts tust, wenn du nichts arbeitest, nichts erschaffst, nichts erreichst, nichts lernst, aber die Antwort auf diese Frage gefunden hast, dann bist du reicher und weiser als alle anderen Menschen.
Also nutze die Zeit, die du hast.
Wende dich nach innen.
Meditiere.
Bring deine Aufmerksamkeit nach innen – nicht zu den Gedanken, nicht zum Körper, nicht zur Welt: zu diesem Innen, von dem du nichts weißt, das hier beim Kronenchakra anfängt; diese Stelle des Körpers, bei der du mit deiner Aufmerksamkeit ruhst in der halben Stunde, wo man die Samarpan-Meditation macht.
Wir verschwenden unser ganzes Leben. Wir halten so viele Dinge für wichtig.
Das ist das Einzige, was wichtig ist. Alles andere ist vollkommen unwichtig, absolut nebensächlich.
Und doch warten wir damit, uns darum zu kümmern, bis uns nichts anderes mehr einfällt, was wir tun könnten, und selbst dann wollen wir es nicht.
Also nutze die Zeit, die du hast.
Nutze – und das gilt jetzt nicht nur für die Schreiberin dieser E-Mail, ich meine dich – nutze jeden Atemzug dieses Lebens, jeden Augenblick dafür.
Das heißt nicht, dass du dem Leben entsagen musst. Das heißt nicht, dass du in eine Höhle gehst und nur noch eine Wand anschaust. Das ist ein Missverständnis.
Du lebst, du kümmerst dich um diesen Körper, du kümmerst dich um die Arbeit, die da ist, oder was auch immer der praktische Inhalt deines Lebens ist.
Aber deine Aufmerksamkeit ist innen – Jesus sagte: bei Gott. Jesus sagte: „Setze Gott an die erste Stelle”. Und er sagte auch, wo dieser Gott ist: innen – da gehört die Aufmerksamkeit hin.
Deine Aufmerksamkeit ist innen – Jesus sagte: bei Gott. „Setze Gott an die erste Stelle”, sagte er, und er sagte auch, wo dieser Gott ist: innen. Dadurch entdeckst du ganz allmählich, in dem Maße, wie das Äußere für dich unwichtiger wird, das, was du wirklich bist. Du entdeckst deine Seele, Gott, in dir: ganz praktisch, ganz echt.
Link to quote in video at 46m51s
Und damit wird alles anders. Dadurch entdeckst du ganz allmählich, in dem Maße, wie das Äußere für dich unwichtiger wird, das, was du wirklich bist. Du entdeckst deine Seele, Gott, in dir: ganz praktisch, ganz echt. Es ist nicht irgendwie so ein abgehobenes spirituelles Ding. Das ist etwas ganz Praktisches; dafür sind wir hier. Das sind unsere Hausaufgaben.
Und es geht von selbst. Das kann man auch nicht machen, das kann man nicht lernen. Das Einzige, was wir tun können, ist, die Aufmerksamkeit in die richtige Richtung richten: nach innen. Und erstaunlicherweise geht dann alles da draußen viel einfacher, wie von selbst.
Du musst also nicht warten, bis in deinem Leben nichts anderes mehr zu tun ist, damit du dich nach innen wenden und meditieren kannst. Du brauchst auch diese Dinge im Leben nicht aufgeben. Du brauchst keine Beziehung aufgeben. Du brauchst keinen Job aufgeben. Du brauchst auch keine Religion aufgeben.
Du lebst weiter wie bisher.
Es ist vollkommen unabhängig davon, dieses Sich-nach-innen-Wenden. Das ist etwas, was man macht im Leben.
Man lernt es in diesem geschützten Raum dieser halben Stunde, wo man morgens meditiert. Da ist es am einfachsten, das einfach einmal auszuprobieren, wie das ist, den Gedanken keine Aufmerksamkeit zu geben und einfach innen zu ruhen. Da lernt man das. Da lernt man: „Wow, das geht ja.” Und man lernt: „Oh, wow, das ist ja richtig gut.” Und ganz allmählich, ganz natürlich, verbreitet sich das dann im restlichen Alltag, immer mehr, immer mehr. Und irgendwann, ohne dass man merkt, dass sich alles verändert hat, lebt man das gesamte Leben nach innen gewandt und ohne Gedanken, und alles ist einfach.
Danke für deine E-Mail. Ich freue mich so sehr, dass du hier bist. Ich freue mich so sehr, dass wir kommunizieren können, dank der Technik, die wir heutzutage haben, obwohl du nicht mehr schreiben und nicht mehr lesen kannst. Es ist wirklich wunderbar. Ich freue mich sehr, dass du da bist.
Es muss langsam gehen und ganz von selbst
Link to topic in video at 49m50s
Simone, magst du fortfahren?
[Simone Maria:] Oh ja.
Die nächste Frage ist von Malu.
[Dhyan Mikael:] Von wem?
[Simone Maria:] Malu.
[Dhyan Mikael:] Malu, guten Abend. Guten Abend, Malu. Ich freue mich, dass du da bist.
[Simone Maria:] „Ich erlebe immer wieder Zustände von Sinnlosigkeit, Verzweiflung, Selbsthass und Hass auf das Leben, das mir so viele Tode meiner nächsten Menschen zugemutet hat. Nach Phasen von Akzeptanz all des Schweren gerate ich nach tiefen Erfahrungen, zum Beispiel beim holotropen Atmen, in einen Zustand, wo sich alles wie Hohn und Illusion anfühlt. Dann ist der letzte Trost, dass ich über den Freitod dem Ganzen ein Ende setzen kann.”
[Dhyan Mikael:] Danke für deinen Bericht – eine Frage hast du ja nicht wirklich.
Ich muss dir erst einmal einen Zahn ziehen, was den Freitod anbelangt: Er hilft nicht wirklich.
Dann geht das ganze Theater im nächsten Leben wieder los. Du musst von vorne anfangen und alles wieder neu lernen. Es ist viel einfacher, und es ist möglich, zu lernen, ganz anders zu leben.
Was du berichtest, alles, was du gerade gesagt hast, hat mit Gedanken zu tun, und die treiben dich in den Wahnsinn – oder in den Tod.
So sind Gedanken. Das ist die Wahrheit über Gedanken: Wenn sie dich anders nicht kriegen, dann quälen sie dich so lange, bis du aufgibst.
Aber es geht auch ohne Gedanken.
Aber es gibt einen Punkt, der wirklich sehr, sehr wichtig ist in diesem Spiel, und der ist, dass dieses Lernen, ohne Gedanken zu leben, dieses Lernen, ohne Ego zu leben, auf ganz natürliche, langsame Weise geschehen muss.
Das ist ganz, ganz wichtig.
Wenn es zu schnell geschieht, geraten wir aus dem Gleichgewicht, und das ist nicht gut.
Manche Menschen nehmen bestimmte Drogen, um spirituell schneller vorwärtszukommen. Es gibt andere Techniken, wo man spirituelle Erfahrungen macht. Mit holotropem Atmen habe ich selbst keine Erfahrung, aber ich nehme an, das kann man dazu auch benutzen.
Aber es ist nicht notwendig, irgendetwas zu tun, damit es schneller geht – im Gegenteil: Tu alles dafür, damit es langsamer geht.
Es ist unendlich wichtig, dass es langsam geht, ganz natürlich, ohne dass wir dafür irgendetwas tun – außer dieser halben Stunde am Morgen, wo man auch nichts tut, sondern einfach in sich ruht, ohne Ziel, ohne Zweck, ohne auf irgendetwas zu warten, ohne Agenda.
Und ganz allmählich, über die Monate, über die Jahre, über die Jahrzehnte, gewöhnen wir uns daran, Gott zu sein. Wenn es zu schnell geht, werden wir wahnsinnig.
Schau, es ist so: Wenn du die Samarpan-Meditation machst, diese halbe Stunde jeden Morgen im Kronenchakra, und du weißt überhaupt nicht, wozu das gut sein soll. Da passiert nichts, du hast keine großartigen Erfahrungen – im Gegenteil: du merkst eigentlich nur, dass es so gut wie unmöglich ist, mit der Aufmerksamkeit nicht bei den Gedanken zu sein, weil die Gedanken die Aufmerksamkeit immer wieder greifen.
Also wenn es etwas ist, dann für viele Leute eher eine frustrierende Erfahrung. Aber das macht nichts. Du lernst ganz, ganz langsam, für Sekunden anfangs, später für Minuten vielleicht, ohne Gedanken zu sein. Das ist, wie wenn du auf einem Bein stehst und du lernst, das Gleichgewicht zu halten. Das muss man lernen, weißt du... Wenn du gleich in zehn Meter Höhe auf ein Drahtseil steigst und da versuchst zu balancieren, dann haut es dich herunter, und du stirbst.
Aber wenn du im Bad abends beim Zähneputzen aus Spaß einfach einmal so nebenbei auf einem Bein stehst, dann lernst du ganz automatisch, wie das ist, das Gleichgewicht zu halten. Es braucht einfach nur Zeit und Übung. Das tun wir hier.
Und wenn du jeden Tag meditierst – und das ist wichtig, diese Regelmäßigkeit, jeden Tag –, dann wächst etwas in dir, weißt du... Swamiji nennt es die Seele – wobei die Seele nicht wächst, die ist schon da, aber diese Ausrichtung in diese neue Richtung nach innen, zur Seele hin, die wird stärker, die wird stabiler.
Da entsteht eine innere Kraft, und die muss ganz allmählich wachsen.
Und mit jedem Schritt, wo du mehr lernst, nach innen zu gehen, muss gleichzeitig diese innere Kraft wachsen.
Du kannst nicht das, wie du bisher gelebt hast, einfach über Bord werfen und jetzt ganz neu leben, denn in diesem Neuen kennst du dich nicht aus. Da ist keine Stärke, da sind keine Muskeln; da kippst du einfach um, und das ist es, was du erlebst.
Also vergiss alle spirituellen Ambitionen.
Lebe ganz normal.
Du brauchst keine Techniken, du brauchst kein Atmen, du brauchst nichts, was dich weiterbringt – im Gegenteil: Das Einzige, was du brauchst, ist, ein ganz simples, normales Leben zu führen, langweilig und gewöhnlich. Und nebenbei meditierst du jeden Morgen so ein bisschen, obwohl du überhaupt nicht weißt, wozu es gut sein soll, und der Rest geschieht von selbst. Und das ist das Entscheidende: ganz von selbst, ohne dass du da irgendetwas tust, ohne dass du damit etwas zu tun hast, ohne dass du weißt, was. Das ist das Wichtige.
Und dann kann dir nichts geschehen.
Danke, dass du berichtet hast. Ich freue mich sehr, dass du da bist. Und wenn du noch eine Frage dazu hast oder irgendetwas wissen willst, frag gerne noch einmal hier oder schreib mir, wenn du das lieber privat machen möchtest. Ich freue mich, von dir zu hören. Danke, dass du da bist.
Willkommen im Club der Verrückten
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Simone, bitte fahr fort.
[Simone Maria:] Die nächste Frage ist von Eva.
[Dhyan Mikael:] Eva, guten Abend. Wie schön, dass du da bist. Ich freue mich sehr.
[Simone Maria:] „Lieber Mikael, ich habe ein schlechtes Gewissen. Meine Meditation lässt zu wünschen übrig. Ich kritisiere mich und andere. Ich bin im Zweifel mit allem, was um mich herum ist, und mein Magen rebelliert. Wie geht es weiter? Was passt gerade? Danke, Eva.”
[Dhyan Mikael:] Ah, das sind gute Nachrichten. Das ist richtig gut. Du bist auf dem richtigen Weg.
Alles bestens.
Kein Grund zur Sorge.
Ja, so ist es. Ich sagte eben: langsam, langsam, Schritt für Schritt. Du wendest dich nach innen, und ganz allmählich, sehr, sehr langsam, lernst du dich selbst kennen.
Am Anfang ist alles schön und entspannend, aber mehr und mehr merkst du, was da wirklich los ist in dir. Und das ist gut so.
Deswegen sagte ich: Es ist wichtig, dass es langsam geht. Weißt du, wir sind alle geisteskranke Menschen. Wir alle leben seit Tausenden von Generationen auf völlig verrückte Art und Weise. Wir haben alle eine Psychose: Wir glauben den Gedanken. Wir sind alle entgleist, aber da das normal ist, weiß keiner davon – bis auf die wenigen, die Gurus, die nicht dort leben.
Weißt du, wir sind alle geisteskranke Menschen. Wir alle leben seit Tausenden von Generationen auf völlig verrückte Art und Weise. Wir haben alle eine Psychose: Wir glauben den Gedanken. Wir sind alle entgleist, aber da das normal ist, weiß keiner davon – bis auf die wenigen, die Gurus, die nicht dort leben.
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Und wenn du jetzt anfängst, da auszusteigen, wirst du zwangsläufig erst einmal mit dir selbst konfrontiert und mit deinem Wahnsinn, mit all dem, was da drin los ist, mit den Bewertungen und den Beurteilungen und den verrückten Gedanken und all dem Absurden. Und du weißt genau, dass es alles Blödsinn ist, aber du kannst trotzdem nichts dagegen tun.
Und das ist gut. Das Einzige, was zu tun ist, ist, es wahrzunehmen, es sein zu lassen, als hätte es mit dir überhaupt nichts zu tun: nicht darüber nachdenken, einfach hier sein: „Ah, schau an, solche Gedanken sind da. Interessant. Wow, ganz schön verrückt. Okay” – und du ruhst wieder in dir.
Und wir brauchen Monate und Jahre, um uns damit anzufreunden: mit dem, was da drin los ist.
Es geht nicht darum, darüber hinwegzukommen. Es geht auch nicht darum, das zu ändern.
Es geht darum, das, was ist, wahrzunehmen, ohne damit etwas zu tun zu haben: „Ah, wow, so verrückt bin ich. Wow, interessant.”
Mehr ist nicht notwendig.
Und das ist der Grund, warum wir meditieren. Wir meditieren nicht, um eine halbe Stunde in absoluter Stille im Himmel zu schweben. Wenn du dazu fähig wärest, bräuchtest du nicht mehr zu meditieren. Wir meditieren, um Frieden zu schließen mit dem, wie es ist.
Und das ist der Grund, warum wir meditieren. Wir meditieren nicht, um eine halbe Stunde in absoluter Stille im Himmel zu schweben. Wir meditieren, um Frieden zu schließen mit dem, wie es ist. In dieser Bereitschaft, in diesem Loslassen, in dieser Hingabe, löst sich diese Identität auf, dieses Ego, das am liebsten ganz anders wäre.
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Und in dieser Bereitschaft, in diesem Loslassen, in diesem Ja dazu – „ja, okay, hat mit mir nichts zu tun, ich lasse alles so, wie es ist, da drin” –, in dieser Hingabe löst sich diese Identität auf, dieses Ego, das am liebsten ganz anders wäre.
Es ist nur eine Frage der Zeit. Es geht von selbst – wenn du nicht dagegen kämpfst, sondern einfach hier bist und jeden Tag meditierst, egal wie deine Meditation ist, egal wie es da drin aussieht, egal was da drin los ist: Immer wenn du es merkst, dass du in den Gedanken bist, kommst du zum Kronenchakra zurück, ohne dir auch nur den geringsten Gedanken darüber zu machen, wie du bist.
Das ist Hingabe, das ist Frieden schließen mit sich selbst: wenn man überhaupt nicht mehr darüber nachdenkt, wie man ist, ganz gleich wie man ist; dann kann man wirklich hier sein.
Und deswegen freue ich mich, dass du das berichtest, was du berichtest, denn dass du das wahrnehmen kannst, ist ein gutes Zeichen.
Nichts verkehrt.
Willkommen im Club der Verrückten. Danke, Eva.
Entzünde du dein eigenes Licht
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Simone, magst du weitermachen?
[Simone Maria:] Ja, gerne. Die nächste Frage ist von Uli.
[Dhyan Mikael:] Uli, guten Abend. Hallo. Ich freue mich, dass du da bist.
[Simone Maria:] „Ja, so schön, wenn du von Jesus sprichst. Jedoch finde ich dazu Aussagen von Swamiji im Widerspruch, zum Beispiel die Quintessenz eines Videos von ihm vor fünf Monaten: Erschaffe dir deine eigene Welt. Das befremdet mich.”
[Dhyan Mikael:] Jesus hat genau das Gleiche gesagt.
Jesus hat immer nur gesagt: „Schau nach innen, schau auf dich, räume in dir auf. Kümmere dich nicht um die Welt, kümmere dich nicht um deinen Nachbarn, um deinen Nächsten und was an dem verkehrt ist.
Bekehre nicht die anderen. Helfe nicht den anderen, nicht so verrückt zu sein. Schau, wie es um dich steht: räume in deiner Welt auf, da drinnen.”
Swamiji sagt: „Schau nicht, wie weit die Dunkelheit reicht, da draußen in der Welt. Entzünde du dein eigenes Licht.”
Und das ist für uns total befremdlich.
Wir lesen die Nachrichten und wir sehen, was alles in der Welt geschieht, und wir denken: „Das kann man doch nicht so lassen! Da muss man doch etwas tun. Da muss man doch kämpfen. Da muss man doch helfen!
Und das einfach alles ignorieren und stattdessen mich nach innen wenden: das ist doch krank.” So denkt man doch, oder? Du sagst, das ist befremdlich. Ja, es kommt uns sehr befremdlich vor.
Aber warum ist die Welt so, wie sie ist? Warum gibt es überall Krieg? Warum gibt es Mord und Totschlag? Warum gibt es überall Aggression und Gewalt?
Alle Menschen, bis auf ganz, ganz, ganz wenige Ausnahmen, sind sich selbst fern. Sie können sich nicht spüren.
Sie halten sich für diesen Körper, und diese Körper sind extrem zerbrechlich.
Wenn du glaubst, du bist dieser Körper, wirst du immer Angst haben. Egal wie reich du bist, egal wie viel Macht du hast: es ist nie genug. Du musst immer noch mehr kontrollieren, du musst immer noch mehr unterdrücken, du musst immer noch mehr kämpfen, und trotzdem hilft alles nichts. Alles wirst du wieder verlieren –, und jeder Mensch weiß das tief drinnen.
Und das ist die Antriebsfeder für all die Probleme in dieser Welt, alle miteinander.
Aber wenn du ein Mensch bist, der sich selbst kennt – und was ich damit meine ist: der weiß, wer er ist –, der hat keine Angst, der macht sich keine Sorgen, der kämpft nicht, aber nicht, weil er ein guter Mensch ist, sondern weil er nicht kämpfen muss. Er weiß: es gibt überhaupt keinen Anlass, sich Sorgen zu machen.
Und das ist der einzige Weg, wie diese Welt in Frieden kommt: dass jeder Mensch beginnt, das zu entdecken.
Das ist der einzige Weg, wie diese Welt in Frieden kommt: dass jeder Mensch beginnt, das zu entdecken. Alles andere sind nur Notfallmaßnahmen. Aber das Problem wird durch das, was wir da draußen tun, nicht behoben. Nichts wird dadurch geheilt. Heilung geschieht erst, wenn du beginnst, dich selbst zu erkennen.
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Alles andere sind nur Notfallmaßnahmen, damit nicht alles sofort auf der Stelle zusammenbricht. Aber das Problem beheben tut nichts von dem, was wir da draußen tun. Es sind nur Maßnahmen, damit die Menschheit nicht auf der Stelle zugrunde geht. Aber nichts wird dadurch geheilt. Heilung geschieht erst, wenn du beginnst, dich selbst zu erkennen.
Und wenn du das tust, passiert etwas ganz Erstaunliches.
Wenn du beginnst, deine Gedanken zu ignorieren und dich nach innen zu wenden – ich beschrieb das vorhin –, dann ist es, als würde etwas in dir zu wachsen beginnen.
Die Macht der Gedanken, die Macht der Welt auf dich, verschwindet, und die Kraft deines Inneren, deiner Seele, des Göttlichen in dir, die wächst immer mehr. Du weißt gar nicht, wie das möglich ist.
Und in dem Maße, wie du den Gedanken keine Aufmerksamkeit gibst, und in dem Maße, wie dieses Innere wächst, ändert sich dein Leben. Deine Energie, die Aura, die dich umgibt, ändert sich vollkommen.
Und in deine Aura können nur Dinge eintreten, die zu dieser Energie passen.
Wenn du einer bist, der sich Sorgen macht und der kämpfen muss und nicht in Frieden ist mit sich selbst und mit der Welt und mit dem, was er sieht, dann zieht dieser Mensch lauter Dinge an, die ihm dabei helfen, nicht im Frieden zu sein, und die zu diesem mühsamen Leben passen. Aber wenn du tiefenentspannt bist, weil du weißt, wer du bist, weil du mit der göttlichen Kraft, die all das hier belebt, in Verbindung bist, dann hat deine Aura eine vollkommen andere Farbe, und in deiner Welt geschehen ganz andere Sachen als in der Welt deines Nachbarn.
Und diese Welt ist ansteckend.
Wenn du mit Menschen zusammen bist, die so leben wie die normale Welt, dann ist das ansteckend.
Dann glaubst du das, was du in den Nachrichten siehst und im Fernsehen und was die Leute erzählen, und ihr alle teilt die gleiche Angst und die gleiche Unsicherheit und die gleiche Verzweiflung.
Aber wenn du Menschen nahe kommst, die aus eigener Erfahrung wissen, wer sie sind und wie das Leben wirklich funktioniert, dann ist es, als würde sich die Art und Weise, wie du dich fühlst, innerlich vollkommen verändern. So ansteckend ist das.
Der Rat, den Swamiji in diesem Video, das du angesprochen hast, gibt, ist also das Einzige, was überhaupt Sinn macht. Alles andere ist zwecklos.
Aber das weiß keiner, weil es nicht zum Erfahrungsschatz der normalen Menschen gehört; weil keiner weiß, dass das möglich ist. Aber es ist möglich und nötig, und alles andere macht keinen Sinn.
Ich tue dasselbe. Schau, du bist hier im Satsang, nicht weil ich so viel für dich tue, nicht weil ich mir Sorgen mache um dich und dir Energie schicke und alles Mögliche, damit du es leichter hast. Nein, überhaupt nicht: Ich tue nichts dergleichen.
Es ist nicht notwendig, weil ich weiß, wie es wirklich funktioniert. Ich weiß, ich brauche mir über dich überhaupt keine Sorgen zu machen, und du auch nicht. Und dieses Wissen aus Erfahrung, das ist ansteckend, das ist hilfreich, das verändert etwas sehr, sehr nachhaltig.
Aber ich gebe dir recht: das, was ein Heiliger sagt, ein Jesus, ein Soham, ein Swamiji, klingt total befremdlich. Es klingt total weltfremd. Es passt nicht zu dem, was wir über die Welt glauben.
Aber ich kann dir nur aus eigener Erfahrung sagen: es stimmt, und nichts anderes macht Sinn.
Ich sage dir das Gleiche.
Und ich habe in den Jahrzehnten, in denen ich so lebe, immer und immer und immer noch einmal die Erfahrung gemacht, was möglich ist und was geschieht, wenn man sich nach innen wendet; was für Wunder um einen herum geschehen.
Es füttert nicht das Ego, weil du nichts tust. Es passiert automatisch, ohne dass das Ego dabei genährt wird.
Es fühlt sich viel besser an, herumzurennen und gute Taten zu vollbringen, aber du hilfst da nicht wirklich.
Es ist überhaupt nichts dagegen einzuwenden, jemandem, der in Not ist, zu helfen. Das ist natürlich und menschlich.
Aber das Wichtige ist, dass man sich um das eigentliche Problem kümmert, und das hat damit zu tun, sich nach innen zu wenden und die Welt da drinnen in Ordnung zu bringen.
Und dann geschehen um dich herum Dinge, die kannst du nicht tun, und doch bewirken sie tausend-, millionenmal mehr, als du tun könntest.
Das ist die Wahrheit.
Danke für deine Frage. Ich danke dir.
Wenn Gott in diesen Körper einzieht
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Ich lese noch eine E-Mail vor.
„Geliebter Mikael, nun habe ich wieder einmal eine Frage, die ich gerne stellen möchte.
Vor Kurzem habe ich in einem YouTube-Short von dir gehört, wie du gesagt hast, dass Gedanken sehr schmerzhaft sein können, wenn man bereits überwiegend gedankenfrei ist. Meinst du damit auch körperliche Schmerzen?”
Nein, das meine ich damit nicht. Ich sagte: Je gedankenfreier man wird … Also, man wird ja nicht wirklich gedankenfrei, die Gedanken sind eigentlich immer irgendwo da, aber man ignoriert sie. Man nimmt sie nicht mehr wichtig; man glaubt ihnen nicht mehr; man richtet die Aufmerksamkeit ganz woanders hin. Und dadurch wird man immer empfindsamer, immer feiner, man lebt immer mehr innen. Und wenn man dann doch wieder auf die Gedanken einsteigt, spürt man den Schmerz dessen, was man sich selbst antut, viel mehr, viel deutlicher als früher.
Es ist wirklich sehr schmerzhaft, und trotzdem passiert es immer wieder. So lernen wir, immer wieder, immer wieder.
Ich sagte das vorhin schon: es ist wichtig, dass wir auf diesem Weg nach innen, auf diesem Weg der spirituellen Reifung und des Wachsens, langsam voranschreiten, weil wir das alles lernen müssen. Wir werden immer empfindsamer, wir werden immer stiller, und müssen dabei lernen, immer besser auf uns achtzugeben und immer disziplinierter zu werden, innerlich: disziplinierter und kräftiger und entschlossener, wo unsere Aufmerksamkeit ist und wo nicht. Denn die Auswirkungen davon sind sonst immer krasser.
Deswegen ist es nicht gut, wenn Menschen sehr schnell, ohne wirklich zu wachsen, diese Offenheit erlangen. Manchen geschieht es trotzdem, aber die sind nicht zu beneiden. Es ist viel besser, wenn es langsam geht.
Aber die E-Mail ist noch nicht zu Ende.
„Ich erlebe seit mehreren Jahrzehnten immer wieder mal Schmerzen, für die nie eine medizinische Ursache oder Diagnose gefunden wurden. Oft wandern sie und sind jeden Tag ein bisschen anders.
Ich fühle mich auch meistens nicht wirklich krank, und da ist kein innerer Impuls mehr, zu einem Arzt zu gehen. An manchen Tagen beeinträchtigen sie mich mehr, an anderen weniger. Und es gibt auch Tage, an denen sie nicht präsent sind und alles leicht und freudvoll ist. Ich habe auch viele Jahre lang mit der Ernährung herumexperimentiert, auch mit alternativer Medizin, aber auch das scheint alles eine Sackgasse zu sein. Mal funktioniert das eine, mal das andere. Manchmal funktioniert alles und manchmal gar nichts.”
Ja, das ist auch meine Erfahrung.
Wir lernen allmählich, all das nicht mehr ernst zu nehmen.
Ich weiß nicht, wer das gesagt hat, welcher Heilige das gesagt hat...
Wer war denn das?
Ich habe es leider vergessen.
Ich bin mir nicht sicher, ob es Ramana war. Jedenfalls wurde dieser Heilige gefragt, warum sein Körper so mitgenommen sei.
Manche Leute stellen sich das ja vor, wenn jemand heilig wird und spirituell fortgeschritten, dass der Körper vor Gesundheit strotzt und alles optimal ist. Und bei dem Heiligen war das ganz anders.
Und er wurde gefragt: „Warum ist das so?” Und er sagte: „Ja, weißt du, wenn ein Elefant in eine kleine Hütte tritt, ist die Hütte nie wieder die gleiche.”
Und so ist es, wenn Gott in diesen Körper kommt.
Da kommt dieser gigantische Elefant und lässt sich in dieser kleinen Hütte nieder und macht sich irgendwie Platz.
Es ist ein Wunder, dass wir das überleben, aber dafür sind diese Körper da.
Aber es wird diesen Körpern alles abverlangt auf diesem Weg nach innen – das ist auch meine Erfahrung. Es ist nicht dramatisch, es ist nicht schlimm, aber es ist relativ intensiv von Zeit zu Zeit.
Keinn Grund zur Sorge; mach dir keine Gedanken.
„Ist es also möglich, dass Gedanken diese mysteriösen Wehwehchen verursachen? Das scheint mir derzeit die letzte und vielleicht sogar einfachste Möglichkeit der Erklärung zu sein. Dann könnte ich einfach alle Sorgen und Bemühungen loslassen und mich nur noch auf die Krone und das Ignorieren der Gedanken fokussieren.”
Ja, das ist eine gute Idee. Das würde ich dir empfehlen.
Es ist ganz normal und natürlich, dass wir uns um diesen Körper kümmern, so gut wir halt können. Wenn der Schmerzen hat und wir wissen, was wir tun können, tun wir das natürlich. Aber wenn wir das nicht wissen, dann ist es das Beste, sich keine Gedanken darum zu machen. Und das Gleiche gilt für die Ernährung und für alle anderen Sachen auch. Wenn du weißt, was du Gutes tun kannst, dann tu es, aber wenn nicht, mach dir keine Gedanken.
Es ist so: du fragst, ob die Gedanken diese ganzen Wehwehchen verursachen. Die Gedanken können im Körper sehr, sehr viel Schaden anrichten. Dieser Körper reagiert auf Gedanken. Es ist, als könnte der Körper nicht unterscheiden zwischen dem, was echt ist, und dem, was nur eingebildet ist.
Wenn du ein sehr stressiges Leben hast, weil deine Gedanken dich in Angst und Schrecken versetzen, dann wird dein Körper in einer permanenten Stress- und Angstreaktion leben, weil der Körper nicht unterscheiden kann, ob du irgendein Hirngespinst im Kopf hast oder ob da wirklich etwas Schreckliches passiert. Deswegen ist es sehr hilfreich, die Gedanken zu ignorieren.
Aber es ist trotzdem nicht so, dass du kerngesund wirst und alles optimal im Körper funktioniert, wenn du nicht mehr denkst. Es ist eine unendliche Entlastung für den Körper, wenn du lernst, die Gedanken zu ignorieren.
Aber wir haben alle unseren Weg zu gehen, und es ist eine sehr intensive Herausforderung für diesen Körper, zu lernen, Medium zu werden für Gott. Das ist das, was wir hier alle tun. Das klingt ein bisschen esoterisch, aber ich meine das eigentlich in einer ganz normalen, praktischen Art und Weise.
Und ich tue alles für diesen Körper, was ich kann, und alles, was übrig bleibt, akzeptiere ich einfach. Ich bin dankbar, dass ich diesen Körper habe, mit all seinen Wehwehchen und Eigenarten.
Ich bin dankbar, dass er mir ermöglicht, dieses Leben zu erleben; dass er mir das ermöglicht, diese Rückkehr nach Hause zu erleben.
Swamiji sagt, die Seele wartet lange, lange, lange Zeit, bis sie den Körper findet, der es ihr ermöglicht, diese Reise zu vollenden. Es verlangt einiges vom Körper.
Also, habe Nachsicht mit ihr und nimm die ganze Sache nicht so ernst.
Danke für deine E-Mail.
Ich freue mich, dass du da bist.
Bis zum letzten Atemzug Schüler bleiben
Link to topic in video at 1h24m18s
Simone, magst du fortfahren?
[Simone Maria:] Ja, sehr gerne. Die nächste Frage ist von Frieda.
[Dhyan Mikael:] Frieda, guten Abend. Hallo. Ich freue mich, dass du da bist.
[Simone Maria:] „Kannst du erklären, weißt du es vielleicht, warum dein Lehrer Soham sich damals Swamiji und der Samarpan-Meditation zugewandt hat? Soham war doch schon erwacht. Das wäre ja wie eine Rückentwicklung, weil Meditation nicht den letzten Schritt zum Erwachen geben kann, da gerade das jemand sein, der meditieren kann, aufgegeben werden muss.”
[Dhyan Mikael:] Es ist alles nicht so, wie wir uns das vorstellen.
Du weißt nichts über das Erwachen, du weißt auch nichts über Meditation.
Ich kann dir nur raten: Sei dir treu und geh du den Weg, der für dich gerade dran ist.
Mach dir keine Gedanken über andere Menschen und warum sie etwas gemacht haben und warum nicht. Wenn du andere Menschen analysierst und bewertest, schadest du dir selbst – wirklich.
Ich habe das ja damals erlebt, wie das war, als Swamiji in unser Leben kam und die Meditation.
Und als diese Kehrtwendung von Soham geschah, da habe ich seine Größe erlebt.
Ein Meister, der immer bereit ist, jeden Tag ganz von vorne anzufangen, alles neu zu lernen, nichts zu wissen: das ist Meisterschaft.
Die echten Meister, die ich kenne, die echten Gurus, die ich kenne, die sind so: die sind Schüler, die sind Lernende. Die wissen immer noch weniger und werden immer noch größer.
Wenn ich mir eines wünsche für diesen Kerl hier, dann das: dass er bis zum letzten Atemzug Schüler bleibt.
Wenn ich jemals das Gefühl haben sollte, ich wäre angekommen – oh, ich hoffe, das geschieht mir nie, diese Verirrung.
Du weißt nicht, was möglich ist. Du hast keine Ahnung, was möglich ist. Ich rate dir: Bleib einfach offen.
Wisse so wenig wie möglich, und das bisschen, was du weißt, vergiss auch das noch. Dann kannst du lernen und erleben und schauen.
Und dann vergisst du heute Abend wieder alles, was du heute gelernt hast, und morgen entdeckst du wieder neue Dinge.
Manifestieren ist Illusion
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Simone, haben wir noch eine Frage?
[Simone Maria:] Wir haben noch einige Fragen.
[Dhyan Mikael:] Ja, bitte, fahr fort.
[Simone Maria:] Hier ist noch eine. Die nächste Frage ist von einer Person, die sich mit S abkürzt.
[Dhyan Mikael:] Hallo S, guten Abend.
[Simone Maria:] „Ich bin extrem fixiert auf das Geld, und es ist immer zu wenig. Für mich bedeutet Geld alles. Kann ich überhaupt den Geldfluss in Gang bringen? Kann ich mit dem Gefühl der Freude hier zum Schöpfer werden und endlich das Geld zum Fließen bringen? Macht es überhaupt Sinn, seine Gefühle zu beobachten und diese in die Freude zu bringen?”
[Dhyan Mikael:] Nein, das macht überhaupt keinen Sinn. Was Sinn macht, ist, die Gefühle, die da sind, zu fühlen.
Es macht keinen Sinn, irgendetwas in die Freude zu bringen.
Nein. Was für ein Gefühl ist denn da?
Angst? Unsicherheit?
Misstrauen dem Leben gegenüber? Das sind die Gefühle, die da sein wollen. Vergiss die Freude.
Ob es diese Angst ist oder was auch immer das ist, was hinter deinen Geldgedanken steckt: heiße die willkommen, und dann freuen die sich. So entsteht echte Freude, nicht die Freude, die da oben geboren wird.
Schau, du kannst auf zweierlei Arten und Weisen leben.
Na, eigentlich kann man nur auf eine Art und Weise leben, aber man kann versuchen, auf eine andere Art und Weise zu leben, und das ist: das Leben in der Hand zu haben, das Leben zu kontrollieren – oder, um es etwas spiritueller auszudrücken: zu manifestieren. Das klingt irgendwie heiliger, aber nichtsdestotrotz ist es nichts anderes als das Ego, das dem Leben sagt: „Ich habe hier das Sagen. Hier passiert das, was ich will.”
Und wie du aus deiner eigenen Erfahrung weißt, schert sich das Leben einen feuchten Kehricht darum, was du willst.
Das Leben schert sich einen feuchten Kehricht darum, was du willst. Das Leben ist nicht dazu da, deine Wünsche zu erfüllen. Das Leben ist dazu da, dich nach Hause zu bringen, und das tut es. Und wenn du mitmachst, geht es ganz leicht. Wenn du nicht mitmachst, ist es sehr, sehr schwer, und das bringt uns das Leben bei.
Link to quote in video at 1h31m00s
Und das wird auch so bleiben.
Das Leben ist nicht dazu da, deine Wünsche zu erfüllen.
Das Leben ist dazu da, dich nach Hause zu bringen, und das tut es.
Und wenn du mitmachst, geht es ganz leicht.
Wenn du nicht mitmachst, ist es sehr, sehr schwer, und das bringt uns das Leben bei.
Wenn du deinen eigenen Weg durchsetzen möchtest, ist es schwer, mühsam, unmöglich.
Wenn du mit dem, was das Leben dir zeigt, mitschwimmst, ist alles leicht und freudvoll übrigens auch, leicht, und natürlich.
Du musst nur deine Ideen und deine Pläne aufgeben.
Mehr ist nicht notwendig.
Manifestieren ist Illusion.
Manifestieren ist Illusion. Es funktioniert für kurze Zeit: du kannst gegen den Strom schwimmen, eine Weile geht das gut, und dann bist du zu Tode erschöpft und keinen Meter weiter. Aber die, die gelernt haben loszulassen, sind längst zu Hause, wenn deine Reise gerade erst losgeht, weil du versuchst, in die entgegengesetzte Richtung zu schwimmen.
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Es funktioniert – für kurze Zeit, aber zu was für einem Preis?
Du kannst gegen den Strom schwimmen: eine Weile geht es gut, und dann bist du zu Tode erschöpft und keinen Meter weiter.
Aber die Menschen, die gelernt haben loszulassen, sind längst zu Hause, wenn deine Reise gerade erst losgeht, weil du in die entgegengesetzte Richtung versuchst zu schwimmen. Was für ein Unsinn!
Ich sage das so klar, weil in unserer heutigen Zeit, in dieser scheinbar spirituellen Zeit, Gedanken Hochkonjunktur haben, die sich einfach super verkaufen lassen. Wenn ich hier Seminare anbieten würde, die dir beibringen, wie du alles manifestieren kannst, dann wären jetzt hier nicht 100 oder 120 Leute im Satsang, sondern 5000. Und dann würde ich nicht um Spenden bitten, sondern könnte ich von jedem 2000 Euro verlangen, und die würden sie mir gerne geben.
Das einzige Leben, in dem sich dann Geld manifestiert, wäre mein eigenes, aber nicht in deinem.
Aber wir glauben gerne daran. Wir glauben gerne daran, dass das Leben so funktionieren könnte.
Aber es ist alles viel einfacher. Es ist alles viel einfacher.
Und das Schlimmste an dem Ganzen ist... Weißt du, du hast Glück .
Also, die Menschen, die reif sind für den spirituellen Weg – da klappt das nicht mehr.
Wenn du ein Mensch wärst, der erfolgreich wäre mit dem Geldverdienen, das wäre wirklich traurig, weil du dann in dieser Illusion des Lebens verloren gehst. Du wirst nie erwachen, weil du es gar nicht willst.
Aber die Menschen mit Potenzial, bei denen hört es auf zu funktionieren.
Die können nicht mehr daran glauben; es geht einfach nicht. Das Leben spielt nicht mehr mit, weil jetzt etwas Neues an der Reihe ist. Und das ist gut so. Ich freue mich darüber.
Und stell dir vor, du hättest Erfolg mit deinem Ansinnen, viel Geld zu verdienen und dir keine Sorgen mehr machen zu müssen und endlich Freude empfinden zu können, weil du so viel Geld hast.
Was wäre dann?
Ich weiß nicht, wie alt du bist – 30, 40? Was wäre in 30 Jahren? Der Körper stirbt, dein Geld ist weg, dein Körper ist weg, alles weg.
Was machst du mit deinem Geld, wenn du im Sterben liegst?
Was machst du mit deinem Geld, wenn du im Sterben liegst? Was machst du mit deiner Macht, mit deinem Grundstück, mit deinem Auto, wenn du im Sterben liegst?
Dann ist alles unwichtig. Dann stellst du dir die eigentlichen Fragen, aber die kannst du dir jetzt schon stellen.
Und dabei hilft dir das Leben. Deswegen klappt es bei dir nicht mit dem Geldverdienen, und ich freue mich darüber.
Was ich versuche dir zu sagen, ist, dass die Mühe, die du dir machen möchtest, unnötig ist.
Wenn du lernst, dich nach innen zu wenden, ist es ganz leicht; es erfordert keine Mühe.
Wenn du lernst, diesen unendlichen Schoß der Stille – ich kann es nicht anders beschreiben –, den du bei deiner Seele findest, wenn du den findest: das ist das, was Jesus Christus die Ewigkeit nannte. Das ist das, wovon er sprach: was bleibt. Wenn du dich in diese Richtung wendest und das lernst, in diese Richtung zu schauen, das zu finden: das bleibt. Das ist das, wo du herkommst. Das ist, wo du hingehst, wenn dieses Theater hier vorbei ist.
Aber wenn du nicht gelernt hast, in diese Richtung zu schauen, wenn du nicht gelernt hast, das wahrzunehmen und zu erkennen, dann wirst du es in der Stunde deines Todes auch nicht können, wenn alles andere weg ist.
Und das Lustige ist: wenn du dich nicht ums Geld sorgst, sondern lernst, dich nach innen zu wenden, dann ändert sich dein Leben, und die Dinge, die du wirklich brauchst, die geschehen.
Es ist ganz abgefahren. Und jeder, den ich kenne, der das ausprobiert hat und so lebt, berichtet mir genau das Gleiche. Das ist der Grund, warum Jesus sagte: „Was sorgst du dich? Was sorgt ihr euch? Setze Gott an erste Stelle.” Hat er gesagt – also das Innere. Das war sein Wort für Innen, für Seele.
Alles andere, sagte er, folgt dem nach. Und das ist meine praktische Erfahrung im Leben. Das ist nicht irgendein esoterischer Nonsense. Alle Menschen, die diesen Weg auf diese Weise gehen, die ich kenne, berichten das Gleiche: Du wendest dich nach innen, du kommst diesem Innen, von dem du vielleicht noch gar nicht weißt, was es sein soll – es hat nichts zu tun mit Gedanken und Gefühlen –, du kommst dem näher, und all das da draußen im Leben, um das du dich immer gesorgt hast, regelt sich von selbst, auf Arten und Weisen, die man sich einfach nicht vorstellen kann.
Es ist einfach kein Problem mehr.
Aber das kann man sich nicht vorstellen. Jeder einzelne Mensch muss das selbst entdecken, und deswegen muss jeder einzelne Mensch selbst an den Punkt kommen, wo er das entdecken will und den Mut dazu hat, das auszuprobieren.
Geld ist eine nützliche Angelegenheit, aber nichts, weswegen man sich Sorgen machen muss.
Geld passiert von selbst, in dem Maße, wie du es brauchst. Und es ist nicht viel, wenn du im Einklang mit dem Leben bist, mit dir selbst, mit deinem Inneren.
Ich habe fast nichts, aber seltsamerweise brauche ich auch fast nichts. Das bisschen, was ich habe, stecke ich alles in Kamera und Computer und alles, was für die Videos und Retreats nötig ist. Ich habe so eine Freude daran. Ich weiß gar nicht, wie das alles möglich ist.
Gott kümmert sich so gut um seine Kinder.
Ja.
Danke für deine Frage.
Und wenn du Lust hast, fang einfach an zu meditieren. Weißt du, du kannst weiterhin dir Sorgen machen wegen dem Geld. Du kannst weiterhin alles versuchen, mehr Geld zu verdienen. Du brauchst überhaupt nichts ändern.
Du kannst einfach so bleiben, wie du bist – das ist das Tolle an der Samarpan-Meditation. Aber du fängst einfach an, jeden Morgen zu meditieren.
Du brauchst nichts sein lassen. Du musst nicht plötzlich klug werden. Du musst nicht plötzlich einer Meinung sein mit mir und jetzt alles anders machen. Das ist alles nicht notwendig. Fang einfach an, jeden Morgen eine halbe Stunde die Samarpan-Meditation zu machen, und mach im restlichen Leben alles so wie bisher, gerade so, wie du möchtest.
Alles wird sich ändern. Ich garantiere es dir.
So, ich glaube, wir müssen aufhören. Ich danke dir für deine Frage. Danke, dass du dich gemeldet hast.
Unterstütze mich, wenn es dir Freude macht
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Ja, ich sagte das eben schon: Ich habe nicht viel, und das bisschen, was ich habe, das geht direkt wieder da hinein, damit wir hier zusammensitzen können, damit ich Videos machen kann und alles Mögliche, in einer vernünftigen Qualität. Und ich weiß nicht, wie das möglich ist, aber es gibt Menschen, die … weißt du, das ist mir ja unbegreiflich, dass es Menschen gibt, die das, was ich hier tue, hilfreich finden. Ich weiß nicht, wieso, weil das auf eine gewisse Art und Weise mit mir hier nichts zu tun hat.
Aber Gott kümmert sich darum, dass das möglich ist. Und es gibt Menschen, die schätzen das und die unterstützen mich, einfach so. Es ist so ein Wunder für mich, so ein Segen, und deswegen kann ich Videos machen und Satsang geben und brauche nichts dafür verlangen. Jeder, der kein Geld hat, kann einfach kommen, wann immer er will.
Und das ist meine Einladung an dich, wenn du Lust hast, mich zu unterstützen. Alles, was ich tue, einschließlich meiner Retreats, ist auf Spendenbasis. Kein Mensch muss sich hier bei mir zu irgendetwas verpflichtet fühlen.
Ich erwarte nichts von dir. Ich brauche nichts von dir. Ist das nicht schön? Und trotzdem bin ich dankbar, wenn es Menschen gibt, die Freude daran haben, das, was hier passiert, zu unterstützen. Wenn du da mitmachen möchtest: auf meiner Webseite, auf der Spende-Seite, findest du Infos, wie du die Videos und Satsangs unterstützen kannst. Das geht ganz leicht, zum Beispiel durch eine Mitgliedschaft bei Steady – das ist wie so ein kleiner Dauerauftrag: da bekomme ich dann einmal im Monat einen kleinen oder mittelgroßen Betrag, und dann geht es hier weiter.
Aber es ist deine Entscheidung. Du bist zu nichts verpflichtet; das ist so schön. Wenn du gerne keine Videos und keine Satsangs verpassen möchtest, lade ich dich dazu ein, meinen Newsletter zu abonnieren – das geht natürlich auch kostenlos; das geht auch auf meiner Website –, und den schicke ich dir immer dann, wenn es neue Videos gibt oder wenn der nächste Online-Satsang ansteht. Ja...
Und irgendwie geht das alles von selbst.
Ich habe mir früher auch so viele Gedanken ums Geld gemacht, aber es ist alles unnötig.
Ich weiß überhaupt nicht mehr, wie das möglich ist. Hier geht viel Geld durch, mit all der Technik und all den Dingen, die hier notwendig sind. Aber irgendwie funktioniert es – aber nicht, weil ich mir Sorgen mache. Gott nimmt es in die Hand, und es ist so schön.
Und so kann jeder Mensch leben, egal welche Arbeit du machst, egal welche Art von Lebensinhalt dein Leben hat.
Das gilt für jedes Leben, für jeden Menschen.
Ja, und wenn du dich für die Samarpan-Meditation interessierst: auf meiner Website gibt es die Himalaya-Samarpan-Meditation-Seite, und da habe ich Informationen dazu zusammengestellt. Die kommt nicht von mir, diese Meditation; die hat mit mir überhaupt nichts zu tun. Ich meditiere die einfach seit neun Jahren jeden Tag.
Aber da habe ich dir die Informationen zusammengestellt, Links, wo du die Originalinformationen herbekommst zu dieser Meditation, wo es die Einführung gibt, und da kannst du dich dann kundig machen. Denn, wie gesagt: mit mir hat sie nichts zu tun. Ich erzähle einfach davon, weil sie mein Leben vollkommen verändert hat, und jetzt lebt sich dieses Leben von selbst.
So ist das Leben eigentlich gedacht.
Danke für Satsang. Danke, dass du da bist.
Ich liebe dich.