Skip to main content Skip to footer

Subtle is the Path into Heaven

How the Soul quietly pulls me home.

German with German subtitles.

What is this about Heaven, about “turning inward”, and about what Jesus called “putting God first”? My words cannot make you understand this, but they may touch your longing – and it is the longing which will bring you home.

Auto-translate the German transcript below

Below you find the German transcript, complete with links to individual chapters and quotes in the video. Use your browser's auto-translate feature to read the transcript in your prefered language. Please do a browser search for “browser auto translate” to find information on how to enable this feature in your browser.

About this Video:

In this video, I talk about something subtle – so subtle that it's actually impossible to talk about. And yet I try to speak – to you, who is tired of thinking, searching, always pushing forward; to you, who feels that life must be more than solving problems, functioning, achieving goals, but who doesn't know where else to go.

I talk about what it's like for me to turn inward, even though at first there seems to be nothing but a worthless emptiness and silence, and the irritating question in my head: “What's the point?” I know how crazy and wrong it feels to turn your attention away from the world, from your own thoughts, feelings, worries, hopes – everything we consider so important and even as ourselves.

In this video, I'm not talking about solutions to your problems, nor am I talking about how to become happier or get your life under control. That's not what this is about. I'm talking about my journey, on which I understand less and less – and precisely because of that, I discover something that is highly subtle and yet deeper than any understanding.

I talk about how life changes when you become empty; how everything that feels so heavy and so important slowly loses its weight; how the urgency disappears; how, in the midst of everyday life – at work, shopping, cleaning, living – you touch something that has nothing to do with this life and yet carries everything. Today, it is as if I am in the middle of the world, but the world is no longer in me. Inside, it is becoming emptier and emptier – and in this emptiness dwells the eternal soul; there I experience Heaven – and God.

Perhaps you feel driven inside. Perhaps you have the feeling that you will never arrive. Or you have everything you “should” have, and yet a quiet dissatisfaction remains – a longing that has no name. It is precisely this longing that I am speaking to.

I am not explaining to you what Heaven is, and yet I am trying, admittedly with helpless words, to convey to you how I experience this more and more and ever new arriving in Heaven – not so that you may understand better, but to touch your longing. It is this longing that will bring also you home.

Complete German text:

Auto-translate for reading along: this German transcript has links to individual chapters and quotes in the video. Use your browsers auto-translate feature to read the transcript in your prefered language. Please do a browser search for “browser auto translate” to find information on how to enable this feature in your browser.

Man versteht nur, was man kennt

Guten Morgen.

Ich muss heute Morgen lächeln, denn ich möchte in diesem Video über etwas sprechen, und ich weiß überhaupt nicht, wie ich das anstellen soll.

Ich möchte dir davon erzählen, was möglich ist für dich als Mensch. Ich möchte dir davon erzählen, was es bedeutet, ein Leben im Himmel zu führen. Aber darüber kann man nicht sprechen.

Ich erlebe gerade eine sehr besondere Zeit.

Jetzt, im Moment, ist die Zeit des fünfundvierzigtägigen Anushthans meines Meisters, meines spirituellen Meisters Swamiji, und in dieser Zeit zieht er sich für 45 Tage ganz und gar zurück, hat keinen Kontakt mit anderen Menschen, sondern ruht nur in sich selbst. Das macht er einmal im Jahr, und das ist seine jährliche Auftankzeit.

Und dieses Jahr erlebe ich diese 45 Tage für mich auch in dieser Art – auf meine Weise. Und es ist so unendlich fruchtbar, sich zurückzuziehen; sich nach innen zu wenden.

Und wenn man lernt, so zu leben, nicht nach außen gewandt, sondern nach innen gewandt, dann geschieht das, was ich Wunder nenne. Dann geschieht das, was ich „in den Himmel kommen” nenne. Aber was bedeutet das?

Ich habe mich früher immer gewundert, warum in der Bibel – oder wenn ich die Worte von Jesus gelesen habe –, alles über das Himmelreich, über das Reich Gottes, so unkonkret ausgedrückt war, so wenig greifbar.

Aber heute weiß ich, warum das so ist: weil man nichts darüber sagen kann. Alles, was ich dir darüber sagen würde, würdest du nicht verstehen – solange es nicht deine eigene Erfahrung ist.

Alles, was ich sage, und wahrscheinlich auch alles, was ich in diesem Video sagen werde, obwohl ich überhaupt noch nicht weiß, was ich sage, wirst du aus deiner heutigen Lebenserfahrung, aus deiner heutigen Perspektive auf das Leben, interpretieren, und dann bedeutet es für dich etwas vollkommen anderes als für mich – dieselben Worte.

Deswegen ist es besser, man redet nicht konkret darüber. Man kann eigentlich nur eine Ahnung vermitteln. Eigentlich kann man einem anderen Menschen nur anbieten, ein wenig Zeit mit einem zu verbringen – deswegen mache ich Videos; deswegen gebe ich Satsang; deswegen biete ich Retreats an –, und dann kannst du kommen und ein wenig Zeit mit mir verbringen, und dann spürst du etwas – in dir.

Und dann... In dem, was du in dir spürst, da ist eine Botschaft verborgen, für dich. Aber es hat mit den Worten, die ich sage, eigentlich nichts zu tun; die kann man eigentlich nur missverstehen. Und trotzdem möchte ich es gerne ein wenig probieren. Ich erlebe diese 44 Tage des diesjährigen Anushthans als so fruchtbar, als so ein Geschenk, und...

Ja, ich bin jetzt so etwa 30 Jahre lang auf diesem Weg nach innen, und in diesen 30 Jahren ist so viel geschehen, obwohl ich nichts getan habe.

Ich habe einfach immer mehr gelernt, mich nach innen zu wenden – mehr habe ich nicht getan. Aber alles verändert sich fortwährend, und immer noch tut es das.

Es ist nicht so, dass man diesen Weg beginnt, und dann kommt man an einen bestimmten Punkt, da hat man es dann kapiert, und dann ist man angekommen. So ist es nicht. Man beginnt, sich nach innen zu wenden.

Anfangs weiß man gar nicht, warum man das tut und was das überhaupt soll.

Man nimmt die Welt wichtig. Man nimmt das, was in der Welt geschieht, wichtig. Man nimmt das, was man fühlt und denkt, unendlich wichtig. Und wenn man sich nach innen wendet, da ist nichts, da ist Leere, und man weiß überhaupt nicht, was das soll und wozu das gut sein soll. Im Gegenteil – man denkt: das ist verrückt.

Aber je leerer ich werde, desto wundersamer wird dieses Leben ; desto wundersamer wird meine Lebenserfahrung, wie ich erlebe, am Leben zu sein.

Je leerer ich werde, desto wundersamer wird dieses Leben.

Eine unerklärliche Sehnsucht

Ich möchte in diesem Video eigentlich nur den Mund wässrig machen. Ich möchte zu dir sprechen, und irgendetwas in dir wird sich erinnern – nicht bewusst... Es ist nicht so, dass du dann plötzlich eine Information im Kopf hast und weißt: „Ah, darum geht es.” Nein, das meine ich nicht.

Irgendetwas in dir wird sich erinnern, und das wird dann irgendwann, vielleicht nicht heute, vielleicht in einem Jahr, vielleicht in 5 Jahren, spürbar als unverständliche Sehnsucht, als eine Anziehung hin in eine Richtung, die du vielleicht für falsch und verkehrt hältst, aber nichtsdestotrotz willst du dann dahin.

Und dann entdeckst du selbst, wovon ich spreche.

Ich spreche zu dir, und etwas in dir wird sich erinnern, und das wird irgendwann spürbar als unverständliche Sehnsucht, als eine Anziehung hin in eine Richtung, die du vielleicht für falsch und verkehrt hältst, aber nichtsdestotrotz willst du dann dahin. Und dann entdeckst du selbst, wovon ich spreche.

So ging es den Menschen mit Jesus damals: die hatten keine Ahnung, wovon er spricht.

Seine eigenen Jünger haben ihn nicht verstanden. Bis zum letzten Tag, wo sie bei ihm waren, haben sie nicht verstanden, wovon er sprach. Und doch konnten sie nicht anders als bei ihm sein. Sie konnten nicht anders, als ihm folgen, obwohl sie noch nicht einmal wussten, was das bedeutet: ihm folgen. Sie waren einfach bei ihm, so gut sie konnten. Und dann, als er nicht mehr da war, als er nicht mehr in seinem Körper war, waren sie immer noch bei ihm, so gut sie konnten – innen.

Dieser Weg in den Himmel, dieser Weg nach innen, ist kein Weg des Verstehens – im Gegenteil: es ist ein Weg des „nichts verstehen”, ein Weg des „nichts wissen”.

Man kann eigentlich nur die ganze Zeit über sich selbst den Kopf schütteln, weil man überhaupt nicht versteht, was man da tut. Aber man kann nicht anders.

Dieser Weg in den Himmel, dieser Weg nach innen, ist kein Weg des Verstehens – im Gegenteil: es ist ein Weg des „nichts verstehen”, ein Weg des „nichts wissen”. Man kann eigentlich nur die ganze Zeit über sich selbst den Kopf schütteln, weil man überhaupt nicht versteht, was man da tut. Aber man kann nicht anders.

Ja... Ich möchte gerne versuchen, dir wenigstens ein kleines bisschen davon zu erzählen, was es bedeutet – was es für mich bedeutet und wie ich das erlebe...

ja, ich kann noch nicht einmal sagen: „im Himmel zu sein”: in den Himmel zu kommen – denn dieses Kommen hat kein Ende. Es ist nicht so, dass du irgendwann einmal eine Tür aufmachen kannst, in den Himmel trittst, dann bist du da, und dann war's das. Das wäre langweilig.

Das ist das Bild, was manche Menschen vom Himmel haben: dann sitzen sie irgendwo auf einer Wolke mit einer Harfe und langweilen sich die ganze Zeit. Aber so ist es nicht – jedenfalls nicht für mich. Es ist ein „in den Himmel kommen”, und immer noch weiter „in den Himmel kommen”, und immer noch mehr.

Ich kann nicht einmal sagen: „im Himmel sein”: es ist ein in den Himmel kommen – denn dieses Kommen hat kein Ende. Es ist nicht so, dass du irgendwann in den Himmel trittst, und dann war's das. Das ist das Bild, was manche vom Himmel haben: auf einer Wolke mit einer Harfe sitzen und sich langweilen. Aber so ist es nicht – jedenfalls nicht für mich.

Es geht um etwas ganz anderes

Am Anfang, wenn Menschen zu einem Meister kommen, dann kommen sie, weil sie Probleme haben. Entweder haben sie weltliche Probleme, vielleicht sind sie bankrott oder krank oder sie haben Liebeskummer oder Geldsorgen oder was auch immer, oder sie haben innere Probleme, sie haben Gefühle, die sie plagen, Verzweiflung, Depression, Angst vor dem Leben, was auch immer. und das bringt sie zum Meister.

Und dann lernen sie, mit sich selbst und mit der Welt in Frieden zu sein. Sie lernen akzeptieren, sie lernen 'ja' sagen, und alles wird leichter.

Aber darum geht es überhaupt nicht.

Der Meister spricht nur über solche Dinge mit dir, weil dies das ist, was dich im Moment beschäftigt und zu ihm bringt oder zu ihr.

Aber dem Meister geht es um etwas ganz anderes. Der weiß: das Einzige, was du tun brauchst, ist, dich von all diesen Dingen, die du so wichtig nimmst – die Welt, die anderen Menschen, deine Gefühle, deine Gedanken, wie es dir geht –, abzuwenden und nach innen zu schauen; dich selbst zu entdecken; dich selbst kennenzulernen – das, was du wirklich bist. Dann geht eine lange und große Abenteuerreise los.

Ja, und so war es bei mir. Ich kam zu meinem Meister – das war damals nicht Swamiji, sondern Soham; er ist immer noch mein Meister, aber jetzt ist Swamiji da –, und innerhalb weniger Jahre hat er mich mit mir selbst versöhnt. Ich begann, mich selbst kennenzulernen und in Frieden mit mir zu kommen und in Frieden mit der Welt zu sein. Und es hat nicht lang gedauert – ein paar Jahre, 10 Jahre oder so – und dann war alles gut.

Und doch war das erst der Anfang. Dann kam Swamiji, dieser indische Guru, der die Samarpan-Meditation bringt – und damit begann die eigentliche Reise nach innen, ein Innen, was mit dem, womit ich mich vorher beschäftigt hatte – mit diesem Körper, mit diesem Leben in der Welt, mit meinen Gefühlen und mit dem, was ich will oder nicht will –, überhaupt nichts zu tun hat; etwas, was man sich überhaupt nicht vorstellen kann.

Ich kam zu meinem Meister, und innerhalb weniger Jahre hat er mich mit mir selbst versöhnt. Ich begann, mich selbst kennenzulernen und in Frieden mit mir zu kommen und in Frieden mit der Welt zu sein. Und es hat nicht lang gedauert – ein paar Jahre, 10 Jahre oder so – und dann war alles gut. Und doch war das erst der Anfang.

Und seit ich diese Reise nach innen begonnen habe, wird es immer wundersamer.

In den letzten Wochen habe ich das Gefühl bekommen, als würde ich gar nicht mehr in diesem Körper sein; als würde ich nichts mit diesem Körper zu tun haben; als würde mein Erleben des Lebens um diesem Körper herum stattfinden, aber ich habe mit diesem Körper nichts zu tun.

Es ist ganz erstaunlich. Und doch bin ich ganz hier, mitten im Leben.

Und das geschieht, je mehr ich mich verabschiede von meinen Gedanken, meinen Präferenzen, meinen Plänen, meinen Zielen.

Man wird leer.

Nur Seifenblasen im Wind

Die meisten Menschen glauben, dass es gerade ihre Träume, ihre Ziele, das, was sie für wichtig und richtig halten, ist, was sie ausmacht als Wesen.

Und deswegen fühlt es sich auch so verrückt an, all dem keine Aufmerksamkeit mehr zu geben und sich einer Leere zuzuwenden, die sinnlos erscheint.

Aber wenn man es trotzdem tut, wenn man sich trotzdem diesem Innen zuwendet, dieser scheinbaren Leere, dann beginnt man zu entdecken, was man wirklich ist, und dass man mit diesen Dingen, die man so wichtig genommen hat, gar nichts zu tun hat. Und man entdeckt, dass diese Dinge überhaupt nicht wichtig sind, sondern einfach nur vergänglich – Seifenblasen im Wind, die gleich zerplatzen werden. Alles, was wir da in der Welt sehen und so unendlich wichtig nehmen, sind Seifenblasen, die zerplatzen.

Die meisten glauben, dass es ihre Träume, ihre Ziele, das, was sie für wichtig halten, ist, was sie ausmacht. Wenn man sich trotzdem diesem Innen zuwendet, dieser scheinbaren Leere, dann beginnt man zu entdecken, dass diese Dinge überhaupt nicht wichtig sind, sondern einfach nur vergänglich – Seifenblasen im Wind, die gleich zerplatzen werden.

Ja, und je mehr ich leer werde, ohne irgendetwas, was mich definiert, ohne Verstehen, ohne Präferenzen, ohne Bewertungen – „ah, das ist gut, das will ich haben, in die Richtung will ich gehen; ah, das ist nicht so gut, das will ich nicht, da gehe ich nicht hin” – nein.

Da ist wirklich Leere.

Und je leerer es wird in mir drin, desto weniger habe ich mit diesem Körper und mit diesem Leben zu tun, aber desto klarer und unmittelbarer und intensiver bin ich mitten im Leben, als könnte ich erst jetzt das Leben überhaupt beginnen zu erfassen, was es eigentlich ist.

Da stellen sich gar keine Fragen mehr, wie ob ich glücklich bin oder nicht, ob es mir gut geht oder nicht, ob ich mich freue oder nicht. Das hat damit überhaupt nichts zu tun. Deswegen kann man es so schwer verstehen, wenn man es selbst noch nicht erlebt.

Und je leerer es wird in mir, desto weniger habe ich mit diesem Körper und Leben zu tun, aber desto unmittelbarer bin ich mitten im Leben, als könnte ich es erst jetzt erfassen. Da stellt sich keine Frage mehr, ob ich glücklich bin oder nicht. Das hat damit nichts zu tun. Deswegen kann man es so schwer verstehen, wenn man es selbst noch nicht erlebt.

Man kehrt zurück zu dem, was man wirklich ist. Man kehrt zurück zu dem, was mit diesem Leben und dieser Welt nichts zu tun hat: was ist, bevor dieses Leben beginnt und dieses Universum, und was ist, wenn dieses Leben und auch dieses Universum nicht mehr da ist.

Man kehrt zurück zu dem, worin das, was wir als die Welt wahrnehmen und dieses Leben, existiert.

Und es ist ganz leicht, das zu entdecken. Es ist ganz leicht, dorthin zu gelangen.

Man muss nur leer werden; sich nach innen wenden. Wie das geht, das erzähle ich in allen meinen Videos.

Man kehrt zurück zu dem, was man wirklich ist; zurück zu dem, was mit diesem Leben und dieser Welt nichts zu tun hat: was ist, bevor dieses Leben beginnt, und was ist, wenn es nicht mehr da ist; zurück zu dem, worin das, was wir als Welt und Leben wahrnehmen, existiert. Und es ist ganz leicht. Man muss nur leer werden und sich nach innen wenden.

Erinnern, was man längst weiß

In diesem Video soll es darum gehen, dir den Mund wässrig zu machen, damit du dich erinnerst.

Und das Erinnern ist nichts Mentales. Ich sagte das vorhin schon... Es ist nicht so, dass du plötzlich weißt: „Ah, so ist es”, sondern du hörst mich sprechen, du weißt überhaupt nicht, was das soll, und doch spürst du: „Ja, so ist es”.

Und dann ist es, als würdest du mit den Jahren, die du dich immer mehr nach innen wendest, und mit den Jahren, wo du immer leerer und stiller wirst in dir drin, dich selbst immer mehr verstehen.

Dieses Erinnern ist nichts Mentales. Es ist nicht so, dass du plötzlich weißt: „Ah, so ist es”. Du hörst mich sprechen, du weißt überhaupt nicht, was das soll, und doch spürst du: „Ja, so ist es”. Und dann ist es, als würdest du mit den Jahren, die du dich immer mehr nach innen wendest und leerer und stiller wirst, dich selbst immer mehr verstehen.

Es ist nicht so sehr, dass du lernst, mich zu verstehen und das, was ich sage.

Du kannst mir eh nur zuhören, weil das, was ich sage, etwas ist, was auch du weißt – du hast es nur so tief vergraben, dass du es im Moment nicht weißt.

Aber dann hörst du jemanden über dieses Mysteriöse, über dieses Subtile, sprechen, und das, was du in dir vergessen hast, das regt sich dann, und das spürst du.

Du kannst mir nur zuhören, weil das, was ich sage, etwas ist, was auch du weißt – du hast es nur so tief vergraben, dass du es im Moment nicht weißt. Aber dann hörst du jemanden über dieses Mysteriöse, über dieses Subtile, sprechen, und das, was du in dir vergessen hast, das regt sich dann, und das spürst du.

Und dann machst du dich auf den Weg, und mit den Jahren, immer mehr, lernst du, das zu verstehen, was sich da in dir regt. Und dann folgst du dem immer mehr, immer mehr, und irgendwann begreifst du, dass du es schon immer gewusst hast. Irgendwann begreifst du, dass du nie einem Guru oder einem Meister oder einem Mikael im Außen gefolgt bist, sondern immer nur dir selbst; dass es in Wirklichkeit immer nur deine eigene Seele war, die dich gerufen hat.

Dann machst du dich auf den Weg, und mit den Jahren lernst du, zu verstehen, was sich in dir regt. Irgendwann begreifst du, dass du es schon immer gewusst hast und nie einem Guru oder einem Meister oder einem Mikael im Außen gefolgt bist, sondern immer nur dir selbst; dass es in Wirklichkeit immer nur deine eigene Seele war, die dich gerufen hat.

Und deswegen spreche ich zu dir, in jedem Satsang, in jedem Video: damit du dich immer wieder spüren kannst – das in dir, was du noch nicht erkennst.

Dazu lade ich dich ein – immer wieder.

Und das ist das, was ich „Himmel” nenne.

Es ist etwas, was mit dieser Welt, mit diesen Gefühlen, die du als Mensch hast, nichts zu tun hat.

Es ist ein Sein, das mit dem 'ich', das du empfindest, mit dem Menschen, der du glaubst zu sein, mit dem Körper, der du glaubst zu sein, nichts zu tun hat.

Es hat nicht damit zu tun, dass man sich glücklich fühlt; dass man jauchzt und sich freut.

Und das ist es, was ich „Himmel” nenne. Es ist etwas, was mit dieser Welt und den Gefühlen nichts zu tun hat. Es ist ein Sein, das mit dem 'ich', das du empfindest, mit dem Menschen, der du glaubst zu sein, mit dem Körper, der du glaubst zu sein, nichts zu tun hat. Es hat nicht damit zu tun, dass man sich glücklich fühlt; dass man jauchzt und sich freut.

Da, wo ich bin, wenn ich nicht im Körper bin, sondern einfach nur hier, tragen vom Körper, aber völlig unabhängig davon, da sind keine Gefühle – die gehören zum Körper. Da ist keine Freude – die gehört zum Körper. Da ist kein Schmerz und auch kein Leid – das gehört zum Körper und zur Welt.

Und doch ist dieses sich selbst wiedererkennen und sich selbst wiederfinden – ein Selbst, was überhaupt nichts mit diesem 'ich' zu tun hat... Da gibt es kein Ich-Gefühl. Man weiß überhaupt nicht, wer man ist. Diesen Begriff gibt es dort gar nicht, im Himmel.

Trotzdem ist es, als würde man in einer Zufriedenheit baden, in einem richtig sein baden, in einem angekommen sein baden, ohne dass man sagt, „ich bin angekommen” oder „ich bin zufrieden”. Das macht dort überhaupt keinen Sinn, in diesem Zustand, in diesem Sein.

Wo ich bin, tragen vom Körper, aber unabhängig davon, sind keine Gefühle. ist keine Freude, kein Schmerz und Leid – all das gehört zum Körper. Trotzdem ist es, als würde man in Zufriedenheit und angekommen sein baden, ohne dass man sagt, „ich bin angekommen” oder „ich bin zufrieden”. Das macht dort überhaupt keinen Sinn, in diesem Sein.

Ja.

Ich bin In der Welt, aber die Welt ist nicht in mir

Und je mehr man sich nach innen wendet und je leerer man wird, desto mehr verschwindet dieses 'ich'; dieses Ich-Gefühl. Und mit dem Ich-Gefühl verschwindet jeglicher Ernst, alle Wichtigkeit, alle Dringlichkeit.

Und je mehr man sich nach innen wendet und je leerer man wird, desto mehr verschwindet dieses 'ich'; dieses Ich-Gefühl. Und mit dem Ich-Gefühl verschwindet jeglicher Ernst, alle Wichtigkeit, alle Dringlichkeit.

Ja... ich sagte ja eingangs: es ist unmöglich, darüber zu sprechen.

Aber das ist auch gar nicht notwendig.

Du weißt es auch so.

Und du kannst dich auf das, was du da ahnst, verlassen, weißt du... Das, was du manchmal ahnst in dir, diese Einblicke, die du manchmal hast, die überhaupt nicht verstehst, die du für verrückt oder unvernünftig hältst, die überhaupt gar keinen Sinn ergeben, denen kannst du vertrauen.

Sei dir treu, und wende dich immer mehr nach innen.

Früher bedeutete es, wenn du dich nach innen wendest, dass du dem Leben entsagst. Anders war es früher nicht möglich. Solche Menschen, die das wollten, sind in den Himalaya gezogen und haben in einer Höhle gelebt, oder wurden Eremit oder Mönch.

Aber meine Erfahrung ist, dass es heute ganz anders geht und viel besser.

Wenn du dich von der Welt zurückziehst, dann ist es ein scheinbar leichterer Weg, weil nichts mehr dich stört und du dich ganz darauf konzentrieren kannst, nach innen zu gehen. Und das ist ein wunderbarer und sehr, sehr harter Weg.

Aber jetzt leben wir in einem Zeitalter, wo etwas ganz Neues möglich ist, was bis vor Kurzem noch unmöglich war. Jetzt kannst du im normalen Leben nach innen gehen. Das Hilfsmittel dafür ist die Samarpan-Meditation, von die ich dir so oft erzähle.

Und das ist die Abkürzung. Du wendest dich nach innen, aber von außen merkt das kein Mensch. Du lebst dein Leben ganz normal weiter. Du bist immer noch Ehemann oder Ehefrau, Vater oder Mutter, Angestellter oder Chef, Arbeiter oder arbeitslos, was auch immer. Du stehst immer noch auf und frühstückst und machst den Abwasch und lebst den Tag und legst dich abends wieder ins Bett.

Früher musstest du dem Leben entsagen, wenn du dich nach innen wendest. Jetzt leben wir in einem Zeitalter, wo etwas Neues möglich ist: im normalen Leben nach innen gehen. Das Hilfsmittel dafür ist die Samarpan-Meditation: das ist die Abkürzung. Du wendest dich nach innen, aber du lebst dein Leben ganz normal weiter.

Aber du lernst, dich nach innen zu wenden, während du lebst; während du all das tust.

Und dann entdeckst du, dass das der Turbogang ist. Das Leben hilft dir dabei.

Ich bin ein sehr radikaler Mensch.

Wenn ich einmal erkannt habe, was wirklich wesentlich ist für mich, dann gehe ich dafür, radikal. Es passiert einfach. Es ist nicht so, dass ich so sein will – so bin ich halt. Und so lebe ich auch dieses Leben. Aber äußerlich betrachtet erkennst du das nicht. Das ist eine innere Angelegenheit.

Ich bin den ganzen Tag beschäftigt mit ganz normalen Tätigkeiten. Ich sitze meistens vor dem Computer, und wenn ich nicht gerade arbeite, um ein wenig Geld zu verdienen, bearbeite ich Videos oder beantworte Briefe und bereite ein Satsang vor und kümmere mich die ganze Technik, damit es möglich ist – gerade auch jetzt während dieser Anushthan-Wochen wieder sehr intensiv. Und ich bringe mich im Haushalt ein und ich helfe mit und ich koche und ich putze und ich sauge Staub.

– das mache ich besonders gern. Ich gehe einkaufen, ich repariere Dinge, ich baue Dinge. Von außen betrachtet ist das ein ganz normales Leben – vielleicht ein bisschen verrückt im Vergleich zu anderen, aber trotzdem... Es ist nicht so, dass ich den ganzen Tag in irgendeinem dunklen Zimmer sitze oder in einer Ecke und mit geschlossenen Augen nach innen schaue. Nein – mitten im Leben, aber innen; in der Welt, aber nicht von der Welt.

Ich bin kein Teil der Welt, aber ich bin ganz und gar da. Ich bin mitten in der Welt, aber die Welt ist nicht mehr in mir. In mir ist es leer.

Es ist nicht so, dass ich den ganzen Tag in einem dunklen Zimmer sitze oder in einer Ecke und mit geschlossenen Augen nach innen schaue. Nein – mitten im Leben, aber innen; in der Welt, aber nicht von der Welt. Ich bin kein Teil der Welt, aber ich bin ganz und gar da. Ich bin mitten in der Welt, aber die Welt ist nicht mehr in mir. In mir ist es leer.

Und das ist die eine Botschaft, die ich dir gerne mit auf den Weg geben möchte in diesem Video: dass das alltägliche Leben mit allen Höhen und Tiefen, mit all den scheinbaren Tragödien und Gefahren und mit all dem Verkehrten und mit all dem Wunderbaren der Turbogang ist.

Wenn du dich nach innen wendest, wenn du lernst, leer zu werden, wenn du lernst, deine Gedanken, deine Gefühle, deine Wünsche und Träume nicht mehr ernst zu nehmen und all diesen Dingen keine Bedeutung mehr beizumessen, aber trotzdem hier lebst, trotzdem mitlebst, da, wo das Leben dich hinsetzt in jedem Moment, dann ist es die Hilfe, um noch schneller und noch intensiver nach innen zu kommen. Das ist die Magie der heutigen Zeit. Dann geht es ganz leicht, obwohl es für dich aussieht wie ein Paradox.

Das alltägliche Leben mit allen Höhen und Tiefen, mit den scheinbaren Tragödien und all dem Verkehrten und mit all dem Wunderbaren ist der Turbogang. Wenn du dich nach innen wendest und lernst, leer zu werden, ist es die Hilfe, um nach innen zu kommen. Das ist die Magie der heutigen Zeit. Dann geht es ganz leicht, obwohl es aussieht wie ein Paradox.

Nach Hause gezogen von der Seele

Und da ich gerade über Paradoxe spreche, möchte ich dir noch von einem weiteren Paradox erzählen. Ich sagte dir ja vorhin: je mehr ich mich nach innen wende, je leerer ich werde, desto mehr verschwindet dieses Ich-Gefühl, und desto mehr verschwindet jeglicher Ernst.

Es ist nicht so, dass ich den ganzen Tag daran denke, dass ich in den Himmel kommen will und ankommen will und nicht denken darf und... So ist es überhaupt nicht. Im Gegenteil. Mit diesem Leerwerden verschwindet auch jegliches Ziel – und doch ist da diese Ausrichtung auf dieses Eine, von dem ich weiß, dass es wesentlich ist.

Aber das ist nichts Mentales. Das ist, als würde das gar nicht von mir kommen. Es ist, als wäre das meine Seele, die mich zurück zu sich selbst zieht.

Ich denke nicht den ganzen Tag daran, dass ich in den Himmel kommen will. Im Gegenteil. Mit diesem Leerwerden verschwindet auch jegliches Ziel – und doch ist da diese Ausrichtung auf dieses Eine, von dem ich weiß, dass es wesentlich ist. Aber das ist nichts Mentales. Es ist, als wäre das meine Seele, die mich zurück zu sich selbst zieht.

Ich brauche an dieses „Ziel” (in Anführungsstrichen) nicht denken.

Es ist etwas, was in meinem Leben wirkt, ohne dass ich mich darum kümmern muss. Ich muss mich nur ziehen lassen. Ich muss nicht ernsthaft bei der Sache sein und immer gucken, dass ich in die richtige Richtung schaue. Ich muss mich einfach ziehen lassen von dem, was mich so mysteriös in die richtige Richtung führt.

Ich brauche an dieses „Ziel” nicht denken. Es ist etwas, was in meinem Leben wirkt, ohne dass ich mich darum kümmern muss. Ich muss nicht ernsthaft bei der Sache sein und immer gucken, dass ich in die richtige Richtung schaue. Ich muss mich einfach ziehen lassen von dem, was mich so mysteriös in die richtige Richtung führt.

Es gibt diese schöne Geschichte... Ich glaube, das ist ein altes russisches Märchen, und Otfried Preußler hat es in seinem Kinderbuch „Die Abenteuer des starken Wanja” erzählt, und ich habe dieses Buch auch schon einmal erwähnt in einem vergangenen Video.

Und der Held der Geschichte, dieser starke Wanja, das ist so einer, der sich nach innen wendet, aber auf die ganz unernste und faszinierende Art und Weise wird er da geführt. Und als er sich dann auf den Weg macht und aufbricht zu seinem Ziel, geht er los, total zielstrebig, er lässt sich nicht ablenken, und doch hat diese Figur in dieser Geschichte keinerlei Ernst.

Dieses Ziel zieht ihn mit Kraft, und er weiß: das ist wichtig. Er weiß: das ist das einzig Wichtige in seinem Leben. Und doch ist da kein Ernst. Er lebt jeden Augenblick ohne Dringlichkeit, ohne Hast, und doch ganz intensiv gezogen in diese eine Richtung.

Und so erlebe ich das, wenn man irgendwann diesen Ruf vom Innen nach innen spürt. Man braucht selbst nicht ernst sein, man braucht selbst nicht verbissen sein. Man braucht selbst überhaupt kein Ziel haben. Man lässt sich einfach ziehen. Man weiß, wo es hingeht, und dem ist man treu. Und vielleicht macht das, was ich gerade sage, für dich überhaupt keinen Sinn, und doch ist auch genau das Gleiche bei dir in deinem Leben am Werk.

Wenn man irgendwann diesen Ruf vom Innen nach innen spürt, braucht man nicht ernst und verbissen sein. Man braucht selbst kein Ziel haben. Man lässt sich einfach ziehen. Man weiß, wo es hingeht, und dem ist man treu. Vielleicht macht das für dich überhaupt keinen Sinn, und doch ist auch genau das Gleiche bei dir in deinem Leben am Werk.

Eigentlich brauchst du nur eine einzige Sache tun: lerne, dich nach innen zu wenden; fang an zu meditieren.

Dann zieht dich deine Seele. Dann passiert alles andere von selbst. Dann gehst du automatisch von selbst in die richtige Richtung, ohne dass du ein Ziel hast, und ohne dass du weißt, wo es hingeht. Das ist die Magie dieses Lebens.

Eigentlich brauchst du nur eine einzige Sache tun: lerne, dich nach innen zu wenden; fang an zu meditieren. Dann zieht dich deine Seele. Dann passiert alles andere von selbst. Dann gehst du automatisch von selbst in die richtige Richtung, ohne dass du ein Ziel hast, und ohne dass du weißt, wo es hingeht. Das ist die Magie dieses Lebens.

Deswegen sagte Jesus: „Setze Gott an erste Stelle. Alles andere folgt dem nach.” Du weißt überhaupt nicht, was es bedeutet, Gott an erster Stelle zu setzen, aber es reicht, einfach anzuhalten, leer zu werden, nach innen zu schauen – ein Innen, von dem du nichts weißt. Alles andere folgt dem nach – von selbst: du wirst gezogen, automatisch, in die richtige Richtung. Du brauchst nicht wissen, wo es hingeht. Du kannst nicht wissen, wo es hingeht.

Jesus sagte: „Setze Gott an erste Stelle. Alles andere folgt dem nach.” Du weißt nicht, was das bedeutet. Es reicht, anzuhalten, leer zu werden, nach innen zu schauen – ein Innen, von dem du nichts weißt. Alles andere folgt dem nach – von selbst: du wirst gezogen, automatisch, in die richtige Richtung. Du brauchst und kannst nicht wissen, wo es hingeht.

All das ergibt überhaupt keinen Sinn. Trotzdem bist du hier. Trotzdem bin ich hier. Lass dich ziehen, und vertraue darauf: dieser Fluss, in dem du schwimmst, dieser Fluss, der dich hierher gebracht hat, der trägt dich weiter.

Die Worte, die ich hier sage, ergeben keinen Sinn, aber dem, was du spürst, dem kannst du vertrauen.

All das ergibt überhaupt keinen Sinn. Trotzdem bist du hier. Trotzdem bin ich hier. Lass dich ziehen, und vertraue darauf: dieser Fluss, in dem du schwimmst, dieser Fluss, der dich hierher gebracht hat, der trägt dich weiter. Die Worte, die ich hier sage, ergeben keinen Sinn, aber dem, was du spürst, dem kannst du vertrauen.

Ich liebe dich.