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Online-Satsang vom 1. Februar 2026

Deutsch mit deutschen Untertiteln.

Themen: Beende den Kampf gegen dich selbst. Drei Tipps für das Essen. Wie man aufhört, die Sünden weiterzugeben. Vorbereiten auf den Tod. Die Dinge kommen, sobald du bereit dafür bist. Wozu ist das Kronenchakra da? Ein glückliches Leben ist unmöglich. Wir können den Guru nicht verstehen. Es ist viel einfacher als das. Dein Frust ist unendlich hilfreich. Die Botschaft des Schmerzes. Du weißt nicht, wo auf dem Weg du bist.

Über dieses Video:

Zu Beginn dieses schönen Satsang-Abends ging es um körperliche Gesundheit und um die Schwierigkeit, vernünftig zu sein und sich gut um den Körper zu kümmern – eine Herausforderung, die fast jeder Mensch kennen dürfte. Aber in Wirklichkeit geht es dabei weder um mangelndes Wissen noch um fehlende Disziplin. Die Lösung für dieses Dilemma kommt aus einer ganz anderen Richtung.

Dann die Frage einer Mutter, wie man es vermeiden könne, die eigenen Schwierigkeiten an die Kinder weiter zu vererben – eine Frage so zentral, dass auch Jesus und alle Gurus darüber sprachen, und die Antwort ist ebenso einfach wie herausfordernd. 

Im Grunde ging es immer wieder um die Grundfrage des Menschen: wie soll man Leben? Wie kann man glücklich sein? All die praktischen Fragen über das Leben münden immer hier, und es ist mir eine große Freude und Ehre, darüber sprechen zu dürfen.

Eine Frage hat mich besonders berührt, als jemand wissen wollte, ob ich auch 1- zu-1- Begleitungen gegen Bezahlung anbiete. Ich war sehr dankbar, darüber sprechen zu dürfen, denn dieses Thema berührt den Kern des spirituellen Weges, der im Grunde einfach ist und nur eines verlangt – das aber ist etwas, das du selbst tun musst und keiner dir abnehmen kann und darf.

Eines ist allen Themen gemeinsam: das, was dir im Leben als schwierig und als Problem erscheint, ist in Wirklichkeit eine Hilfe auf dem Weg zu dir selbst. Ich leihe dir im Satsang so gerne meine Augen, damit du das Leben aus meiner Perspektive sehen und das Geschenk erkennen kannst.

Danke für Satsang!

Vollständiger Text der Aufzeichnung zum Mitlesen:

[Dhyan Mikael:] Guten Abend. Herzlich willkommen zum Online-Satsang an diesem schönen Vollmondabend. Ich liebe es, wenn ich die Möglichkeit habe, an oder kurz vor Vollmond den Satsang zu machen. Da bin ich besonders still... und deswegen bist du heute gefordert. Ich bin heute wirklich still. Ich genieße sehr, aber ich hoffe auf eure Fragen, denn ich weiß überhaupt nicht, was ich sagen soll. Guten Abend, Simone.

[Simone:] Guten Abend, Mikael.

[Dhyan Mikael:] Hast du schon etwas, was du vorlesen kannst? Ach... ich bin so still heute, dass ich meine Vorrede ganz vergessen habe. Normalerweise sage ich zu Beginn des Satsangs für diejenigen von euch, die zum ersten Mal hier dabei sind, was wir hier überhaupt machen und wie das funktioniert. Du kannst, wenn du Fragen hast zu deinem Leben, zu deinem spirituellen Weg, zu Gott oder zu irgendetwas Weltlichem, mir eine Frage stellen, und ich werde versuchen, etwas dazu zu sagen. Ich freue mich sehr, wenn du eine Frage hast.

Du kannst das machen über den Chat in Zoom oder auch in YouTube, und Simone beobachtet die Chats und liest dann die Fragen vor. Ja, und wenn es keine Fragen von dir und von euch hier online gibt, dann habe ich auch einige E-Mails, die mich erreicht haben, und die lese ich dann vor und beantworte die. Ja, und das machen wir jetzt einfach eineinhalb Stunden lang, bis halb zehn. Und so ein Satsang ist wirklich was sehr Mysteriöses, denn eigentlich geht es gar nicht um die Worte, die man hier spricht – und es ist ja eh immer das Gleiche, was ich sage.

Aber irgendetwas geschieht dann doch, wenn so viele Menschen zusammenkommen, die alle dasselbe suchen; die alle auf der Suche nach der Wahrheit sind; nach sich selbst; nach Gott; nach der Seele... nenne es, wie du möchtest. Da passiert etwas, und da wird man beschenkt. Da geschieht irgendeine Art von Klarheit und von Erkennen in dir, die mit dem, was ich sage, nicht wirklich etwas zu tun hat, obwohl es manchmal so aussieht. Ja, jetzt habe ich doch etwas gesagt.

Beende den Kampf gegen dich selbst

Simone, hast du schon etwas zum Vorlesen?

[Simone:] Nein, ich habe nichts zum Vorlesen, aber Walter möchte gern mit dir sprechen und ich schalte ihn jetzt ein.

[Dhyan Mikael:] Ja, sehr gerne.

[Simone:] Du kannst dich jetzt freischalten, Walter.

[Walter:] Hallo Mikael, kannst du mich hören?

[Dhyan Mikael:] Ja. Guten Abend, Walter. Schön, dass du da bist.

[Walter:] Entschuldigung... sag du.

[Dhyan Mikael:] Nein... bitte. Bitte, sprich.

[Walter:] Ich freue mich einfach, dich zu sehen. Ich freu mich auch, Simone Maria mal wieder zu sehen. Aber ich habe natürlich auch ein paar konkrete Sachen, und zwar... Also, das eine... Wir hatten ja unseren Neujahrsretreat, und das war ja auch Vollmond, zumindest auch zu dieser Zeit, und ich muss einfach sagen: ich bin echt überrascht, wie nachhaltig das ist. Also. mich hat das schon, ja, sehr gefordert – ich erlebe das sehr positiv –, aber ich muss einfach sagen, es ist jetzt immer noch. Wo wir damals im Schlegelberg waren, da war ja danach dieses Treffen mit Swamiji.

Da habe ich auch ein paar Tage gebraucht, bis ich wie das Gefühl hatte, ich bin so in meiner Leistungsfähigkeit. Das ist jetzt bei diesem Liebfrauenberg noch mehr, noch intensiver; kann natürlich auch in der Jahreszeit liegen. Es ist einfach Winter, ein bisschen deprimierend manchmal natürlich. Auf der anderen Seite geht es mir gut, aber ich empfinde so vieles gerade viel intensiver als früher, und es fällt mir schwer, „normal”, sage ich mal, zu funktionieren. Ich habe dir das ja auch geschrieben: irgendwie...

ich werde das für mich zumindest machen, dass ich mir irgendein Ritual überlege, um mich auch wieder zu verschließen. Man geht in diesen Retreat rein, da erlebt man diese Intensität, auch die Gemeinschaft, die etwas ganz Tolles ist, und man freut sich da, das ist wunderbar, – und dann gehst du wieder in dein „normales”, in Anführungszeichen normales Leben zurück. Und es kostet mich gerade echt Kraft, immer noch. Und es hat leider auch dazu geführt... Ich habe mich an einem Tag nicht gut gefühlt, da habe ich meinen Blutdruck gemessen, und der war wahnsinnig hoch.

Das hat jetzt nichts mit dem Retreat zu tun... also, indirekt vielleicht schon mit dieser Sensibilität. Da begegnen einem Dinge, wo man gedacht hat, man hat die überwunden – also Dinge, die einen triggern, vielleicht, aber du kommst da wieder viel mehr rein. Dann gehe ich da emotional rein... Mich treibt das um; mich beschäftigt das sehr. Und, also, das Thema, was ich dich eigentlich fragen wollte, ist Blutdruck. Der ist bei mir teilweise hoch, jetzt gerade geht es wieder.

Und die zweite Geschichte, was da damit noch zusammenhängt, ist – ich sage es jetzt ein bisschen bildlich; das ist jetzt ein bisschen kindliches Bild: ich wache morgens auf, mein Engelchen sagt, „ah, super Tag, heute machst du alles richtig. Du machst heute einen perfekten Tag. Du fängst an mit meditieren, wunderbar, gutes Frühstück, Hausarbeit...” Manchmal denke ich an dich beim Spülen: so, wir machen jetzt halt das, was so dran ist. Dann machen wir super Mittagessen. Meine Frau kocht immer toll und gut. So, und nachmittags wacht dann das Teufelchen langsam auf.

Das Teufelchen denkt: „Ah, super. Ah, super Essen haben wir schon gehabt und meditiert ist auch schon. Super. Jetzt können wir uns überlegen, was wir gern sonst noch so wollen. Jetzt essen wir erst einmal einen Keks, und dann die üblichen Atemspielchen: Chips und Abendessen und vielleicht Alkohol oder sonst irgendetwas.” Und dann habe ich einfach dieses Problem, dass ich das nicht sollte, weil ich – gerade zum Thema Blutdruck noch einmal – totale Schwierigkeiten habe, einen Blutdrucksenker, einfach Chemie, zu vertragen.

Mich macht das schwindelig, ich habe schwere Beine, ich will das nicht. Ich will so nicht leben. Ich will nicht um den Preis, total gedrückt zu sein, das Gefühl haben, mein Blutdruck ist okay. Aber natürlich kann man sagen, – also nicht böse sein, was ich jetzt sage –: „jetzt meditiere einfach. Meditiere abends, und überlege dir gut, was du isst, was du trinkst.” Aber das Problem ist jetzt für mich so ein bisschen, es ist dringend geworden.

Ich habe manchmal das Gefühl, ich habe nicht so viel Zeit, zu sagen: ich meditiere jetzt ein paar Jahre, und dann, irgendwann, wird alles erledigt sein. Weil das Thema Blutdruck ist natürlich auch eine Sache in meiner Familie. Mein Vater, der war jünger als ich jetzt bin, als es ihn echt erwischt hat, und deswegen habe ich da eine gewisse Dringlichkeit. So, das war ich jetzt mein Teil. Also, fällt dir etwas dazu ein? Das wäre schön.

[Dhyan Mikael:] Danke, Walter. Ich freue mich, dass du da bist, und ich danke dir für deine Frage, und ich dank dir für die Gelegenheit, dazu etwas zu sagen. Ich möchte zunächst einmal noch auf das antworten, was du zu Beginn gesagt hast über den Retreat. Ich habe den Retreat auch als sehr intensiv erlebt und sehr bereichernd, und wir sind gerade in einer besonderen Zeit. Ich habe das ja auch in meinem Newsletter geschrieben: wir sind gerade im Anushthan, da ist Swamiji ganz besonders zurückgezogen in sich drin, ich auch, und das merkt man einfach.

Selbst Menschen, die mit Swamiji nichts zu tun haben... Wenn du mit mir verbunden bist, dann bekommst du das auch ab, und das ist einfach ein Segen – aber es macht die Dinge auch sehr intensiv. Und was du angesprochen hast, das ist genau das Thema, worüber ich gerade in letzter Zeit oft in meinen Videos spreche. Wenn wir beginnen, zu uns zu finden... Du fängst an, in Satsangs zu sein, du machst Retreats, du beginnst, dich selbst zu entdecken, und was dann geschieht, ist, dass man auf der einen Seite empfindsamer wird. Man kommt sich selbst näher.

Man wird wieder ein bisschen mehr wie so ein Neugeborenes: die sind superempfindsam; die spüren alles. Aber auf der anderen Seite steht man ja jetzt mitten im Leben. Das Neugeborene weiß noch nichts von der Welt, aber wir als Erwachsene stehen jetzt mitten im Leben: unzählige Eindrücke von außen, unzählige Eindrücke von hier oben und vom Körper. Und dann wissen wir erst einmal überhaupt nicht, wie wir damit umgehen sollen. Und das ist normal – und das ist die Aufgabe: das zu lernen. Und das braucht einfach nur Zeit.

Was dann geschieht, ist, dass man empfindsamer wird. Man kommt sich selbst näher. Aber man ist jetzt mitten im Leben: unzählige Eindrücke von außen, von hier oben und vom Körper, und wir wissen nicht, wie wir damit umgehen sollen. Das ist normal – und das ist die Aufgabe: das zu lernen. Und das braucht einfach nur Zeit.

Ja, und zu deinem Blutdruck. Ich habe es deinem Körper angesehen im Retreat, dass der gerade deine Aufmerksamkeit möchte. Ich sage dir jetzt etwas, was du wahrscheinlich nicht hören willst. Ich sage nämlich: meditiere. Aber ich will dir sagen, wie ich das meine. Schau... Du hast deine Situation ja gerade so schön beschrieben. Du weißt genau, was du tun solltest – und noch viel mehr: du weißt genau, was du nicht tun solltest.

Aber das nützt dir nichts. Du isst trotzdem zu viel, oder die falschen Sachen – oder beides. Du machst trotzdem Sachen, die dich vielleicht aufregen und den Blutdruck in die Höhe treiben.

Und weißt du, die meisten Menschen wissen nicht, warum der Guru sagt: „Meditiere”. Es geht überhaupt nicht darum, dass du dich nicht um deine Probleme kümmerst, die anstehen, und stattdessen meditierst und dich sozusagen von der Welt und deinem Körper abwendest. So verstehen das viele Menschen, aber darum geht es überhaupt nicht. Wenn du meditierst, dann passiert etwas, und zwar nicht erst in den paar Jahren, sondern sofort.

Das ist das Dilemma, das du gerade erlebst. Du fängst an, mehr zu spüren. Deswegen hast du diese Herausforderung, über die ich gerade eben, zu Beginn meiner Antwort an dich, gesprochen habe. Und wenn du meditierst, dann wirst du empfindsamer, und dann wirst du die Dringlichkeit, mit der dich deinen Körper ruft, nicht hier oben spüren in den Gedanken – da nützt sie dir nichts, das weißt du schon –, sondern du wirst sie immer direkter spüren.

Das ist es, was Meditation macht: sie macht dich offener – und dann siehst du immer klarer, was ansteht. Und diese Klarheit, die befähigt dich dann immer mehr, das zu tun, was wirklich notwendig ist. Diese Körper brauchen unsere Pflege und Aufmerksamkeit. Wir müssen uns um diese Körper kümmern. Das ist wichtig.

Die meisten Menschen wissen nicht, warum der Guru sagt: „Meditiere”. Es geht nicht darum, dass du dich von der Welt und deinem Körper abwendest. Meditation macht dich offener – und dann siehst du immer klarer, was ansteht. Und diese Klarheit, die befähigt dich dann immer mehr, das zu tun, was wirklich notwendig ist.

Und wir können das normalerweise nicht, aus zwei Gründen: wir spüren nicht, wir denken – aber wir kennen den Unterschied gar nicht.

Und: wir sind gestresst, unzufrieden. Wir sind innerlich nicht ruhig, sondern gehetzt. Und dann suchen wir oft Ersatzbefriedigung, Ersatzruhe, in „sinnlichen Dingen”, ich will es einmal so sagen. Dann isst man süßes Zeug oder Chips, oder man isst einfach, weil es auf einer gewissen Ebene zufrieden macht – für kurze Zeit, aber nicht wirklich. Und dann leidet der Körper. Das heißt, wenn du meditierst, dann passieren zwei Dinge gleichzeitig.

Du wirst sensibler, du wirst empfindsamer, und deswegen wirst du deinen Körper immer direkter spüren. Und: du näherst dich mehr der Quelle der eigentlichen Zufriedenheit an. Ich erlebe das gerade in den letzten Jahren besonders stark. Ich esse total gern. Ich liebe Essen. Ich liebe auch Kochen. Hier bei uns zu Hause koche ich, und ich esse gerne gut, und ich bin überhaupt nicht dick. Ich könnte jede Menge essen und ich nehme nicht zu. Ich habe auch zeitweise gerne viel gegessen, das tut mir aber trotzdem nicht gut.

Aber wenn ich mir selbst sehr nahe bin, dann brauche ich das nicht. Daran kann ich merken, wie nah ich mir bin: ob Essen für mich plötzlich eine größere Rolle einnimmt im Leben als normal: dann esse ich mehr; dann renne ich in die Küche, um irgendwie etwas Süßes zu finden oder so. Dann weiß ich: „ah, ich bin gerade in einem anderen Zustand als sonst.” Und diese Dinge, die geschehen sofort. Wenn du jeden Morgen meditierst, dann wird sich das verändern. Du brauchst nicht ein paar Jahre warten.

Und ich freue mich sehr, dass du fragst. Was du tun kannst, ist – außer meditieren; das machst du ja eh –: denke überhaupt nicht darüber nach, was du richtig machst und was du falsch machst. Du brauchst auch niemals darüber nachdenken, was richtig wäre. Es nützt dir eh nichts. Aber wenn du anfängst, dich selbst zu lieben, wie du bist – obwohl du alles verkehrt machst...

Und das ist eine stille, innere Angelegenheit. Das ist etwas, was man immer wieder am Tag machen kann. Das macht man nicht einmal. Es ist so eine Art „mit sich selbst entspannen”: sich selbst annehmen, wie man ist; aufhören, über sich selbst nachzudenken; aufhören, sich selbst Vorwürfe zu machen – sondern stattdessen zärtlich mit sich zu sein, da drinnen, weißt du... das wird dir helfen.

Das Problem ist nicht, dass du nicht weißt, was du mit deinem Körper tun solltest. Du weißt alles.

Das Problem ist, dass wir normalerweise in einem Kampf mit uns selbst sind, und den muss der Körper ausbaden.

Wenn du diesen Kampf mit dir selbst aufhörst – und ich weiß, du bist ein Kämpfer; du kannst das gut... Wenn du beginnst, Frieden mit dir zu schließen, dann wird es dir leichter fallen, dich ganz gut um den Körper zu kümmern. Das ist das eine. Und was langfristig passiert – das nützt dir jetzt auf die Schnelle nichts –, wenn du meditierst und wenn du dir selbst immer näher kommst, ist, dass du immer mehr merkst, dass du mit diesem Körper und mit diesem Leben eigentlich gar nichts zu tun hast.

Das Problem ist nicht, dass du nicht weißt, was du mit deinem Körper tun solltest. Du weißt alles. Das Problem ist, dass wir in einem Kampf mit uns selbst sind. Wenn du diesen Kampf mit dir selbst aufhörst und beginnst, Frieden mit dir zu schließen, dann wird es dir leichter fallen, dich gut um den Körper zu kümmern.

Und dann passiert etwas ganz Interessantes: dann ist man mit diesem Körper nicht mehr identifiziert – und dann kann man sich leichter um ihn kümmern. Das ist total interessant. Solange man glaubt, „ich bin der Körper; es ist total wichtig, wie es dem geht”, dann ist man in einem unglaublichen Knoten in der Psyche. Aber je mehr man in dem zuhause ist, was mit dem Körper nichts zu tun hat, desto mehr kann man diesen Körper mit Abstand erleben, und dann, plötzlich, ist es ganz einfach, sich um den zu kümmern. Also deswegen sage ich dir: meditiere.

Wenn du meditierst und dir selbst immer näher kommst, merkst du immer mehr, dass du mit diesem Körper und Leben gar nichts zu tun hast. Und dann passiert etwas Interessantes: man ist mit diesem Körper nicht mehr identifiziert – und kann sich dann leichter um ihn kümmern.

Das ist das Allerwichtigste.

Solange man glaubt, „ich bin der Körper; es ist total wichtig, wie es dem geht”, ist man in einem Knoten in der Psyche. Aber je mehr man in dem zuhause ist, was mit dem Körper nichts zu tun hat, desto mehr kann man diesen Körper mit Abstand erleben, und dann, plötzlich, ist es ganz einfach, sich um ihn zu kümmern.

Und schließe Frieden mit dir selbst, jeden Tag ein paar Mal, immer wieder. Und wenn du dich aufregst, wenn du merkst, dass dich etwas plagt, wenn du merkst, dass dich irgendetwas aufarbeitet, dann kannst du daran erkennen, dass du mit dir kämpfst.

Es sieht für dich vielleicht gar nicht so aus, aber das ist das Indiz dafür. Dann schließe Frieden mit dir, mit deinen Gefühlen, und dann fällt es dir leichter, den Körper lieb zu haben.

Schließe Frieden mit dir selbst. Und wenn du dich aufregst oder etwas dich plagt, kannst du daran erkennen, dass du mit dir kämpfst. Es sieht für dich vielleicht gar nicht so aus, aber das ist das Indiz dafür. Dann schließe Frieden mit dir, mit deinen Gefühlen, und dann fällt es dir leichter, den Körper lieb zu haben.

Drei Tipps für das Essen

Ich habe eine Sache, die meinem Körper unglaublich hilft.

Ich weiß nicht, ob das etwas für dich ist.

Eigentlich zwei Sachen... drei; okay, drei. Ich sage dir jetzt noch drei... Ich rede normalerweise nicht gerne über solch konkrete Sachen, weil ich weiß, dass jeder Mensch das selbst entdecken muss, und das gilt natürlich auch für dich. Aber ein paar Anregungen können ja manchmal gar nicht schaden. Du kannst ja damit spielen, wenn du Lust hast. Das eine ist: ganz oft merkt man nicht, dass man Durst hat. Man will etwas essen, aber der Körper will eigentlich etwas zu trinken.

Und wenn ich anfange, unruhig zu werden und mein Körper will etwas, dann trinke ich erst einmal etwas. Das ist das eine. Das Zweite ist, was ich trinke. Ich trinke nur Wasser – keine Limo, kein Mineralwasser mit Kohlensäure. Ich trinke einfach nur einfaches, gefiltertes Wasser oder Quellwasser. Wir haben hier in der Nähe im Wald eine Quelle, da holen wir ab und zu einmal Wasser. Das ist gut für den Körper.

Und das Dritte, und du wirst vielleicht lachen, wenn ich das jetzt sage, weil ich so schlank bin und ja wirklich kein Gewichtsproblem habe... Aber ich sage dir eines: das große Geheimnis für meinen Körper, dass er wirklich gesund ist, ist, dass ich nicht zu viel esse. Man sieht es mir nicht an, wenn ich zu viel esse – ich werde nicht dick –, aber mein Körper heilt. Und da ich so dünn bin, leidet mein Körper ganz besonders schnell, weil er keine Pufferzonen hat.

Und wenn mein Körper unglücklich ist, dann esse ich ein bisschen weniger.

Beim Abendessen höre ich dann... Ich könnte noch weiter essen – das macht ja so Spaß; ich esse so gern –, aber der Bauch ist längst zufrieden. Und dann aufzuhören und einfach nur noch dazusitzen...

Was mir dabei hilft, ist, viel zu kauen.

Jetzt, wo ich darüber rede, fallen mir doch noch ein paar Sachen ein, aber die sind so normal für mich, dass ich normalerweise gar nicht daran denke. Ich habe vor vielen Jahren gelernt, beim Essen nicht zu schlucken, sondern die Nahrung so lange im Mund zu kauen, bis sie von selbst runterflutscht.

Und dann kaut man bei jedem Bissen, bei jedem Löffel, etwa fünfzig bis hundertmal, und dann ist das so flüssig, dann rutscht das einfach von selbst runter. Und wenn man so isst, dann ist man so langsam, dass man eigentlich gar nicht zu viel essen kann, weil man dann recht schnell merkt, wann der Körper genug hat. Ja, das sind so meine Erfahrungen, die ich beim Essen gemacht habe.

Ja, und am Schluss möchte ich noch sagen, wie ich mit dem Körper umgehe, wie ich mich beim Essen verhalte, ob ich etwas zu mir nehme, was mir dem Körper zuträglich ist oder nicht, daran erkenne ich meinen inneren Zustand. Wenn ich wirklich bei mir bin, dann ist es für mich kein Problem. Aber wenn ich nicht wirklich in Frieden bin mit mir, dann fällt es mir schwer, mich gut um den Körper zu kümmern. So ist es einfach.

Wie ich mit dem Körper umgehe, wie ich mich beim Essen verhalte, ob ich etwas zu mir nehme, was mir dem Körper zuträglich ist oder nicht, daran erkenne ich meinen inneren Zustand. Wenn ich bei mir bin, ist es für mich kein Problem. Aber wenn ich nicht in Frieden bin mit mir, fällt es mir schwer, mich gut um den Körper zu kümmern. So ist es einfach.

Danke, Walter. Deine Email liegt noch hier. Heute wollte ich sie dir beantworten, aber es ist viel schöner, mit dir direkt darüber zu sprechen. Danke, dass du gefragt hast. Danke, Walter.

[Walter:] Bitte, Mikael. Vielen, vielen Dank.

Wie man aufhört, die Sünden weiterzugeben

[Dhyan Mikael:] Simone, gibt es noch jemanden? Hast du etwas zum Vorlesen?

[Simone:] Ja, habe ich.

[Dhyan Mikael:] Bitte, schieß los.

[Simone:] Die Eva hat eine Frage an dich.

[Dhyan Mikael:] Ja, Eva, hallo.

[Simone:] „Lieber Mikael, in einem Video hast du gesagt, wir erben den Schei... von Vater und Mutter. Warum ist das so? Und warum wiederholt sich das wieder? Und was kann ich tun, damit dies endet? Alles Liebe, Eva.”

[Dhyan Mikael:] Danke. Was für eine schöne Frage. Ja... Jesus sagte: „Die Sünden der Väter werden an die Söhne weitergegeben.” Ich will dir kurz erklären, wie das funktioniert.

Du wächst auf als Kind, als Kind deiner Eltern, und es geht jetzt gar nicht so sehr darum, was die dir sagen und dir beibringen, sondern die Art und Weise, wie deine Eltern ticken – wie gut sie sich um sich kümmern oder auch nicht, wie nah sie sich selbst sind oder auch nicht, wie sehr sie dem Leben und Gott vertrauen oder auch nicht – dieses Fundament ihres Wesens, das wird von den Kindern kopiert. Wenn ein Kind geboren wird, weiß es nichts über die Welt, und es lernt die Sichtweise auf das Leben von den Eltern.

Wenn die Eltern das Leben und die Welt als bedrohlich empfinden und unsicher, dann lernt das Kind, dass das Leben bedrohlich und unsicher ist.

Wenn das Kind aufwächst bei Eltern, die wissen, dass sie getragen werden und dass es überhaupt keinen Grund gibt, sich über irgendetwas Sorgen zu machen, dann wird so ein Kind überhaupt nicht wissen, was das ist: sich Sorgen machen. Und das passiert automatisch.

Die Art und Weise, wie Eltern ticken – wie gut sie sich um sich kümmern, wie nah sie sich selbst sind, wie sehr sie dem Leben und Gott vertrauen – oder auch nicht –, wird von den Kindern kopiert. Wenn das Kind aufwächst bei Eltern, die wissen, dass sie getragen werden, dann wird es überhaupt nicht wissen, was das ist: sich Sorgen machen.

Und du fragtest: was können wir tun, damit dieser Unsinn aufhört?

Und der hört erst dann auf... Wenn du eine Mutter bist, und du möchtest diesen Müll, dieses Erbe, nicht an deine Tochter, nicht an deinen Sohn weitergeben, dann musst du dich darum kümmern, dass dein Fundament in dir gut ist; dass du dich selbst entdeckst; dass du die Wahrheit über das Leben entdeckst. Du kannst deinem Kind nichts vormachen. Es geht nicht darum, dem Kind ständig zu sagen: „Das Leben ist sicher. Es gibt gar keinen Grund, sich Sorgen zu machen.” Wenn du das nicht in dir spürst, wenn das nicht deine Realität ist, dann brauchst du so etwas nicht sagen.

Das nützt überhaupt nichts – im Gegenteil: das verwirrt das Kind nur. Diese Dinge werden wortlos gelernt, über Schwingungen, über Energie. Man spürt so etwas. Also... wenn du meditierst, wenn du dir selbst näher kommst, wenn du mit den Jahren lernst, dass du nicht dieser Körper bist, und dass alles, was in diesem Leben geschieht, völlig bedeutungslos ist für dich, für dein Wohlergehen, dann fängst du an, in dir zu ruhen, und dann strahlst du eine Ruhe aus und eine Gewissheit und eine Gleichmut, und die überträgt sich dann aufs Kind.

Diese Dinge werden wortlos gelernt. Wenn du meditierst, dir selbst näher kommst und lernst, dass du nicht dieser Körper bist, und dass alles, was in diesem Leben geschieht, bedeutungslos ist für dich und dein Wohlergehen, fängst du an, in dir zu ruhen, und du strahlst eine Ruhe, Gewissheit und Gleichmut aus – und die überträgt sich aufs Kind.

Jedes Kind wird geboren mit seinem eigenen Karma, mit seiner eigenen Hausaufgabe. Jedes Kind, das auf die Welt kommt, hat Dinge zu durchleben, und das kannst du als Mutter nicht verhindern. Aber was du verhindern kannst, ist, dass dein Müll an die Kinder weitergegeben wird, und wie das funktioniert, das habe ich dir eben beschrieben.

Du kannst dadurch nicht sicherstellen, dass das Kind niemals Schwierigkeiten haben wird. Das geht nicht. Das Kind hat seinen eigenen Weg zu gehen. Aber wenn du dich um deine eigenen Schwierigkeiten kümmerst, dann braucht das Kind das für dich nicht leben. Dann hat es das Kind leichter.

Also: kümmere dich um dich.

Werde du glücklich. Lerne, glücklich zu werden. Lerne, wirklich im Frieden zu sein.

Dann hört das auf. Jetzt weißt du, was deine Lebensaufgabe ist. Danke, Eva. Danke für diese schöne Frage.

Jedes Kind wird geboren mit seinem eigenen Karma und hat Dinge zu durchleben, und das kannst du als Mutter nicht verhindern. Aber wenn du dich um deine eigenen Schwierigkeiten kümmerst, braucht das Kind sie nicht leben. Also: kümmere dich um dich. Werde glücklich. Lerne, glücklich zu werden. Lerne, wirklich im Frieden zu sein. Dann hört das auf.

Vorbereiten auf den Tod

Ich habe eine E-Mail-Frage bekommen, die irgendwie total dazu passt. Die möchte ich gerne vorlesen.

„Geliebter Mikael, könntest du bitte darüber sprechen, wie die Samarpan-Meditation hilft, sich auf den Tod vorzubereiten?” Ich sagte ja gerade zu Eva, dass es darum geht, dass wir lernen, wer wir wirklich sind; dass wir lernen, dass dieses Leben mit uns eigentlich nichts zu tun hat. Aber das ist keine mentale Angelegenheit. Das ist nichts, was wir uns einreden können. Das nützt alles nichts.

Wir müssen unsere Hausaufgaben machen – da gibt es keine Abkürzung. Da kann man nicht schummeln, in dieser Schule.

Und wenn du meditierst, wenn du die Samarpan-Meditation machst, was da passiert ist, dass du ganz allmählich deinem wahren Selbst näher kommst – das, was Swamiji „Seele” nennt. Und wenn du dem nahe kommst, entdeckst du, dass du gar nicht dieser Körper bist. Der Körper stirbt. Alles, was geboren wird, wird sterben. Alles, was kommt, wird gehen. Es ist einfach so.

Aber du bist nicht dieser Körper, und wenn du die Samarpan-Meditation machst, jeden Tag, dann, ganz allmählich, wächst das Bewusstsein dafür, was du wirklich bist und wo du wirklich wohnst.

Und dann schreckt dich das, was mit dem Körper geschieht, nicht mehr. Natürlich kann es noch wehtun, natürlich kann es noch Angst machen, aber es hat nicht mehr diesen Stachel; es hat nicht mehr dieses Existenzielle, weil du weißt, weil du erlebst, dass du mit dem Körper nichts zu tun hast.

Alles, was geboren wird, wird sterben. Alles, was kommt, wird gehen. Es ist einfach so. Aber du bist nicht dieser Körper, und wenn du die Samarpan-Meditation machst, jeden Tag, dann, ganz allmählich, wächst das Bewusstsein dafür, was du bist und wo du wirklich wohnst. Dann schreckt dich das, was mit dem Körper geschieht, nicht mehr.

Als Ramana Maharshi im Sterben lag – er starb an Krebs –, da sagten seine Schüler... Die waren nicht damit in Frieden, dass er sterben würde. Er schon. Er hatte damit kein Problem.

Und als er im Sterben lag, sagten seine Schüler zu ihm: „Geh nicht weg. Wo gehst du hin, wenn du stirbst?” Er sagte: „Wo sollte ich hingehen? Ich bin immer hier.” Und wenn du die Samarpan-Meditation machst, dann beginnst du, diese Wahrheit zu erleben... immer mehr.

Und wenn dann der Tod kommt, dann bist du bereit: „Ah, ja!” Wir kommen in dieses Leben, in diesen Zirkus, in dieses Drama, um zu entdecken, dass wir mit diesem Drama nichts zu tun haben; dass wir mit all den Dramen in der Welt und all den Dramen des Körpers nichts zu tun haben. Aber wie gesagt: das ist eine existenzielle Entdeckung, keine mentale, und das entdeckst du durch die Meditation, ganz von selbst, mit der Zeit.

Und manchmal hilft Satsang auch ein bisschen dabei...

Wir kommen in dieses Leben, in diesen Zirkus, in dieses Drama, um zu entdecken, dass wir mit all den Dramen der Welt und des Körpers nichts zu tun haben. Aber das ist eine existenzielle Entdeckung, keine mentale, und das entdeckst du durch die Meditation, ganz von selbst, mit der Zeit. Und manchmal hilft Satsang auch ein bisschen dabei...

Danke. Danke für die Frage. Ich freue mich, dass du dabei bist.

Die Dinge kommen, sobald du bereit dafür bist (Teil 1)

Simone, magst du...

[Simone:] Ich lese jetzt eine Frage von Fabian vor.

[Dhyan Mikael:] Fabian, guten Abend. Ich freue mich, dass du da bist.

[Simone:] Es sind eigentlich zwei Fragen...

„Meditieren finde ich seit Jahren viel schwieriger als noch vor 25 Jahren. Woran liegt das? Es müsste doch eigentlich einfacher werden. Außerdem: ein glückliches Leben ist unmöglich. Warum?”

[Dhyan Mikael:] Vielleicht magst du mir sagen, wie du meditierst. Machst du die Samarpan-Meditation seit 25 Jahren, oder was meditierst du? Du brauchst nicht viel dazu sagen, nur ein, zwei Stichworte, dann kann ich dir besser antworten. Bitte schreib das noch kurz im Chat, und dann werde ich auf deine beiden Fragen zurückkommen. Danke Fabian, bis gleich.

Wozu ist das Kronenchakra da?

Simone, hast du noch eine andere Frage?

[Simone:] Derzeit nicht, nein.

[Dhyan Mikael:] Okay, dann lese ich in der Zwischenzeit noch eine E-Mail-Frage vor.

„Ich habe eine Frage zum Kronenchakra. Wozu dient es denn? Für eine höhere Kommunikation? Was fangen wir damit an?” Manche Fragen sind einfach toll. Danke...

Das Kronenchakra ist diese Stelle hier ganz oben am Kopf – eigentlich etwas völlig Unesoterisches –, und bei der Samarpan-Meditation ruht man an dieser Stelle des Körpers für eine halbe Stunde mit der Aufmerksamkeit. Und wenn die Aufmerksamkeit an dieser Stelle ruht, kann man gleichzeitig nicht denken. Wenn man denkt, ist man eine Etage tiefer.

Und es gibt da viele verschiedene Techniken, wo man die Aufmerksamkeit auf irgendetwas, einen bestimmten Punkt, konzentriert, weil man dann nicht mehr denken kann, zum Beispiel auf den Atem oder auf den großen Zeh oder auf die Nasenspitze. Das funktioniert alles ganz toll. Aber Kronenchakra hat irgendwie eine Besonderheit, und das entdeckt man, wenn man die Samarpan-Meditation eine Weile macht.

Wenn man mit der Aufmerksamkeit dort ruht, während man meditiert... Man tut ja überhaupt nichts; man ruht da einfach aus. Ich beschreibe das gerne wie eine Art Hängematte, in die man sich legt dort oben, und man ruht da einfach aus. Man hat kein Ziel. Man muss nichts tun, im Gegenteil: man soll auch gar nichts tun. Man erwartet nichts. Es gibt kein Ziel.

Es gibt wirklich nichts zu tun. Und doch: wenn man dort ruht, geschehen ganz viele Dinge mit der Zeit von selbst, ohne dass man davon weiß. Ich erlebe das so, dass diese Stelle hier ist wie die Grenze zwischen dem, was ich mit dem Körper erleben kann, und dem, was mir nicht zugänglich ist mit meinem Bewusstsein und mit meinem körperlichen Spüren.

Jesus nannte das Kronenchakra „die Pforte zum Tempel”. Der Tempel, das ist dieser Körper: das ist der Tempel der Seele. Wir kommen in diesen Körper hier hinein als Seele, wenn der Körper geboren wird, und das Kronenchakra ist wie eine unsichtbare Verbindung zu dem, wo wir herkommen als Seele, oder, ich möchte es einmal so ausdrücken: mit den Jahren erlebe ich es so, als wäre das die Verbindung zu mir selbst – zu dem Selbst, was mit diesem Körper nichts zu tun hat.

Und auch hier möchte ich wieder betonen, dass das keine mentale Angelegenheit ist. Das geht überhaupt nicht darum, das zu verstehen. Deswegen sind solche Worte, die ich gerade spreche, auch potenziell irreführend.

Jesus nannte es „die Pforte zum Tempel”. Der Tempel ist dieser Körper: der Tempel der Seele. Das Kronenchakra ist wie eine unsichtbare Verbindung zu dem, wo wir herkommen als Seele, oder, ich möchte es so ausdrücken: mit den Jahren erlebe ich es so, als wäre das die Verbindung zu mir selbst – zu dem Selbst, was mit diesem Körper nichts zu tun hat.

Es geht nur darum, zu meditieren, und dann erlebt man das nach und nach immer mehr selbst, ohne dass man darüber nachdenkt; ohne dass man es versteht; ohne dass man etwas darüber weiß. Dann wohnt man in der Seele und nicht mehr im Körper.

Ja, dafür ist das Kronenchakra da. Und wenn dich die Samarpan-Meditation interessiert, dann kann ich dir nur ans Herz legen, sie anzufangen. Es ist die leichteste, einfachste Meditation, die ich kenne, aber die hat es wirklich in sich.

Die kümmert um sich alles. Du brauchst nichts tun. Mit den Jahren verändert sich dein gesamtes Leben. Wenn du dich dafür interessierst: auf meiner Website habe ich die Seite „Samarpan-Meditation”... Diese Meditation kommt nicht von mir; die hat mit mir gar nichts zu tun. Aber auf der Seite Samarpan-Meditation auf meiner Webseite, da habe ich die Links und die E-Mail-Adressen vom Samarpan-Meditation e.V. in Deutschland zusammengetragen.

Das sind die Leute, die die Informationen über diese Meditation offiziell hier im deutschsprachigen Raum verbreiten. An die kannst du dich wenden, die haben eine Website, und montagabends gibt es online immer eine Einführung in der Meditation, und da lernst du alles darüber. Da gibt es nicht viel zu wissen – die ist wirklich so einfach, diese Meditation –, aber die geben dir dann aus erster Hand die Infos darüber. Also: wenn es dich interessiert, dann kannst du dich gerne an die wenden. Danke für deine Frage.

Die Dinge kommen, sobald du bereit dafür bist (Teil 2)

Simone, haben wir von Fabian gehört?

[Simone:] Oh ja, haben wir.

Er schreibt: „Nein; Gangaji war meine Lehrerin. Ich mache Ihre Non-Dualismus-Meditation: in die Stille kommen, stoppen, nicht denken et cetera. Ich kombiniere das mit meiner Selbsthypnosetechnik, also kontrolliert zu mir kommen, wie autogenes Training.”

[Dhyan Mikael:] Danke. Danke, Fabian.

Mir scheint, dass dein Erlebnis, dass die Meditation schwieriger wird als anstatt einfacher, daher kommt, dass sie in die falsche Richtung geht für dich. Weißt du, es ist so...

In jedem Stadium unseres Lebens gibt es die richtigen Menschen und die richtige Hilfe, die uns weiterbringt.

Und es gibt Dinge, die für dich in einer bestimmten Lebensphase unendlich hilfreich sind und Freude machen. Aber 10 Jahre später, oder 20, sind sie ein Hindernis und plagen dich. Dann bist du bereit für etwas Neues.

Und für das Neue, was dann in dein Leben kommt, warst du 10 oder 20 Jahre vorher nicht bereit. Also ist überhaupt nichts verkehrt daran. Ich habe zum Beispiel die Sampan-Meditation vor 8 Jahren kennengelernt. Davor war ich schon 17 Jahre bei meinem spirituellen Meister gewesen, bei Soham – der beste Meister, den es gibt –, und doch konnte er mir das nicht geben, was die Samarpan-Meditation und Swamiji in mein Leben gebracht hat.

Aber ohne ihn und ohne diese 17 Jahre an seiner Seite wäre ich nie bereit gewesen für die Samarpan-Meditation. Aber als die in mein Leben kam, da war ich bereit. Es ist immer so: die Dinge kommen in dein Leben, wenn du bereit bist; die Dinge gehen aus deinem Leben, wenn du sie nicht mehr brauchst.

Es ist immer so: die Dinge kommen in dein Leben, wenn du bereit bist; die Dinge gehen aus deinem Leben, wenn du sie nicht mehr brauchst.

Die Samarpan-Meditation ist etwas, was viele Menschen nicht machen können. Die sind dafür einfach nicht bereit: die ist zu einfach. Die meisten Menschen können nicht ohne Ziel, ohne Sinn und Zweck, sein. Die meisten Menschen können nicht einfach die Kontrolle aufgeben und ruhen.

Aber irgendwann bist du dazu fähig, und dann ist vielleicht diese Meditation für dich etwas, was du ausprobieren möchtest.

Die Samarpan-Meditation ist etwas, was viele Menschen nicht machen können. Die ist zu einfach. Die meisten Menschen können nicht ohne Ziel, ohne Sinn und Zweck, sein, und einfach die Kontrolle aufgeben und ruhen. Aber irgendwann bist du dazu fähig, und dann ist vielleicht diese Meditation für dich etwas, was du ausprobieren möchtest.

Es ist nicht notwendig, dass wir das ganze Leben bei einem Meister bleiben.

Ich habe neulich etwas von Swamiji gelesen, von diesem lebendigen Jesus. Er sagte oder er schrieb, dass er sich wundert, dass es Schüler von ihm gibt, die seit 20 Jahren bei ihm sind und die immer noch da sind. Und er versteht überhaupt nicht, warum die noch da sind. Die sollten längst bei sich sein.

Ich war 17 Jahre mit meinem Meister Soham zusammen. Ich liebe ihn immer noch, er ist immer noch mein Meister – aber ich bin nicht mehr bei ihm.

Gangaji wird immer deine Meisterin sein – auch wenn du längst nicht mehr bei ihr bist, weil du weitergegangen bist.

Wenn du deinen Meister glücklich machen willst, geh weiter. Der Meister, die Meisterin, ist eine Seele, die dir einen Steigbügel gibt, damit du höher gehen kannst; damit du weitergehen kannst – wie Eltern, die wollen, dass ihre Kinder weiterkommen als sie. Dafür sind wir hier.

Wenn du deinen Meister glücklich machen willst, geh weiter. Der Meister, die Meisterin, ist eine Seele, die dir einen Steigbügel gibt, damit du höher gehen kannst; damit du weitergehen kannst – wie Eltern, die wollen, dass ihre Kinder weiterkommen als sie. Dafür sind wir hier.

Daran ist also überhaupt nichts verkehrt, wenn das Leben das so einfädelt. Ich weiß nicht, ob das für dich gerade dran ist, aber vielleicht hast du damit eine Resonanz.

Folge einfach deine Neugier. Wenn du merkst: „Ah, mich interessiert etwas Neues”, dann probiere es aus. Wenn du merkst, dass dir etwas seit Jahren nicht mehr taugt, dann probiere einmal etwas anderes aus. Du wirst merken, was für dich passt.

Ein glückliches Leben ist unmöglich

Und du fragst oder sagst, dass... Simone, welches Wort hat er verwandt... glücklich sein?

[Simone:] Ja, genau. „Es müsste doch eigentlich einfacher werden. Außerdem: ein glückliches Leben ist unmöglich. Warum?” Das war die Frage.

[Dhyan Mikael:] Ja, du hast schon recht: ein glückliches Leben ist unmöglich.

Dieses Leben, was dieser Körper hier lebt, kann nicht glücklich sein. Dieses Leben ist unvorhersehbar, da geht es drunter und drüber, und das geht auch so weiter.

Dieser Körper hat alle möglichen Gefühle – Freude, Schmerz, Glück, Verzweiflung, Angst, Freude...

Aber wenn wir beginnen, uns selbst nahezukommen, wenn wir unsere Seele entdecken – das, was jenseits von diesem Körper und diesem Leben ist; das, was Jesus die Ewigkeit nannte...

Wenn wir das entdecken, dann sind wir unabhängig von dem, was in diesem Leben geschieht: von diesem Drama, von diesem Durcheinander, von diesem Tornado.

Und da ist keine Freude, da ist kein Schmerz, da ist keine Traurigkeit, da ist kein Glücklichsein, aber dieses Sein, diese Nähe zu unserem Ursprung, die hat eine Qualität, da hört alles Sehnen und Suchen auf.

Wenn wir beginnen, uns selbst nahezukommen und unsere Seele entdecken, werden wir unabhängig von dem, was in diesem Leben geschieht. Und da ist keine Freude, kein Schmerz, keine Traurigkeit, kein Glücklichsein, aber dieses Sein, diese Nähe zu unserem Ursprung, die hat eine Qualität, da hört alles Sehnen und Suchen auf.

Ich kann nicht sagen, dass man da glücklich ist.

Man ist nicht glücklich, aber auch nicht traurig – aber man ist da, wo man hingehört, und alles ist gut.

Es ist das Ende aller Fragen und allen Suchens.

Und erst, wenn wir dem nahekommen, erst dann werden wir ruhig, erst dann finden wir Frieden, erst dann finden wir Zufriedenheit – vorher nicht. In diesem Leben finden wir das nicht. In diesen Körpern finden wir das nicht. Wenn wir das finden, dann ist dieses Leben so, wie es ist, und wir können es genießen. Dann können wir diese Körper lieben und genießen, egal wie schön oder hässlich, gesund oder krank sie sind. Aber vorher nicht. Danke, Fabian. Falls du noch Fragen hast, dann frag gerne noch einmal, oder schreibe mir. Ich freu mich sehr, dass du da bist.

Ich kann nicht sagen, dass man da glücklich ist. Man ist nicht glücklich, aber auch nicht traurig – aber man ist da, wo man hingehört, und alles ist gut. Es ist das Ende aller Fragen und allen Suchens. Und erst, wenn wir dem nahekommen, erst dann werden wir ruhig, erst dann finden wir Frieden, erst dann finden wir Zufriedenheit – vorher nicht.

[Simone:] Fabian hat vorhin schon geschrieben: „Macht sehr viel Sinn – danke. Ich probiere das aus.”

[Dhyan Mikael:] Das freut mich. Ich glaube, du bist bereit dafür. Es ist ja auch kein Zufall, dass du dich hierher verirrt. Ich freue mich deswegen sehr, dass du da bist.

Simone, soll ich etwas vorlesen oder willst du weitermachen?

[Simone:] Das von der Eva lese ich jetzt noch vor, vielleicht kannst dann du, und dann wieder ich. Aber das passt jetzt so gut dazu. „Was ich noch anmerken möchte: seit eineinhalb Jahren mache ich die Samarpan-Meditation, und mein ganzes Leben hat sich total verändert, und auch dank deiner Satsangs, Mikael. Es ist für mich das Beste bis jetzt.”

[Dhyan Mikael:] Ja, die Meditation ändert alles, aber das geschieht so heimlich und so natürlich und so langsam, dass man es oft übersieht. Aber dann, ab und zu, merkt man, „wow, irgendwie bin ich anders geworden – unerklärlich. Das Leben ist anders geworden – unerklärlich.” Man kann es sich gar nicht erklären. Das ist die Meditation.

Wir können den Guru nicht verstehen

Ich möchte jetzt noch eine Email vorlesen, die dazu wiederum passt.

Es ist schön, wie sich das heute alles so ergänzt.

„Dein letzter Weihnachts-Satsang war wieder ganz wunderbar. Leider geht es mir manchmal nicht gut, wenn ich Swamijis Botschaften lese. Sie verwirren mich manchmal. Ich fühle mich häufig schlecht und ungenügend, sogar verzweifelt. Wenn er schreibt, dass erst unsere Chitta rein sein muss, bevor irgendetwas Segenreiches aufgenommen werden kann, bin ich ganz unruhig und denke, wie soll das gehen?

Meine Chitta ist doch so gewöhnlich und verkorkst. Ich meditiere seit Mai regelmäßig, bin dabei aber immer wieder viel in Gedanken und habe eher Hitze im Körper, anstatt Kühle in den Händen. Vielleicht sind seine Worte mehr für indische Sadhaks. Mich frustrieren und entmutigen sie eher. Wenn ich deine Version höre, geht mein Herz auf, und ich bin voller Hoffnung und Akzeptanz.

Aber irgendwie sollte ich Swamijis Worte doch als segensreich betrachten. Vielleicht hast du ein paar weise Impulse für mich.” Ich weiß nicht, wie weit es mit meiner Weisheit her ist, aber ich versuche es gerne mit ein paar Impulsen. Ich danke dir für deine Email. Ganz herzlichen Dank. Schau, es ist so...

Ich bin dir sehr nah. Es gibt keinen großen Unterschied zwischen dir und mir.

Vielleicht meditiere ich schon 20 Jahre länger als du, oder irgendwie so etwas, aber der Unterschied zwischen dir und mir ist eher so, wie weit ich auf meinem Weg in diesem Leben schon gekommen bin. Und deswegen kann ich so ein bisschen herunterrufen: „Hey, hier geht es lang. Komm, alles ist gut, es geht ganz leicht. Nur Mut.” Und deswegen kannst du mich verstehen, deswegen überfordere ich dich nicht – weil wir recht nahe beisammen sind. Swamiji ist ganz, ganz, ganz oben auf der Bergspitze.

Der spricht von Dingen, die du noch gar nicht ahnst.

Der spricht von Dingen, die du können wirst, die du erlangen wirst, die für dich normal werden, aber die für dich im Moment unvorstellbar sind. Aber er sagt sie dir jetzt schon, und das, was er sagt, wirkt in dir. Und vielleicht in 10, vielleicht in 20 Jahren, werden dich diese Worte auf die Spitze des Berges heben.

Swamiji ist ganz oben auf der Bergspitze. Er spricht von Dingen, die du können wirst, die du erlangen wirst, die für dich normal werden, aber die für dich im Moment unvorstellbar sind. Aber er sagt es dir jetzt schon, und das, was er sagt, wirkt in dir. Und vielleicht in 10, vielleicht in 20 Jahren, werden dich diese Worte auf die Spitze des Berges heben.

Aber im Moment verstehst du sie noch nicht. Swamiji sagt etwas sehr Interessantes. Er sagt: „Der Guru spricht auf seiner Ebene. Der Schüler versteht auf seiner Ebene. Und diese beiden Ebenen sind so weit voneinander weg, dass ein Verstehen nicht möglich ist.” Dann hörst du seine Worte, und du verstehst sie mit deinem Zustand. Und was du dann hörst, ist: „Ich mache es nicht gut genug.

Ich sollte schon weiter sein.” Die normalen Menschen, für die ist es völlig normal, dass sie sich ständig bewerten; dass sie sich unzulänglich fühlen; dass sie sich verurteilen. Und mit dieser Art des Denkens interpretieren wir dann das, was der Guru sagt. Der beurteilt dich nicht. Der kritisiert dich nicht. Der gibt dir nur unendlich wertvolle Informationen. Aber wir können sie so nicht aufnehmen. Wir können es nur so hören, da, wo wir grade sind. Das ist das einzige Problem. Also mach dir keine Gedanken darüber.

Swamiji sagt: „Der Guru spricht auf seiner Ebene, der Schüler versteht auf seiner. Verstehen ist nicht möglich.” Du hörst seine Worte und verstehst sie mit deinem Zustand, und was du hörst, ist: „Ich mache es nicht gut genug. Ich sollte schon weiter sein.” Aber er Guru beurteilt und kritisiert dich nicht. Er gibt dir nur unendlich wertvolle Informationen.

Mein Meister Soham sagt öfter... Ich weiß nicht, ob er es heute noch so sag, aber er hat es oft zu seinen Schülern gesagt... Er sagte: „Wenn ich irgendetwas sage, womit du keine Resonanz hast – vergiss es. Vergiss es einfach. Dann ist es nicht für dich... jedenfalls nicht jetzt.” So mache ich das. Alles, was ich nicht verstehe, alles, was ich blöd finde, alles, was mich irritiert, vergesse ich. Aber irgendwann kommt es dann doch zu mir, manchmal Jahre später. Dann bin ich bereit.

Ich lese Swamijis Autobiografie, seit Jahren. Das sind 6 Bände, die gibt es auf Englisch; den ersten Band gibt es auch schon auf Deutsch. Natürlich gibt es die auch auf Hindi, aber ich kann kein Hindi lesen. Und ich habe diese 6 Bände schon mehrfach gelesen... oder 5? Ich glaube, 5 sind es im Moment. Ich komme ganz durcheinander. Aber jedes Mal, wenn ich anfange, eines dieser Bücher zu lesen, entdecke ich neue Dinge, die ich bei denen Malen, die ich das Buch schon gelesen habe, gar nicht wahrgenommen habe.

Ich konnte es gar nicht sehen, obwohl ich es ja gelesen habe. Jetzt kann ich es aufnehmen. Jetzt bin ich bereit. Und jedes Mal, wenn ich eines der Bücher lese, verstehe ich es wieder neu – weil ich mich verändert habe; weil ich schon ein bisschen höher geklettert bin auf diesem Weg und ihn besser verstehen kann. Und das ist ganz normal. So ist es einfach. In der Schule fängst du in der ersten Klasse an. Wenn sie dich in der Schule in die zwölfte Klasse stecken würden mit 6 Jahren, dann würdest du kein Wort verstehen.

Und so geht es dir. Es ist also überhaupt kein Grund zur Sorge. Es ist alles gut. Genieße den Ort, wo du jetzt gerade bist – und das Leben kümmert sich um alles. Dann schickt dir das Leben Menschen, die in deiner Nähe sind, so wie mich zum Beispiel, und dann taugt dir das, und irgendwann taugt es dir vielleicht nicht mehr. Vielleicht hörst du dann Swamiji direkt... wer weiß. Aber ich verändere mich auch die ganze Zeit. Ich klettere auch immer höher, immer weiter jedes Jahr – zusammen mit dir.

Das ist auch der Grund, warum die Menschen damals Jesus nicht verstanden haben. Jesus war auch so einer, der ganz oben auf dem Berg saß und von dort berichtet hat, vom Himmelreich. Die Leute haben ihn nicht verstanden – überhaupt nicht. Sie haben kein Wort verstanden, was er sagt. Aber so ist es. Was soll der Guru tun?

Ich freue mich so sehr, dass du da bist. Danke, dass du geschrieben hast.

Simone, wenn du magst, bist du wieder dran.

[Simone:] Ja, gerne. Die nächste Frage kommt von Mindgrind.

[Dhyan Mikael:] Mindgrind? Okay. Hallo. Schön, dass du da bist.

[Simone:] „Lieber Mikael, ich mache die Meditation jetzt seit ein paar Monaten. Woher weiß ich, dass die Samarpan-Meditation das Richtige für mich ist? Im Alltag merke ich augenscheinlich keine Veränderung.”

[Dhyan Mikael:] Danke. Danke für deine Frage. Du merkst es daran, dass du sie machst. Du könntest sie nicht machen, wenn sie nicht das Richtige für dich wäre.

Und in fast allen meinen Videos spreche ich über diesen einen Punkt, den du gerade angesprochen hast. Du sagst: im Alltag merkst du keinen Unterschied. Ja, so ist es. Schau... Die meisten Techniken, die meisten Lehrer, arbeiten auf der mentalen Ebene, und das ist eine Ebene, die wir begreifen können. Da erleben wir Durchbrüche und Verstehen, und das finden wir ganz toll, weil wir es mit unserem Verstand wahrnehmen können. Aber das ist alles nutzlos. Das verpufft alles. Wir mögen das und geben manchmal viel Geld für solche Sachen aus, aber es ist alles nutzlos.

Aber das, was hier passiert in diesem Leben, ist ein ganz langsames Wachsen. Das ist wie... Ich vergleiche das so gerne mit der Pubertät: du merkst, wenn du in der Pubertät bist, schon, dass du dich veränderst, aber du weißt nicht, wie – das geht so langsam, über die Jahre... Außenstehende, die merken das, aber du selbst nicht, weil das eine ganz allmähliche Veränderung ist.

Da wächst etwas in dir – etwas Neues –, und man kann man kann nicht sagen, dass man heute anders ist als gestern. Man kann noch nicht einmal sagen, dass man anders ist als vor einem halben Jahr, und doch ist man anders – aber man kann es nicht sehen und begreifen und beschreiben. Und so ist es mit der Meditation. Die Samarpan-Meditation ist wie ein Dünger. Sie düngt etwas, was in dir wächst: eine neue Empfindsamkeit nach innen.

Und das, was da wächst, wächst ganz langsam. Und ist auch gut so, dass es langsam wächst. Es muss so sein. Es ist wichtig, dass es langsam geht und nicht schnell. Und deswegen merkst du nicht direkt etwas. Das ist normal so. Deswegen sagt Swamiji auch: meditiere ohne Erwartungen. Meditiere einfach so – einfach, weil es angenehm ist; einfach, weil es schön ist. Aber erwarte nichts. Warte nicht auf irgendetwas.

Warte nicht auf Veränderung. Die Veränderung geschieht – umfassender, als du dir es vorstellen kannst –, aber wir merken normalerweise nichts davon. Ich sage das manchmal zu meiner Partnerin. Ich sage ihr: „Ich weiß auch nicht... ich bin der Einzige hier, der sich überhaupt nicht verändert.” Und dann bekommt sie normalerweise einen Lachanfall, und sie sagt: „Hey, du bist jetzt schon wieder ganz anders als vor vier Wochen.

Ich weiß gar nicht, wie du das nur machst. Du veränderst dich die ganze Zeit.” Ich weiß davon nichts, weil das für mich, wie ich heute bin, normal ist. In vier Wochen bin ich wieder anders, aber der Weg dorthin ist so langsam, dass das, was ich als normal empfinde, sich jeden Tag ein bisschen ändert, und ich merke davon nichts.

Und deswegen freue ich mich, dass du sagst, dass du keine Veränderung spürst. Wenn du mir jetzt viel davon erzählen könntest, was sich da alles verändert, dann wäre ich misstrauisch – aber so ist es ein gutes Zeichen. Danke. Danke, dass du gefragt hast.

Es ist viel einfacher als das

Simone, soll ich weitermachen oder magst du?

[Simone:] Ja, bitte, mach du weiter.

[Dhyan Mikael:] Ja.

„Ich wollte dich fragen, ob du auch Begleitungen machst, 1-zu-1-Begleitungen online, und wenn ja, was kostet bei dir eine Stunde?” Ich lese diese Frage hier im Satsang vor, weil ich gelegentlich solche Anfragen bekomme, und ich möchte gern ganz grundsätzlich dazu etwas sagen. Ich möchte gerne erläutern, warum ich so etwas nicht mache.

Ich lade dich dazu ein, mit mir im Satsang zu sein. Ich lade dich ein, mit mir im Retreat zu sein. Ich lade dich ein, die Videos anzuschauen. Aber das sind alles Sachen, die du machen kannst, ohne dass du etwas bezahlst, ohne dass ich mit dir etwas „mache” – weil das gar nicht notwendig ist.

Wenn ich mit dir eine 1-zu-1-Begleitung machen würde – was weiß ich, eine Session pro Woche, über ein halbes Jahr oder über zwei Jahre, um dich glücklich zu machen –, dann würdest du glauben, dass du mich brauchst. Du würdest glauben, dass ich etwas habe, was du nicht hast und was du von mir bekommst und was du von mir lernen kannst.

Und du wärst glücklich darüber; du würdest dich aufgehoben fühlen, und ich, wenn ich ein Mensch wäre, der so etwas macht, wäre glücklich darüber, weil ich viel Geld verdiene.

Aber das wäre alles nicht gut. Schau... Was ich dir beibringe, ist, dass du nichts brauchst, außer zu lernen, dich nach innen zu wenden – und alle deine Probleme, die du mit dir selbst hast und mit dem Leben, mit der Welt, mit dem Partner, mit der Arbeit, mit den Kindern, mit der Gesundheit, mit der Krankheit, werden sich alle ändern... wenn du dieses Eine tust: lerne, dich nach innen zu wenden.

Und das musst du selbst lernen. Das geht so einfach, und doch ist es etwas, was wir üben müssen, jeden Tag. Und dazu gibt es die Meditation. Mehr brauchst du nicht. Deswegen mache ich keine Begleitungen: weil es einfacher ist als das. Dir steht alles zur Verfügung, was du brauchst. Das Einzige, was du tun musst, ist: jeden Tag meditieren. Das kann dir keiner abnehmen.

Was ich dir beibringe, ist, dass du nichts lernen brauchst außer, dich nach innen zu wenden – und alle deine Probleme, die du mit dir selbst hast und mit dem Leben, der Welt, dem Partner, mit der Arbeit, mit den Kindern, mit der Gesundheit, mit der Krankheit, werden sich alle ändern... wenn du dieses Eine tust: lerne, dich nach innen zu wenden.

Und es fällt vielen Menschen viel leichter, Geld zu bezahlen und von jemandem an die Hand genommen zu werden, anstatt zu meditieren, aber die Meditation ist hundert- oder tausendmal wirksamer als alles, was dir irgendein Mensch durch solch eine Begleitung geben könnte. Diese Meditation...

Deswegen mache ich keine Begleitungen: weil es einfacher ist als das. Es fällt vielen Menschen viel leichter, Geld zu bezahlen und von jemandem an die Hand genommen zu werden, anstatt zu meditieren, aber die Meditation ist hundert- oder tausendmal wirksamer als alles, was dir irgendein Mensch durch solch eine Begleitung geben könnte.

dadurch, dass du sie machst, dadurch, dass du sie machen musst, obwohl sie so einfach ist, dadurch ändert sich etwas in dir; dadurch wächst du – und das ist durch nichts zu ersetzen. Gott ist kostenlos. Gott ist hier. Du brauchst niemanden, der dich begleitet. Ich bin da für dich, um dich zu ermutigen. Das mache ich gern. Dafür brauchst du nichts zu bezahlen.

Dadurch, dass du diese Meditation machst, ändert sich etwas in dir, obwohl sie so einfach ist; dadurch wächst du – und das ist durch nichts zu ersetzen. Gott ist kostenlos. Gott ist hier. Du brauchst niemanden, der dich begleitet.

Ja... es ist einfach viel einfacher.

Ich möchte dich freigeben, immer wieder fliegen lassen, immer wieder, immer wieder, immer wieder – und dann findest du deinen Weg. Verlass dich darauf. Und dafür bin ich da: dich immer wieder in diese Richtung zu schubsen – zu dir. Nicht zu mir; zu dir.

Danke für deine Frage.

Dein Frust ist unendlich hilfreich

Simone, magst du weitermachen?

[Simone:] Sehr gerne. Es gibt noch eine Nachfrage von Fabian.

[Dhyan Mikael:] Ja, bitte.

[Simone:] „Wenn kein glückliches Leben möglich ist, warum gibt es dann diese schöne Welt und die Körper? Ich empfinde die Welt als frustrierend und Beleidigung meiner Intelligenz und Existenz hier.”

[Dhyan Mikael:] Ja...

Dafür sind wir hier: um Frieden damit zu schließen, wie es ist. Und ich will es einmal so ausdrücken: wir sind hier, um das zu entdecken, was wir wirklich sind. Und du erkennst es daran... Wie weit du auf diesem Weg fortgeschritten bist, erkennst du daran, wie ernst du die Welt nimmst.

Ein Mensch, der nichts von sich selbst weiß – von dem, was er wirklich ist –, der nimmt die Welt, das Leben, den Körper und den Zustand des Körpers unendlich ernst, denn er hat nichts anderes, und er ist auf Gedeih und Verderb all dem ausgeliefert. Aber je mehr du beginnst zu ahnen, was die Wahrheit ist, desto mehr erkennst du, dass du damit nichts zu tun hast. Es verliert jegliche Bedeutung für dich.

Wie weit du auf diesem Weg fortgeschritten bist, erkennst du daran, wie ernst du die Welt nimmst. Ein Mensch, der nichts von sich selbst weiß, nimmt die Welt, das Leben und den Zustand des Körpers unendlich ernst. Aber je mehr du beginnst zu ahnen, was die Wahrheit ist, desto mehr erkennst du, dass du damit nichts zu tun hast. Es verliert jegliche Bedeutung für dich.

Es ist nicht mehr wichtig. Das Einzige, was Bedeutung hat, das hast du bereits entdeckt – und das ist in dir. Und dann kann die Welt sein, wie sie ist: es ist dir Einerlei. Du kannst das Schöne genießen – und die Welt ist wunderschön –, und du kannst über das Absurde schmunzeln, aber du nimmst es nicht mehr ernst. Du liebst sie </q+> Und diese Frustration, die du spürst, ist unendlich hilfreich. Ja...

Das Einzige, was Bedeutung hat, hast du bereits entdeckt – und das ist in dir. Und dann kann die Welt sein, wie sie ist: es ist dir Einerlei. Du kannst das Schöne genießen – und die Welt ist wunderschön –, und du kannst über das Absurde schmunzeln, aber du nimmst es nicht mehr ernst. Du liebst sie einfach, diese Welt, so absurd sie ist, so seltsam sie ist. .

Der wache Mensch, der intelligente Mensch, beginnt irgendwann zu sehen: „Diese Welt ist absurd. Das kann ja wohl nicht wahr sein, was hier läuft...” Aber die Lösung besteht nicht darin, die Welt geradezubiegen. Nein; dafür sind wir nicht hier.

Wir sind hier, um zu lernen, in die richtige Richtung zu schauen: nach innen – und dabei hilft dir die Frustration.

Diese Frustration ist so hilfreich. Der wache Mensch beginnt zu sehen: „Diese Welt ist absurd. Das kann ja wohl nicht wahr sein, was hier läuft...” Aber die Lösung besteht nicht darin, die Welt geradezubiegen. Nein; dafür sind wir nicht hier. Wir sind hier, um zu lernen, in die richtige Richtung zu schauen: nach innen – und dabei hilft dir die Frustration.

Irgendwann denkst du: „Das kann ja wohl nicht wahr sein. Irgendetwas verstehe ich hier falsch. Also, so kann es nicht gemeint sein alles hier. Worum geht es hier eigentlich?” Und dann kommst du durch irgendwelche seltsamen Zufälle zu einem Meister oder in den Satsang oder sonst wohin; dann beginnst du, das langsam zu entdecken.

Dann beginnst du, dieses völlig absurde Leben zu lieben; in diesem völlig absurden Körper zu leben, obwohl wirklich seltsam ist.

Ja...

Ich bin so dankbar für dieses Leben, für diese Welt.

Meine Erfahrung mit mir selbst ist: je mehr ich mich selbst liebe und annehme, wie ich wirklich bin – also, dieser lustige Kerl hier –, desto mehr kann ich die Welt lieben.

Und je näher ich mir komme, meiner Seele, desto mehr kann ich die Welt lieben, und mich selbst. Danke, Fabian.

Je mehr ich mich selbst liebe und annehme, wie ich wirklich bin – also, dieser lustige Kerl hier –, desto mehr kann ich die Welt lieben. Und je näher ich mir komme, meiner Seele, desto mehr kann ich die Welt lieben, und mich selbst.

Die Botschaft des Schmerzes

Simone, hast du noch etwas?

[Simone:] Ja, ich habe noch eine Frage.

[Dhyan Mikael:] Ja, bitte fahre fort.

[Simone:] Sie ist von Rita.

[Dhyan Mikael:] Rita, guten Abend. Hallo.

[Simone:] „Lieber Mikael, wenn der Schmerz eine Botschaft hätte, was würde er sagen, im Allgemeinen? Liebe Grüße.”

[Dhyan Mikael:] Wenn der Schmerz eine Botschaft hätte, dann wäre es folgende: „Wo schaust du hin?

In welche Richtung schaust du? Schaust du nach außen oder nach innen?” Das ist die Botschaft des Schmerzes.

Deswegen ist Schmerz so nützlich – das Gleiche wie mit der Frustration.

Es tut weh, es tut wirklich weh, in die falsche Richtung zu schauen, und es ist wirklich frustrierend. Und je wacher wir werden, desto frustrierter werden wir und desto mehr tut es weh – und es ist gut so; wirklich.

Ja, das ist die Botschaft des Schmerzes.

Danke, Rita. Das ist das Einzige, was wir hier lernen in diesem Leben: in die richtige Richtung schauen.

Das ist die Botschaft des Schmerzes: „In welche Richtung schaust du? Nach außen oder nach innen?” Es tut wirklich weh, in die falsche Richtung zu schauen. Und je wacher wir werden, desto mehr tut es weh – und es ist gut so. Das ist das Einzige, was wir lernen in diesem Leben: in die richtige Richtung schauen.

Johannes der Täufer, der für Jesus den Weg bereitet hat, der ist durch die Lande gerannt und hat den Leuten entgegengeschrien: „Kehrt um! Kehrt um, ihr Sünder!” Das Wort Sünder bedeutet in der ursprünglichen Bedeutung: einer, der in die falsche Richtung blickt.

Mit „kehrt um” meinte er: „schau in die andere Richtung” – nicht nach links statt nach rechts, sondern nach innen statt nach heraus. Davon sprach er die ganze Zeit. Ja, das ist das Einzige, was wir hier lernen.

Johannes der Täufer schrie den Leuten entgegen: „Kehrt um, ihr Sünder!” Das Wort Sünder bedeutet in der ursprünglichen Bedeutung: einer, der in die falsche Richtung blickt. Mit „kehrt um” meinte er: „schau in die andere Richtung” – nicht nach links statt nach rechts, sondern nach innen statt nach außen. Ja, das ist das Einzige, was wir hier lernen.

All unsere Sinne werden nach außen gezogen. Unsere Gedanken ziehen uns nach außen, und der Körper gehört auch zu diesem Außen.

Die meisten Menschen kennen nichts anderes.

Und wenn ich vom Innen spreche, wissen die meisten Menschen überhaupt nicht, wovon ich spreche. Die meisten Menschen wissen überhaupt nichts darüber, und das zu entdecken, das ist die einzige Aufgabe, die wir hier haben.

Ja, danke Rita.

Du weißt nicht, wo auf dem Weg du bist

[Simone:] Ich lese noch einen Kommentar vor von Mindgrind.

[Dhyan Mikael:] Ja, bitte.

[Simone:] „Danke, Mikael. Ich habe mir immer vorgestellt, dass mit der Zeit die Stille mehr wird, je länger ich meditiere.”

[Dhyan Mikael:] Ja, das ist die Falle, weißt du...

Meditiere ohne jede Erwartung.

Das ist ganz, ganz wichtig.

Schau, es ist so... Wir meditieren, und dadurch, dass wir uns nach innen wenden und stiller werden, werden wir empfindsamer. Das ist der ganze Sinn der Übung. Ganz allmählich werden wir wieder sensibel für das Subtile. Wir sind unendlich unempfindlich geworden, weil unsere gesamte Aufmerksamkeit aufs Grobe gerichtet ist, auf die Welt, auf die Sinne, auf die Gedanken, auf die Gefühle. Das ist alles laut und grob. Aber das Subtile, das Feine, die Seele, Gott, sind höchst subtil.

Die können wir nicht mehr wahrnehmen. Aber wenn wir uns von der lauten Welt – und dazu gehört der Körper und die Gefühle und die Gedanken und all das auch dazu – abwenden, nach innen, wenn wir das jeden Tag üben, dann werden wir ganz allmählich wieder sensibler, empfindsamer, und können beginnen, das wieder zu spüren. Aber wenn wir empfindsamer werden, nehmen wir wieder mehr von dem Lärm wahr, der in uns ist und der uns umgibt.

Und dann werden wir noch mehr nach innen getrieben, und wir werden noch empfindsam, und dadurch nehmen wir wieder mehr von dem Lärm in uns und von der Welt wahr. Du wirst immer empfindsamer, du wirst immer stiller, aber gleichzeitig wirst du immer feiner und spürst immer mehr. Und deswegen kannst du nicht beurteilen, wo auf diesem Weg du bist. Du weißt nicht, wie still du bist, denn mit dem stiller werden wirst du empfindsamer, und du nimmst mehr wahr.

Du wirst immer größer. Deine Energie wird immer feiner und immer kräftiger. Deine Aura wird immer reiner und immer größer, aber du weißt davon nicht viel. Du merkst nur, dass irgendetwas anders ist als früher, aber du weißt nicht wirklich, was ist. Das ist der Grund, warum Swamiji sagt, beurteile deine Meditation nicht: weil du es nicht beurteilen kannst. Du kannst deine Stille nicht beurteilen.

Du kannst deine Stille nicht beurteilen.

Wenn du heute tausendmal stiller bist als noch vor 20 Jahren, nimmst du heute deine Gedanken tausendmal mehr wahr als damals. Der feinste Gedanke fällt dir sofort auf und schmerzt dich so wie damals vor 20 Jahren die lauten Gedanken. Und das hilft dir dabei, noch stiller zu werden. Und du wirst immer gesünder, du wirst immer kräftiger, aber du weißt davon nichts – und doch breitet sich immer mehr eine Zufriedenheit aus.

Und deswegen verstehen wir das überhaupt nicht. Wir denken, wir verändern uns überhaupt nicht: „Ich bin genauso laut innerlich, ich denke genauso wie früher, aber trotzdem... irgendetwas wird anders, irgendetwas wird leichter...” Wir können es gar nicht verstehen, weil wir die Veränderung in uns nicht wahrnehmen können. Andere können es spüren, aber wir selbst nicht.

Wenn du heute tausendmal stiller bist als noch vor 20 Jahren, nimmst du heute deine Gedanken tausendmal mehr wahr als damals. Der feinste Gedanke fällt dir sofort auf. Und das hilft dir dabei, noch stiller zu werden. Und du wirst immer gesünder, immer kräftiger, aber du weißt davon nichts – und doch breitet sich immer mehr eine Zufriedenheit aus.

Der, der erleuchtet ist, weiß nichts von seiner Erleuchtung. Der, der angekommen ist, weiß nichts vom Ankommen.

Ein Mensch, der von Erleuchtung spricht, von seiner Erleuchtung, von seinem Ankommen, der ist in der Birne. Aber der, der wirklich ankommt, weiß davon nichts. Das ist unsere Natur. Deswegen: stell dir solche Fragen nicht. Vergleiche nicht, erwarte nichts und beurteile nicht deinen inneren Zustand. Du kannst nichts darüber wissen.

Wer erleuchtet ist, weiß nichts von seiner Erleuchtung. Der, der angekommen ist, weiß nichts vom Ankommen. Einer, der von seiner Erleuchtung spricht, seinem Ankommen, der ist in der Birne. Der, der wirklich ankommt, weiß davon nichts. Deswegen vergleiche nicht, erwarte nichts und beurteile nicht deinen inneren Zustand. Du kannst nichts darüber wissen.

Sei zufrieden damit, wie es ist. Sage 'ja' zu dem, wie es ist. Liebe es, wie du bist. Sei dankbar dafür. Der Rest geschieht von selbst.

Und dann geschehen die Wunder.

Das ist das Allerwichtigste auf diesem Weg: nicht darüber nachdenken; es nicht bewerten; nichts erwarten. Das sind alles Gedanken, die dich in die Irre führen. Sei einfach hier. Sag 'ja' dazu, wie es jetzt ist. Alles andere geschieht von selbst.

Das ist das Allerwichtigste auf diesem Weg: nicht darüber nachdenken; es nicht bewerten; nichts erwarten. Das sind alles Gedanken, die dich in die Irre führen. Sei einfach hier. Sag 'ja' dazu, wie es jetzt ist. Alles andere geschieht von selbst.

Danke, Mindgrind...

Ich glaube, Mindgrind heißt es...

[Simone:] Er heißt Philipp: „Danke, Mikael. Es ist so wertvoll. Alles Liebe, Philipp.”

[Dhyan Mikael:] Ja, okay, danke Philipp. „Coffee grinder” ist eine Kaffeemühle, und Mindgrind ist wahrscheinlich eine Gedankenmühle. Ja, und auf die können wir verzichten, Philipp. Es ist nicht leicht, die Gedanken und die Erwartungen und die Beurteilungen und die Bewertungen sein zu lassen, denn die geben uns Identität.

Das ist das 'ich', das ist das Ego, und wenn wir das ignorieren, wenn wir diese Gedanken und die Bewertungen und die Erwartungen und die Wünsche und die Hoffnungen ignorieren und einfach nur hier ruhen, so hirnverbrannt und komisch, wie ich bin und so seltsam, wie die Welt ist... das ist ein Ego Killer. Aber dazu ermutige ich dich, jeden Tag aufs Neue.

Es ist nicht leicht, die Gedanken und Erwartungen, die Beurteilungen und Bewertungen sein zu lassen, denn die geben uns Identität: das ist das 'ich', das Ego, und wenn wir das ignorieren und einfach nur hier ruhen, so komisch, wie ich bin, und so seltsam, wie die Welt ist... das ist ein Ego Killer. Aber dazu ermutige ich dich, jeden Tag aufs Neue.

Ja, danke, Philipp. Ich freue mich, dass du da bist. Simone, hast du noch eine Frage?

[Simone:] Nein.

[Dhyan Mikael:] Ja, ich danke euch für diesen wunderschönen Satsang. Es sind jetzt noch zwei Wochen des Anushthans übrig. Ich weiß nicht, ob ihr wisst, was das ist. Anushthan ist die Zeit... Ich glaube, am Anfang des Satsangs habe ich darüber gesprochen, oder, Simone? Ich habe es vergessen. Ja... und ich genieße diese intensive Zeit der Hinwendung nach innen so sehr. Mehr brauchst du nicht in diesem Leben. Wenn du das lernst, ändert sich alles andere von selbst. Damit möchte ich diesen Satsang beschließen – mit einem Wort, mit einem Satz, den Jesus gesagt hat.

Er sagt: „Setze Gott an erste Stelle; alles andere folgt dem nach.” Er sprach davon: „Wo ist Gott? Innen! Was ist Gott? Deine Seele ist die Verkörperung Gottes in dir. Das ist dein Selbst.” Und wenn du dich nach innen wendest, dann wendest du dich dieser Gottesqualität zu – und alles andere geschieht von selbst. Du wirst empfindsamer. Du lernst, dich besser um deinen Körper zu kümmern. Du lernst, vernünftiger zu handeln, aber nicht, weil du deine Verstandeskraft einsetzt, sondern weil du immer mehr im Inneren wohnst. Das ist ganz mysteriös.

Dann geschieht wirklich alles andere von selbst. All die Dinge, die dir unmöglich erscheinen, weil du sie schon seit Jahren probierst und nichts hilft... du glaubst, alles an dir ist verkehrt. Und dann beginnst du dich nach innen zu wenden, und mit der Zeit geschehen – von selbst – die Dinge, mit denen du dich so lange geplagt hast. So funktioniert das Leben.

Jesus sagt: „Setze Gott an erste Stelle; alles andere folgt dem nach.” Er sprach davon: „Wo ist Gott? Innen! Deine Seele ist die Verkörperung Gottes in dir. Das ist dein Selbst.” Wenn du dich nach innen wendest, wendest du dich dieser Gottesqualität zu – und dann geschehen von selbst die Dinge, mit denen du dich so lang geplagt hast. So funktioniert das Leben.

Unterstütze mich, wenn es dir Freude macht

Danke, dass du da bist. In zwei Wochen gibt's den nächsten Satsang.

Auf meiner Website findest du die Termine. Ich freue mich schon total auf den nächsten Retreat. Walter hat ja vorhin berichtet, von unserem Neujahrsretreat. Es ist so eine schöne Zeit gewesen. Es ist so ein Geschenk für mich, mit euch direkt in einem Raum viele Tage lang im Satsang zu sein.

Und, ja, ich könnte den ganzen Tag im Satsang sein, online, im Retreat... Wer weiß, was das Leben noch bereithält. Und alles, was ich hier mache, ist kostenlos. Selbst die Retreats sind kostenlos. Warum das so ist, habe ich ja vorhin erzählt. Aber wenn der eine oder andere Freude daran hat, mich dabei finanziell zu unterstützen, dann ist es sehr hilfreich für mich. Wenn du das magst, schau auf meine Website vorbei, auf der Spende-Seite, da habe ich dir erläutert, wie das geht.

Du kannst eine Mitgliedschaft bei Steady machen, wenn du magst, dann bekomme ich jeden Monat einen bestimmten Betrag; das ist sehr hilfreich für mich. Aber es gibt auch viele andere Möglichkeiten. Mach es gerade so, wie du magst. Wisse einfach, dass du frei bist. Von dir wird nichts erwartet. Tu einfach das, was dir Freude macht. Danke, dass du da bist. Es ist ein Geschenk für mich, mit dir im Satsang zu sein.

Danke.

Ich liebe dich.