Online-Satsang vom 29. März 2026
Deutsch mit deutschen Untertiteln.
Themen: Ein Weg für alle Menschen. Bleib bei dir. Meditation kennt keinen Fortschritt. Sei wie ein kleines Kind. Das Seelenmantra. Der Himmel ist in dir. Die Blockaden kümmern sich um sich selbst. Du musst es nicht richtig machen. Du bist nicht allein in der Wüste. Der verlorene Sohn kehrt heim. Wenn du zu allem bereit bist, wird es still. Der Ort, aus dem die Kunst sich schöpft. Du weißt nicht, was möglich ist. Wer gesund ist, weiß es nicht. Das Gefängnis, in dem wir zuhause sind. Wo lebst du? Das Fundament der Sicherheit.
Über dieses Video:
Bei der Bearbeitung dieses Satsangs hatte ich ganz besondere Freude, und ich staune einfach nur über die wunderschönen Fragen, aber auch über meine eigenen Antworten, an die ich mich nach dem Satsang überhaupt nicht mehr erinnern kann.
Ich hatte in diesem Leben großes Glück, denn ich begegnete vor nun bald 30 Jahren einem Meister, der zu normalen Menschen sprach und immer noch spricht – zu Menschen wie mir. Und obwohl ich so normal bin, so gewöhnlich, fand ich den Weg nach Hause.
Und das ist im Grunde die Essenz aller meiner Satsangs: dieser Weg, der für alle Menschen da ist, für Menschen im normalen Leben, in der Familie, im Job, im Alltag, in der Welt; für Menschen wie dich und mich. Und was das konkret bedeutet? Das kristallisiert sich an den lebensnahen Fragen der wunderbaren Teilnehmer.
Was tun, wenn einem die eigenen Gedanken nicht in Ruhe lassen? Was tun, wenn die eigene Mutter oder die besten Freunde einem das Leben schwer machen? Was tun, wenn man das Gefühl hat in der Meditation keine Fortschritte zu machen? Das sind die Fragen, die im Grunde jeder früher oder später hat.
Besonders nah sind mir die Menschen, die sich unfähig oder verloren fühlen – vielleicht weil es meinem eigenen Lebensweg entspricht. Und so hatte ich auch in diesem Satsang wieder einmal die Gelegenheit, über eine meiner Lieblingsgeschichten zu sprechen: die Geschichte vom verlorenen Sohn. Doch ich deute sie so ganz anders, als du es vielleicht kennst, denn sich zu verlieren ist kein Versagen, im Gegenteil: es ist der notwendige Wegpunkt, an dem jeder vorbei muss, bevor das Neue beginnt.
Und dann sind da die Menschen, die von Ängsten geplagt werden. Und da erzähle ich von etwas, was ich vor langer Zeit bei meinem Meister Soham gehört habe: wie man mit ihnen umgeht und sie wirklich zu Ende denkt, bis zum Äußersten und was dann kommt, ist wirklich verblüffend.
Im Grunde haben wir Menschen nur ein einziges Problem. Wir glauben, die Gedanken seien unser Freund. Wir glauben, sie seien wahr und wichtig. Aber wer es wagt, in die andere Richtung zu blicken, entdeckt, dass sie in Wirklichkeit das Gefängnis sind, in dem wir leben, ohne es zu wissen.
Den Ausweg kann heute jeder entdecken. Danke für diesen Satsang.
Links zu den Themen in dieser Aufzeichnung:
(weiter unten gibt es die vollständige Abschrift).
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Ein Weg für alle Menschen
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Bleib bei dir
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Meditation kennt keinen Fortschritt
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Sei wie ein kleines Kind
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Das Seelenmantra
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Der Himmel ist in dir
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Die Blockaden kümmern sich um sich selbst
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Du musst es nicht richtig machen
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Du bist nicht allein in der Wüste
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Der verlorene Sohn kehrt heim
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Wenn du zu allem bereit bist, wird es still
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Der Ort, aus dem die Kunst sich schöpft
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Du weißt nicht, was möglich ist
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Wer gesund ist, weiß es nicht
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Das Gefängnis, in dem wir zuhause sind
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Wo lebst du?
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Das Fundament der Sicherheit
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Vollständiger Text der Aufzeichnung zum Mitlesen:
Ein Weg für alle Menschen
Link zum Thema im Video bei 0m32s
[Dhyan Mikael:] Guten Abend. Herzlich willkommen zum Satsang. Ich freue mich, dass du da bist. Ich freue mich, dass ich da bin...
Wenn du zum ersten Mal hier im Satsang bist, möchte ich dir ein wenig sagen, was wir hier überhaupt treiben.
Du kannst, wenn du möchtest, hier im Satsang eine Frage stellen – das geht über den Chat in YouTube oder in Zoom – und dann wird Simone die lesen und vorlesen, und dann werde ich versuchen, etwas dazu zu sagen.
Es ist so, dass ich nicht weiser bin als du, oder besser. Ich hatte einfach das Glück in diesem erstaunlichen Leben, dass ich Zeit mit einem wunderbaren spirituellen Meister verbringen durfte. Und dann kam ein Guru in mein Leben und die Samarpan-Meditation. Und während all dieser Jahre habe ich, obwohl ich ein normaler Mensch bin, genau wie du, entdeckt, was das Leben wirklich ausmacht: wo man zu Hause ist; ich nenne es auf meiner Website: wie man in den Himmel kommt.
Und das Besondere daran ist, dass dieser Weg jedem Menschen offensteht – jedem ganz normalen Menschen: du brauchst kein Abenteurer sein, kein spiritueller Spinner, kein Freak. Ich bin ein ganz normaler Mensch, wie du, und dieser Weg, von dem ich spreche, der steht jedem normalen Menschen offen, der in der Gesellschaft lebt, in der Familie, mit Arbeit, mit Beruf, mit Kindern, mit allem Drum und Dran.
Und das Besondere daran ist, dass dieser Weg jedem Menschen offensteht: du brauchst kein Abenteurer sein, kein spiritueller Spinner, kein Freak. Ich bin ein ganz normaler Mensch, wie du, und dieser Weg steht jedem normalen Menschen offen, der in der Gesellschaft lebt, in der Familie, mit Arbeit, mit Beruf, mit Kindern, mit allem Drum und Dran.
Link zum Zitat im Video bei 1m59s
Ja, ich freue mich, dass du da bist. Und wenn es Fragen in den Chats gibt, wird Simone sie vorlesen, und zwischendurch werde ich Fragen vorlesen und beantworten, die mich auch per Email und per Brief erreicht haben. Und so machen wir das hier immer abwechselnd, eineinhalb Stunden lang. Und ich liebe diese Zeit, abends im Satsang, mit dir und mit allen anderen.
Es gibt diesen Ausspruch von Jesus Christus: „Wenn zwei oder drei in meinem Namen beisammen sind, dann bin ich mitten unter ihnen.” Und mit „ich” meinte er natürlich nicht diesen Körper, sondern diese Energie, die durch ihn floss, diese göttliche Energie, diese Lebensenergie, diese Präsenz. Und so ist es im Satsang auch. Wenn wir hier zusammenkommen, dann ist eine Energie unter uns, die für uns als Einzelne nicht so konkret spürbar ist. Das ist der unendliche Segen dieser Zeiten.
Heute beginnt ja die Karwoche. In einer Woche ist Ostern... Ich lade dich herzlich ein zu meinem Ostintensive am Ostersonntag und Ostermontag. Abends gibt es jeweils einen besonders langen Satsang von 8 bis 10 Uhr. Und ich liebe diese Osterzeit... da fühle ich mich diesem wunderbaren Meister Jesus noch näher als sonst.
Bleib bei dir
Link zum Thema im Video bei 4m21s
Simone, guten Abend. Hast du Fragen, die du schon vorlesen könntest?
[Simone:] Guten Abend, geliebter Mikael. Ja, ich habe Fragen.
[Dhyan Mikael:] Ja, wie schön. Bitte leg los.
[Simone:] Die erste Frage ist von Maria.
[Dhyan Mikael:] Hallo Maria. Ich freue mich, dass du da bist.
[Simone:] „Geliebter Mikael, eine Angst und Befürchtung beschäftigt mich gerade sehr, und ich wünsche mir, dass du ein paar Worte dazu sagst. Ich habe eine Wochenendreise für meine Eltern und meinen Bruder organisiert. Meiner Mutter wäre es lieber, die Reise ginge zu mir und ohne meinen Vater, ohne dass sie es offen sah. Sie stellt aber ständig alles infrage und zerstört damit unsere Vorfreude. Es ist klar geworden, dass die, dass sie die von mir organisierte Reise eigentlich nicht machen möchte, weil es nicht nach ihrem Kopf geht.
Nun habe ich ganz klar gespürt, dass die Reise ohnehin besser ohne sie stattfindet und ich für sie eine separate Reise zu mir organisieren soll. Allerdings ist da gleichzeitig die Befürchtung, dass sie trotzdem die von mir organisierte Reise antritt und meinem Bruder, meinem Vater, meinem Partner und mir die Zeit vermiest. Wie kann ich mich so ausrichten, dass mich diese Befürchtung nicht mehr so quält? Danke und liebe Grüße, Maria.”
[Dhyan Mikael:] Danke, Maria.
Wer weiß, wozu diese Reise gut ist? Wer weiß...
Du brauchst dir keine Gedanken darüber machen, wie sie werden wird.
Du fragst, was du tun kannst, und das will ich dir sagen: bleib mit deiner Aufmerksamkeit bei dir. Du kannst die Reise machen. Du kannst eine Reise organisieren, du kannst sie antreten, du kannst mit diesen Menschen zusammen sein – aber sei mit deiner Aufmerksamkeit bei dir. Denke nicht darüber nach, was andere Leute wollen oder machen. Bleib bei dir.
Und das bewirkt zweierlei. Es wird alles für dich verändern. Wenn du bei dir bist mit deiner Aufmerksamkeit, dann geht es dir gut; dann hast du alles, was du brauchst. Dann kann es sein, dass Menschen um dich herum Schwierigkeiten machen, aber du bist bei dir. Du brauchst nichts von diesen Leuten.
Und dann ist es erträglich; dann ist es nicht mehr so bedrohlich. Du hast alles, was du brauchst: du ruhst in dir.
Wenn du bei dir bist mit deiner Aufmerksamkeit, dann geht es dir gut; dann hast du alles, was du brauchst. Dann kann es sein, dass Menschen um dich herum Schwierigkeiten machen, aber du bist bei dir. Du brauchst nichts von diesen Leuten. Und dann ist es nicht mehr so bedrohlich. Du hast alles, was du brauchst: du ruhst in dir.
Link zum Zitat im Video bei 6m54s
Das Zweite, was passiert, wenn du aufhörst, über die Menschen nachzudenken, speziell über deine Mutter, sondern deine Aufmerksamkeit nicht auf den Gedanken lässt, sondern bei dir, dass das auch alles für die Menschen um dich herum verändert. Weißt du, wir beeinflussen uns die gesamte Zeit gegenseitig, ohne dass wir davon wissen.
Wir sind in Wirklichkeit keine getrennten Wesen. Wir sind zutiefst miteinander verbunden. Und wenn du dir Gedanken und Sorgen machst wegen anderer Menschen, dann spüren die das; nicht bewusst – die wissen davon nichts –, aber es beeinflusst sie.
Ich habe das selbst immer wieder erlebt, zahllose Male: wenn ich meine innere Ausrichtung ändere, wenn ich meine Aufmerksamkeit, meine Energie, nicht mehr auf meine Gedanken richte, sondern auf mein Inneres, dann verändern sich die Menschen um mich herum.
Manchmal habe ich das Gefühl, als hätte ich plötzlich einen anderen Menschen vor mir.
Ich habe das selbst zahllose Male erlebt: wenn ich meine innere Ausrichtung ändere und meine Aufmerksamkeit, meine Energie, nicht mehr auf meine Gedanken richte, sondern auf mein Inneres, dann verändern sich die Menschen um mich herum. Manchmal habe ich das Gefühl, als hätte ich plötzlich einen anderen Menschen vor mir.
Link zum Zitat im Video bei 8m25s
Also sorge dich nicht, was deine Mutter machen könnte oder wie es deiner Mutter geht. Kümmere dich um deinen inneren Zustand. Das ist das Einzige, was du tun kannst – und das Wichtigste.
Und wenn du mit deiner Aufmerksamkeit in dir ruhst, dann wird sich ganz von selbst, ganz allmählich, Schritt für Schritt, das Richtige für dich ergeben. Dann wirst du wissen, was zu tun ist, und auch, was nicht zu tun ist.
Auch das erlebe ich immer wieder, jeden Tag. Du brauchst nicht darüber nachgrübeln.
Kümmere dich um deinen inneren Zustand. Das ist das Einzige, was du tun kannst – und das Wichtigste. Wenn du mit deiner Aufmerksamkeit in dir ruhst, wird sich ganz von selbst, ganz allmählich, Schritt für Schritt, das Richtige für dich ergeben. Dann wirst du wissen, was zu tun ist, und auch, was nicht zu tun ist. Du brauchst nicht darüber nachgrübeln.
Link zum Zitat im Video bei 9m04s
Das ist mein Rat an dich: heraus aus den Gedanken.
Weißt du, es ist so... Von Kindheit an haben wir gelernt, nicht in unserem Inneren zu leben und zu wohnen, sondern in unseren Gedanken und da draußen, mit unserer Aufmerksamkeit. Und rate mal, von wem du das gelernt hast: von deiner Mutter, von deinem Vater, von den Menschen um dich herum. Und das machst du jetzt natürlich immer noch. In Wirklichkeit sind wir alle gleich verrückt.
Bei unseren Eltern sehen wir den Wahnsinn nur ein wenig besser als bei uns selbst, aber im Grunde sind wir alle im gleichen Boot. Aber es reicht, wenn einer anfängt, umzukehren. Es reicht, wenn einer anfängt, aufzuhören mit diesem verrückten Spiel und sich selbst entdeckt, zu sich selbst zurückkommt. Das ändert alles. Meditiere, falls du das noch nicht tust. Fang an, jeden Morgen zu meditieren. Das ist die beste und die einfachste Hilfe, das zu lernen: dass du bei dir bleibst mit deiner Aufmerksamkeit.
In Wirklichkeit sind wir alle gleich verrückt. Bei unseren Eltern sehen wir den Wahnsinn nur ein wenig besser , aber wir sind alle im gleichen Boot. Aber es reicht, wenn einer anfängt, umzukehren. Es reicht, wenn einer anfängt, aufzuhören mit diesem verrückten Spiel und sich selbst entdeckt, zu sich selbst zurückkommt. Das ändert alles.
Link zum Zitat im Video bei 10m36s
Mehr brauchen wir nicht tun. Dann lösen sich diese Dinge, die für uns Krisen sind und unlösbare Probleme, wie von selbst.
Du kannst deine Mutter nicht verändern. Sie ist, wie sie ist. Aber du kannst aufhören, darüber nachzudenken, wie sie ist. Du kannst deinen inneren Zustand verändern. Das ist das Einzige, was du tun kannst – aber auch das Einzige, was notwendig ist. Und das ist meine Erfahrung. Deswegen gebe ich Satsang, deswegen mache ich Videos: um immer wieder darauf hinzuweisen, dass dieses Einfache – dieses Bestimmen, wo meine Aufmerksamkeit liegt – alles verändert; dass es wirklich funktioniert; dass es wirklich so einfach ist.
Du kannst deine Mutter nicht verändern. Sie ist, wie sie ist. Aber du kannst aufhören, darüber nachzudenken, wie sie ist. Du kannst deinen inneren Zustand verändern. Das ist das Einzige, was du tun kannst – aber auch das Einzige, was notwendig ist.
Link zum Zitat im Video bei 11m50s
Wir haben jetzt die hohe Zeit von Jesus in dieser Woche, und er sprach davon die ganze Zeit. Er sagte: „setze Gott an erste Stelle”. Das war sein Wort für das Innere: das, was in uns fließt. Gott wohnt da drin, weißt du: in dir. Und wenn ich sage, „wende dich nach innen”, dann meine ich eigentlich: wende dich dem Göttlichen zu, was in dir wohnt. Aber damit können wir nichts anfangen, deswegen sage ich es nicht.
Jesus sagte: „setze Gott an erste Stelle”. Das war sein Wort für das Innere: das, was in uns fließt. Gott wohnt da drin, weißt du: in dir. Und wenn ich sage, „wende dich nach innen”, dann meine ich eigentlich: wende dich dem Göttlichen zu, was in dir wohnt. Aber damit können wir nichts anfangen, deswegen sage ich es nicht.
Link zum Zitat im Video bei 12m38s
Aber er sagte: „setze Gott an erster Stelle”: nimm deine Aufmerksamkeit und benutze sie nicht dazu, dir Sorgen zu machen und über andere Leute nachzudenken, sondern wende sie nach innen. Schenke sie Gott, schenke sie deiner Seele – und alles andere folgt dem nach. Übersetzt in unsere moderne Sprache heißt das: das beeinflusst alles andere; mehr brauchst du nicht wissen.
Aber Jesus sagte: „setze Gott an erster Stelle”: benutze deine Aufmerksamkeit nicht dazu, dir Sorgen zu machen und über andere Leute nachzudenken, sondern wende sie nach innen. Schenke sie Gott, deiner Seele – und alles andere folgt dem nach. Übersetzt heißt das: das beeinflusst alles andere; mehr brauchst du nicht wissen.
Link zum Zitat im Video bei 13m13s
Und, nebenbei bemerkt, alles andere funktioniert auch nicht –, besonders nicht mit Müttern...
Danke, Maria. Ich freue mich, dass du da bist.
Meditation kennt keinen Fortschritt
Link zum Thema im Video bei 14m12s
Simone, magst du fortfahren?
[Simone:] Ja, sehr gerne.
[Dhyan Mikael:] Danke.
[Simone:] Die nächste Frage ist von Rita.
[Dhyan Mikael:] Rita, guten Abend. Hallo.
[Simone:] „Lieber Mikael, was bedeutet Fortschritt beim Meditieren? Ich bin immer noch während der Meditation mit Gedanken beschäftigt, besonders, wenn mich etwas plagt. Es ist jedes Mal anders. Danke, liebe Grüße, Rita.”
[Dhyan Mikael:] Danke für diese wundervolle Frage.
Ich werde wahrscheinlich in diesem Satsang einige Fragen zur Meditation beantworten – ich habe auch eine Email mit ähnlichen Fragen –, und deswegen möchte ich, bevor ich meine persönliche Erfahrung damit berichte, etwas Grundsätzliches sagen, nämlich, dass ich nicht der große Experte für die Samarpan-Meditation bin. Der große Experte für die Samarpan-Meditation ist Swamiji; das ist dieser indische Guru, der diese Meditation persönlich aus dem Himalaya zu uns bringt, und der beantwortet deine Fragen.
An den kannst du sogar E-Mails schreiben. Du kannst dich, wenn du nicht auf Englisch schreiben möchtest, auch hier in Deutschland an den Samarpan Meditation e.V. wenden und deine Fragen dorthin schicken, und dann bekommst du direkt Antwort von Swamiji; dann bekommst du die Antworten, die er zu den Fragen, die du stellst, gegeben hat.
Und es ist eine unschätzbare Gelegenheit, die wir haben, solch ein Medium, das heute noch unter uns ist – das ist wie ein Jesus, der jetzt noch lebt, den wir direkt fragen können... Nutze diese Gelegenheit. Auf meiner Webseite, auf der Himalaya-Samarpan-Meditation-Seite, da habe ich die Informationen dazu zusammengestellt, wie du den Samarpan-Meditation e.V. kontaktieren kannst, und auch, wie du an Swamiji schreiben kannst.
Ja, mir ist es wichtig, das immer dann zu sagen, wenn ich beginne, solche Fragen zur Meditation zu beantworten, damit du weißt, welche Möglichkeiten du hast, zu fragen. Stell dir vor, du könntest direkt zu Jesus gehen und sagen: „Hör mal, wie hast du das denn gemeint, was du sagtest?” Und das ist wirklich wow... Ja, du fragst, wie das mit dem Fortschritt ist bei der Meditation. Für mich ist es so, dass das Wort „Fortschritt” und das Wort „Meditation” aus zwei völlig verschiedenen Welten kommen. Das Wort „Fortschritt” hat in der Meditation überhaupt nichts verloren.
Du fragst, wie das mit dem Fortschritt ist bei der Meditation. Für mich ist es so, dass das Wort „Fortschritt” und das Wort „Meditation” aus zwei völlig verschiedenen Welten kommen. Das Wort „Fortschritt” hat in der Meditation überhaupt nichts verloren.
Link zum Zitat im Video bei 16m50s
Du meditierst nicht, um Fortschritte zu machen.
Du meditierst, um aufzuhören, dir über deine Fortschritte Gedanken zu machen. Du meditierst, um aufzuhören, dir über dich Gedanken zu machen. Du meditierst, um aufzuhören, dir irgendwelche Gedanken zu machen.
Du meditierst nicht, um Fortschritte zu machen. Du meditierst, um aufzuhören, dir über deine Fortschritte Gedanken zu machen. Du meditierst, um aufzuhören, dir über dich Gedanken zu machen. Du meditierst, um aufzuhören, dir irgendwelche Gedanken zu machen.
Link zum Zitat im Video bei 17m08s
Natürlich sind Gedanken da, das merkst du ja. Dafür meditierst du: um deine eigene innere Realität zu erleben, und um dann zu üben, die Gedanken zu ignorieren. Jedes Mal, wenn du dich hinsetzt zum Meditieren, sind die Gedanken da, und jedes Mal hast du die Gelegenheit, sie wieder zu ignorieren.
Das ist alles. Dann ruhst du dich einfach aus, und immer wenn Gedanken kommen, um dich zu stören, lässt du sie wieder gehen und du kehrst zurück in die Stille – aber ganz locker, ohne Kampf. Es ist nicht wichtig. Es ist nicht ernst. Wenn du die Gedanken ernst nimmst, dann machst du dir zu viele Gedanken über die Gedanken. Die sind völlig unwichtig. Zu mir kommen sie auch die ganze Zeit, wenn ich meditiere, aber sie interessieren mich nicht mehr. Und dann wird es leichter.
Jedes Mal, wenn du dich hinsetzt zum Meditieren, sind die Gedanken da, und jedes Mal hast du die Gelegenheit, sie wieder zu ignorieren. Das ist alles. Dann ruhst du dich einfach aus, und immer wenn Gedanken kommen, um dich zu stören, lässt du sie wieder gehen und du kehrst zurück in die Stille – aber ganz locker, ohne Kampf.
Link zum Zitat im Video bei 17m33s
Und weißt du, Rita, ist es so... Du lebst in einer Welt, du bist umringt von Menschen, die allesamt nur in Gedanken leben und die Gedanken für das Allerwichtigste halten. Du selbst hast dein Leben lang so gelebt. Jetzt lernst du etwas Neues. Jetzt lernst du etwas ganz Einfaches, aber du hast ein Leben lang das Gegenteil gemacht, und alle anderen um dich herum tun auch das Gegenteil.
Und deswegen braucht's eine Weile, bis wir uns daran gewöhnt haben; bis wir unseren Ernst verlieren; bis wir gelassener werden und merken: „ah, das ist ja alles ganz einfach und unkompliziert. Was habe ich mir nur für Gedanken gemacht?” Es ist nur eine Frage der Zeit. Deswegen ist es wichtig – und das ist das einzig Wichtige –, regelmäßig zu meditieren: jeden Tag. Dann passiert es von selbst, mit der Zeit. Macht dir keine Sorgen.
Du bist unter Menschen, die allesamt nur in Gedanken leben und sie für das Wichtigste halten. Du selbst hast so gelebt. Jetzt lernst du etwas Neues, Einfaches, aber du hast ein Leben lang das Gegenteil gemacht, und deswegen braucht's eine Weile, bis wir unseren Ernst verlieren, gelassener werden und merken: „ah, das ist ja alles ganz einfach.”
Link zum Zitat im Video bei 18m35s
Wenn es ein Indikator für Fortschritt gäbe – den gibt es nicht –, aber dann wäre es der, dass du dir keine Gedanken mehr machst, ob du Fortschritte machst oder nicht.
Aber du meditierst nicht, um Fortschritte zu machen. Du meditierst, weil es so schön ist; weil es nichts Besseres gibt; weil es nichts Besseres gibt, um sich auszuruhen und erfrischt zu werden und aufgetankt und sich selbst nah zu sein. Es ist einfach toll. Es macht einfach Freude. Ja, da sind Gedanken, okay. Die kannst du einfach ignorieren.
Wenn es ein Indikator für Fortschritt gäbe, dann wäre es der, dass du dir keine Gedanken mehr machst, ob du Fortschritte machst oder nicht. Du meditierst nicht, um Fortschritte zu machen. Du meditierst, weil es so schön ist; weil es nichts Besseres gibt, um sich auszuruhen und sich selbst nah zu sein. Es ist einfach toll. Es macht einfach Freude.
Link zum Zitat im Video bei 19m47s
Danke Rita. Ich freue mich, dass du da bist.
Sei wie ein kleines Kind
Link zum Thema im Video bei 20m35s
So, ich glaube, jetzt ist eine Email dran. Ich habe nämlich eine Email bekommen, da sind auch ein paar Fragen zur Meditation.
„So viele Male will ich dir schreiben, und dann fand ich, dass all diese Fragen banal und fast dumm von mir sind, und sie sind schon so oft gestellt worden.” Ja, es sind immer die gleichen Fragen. Und jedes Mal ist die Frage willkommen. Ich sagte eben zu Rita, dass wir ein Leben lang eigentlich in Verrücktheit gelebt haben, ohne es zu wissen, und jetzt finden wir unseren Weg da heraus. Und das ist nicht schwierig. Wir alle haben immer die gleiche Frage. Wir haben immer das gleiche Problem, immer die gleiche Herausforderung. Und doch ist es so, dass wir die Antwort nicht oft genug hören können.
Es ist ganz lustig: dann hören wir die Antwort und denken: „ja, natürlich. Gott, das habe ich ja schon tausendmal gehört. Wie konnte ich nur vergessen.” Aber genauso ist es. Aber ganz allmählich, mit der Zeit, ändert sich das. Es ist eine Frage der Zeit.
Wir alle haben immer die gleiche Frage, und doch können wir die Antwort nicht oft genug hören. Es ist ganz lustig: dann hören wir die Antwort und denken: „ja, natürlich! Gott, das habe ich ja schon tausendmal gehört. Wie konnte ich nur vergessen.” Aber genauso ist es. Aber ganz allmählich, mit der Zeit, ändert sich das. Es ist eine Frage der Zeit.
Link zum Zitat im Video bei 21m22s
Weißt du... Das, was wir hier lernen, ist keine intellektuelle Übung. Es geht nicht darum, eine Information zu bekommen, und dann wissen wir, wie es geht. Es ist eher so, dass sich die Funktionsweise unseres Innenlebens langsam ändert. Die können wir aber nicht bewusst steuern. Die ändert sich ganz allmählich, von selbst, auf ganz natürliche Art und Weise, einfach, indem wir jeden Tag meditieren; einfach, indem wir im Satsang sind; einfach, indem wir uns nach innen wenden, ändert sich das alles – aber es braucht Zeit.
Und während dieser Zeit ist es hilfreich, die gleichen Antworten immer wieder zu hören, immer wieder. Ich saß 20 Jahre lang im Satsang meines Meisters Soham, jeden Tag – fast jeden Tag; ab und zu hatten wir Pause... Es waren immer die gleichen Fragen. Es waren immer die gleichen Antworten. Und auch jetzt, wenn ich wieder zu ihm gehe – in 2 Wochen bin ich wieder dort, natürlich, um etwas Technisches zu reparieren und zu bauen –, dann werde ich wieder die gleichen Sachen hören.
Das, was wir hier lernen, ist keine intellektuelle Übung. Es ist eher so, dass sich die Funktionsweise unseres Innenlebens langsam ändert, von selbst. Auf ganz natürliche Art und Weise, einfach, indem wir jeden Tag meditieren, einfach, indem wir im Satsang sind, einfach, indem wir uns nach innen wenden, ändert sich das alles – aber es braucht Zeit.
Link zum Zitat im Video bei 22m01s
Und doch ist es jedes Mal, wenn ich sie höre, so ein Geschenk. Jedes Mal, wenn ich diese Energie, die ich so gut kenne, wieder spüre, ist es: „Oh wow. Ja... danke.” Das ist das Schöne im Satsang: du darfst mit deinen Fragen kommen, auch wenn du sie schon tausendmal gestellt hast. So, ich fahre sofort mit dem Brief.
Das ist das Schöne im Satsang: du darfst mit deinen Fragen kommen, auch wenn du sie schon tausendmal gestellt hast.
Link zum Zitat im Video bei 23m28s
„Deine Antworten auf meine Fragen im Satsang beruhigen mich derart, dass ich einige Tage danach ruhiger bin und mich geborgener fühle. Es geht immer um Angst bei mir. Wenn ich von dir höre, das Leben ist eine Choreographie, 'ja' sagen zum Leben, damit einverstanden sein, dann weiß ich genau: das ist es. Das ist die Antwort auf jedes Problem. Dann kommen wieder die dunklen Wolken, meine dunklen Gedanken.
Ich merke das genau, und dennoch falle ich in einen unbewussten Zustand. Sie packen mich dann, werfen mich in einen Strudel, und dann sieht das Leben scheinbar so aus, wie es in meinem Inneren aussieht: düster.” Ja, so ist es. Genau so ist es. Und so ist es für jeden Einzelnen von uns. Deswegen braucht es Zeit. Ich sagte eben: es ist keine intellektuelle Übung.
Wir werden verändert, grundlegend – aber wir wissen davon nichts. Wir meditieren einfach jeden Tag, und wir haben gar keine Ahnung, was das nützen soll, und wir spüren auch keine Veränderung, und wir halten uns für genauso verkehrt und genauso verrückt wie vor Jahren. Aber das stimmt nicht. Wir verändern uns, ganz allmählich.
Und die dunklen Zeiten werden kürzer, die hellen Zeiten werden länger. Die dunklen Zeiten kommen immer wieder, aber sie sind nicht mehr so mächtig. Und irgendwann fällt uns auf, dass wir überhaupt keine Angst mehr vor ihnen haben. Sie kommen immer noch, aber es schreckt uns nicht mehr. Wir können gar nicht verstehen, wie es möglich ist. Und all das geschieht von selbst.
Wir meditieren einfach jeden Tag, und wir haben gar keine Ahnung, was das nützen soll, und wir spüren auch keine Veränderung, und wir halten uns für genauso verkehrt und genauso verrückt wie vor Jahren. Aber das stimmt nicht. Wir verändern uns, ganz allmählich. Und die dunklen Zeiten werden kürzer, die hellen Zeiten werden länger.
Link zum Zitat im Video bei 24m46s
„Nun zu meinen Fragen. Ich meditiere jeden Tag eine halbe Stunde. Ich setze mich in meinem Bett auf, weil es außerhalb meines Bettes für mich zu kalt ist, um mich dorthin zu setzen. Ist das ein Vermeidungsverhalten? Will ich um die unbequeme Meditation herumkommen, oder ist das so in Ordnung?” Ja, wie gesagt: du kannst Swamiji oder den Samarpan-Meditation-Verein direkt fragen, aber ich sage dir gerne, wie es für mich ist. Meditation hat nichts mit Unbequemlichkeit zu tun. Du musst es dir nicht schwer machen oder unbequem machen, um richtig zu meditieren.
Setze dich so hin, wie es für dich am besten geht. Ich mag es nicht in einem weichen Bett. Ich empfinde es als viel angenehmer, auf einer harten Unterlage zu sitzen – aber da ich auf dem Boden schlafe, ist es für mich im Bett auch okay –, einfach, weil man dann besser sitzt. Ich finde es sehr angenehm, wenn man beim Meditieren ein aufrechtes Rückgrat hat. Da ist es für mich, als würde der Körper von selbst wach und aufrecht bleiben, auch wenn ich im Kronenchakra versinke.
Aber letztlich kann es jeder machen, wie er möchte. Das Einzige, was Swamiji empfiehlt, ist, dass man nicht im Liegen meditiert, sondern im aufrechten Sitzen. Mach's dir bequem. Es geht nicht darum, sich zu quälen, und es geht nicht darum, es sich schwer zu machen.
Du kannst alles vermeiden, was du nicht magst. So mache ich das. „Meine zweite Frage bezieht sich auf das Fragestellen an dich. Ich merke, dass mir deine Antworten und auch die Antworten an die anderen Fragestellern, die ja letztlich die gleichen Fragen haben wie ich, unglaublich guttun. Benutze ich dich, um mir ein wenig Glück zu verschaffen? Ist dies auch ein Vermeidungsverhalten?
Es geht nicht darum, sich zu quälen, und es geht nicht darum, es sich schwer zu machen. Du kannst alles vermeiden, was du nicht magst. So mache ich das.
Link zum Zitat im Video bei 27m22s
Laufe ich weg, damit ich dieser bösen und gefährlich und kalten Welt gefühlt aus dem Weg gehen kann?” Du darfst so sein, wie du bist. Sei einfach ein kleines Kind, das Geborgenheit und Schutz will und dahin rennt, wo es am angenehmsten ist. Genauso funktioniert das Leben. Du brauchst es dir nicht schwer machen. Es ist das Natürlichste der Welt: du tust das, was schön ist, du vermeidest das, was du nicht magst. Das ist klug. Das ist Intelligenz. Alles andere ist bekloppt. Also mache ruhig weiter so.
Du darfst so sein, wie du bist. Sei einfach ein kleines Kind, das Geborgenheit und Schutz will und dahin rennt, wo es am angenehmsten ist. Genauso funktioniert das Leben. Du brauchst es dir nicht schwer machen. Es ist das Natürlichste der Welt: du tust das, was schön ist, du vermeidest das, was du nicht magst. Das ist klug. Das ist Intelligenz. Alles andere ist bekloppt.
Link zum Zitat im Video bei 28m08s
„Ich bemerke ein großes Bedürfnis nach Geborgenheit und Schutz, und habe oft solch eine Sehnsucht nach meinem wahren Zuhause, dass ich weglaufen will. Doch mein wahres Zuhause ist doch in mir, oder? Ich habe es wohl vergessen.” Ja, was du da sagst, ist die Wahrheit. Dein wahres Zuhause ist innen, und ja, wir haben es vergessen. Wir haben es so gründlich vergessen, dass wir überhaupt gar keine Ahnung haben, wonach wir suchen.
Wir haben es so gründlich vergessen, dass wir es nicht erkennen, selbst wenn wir es erleben. Deswegen braucht es Zeit, und deswegen ist es hilfreich, einem anderen Menschen zu begegnen, einem Meister, einem Guru oder einem Verrückten wie mir, der Videos macht, wo wir dann für Momente das spüren, was wir vergessen haben. Aber was du da spürst, hat mit mir nichts zu tun. Diese Geborgenheit, dieses Aufgehobensein, dieser Friede, den du spürst, wenn du hier im Satsang bist, das ist das, was in dir ist.
Dein wahres Zuhause ist innen, und wir haben es so gründlich vergessen, dass wir es nicht erkennen, selbst wenn wir es erleben. Deswegen ist es hilfreich, einem anderen Menschen zu begegnen, bei dem wir für Momente das spüren, aber das hat mit mir nichts zu tun. Dieser Friede, den du hier im Satsang spürst, ist das, was in dir ist.
Link zum Zitat im Video bei 29m06s
Das ist das Wunder von Satsang. Das ist das, was Jesus sagte, als er einmal sagte: „Wenn zwei oder drei in meinem Namen zusammen sind, dann bin ich mitten unter ihnen”. Dann spürst du diese Energie auch in dir, und mit den Jahren wird sie dir vertrauter und du merkst: „Wow, das ist ja immer da... Immer, wenn ich mich dorthin wende, immer, wenn ich in diese Richtung blicke, ist es da. Es ist immer in mir, nie weg. Womöglich bin das ich...” Ja, das ist unsere Entdeckungsreise.
Jesus sagte: „Wenn zwei oder drei in meinem Namen zusammen sind, dann bin ich mitten unter ihnen”. Dann spürst du diese Energie auch in dir, und mit den Jahren wird sie dir vertrauter und du merkst: „Immer, wenn ich mich dorthin wende, immer, wenn ich in diese Richtung blicke, ist es da. Es ist immer in mir, nie weg. Womöglich bin das ich...”
Link zum Zitat im Video bei 30m14s
Danke für deine Email. Ich freue mich so sehr, dass du geschrieben hast. Ich freue mich so sehr, dass du da bist. Und weißt du... Ich möchte noch einmal Jesus zitieren. Er ist mir gerade besonders nahe. Heute haben wir zum ersten Mal wieder in der Bibel gelesen beim Abendessen. Das machen wir jedes Jahr, wenn's auf Ostern zugeht. Das sind so berührende Texte.
Die Jünger von Jesus haben nicht verstanden, warum Jesus es zulässt, dass all diese seltsamen Menschen zu ihm kamen.
Aber er sagte: „Lasst die Kinder zu mir kommen” – nicht die Coolen, nicht die, die es draufhaben, nicht die Weisen – die, die für sich für Weise halten... nein: die Geplagten, die, die Angst haben, die Kinder, die Hilflosen, die hat er eingeladen, zu kommen. Wir brauchen uns dafür nicht schämen – im Gegenteil. Wenn wir beginnen zu meditieren, wenn wir uns nach innen wenden, dann beginnen wir, uns selbst zu begegnen, so, wie wir wirklich sind: in all unserer Unsicherheit, in all unserem Verlorensein.
Die Jünger von Jesus haben nicht verstanden, warum er es zulässt, dass all diese seltsamen Menschen zu ihm kamen. Er sagte: „Lasst die Kinder zu mir kommen” – nicht die Coolen, nicht die Weisen... nein: die Geplagten, die, die Angst haben, die Kinder, die Hilflosen, die hat er eingeladen, zu kommen. Wir brauchen uns dafür nicht schämen – im Gegenteil.
Link zum Zitat im Video bei 31m43s
Und je mehr du Freundschaft schließen kannst mit dieser Realität deiner selbst, desto näher kannst du dir sein, und desto näher bist du dem in dir, was du suchst.
Wenn wir beginnen zu meditieren und uns nach innen wenden, beginnen wir, uns selbst zu begegnen, so, wie wir wirklich sind: in all unserer Unsicherheit, in all unserem Verlorensein. Und je mehr du Freundschaft schließen kannst mit dieser Realität deiner selbst, desto näher kannst du dir sein, und desto näher bist du dem in dir, was du suchst.
Link zum Zitat im Video bei 32m25s
Danke.
Das Seelenmantra
Link zum Thema im Video bei 33m08s
Simone, magst du fortfahren?
[Simone:] Sehr gerne. Ich habe auch noch zwei Fragen, die sich auf die Samarpan-Meditation beziehen.
[Dhyan Mikael:] Ja, sehr gerne.
[Simone:] Die Erste ist von Eva.
[Dhyan Mikael:] Eva, hallo, guten Abend.
[Simone:] „Lieber Mikael, ich bin eine heilige Seele; das bedeutet, dass ich nicht der Körper bin. Ich bin eine reine Seele; eine reine Seele ist nur Paramatma. Das bedeutet: Paramatma und ich sind eins. Ist dies das neue Mantra von Swamiji? Danke, liebe Grüße, Eva.”
[Dhyan Mikael:] Ja, das ist das Mantra von Swamiji: „Ich bin eine Heilige Seele. Ich bin eine reine Seele.” Das ist das Mantra, das wir sprechen zu Beginn der Samarpan-Meditation.
Das sagt uns, wer wir wirklich sind. Am Anfang kann man es gar nicht glauben, aber mit der Zeit wird es Realität.
Danke, Eva.
Der Himmel ist in dir
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[Simone:] Dann ist da noch eine Frage von Anjali.
[Dhyan Mikael:] Anjali, guten Abend, hallo.
[Simone:] Geliebter Dhyan Mikael, kannst du etwas zu deinen Erfahrungen mit der Verbindung zu Swamijis feinstofflichem Körper sagen? Danke von Herzen.”
[Dhyan Mikael:] Was für eine Frage.
Manchmal, wenn ich dasitze und die Augen schließe, dann erinnere ich mich an etwas, was Swamiji erzählt hat.
Auf eine seiner Reisen durch den Himalaya begegnete er zwei Mönchen, die nicht mehr in ihren Körpern waren, sondern deren Energiekörper in einer Höhle saßen.
Und er war so sehr angetan davon, er fühlte sich dort so zu Hause, dass er nicht mehr gehen konnte. Er konnte dort nicht mehr weg. Aber sie sagten: „Du musst gehen. Dein Arbeitsbereich ist nicht hier, sondern woanders.” Und dann, als Swamiji nicht gehen konnte, haben sie Folgendes gemacht: sein Energiekörper blieb dort, und er, der Mensch, kehrte zurück.
Für mich ist es heute so, dass, wenn ich die Augen schließe und in mich falle und ich manchmal die Nähe von Swamiji in mir spüre – nicht Swamiji der Mensch, dieser indische Mann, sondern diese Energie –, dann kommt dieses Bild dieser Höhle zu mir und ich spüre die Energie dort und gleichzeitig spüre ich mein Inneres.
Und das Zweite, was ich dazu sagen kann, ist: seit dem Moment, wo ich von Swamiji hörte, das ist jetzt achteinhalb Jahre her, habe ich das Gefühl: er ist hier – nicht der Mann, nicht dieser indische Körper: die Energie ist in mir. Immer, wenn ich mich abwende von meinen Gedanken, immer, wenn ich mich nach innen wende, immer, wenn ich still werde, ist das hier, und es gibt keinen Unterschied zwischen Swamijis Energiekörper und deinem oder meinem. Da sind wir alle eins.
Seit dem Moment, wo ich von Swamiji hörte, habe ich das Gefühl: er ist hier. Immer, wenn ich mich abwende von meinen Gedanken, immer, wenn ich mich nach innen wende, immer, wenn ich still werde, ist das hier, und es gibt keinen Unterschied zwischen Swamijis Energiekörper und deinem oder meinem. Da sind wir alle eins.
Link zum Zitat im Video bei 37m19s
Das ist meine Erfahrung.
Ob das alles so stimmt, weiß ich nicht, aber da du fragtest, habe ich dir gesagt, wie es für mich ist.
Das ist auch der Grund, warum ich bisher noch nie in Indien war: er ist hier. Ich wüsste nicht, wie er näher sein könnte. Manchmal, wenn Swamiji hier in Europa ist, reise ich an den Ort, wo er ist, und es ist so schön, in seiner Nähe zu sein – und doch merke ich: auch da ist er in mir.
Ich spüre dann das in mir noch deutlicher, aber es hat alles nichts mit dem Draußen zu tun.
Der Himmel ist in dir.
Die Blockaden kümmern sich um sich selbst
Link zum Thema im Video bei 39m32s
[Simone:] Soll ich weitermachen?
[Dhyan Mikael:] Ja, bitte.
[Simone:] Die nächste Frage ist von Norma.
[Dhyan Mikael:] Norma, guten Abend. Hallo, ich begrüße dich. Ich freue mich, dass du hier bist.
[Simone:] „Lieber Mikael, wie wichtig ist es, sogenannte Blockaden zum Beispiel aus Vorleben zu lösen? Danke für die Antwort.”
[Dhyan Mikael:] Danke für die schöne Frage.
Ich habe mich nie in meinem Leben um irgendwelche Blockaden gekümmert. Zweifellos habe ich Blockaden, aber die kümmern sich um sich selbst.
Wenn du beginnst, zu meditieren, wenn du beginnst, dich nach innen zu wenden, dann kommt unglaublich viel in Bewegung. Es findet in dir eine grundlegende Revolution statt. Alles wird umgebaut – und du weißt nichts darüber. Du brauchst auch nichts darüber wissen. Und je weniger wir darüber wissen und je weniger wir darüber nachdenken, desto besser. Es geht alles einen ganz natürlichen Gang. Alles passiert zur rechten Zeit von selbst.
Ich habe mich nie um Blockaden gekümmert. Zweifellos habe ich welche, aber die kümmern sich um sich selbst. Wenn du beginnst, zu meditieren und dich nach innen zu wenden, findet in dir eine Revolution statt. Alles wird umgebaut – und du weißt nichts darüber. Und je weniger wir darüber wissen und darüber nachdenken, desto besser.
Link zum Zitat im Video bei 40m02s
Dann geschehen die richtigen Dinge, um uns zu provozieren oder Gefühle hervorzurufen oder uns zu erinnern. Alles geschieht zur rechten Zeit. Wir brauchen nicht anfangen zu graben, um Blockaden zu finden und aufzulösen. Wenn es an der Zeit ist, geschieht es von selbst. Das ist meine Erfahrung während meines gesamten Lebens.
Wende dich einfach nach innen, weil es angenehm ist, weil es schön ist, aber nicht, um Blockaden aufzulösen oder um erleuchtet zu werden oder um cool zu sein, sondern einfach, weil es nichts Besseres gibt – und einfach deswegen, weil du merkst: „Wow, wenn ich das tue, geht alles andere wie von selbst.” Weißt du, natürlich sind wir hier auf einem Weg: Dinge verändern sich. Aber es ist ein ganz natürlicher Vorgang. Wir brauchen einfach nur einen Schritt vor den anderen setzen. Ich vergleiche das sehr gerne mit der Pubertät, die wir als Kinder und Jugendliche durchlebt haben.
Wir brauchen nicht anfangen zu graben, um Blockaden zu finden und aufzulösen. Wenn es an der Zeit ist, geschieht es von selbst. Das ist meine Erfahrung während meines gesamten Lebens. Wende dich einfach nach innen, aber nicht, um Blockaden aufzulösen oder um erleuchtet zu werden, sondern einfach, weil es nichts Besseres gibt.
Link zum Zitat im Video bei 41m06s
Das ist eine Zeit des grundlegenden inneren Umbaus: alles ändert sich in der inneren Struktur des Menschen, und doch weiß der Mensch davon nichts – und braucht auch nichts davon wissen. Er lebt einfach jeden Tag, und durch das, was er erlebt und durch das Atmen und Älterwerden geschieht alles von selbst.
Und so ist es mit dem, was du jetzt erlebst, auch: atme weiter, meditiere; alles andere geschieht von selbst – und: es geschieht nur von selbst. Je weniger du dich einmischst, je mehr du loslässt und einverstanden bist mit dem, wie du heute bist, desto einfacher geht es, desto leichter geht es, und von selbst.
Und so ist es mit dem, was du jetzt erlebst, auch: atme weiter, meditiere; alles andere geschieht von selbst – und: es geschieht nur von selbst. Je weniger du dich einmischst, je mehr du loslässt und einverstanden bist mit dem, wie du heute bist, desto einfacher geht es, desto leichter geht es, und von selbst.
Link zum Zitat im Video bei 42m48s
Wenn du Blockaden spürst von dir – manchmal spürt man die ja sehr deutlich –: habe sie einfach lieb.
Weißt du, wenn so eine Blockade ankommt... ich meine, so eine Blockade braucht so lange, bis sie sich traut, ans Licht zu kommen, und normalerweise reagieren die Menschen dann sehr entsetzt und wollen sie auflösen – aber das ist nicht fair. Lade die Blockade ein; lass sie da sein: „Ach, endlich bist du da. Wie schön, dass du dich zeigst. Jetzt brauchst du keine Angst mehr zu haben. Bleib einfach hier. Hier bist du willkommen.” Ich meine es ernst. So mache ich das.
Wenn so eine Blockade ankommt... so eine Blockade braucht so lange, bis sie sich traut, ans Licht zu kommen, und dann reagieren die Menschen entsetzt und wollen sie auflösen – aber das ist nicht fair. Lass sie da sein: „Wie schön, dass du dich zeigst. Jetzt brauchst du keine Angst mehr zu haben. Bleib einfach hier. Hier bist du willkommen.”
Link zum Zitat im Video bei 43m37s
Liebe dich, wie du bist und vergiss jeden Gedanken daran, dich zu ändern. Swamiji sagt: „Meditiere...” Er sagt: „Ändere dich nicht – aber meditiere.” Danke für diese wunderbare Frage. Ich liebe Blockaden, besonders deine. Danke.
Du musst es nicht richtig machen
Link zum Thema im Video bei 44m56s
Ich werde noch eine Email vorlesen.
„Lieber Dhyan Mikael, ich freue mich jeden Morgen auf die Meditation. Um den Fokus besser auf meinem Kronenchakra zu halten, kam mir der Gedanke, mich auf violettes Licht zu konzentrieren. Was denkst du darüber?” Ja, auch dir noch einmal den Tipp: du kannst Swamiji direkt fragen. Aber ich sage dir, wie ich das mache. Ich konzentriere mich überhaupt auf gar nichts. Ich mache das Gegenteil. Ich vergesse alles.
Alle guten Ideen, die mir kommen, die mir das Meditieren leichter machen könnten, versuche ich zu vergessen, und ich geh einfach mit meiner Aufmerksamkeit in Richtung Kronenchakra.
Wenn du dir violettes Licht vorstellst, bist du in Gedanken. Da willst du nicht sein. Egal, was du dir vorstellst, um es dir einfacher zu machen: du bist in Gedanken. Also vergiss das alles. Du brauchst es dir nicht einfacher machen. Sei einfach da, so wie du bist, und richte deine Aufmerksamkeit aufs Kronenchakra. Mehr ist nicht notwendig. Es muss nicht einfacher sein. Du musst es nicht richtig machen.
Wenn du dir violettes Licht vorstellst, bist du in Gedanken. Egal, was du dir vorstellst, um es dir einfacher zu machen: du bist in Gedanken. Also vergiss das alles. Du brauchst es dir nicht einfacher machen. Sei einfach, so wie du bist, und richte deine Aufmerksamkeit aufs Kronenchakra. Mehr ist nicht notwendig. Es muss nicht einfacher sein.
Link zum Zitat im Video bei 45m59s
Ganz, ganz selten einmal, wenn ich meditiere, kommt von selbst ein Bild zu mir. Zum Beispiel bekomme ich manchmal das Bild dieser Höhle, von der Swamiji erzählte: der Höhle, wo diese zwei Lichtmönche sitzen. Da sitzen die heute noch.
Und wenn mir dieses Bild kommt, dann befördert mich das zu mir nach innen –aber ich halte an dem Bild nicht fest. Ich versuche es nicht zu verwenden oder zu benutzen, sondern ich lasse es sofort wieder gehen.
Je leerer ich bin, desto besser. So mache ich das. Danke für deine Frage.
Du bist nicht allein in der Wüste
Link zum Thema im Video bei 47m33s
Simone, wenn du magst, bist du wieder dran.
[Simone:] Sehr gerne. Die nächste Frage ist von Sofia.
[Dhyan Mikael:] Sofia, guten Abend. Was für eine Freude, dass du da bist.
[Simone:] „Geliebter Mikael, ich habe große Angst davor, dass Menschen, die ich liebe und die mir wichtig sind, irgendwann sterben. Diese Gedanken kommen immer mal wieder und lösen in mir Trauer sowie Angst aus. Ich fühle mich so hilflos, weil ich weiß, dass es passieren wird, egal wie sehr ich es nicht möchte und mich innerlich dagegen wehre. Ich weiß, es gehört dazu, und ich kann es irgendwie nicht annehmen.
Es ist nicht passiert, und trotzdem ist es oft so präsent, als wäre es passiert. Ich klammere mich in diesen Momenten an den Gedanken, dass die Seele unsterblich ist und wir alle miteinander verbunden sind, aber meine Gedanken schaffen es in Momenten, in denen es mich überwältigt, auch hier Zweifel hineinzubringen. Kannst du dazu vielleicht etwas sagen? Ich bedanke mich von tiefstem Herzen bei dir und bin so froh, heute wieder hier zu sein. Alles Liebe, Sofia.”
[Dhyan Mikael:] Ach, Sofia, du bist so willkommen.
Ja, mit dem Gedanken ist das so eine Sache. Die Gedanken werden dir dein Leben zur Hölle machen – und zwar alle Gedanken. Auf der einen Seite hast du die Gedanken, die dir sagen, was Schreckliches geschehen könnte oder wird, und die gleichen Gedanken sagen dir dann: „ja, aber das stimmt ja alles gar nicht, das ist doch alles unnötig. Schau mal, es ist doch soundso...” Aber es sind alles Gedanken.
Es gibt einen Ort zwischen diesen Gedanken... also, hier sind diese ganzen Gedanken, die dir Angst machen, hier sind die ganzen Gedanken, die dich trösten, beide lügen... beide Seiten lügen dich an. Aber in der Mitte, da gibt es einen Ort, da ist es still. Da geh hin. Immer, wenn dir die Gedanken Angst machen, kehre in die Mitte zurück, an diesen einen Ort.
Genau in der Mitte, das ist still.
Du kannst mit den Gedanken nicht diskutieren. Ja, wenn du sie analysierst, ob sie stimmen oder nicht, bist du noch tiefer in Gedanken. Und das führt zu nichts und das kennst du ja.
Aber es ist möglich, einfach in die Mitte zu kommen, zwischen diese Gedanken. Das ist still.
Die Falle besteht darin, dass wir anfangen, über die Gedanken nachzudenken. Ja, stimmt es? Stimmt es nicht? Was ist, wenn es stimmt? Und schon bist du wieder in Gedanken. Komm in die Mitte zurück und den Ort kennst du, das weiß ich.
Und Sofia, sei geduldig mit dir.
Für dich gilt genau das Gleiche wie das, was ich vorhin zu 1 anderen Fragestellerin gesagt habe. Du lebst, wie wir alle, mitten unter Leuten, die den ganzen Tag nur denken. Du wächst auf in eine Welt, wo alle, Tausende, Zehntausende Menschen dich, alle nur denken. Du bist die Einzige, die innehält und manchmal still wird. Deswegen ist es so schwer: nicht, weil du besonders verrückt bist, sondern weil wir allein sind. Deswegen ist Satsang so hilfreich, deswegen ist Meditation so essenziell, auch Gruppenmeditation ist deswegen so unendlich hilfreich: damit wir in dieser Wüstenei bestehen können.
Du lebst mitten unter Leuten, die den ganzen Tag nur denken. Du bist die Einzige, die innehält und manchmal still wird. Deswegen ist es so schwer: nicht, weil du verrückt bist, sondern weil wir allein sind. Deswegen ist Satsang hilfreich, deswegen ist Meditation so essenziell: damit wir in dieser Wüstenei bestehen können.
Link zum Zitat im Video bei 51m28s
Was mir unendlich hilft, ist, ab und zu ein paar Zeilen von Swamiji zu lesen. Meistens lese ich gar nicht viel, oft nur ein paar Zeilen. Ich mache das besonders gerne, bevor ich einschlafe. Und ich lese ein paar Zeilen, und es ist, als würde meine gesamte Energie umgedreht werden. Plötzlich hat mein Inneres eine andere Ausrichtung. Das tut so gut. Dann ist es, als würde mich seine Hand berühren und sagen: „Hallo?
Wo bist du? Komm zurück.” Es gibt eine WhatsApp-Gruppe vom Verein hier in Deutschland, da gibt es jeden Tag Zitate und Sprüche und ein paar Texte von Swamiji zu lesen. Das ist unglaublich hilfreich. Seine Autobiografie ist ein Schatz für mich. Das sind 6 Bände, die lese ich immer wieder, allerdings auf Englisch. Es gibt einen, den ersten Band, auch auf Deutsch.
Und es gibt dieses englischsprachige Magazin, das in Indien gedruckt wird, das Madhuchaitanya-Magazin, das bekomme ich jeden zweiten Monat zugeschickt, und auch da lese ich dann jeden Abend ein paar Zeilen. Das reicht mir dann fast zwei Monate, aber ich habe mir die letzten 4 oder 5 Jahre bestellt, ich habe also genug zu lesen. Und das empfinde ich auch als Leuchtturm in dieser Wüste, in der wir leben.
Was mir unendlich hilft, ist, ab und zu ein paar Zeilen von Swamiji zu lesen. Ich lese ein paar Zeilen, und es ist, als würde meine gesamte Energie umgedreht werden. Plötzlich hat mein Inneres eine andere Ausrichtung. Das tut so gut. Dann ist es, als würde mich seine Hand berühren und sagen: „Hallo? Wo bist du? Komm zurück.”
Link zum Zitat im Video bei 52m36s
Wenn dich das interessiert: auf meiner Website, auf der Himalaya-Samarpan-Meditation Seite habe ich weiter unten auch diese ganzen Schriften aufgelistet – da steht auch, wie man sie bestellen kann –, weil ich sie so hilfreich finde. Das ist aber alles auf Englisch.
Ja, und weißt du, dann fühlst du dich total verrückt und verloren in deinen Gedanken, und dann machst du dir einen warmen Kakao, liest ein paar Zeilen Swamiji, und plötzlich bist du in einer anderen Welt. Oder schau ein Video von mir an, wenn es dir hilft – egal was. Dann wirst du berührt von etwas, was außerhalb der Gedanken ist. Dann ist es, als würden wir von einem Ort zu einem ganz anderen Ort getragen werden, und wir verstehen gar nicht, wie es möglich ist.
Und sei geduldig mit dir. Liebe dich, wie du bist.
Danke, Sofia.
Der verlorene Sohn kehrt heim
Link zum Thema im Video bei 55m55s
Bitte Simone, fahr fort, wenn du noch eine Frage hast.
[Simone:] Oja. Die nächste Frage ist von Ulrike.
[Dhyan Mikael:] Hallo Ulrike, guten Abend. Was für eine Freude, dass du da bist.
[Simone:] „Lieber Mikael, wie und wo finde ich den Platz in meinem Leben? Ich habe mich so verloren.”
[Dhyan Mikael:] Mh, das ist gut. Das ist wirklich gut.
Da bist du an einem guten Ort. Ich möchte dir eine Geschichte erzählen.
Es ist die Geschichte vom verlorenen Sohn, der auszog in die Welt, um sein Glück zu suchen. Er ging zu seinem Vater, hat sich sein Erbe auszahlen lassen und zog los – und hat alles falsch gemacht. Und er hat sich vollkommen verloren.
Und dann, in der Stunde der höchsten Not, völlig verzweifelt, völlig orientierungslos, ohne jede Hoffnung, in dem Moment erinnerte er sich an seinen Vater – und machte sich auf den Heimweg. Diese Geschichte handelt von uns – von dir, von mir, von Sofia, von allen, die hier Fragen haben, von allen, die hier dabei sind.
Wir kommen in unser Leben mit unserem Erbe, wir vergessen alles und wir verlaufen uns, wir verirren uns. Und in dieser Welt gibt es keine Hoffnung: egal, wo du suchst – das, was du suchst, wirst du niemals finden. Aber du weißt nicht, wo du suchen sollst. Und irgendwann gibst du auf. Du erkennst: „Ich weiß nicht weiter. Ich habe mich vollkommen verloren.” Das ist der entscheidende Punkt.
Wenn ein Mensch bereit wird und fähig wird und stark genug wird, das zu erkennen – das ist der Moment, wo man umkehren kann, wo man offen wird, wo man sich erinnert: „Ah, Moment mal, da war was...” Dann landest du plötzlich im Satsang und du weißt gar nicht, wie. Du weißt gar nicht, wie du zu solch verrückten Leuten kommst, aber du bist da. Dann beginnt der Rückweg. Und die Geschichte... ich möchte dir doch erzählen, wie die Geschichte weitergeht.
Und irgendwann gibst du auf. Du erkennst: „Ich weiß nicht weiter. Ich habe mich vollkommen verloren.” Das ist der entscheidende Punkt. Wenn ein Mensch bereit wird und fähig wird und stark genug wird, das zu erkennen – das ist der Moment, wo man umkehren kann, wo man offen wird, wo man sich erinnert: „Ah, Moment mal, da war was...”
Link zum Zitat im Video bei 57m50s
Dieser Mensch, der alles falsch gemacht hatte und sich vollkommen verloren hat... als der sich auf den Rückweg macht und der Vater davon hörte, ließ er den größten Ochsen schlachten, sagte allen Bescheid im Reich, er jubelt und sagt: „Hört! Mein Sohn kehrt zurück.” Und so ist es für uns. Sobald wir an diesem Punkt sind, wo wir fähig werden, umzukehren, wo wir fähig werden zu sagen: „hilf mir, Vater, Gott, Leben” – es spielt überhaupt gar keine Rolle, wie du das nennst – in dem Moment werden wir offen, und dann wird gefeiert im Himmel.
Wir müssen es nicht richtig machen, weißt du... Wir müssen einfach nur erkennen: „Ich kann es nicht tun. Ich kann es nicht tun. Es geht nicht.” Das Einzige, was ich tun kann, ist zu lernen, zu sagen: „Okay, Leben, trag mich. Ich weiß nicht, wie es geht.” Dann geschehen die Wunder.
Wir müssen es nicht richtig machen, weißt du... Wir müssen einfach nur erkennen: „Ich kann es nicht tun. Es geht nicht.” Das Einzige, was ich tun kann, ist zu lernen, zu sagen: „Okay, Leben, trag mich. Ich weiß nicht, wie es geht.” Dann geschehen die Wunder.
Link zum Zitat im Video bei 59m51s
Wir denken, wir müssten klug sein und schlau sein und es richtig machen und stark werden und weiterkommen und uns entwickeln und Blockaden auflösen... nein. Aber wenn du erkennst, „ich habe mich verirrt, und ich weiß den Weg nicht”, dann bist du am Ziel. Da erkennst du die Wahrheit: „ich kann es nicht”. Wir sind hier, um Hingabe zu lernen.
Das ist das Geheimnis. Deswegen freu ich mich, dass du an diesem Punkt bist.
Wir denken, wir müssten klug sein, es richtig machen und stark werden und weiterkommen und uns entwickeln und Blockaden auflösen... nein. Aber wenn du erkennst, „ich habe mich verirrt, und ich weiß den Weg nicht”, dann bist du am Ziel. Da erkennst du die Wahrheit: „ich kann es nicht”. Wir sind hier, um Hingabe zu lernen. Das ist das Geheimnis.
Link zum Zitat im Video bei 1h00m17s
Und jetzt bleib an dem Punkt. Vergiss diesen Punkt nicht, dieses: „Ich weiß den Weg nicht”.
Ich weiß den Weg nicht. Ich habe keine Ahnung, wo es hingeht. Ich lasse los, jeden Morgen aufs Neue, vor jedem Satsang, vor jeder Frage – und dann beginnt Leben.
Diese alten Bibelgeschichten, die Geschichte vom verlorenen Sohn, die Geschichte vom schwarzen Schaf, das sind nicht Geschichten von Menschen, die es falsch gemacht haben und dann, weil Gott so gnädig ist, ihnen verziehen wurde. Nein! Das sind Geschichten, die uns erklären, wie das Leben funktioniert.
Du musst dich verirren, du musst verloren gehen, es geht nicht anders. Nur so erkennst du: „Ich kann es nicht tun. Was ich geglaubt habe, was meine Aufgabe sei in diesem Leben, stimmt gar nicht. Meine Aufgabe ist eine ganz andere.” Dann gehen wir zurück nach Hause: da hinein. Dann fängst du an zu meditieren. Dann fängst du an, in den Satsang zu kommen. Dann hörst du: „Hey, das ist ein guter Ort: nicht wissen.
Sich tragen lassen.” Und die Geschichte geht dann so aus, die Geschichte vom verlorenen Sohn... Ich finde das Ende so toll. Dann kommt also dieser verlorene Sohn zurück und wird gefeiert. Der Vater freut sich und ein riesiges Fest wird veranstaltet. Der ganze Himmel jauchzt. Und der Sohn, der alles richtig gemacht hat, der zu Hause geblieben ist, der alles richtig gemacht hat, der sagt: „Was ist denn hier los? Der hat alles verprasst, der hat alles falsch gemacht, und der wird gefeiert.
Und ich, der immer alles richtig macht, der zu Hause geblieben ist, der wird nicht gefeiert.” Aber es steht alles auf dem Kopf: wir müssen verloren gehen, wir müssen scheitern. Vorher können wir nicht erkennen, was die Richtung ist. Wir begreifen es vorher nicht. Solange wir glauben, wir können es, solange wir glauben, wir sollten es können, solange wir glauben, das Leben liegt in unserer Macht, in unserer Hand, </q+> Aber wenn das Leben dann durch pure Gnade dafür sorgt, dass du an diesen Punkt kommst, den du gerade erlebst, dann fangen wir an zu sehen.
Aber es steht alles auf dem Kopf: wir müssen verloren gehen, wir müssen scheitern. Vorher können wir nicht erkennen, was die Richtung ist. Wir begreifen es vorher nicht. Solange wir glauben, wir können es und wir sollten es können, solange wir glauben, das Leben liegt in unserer Macht, in unserer Hand, solange können wir die Richtung nicht erkennen.
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Link zum Zitat im Video bei 1h04m09s
Wenn du noch Fragen hast, auch ganz konkrete, frag bitte. Ich freue mich, von dir zu hören. Du kannst mir eine Email schreiben. Nächstes Wochenende haben wir zwei ganz lange Satsangs über Ostern. Du bist willkommen. Danke.
Wenn du zu allem bereit bist, wird es still
Link zum Thema im Video bei 1h05m39s
[Simone:] Nächste Frage ist von Vera.
[Dhyan Mikael:] Vera, guten Abend. Hallo! Wie schön, dass du da bist.
[Simone:] „Lieber Mikael, in letzter Zeit habe ich des Öfteren dein Video 'Der Weg durch die Wüste' angeschaut und musste oft daran denken, weil es sich bei mir gerade genauso anfühlt. Seit Wochen quälen mich wieder Ängste, die ich in den letzten zwei Jahren kaum noch hatte. Ganz aktuell ist es der Geburtstag meines Kindes nächste Woche.
Ich habe die irrationale Angst, dass es nicht schön wird, vielleicht seine Freunde es nicht schön finden et cetera, und auch wie ich dastehe. Wenn es nicht da ist, geht es um meinen Partner, um unsere gemeinsame Zukunft oder was auch immer. Ich versuche es anzunehmen, es als Wüste zu sehen, aber es ist nicht leicht, gerade wenn die Ängste so stark sind, dass mir ganz schlecht wird. Liebsten Dank, Vera.”
[Dhyan Mikael:] Danke, Vera. Ich freue mich, dass du da bist.
Ja, es ist genau, wie du das beschreibst. Diese Gedanken haben kein Ende. Wenn es nicht um den Geburtstag deiner Tochter geht, dann geht es um deine Partnerschaft oder sonst etwas: die Gedanken finden immer etwas, womit sie uns ängstigen.
Zwei Sachen kannst du tun. Das eine ist: wende dich ab von den Gedanken. Und es geht am einfachsten, wenn du einen Punkt kennst, auf den du deine Aufmerksamkeit richten kannst, wo keine Gedanken sind – und das ist das Schöne am Kronenchakra. Fang an zu meditieren, da lernst du das kennen, und dann, wenn du dich erwischst während des Tages, kannst du dich einfach daran erinnern: „Ah, Moment mal... Moment mal... Ich kenne einen Ort, da geht es mir besser.” Und dann kehrst du zurück nach innen mit deiner Aufmerksamkeit, zum Kronenchakra, und dann kannst du durchatmen.
Und die Gedanken ignorieren können wir meistens nur dann, wenn sie uns nicht schrecken können; wenn wir sie nicht ernst nehmen müssen. Solange wir ihnen glauben, ist es eigentlich unmöglich, die zu ignorieren. Und da gibt es einen Trick, den habe ich von meinem Meister Soham gelernt.
Wenn dich die Gedanken wegen irgendetwas ängstigen, denke die Gedanken zu Ende und sage 'ja': „Oh, was, wenn die Freunde meiner Tochter die Feier nicht schön finden?” Ja, okay. Dann finden die die nicht schön. Okay.” Ja, und wie stehe ich dann da?” Ja, dann stehe ich als schlechte Mutter da. Okay.” Ja, aber was werden dann deren Eltern denken?” Ja, wahrscheinlich denken die, dass ich verkehrt bin. Okay. „Ja, aber das ist ja schrecklich.” Ja, das ist schrecklich. In Ordnung. Ich bin einverstanden. Ja...
Merkst du, was da passiert? Es wird still. „Aber was, wenn mein Partner mich nicht mehr schön findet?” Ja, okay. Vielleicht geht er dann weg. „Ja, aber wenn er weggeht, dann bin ich allein.” Ja, dann bin ich allein. Okay, ja, einverstanden. „Ja aber dann... dann sterbe ich!” Okay, dann sterbe ich. Einverstanden.
Und Sterben...
Das wird still.
Die Gedanken können nicht 'ja' sagen, aber du kannst 'ja' sagen.
Und das raubt ihnen die Kraft.
Und dann bist du frei von ihnen: wenn du zu allem bereit bist.
Die Gedanken können nicht 'ja' sagen, aber du kannst 'ja' sagen. Und das raubt ihnen die Kraft. Und dann bist du frei von ihnen: wenn du zu allem bereit bist.
Link zum Zitat im Video bei 1h09m58s
Ich will dir ein Geheimnis verraten, ein Geheimnis über das Leben: wenn du zu allem bereit bist und einfach 'ja' sagst, geschehen Wunder.
Aber das musst du selbst herausfinden. Den Mut dazu, den musst du selbst haben. Ich kann dir aber sagen: so funktioniert's.
Ich will dir ein Geheimnis verraten, ein Geheimnis über das Leben: wenn du zu allem bereit bist und einfach 'ja' sagst, geschehen Wunder. Aber das musst du selbst herausfinden. Den Mut dazu, den musst du selbst haben. Ich kann dir aber sagen: so funktioniert's.
Link zum Zitat im Video bei 1h10m28s
Danke, dass du da bist. Und wenn du noch Fragen dazu hast, bitte, frag gerne noch einmal, per Email, oder jetzt, oder im nächsten Satsang, ganz wie du magst.
Der Ort, aus dem die Kunst sich schöpft
Link zum Thema im Video bei 1h11m17s
Simone, bitte fahre fort.
[Simone:] Die nächste Frage ist von Martina.
[Dhyan Mikael:] Martina, hallo. Guten Abend.
[Simone:] „Hallo, lieber Mikael. Mein Mann und ich wohnen seit einigen Wochen in einer wunderschönen Wohnung direkt am Rhein, in der wir uns sehr wohlfühlen. Mein Mann ist Bildhauer und wir hatten in unserem ehemaligen eigenen Wohnhaus im Garten jede Menge Kunst stehen, an der wir uns erfreut haben. Wir konnten tun und lassen, was wir wollten. Nun ist es anders, da wir in einem Mietverhältnis wohnen.
Wir müssen unseren Vermieter fragen, ob wir ein kleines Kunstwerk auf unserem Balkon montieren können. Es könnte sogar sein, dass er unsere Bitte abwinkt, und das wäre für uns sehr, sehr schade. Wie können wir mit unserem Vermieter umgehen? Wie können wir einen friedlichen Umgang mit ihm finden? Wie können wir in dieser für uns neuen Abhängigkeit mit dieser Abhängigkeit umgehen? Bitte sage etwas dazu. Von Herzen Grüße. Martina und Jörg.”
[Dhyan Mikael:] Hallo Martina. Hallo Jörg.
Wenn ihr aufrichtig seid, gibt es kein Problem. Wenn ihr den Vermieter fragt, „dürfen wir eine Skulptur dort montieren”, und das eine echte Frage ist...
Weißt du, was eine echte Frage ist? Eine echte Frage ist etwas, wo jede Antwort akzeptabel ist – dann ist es eine Frage. Wenn du also eine echte Frage stellst, dann gibt es überhaupt gar kein Problem. Wenn er 'ja' sagt, freut ihr euch, und wenn er 'nein' sagt, sagt ihr „okay, können wir nicht machen. Gut, dann leben wir jetzt ohne Skulptur auf dem Balkon.” Schwierig wird es, wenn es keine Frage ist, sondern eine Forderung. Das klappt nicht.
Also seid ehrlich zu euch selbst. Sei ehrlich zu dir selbst.
Ich mache das so...
Alles, was ich nicht habe, alles, was ich nicht machen kann, alles, wofür ich kein Geld habe oder keine Erlaubnis oder keine Zeit oder keine Möglichkeit, warum auch immer, all das brauche ich nicht.
Und alles, was ich brauche, das bekomme ich irgendwie. Wenn ich es nicht bekomme, brauche ich es nicht. Wenn du das weißt, gibt es kein Problem. Und ich meine das wirklich so. Schau, Jörg, du bist Künstler, und es gibt den Ort in dir, aus dem schöpft deine Kunst. Das Wesentliche ist dieser Ort in dir – nicht die Skulptur. Ich weiß, du weißt das, aber wir neigen dazu, das zu vergessen. Die Kunst führt uns nach innen. Sobald die Kunst anfängt, uns nach außen zu führen, steht etwas auf dem Kopf.
Du bist Künstler, und es gibt den Ort in dir, aus dem schöpft deine Kunst. Das Wesentliche ist dieser Ort in dir – nicht die Skulptur. Ich weiß, du weißt das, aber wir neigen dazu, das zu vergessen. Die Kunst führt uns nach innen. Sobald die Kunst anfängt, uns nach außen zu führen, steht etwas auf dem Kopf.
Link zum Zitat im Video bei 1h14m28s
Und wenn ich in solch einer Situation bin und etwas funktioniert nicht, dann ist es für mich wie ein Weckruf des Göttlichen, das mich erinnert: „Hey, du brauchst das nicht.” Dabei habe ich es so wichtig genommen.
Und dann nimmt uns das Leben das eine oder andere, was uns so teuer war, und ein paar Jahre später entdecken wir, was für eine Befreiung wir geschenkt bekommen haben.
Dabei haben wir uns mit Händen und Füßen dagegen gewehrt.
Also vertrau dem Leben.
Kämpfe nicht gegen den Vermieter. Darum geht es nicht.
Ich weiß, das ist eine harte Nuss für einen Künstler. Ich verstehe total.
Aber auch beim Künstler macht das Leben keine Ausnahme.
Ja...
ich wünsche dir und euch gutes Ankommen im neuen Zuhause. Und eine Bemerkung noch: ich weiß nicht, wie lange ihr dort schon seid, aber meine Erfahrung ist, dass es etwa ein bis zwei Jahre braucht, bis man irgendwo angekommen ist.
Ich habe es mir irgendwann einmal – ich bin in meinem Leben sehr oft umgezogen –, zur Angewohnheit gemacht, ganz langsam einzuziehen. Dann hat es teilweise ein Jahr gebraucht, bis einige Dinge ihren Platz gefunden haben. Als ich jünger war, wollte ich immer alles sofort fertig machen. Ich kam irgendwo an, habe ein Plan gemacht, und ein paar Tage später war alles fertig. Heute ist es anders.
Du weißt nicht, was möglich ist
Link zum Thema im Video bei 1h17m54s
Bitte, Simone, fahre fort.
[Simone:] Die nächste Frage ist von Sabine.
[Dhyan Mikael:] Guten Abend, Sabine, hallo.
[Simone:] „Lieber Mikael, könntest du etwas zum Thema Traumaheilung erzählen? Welche Selbstheilungskräfte hat der Körper? Nach jahrelanger Depression zeigte sich nun darunter ein vorgeburtliches Trauma, das zum Thema hat, damals nicht in dieses Leben zu wollen. Es fiel mir wie Schuppen von den Augen und ich konnte eindeutig meine Gefühle dorthin verorten.
Mich sträubt aber eine Traumatherapie und ich habe so die Hoffnung, dass mein Körper und meine Seele doch so schlau sind und dies alleine in die Selbstheilung bringen können. Dazu bin ich hochsensitiv, was mich bei jeglicher Therapie auch vorsichtig sein lässt, da manchmal kein wirkliches Verständnis dafür da ist. Danke dir von Herzen.”
[Dhyan Mikael:] Ich habe das auch erlebt in meinem Leben. Es gab eine Zeit vor nicht ganz 30 Jahren, da klopfte mein Trauma an, aber mir war klar, dass ich das alleine nicht kann. Aber dann, durch das, was wir gerne „Zufälle” nennen, bin ich in die Hände eines Therapeuten, der war einfach nur ein Geschenk. Der war ein Buddha; der ist immer noch einer, der lebt noch; ein erleuchteter, unscheinbarer Buddha, der seine Arbeit tut.
Und er hat mich in kurzer Zeit zum Frieden gebracht mit allem in mir drin.
Aber diese Dinge geschehen von selbst. Ich empfehle dir, offen zu sein für alles. Du brauchst nicht glauben, dass du eine Therapie machen musst, aber du brauchst auch nicht glauben, dass du ohne Therapie auskommen musst. Überlasse es einfach dem Leben. Sei, wo du bist.
Meine Erfahrung in meinem Leben ist, dass ich nichts alleine kann.
Aber diese Dinge geschehen von selbst. Ich empfehle dir, offen zu sein für alles. Du brauchst nicht glauben, dass du eine Therapie machen musst, aber du brauchst auch nicht glauben, dass du ohne Therapie auskommen musst. Überlasse es einfach dem Leben. Sei, wo du bist. Meine Erfahrung in meinem Leben ist, dass ich nichts alleine kann.
Link zum Zitat im Video bei 1h20m09s
Ich meine, ich mache fast alles alleine, was die Arbeit anbelangt und andere banale Dinge, aber die wirklich wichtigen Dinge im Leben, die kann ich nicht allein.
Mein Meister hat mich aus den Windeln gehoben, sozusagen. Mein Guru hat mich nach Hause gebracht. Mein Therapeut hat mein Trauma geheilt. Ich habe nichts gemacht. Ich wurde einfach von einem Engel zum anderen weitergereicht.
Die wirklich wichtigen Dinge im Leben, die kann ich nicht allein. Mein Meister hat mich aus den Windeln gehoben, sozusagen. Mein Guru hat mich nach Hause gebracht. Mein Therapeut hat mein Trauma geheilt. Ich habe nichts gemacht. Ich wurde einfach von einem Engel zum anderen weitergereicht.
Link zum Zitat im Video bei 1h20m54s
Und wenn du ein Mensch bist mit einem Trauma, dann ist das das Letzte, was du möchtest. Du hast kein Vertrauen, willst alles selbst machen – aber nicht, weil du es selbst machen kannst, sondern einfach, weil du niemandem vertraust. Aber das Leben wird sich darum kümmern. Mein Rat an dich ist: vergiss alle Vorstellungen, die du hast. Lass dich überraschen, was passiert.
Du weißt nicht, was möglich ist.
Wenn du ein Mensch bist mit einem Trauma, dann hast du kein Vertrauen, willst alles selbst machen – nicht, weil du es kannst, sondern einfach, weil du niemandem vertraust. Aber das Leben wird sich darum kümmern. Mein Rat an dich ist: vergiss alle Vorstellungen, die du hast. Lass dich überraschen, was passiert. Du weißt nicht, was möglich ist.
Link zum Zitat im Video bei 1h21m27s
Wenn du magst, fang die Samarpan-Meditation an. Und wenn du magst, schreib an Swamiji.
Du wirst du überrascht sein, was das in dir bewirkt und welche Wege sich für dich öffnen.
Und am Schluss meine Antwort an dich möchte ich dir sagen: alles in meinem Leben, was wichtig ist, was wichtig war, kam von selbst zu mir. Es kam nicht zu mir, weil ich so schlau war. Es kam nicht zu mir, weil ich das Richtige gemacht habe: weil ich herausgefunden habe, zu wem ich jetzt gehen soll. Nein.
Ich saß einfach in meiner völligen Hilflosigkeit da, genau wie heute – daran hat sich nichts geändert, nur dass ich heute mit meiner Hilflosigkeit kein Problem mehr habe –, und jeden Tag kommt genau das zu mir, was ich wissen muss. Die Inspirationen, die ich brauche, kommen genau zur richtigen Zeit. Die richtigen Menschen kommen genau zur richtigen Zeit, und die richtigen Menschen gehen genau zur richtigen Zeit.
Alles in meinem Leben, was wichtig war, kam von selbst zu mir, aber nicht, weil ich so schlau war. Ich saß einfach in meiner völligen Hilflosigkeit da, genau wie heute – nur dass ich heute mit ihr kein Problem mehr habe –, und jeden Tag kommt genau das zu mir, was ich wissen muss, die Inspirationen, die ich brauche, die richtigen Menschen.
Link zum Zitat im Video bei 1h22m34s
Es ist so schön, dass du da bist. Du bist so willkommen.
Wer gesund ist, weiß es nicht
Link zum Thema im Video bei 1h23m55s
Simone, wir haben noch ein bisschen Zeit. Hast du noch eine Frage?
[Simone:] Ich habe noch 5 Fragen insgesamt.
[Dhyan Mikael:] Okay, mal schauen, wie weit wir kommen.
[Simone:] die nächste Frage ist von Katharina.
[Dhyan Mikael:] Katharina, hallo. Ist das die gleiche Katharina von vorhin?
[Simone:] Nein. „Lieber Mikael, du meditierst ja schon lange und ruhst fast immer in dir. Passieren in deinem Leben eigentlich noch herausfordernde Dinge, oder bist du so auf deinem Weg, dass dir nichts Schlechtes passiert, da du genau spürst, wo es für dich hingeht im Leben, dass du quasi gar nicht mehr falsch abbiegst? Liebe Grüße, Katharina.”
[Dhyan Mikael:] Das ist ja eine süße Frage.
Nun, ich will dir ein Geheimnis verraten. Du bist noch nie falsch abgebogen. Allerdings glaubst du, dass du ständig falsch abliegst. Der Unterschied zwischen mir und dir ist, dass ich auch dauernd falsch abbiege, aber mittlerweile weiß, dass das keine falschen Abbiegungen sind. Das ist der Unterschied zwischen dir und mir. Ich mache den gleichen Unsinn wie du, aber ich weiß: es muss richtig sein.
Ja, was habe ich für Herausforderungen...
Immer wieder nach innen gehen. Immer wieder still werden. Immer wieder die Gedanken ignorieren.
Immer wieder still werden. Immer wieder nach innen gehen.
Immer wieder die Gedanken ignorieren. Und dann: immer wieder still werden, und so weiter.
Ja, was habe ich für Herausforderungen... Immer wieder nach innen gehen. Immer wieder still werden. Immer wieder die Gedanken ignorieren. Immer wieder still werden. Immer wieder nach innen gehen. Immer wieder die Gedanken ignorieren. Und dann: immer wieder still werden, und so weiter.
Link zum Zitat im Video bei 1h25m27s
Und alles ändert sich die ganze Zeit, und doch bleibt der Kern gleich, aber alles ändert sich die ganze Zeit.
Mein Leben ist jetzt schon wieder vollkommen anders als noch vor zwei Monaten, und doch ist alles gleich. Im Außen hat sich fast nichts verändert, bis auf eine neue Kamera, in die ich gerade blicke und ein paar andere Kleinigkeiten. Und doch habe ich das Gefühl, hier sitzt ein ganz anderer Mensch und mein Leben hat sich komplett auf den Kopf gestellt. Wie das möglich ist, weiß ich nicht.
Die Herausforderung besteht darin, all diese Dinge nicht persönlich zu nehmen: nicht zu glauben, ich habe etwas falsch gemacht – und auch nicht zu glauben, ich habe etwas richtig gemacht; nicht zu glauben, ich bin verkehrt, aber auch nicht zu glauben, ich bin gut, sondern all diesen Gedanken, all diesen Bewertungen, überhaupt gar keine Bedeutung beizumessen; sondern einfach mit dem zu sein, was ist, so gut man eben kann.
Ganz allmählich, ohne dass man das merkt – deswegen kann ich die Frage eigentlich überhaupt nicht beantworten –, wird man immer sorgloser, immer heiler, immer reiner, aber man weiß davon nichts. Man weiß davon überhaupt nichts.
Der, der gesund ist, weiß davon nichts. Der, der angekommen ist, weiß davon nichts.
Ganz allmählich, ohne dass man das merkt – deswegen kann ich die Frage eigentlich überhaupt nicht beantworten –, wird man immer sorgloser, immer heiler, immer reiner, aber man weiß davon nichts. Man weiß davon überhaupt nichts. Der, der gesund ist, weiß davon nichts. Der, der angekommen ist, weiß davon nichts.
Link zum Zitat im Video bei 1h27m23s
Sorry, mehr kann ich nicht sagen. Danke, Katharina.
Das Gefängnis, in dem wir zuhause sind
Link zum Thema im Video bei 1h28m19s
[Simone:] Die nächste Frage ist von Elinor.
[Dhyan Mikael:] Elinor, guten Abend. Hallo. Schön, dass du da bist.
[Simone:] „Lieber Mikael, danke für das Bild von dem inneren Umbau vorhin. Ich meditiere seit 5 Jahren und merke auch, dass sich vieles verändert und ich einiges nicht einordnen kann. Es fühlt sich gerade nicht nur heiter an. Ich frage mich manchmal, ob ich noch lebensfroh sein kann, wenn ich mich immer mehr nach innen wende.
Und die Qualität von meiner Meditation ist immer noch sehr durchschnittlich. Das, was du mit der Hängematte und Entspannung in der Meditation erwähnst, kenne ich nicht. Ich bin trotzdem unendlich dankbar und glücklich mit Meditation, Swamiji, Soham und neuerdings auch deinen Videos. Herzlich.”
[Dhyan Mikael:] Der Trick, liebe Elinor, besteht darin, weder dich selbst noch deine Meditation noch dein Leben in irgendeiner Art und Weise zu bewerten.
Du kannst nicht wissen, was mit dir geschieht. Du kannst nicht wissen, wie deine Meditation ist. Es ist einfach nicht möglich. Und alles, was du darüber weißt und denkst, stimmt nicht – also kannst du es dir schenken.
Das Einzige, was du tun kannst, ist, hier sein, staunen und zu allem 'ja' sagen, was dir geschieht.
Das ist das Beste, was du tun kannst.
Du kannst nicht wissen, was mit dir geschieht. Du kannst nicht wissen, wie deine Meditation ist. Es ist einfach nicht möglich. Und alles, was du darüber weißt und denkst, stimmt nicht – also kannst du es dir schenken. Das Einzige, was du tun kannst, ist, hier sein, staunen und zu allem 'ja' sagen, was dir geschieht. Das ist das Beste, was du tun kannst.
Link zum Zitat im Video bei 1h29m23s
Und das, was du sagst, kann nicht stimmen, weißt du...
Bei mir ist jede Meditation anders, und ich könnte über jede Meditation sagen, dass sie doof war und dass sie wunderbar war, je nachdem, wie ich schaue. So ist es mit allem. Es ist ständig alles anders. Ich weiß in Wirklichkeit überhaupt nichts darüber. Das ist das Einzige, was uns abgewöhnen müssen: dieses Bedürfnis, die Dinge einzuordnen; das Bedürfnis, die Dinge zu begreifen; zu wissen, wo ich stehe, wo es lang geht, was die Dinge, die ich erlebe, bedeuten, und was das, was ich nicht erlebe, bedeutet.
Das ist unser Gefängnis. Wir verlassen uns normalerweise auf diese Gedanken. Wir glauben, das sei unser Kompass. Wir glauben, das bin ich. In Wirklichkeit ist es unser Gefängnis.
Das ist das Einzige, was wir uns abgewöhnen müssen: dieses Bedürfnis, die Dinge einzuordnen, zu wissen, wo es lang geht, und was die Dinge, die ich erlebe, bedeuten. Das ist unser Gefängnis. Wir verlassen uns auf diese Gedanken. Wir glauben, das sei unser Kompass. Wir glauben, das bin ich. In Wirklichkeit ist es unser Gefängnis.
Link zum Zitat im Video bei 1h30m35s
Aber es braucht Zeit, bis wir uns daran gewöhnt haben, vollkommen nackt zu sein, ohne diese mentale Sicherheit, die es nie gegeben hat; die immer nur eine Illusion ist.
Ich verstehe mein Leben überhaupt nicht. Ich weiß auch nicht, was hier passiert. Ich weiß auch nicht, wo es hingeht. Aber es ist nicht meine Angelegenheit. Meine Angelegenheit ist 'ja' sagen, und das tue ich gerne: zu den schwierigen Momenten, zu den schönen Momenten – und die wechseln sich ständig ab.
Aber wenn mein 'ja' da ist, dann ist alles okay.
Wenn da ein 'nein' wäre, wäre ich in der Hölle. Ich bin lieber im Himmel.
Ich verstehe mein Leben nicht. Ich weiß auch nicht, wo es hingeht. Aber es ist nicht meine Angelegenheit. Meine Angelegenheit ist 'ja' sagen, und das tue ich gerne: zu den schwierigen Momenten und zu den schönen – und die wechseln sich ständig ab. Wenn mein 'ja' da ist, dann ist alles okay. Wenn da ein 'nein' wäre, wäre ich in der Hölle. Ich bin lieber im Himmel.
Link zum Zitat im Video bei 1h31m50s
Und das ist eine Aufgabe, die hört nie auf, weißt du... Immer wieder erwischen wir uns dabei, wie wir doch in Gedanken sind, wie wir doch glauben, „ah, jetzt habe ich es verstanden” oder „Mist, jetzt verstehe ich es nicht”. Und dann wieder zu merken: „Ah, was mache ich denn überhaupt? Ich ruhe lieber im Nichtwissen, auch wenn es sich ungemütlich anfühlt, verletzlich, gefährlich, nackt.
Ja... Danke, Elinor. Ich freue mich sehr, dass du da bist.
Wo lebst du?
Link zum Thema im Video bei 1h33m42s
[Simone:] Soll ich noch weitermachen?
[Dhyan Mikael:] Ja, komm, wir machen noch ein paar Minuten weiter.
[Simone:] Die nächste Frage ist von einer anderen Sabine.
[Dhyan Mikael:] Sabine, hallo, guten Abend.
[Simone:] „Lieber Mikael, ich habe mich vor 4 Jahren von meinem Mann getrennt. Ich war bis ins Burn-out gekommen. Mit schwanke ich zwischen drei Möglichkeiten. Erstens, ich bleibe am besten Single. Zweitens, ich lasse mich auf einen neuen Mann ein. Und drittens, ich gebe meinem Mann noch einmal eine Chance. Was ist der rechte Weg?”
[Dhyan Mikael:] Was für eine tolle Frage.
Ich empfehle dir, nicht zu entscheiden. Mache am besten alles drei gleichzeitig. Überlasse es dem Leben.
Ich weiß nicht, warum du glaubst, dass du irgendetwas entscheiden müsstest, und ich weiß auch nicht, warum du glaubst, dass du irgendetwas entscheiden könntest. Das kannst du nicht.
Aber du kannst staunend mitleben und erleben, was das Leben jetzt mit dir vorhat. Wenn da ein neuer Mann ist – offensichtlich ist da einer – und du fühlst irgendwie eine Offenheit, dann probiere es doch aus. Wenn es nicht sein soll, wird es nicht passieren, keine Sorge. Und wenn dein Ex-Mann da ist und du mit dem gerne Kontakt hast, dann probiere das aus. Und bei all dem bleibe immer Single. Lebe immer in dir drin.
Geh da nie weg.
Du kannst nichts entscheiden. Aber du kannst staunend mitleben und erleben, was das Leben jetzt mit dir vorhat. Wenn da ein neuer Mann ist und du Offenheit spürst, probiere es aus. Wenn dein Ex-Mann da ist und du gerne mit ihm Kontakt hast, probiere das aus. Und bei all dem bleibe immer Single. Lebe immer in dir drin. Geh da nie weg.
Link zum Zitat im Video bei 1h34m38s
Das ist übrigens das Geheimnis von Beziehung: nur, wenn du ganz und gar bei dir bist, wenn du in dir wohnst, wenn du niemanden brauchst, wenn du dein Zuhause in dir hast, dann kannst du mit anderen Menschen sein – vorher nicht.
Also, diese drei Dinge, von denen du da sprichst, die widersprechen sich überhaupt nicht, im Gegenteil.
Meine Erfahrung ist, dass all unsere Versuche, das Leben auf der Reihe zu halten und richtig zu sortieren – das, was wir für richtig halten –, in die Hose gehen, und das Leben immer macht, was es will. Und dann ist es so viel leichter, einfach das Leben machen zu lassen und aufzuhören, sich Gedanken zu machen – besonders, wenn es um Männer geht. Da haben wir wirklich nichts zu sagen... oder um Frauen.
Meine Erfahrung ist, dass all unsere Versuche, das Leben auf der Reihe zu halten und richtig zu sortieren, in die Hose gehen, und das Leben immer macht, was es will. Es ist so viel leichter, einfach das Leben machen zu lassen und aufzuhören, sich Gedanken zu machen – besonders, wenn es um Männer geht – oder um Frauen. Da haben wir wirklich nichts zu sagen...
Link zum Zitat im Video bei 1h36m12s
Aber das eigentlich Interessante, weißt du, ist: wo bist du mit deiner Aufmerksamkeit? Das ist die wirklich interessante Frage. Die interessante Frage ist nicht, mit wem du morgen lebst oder ob du alleine bist oder mit wem du ins Bett gehst. Die interessante Frage ist: wo lebst du?
Lebst du da draußen – oder da drin?
Wenn du da draußen lebst, spielt es überhaupt gar keine Rolle, ob du alleine bist oder mit dem Mann oder mit dem Neuen: du wirst in Schwierigkeiten geraten, du wirst verloren gehen.
So kannst du es nicht richtig machen. Aber wenn du innen lebst, wenn du lernst, deine Aufmerksamkeit auf das zu richten, was dir wirklich das gibt, was du brauchst – und das ist in dir –, dann kannst du da draußen im Leben machen, was du willst. Es spielt keine Rolle, ob du alleine bist oder mit dem Mann oder mit dem Ex-Mann: du bist zu Hause. Du bist glücklich. Du hast alles, was du brauchst.
Die interessante Frage ist nicht, mit wem du lebst oder ob du alleine bist, sondern: wo lebst du – da draußen, oder da drin? Wenn du da draußen lebst, wirst du in Schwierigkeiten geraten. Wenn du innen lebst, spielt es keine Rolle, ob du alleine bist oder mit dem Neuen oder dem Ex-Mann: du bist zu Hause. Du bist glücklich. Du hast alles, was du brauchst.
Link zum Zitat im Video bei 1h37m01s
Das ist die entscheidende Frage. Wo lebst du? Da draußen oder da drin?
Danke.
Das Fundament der Sicherheit
Link zum Thema im Video bei 1h38m28s
Simone, eine Frage noch, dann müssen wir aufhören.
[Simone:] Ja, die Frage ist von Simona.
[Dhyan Mikael:] Simona, guten Abend, hallo.
[Simone:] „Lieber Mikael, teilweise hast du meine Frage schon beantwortet, bei Ängsten den Gedanken zu Ende denken und 'ja' dazu sagen. Ich habe manchmal schreckliche Ängste über meine Tochter, dass ihr etwas passiert, während ich meinen Mittagsschlaf mache; zum Beispiel, dass sie etwas isst und an etwas erstickt.
Also sage ich ihr, in dieser Zeit nichts zu essen, und sehe dann, wie verrückt das ist. Aber die Ängste sind trotzdem da, auch in anderen Situationen. Ich versuche, mir zu sagen, dass alles passieren wird, was passieren soll, egal, was ich tue; ist das so? Dieser Gedanke verschafft mir manchmal kurz Entspannung.”
[Dhyan Mikael:] Ja, als Mutter hat man es nicht leicht. Ich habe gut reden, ich bin keine Mutter, aber so ein bisschen nachvollziehen kann ich schon, weil ich Mütter erlebe aus nächster Nähe.
Und als Mutter hast du das Gefühl: es hängt wirklich von dir ab, du musst es richtig machen. Aber du kannst es nicht richtig machen.
Meine Eltern haben so viel falsch gemacht, aber irgendwie habe ich überlebt. Es ist ein Wunder, aber ich habe überlebt.
Und deine Tochter wird auch überleben. Sie wird dich überleben.
Für Mütter ist es wirklich eine harte Nuss, denn du kannst es als Mutter nicht richtig machen. Es geht nicht. Es ist einfach nicht möglich. Die Herausforderung ist zu groß. Du kannst dein Bestes geben, und dann entspannen. Du gibst dein Bestes, und dann sagst du: „Gott, okay, ich habe mein Bestes gegeben, jetzt muss ich ausruhen, das ist auch wichtig.
Kümmere du dich darum, dass ich nichts Wichtiges vergesse. Kümmere du dich um das Kind. Ich schlafe jetzt.” Mehr kannst du nicht tun. Und schließe Frieden damit, dass du Fehler machst. Schließe Frieden damit, dass du nicht perfekt bist – schon gar nicht als Mutter.
Das ist das eine, was dir dabei helfen wird: wenn du Frieden damit schließt, wie du als Mensch bist, mit deinen Begrenzungen.
Und als Mutter spürt man die ganz besonders deutlich. Wenn ich ein Fehler mache beim Computer, dann ist es völlig egal, aber wenn man beim Kind einen Fehler macht, dann tut es manchmal richtig weh. Ich verstehe. Aber trotzdem kannst du nicht anders.
Schließe Frieden damit, mit deinen Grenzen, mit deinem Unvermögen, und vertraue, dass auch deine Tochter überleben wird, so wie ich überlebt habe – und du ja auch.
Und wenn du Lust hast, dann fang an mit der Meditation. Ich kann dir nicht wirklich erklären, wie dir das helfen wird, aber es ist, als würde man, wenn man jeden Tag meditiert, ganz allmählich in Kontakt kommen mit dem Ort in dir, der dir Sicherheit gibt, Vertrauen. Du suchst das Vertrauen im Verstand. Du versuchst die Dinge so zu machen, dass du begreifst, dass jetzt alles gut ist. Aber du siehst ja: das führt zu nichts. Eigentlich führt es nur in den Wahnsinn.
Wenn man jeden Tag meditiert, kommst du ganz allmählich in Kontakt mit dem Ort in dir, der dir Sicherheit gibt und Vertrauen.
Link zum Zitat im Video bei 1h42m14s
Aber wenn du beginnst zu meditieren, dann weißt du überhaupt nicht, was da passiert. Du weißt nicht, was du da spürst. Eigentlich spürst du gar nichts außer deinen Gedanken – aber es entsteht ganz nebenbei, auf unerklärliche Art und Weise, ein Fundament der Sicherheit. Wir werden ganz allmählich gelassener, obwohl wir immer noch genauso verrückt sind wie vorher. Und trotzdem wächst da etwas Neues. Der alte Wahnsinn ist immer noch da, aber dieses Neue wird immer mehr, immer mehr, immer mehr.
Du suchst das Vertrauen im Verstand, aber du siehst: das führt zu nichts. Es führt nur in den Wahnsinn. Aber wenn du beginnst zu meditieren, dann weißt du überhaupt nicht, was da passiert – aber es entsteht ganz nebenbei, auf unerklärliche Art und Weise, ein Fundament der Sicherheit.
Link zum Zitat im Video bei 1h42m34s
Und das ist gerade für eine Mutter unendlich wertvoll – und fürs Kind auch, denn das Kind schnappt diese Dinge auf, ohne dass du darüber etwas sagst. Du kannst darüber auch gar nichts sagen. Und das macht alles leichter. Wenn du dich dafür interessierst: auf meiner Website findest du Informationen zur Meditation und wo du dann die originalen Informationen findest, beim Verein oder beim Swamiji direkt.
Und morgen Abend, am Montagabend, gibt es immer von dem Samarpan-Meditation Verein hier in Deutschland eine Online-Veranstaltung und auch eine Einführung in die Samarpan-Meditation. Das gilt jetzt nicht nur für dich, was ich sage, sondern für alle, die sich für diese Meditation interessieren. Um 8 Uhr morgen Abend kann man da online mitmeditieren, und Viertel vor 7, wenn ich mich richtig erinnere, gibt es eine Einführung in die Samarpan-Meditation online. Da erfährt man, was es mit der Meditation auf sich hat, wie man die macht.
Das geht ganz einfach. Eigentlich gibt es da nicht viel zu erklären, aber es ist wirklich sehr interessant und unterhaltsam, das mitzumachen. Das kostet natürlich nichts. Ja, wenn du dich dafür interessierst, dann schau doch da einfach mal vorbei. Auf meiner Website findest du die Links zu den Informationen dazu. So, und wir müssen jetzt aufhören, ich bin am Ende des Satsangs angekommen. Tut mir leid für die Fragen, die heute nicht mehr drangekommen sind, aber nächsten Sonntag geht es weiter, und du kannst mir auch gern eine Email schreiben.
Unterstütze mich, wenn es dir Freude macht
Link zum Thema im Video bei 1h45m28s
Ja, die Samarpan-Meditation ist kostenlos. Alles ist kostenlos, was Swamiji macht.
Und deswegen ist auch alles, was ich tue, kostenlos. Es geht gar nicht anders, denn das, was ich dir hier weitergebe, hat mit mir in Wirklichkeit nichts zu tun. Ich habe es von meinem Meister geschenkt bekommen, der von seinem. Es ist eine einzige große Geschenkkette hier. Aber wenn du Lust hast, mich bei dem zu unterstützen, was ich hier mache, dann freue ich mich sehr. Ich bin sehr dankbar, wenn es Menschen gibt, die mich finanziell unterstützen bei den Videos, bei den Satsangs, bei den Retreats, mit der Technik.
Ich gebe da mit großer Freude und Leidenschaft alles, was ich habe an Zeit, Geld und Kraft, und ich freu mich, wenn es Menschen gibt, die da mitmachen. Wenn du das möchtest: auf der Spende-Seite auf meiner Website findest du Informationen dazu, wie das geht. Besonders hilfreich für mich ist es, wenn es Menschen gibt, die eine Mitgliedschaft bei Steady abschließen, denn dann bekomme ich regelmäßig jeden Monat kleine oder mittelgroße Beträge, ganz wie du magst. Dann kann ich diese wunderbare Arbeit hier gut planen und koordinieren. Aber mach's, wie du magst.
Ich sage immer: tu das, was dir Freude bereitet – dann ist es das Richtige. Wenn du nichts verpassen möchtest, was ich hier so treibe mit Videos und Satsangs, kannst du dich gerne in meine Newsletter-Liste eintragen, auch das geht auf meiner Website. Immer, wenn es ein neues Video gibt oder irgendetwas anderes Wissenswertes, schreibe ich ein Newsletter. Und jeden Tag am Morgen, morgens um 6, verschicke ich eine kurze Email mit einem kleinen Zitat aus irgendeinem meiner Videos, und manche Leute finden das ganz hilfreich, einfach um den Tag auf dem richtigen Fuß zu beginnen.
Wenn du das möchtest, kannst du das auch auf meiner Website abonnieren. Ja... Ich danke dir, dass du da bist. Danke für deine Fragen, und danke an alle, die hier sind und keine Fragen haben und einfach dabei sind mit ihrer Energie. Wir sind alle verbunden, auch wenn wir das überhaupt nicht wissen. Aber in Wirklichkeit sind wir alle eins; wir sind alle im selben Boot, jeder Einzelne von uns.
Ja, und wenn du magst: nächsten Sonntag ist Osterintensive, und nächsten Montag auch. Danke für Satsang.
Ich liebe dich.