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Online-Satsang vom 12. März 2026

Deutsch mit deutschen Untertiteln.

Themen: Sein wie du bist – das ist die Einladung. Den Mann der besten Freundin geküsst. Die alte Gewohnheit, nicht hier zu sein. Meditieren passt nicht dazu, es eilig zu haben. Das Geheimnis eines erfüllten Lebens. Du darfst so sein, wie du bist. Um Perfektion geht es nicht. Du wirst nie wissen, was deine Liebe bewirkt. Dein Vertrauen hat dich geheilt. Wir haben genug mit uns selbst zu tun. Dankbar für das, was du nicht mehr brauchst. Man meditiert nicht, wenn man sich ändern will. Es gibt keinen Gott. Nichts desillusioniert besser als ein Kuss. Nur wer zu allem bereit ist, ist frei. Sei unmöglich: sei, wie du bist. Überlasse es dem Fluss des Lebens.

Über dieses Video:

Dieser wunderbare Satsang kreiste immer wieder um diese eine Einladung: sei, wie du bist. Doch damit ist nicht gemeint, sich beliebig auszuleben, sondern damit aufzuhören, sich Gedanken über sich selbst zu machen, sich zu bewerten, und zu versuchen, sich zu verändern.

Genau darum gibt es so viele Missverständnisse, und deswegen schätze ich die praktischen Lebensfragen, die all die mutigen Teilnehmer gestellt haben, so sehr. Denn daran, am konkreten Beispiel des echten menschlichen Lebens, wird klar, was damit überhaupt gemeint ist.

Und so kamen die Fragen wieder aus allen Bereichen des Lebens. Wie damit umgehen, wenn man den Mann der besten Freundin geküsst hat? Wie wird man die Gedanken los? Was tun, wenn das Ego nicht verschwindet, obwohl man seit vielen Jahren meditiert? Und wie kann man sich auf etwas freuen, ohne ständig enttäuscht zu werden?

Wenn du es wagst, so zu sein wie du bist – und das war meine Einladung auch wieder in diesem Satsang – dann wirst du selbst entdecken, wie das Leben wirklich funktioniert. Dann weißt auch du aus eigener Erfahrung,  dass es in Wirklichkeit kein Problem gibt.

Vollständiger Text der Aufzeichnung zum Mitlesen:

Sein wie du bist – das ist die Einladung

[Dhyan Mikael:] Guten Abend. Willkommen zum Satsang. Ich freue mich, dass du da bist. Endlich wieder Satsang...

Ja, hier im Satsang sind wir als Menschen zusammen, als ganz normale Menschen. Hier im Satsang darfst du so sein, wie du wirklich bist. Hier darfst du dich kennenlernen und sein lassen, wie du wirklich bist. Das ist die Einladung eines jeden Satsangs. Als ich vor 26 Jahren zu meinem spirituellen Meister Soham kam, da lud er mich ein, mich kennenzulernen und sein zu lassen, so wie ich wirklich bin – und damit ging ein gutes Leben los.

Und das ist auch meine Einladung an dich. Hier im Satsang kannst du, wenn du möchtest, mir eine Frage stellen zu deinem Leben, zum Meditieren, zu deinem spirituellen Weg, wenn du einen hast, oder zu den ganz normalen Herausforderungen des Lebens: Arbeit, Beziehung, Gesundheit... das ist im Grunde alles das Gleiche. Und wenn wir nach Antworten auf diese Fragen suchen, kommen wir immer auf die gleiche Antwort: das ist das Schöne am Satsang.

Wenn du eine Frage stellen möchtest, kannst du das im Chat in Zoom machen oder auch in dem Chat über YouTube, und wenn es von dir und von euch online keine Frage gibt, dann habe ich hier einige Fragen, die mich per Brief und auch per Email erreicht haben. Ja, und das machen wir jetzt eineinhalb Stunden lang bis halb 10, und ich bin dankbar, dass ich hier mit dir und euch sein darf.

Hier im Satsang darfst du dich kennenlernen und sein lassen, wie du wirklich bist. Als ich vor 26 Jahren zu meinem spirituellen Meister Soham kam, da lud er mich ein, mich kennenzulernen und sein zu lassen, so wie ich wirklich bin – und damit ging ein gutes Leben los. Und das ist auch meine Einladung an dich.

Den Mann der besten Freundin geküsst

Simone, guten Abend. Hast du Fragen, mit denen du schon anfangen möchtest?

[Simone:] Ja, guten Abend, Mikael. Ich habe Fragen.

[Dhyan Mikael:] Ja, klasse. Her damit.

[Simone:] Die erste Frage ist von jemandem, der sich Mairegen nennt.

[Dhyan Mikael:] Mairegen, willkommen! Ich freue mich, dass du da bist. Schöner Name...

[Simone:] „Lieber Mikael, gestern habe ich den Mann meiner besten Freundin geküsst. Wir fühlen uns seit Monaten zueinander hingezogen und tänzeln umeinander herum. Wie schaffe ich es, emotional nicht total durchzudrehen jetzt? Eigentlich weiß ich es ja, aber kannst du mir noch ein paar Worte sagen?”

[Dhyan Mikael:] Danke für deine Frage. Danke für deinen Mut, sie hier zu stellen.

Ja, was du da gerade erlebst, ist eine wunderbare Übung im Nichtdenken. Denke nicht über das nach. Sei bei dir, fühle dich, und gib deinen Gedanken keinerlei Aufmerksamkeit – weder den Gedanken an irgendetwas, was verkehrt sein könnte, noch den Gedanken, dass irgendetwas wunderbar ist.

Wenn du das tust, dann bist du auf sicherem Boden. Dann kannst du das, was geschieht, genießen. Du kannst dich genießen, und auch alles andere.

Aber sobald du in deiner Situation beginnst zu denken, wird es sehr, sehr interessant.

Was du gerade erlebst, ist eine wunderbare Übung im Nichtdenken. Sei bei dir, fühle dich, und gib den Gedanken keinerlei Aufmerksamkeit – weder an das, was verkehrt sein könnte, noch, dass irgendetwas wunderbar ist. Dann bist du auf sicherem Boden und kannst das, was geschieht, genießen. Aber sobald du beginnst zu denken, wird es interessant.

Also immer, wenn der Wahnsinn da oben im Kopf losgeht, lass dies dein Weckruf sein: „Ah, ich sollte diesen Gedanken keine Aufmerksamkeit geben.” Und dann kommst du zurück zu dir selbst. Vielleicht kennst du die Samarpan-Meditation. Dort übt man jeden Morgen eine halbe Stunde, einfach im Kronenchakra zu ruhen – das ist die Stelle hier oben –, und das ist eine ganz tolle Stelle: wenn man da mit der Aufmerksamkeit ruht, dann kann man nicht denken. Natürlich fängt man sofort wieder an zu denken, klar.

Aber dann kommt man einfach mit der Aufmerksamkeit hierher zurück, und da ist es still.

Und das kannst du als Rettungsanker nehmen, wenn deine Gedanken es dir schwer machen.

Ja, und ansonsten kann ich nur sagen: genieße alles, was geschieht, und bleib, so gut du kannst, bei dir. Anstatt über deine beste Freundin nachzudenken, bleib bei dir mit deiner Aufmerksamkeit. Du kannst zu ihr gehen und mit ihr Kaffee trinken, aber bleib mit deiner Aufmerksamkeit immer bei dir. Und wenn du diesen Mann küsst, genieße es, denk nicht nach, aber bleib mit deiner Aufmerksamkeit bei dir. Das ist eine wunderbare Gelegenheit, das zu lernen.

Ansonsten kann ich nur sagen: wunderbar. Danke.

Und wenn dir die Antwort noch nicht genügt, dann bitte, frag noch einmal.

Die alte Gewohnheit, nicht hier zu sein

Simone, magst du weitermachen?

[Simone:] Ja, sehr gerne. Die nächste Frage ist von Nico.

[Dhyan Mikael:] Nico, guten Abend, hallo. Ich freue mich, dass du da bist.

[Simone:] Kannst du etwas erzählen zu 'in Präsenz zu sein' und was das bedeutet? Ich meine es immer wieder zu sein, aber ich muss mich oft fokussieren, sie nicht zu verlieren oder in Gedanken tief abzutauchen.”

[Dhyan Mikael:] Mein Meister spricht immer vom Hiersein.

Über Präsenz weiß ich nichts, aber vielleicht ist es ja das Gleiche. Schau... ich kann entweder in Gedanken sein – dann bin ich mit dem, was ich mir wünsche, mit dem, was war, mit dem, was ich mir vorstelle, was sein wird –, oder ich kann mit dem sein, was hier ist, mit den Körperempfindungen, mit dem Spüren meines Seins, meiner Energie.

Das wird immer feiner, diese Fähigkeit, je länger man meditiert.

Und das ist eigentlich alles. Es ist keine ernste Angelegenheit. Mach dir keine Gedanken darüber. Sei einfach hier, so gut du kannst. Lebe dein Leben, so gut du kannst. Genieße alles, so gut du kannst – und denke nicht darüber nach. Und immer, wenn du dich dabei erwischt, dass du in Gedanken bist, wenn du dich dabei erwischt, wie du den Gedanken deine Aufmerksamkeit gibst, hol sie zurück zu dir. Ruhe mit deiner Aufmerksamkeit in dir, während du lebst, während du arbeitest, während du schläfst.

Das ist eigentlich eine ganz natürliche, einfache Angelegenheit. Immer, wenn du nicht in Gedanken bist, bist du hier. Immer wenn du nicht in Gedanken bist, bist du präsent, bist du im Präsens, in der Gegenwart.

Sei einfach hier, so gut du kannst. Genieße alles, so gut du kannst – und denke nicht darüber nach. Und immer, wenn du den Gedanken deine Aufmerksamkeit gibst, hol sie zurück zu dir. Ruhe mit deiner Aufmerksamkeit in dir, während du lebst, während du arbeitest, während du schläfst. Das ist eigentlich eine ganz natürliche, einfache Angelegenheit.

Und nur hier findet Leben statt.

Immer, wenn du nicht in Gedanken bist, bist du hier. Immer wenn du nicht in Gedanken bist, bist du präsent, bist du im Präsens, in der Gegenwart. Und nur hier findet Leben statt.

Es ist nicht so, dass das schwer ist, schwierig, hier zu sein. Es ist eigentlich das Leichteste, was es gibt. Das Einzige, was es uns so schwer macht, ist diese alte Gewohnheit, ständig und andauernd unsere Aufmerksamkeit bei den Gedanken zu haben. Das ist einfach eine Angewohnheit, die wir unser Leben lang schon üben. Und wenn wir jetzt unsere Aufmerksamkeit von den Gedanken wegholen und einfach hier sind und uns keine Gedanken machen über gestern und über morgen, dann fühlt sich das fremd an, ungewohnt, fast verkehrt.

Und deswegen muss man es ein wenig üben. Deswegen spreche ich so oft von der Samarpan-Meditation, die jetzt auch Himalaya-Meditation heißt. Da übt man das. Da schließt man jeden Morgen für eine halbe Stunde die Augen und übt, den Gedanken einfach keine Aufmerksamkeit zu geben, sondern einfach im Kronenchakra zu ruhen. Und das ist ja die leichteste Übung, die man sich vorstellen kann – aber in dieser halben Stunde lernt man dann sich selbst kennen.

Da merkt man dann, wie sehr man es wirklich gewohnt ist, ständig zu denken. Für viele Menschen ist es anfangs eine wirkliche Überraschung, weil man das im Alltag gar nicht so sehr merkt. Und da kann man es dann üben. Und wenn du das morgens auf diese Weise für eine halbe Stunde übst, dann fällt es dir während des gesamten Tages leichter, präsent zu sein.

Es ist nicht so, dass es schwer ist, hier zu sein. Was es uns so schwer macht, ist diese alte Gewohnheit, unsere Aufmerksamkeit bei den Gedanken zu haben. Wenn wir unsere Aufmerksamkeit von den Gedanken wegholen und uns keine Gedanken machen über gestern und morgen, fühlt sich das fremd an, verkehrt. Und deswegen muss man es ein wenig üben.

Und je länger du das machst, mit den Monaten und Jahren, in denen du jeden Tag meditierst – das muss nicht lang sein, eine halbe Stunde gereicht –, wird es immer normaler und immer natürlicher.

Und irgendwann weißt du gar nicht mehr, wie du je in Gedanken leben konntest.

Danke für deine Frage. Ich freue mich, dass du da bist.

Meditieren passt nicht dazu, es eilig zu haben

Simone, ich hätte einen Brief vorzulesen...

„Durch deine sanften und gefühlsamen Worte wurden Fragen in mir beantwortet, die ich unbewusst mit mir herumgetragen habe, aber nie verbalisierte. Sie schienen mir zu subtil und nicht von dieser Welt. Und dadurch habe ich Vertrauen gefasst in das Unbekannte, durch dein lebendiges Beispiel, und meditiere mit der Meditation jeden Tag. Meine Frage: kann man sie auch öfter am Tag machen, oder ist einmal täglich die richtige Dosis? Manchmal habe ich den Impuls, mich jetzt intuitiv hinzusetzen.” Ja, danke für deine Frage. Danke für deinen schönen Brief und die schöne Karte.

Bevor ich diese Frage zur Samarpan-Meditation, zur Himalaya-Meditation, beantworte, möchte ich sagen, dass ich eigentlich gar nicht die richtige Adresse für solche Fragen bin, obwohl ich sie sehr gerne beantworte. Ich sage dir gerne, was meine Erfahrung damit ist. Aber es gibt jemanden, den kannst du fragen, der weitaus kompetenter ist als ich – und das ist Swamiji.

Swamiji ist der Guru, der diese Meditation, die du machst, aus dem Himalaya zu uns gebracht hat – und man kann ihn fragen. Und es gibt hier in Deutschland den Samarpan-Meditation e.V., einen eingetragenen, gemeinnützigen Verein, die kann man auch fragen; die haben die richtigen Antworten von Swamiji parat für all die Fragen, die die Menschen so normalerweise haben.

Auf meiner Website, da findest du die Seite „Himalaya-Samarpan-Meditation”, und auf dieser Seite habe ich die Kontaktmöglichkeiten aufgeführt, wenn du diesen Verein kontaktieren möchtest: das geht per Email, aber auch per WhatsApp zum Beispiel. Da ist aber auch die Büro-E-Mail-Adresse von Swamiji. Du kannst ihm also auch direkt schreiben. Und dann bekommst du die Antwort zu dieser Frage direkt von dem lebendigen Medium Gottes, das diese Meditation zu dir gebracht hat.

Und du fragst, ob man sie auch öfter als einmal am Tag machen kann.

Das eine, was ich dazu sagen möchte, ist, dass es ganz darauf ankommt, warum du das machen möchtest. Es gibt Menschen, die haben es eilig, und die glauben, mehr ist besser. Die glauben: „okay, wenn eine halbe Stunde am Tag gut ist, dann sind 3 Stunden besser”, und die meditieren wie die Wahnsinnigen, weil sie schneller vorwärtskommen wollen.

Und das ist kein guter Weg, denn wenn du meditierst, wenn du die Himalaya-Meditation machst, dann machst du eigentlich das Gegenteil: du lässt alle Ziele, alle Vorstellungen, alle Ziele und Wünsche los und du bist einfach hier, so wie du bist.

Du vergisst jeden Wunsch, anders zu werden. Du vergisst jeden Wunsch, weiterzukommen. Du vergisst alles, was du dir denkst, und du bist einfach hier.

Manche haben es eilig und glauben: „wenn eine halbe Stunde am Tag gut ist, dann sind 3 Stunden besser”, und meditieren wie Wahnsinnige, damit sie schneller vorwärts kommen. Doch Meditieren ist das Gegenteil: du vergisst jeden Wunsch, anders zu werden und weiter zu kommen. Du vergisst alles, was du dir denkst, und du bist einfach hier.

Das heißt, die Meditation passt nicht zum „weiterkommen wollen”, passt nicht zum „es eilig haben”.

Aber wenn du irgendwann am Tag merkst: „Ah, ich möchte mich so gerne noch einmal hinsetzen. Es ist einfach so schön und es tut so gut. Ich kann mir nichts Besseres vorstellen”... oh, dann tu's. Die Meditation ist eigentlich die natürlichste Art und Weise, sich auszuruhen. Wenn ich von vom Arbeiten erschöpft bin und eine Pause brauche und ich mich in den Sessel setze und die Augen schließe, dann meditiere ich – zwar nicht formell, aber ich schließe die Augen und ich denke nicht. Das ist das Entspanntste, was es gibt.

Wenn du dich einfach hinsetzt, weil du dir selbst nah sein möchtest und es so schön und so angenehm ist... ja, was könnte es Besseres geben? Das ist das, was ich dazu sagen kann. Aber frag Swamiji, bitte. Weißt du, ich teile sehr, sehr gerne meine Sicht der Dinge und meine Erfahrungen, einfach, um dir Mut zu machen; um dich zu ermutigen; um dir zu sagen, dass alles in Ordnung ist. Aber im Grunde bin ich einfach nur ein Meditierender, genau wie du.

Aber wir haben das unendliche Glück, zu einer Zeit zu leben, wo Swamiji am Leben ist. Nutze die Gelegenheit. Frag ihn.

Danke für deine Frage. Danke für deinen Brief. Ich habe mich sehr gefreut, wieder von dir zu hören.

Das Geheimnis eines erfüllten Lebens

Simone, magst du mit einer Frage von deiner Seite fortfahren?

[Simone:] Sehr, sehr gerne. Die nächste Frage ist von Katharina.

[Dhyan Mikael:] Katharina, guten Abend. Wie schön. Ich freue mich, dass du da bist.

[Simone:] „Lieber Mikael, mir fällt in meinem Leben oft auf, wenn ich mich auf etwas freue oder mir ganz sicher bin, dass etwas klappt, geht es häufig schief. Wenn ich aber auch damit rechne, dass es vielleicht nicht klappt, funktioniert es eher. Woran kann das liegen? Und wie kann man sich trotzdem freuen, ohne Angst zu haben, dass es dann nicht klappt? Liebe Grüße, und danke für deine Antwort. Katharina.”

[Dhyan Mikael:] Oh, Katharina, was für eine schöne Frage.

Ja, es ist lustig mit dem Leben.

Das ist so, weil das Leben nicht dazu da ist, unsere Wünsche zu erfüllen. Das stimmt nicht ganz... Dieses ganze Leben ist dazu da, den einen Wunsch zu erfüllen, den du hattest, bevor du in dieses Leben gekommen bist.

Aber es ist nicht dazu da, die Wünsche zu erfüllen, die du hier während dieses Lebens entwickelst und hast: der Wunsch nach einem neuen Auto oder einem neuen Mann oder mehr Geld oder einer besseren Arbeit oder solche Geschichten. Bevor du in dieses Leben kamst, hast du gesagt: „Okay, diesmal will ich's wissen. Diesmal möchte ich dieses Leben nutzen und entdecken, wie ich zu mir zurückkehren kann.” Dazu ist dieses Leben da: um dir dabei zu helfen. Und immer, wenn du dich hingibst, eilt das Leben zu dir und sagt: „Ah, da gibt sich jemand hin.

Dieses Leben ist nicht dazu da, deine Wünsche zu erfüllen, nach einem neuen Auto, einem neuen Mann, mehr Geld oder einer besseren Arbeit. Bevor du in dieses Leben kamst, hast du gesagt: „Diesmal will ich's wissen und entdecken, wie ich zu mir zurückkehren kann.” Dazu ist dieses Leben da: um dir dabei zu helfen.

Da machen wir mit.” Und sobald jemand sagt: „ich will's aber so und so haben”, dann sagt das Leben, ”nein, da mache ich nicht mit”, weil das Leben einfach nicht dafür da ist. Die meisten Menschen wissen davon nichts. Menschen, die nicht auf dem spirituellen Weg sind, die von all diesen Dingen überhaupt nichts wissen, da spielt das Leben mit. Das Leben stört sie nicht. Das Leben lässt sie schlafen. Aber sobald jemand reif ist, um zu erwachen, aufzuwachen aus der Illusion, und sich auf den Heimweg zu machen, gibt das Leben Gas und lehrt dich Hingabe – denn das ist der Weg zurück zu dir selbst.

Bei Menschen, die nicht auf dem spirituellen Weg sind, da spielt das Leben mit. Das Leben stört sie nicht und lässt sie schlafen. Aber sobald jemand reif ist, um zu erwachen, aufzuwachen aus der Illusion, und sich auf den Heimweg zu machen, gibt das Leben Gas und lehrt dich Hingabe – denn das ist der Weg zurück zu dir selbst.

Du fragst, wie geht denn das? Wie kann man sich freuen, ohne enttäuscht zu werden? Das geht ganz einfach: erfreue dich an dem, was da ist – solange es da ist.

Erfreue dich an dem, was nicht da ist. Du hast gerade keine Schmerzen: „Ah, wie schön."

Du hast gerade Schmerzen? „Okay, ihr seid willkommen.” Sage immer zu dem 'ja', was da ist. Freue dich immer an dem, was jetzt gerade da ist. Das ist das Geheimnis.

Du fragst: wie kann man sich freuen, ohne enttäuscht zu werden? Das geht ganz einfach: erfreue dich an dem, was da ist – solange es da ist. Erfreue dich an dem, was nicht da ist. Du hast keine Schmerzen: „Ah, wie schön." Du hast Schmerzen? „Okay, ihr seid willkommen.” Sage immer zu dem 'ja', was da ist. Das ist das Geheimnis.

Und wenn du das tust, dann sagt das Leben: „Oh wow, schau mal!" Da sind sie im Himmel alle ganz aufgeregt: „Schau mal, da ist jemand, der freut sich tatsächlich über das, was wir ihm geben. Dem geben wir noch mehr.” Und dieser Mensch wird mit Segnungen überschüttet, immer noch mehr. Aber wenn du dich auf etwas freust, was nicht da ist, wenn du etwas willst, was nicht da ist, und das ersehnst und dich nicht um das kümmerst, was hier ist, dann sagt das Leben: „Ah, da ist jemand, die hat kein Interesse an den Sachen, die da sind.

Der brauchen wir nichts mehr geben. Die freut sich eh nicht daran.” Und das ist die Wahl: entweder du lebst hier und erfreut dich an dem, was da ist, oder du freust dich auf etwas, was nicht da ist. Aber wenn das, was jetzt noch nicht da ist, hier ist, erfreust du dich fünf Minuten daran, und dann freust du dich schon wieder auf das Nächste, was noch nicht da ist. Das ist der Grund, warum Jesus einmal gesagt hat: „Die, die haben, denen wird gegeben.

Die, die nicht haben, denen wird das, was sie noch haben, genommen.” Ich habe das lange Zeit überhaupt nicht verstanden, was Jesus damit meint, aber er sprach genau davon: die, die haben – die, die das sehen, was sie haben, und sich daran erfreuen –, denen schenkt das Leben immer noch mehr. Aber die, die das, was sie haben, nicht sehen, sondern in Wünschen und Gedanken leben, denen wird das, was sie haben, noch genommen. Das ist keine Strafe. So funktioniert einfach das Leben.

Jesus sagte: „Die, die haben, denen wird gegeben. Die, die nicht haben, denen wird das, was sie haben, genommen.” Die, die das sehen, was sie haben, und sich daran erfreuen –, denen schenkt das Leben immer noch mehr. Aber die, die das, was sie haben, nicht sehen, sondern in Wünschen und Gedanken leben, denen wird das, was sie haben, noch genommen.

Also freue dich auf nichts, was geschehen könnte. Wenn es kommt und da ist, dann freue dich daran. Aber bis dahin, sei hier. Lebe nicht in der Zukunft; lebe hier, jetzt. Das macht viel mehr Spaß. Das ist viel schöner.

Und wenn dann etwas Schönes hier ist, genieße es – mit offenen Händen: wenn es gehen will, lass es sofort wieder gehen.

Also freue dich auf nichts, was geschehen könnte. Wenn es kommt und da ist, dann freue dich daran. Aber bis dahin, sei hier. Lebe nicht in der Zukunft; lebe hier, jetzt. Das macht viel mehr Spaß. Das ist viel schöner. Und wenn dann etwas Schönes hier ist, genieße es – mit offenen Händen: wenn es gehen will, lass es sofort wieder gehen.

Das ist das Geheimnis für ein glückliches, vollkommen erfülltes Leben.

Danke, Katharina. Danke. Ich freue mich, dass du da bist.

Bitte?

[Simone:] ich habe gefragt, ob ich weitermachen darf, oder ob du weitermachst.

Du darfst so sein, wie du bist

[Dhyan Mikael:] Ich habe hier noch einen zweiten Brief, der eigentlich irgendwie dazu passt, den möchte ich gerne vorlesen.

Ich freue mich immer sehr, wenn ich handschriftliche Briefe bekomme. Ich freue mich natürlich auch über jede Email, aber handschriftliche Briefe haben schon etwas ganz Besonderes.

„Seit ein paar Tagen kann ich beobachten, wie mein ganzes System ständig damit beschäftigt ist, Dinge im Außen zu finden, welche mir ein gutes Gefühl bringen. Manchmal schleicht sich das so ein, und ich bemerke es erst einmal gar nicht. Und manchmal ist da auch ein mulmiges Gefühl, denn was bleibt denn dann übrig, wenn das nicht mehr geschieht? Wie gestaltet sich denn dann das Leben?

Eigentlich ist es ja auch einerlei, wie sich das Leben dann gestaltet. Wenn ich bereit bin, alles in mir willkommen zu heißen, dann ist es einerlei, was das Leben bringt. Und doch ist da eine Stimme, die die Kontrolle nicht abgeben will, und es geschehen Handlungen motiviert, um schlechte Gefühle zu vermeiden oder gute Gefühle zu provozieren. Kannst du dazu etwas sagen?” Danke für deinen Brief.

Ja, so sind wir – aber mach dir keine Gedanken darüber. Genieße das, was da ist, und fühle deine Gefühle. Du brauchst dir überhaupt gar keine Gedanken bei diesen Sachen machen. Ich meine, es ist klar, wir machen natürlich viel lieber die Sachen, die angenehm sind. So führt uns das Leben letztlich. Daran ist also überhaupt nichts verkehrt. Ich mache ja auch nicht absichtlich die Dinge, die sich nicht gut anfühlen.

Aber es gibt dann Dinge, die tun wir und wir spüren ganz genau: „Moment mal, hier stimmt etwas nicht”, als würden wir in einen Traum rennen; als würden wir in einer Fantasie leben.

Wenn du das merkst, komm einfach wieder hierher zurück. Geh heraus aus den Gedanken und bleibe mit deiner Aufmerksamkeit hier, bei dem, was hier ist. Dann bist du auf der sicheren Seite. Mehr brauchen wir nicht tun. Es ist ganz einfach. Und weißt du, es ist ein ständiges Hin und Her. Es ist nicht so, dass du einmal hörst, „ah, so geht das richtig – einfach nur hier sein”, und dann kannst du es für immer. Nein.

Ganz allmählich wird das Hiersein immer normaler, und ganz allmählich, mit den Monaten, mit den Jahren, bewegen wir uns immer weniger in den Gedanken und in den Wunschträumen und der Fantasie.

Es braucht einfach nur Zeit. Also sei geduldig mit dir selbst.

Es ist nicht so, dass du einmal hörst, „ah, so geht das richtig – einfach nur hier sein”, und dann kannst du es für immer. Nein. Ganz allmählich wird das Hiersein immer normaler, und ganz allmählich, mit den Monaten, mit den Jahren, bewegen wir uns immer weniger in den Gedanken und Wunschträumen und der Fantasie. Es braucht einfach nur Zeit. Sei geduldig mit dir.

Schenke den Gedanken keine Aufmerksamkeit. Und schenke auch den Gedanken darüber, wie du das alles machst, keine Aufmerksamkeit. So mache ich das mit mir selbst. Ich mache so viel Unsinn. Ich mache so viel verkehrt.

Aber ich denke nicht darüber nach.

Irgendwann hat mir mein Meister Soham einmal die Erlaubnis gegeben, so zu sein, wie ich bin. Und er wusste, wie ich bin.

Und die Erlaubnis hast du auch. Sei einfach so, wie du bist. Liebe dich so, wie du bist – wie du jetzt bist –, mach dir keine Gedanken, und sei so gut du kannst hier. Mehr ist nicht nötig. Der ganze Rest geschieht von selbst.

Irgendwann hat mir mein Meister Soham einmal die Erlaubnis gegeben, so zu sein, wie ich bin. Und er wusste, wie ich bin. Und die Erlaubnis hast du auch. Sei einfach so, wie du bist. Liebe dich so, wie du bist – wie du jetzt bist –, mach dir keine Gedanken, und sei so gut du kannst hier. Mehr ist nicht nötig. Der ganze Rest geschieht von selbst.

Diese ganze Veränderung des Reifens, des innerlich stärker werdens, das geschieht alles von selbst.

Das Einzige, was wir zu tun haben, ist, so gut wir eben können, hier zu sein, und den Gedanken keine Aufmerksamkeit zu geben. Wir brauchen nicht darüber nachdenken, wie das geht, und wir brauchen auch nicht darüber nachdenken, wie wir es verhindern können, dass wir wieder etwas falsch machen. Das alles können wir uns sparen. Und dann können wir entspannen.

Das Reifen und innerlich stärker werden geschieht alles von selbst. Das Einzige, was wir zu tun haben, ist, so gut wir eben können, hier zu sein. Wir brauchen nicht darüber nachdenken, wie das geht und wie wir es verhindern können, dass wir wieder etwas falsch machen. Das alles können wir uns sparen. Und dann können wir entspannen.

Danke für deinen schönen Brief. Ich habe ihn sehr genossen.

Um Perfektion geht es nicht

So, Simone, magst du weitermachen?

[Simone:] Ja, sehr gerne.

[Dhyan Mikael:] Ah, das freut mich.

[Simone:] Die nächste Frage ist von Nils.

[Dhyan Mikael:] Nils, guten Abend. Ich freue mich, dass du wieder da bist.

[Simone:] „Hallo Mikael. Warum will ich dem Leben nicht wirklich vollständig vertrauen? Ich glaube, ich habe Angst davor, doch enttäuscht zu werden. Könntest du dazu ein paar Worte verlieren? Danke.”

[Dhyan Mikael:] Ah, sehr gerne. Danke, Nils. Vergiss alles, was mit „vollständig” zu tun hat oder ”ganz und gar”.

Ich vertraue dem Leben auch nicht vollständig.

Immer mal wieder gibt es da etwas, was nicht vertraut.

Swamiji sagte einmal: „Solange wir in diesen Körpern sind, solange ist Ego da.” Es ist einfach so. Also strebe nicht nach Perfektion; strebe nicht nach „vollständigen” Vertrauen oder „vollständigem Hiersein”. Erfreue dich an dem Vertrauen, was da ist. Wenn du das tust, dann wächst dieses Vertrauen. Erfreue dich an dem, was hier ist: dann wächst das, was hier ist.

Vergiss „vollständig” und ”ganz und gar”. Swamiji sagte: „Solange wir in diesen Körpern sind, ist Ego da.” Also strebe nicht nach Perfektion, „vollständigem” Vertrauen oder Hiersein. Erfreue dich an dem Vertrauen, was da ist. Wenn du das tust, dann wächst dieses Vertrauen. Erfreue dich an dem, was hier ist: dann wächst das, was hier ist.

Jedes Mal, wenn du merkst, dass du wieder den in Gedanken bist, komm zurück hierher, da, wo keine Gedanken sind. Und dann erfreue dich daran.

Dann wird alles einfach. Niemand hat gesagt, dass du es gut machen musst. Sei einfach so, wie du bist. Das reicht.

Niemand hat gesagt, dass du es gut machen musst. Sei einfach so, wie du bist. Das reicht.

Wirklich. Auf meiner Website habe ich ein kurzes Willkommensvideo, das ich vor 3 Jahren gemacht habe, als ich begann, Videos zu machen.

Und der Titel... ich könnte den Titel heute genauso wählen wie damals. Es heißt: „Wenn ich in den Himmel finde” – ich, dieser Kerl hier –, „dann kannst du das auch”.

Wir brauchen nicht perfekt sein. Darauf kommt es überhaupt nicht an. Worauf es ankommt, ist, dass wir bereit sind, immer wieder den richtigen Weg einzuschlagen. Wir können uns verirren, wir können es falsch machen – und sobald wir es merken: „Ah...", dann wieder bereit zu sein, in die richtige Richtung zu schauen: nach innen, zur Stille.

Und das reicht.

Wenn du dafür bereit bist, ist alles gut.

Wir brauchen nicht perfekt sein. Worauf es ankommt, ist, dass wir bereit sind, immer wieder den richtigen Weg einzuschlagen. Wir können uns verirren, wir können es falsch machen – und sobald wir es merken, wieder bereit zu sein, in die richtige Richtung zu schauen: nach innen, zur Stille. Und das reicht. Wenn du dafür bereit bist, ist alles gut.

Du brauchst keine Bedingungen erfüllen, brauchst keine guten Noten schreiben, um in den Himmel zu kommen – im Gegenteil.

Wie ist der Nils heute? Wie ist er denn so? Den liebe.

Denke nicht daran, wie er sein könnte.

Ja...

Der Verstand, das Ego, kann damit nichts anfangen. Da gibt es keine Orientierung für das Ego.

Es kann damit nichts anfangen: „Wie? Einfach hier sein und es nicht besser machen? Was soll denn das? Dann habe ich ja nichts mehr zu tun!” Allerdings.

Sich selbst zu lieben, so wie man ist – ohne vollständiges Vertrauen, mit all den Zweifeln, mit all den Ängsten, mit all dem Unvermögen – das ist ein Ego-Killer.

Und es ist einfach.

Sich selbst zu lieben, so wie man ist – ohne vollständiges Vertrauen, mit all den Zweifeln, mit all den Ängsten, mit all dem Unvermögen – das ist ein Ego-Killer. Und es ist einfach.

Weißt du, es ist lustig... Die Gedanken können sich nichts anderes vorstellen, als dass es darum ginge, besser zu werden. Es geht nicht darum, besser zu werden. Es geht darum, sich keine Gedanken darüber zu machen, wie man ist.

Die Gedanken können sich nichts anderes vorstellen, als dass es darum ginge, besser zu werden. Es geht nicht darum, besser zu werden. Es geht darum, sich keine Gedanken darüber zu machen, wie man ist.

Das ist eine ganz andere Nummer. Danke, Nils. Ich freue mich, dass du da bist.

Du wirst nie wissen, was deine Liebe bewirkt

Simone, bitte fahre fort, falls du noch eine Frage hast.

[Simone:] Die nächste Frage ist von Monika.

[Dhyan Mikael:] Monika, guten Abend. Hallo.

[Simone:] „Hallo Mikael. Ich arbeite bei der Telefonseelsorge und habe es mit vielen Daueranrufern zu tun, die immer wieder das Gleiche erzählen. Es gibt keine Entwicklung, und das nervt. Was sagt das über mich?”

[Dhyan Mikael:] Danke, Monika.

20 Jahre lang saß ich im Satsang meines Meisters Soham, bis Corona unser abenteuerliches Satsang-Reiseleben beendete. Und dann, ein Jahr später, war ich hier zu Hause und begann dann ein paar Jahre später, selbst auch Videos zu machen und Satsang zu geben. Und in diesen 20 Jahren mit ihm habe ich so viele Menschen erlebt im Satsang, die Jahr für Jahr das Gleiche erzählt haben: scheinbar keine Entwicklung. Viele Menschen waren irritiert. Viele Menschen dachten, „ich kann mir das nicht mehr anhören”.

Aber ich habe nicht auf die Menschen geschaut. Ich habe auf Soham geschaut, wie der war mit diesen Menschen. Und jedes Mal, wenn so ein Mensch kam – alle wussten, was jetzt kommt, alle kannten die Geschichte auswendig –, hat er sie angeschaut und willkommen geheißen, als wären sie zum ersten Mal da. Und diese Liebe, diese absolute Unvoreingenommenheit, diese völlige Abwesenheit von Bewertungen, die konnte ich mit den Jahren immer mehr sehen. Und das ist das eigentliche Geschenk für mich im Satsang mit Soham gewesen: diese Gottesliebe; übermenschlich.

Wenn die Menschen zu einem Psychotherapeuten gehen, dann will der, dass sie sich verbessern. Wenn sie zu einem Arzt gehen, dann will der, dass sie gesund werden. Aber wenn sie zu Gott gehen, dann sind sie willkommen, so wie sie sind. Und das heilt.

Wenn die Menschen zu einem Psychotherapeuten gehen, dann will der, dass sie sich verbessern. Wenn sie zu einem Arzt gehen, dann will der, dass sie gesund werden. Aber wenn sie zu Gott gehen, dann sind sie willkommen, so wie sie sind. Und das heilt.

Wenn also jemand bei dir anruft, vergiss alles, was war. Vergiss deine Gedanken, deine Erinnerungen, deine Bewertungen.

Du bist da, um am Telefon zu dienen. Du hast bestimmte Stunden, an denen du dich zur Verfügung stellst.

Und das einzige Missverständnis, das du hast, ist, dass du glaubst, du bist da, damit die Menschen sich verbessern. Nein. Du bist da, weil du der einzige Mensch bist im Leben dieser Menschen, von dem sie Aufmerksamkeit und Liebe bekommen. Was dann daraus geschieht, ist überhaupt nicht deine Angelegenheit, und auch nicht deine Verantwortung. Du gehst da hin, um Liebe zu verschenken, deine Zeit und deine göttliche Aufmerksamkeit zu verschenken, eine Stunde, zwei Stunden lang, je nachdem, wie lang du das tust. Wer kommt, spielt keine Rolle.

Du glaubst, du bist da, damit sie sich verbessern. Nein. Du bist da, weil du der einzige Mensch bist im Leben dieser Menschen, von dem sie Aufmerksamkeit und Liebe bekommen. Was daraus geschieht, ist nicht deine Angelegenheit, und auch nicht deine Verantwortung. Du gehst da hin, um Liebe, Zeit und Aufmerksamkeit zu verschenken.

Und ich will dir etwas sagen.

Zu Soham kamen und kommen immer noch Menschen, die von allen anderen, von all diesen spirituellen Leuten, die im Satsang sitzen, abgelehnt wurden; unmögliche Mensch. Aber ich habe sie gesehen, über die Jahre und Jahrzehnte, und sie wurden immer schöner, immer schöner. Es ist unglaublich, was da noch möglich ist, wenn jemand einfach geliebt wird, so, wie er ist.

Zu Soham kamen Menschen, die von allen anderen, von all diesen spirituellen Leuten, die im Satsang sitzen, abgelehnt wurden; unmögliche Mensch. Aber ich habe sie gesehen, über die Jahre und Jahrzehnte, und sie wurden immer schöner, immer schöner. Es ist unglaublich, was da noch möglich ist, wenn jemand einfach geliebt wird, so, wie er ist.

Ja, und du hast das Privileg, das zu tun. Das Einzige, was es dir da schwer macht, sind deine eigenen Gedanken, und das ist natürlich normal. Daran ist auch nichts verkehrt. Dieser Job ist wirklich eine wunderbare Schule für dich, deinen Gedanken keine Aufmerksamkeit zu geben, deinen Bewertungen. Das sind nicht deine Bewertungen... das sind halt Gedanken, die haben mit dir in Wirklichkeit gar nichts zu tun. Da kannst du lernen und üben, nicht darauf zu hören, sondern einfach den Menschen zu erkennen, den du vor dir hast. Du siehst den Menschen nicht, du hörst ihn nur, aber das reicht.

Swamiji sagt etwas ganz Interessantes. Er sagt... Also, das ist dieser unglaubliche Guru, der diese Meditation in die Welt bringt. Und seine Gurus haben ihm gesagt, was seine Aufgabe ist. Und sie sagten ihm: deine Aufgabe ist es, dieses Geschenk, diese Meditation, diese Energie, diese Möglichkeit, zu verteilen. Aber wer das hört, wer das annimmt, was daraus geschieht, ob jemand meditiert, ob jemand weiter meditiert, ist alles nicht deine Angelegenheit. Er verteilt nur. Das hat mich wirklich sehr berührt.

Also liebe einfach. Wenn jemand liebt, dann liebt er einfach – ohne Erwartungen.

Ich möchte dir noch ein Beispiel erzählen von Jesus. Bei dem war es du genauso, weißt du... Da sind immer diese unmöglichen Leute gekommen, die, die alle anderen zum Wahnsinn getrieben haben. Aber bei Jesus waren sie willkommen.

Und seine Jünger haben gesagt: „Was wollen die bei dir? Warum gibst du dich mit diesen Leuten ab?” Und er sagte: „Die Gesunden, die gehen nicht zum Doktor.” Und du bist ein besonderer Mensch, weißt du... Das weißt du natürlich nicht. Aber du hast etwas, was die brauchen: einfach nur ein Ohr; und Liebe. Das wird alles für die verändern.

Du wirst davon nie etwas wissen. Ja, das haben die Gurus von Swamiji auch gesagt. Sie sagten ihm: „Du wirst die Früchte dessen, was du da säst, nicht erleben.” Und so können wir leben. Wir leben und geben einfach alles, was wir zu geben haben, ohne zu schauen, was daraus erwächst. Denn die Früchte, die daraus erwachsen, die können wir nicht sehen. Die kommen später.

Du wirst nie wissen, was deine Liebe bewirkt am anderen Ende der Telefonleitung. Das ist auch nicht notwendig.

Du wirst nie wissen, was deine Liebe bewirkt.

Ich freue mich so sehr, dass du da bist und dass du gefragt hast.

Danke. Du hast deine wundervolle Arbeit. Mein Vater war auch bei der Telefonseelsorge, als ich Jugendlicher war.

Danke.

Dein Vertrauen hat dich geheilt

Ich lese eine Email vor.

„Lieber Mikael, vielen herzlichen Dank dafür, dass du zu meinem Thema in einem Online-Satsang gesprochen hast.

Es ging ja um meinen inneren Druck im Hinblick auf die Begleitung meiner Tochter in ihren schulischen Aufgaben. Es ist kaum zu glauben, und doch war es so, dass nach dem Abschicken meiner Email an dich etwas in mir tief entspannen konnte. Seitdem geht es mir so viel besser in dieser Sache. Ich bin gelassen. Ich kann es kaum glauben. Vielleicht war das so, weil ich meine Sorgen und Nöte in dein der Hände gelegt habe, vertrauensvoll, wissend, du machst etwas Gutes daraus.

Und jetzt kommt deine Antwort genau zum passenden Zeitpunkt. Ich habe den Eindruck, vorbereitet zu sein für das, was du sagst, sodass es wirklich tief in mir ankommt. Die Wartezeit auf deine Antwort war für mich heilsam und förderlich.” Der letzte Satz bezieht sich darauf, dass es manchmal einige Wochen oder Monate dauert, bis ich antworten kann. Danke für deine Email.

Um Jesus herum sind viele Wunder geschehen, und dann kamen die Leute zu ihm und haben ihm gedankt, und er sagte: „Ich habe nichts getan. Dein Vertrauen hat dich geheilt.” Und so ist es. Es ist nicht so, dass ich dein Problem löse. Aber ich vertraue. Das ist das Geschenk meines Meisters an mich gewesen: sein unglaubliches Vertrauen ins Leben. Das habe ich von ihm geerbt.

Und dann hörst du mich, und du erbst mein Vertrauen – und dann geschehen in deinem Leben die gleichen Wunder, die in meinem Leben geschehen, wegen deinem Vertrauen. Sobald wir vertrauen, dieses unerklärliche, unvernünftige, unerhörte Vertrauen, das wir plötzlich haben, und wir wissen überhaupt nicht, wo es herkommt, das öffnet uns, und wir haben keine Ahnung, wofür. Es öffnet uns für das Göttliche. Das übernimmt unser Leben, und Dinge geschehen, die wir uns nicht vorstellen können.

Um Jesus herum sind viele Wunder geschehen, und er sagte: „Dein Vertrauen hat dich geheilt.” Und so ist es. Es ist nicht so, dass ich dein Problem löse. Ich vertraue. Das ist das Geschenk meines Meisters an mich gewesen: sein unglaubliches Vertrauen ins Leben. Dann hörst du mich und vertraust – und dann geschehen in deinem Leben die gleichen Wunder.

Plötzlich sind wir gelassen. Plötzlich geht das, was wir für unmöglich gehalten haben, ganz leicht.

Das ist die Magie von Vertrauen, von Hingabe. Aber wir können uns nicht hingeben. Alles wehrt sich in uns. Aber dann kommt einer daher, der verkörpert Vertrauen – und plötzlich geschieht es dir auch. Danke für deine Email. Ich freue mich sehr.

Sobald wir vertrauen, öffnet das uns für das Göttliche. Das übernimmt unser Leben, und Dinge geschehen, die wir uns nicht vorstellen können. Das ist die Magie von Vertrauen, von Hingabe. Aber wir können uns nicht hingeben. Alles wehrt sich in uns. Aber dann kommt einer daher, der verkörpert Vertrauen – und plötzlich geschieht es dir auch.

Danke, dass du da bist.

Wir haben genug mit uns selbst zu tun

du weitermachen?

[Simone:] Ja, sehr gerne. Nächste Frage ist von Eva.

[Dhyan Mikael:] Eva, guten Abend. Hallo.

[Simone:] „Lieber Mikael, von einer Freundin die Mutter hat beschlossen, mit 90 zu sterben. Sie ist in Frieden mit allem. Sie hat ihn Belgien Sterbehilfe beantragt, und nun ist sie gestorben. Mich hat es erschüttert. Was sagst du dazu? Liebe Grüße, Eva.”

[Dhyan Mikael:] Es ist es nicht deine Angelegenheit.

Mach dir keine Gedanken darüber. Du weißt nichts über diese Frau. Wer weiß? Ich kenne sie ja auch nicht, aber das, was ich aus der Ferne spüre, ist Frieden.

Es gibt Menschen, die sind wirklich zufrieden. Die haben Frieden gefunden in ihrem Leben, und haben nichts mehr, was notwendig ist.

Mach dir keine Gedanken darüber.

Kümmere du dich darum, wie du lebst; wie du diesen Tag lebst und atmest und genießt.

Wir brauchen uns nie Gedanken über das machen, was andere Leute tun. Wir haben genug mit uns selbst zu tun.

Wir brauchen uns nie Gedanken über das machen, was andere Leute tun. Wir haben genug mit uns selbst zu tun.

Dankbar für das, was du nicht mehr brauchst

Bitte fahre fort, Simone, falls du noch eine Frage hast.

[Simone:] Ja, ich habe noch einige.

[Dhyan Mikael:] Schön, das freut mich sehr.

[Simone:] Die nächste Frage ist von Rita.

[Dhyan Mikael:] Rita, hallo. Schön, dass du da bist.

[Simone:] „Lieber Mikael, ich mache seit vier Jahren Ein Kurs in Wundern. Doch seitdem ich meditiere, verliere ich immer mehr den Halt daran. Mir genügt das Meditieren. Was denkst du darüber?”

[Dhyan Mikael:] Ja, ich verstehe. Es gibt Dinge, die begleiten uns einige Zeit in unserem Leben und wir schätzen sie ungemein. Und dann wachsen wir da heraus, wie aus Kinderschuhen. Es gibt Dinge, die ich früher mit Begeisterung gemacht habe, und jetzt interessieren sie mich überhaupt nicht mehr. Warum auch? Je mehr du ankommst in dir, und das passiert, wenn du meditierst...

du brauchst nichts mehr. Du bist einfach zufrieden. All diese Krücken, all diese Gehhilfen, die uns eine Weile so gut gedient haben und für die wir dankbar waren und auch sein können, die brauchen wir nicht mehr. Ja, so ist es. Mir geht es genauso.

Es gibt Dinge, die begleiten uns einige Zeit in unserem Leben, und dann wachsen wir da heraus, wie aus Kinderschuhen. Je mehr du ankommst in dir, und das passiert, wenn du meditierst... du brauchst nichts mehr. Du bist einfach zufrieden. All diese Krücken, die uns eine Weile gedient haben, die brauchen wir nicht mehr.

Ich freue mich, dass du da bist. Danke Rita.

Man meditiert nicht, wenn man sich ändern will

Simone, wenn du magst, fahre fort.

[Simone:] Die nächste Frage ist von Cindy.

[Dhyan Mikael:] Cindy, hallo.

[Simone:] „Lieber Dhyan Mikael, auch wenn ich gedankenfrei bin und Gefühle belanglos sind, bleibt die Person Cindy. Sie hat dann keine Probleme und kann lebendig erleben, aber das ist kein Erwachen, ist normales Bewusstsein. Was geht über endloses Meditieren hinaus, dass das zwar möglich macht, so zu sein wie beschrieben, aber nicht das gesamte 'ich' auflöst, sondern mich immer nur im Kreis führt?”

[Dhyan Mikael:] Danke für deine Frage. Das freut mich sehr, dass du das fragst.

Schau, es ist so...

Das, was du suchst, kannst du nicht erkennen. Du hast keine Ahnung, was es ist.

Deswegen ist das Einzige, was wir tun können... In der Samarpan-Meditation üben wir das. Ich weiß nicht, welche Meditation du machst, aber... Es ist, als würden wir alle Ziele, die wir haben, alle Gedanken, gehen lassen, und einfach hier sein.

Das, was du suchst, kannst du nicht erkennen. Du hast keine Ahnung, was es ist. Deswegen ist Meditieren das Einzige, was wir tun können... Es ist, als würden wir alle Ziele, die wir haben, alle Gedanken, gehen lassen, und einfach hier sein.

Ich möchte eine Geschichte erzählen, die um Buddha herum geschehen ist, und was du erzählst, erinnert mich an diese Geschichte.

Buddha saß unter einem Baum, und ein Mönch kam zu ihm und fragte ihn: „Meister, wie viele Leben noch, bis ich erleuchtet werde?” Und Buddha hob die Hand und sagte: „Noch drei Leben”. Und der Mönch war bitter enttäuscht: „Was? Noch drei Leben?” Und er ging weg, hat seine Mönchskute weggeworfen, ging in die Stadt, hat sich betrunken, und hat alles über den spirituellen Weg vergessen.

Aber dann, einige Zeit später, kam ein anderer Mönch zu Buddha. Der stellte ihm die gleiche Frage, und er fragte: „Meister, wie viele Leben noch, bis ich Befreiung erlange?” Und Buddha saß unter einem riesigen Baum, mit Millionen von Blättern. Und Buddha sprach: „Schau – für jedes Blatt an diesem Baum ein Leben.” Und der Mönch begann vor Freude zu tanzen. Er sagte: „Was?

Du sagst, es wird mir geschehen? Mir ist egal, wie lang es dauert. Es wird mir wirklich geschehen? Unglaublich...” Und er fing an zu tanzen und freute sich. Und in der Geschichte, die natürlich eine Metapher ist, kam ein großer Windstoß, und dieser Wind blies alle Blätter des Baumes weg, bis auf eines, dass dann herabfiel vor die Füße des Mönches – und er war erleuchtet.

Was diese Geschichte erzählt, ist, dass wir das Ego, von dem du sprichst, dieses 'ich', nur loswerden können, wenn wir alles aufgeben, was es ausmacht – unsere Wünsche, unsere Ziele, das, wonach wir suchen –, und einfach hier sind, und zufrieden, ganz und gar zufrieden sind mit dem, was hier ist, mit dem, wie ich bin, mit dem, wie es ist. Es ist ein Paradox, das der Verstand nicht begreifen kann und will. Denn in diesem Akzeptieren, in dieser Hingabe, löst sich das Ego auf, und das wird es niemals zulassen.

Das Ego, dieses 'ich', können wir nur loswerden, wenn wir aufgeben, was es ausmacht – unsere Wünsche, Ziele, das, wonach wir suchen –, und einfach hier sind, zufrieden mit dem, was hier ist, mit dem, wie ich bin, mit dem, wie es ist – ein Paradox, das der Verstand nicht begreifen will, denn in dieser Hingabe, löst sich das Ego auf, und das wird es niemals zulassen.

Also vergiss deine Frage. Sei einfach hier. Meditiere. Aber ich will dir auch sagen, was Meditieren eigentlich ist.

Wenn du ”meditierst, Komma, um zu”... um erleuchtet zu werden, um dein 'ich' zu verlieren, um befreit zu werden, dann meditierst du nicht.

Dann machst du eine mentale Übung, aber das ist keine Meditation. Deswegen sage ich gelegentlich: ich kenne nur eine einzige Meditation – die Samarpan-Meditation –, weil die kein Ziel hat. Und das ist das Geheimnis.

Also vergiss deine Frage. Sei einfach hier. Wenn du meditierst, um erleuchtet zu werden, um dein 'ich' zu verlieren, dann meditierst du nicht. Dann machst du eine mentale Übung, aber das ist keine Meditation. Deswegen sage ich gelegentlich: ich kenne nur eine Meditation – die Samarpan-Meditation –, weil die kein Ziel hat. Und das ist das Geheimnis.

Swamiji sagt etwas ganz Magisches. Er sagt: „Ändere dich nicht – aber meditiere.” Versuceh nicht, anders zu werden. Meditiere nicht, um besser zu werden oder erleuchteter oder egolos oder 'ich'-los. Nein, so meditiert man nicht. Vergiss das alles.

Swamiji sagt etwas Magisches: „Ändere dich nicht – aber meditiere.” Versuche nicht, anders zu werden. Meditiere nicht, um besser zu werden oder erleuchteter oder egolos oder 'ich'-los. Nein, so meditiert man nicht. Vergiss das alles.

Beschließe, so zu sein, wie du jetzt bist. Vergiss alles andere. Schließe Frieden damit, wie du bist. Schließe Frieden damit, wie dein Leben ist.

Das ist Hingabe. Und das ist das Letzte, was das Ego will.

Deswegen ist Meditieren so einfach – wahres Meditieren.

Und damit verändert sich alles. Der Wind kommt und bläst alles weg.

Aber das Wagnis eingehen muss jeder selbst – dieses „okay, dann bin ich halt so, wie ich bin. Ich gebe auf, okay.” Hör auf, an dir zu arbeiten.

Hör auf, anders sein zu wollen.

Das ist das Geheimnis und die Herausforderung.

Beschließe, so zu sein, wie du jetzt bist. Schließe Frieden damit, wie du bist, wie dein Leben ist. Das ist Hingabe – und damit verändert sich alles. Der Wind kommt und bläst alles weg. Aber das Wagnis eingehen muss jeder selbst. Hör auf, an dir zu arbeiten. Hör auf, anders sein zu wollen. Das ist das Geheimnis und die Herausforderung.

Ich freue mich über deine Frage, und danke für den Mut, sie zu stellen. Was du da ansprichst, ist der Kern des Lebens, der Kern unserer Herausforderung als Mensch.

Es gibt keinen Gott

Ich lese eine E-Mail-Frage vor.

„Wenn du von Gott sprichst beziehungsweise den Satz sagst, 'Herr, dein Wille geschehe', dann vermittelt mir das an einen religiösen Sinn. Aber die Begriffe sind mir nicht vertraut. Bei uns zu Hause herrschte eher die atheistische Denkweise. Gibt es nicht eine andere Möglichkeit für den Begriff 'Herr' oder 'Gott'? Habe lieben Dank für deine Zeit, den Brief einer nicht gottesfesten Person zu lesen.” Ich danke dir für deine Email.

Ich komme auch aus einem atheistischen Elternhaus. Bei uns zu Hause spielte Gott, Glaube und Religion überhaupt keine Rolle. Bei uns wurde nicht gebetet und auch nie über solche Dinge gesprochen. Ich habe es auch nicht vermisst. Und mir geht es wie dir. Lange Zeit konnte ich mit einem Wort wie Gott oder gar „Herr, dein Wille geschehe” überhaupt nichts anfangen.

Ich fand das einfach nur weltfremd. Ich meine, jeder vernünftige Mensch weiß doch, dass es einen Gott nicht gibt – so dachte ich damals. Und das stimmt ja auch. Es gibt keinen Gott. Es gibt keine Person 'Gott'. Es gibt kein Wesen, das irgendwo haust und 'Gott' heißt.

Aber dieses Wort weist auf etwas hin. Weißt du, bei diesen Wörtern, bei diesen religiösen Begriffen... Ich will einmal das Wort religiös weglassen, weil Religion etwas anderes ist. Ich will einmal sagen: so ein spiritueller Begriff, der hat etwas mit Gefühl zu tun, nicht mit Tatsachen. Alles, wovon ein Meister spricht, sind Hinweise.

Die Worte können es nicht erfassen, aber es hat etwas mit Gefühl zu tun. Und eben, in meiner Antwort an die Frage zuvor, da beschrieb ich diese unmögliche Herausforderung, die wir als Mensch haben: aufzuhören, wohin zu wollen und einfach nur hier zu sein, obwohl alles in uns sagt, das kann nicht richtig sein.

Und wie gesagt, es gibt so etwas wie Gott nicht. Ich könnte sagen, „das Leben” oder „das Göttliche”.

Aber wir sind Menschen, und als Menschen sind wir zutiefst emotional. Wir verstehen mit Emotionen besser.

Und es fällt uns leichter, dieses sich hingeben zu lernen, zu üben, wenn wir es personifizieren.

Den meisten Menschen fällt es viel leichter, sich einen geliebten Gott oder einen geliebten Guru oder einem geliebten Meister, der für sie das Medium der göttlichen Energie ist, hinzugeben.

Und nur dafür wurde dieses Bild geschaffen. Es ist keine Tatsachenbeschreibung.

Es gibt so etwas wie Gott nicht. Ich könnte sagen, „das Leben” oder „das Göttliche”. Aber als Menschen sind wir zutiefst emotional, und es fällt uns leichter, dieses sich hingeben zu lernen, wenn wir es personifizieren. Vielen fällt es viel leichter, sich einen geliebten Gott hinzugeben. Nur dafür wurde dieses Bild geschaffen. Es ist keine Tatsachenbeschreibung.

Und je mehr du lernst, 'ja' zu sagen, dich hinzugeben, erst an einen Gott oder an einen Guru, je mehr du das übst und je mehr das zu deiner zweiten Natur wird, desto mehr merkst du, dass das alles überhaupt nichts mit diesem Guru oder diesem Meister oder mit irgendeinem Gott, der irgendwo ist, zu tun hat, sondern dass alles immer nur in dir ist und immer in dir war.

Auch dieses Gottesbild ist im Grunde nur ein Hilfsmittel, so wie vorhin jemand über Ein Kurs in Wunder sprach. Es ist unglaublich hilfreich für manche Menschen in einer bestimmten Phase in ihrem Leben. Und später ist es nicht mehr wichtig. Und so ist es mit einem Gott auch, mit dem Gott oder mit dem Guru.

Je mehr du lernst, 'ja' zu sagen, dich hinzugeben, erst an einen Gott oder Guru, und je mehr das zu deiner zweiten Natur wird, desto mehr merkst du, dass das alles überhaupt nichts mit diesem Guru oder diesem Meister oder mit irgendeinem Gott zu tun hat, sondern dass alles immer nur in dir ist und immer in dir war.

Swamiji sagt: „Ich bin hier, um deine Seele zu deinem Guru zu machen.” Und irgendwann erlebst du das: „Oh wow. Dieser Guru, den ich so liebe, der ist in mir.” Wenn du also mit diesen Begriffen überhaupt nichts anfangen kannst, mach dir keine Gedanken darüber. Ich benutze sie einfach, weil sie in einem Wort die Herausforderung zusammenfassen, die wir als Menschen haben.

Das kristallisiert es. Wenn du sagst, „ich lerne jetzt, mich dem Leben hinzugeben”, das ist ein schönes Bild und es stößt auf keinerlei Widerstand in dir, aber das ist es nicht.

Aber wenn das an einer Person oder einem bestimmten personifizierten Bild festgemacht wird, auf einen Punkt sozusagen, dann spürst du die Herausforderung. Das ist hilfreich.

Gott ist das, was in dir lebt und sich bewegt. Gott ist in jedem einzelnen Mensch. Kein Mensch ist Gott, und doch ist Gott in jedem einzelnen Mensch. Du bist ein Teil dieses Gottes. Du bist kein Körper.

Du bist kein Geist. Du bist nicht die Gedanken, auch nicht deine Wünsche, auch nicht deine Gefühle, auch nicht deine Lebensgeschichte, auch nicht die Geschichte deiner vielen Leben. Du bist das, worin all dies geschieht.

Du bist noch nicht einmal Bewusstsein. Du bist das, was Bewusstsein benutzt, um zu erleben, was hier geschieht: um sich </q+> Du kannst es auch anders nennen. Die Inder verwenden ein anderes Wort: Paramatma.

Kein Mensch ist Gott, und doch ist Gott in jedem Einzelnen. Du bist ein Teil dieses Gottes. Du bist kein Körper, kein Geist, nicht die Gedanken und Gefühle. Du bist das, worin all dies geschieht. Du bist noch nicht einmal Bewusstsein. Du bist das, was Bewusstsein benutzt, um sich selbst zu erfahren. Das nennen wir Gott. .

Das gefällt mir sehr gut.

Danke für deine Email.

Nichts desillusioniert besser als ein Kuss

[Simone:] Ja, sehr gerne. Nächste Frage ist von Elinor.

[Dhyan Mikael:] Elinor, guten Abend. Hallo. Ich freue mich, dass du da bist.

[Simone:] „Lieber Mikael, ich komme über deine Antwort zum Kuss mit dem Mann der besten Freundin gerade nicht hinweg. Zum Glück stecke ich nicht in der Haut der Mairegen. Ist es nicht ein vorprogrammiertes Desaster oder zumindest Drama, wo drei Menschen verwickelt sind und keiner der Beteiligten sich auf den anderen verlassen kann, und nicht einmal auf sich selbst? Es sei denn, alle drei sind erleuchtet. Bin ich im Irrtum? Herzlich, Elinor.”

[Dhyan Mikael:] Danke, dass du den Mut hast, zu fragen.

Du sagst, dass sich keiner der drei... dass sie sich nicht aufeinander verlassen können. Mein Meister Soham sagt immer wieder etwas. Er sagt: „Ich verlasse mich darauf, ich vertraue darauf, dass ein Mensch so ist, wie er ist.” Du möchtest dich gerne darauf verlassen, dass ein Mensch so ist, wie er sein sollte, in deinen Augen, aber kein Mensch ist so – niemand.

Wir verhalten uns für gewöhnlich so, dass wir möglichst wenigen Menschen auf die Füße treten, weil wir Angst haben, was dann geschieht: dass wir da nicht mehr gemocht werden. Aber es ist alles Theater. Kein Mensch ist so. Es ist alles vorgespielt.

Und die Schwierigkeiten entstehen einzig und allein aus den Gedanken, und daraus entsteht Angst, Unsicherheit, und daraus entsteht Drama und Unglück.

Das Problem ist nicht der Kuss oder der Sex oder was auch immer. Das einzige Problem sind die Gedanken, die wir darum herum spinnen, die Geschichte, die wir daraus bauen, das Drama, das wir daraus spinnen.

Schwierigkeiten entstehen einzig und allein aus den Gedanken, und daraus entsteht Angst, Unsicherheit, Drama und Unglück. Das Problem ist nicht der Kuss oder der Sex oder was auch immer. Das einzige Problem sind die Gedanken, die wir darum herum spinnen, die Geschichte, die wir daraus bauen, das Drama, das wir daraus spinnen.

Und jemand, der in Gedanken lebt, kann sich überhaupt nicht vorstellen, wie so etwas akzeptabel oder gar gut sein sollte. Aber für jemanden, der nicht in Gedanken lebt, ist es Irrsinn, sich wegen so etwas Gedanken zu machen. Es führt nur zu unglaublichen Schwierigkeiten– nicht wegen dem Kuss; wegen den Gedanken.

Wir belügen uns die ganze Zeit selbst, nur, damit wir unsere Ängste und Unsicherheiten unter Kontrolle halten. Wir sagen, „ich liebe dich”, aber in Wirklichkeit meinen wir: „Ich brauche dich. Und du darfst nichts tun, was meine Unsicherheit weckt.” Das hat natürlich alles mit Liebe nichts zu tun.

Aber wir können nicht anders. Und das ist das Schöne an diesem Leben: alle versuchen, sich zusammenzureißen, alle versuchen, es richtig zu machen, aber wir können nicht.

Wir belügen uns die ganze Zeit selbst, nur, damit wir unsere Ängste und Unsicherheiten unter Kontrolle halten. Wir sagen, „ich liebe dich”, aber in Wirklichkeit meinen wir: „Ich brauche dich. Und du darfst nichts tun, was meine Unsicherheit weckt.” Das hat natürlich alles mit Liebe nichts zu tun. Aber wir können nicht anders.

Und alle Beteiligten werden durch so etwas beschenkt. Nicht, dass sie das wollen – aber sie werden beschenkt. Der Mensch, der sich verliebt und der glaubt, „ah, das ist es jetzt”, der wird enttäuscht werden, denn auch dieser Mann wird kein Glück bringen, und ganz allmählich wird man dadurch auf sich selbst zurückgeworfen.

Der Mensch, der seine ganze Hoffnung auf Glück und Sicherheit auf die Beziehung gesetzt hat und plötzlich sieht, dass die Beziehung womöglich gar nicht so sicher ist, wie man gedacht hat, wer weiß... dieser Mensch wird auch auf sich zurückgeworfen, immer wieder, so lange, bis wir erkennen, wo die wahre Sicherheit und die wahre Zufriedenheit zu finden ist. Die ist nicht da draußen, in keinem Mann, in keiner Frau, nicht im besten Sex, nicht im schönsten Kuss, nicht im Geldhaufen – nirgendwo da draußen.

Und wir hatten es davon anfangs, zu Beginn des Satsangs: dieses Leben ist dafür da, um uns zurück zu uns selbst zu führen. Und dafür ist so ein Kuss wunderbar.

Ich kann nur jedem Menschen raten: sei dir selbst treu. Mach's verkehrt. Tu das Unmögliche.

Das ist der beste Weg zurück zu sich selbst – weil man enttäuscht und desillusioniert wird. All das, was man sucht da draußen, entpuppt sich als wertlos. Aber das kann man erst herausfinden, wenn man es probiert, immer wieder, immer wieder. Und dazu ermutige ich dich. Wenn du dich verliebst, geh dafür. Wenn du enttäuscht wirst, lade den Schmerz ein. Und ganz allmählich wirst du vom Leben zurück nach Hause getragen. Du brauchst nicht klug sein, du brauchst nichts richtig machen, du brauchst nur mitleben.

Ich kann nur jedem raten: sei dir selbst treu. Mach's verkehrt. Tu das Unmögliche. Das ist der beste Weg zurück zu sich selbst – weil man enttäuscht und desillusioniert wird. All das, was man sucht da draußen, entpuppt sich als wertlos. Aber das kann man erst herausfinden, wenn man es probiert, immer wieder, immer wieder. Und dazu ermutige ich dich.

Es ist ein magisches Leben, wirklich.

Wenn du dich verliebst, geh dafür. Wenn du enttäuscht wirst, lade den Schmerz ein. Und ganz allmählich wirst du vom Leben zurück nach Hause getragen. Du brauchst nicht klug sein, du brauchst nichts richtig machen, du brauchst nur mitleben.

Also, um meine Antwort auf deine Frage oder auf deinen Einwand in einem Satz zusammenzufassen: das Drama, der Schmerz, entsteht nur, wenn ich meine Aufmerksamkeit und mein ganzes Hoffen da draußen habe, auf einem Mann oder einem Job oder was auch immer. Und es ist gut, wenn das enttäuscht wird, denn das ist alles nicht von Bestand. Wenn's heute nicht geht, geht es morgen. Nutze die Zeit dieses Lebens, um das zu entdecken, was ewig ist – und das ist hier drin.

Das Drama, der Schmerz, entsteht nur, wenn ich meine Aufmerksamkeit und mein ganzes Hoffen da draußen habe, auf einem Mann oder einem Job oder was auch immer. Und es ist gut, wenn das enttäuscht wird, denn das ist alles nicht von Bestand. Nutze die Zeit dieses Lebens, um das zu entdecken, was ewig ist – und das ist hier drin.

Alles andere wird vergehen, schneller, als du glaubst. Nutze dieses Leben.

Und das machst du am besten, indem du alles erlebst, was das Leben zu dir bringt – das Schöne und den Schmerz. Danke. Ich danke dir sehr, dass du gefragt hast.

Nur wer zu allem bereit ist, ist frei

Simone, magst du fortfahren?

[Simone:] Ja, ich habe noch drei Fragen.

[Dhyan Mikael:] Sehr schön.

[Simone:] Die Nächste ist von Constanze.

[Dhyan Mikael:] Constanze, hallo, guten Abend. Wie schön, dass du da bist.

[Simone:] „Lieber Mikael, ich arbeite therapeutisch, und dieser Job macht mir viel Freude. Aber wenn ich in Gedanken bin, die mir katastrophale Geschichten erzählen, ist jede Energie weg. Dann bin ich voller Angst und Depression. Mir fällt es so schwer, mich davon zu befreien. Was kann ich tun? Was kannst du mir dazu sagen?”

[Dhyan Mikael:] Man kann sich von Gedanken nicht befreien. Das geht nicht. Die sind in dir verwachsen, in diesem Körper. Aber was du machen kannst und was erstaunlich einfach ist, ist, dass du einfach deine Aufmerksamkeit woanders hinlenkst. Und das übst du in der Samarpan-Meditation. Vielleicht magst du dir ja einmal probieren.

Man kann sich von Gedanken nicht befreien. Das geht nicht. Die sind in dir verwachsen, in diesem Körper. Aber was du machen kannst und was erstaunlich einfach ist, ist, dass du einfach deine Aufmerksamkeit woanders hinlenkst. Und das übst du in der Samarpan-Meditation.

Jeden Morgen eine halbe Stunde setzt du dich hin und übst es, den Gedanken, und zwar nicht nur den katastrophalen Gedanken, allen Gedanken, auch den wunderschönen – die sind besonders schwierig –, keine Aufmerksamkeit zu geben.

Und wenn wir das einmal geübt haben, merken wir: „Wow, das geht ja!” Paar Sekunden später erwischen wir uns wieder dabei, wie wir in Gedanken sind, aber wir erleben immer wieder und immer wieder und immer noch einmal: „Wow, ich kann meine Aufmerksamkeit weglenken von diesen Gedanken.” Wegmachen kannst du sie nicht. Die sind immer da. Aber wenn du ihnen keine Beachtung schenkst, ist es, als wären sie nicht da. Das ist das Geheimnis. Kämpfe nicht gegen sie. Versuche nicht, sie loszuwerden. Versuche nicht, sie wegzumachen.

Schimpfe nicht über sie. Nein...

Interessiere dich einfach nicht für sie. Nimm sie nicht wichtig, egal, was sie dir erzählen. Dann erzählen sie irgendwelche schaurigen Geschichten, und du kannst einfach sagen: „Ja ja, von mir aus. Ich sage 'ja'. Lasst mich in Ruhe.” Wenn du das kannst, wenn du sagst, „ich bin zu allem bereit, ihr könnt mich nicht ängstigen”, dann hast du kein Problem mit Gedanken; dann kannst du einfach die Gedanken ignorieren und im Kronenchakra ruhen und dich entspannen. Und egal, was sie dir erzählen: „Ja ja, mir egal, ich bin zu einem bereit. Lasst mich in Ruhe" – dann bist du in Frieden.

Interessiere dich einfach nicht für die Gedanken. Nimm sie nicht wichtig, egal, was sie dir erzählen. Wenn du sagen kannst, „ich bin zu allem bereit, ihr könnt mich nicht ängstigen”, dann hast du kein Problem mit Gedanken; dann kannst du einfach die Gedanken ignorieren und im Kronenchakra ruhen und dich entspannen.

Wahrscheinlich hast du so ein paar Lieblingsgedanken, die dich ganz besonders leicht erwischen, und das sind die, die die Ängste in dir triggern, an die du wirklich glaubst; die Dinge berühren, die du auf keinen Fall erleben möchtest. Und dann dazu 'ja' sagen... das ist ja alles hypothetisch, aber trotzdem, es fühlt sich so echt an... Und dann zu sagen: „Okay" – dann bist du frei.

Wahrscheinlich hast du ein paar Lieblingsgedanken, die dich ganz besonders leicht erwischen, und das sind die, die die Ängste in dir triggern, an die du wirklich glaubst; die Dinge berühren, die du auf keinen Fall erleben möchtest. Und dann dazu zu sagen: „Okay" – dann bist du frei.

Meine Gedanken sind auch so, weißt du... Eine meiner Lieblingsgedanken ist, dass ich irgendwann mal nicht mehr genug Geld habe, um mir Essen zu kaufen, und dann verhungere, weil ich so unvernünftig bin und immer die Sachen mache, die mir Spaß machen – Videos zum Beispiel und Satsang und lauter solche Geschichten –, anstatt Geld zu verdienen. Und dann sage ich: „Okay, ich bin bereit zu verhungern. Ich bin bereit zu sterben. Lasst mich in Ruhe.” Dann bin ich frei. Und wie du siehst, ist es noch nicht so weit.

Ich freue mich, dass du da bist. Danke für deine Frage.

Sei unmöglich: sei, wie du bist

Ich lese noch eine Email vor.

„Was ist, wenn andere Menschen Erwartungen an mich haben? Genau deswegen stehe ich oft alleine: weil ich den Erwartungen anderen nicht entspreche und ich auch dafür einstehe, dass besonders Kinder und Jugendliche dies nicht tun müssen.” Danke.

Ja, es ist fast das gleiche Thema wie die Frage eben: bin ich bereit, andere Menschen zu enttäuschen? Bin ich zu allem bereit? Wenn ich zu allen bereit bin, wenn ich zu allem 'ja' sagen kann, haben die Gedanken keine Macht mehr über mich. Und wenn ich zu allen bereit bin, was geschehen könnte, dann haben die Erwartungen anderer Menschen keine Macht mehr über mich.

Bin ich bereit, andere Menschen zu enttäuschen? Bin ich zu allem bereit? Wenn ich zu allen bereit bin, wenn ich zu allem 'ja' sagen kann, haben die Gedanken keine Macht mehr über mich. Und wenn ich zu allen bereit bin, was geschehen könnte, dann haben die Erwartungen anderer Menschen keine Macht mehr über mich.

Erwartungen anderer Menschen haben nur dann Macht über mich, wenn ich versuche, irgendetwas zu vermeiden. Aber wenn ich zu allem 'ja' sage, dann habe ich es leicht; dann bin ich frei.

Erwartungen anderer Menschen haben nur dann Macht über mich, wenn ich versuche, irgendetwas zu vermeiden. Aber wenn ich zu allem 'ja' sage, dann habe ich es leicht; dann bin ich frei.

Mein Meister Soham sagt immer: „90 Prozent 'ja' ist unmöglich” – wenn du immer noch so ein paar Sachen hast, die du auf keinen Fall willst: das ist unmöglich; so kann man nicht leben – „aber 100 Prozent 'ja', das ist leicht.” Das ist einfach: einfach 'ja' zu allem, zu allem, was geschehen könnte. Das ist alles hier oben, aber trotzdem: unser 'ja' befreit uns. Und dann können die Leute erwarten, was sie wollen von dir... es ist dir Einerlei.

Mein Meister Soham sagt: „90% 'ja' ist unmöglich” – wenn du immer noch Sachen hast, die du auf keinen Fall willst: das ist unmöglich – „aber 100% 'ja', das ist leicht.” Das ist einfach: einfach 'ja' zu allem, was geschehen könnte. Unser 'ja' befreit uns. Und dann können die Leute von dir erwarten, was sie wollen... es ist dir Einerlei.

Ich weiß, das ist eine harte Nuss.

Es fühlt sich an wie Sterben, wenn man die Erwartungen von geliebten Menschen nicht erfüllt. Aber dazu muss man bereit sein – dann kannst du so sein, wie du bist. Dann bist du frei.

Ich weiß, das ist eine harte Nuss. Es fühlt sich an wie Sterben, wenn man die Erwartungen von geliebten Menschen nicht erfüllt. Aber dazu muss man bereit sein – dann kannst du so sein, wie du bist. Dann bist du frei.

Und das Lustige ist, dass all dieses Dinge, die sich der Verstand einbildet, all diese Dinge, mit denen uns die Gedanken so ängstigen, nie passieren. Aber das nützt nichts. Wir müssen trotzdem zu allen bereit sein – auch zum Verhungern; auch dazu, von allen verlassen zu werden; auch dazu, dass alle dich verkehrt finden.

Dann bist du frei.

Das Lustige ist, dass all dieses Dinge, die sich der Verstand einbildet, all diese Dinge, mit denen uns die Gedanken so ängstigen, nie passieren. Aber das nützt nichts. Wir müssen trotzdem zu allen bereit sein – auch zum Verhungern; auch dazu, von allen verlassen zu werden; auch dazu, dass alle dich verkehrt finden. Dann bist du frei.

Soweit ich das sehe, ist das der einzige Weg. Es ist ein guter Weg.

Ich kann ihn nur empfehlen: sei unmöglich; sei, wie du bist.

Soweit ich das sehe, ist das der einzige Weg. Es ist ein guter Weg. Ich kann ihn nur empfehlen: sei unmöglich; sei, wie du bist.

Danke für deine Email, und danke fürs Warten.

Überlasse es dem Fluss des Lebens

Simone, bitte, fahre fort.

[Simone:] Die Nächste Frage ist von Wonne.

[Dhyan Mikael:] Von wem?

[Simone:] Die Person heißt Wonne auf YouTube. Wonne...

[Dhyan Mikael:] Nonne, okay...

[Simone:] Wonne, mit "W", wie "Wilhelm".

[Dhyan Mikael:] Ah, "Wonne", ja... Sehr schöner Name. Ja, bitte.

[Simone:] „Geliebter Mikael, ein Jahr nach dem Tod meines Mannes möchte ich mit meiner Tochter ans Meer ziehen, 900 Kilometer weit weg von der Heimat. Ich spüre eine Anziehung, doch die Planung stockt. Ich finde keine passende Wohnung, keinen Kindergartenplatz. Meine Familie steht nicht hinter mir. Ängste kommen. Ich habe Angst, dass ich es nicht durchziehe; dass ich meinem Gefühl nicht folge. Kannst du mir etwas raten?”

[Dhyan Mikael:] Ich danke dir, dass du mich fragst.

Wenn wir...

Wenn wir versuchen, das Leben so zu leben, wie wir uns das vorstellen, kann es manchmal sehr, sehr hart werden.

Aber wenn du einfach fragst: „Was will das Leben von mir? Wo möchte das Leben mich haben? Wo will dieser Fluss, der sich Leben nennt, mich hintragen”, dann wird es leichter. Und wir können nicht immer unterscheiden: was ist mein eigenes Wollen? Was ist das Leben? Denn das Leben steuert uns ja durch die Energie und durch die Impulse, die wir bekommen. Und oft fällt es uns sehr schwer, das klar unterscheiden zu können.

Und ich schaue dann einfach immer: was geht einfach? Ich tue natürlich... Wenn ich für irgendetwas Energie habe, gebe ich natürlich mein Bestes. Ich tue alles dafür, mit Freude, aber ich schaue immer, was geht. Und wenn es überhaupt nicht vorwärts geht, dann merke ich: „Ah, interessant.” Und manchmal braucht es einfach eine Weile.

Warte einfach ab. Es kann gut sein, dass dein inneres Gefühl, dass das dein neuer Lebensort sein wird dort am Meer, wahr werden wird, aber vielleicht noch nicht jetzt. Vielleicht erst in 2, 3 Jahren oder in 10. Oft spüren wir Dinge im Voraus, aber es ist noch nicht Zeit dafür. Wenn die Zeit reif ist, geht es wie von selbst.

Das ist meine Erfahrung.

Mir fällt die Geschichte ein, wie Soham, mein spiritueller Meister, an den Ort gezogen ist, an dem er heute lebt. Den Ort nennt er Madhubhan: Honigtopf. Das ist ein ganz kleines, aber wirklich süßes Grundstück südlich von Frankfurt. Und damals lebte Soham in Frankfurt in einer ganz alten Wohnung in einem Altbau, in einem heruntergekommenen Altbau in einem sehr einfachen Viertel von Frankfurt, und er wusste: hier wird er nicht bleiben. Er wusste: hier muss sich etwas ändern.

Und er hat zu Gott gebetet und hat gesagt: „Gott, tu was. So geht es nicht weiter. Ich brauche etwas anderes.” Aber dann wusste er: „Ja, es geht woanders hin.” Und dann hat er nicht mit darüber nachgedacht. Er wusste: es wird geschehen. Er wusste nicht wann, er wusste nicht wie. Er hat weiterhin die Wohnung instandgehalten. Er hat weiterhin alles dafür getan, dass er alles in Ordnung war und funktioniert hat und schön ist. Aber er wusste: es wird woanders hingehen.

Er spürte das. Und dann kam einmal ein Angebot für ein Grundstück, und er dachte, „ja, das ist es”, und ist voll dafür gegangen. Aber dann hat sich herausgestellt: das geht alles nicht. Es hat einfach überhaupt nicht funktioniert. Und dann war ganz schnell klar: „Okay, das war wohl nicht die richtige Richtung.” Und er hat wieder gewartet. Er hat nicht gewartet.

Er hat einfach weitergelebt und weiter sein Ding gemacht, seine Satsangs gegeben, und er wusste: Gott kümmert sich um alles. Und dann, irgendwann, etwa 10 Jahre später, haben die zufällig eine winzige Anzeige von einem Grundstück gesehen, und alles ging wie von selbst. Es hat dann immer noch mehr als ein oder zwei Jahre gedauert, bis die Leute dann wirklich verkaufen wollten und bis das dann alles wirklich begann.

Dann war alles nur richtig, alles war einfach perfekt – aber langsam.

Und das Gefühl habe ich bei dem, was du mir erzählst. Du weißt schon, wo es hingeht. Und oft spüren wir weit im Voraus die Richtung. Aber bleib da, wo du bist – innerlich. Bleib hier. Wenn du das Gefühl hast, du willst das organisieren, tu's, natürlich – so mache ich das auch, mit all meiner Kraft, mit all meiner Energie. Aber wenn es nicht geht: „Ah, interessant”... dann warte ab, was geschieht.

Überlasse das ist einfach den Fluss des Lebens. Beobachte, wo das Wasser des Lebens hinfließen möchte; wo sich die Türen öffnen. Und wenn sich keine Türen öffnen, bleibt da, wo du bist. Gott kümmert sich darum, verlass dich drauf.

Ich war früher immer sehr ungeduldig mit solchen Sachen. Wenn ich so etwas gespürt habe und solch eine Idee hatte, dann wollte ich das unbedingt machen. Das ist sehr mühsam. Heute überlasse ich das alles dem Leben. Das ist einfacher.

Ich freue mich sehr, dass du gefragt hast. Danke, dass du da bist.

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Oh, Simone, ich glaube, wir müssen aufhören. Ich verratsche mich immer hier mit euren tollen Fragen.

Danke für Satsang. Danke, danke, danke.

Wenn du dich für die Samarpan-Meditation interessierst, von der ich immer einmal wieder kurz erzähle, dann... Ich habe das ja anfangs, zu Beginn des Satsangs, einmal angesprochen. Es gibt hier in Deutschland den Verein Samarpan-Meditation e.V., ganz wunderbare Menschen, da kannst du alles erfahren, was du über die Meditation wissen und lernen möchtest.

Sie hat mein Leben komplett verändert. Wenn du mir eine Frage stellen möchtest, die hier im Satsang keinen Platz gefunden hat, kannst du mir gerne eine Email schreiben. Ich beantworte jede einzelne Email, es kann aber eine Weile dauern. Ich bin gerade sehr in Anspruch genommen mit vielen wunderbaren Dingen, aber ich antworte immer.

Ich bitte dich um ein kleines bisschen Geduld. Wenn du keinen Satsang, keine neuen Videos, verpassen möchtest, lade ich dich ein, meinen Newsletter zu abonnieren. Das geht kostenlos auf meiner Website. Und ohnehin ist bei mir alles kostenlos, alle Satsangs, alle Videos, auch die Retreats....

Der nächste Retreat ist im Allgäu im Juni, aber der ist im Grunde schon voll, aber im Herbstretreat gibt's noch Platz. Es ist ein wunderschöner Ort. Ich freue mich auch darauf schon wieder sehr. Ja, und obwohl das hier alles kostenlos ist, funktioniert es nur, wenn es wunderbare Seelen gibt, die mich dabei unterstützen, finanziell. Und ich bitte dich, wenn du Lust hast, wenn es dir Freude macht, mich dabei zu unterstützen. Dann kann ich einfach weiter so verrückt sein und nur das machen, was ich am liebsten mache, nämlich Satsang und Videos.

Und Devasetu und Jetzt-TV, die diese wunderbare Plattform hier zur Verfügung stellen, die freuen sich auch über Spenden, denn bei denen geht auch alles ehrenamtlich auf Spendenbasis. Wenn dir danach ist, ihn und Jetzt-TV zu unterstützen, findest du auf der Website von ihnen unübersehbare Hinweise darauf, wie das geht. Ja, und wenn du mich unterstützen möchtest: auf meiner Website gibt es die Spende-Seite, da steht, wie es für mich geht. Ja... wie immer, wenn's schön ist, geht die Zeit viel zu schnell vorbei.

Ah, was haben wir für ein Glück. Was haben wir für ein Glück in diesem Leben... Vielleicht weißt du' e noch nicht, aber wir haben so ein Glück. Danke, dass du da bist.

Ich liebe dich.