Pfingst-Intensive: Online-Satsang vom 25. Mai 2026
Deutsch mit deutschen Untertiteln.
Themen: Erst mit Akzeptanz geschieht Wahrnehmung. Sich selbst treu sein heißt nicht kämpfen. Jedes Gefühl willkommen heißen wie ein Kind. Du bist das, was du nicht wahrnehmen kannst. Warum Beziehungen glücklich machen. Die Reinheit der Naturgeräusche. Meditation ist innere Faulheit. Wir wollen Hingabe nicht freiwillig lernen. Das Nichts greift immer mehr Raum. In der Akzeptanz liegt Heilung. Wenn Meditation einen Zweck hat, ist es keine Meditation. Der Sprung in der Eierschale. Was Pfingsten wirklich bedeutet. Und dann kommt dein Pfingsten. Nicht das Gefühl quält, sondern der Widerstand dagegen. Fang bei dir selbst an. Jeder große Guru bleibt Schüler. Verstehen ist nicht nötig – nur Offenheit. Ich lasse mich von Gott überraschen.
Über dieses Video:
Dies war der zweite Abend unseres Pfingst-Intensives, und beim Bearbeiten fiel mir auf, wie ein einziger, stiller Satz durch alle Fragen lief, ganz gleich, worum es ging: Erst mit Akzeptanz geschieht Wahrnehmung. Was so unscheinbar klingt, ist in Wahrheit das Tor zu allem.
Wir glauben, wir müssten gegen uns selbst aufpassen, uns zusammenreißen, uns ändern, damit nichts Schlimmes geschieht. Aber das ist eine Illusion: Ich bin ohnehin so, wie ich bin, ob ich will oder nicht. Je mehr ich mich zusammenreiße, desto stärker komprimiert sich, was ich nicht haben will, und irgendwann bricht es unkontrolliert heraus. Erst wenn ich mir gestatte, so zu sein, wie ich bin, kann ich überhaupt wahrnehmen, was in mir geschieht – und genau dort, im Licht dieser Annahme, beginnt das Lernen, das Heilen, die Kreativität, alles Neue. Das ist auch gemeint, wenn ich sage: Sei, wie du bist. Es ist eine rein innere Angelegenheit, kein Kampf nach außen. Denn was wir draußen mit anderen Menschen erleben, beginnt in uns.
Von hier aus führte eine Frage zur nächsten. Eine Frau wollte wissen, warum schwierige Gefühle Geschenke seien – und ich lud sie ein, selbst das Erstaunliche zu entdecken, was geschieht, wenn jedes Gefühl willkommen geheißen wird wie ein Kind, das nur eines braucht: da sein zu dürfen. Eine andere fragte nach dem höheren Selbst, und wir tasteten uns an das Unfassbare heran: Du bist das, was du niemals wahrnehmen kannst, so wie die Waage alles wiegt, nur sich selbst nicht.
Und noch tiefer ging es: in die Meditation, die nichts anderes ist als innere Faulheit, die man nicht falsch machen und nicht für einen Zweck benutzen kann; in die Hingabe, die wir nie freiwillig lernen wollen. Besonders berührt hat mich eine Frau, die vor ihrer zweiten Herzoperation große Angst hatte, und ich erzählte ihr, wie ich jeden Tag in die Hände des Lebens lege – „lebe auch diesen Tag, wie du ihn vorgesehen hast, ich bin dabei” –, und wie gerade das Erschreckende uns zwingt, endlich loszulassen. Das ist das Geschenk.
Und so mündete der Abend ganz natürlich in die Frage, was Pfingsten eigentlich bedeutet. Für mich ist es das schönste der christlichen Feste, denn da geht es ans Eingemachte: Als Jesus ging, kam seine Energie zu den Jüngern – obwohl sie nichts verstanden hatten, und obwohl sie einfach und zweifelnd waren. Genau das geschieht auch heute in dir, sobald du leer und offen wirst – nicht in Gedanken, sondern einfach hier. Verstehen ist nicht nötig, nur Offenheit. Und dann kommt dein Pfingsten: Du wirst berührt von etwas, das du dir nicht erklären kannst – aber du erlebst es dennoch.
Danke für diesen wundervollen Abend.
Links zu den Themen in dieser Aufzeichnung:
(weiter unten gibt es die vollständige Abschrift).
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Erst mit Akzeptanz geschieht Wahrnehmung
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Sich selbst treu sein heißt nicht kämpfen
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Jedes Gefühl willkommen heißen wie ein Kind
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Du bist das, was du nicht wahrnehmen kannst
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Warum Beziehungen glücklich machen
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Die Reinheit der Naturgeräusche
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Meditation ist innere Faulheit
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Wir wollen Hingabe nicht freiwillig lernen
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Das Nichts greift immer mehr Raum
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In der Akzeptanz liegt Heilung
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Wenn Meditation einen Zweck hat, ist es keine Meditation
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Der Sprung in der Eierschale
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Was Pfingsten wirklich bedeutet
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Und dann kommt dein Pfingsten
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Nicht das Gefühl quält, sondern der Widerstand dagegen
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Fang bei dir selbst an
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Jeder große Guru bleibt Schüler
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Verstehen ist nicht nötig – nur Offenheit
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Ich lasse mich von Gott überraschen
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Unterstütze mich, wenn es dir Freude macht
Vollständiger Text der Aufzeichnung zum Mitlesen:
Erst mit Akzeptanz geschieht Wahrnehmung
Link zum Thema im Video bei 0m29s
[Dhyan Mikael:] Guten Abend, ganz herzlich willkommen zum Satsang.
Hallo.
Willkommen zu diesem zweiten Pfingst-Intensive-Satsang.
Wir sind heute wieder zwei Stunden zusammen, wenn du möchtest, bis um neun Uhr.
Und wie in jedem Satsang kannst du auch in diesem Satsang Fragen stellen zu deinem Leben, zu deinem spirituellen Weg, zu deiner Beziehung, zu deinem Beruf, zu deiner Krankheit – was auch immer dich bewegt, hat hier im Satsang Platz.
Dieser Satsang ist wie jeder andere auch, aber zu diesen besonderen Zeiten wie Pfingsten, da finde ich die Satsangs ganz besonders berührend. Ich weiß gar nicht wie das möglich ist.
Ich möchte diesen Satsang beginnen und eine Frage aufgreifen, die mir am Freitag gestellt wurde, als ich einen Live-Satsang in Alimas Kongress „Erleuchtung erleben” halten durfte.
Und dort fragte mich ein Mensch, dass es da wohl doch bei dem.. Ich sage immer: Sei wie du bist.
Und sie fragte: Aber da gibt es doch eine Grenze.
Da muss es doch diese Grenze geben, wo andere Menschen berührt werden, dass ich zwar so sein darf, wie ich bin, aber wenn es andere Menschen beeinträchtigt, dann hat es seine Grenzen.
Und das ist ein Punkt, bei dem viele Menschen nicht verstehen, was das bedeutet: Sei wie du bist.
Und deswegen möchte ich heute Abend noch einmal darüber sprechen.
Normalerweise glauben wir: Ich muss aufpassen, dass ich niemand anderen verletze; dass ich niemand anderem auf die Füße trete.
Und so verhalten wir uns die ganze Zeit.
Aber das Paradoxe... Das ist überhaupt nicht paradox. Die Wahrheit ist: Ich bin ja trotzdem so, wie ich bin, ob ich will oder nicht.
Nehmen wir an, ich bin ein sehr aggressiver Mensch, und ich habe Angst, dass ich andere Menschen verletze, verbal, emotional oder vielleicht sogar körperlich.
Und dann habe ich mein Leben lang gelernt, mich zusammenzureißen.
Aber ich bin trotzdem aggressiv.
Und je mehr ich mich zusammenreiße, desto stärker komprimiert wird diese Aggression, und irgendwann kommt sie heraus.
Und dann kommt sie unbewusst heraus, unkontrollierbar, weil ich mich nicht so annehme, wie ich bin.
Das heißt, es ist im Grunde eine Illusion. Wir bilden uns ein: Wenn ich aufpasse, dann kann nichts geschehen, aber ich bin trotzdem so, wie ich bin. Wir glauben, ich könnte mich ändern.
Aber wenn ich mir selbst gestatte, so zu sein, wie ich bin, wenn ich mich selbst wahrnehme, wie ich wirklich bin – das heißt nicht, dass ich mir jetzt unkontrolliert erlaube, jetzt im Beispiel der aggressiven Person, andere Menschen hemmungslos mit meiner Aggressivität zu überschütten.
Das Gegenteil geschieht.
Wenn ich bereit bin, mich selbst so anzunehmen, wie ich bin, und nicht denke, ich sollte anders sein, dann kann ich wahrnehmen, was geschieht. Erst dann, mit dieser Akzeptanz, geschieht Wahrnehmung.
Erst dann kann ich mit mir, so wie ich bin – so wie ich ohnehin bin, ob ich will oder nicht, ob ich mich zusammenreiße oder nicht –, mit mir sein. Ich kann fühlen, was in mir geschieht, und ich kann mit allem, was da geschieht, zusammen sein.
Und dann merke ich, wenn ich aggressiv werde – sofort. Beim kleinsten Funken Aggressivität merke ich das.
Das heißt nicht, dass ich deswegen jetzt ein besserer Mensch bin, aber im Lichte dieser Akzeptanz, da kann alles mögliche Neue geschehen.
Da kann ich beginnen, auf mich achtzugeben.
Da kann ich beginnen, zu lernen.
Ich kann lernen, mir die Situationen so zu schaffen, wie ich es brauche, und in Situationen, die ich gar nicht möchte, nicht mehr hineinzugehen. Ich kann lernen, kreativ zu werden und mit meinen Eigenheiten, wie sie nun mal sind, zu tanzen.
Und all das geschieht erst dann, wenn ich mich selbst akzeptiere, wie ich bin, wenn ich mich so sein lasse, wie ich bin.
Es passiert also genau das Gegenteil von dem, was wir befürchten.
Wenn ich sage: Sei, wie du bist, dann meine ich das nicht in einem Sinne von: Kümmere dich nicht darum.
Das ist eine unbewusste Art.
Das ist in Wirklichkeit ein überhaupt nicht hinschauen, wie ich bin.
Ich spreche vom Gegenteil.
Versuche nicht, dich zu ändern: sei einfach mit dir, wie du bist. Da geschieht Lernen, Heilen, Kreativität, da geschieht alles Neue. Es ist sehr leicht, andere Menschen zu verletzen, wenn ich nicht bewusst bei mir bin. Aber wenn ich mich akzeptiere, wie ich bin, und einfach klar und bewusst bei mir bin, ist es sehr, sehr schwer; eigentlich unmöglich.
Link zum Zitat im Video bei 7m34s
Sei mit dir, so wie du bist. Versuche nicht, dich zu ändern, sei einfach mit dir – und mit dem bei dir sein, wie du bist, da geschieht das Lernen, da geschieht das Heilen, da geschieht Kreativität, da geschieht alles Neue.
Es ist sehr leicht, andere Menschen zu verletzen, wenn ich nicht bewusst bei mir bin.
Aber wenn ich mich akzeptiere, wie ich bin, und einfach klar und bewusst bei mir bin, ist es sehr, sehr schwer; eigentlich unmöglich.
Sich selbst treu sein heißt nicht kämpfen
Link zum Thema im Video bei 8m27s
Und es gibt noch ein Thema, das das Schwesterthema von diesem Thema ist.
Ich sage oft: „Sei dir treu”.
Und auch da würde ich gerne noch ein paar Worte dazu verlieren, was das bedeutet.
Wenn ich diese Dinge sage, dann spreche ich von der Beziehung, die du mit dir selbst hast.
Wenn ich sage: „Sei dir treu”, dann meine ich: Nimm wahr, was sich in dir regt. Versuche nicht, dir selbst zu sagen: „Ich sollte anders sein. Ich sollte mich so jetzt nicht fühlen. Ich sollte das jetzt nicht wollen”, sondern sei dir treu. Gestatte dir, so zu fühlen, wie du bist. Gestatte dir, so verkehrt zu sein, wie du bist.
Das hat aber nichts damit zu tun, was ich anderen gegenüber tue oder sage.
Ich bin mir treu, so gut ich kann, die ganze Zeit. Aber von außen merkst du das nicht.
Ich bin kein Mensch, der die ganze Zeit über andere drüber trampelt, weil er das durchsetzt, was ich möchte.
Sei dir selbst treu heißt: Kümmere dich um dich, so gut du kannst. Steh zu dir, da drinnen.
Und wenn dann jemand zu mir kommt und etwas von mir will und ich merke, nein, ich kann das nicht, dann sage ich manchmal: „Nein, ich kann das nicht. Tut mir leid.”
Sich selbst treu sein heißt nicht, anderen zu sagen, dass ich, so wie ich bin, in Ordnung bin. Ich mache das Gegenteil. Wenn sich jemand über mich aufregt, sage ich: „Ja, du hast recht. Ich bin verkehrt.” Oder wenn mir jemand sagt: „Ach, was denkst du nur für komische Sachen”, dann sage ich: „Ja, ich weiß, ich bin verrückt.”
Ich diskutiere nie mit jemandem, wo ich nicht ganz genau spüre, dass da Offenheit ist, echtes Interesse.
Ich habe keine verbalen Kämpfe oder Diskussionen oder Streitereien, weil ich meine Meinung darüber, was für mich gut ist, niemand anderem überstülpen möchte.
Und dann hat man es leicht.
Nur ganz, ganz selten gibt es Menschen, die wirklich wissen wollen, wie ich bin und was ich zu einem bestimmten Thema zu sagen habe oder meine, außer im Satsang natürlich.
Sobald ich merke, dass da keine Offenheit ist am anderen Ende, obwohl gefragt wird, dann werde ich still.
So bin ich mir treu: Ich bin, wie ich bin. Wie ich bin, geht niemanden etwas an.
Keiner muss dem zustimmen, aber ich muss auch nichts durchsetzen, weder meine Meinung noch irgendetwas anderes.
Mir selbst treu sein heißt nicht kämpfen.
Mir selbst treu sein heißt, dass ich bei mir bin; dass ich nicht glaube, ich sei verkehrt;, dass ich meinen eigenen Gedanken nicht glaube. Und dann glaube ich den Gedanken der anderen auch nicht, und ich brauche mich nicht mit irgendwelchen Menschen auseinanderzusetzen.
All diese Dinge sind eine innere Angelegenheit, und sobald du dich sein lässt, wie du bist, sobald du in dir drin, mit dir, in Frieden bist, innig bist, ganz intim, dann gibt es da draußen viel weniger Friktion, viel weniger Reibung. Denn das, was wir dort draußen erleben mit anderen Menschen, beginnt in uns.
Sobald du dich sein lässt, wie du bist, sobald du in dir drin mit dir in Frieden bist, ganz intim, dann gibt es da draußen viel weniger Reibung. Denn das, was wir dort draußen erleben mit anderen Menschen, beginnt in uns. Wenn ich mit mir selbst kämpfe und im Unreinen bin, dann kämpfen auch andere Menschen mit mir.
Link zum Zitat im Video bei 12m55s
Wenn ich mit mir selbst kämpfe und im Unreinen bin, dann kämpfen auch andere Menschen mit mir. Und ich erlebe das: Mit jedem Jahrzehnt, das verstreicht und ich ein wenig mehr auf ganz selbstverständliche Weise mit mir im Reinen bin, obwohl ich so bin, wie ich bin, desto problemloser und ganz erstaunlich wird meine Interaktion mit den Menschen in meiner Umgebung und in meinem Leben.
Ja, so viel dazu. Das war noch übrig, was ich nicht vergessen wollte zu erwähnen.
Das ist das Schöne an diesem Leben. Im Grunde brauchst du nur lernen, wie du mit dir selbst umgehst, wie du dich selbst lieben kannst. Auf ganz magische Weise verändert sich dann alles andere.
Das ist das Schöne an diesem Leben: Im Grunde brauchst du nur lernen, wie du mit dir selbst umgehst; wie du dich selbst lieben kannst. Auf ganz magische Weise verändert sich dann alles andere.
Link zum Zitat im Video bei 14m24s
Jedes Gefühl willkommen heißen wie ein Kind
Link zum Thema im Video bei 14m49s
Simone, guten Abend. Danke, dass du heute Abend auch wieder hier mit dabei bist.
[Erzähler-in:] Guten Abend, geliebter Mikael Ich freue mich so sehr, hier zu sein.
[Dhyan Mikael:] Gibt es eine Frage, die du vorlesen magst?
[Erzähler-in:] Oh ja.
[Dhyan Mikael:] Ah, wie schön. Schieß los.
[Erzähler-in:] Die erste Frage ist von Andrea.
[Dhyan Mikael:] Andrea, guten Abend, hallo.
[Erzähler-in:] „Lieber Mikael, danke für deine wunderbare Arbeit. Sie ist so ein Segen für mich. Du sprichst immer wieder davon, dass herausfordernde Gefühle wie Angst, Einsamkeit, sich verloren fühlen und so weiter Geschenke sind. Würdest du darauf noch einmal eingehen, bitte? Was ist das Geschenk darin? Ich danke dir von Herzen.”
[Dhyan Mikael:] Danke für deine Frage, Andrea.
Probiere es einfach aus, dann weißt du, wovon ich spreche.
Ich nehme an, dass du gerade von solchen Gefühlen besucht wirst, da du diese Frage stellst.
Und wenn du das nächste Mal eine ruhige Minute hast, wenn du alleine bist und dich sicher fühlst, dann kehr dich nach innen, schließ die Augen und lade das Gefühl, was dich so beschäftigt und was du für ein Problem hältst, ein – wie ein Gast: Als würde es an der Haustür klingeln, und du gehst zur Haustür und sagst: „Ah, komm rein!”
Dann lässt du dieses Gefühl da sein – nicht, damit es wieder weggeht, nein... du lässt es da sein, Punkt. Du musst nichts damit tun. Du musst nicht wissen, wie du jetzt mit diesem Gefühl eine Unterhaltung anfängst. Du musst es auch nicht fragen, warum es da ist und was es überhaupt von dir will. Das ist alles nicht notwendig. Einfach da sein lassen... Vielleicht hast du Kinder, dann kennst du das. Ein Kind kommt und hat ein Problem, und du weißt genau: das Einzige, was wirklich hilft, ist da sein.
Vielleicht erzählt das Kind, vielleicht auch nicht.
Aber einfach da sein, da sein lassen...
Wenn das Kind willkommen ist, dann spürt es das: „Ah, auch so bin ich willkommen, auch so werde ich geliebt.”
Die Gefühle sind unsere Kinder. Wir glauben, das sei irgendetwas Schlechtes von außen. Nein: jedes Gefühl, das du spürst, ist in Wirklichkeit ein Teil von dir, ein Kind von dir. Und je mehr du das willkommen heißt, desto ganzer wirst du, und das ist das Geschenk.
Link zum Zitat im Video bei 17m26s
Und das machen wir mit den Gefühlen auch. Die Gefühle sind auch unsere Kinder. Wir glauben, das sei irgendetwas Schlechtes von außen. Nein, jedes Gefühl, das du spürst, ist in Wirklichkeit ein Teil von dir; ein Kind von dir.
Und je mehr du das willkommen heißt, desto ganzer wirst du, und das ist das Geschenk.
Probiere es aus; dann weißt du, wovon ich spreche.
Mein Meister Soham beschreibt es oft auf ganz, ganz schöne Weise. Er sagt: Wenn du die Angst willkommen heißt, dann ist sie nicht mehr allein, dann hat sie keine Angst mehr. Wenn du bei ihr bist, dann kann sie entspannen – und das ist wirklich so.
Wenn du die Angst willekommen heißt, dann hat sie keine Angst mehr. Wenn du sie nicht haben willst, dann wird sie richtig ängstlich. Die Einsamkeit fühlt sich nicht mehr einsam, wenn sie bei dir willkommen ist. Der Schmerz tut nicht mehr so weh, wenn er nicht mehr alleine ist. Du fragst: was ist das Geschenk? Sie machen uns ganz.
Link zum Zitat im Video bei 18m25s
Wenn du bei dir bleiben kannst mit dieser Angst, dann entspannt sie sich. Wenn du sie nicht haben willst, dann wird sie richtig ängstlich.
Und so ist es mit allen Gefühlen. Die Einsamkeit fühlt sich nicht mehr einsam, wenn sie bei dir willkommen ist. Der Schmerz tut nicht mehr so weh, wenn er nicht mehr alleine ist.
Du fragst: Was ist das Geschenk? Sie machen dich ganz.
Das, was wir nicht haben wollen, sind die Teile von uns, die zurückkehren. Wir brauchen nur Ja sagen und die Tür aufmachen, und du wirst ganz, groß, stark.
Probiere es aus. Glaub mir nicht – probiere es aus.
Danke, Andrea.
Ich freue mich, dass du da bist.
Du bist das, was du nicht wahrnehmen kannst
Link zum Thema im Video bei 19m57s
[Erzähler-in:] Margret fragt: „Lieber Mikael...”
[Dhyan Mikael:] Hallo, Margret, guten Abend.
[Erzähler-in:] „Lieber Mikael, ist das höhere Selbst dasselbe wie das Bewusstsein? Kannst du dazu etwas sagen? Danke herzlich und gesegnete Grüße, Margret.”
[Dhyan Mikael:] Das ist eine wirklich schöne Frage.
Danke, dass du mich daran erinnerst. Ich wollte eigentlich heute Abend auch genau darüber sprechen, weil ich noch eine Frage vorzulesen habe, das habe ich ganz vergessen. Da geht es genau darum. Und jetzt erinnerst du mich. Vielen Dank.
Nun ist es so...
Ich musste daran heute Morgen denken. Ich stand in der Küche und habe etwas abgewogen auf der Küchenwaage. Die Waage kann alles für mich wiegen, aber nicht sich selbst.
Du kannst alles wahrnehmen um dich herum, sogar diesen Körper kannst du wahrnehmen, sogar das Bewusstsein kannst du wahrnehmen, sogar das Hiersein kannst du irgendwie wahrnehmen.
Aber du bist wie diese Waage. Alles, was du wahrnehmen kannst, das kannst du nicht sein.
Alles, was du wahrnehmen kannst, alles, was du kennen kannst, kannst du nicht sein. Du bist das, in dem alles ist. Du bist das, aus dem alles kommt, alles, auch Bewusstsein. Du bist das Unerklärliche, der Anfang und das Ende, das Alles und das Nichts.
Link zum Zitat im Video bei 21m38s
Alles, was du kennen kannst, kannst du nicht sein.
Alles, über das du etwas wissen kannst, kannst du nicht sein.
Aber wenn du ganz still wirst und alles vergisst, was du weißt, alles vergisst, was du wahrnimmst, und in dich hineinfällst, dann kommst du in einen Raum, der ist anders.
Auch dieser Raum, der bist du nicht, du kannst ihn wahrnehmen.
Und dann ist es, als würdest du Stück für Stück zurücktreten. Alles, was du wahrnimmst, erkennst du und weißt: das bin ich nicht.
Und so geht es immer weiter zurück, immer weiter, immer tiefer, immer stiller.
Du bist das, in dem alles ist. Du bist das, aus dem alles kommt, alles, auch Bewusstsein.
Du bist das Unerklärliche, der Anfang und das Ende, das Alles und das Nichts.
Und darin sind wir Brüder und Schwestern.
Und doch leben wir in diesem praktischen Leben.
Wir sind hier, in diesem Körper.
Wir werden geboren und wir sterben – wir natürlich nicht, aber dieser Körper.
Und bei dem geht es darum, zu erkennen, wer wir sind: das, was man nicht kennen kann, das, was ich selbst nicht sehen kann. Das Auge kann sich nicht sehen. Nur im Spiegel kann sich das Auge sehen – und dann auch nur ein Spiegelbild.
Und diese Welt ist für uns der Spiegel.
Das Bewusstsein, das du gerade angesprochen hast, das ist der Spiegel.
Die Welt, die wir damit sehen, ist das Spiegelbild, das wir wahrnehmen.
Das Bewusstsein ist der Spiegel: ein Spielzeug, das uns hilft, zu erleben, was wir sind.
Begreifen können wir es nicht. Aber wenn du dieses Leben überhaupt nicht ernst nimmst und doch ganz und gar lebst, indem du hier bist und nur hier, dann beginnst du, dem nahe zu kommen.
Dafür ist dieses Leben da, denn wir können über das, was du fragst, nicht sprechen.
Wir können über das, was du fragst, nicht sprechen. Jeder muss diesen Weg selbst gehen. Du kannst zehn Bücher darüber lesen, wie Milch schmeckt, und du weißt doch nichts über Milch. Aber ein einziger Schluck, und du weißt, wie sie schmeckt. So ist es damit auch. Du musst dich selbst auf die Reise machen.
Link zum Zitat im Video bei 25m44s
Wir können nur Andeutungen machen. Jeder muss diesen Weg selbst gehen. Jeder muss diese Forschungsreise selbst antreten. Keiner kann dir das abnehmen.
Du kannst zehn Bücher darüber lesen, woraus Milch besteht und wie sie schmeckt, und du weißt doch nichts über Milch. Aber ein einziger Schluck, und du weißt, wie sie schmeckt.
So ist es damit auch. Du musst dich selbst auf die Reise machen.
Danke.
Ich möchte kurz die E-Mail heraussuchen, die ich ganz vergessen hatte. Ich will einmal schauen, ob ich sie jetzt auf die Schnelle finde in meinem unvorbereiteten Chaos. Hier ist sie.
„Meine Frage ist: Was geschieht nach dem Tod? Wie leben wir weiter? Und wie und warum werden wir wiedergeboren? Sind unsere Leben im göttlichen Plan schon vorherbestimmt?”
Diese Frage ist jetzt nicht wirklich das, was du gefragt hast, aber für mich hast du mit deiner Frage die Antwort vorweggenommen auf die Frage, die ich eben vorgelesen habe.
Deswegen sind wir hier: um uns zu erleben; um in den Spiegel zu schauen.
Und wir werden so lange wiedergeboren, bis wir klar sehen können; bis wir den Spiegel, unser Spiegelbild, nicht mehr ernst nehmen, und deswegen langsam beginnen, das zu spüren, was da gespiegelt wird.
Dafür sind wir hier.
Und wenn du das hörst, verstehst du das überhaupt nicht, und doch weißt du, was ich meine.
Schon spannend, oder?
Danke für deine Frage, ihr zwei. Danke.
Warum Beziehungen glücklich machen
Link zum Thema im Video bei 28m59s
[Erzähler-in:] Die nächste Frage ist von Brigitte.
[Dhyan Mikael:] Brigitte, hallo, guten Abend. Wie schön, dass du da bist.
[Erzähler-in:] „Lieber Mikael, danke dir, dass du gestern auf meine E-Mail geantwortet hast. Stimmt, ich muss mir treu sein, aber die Stimme in mir, was ich will, ist leise, und die von meinem Freund bedrückt sie. Bitte sage mir klar und deutlich, wie ich meiner leisen Stimme folgen soll. Mir ist schon klar, was ich will. Da gibt es ein Aber.”
[Dhyan Mikael:] Ja, ich verstehe. Ich verstehe dich so gut. Und deswegen bin ich auch so froh, dass du immer wieder schreibst. Diese Dinge brauchen Zeit, weißt du. Du hast den allergrößten und allerschwierigsten Schritt bereits hinter dir. Du merkst: „Ich mag das nicht.” Und du merkst: „Ich kann es aber trotzdem nicht richtig machen.” Und mehr ist gar nicht notwendig.
Das Einzige, was du jetzt zu tun hast, ist, bei dir zu sein, so wie du bist, mit deiner Unfähigkeit. Ja, du weißt genau, was du willst, und ja, du bist hilflos im Angesicht der Energie von diesem Menschen und seinen Emotionen und seinen Forderungen.
Und dabei einfach bei dir sein, erleben, wie du dich fühlst, jeden Tag: die schönen Momente, die schwierigen Momente, die Frustration, die Verzweiflung, auch das Schöne.
Und einfach indem du dabei bist, bei dir, und erlebst, wie es für dich ist, und erlebst, wie du bist, da geschieht auf wundersame Weise ein Wachsen und ein Lernen.
Und dieses Wachsen und Lernen braucht zwei Zutaten: dein Dasein und Zeit.
Und je weniger du dich bewertest, je mehr du ganz neutral, als sei es das Selbstverständlichste der Welt, dass du so bist – wenn du so bei dir sein kannst, dann ist es am allerbesten.
Je weniger du darüber nachdenkst und je mehr du einfach dabei bist – du merkst, wie du wieder etwas tust, was du überhaupt nicht willst, du kannst nur den Kopf über dich schütteln, aber du gehst mit.
Du lässt dich nicht alleine, indem du in den Verstand gehst und jetzt denkst: „Ah, warum mache ich das jetzt wieder? Und wie doof bin ich überhaupt? Und wieso mache ich das jetzt wieder? Und das darf doch nicht wahr sein.” Nein, sei ganz still bei dir und geh einfach mit.
Sei ganz still bei dir und geh einfach mit. Geh wieder dahin, wo du eigentlich gar nicht hingehen willst – aber du kannst nicht anders. Aber sei wenigstens dabei. Mehr ist nicht notwendig. Ich verspreche dir: das ist alles, was notwendig ist. Das ist die eine Zutat – und die andere ist einfach Zeit.
Link zum Zitat im Video bei 32m20s
Geh wieder dahin, wo du eigentlich gar nicht hingehen willst, aber du kannst nicht anders. Aber sei wenigstens dabei. Mehr ist nicht notwendig.
Ich verspreche dir: das ist alles, was notwendig ist.
Das ist die eine Zutat – und die andere ist einfach Zeit.
Was die ganze Sache schwieriger macht und jegliches Wachsen und Lernen verhindert, ist, wenn du darüber nachdenkst und dich als falsch hinstellst oder ihn als falsch hinstellst. Er ist eben auch so, wie er ist.
Dann hast du zwar Recht in deinen Gedanken, aber du drehst dich im Kreis.
Kämpfe nicht gegen dich selbst. Sei einfach bei dir, so wie du bist.
Kämpfe nicht gegen dich selbst. Sei einfach bei dir, so wie du bist. Und dann musst du noch nicht einmal wissen, was du willst, weißt du. Du musst noch nicht einmal wissen, was richtig wäre. So machtvoll ist das, wenn du einfach dabei bist.
Link zum Zitat im Video bei 33m21s
Und dann musst du noch nicht einmal wissen, was du willst, weißt du. Du musst noch nicht einmal wissen, was richtig wäre.
So machtvoll ist das, wenn du einfach dabei bist.
Dann ist es, als würde ganz allmählich etwas deine Steuerung übernehmen, und irgendwann stellst du staunend fest, dass du ganz neue Sachen machst, die dir nicht im Traum eingefallen wären. Und das passiert alles einfach dadurch, dass du dabei bist, ohne zu wissen, wie es geht, ohne zu wissen, was richtig wäre, und vor allen Dingen, ohne dass du versuchst, anders zu sein.
Meditiere jeden Morgen, wenn du magst. Da übt man das: dieses einfach mit sich sein und die ganzen verrückten Gedanken zu ignorieren. Das ist eine unendliche Hilfe dabei, dann auch während des Tages, in diesen herausfordernden Situationen, ganz selbstverständlich und ohne Frage einfach bei sich zu sein, ganz gleich, was der Kopf davon hält.
So mache ich das.
Ich kann das wirklich nur empfehlen. So funktioniert es.
Ich werde immer wieder gefragt, wieso denn diese Schwierigkeiten in Wirklichkeit Geschenke sind. Auch vorhin die erste Frage war ja wieder so eine Frage. Warum sind diese schwierigen Gefühle Geschenke? All das bringt uns bei, bei uns zu sein.
Dieser unmögliche Mann bringt dir bei, bei dir zu sein. Dieser unmögliche Mann entlarvt deine Unfähigkeit, deine Schwäche, und er entlarvt all die Urteile, die du über dich hast, all die Gedanken, die du über dich hast. Ohne ihn würdest du das alles nicht wissen.
Aber du liebst ihn, du willst nicht weg, und gleichzeitig macht er es dir so schwer. Und jetzt kannst du nicht anders, als zu lernen, bei dir zu sein. Das ist das Einzige, was wir lernen müssen. Alles andere geht von selbst. Das ist das Geschenk. Deswegen gibt es Beziehungen.
Du liebst ihn, und gleichzeitig macht er es dir so schwer. Jetzt kannst du nicht anders, als zu lernen, bei dir zu sein. Das ist das Geschenk. Deswegen gibt es Beziehungen. Beziehungen machen dich nicht glücklich, weil der andere so toll ist. All diese Herausforderungen machen dich glücklich – weil sie dich zu dir führen.
Link zum Zitat im Video bei 36m02s
Beziehungen machen dich nicht glücklich, weil der andere so toll ist. All diese Herausforderungen machen dich glücklich, weil sie dich zu dir führen.
Danke, Brigitte. Ich freue mich, dass du da bist.
So schön.
Die Reinheit der Naturgeräusche
Link zum Thema im Video bei 36m59s
[Erzähler-in:] Ich lese eine Frage von Rita vor.
[Dhyan Mikael:] Rita, guten Abend, hallo. Wie schön, dass du wieder da bist.
[Erzähler-in:] „Lieber Mikael, ich wollte schon immer fragen, was bei dir die Vogelstimmen für eine Bedeutung haben, falls sie eine haben. Ganz lieben Dank, lieber Mikael, und auch dir, liebe Simone.”
[Dhyan Mikael:] Ja, schön, dass du das fragst.
Ich bin Purist, weißt du.
Ich beschränke mich gern auf das eine, worauf es ankommt. Deswegen sind meine Satsangs auch so langweilig.
Ich erzähle keine fantastischen Geschichten über großartige Dinge, die alle Menschen interessieren.
Ich spreche nur über das, wo irgendwann einmal jeder Mensch hin muss – und das ist still und unspektakulär und doch das Überwältigendste, was es gibt.
Und wenn ich jetzt irgendeine akustische Untermalung möchte für Satsang oder für ein Video oder diese halbe Stunde des Wartebildes vor dem Satsang...
wenn ich da Musik nähme, egal wie schön, egal wie rein: Die Musik macht etwas mit uns, selbst wenn sie keine Worte enthält.
Sie klingt verschiedene Emotionen an, verschiedene Gedanken und Bilder und Fantasien, bei jedem Menschen anders.
Aber Naturgeräusche sind anders. Keine Musik, egal wie heilig, kommt da auch nur im Entferntesten hin, so einfach, so rein, ohne jede Bedeutung – unfassbar.
Und doch ist es, als würde man leer und durchsichtig und durchlässig werden und Teil dieser Natur sein. Das gefällt mir.
Das tut mir gut.
Die Geräusche von Natur haben eine unglaubliche Wirkung auf unser Wesen, auf unser Gehirn, auf unsere Ausgeglichenheit.
Naturgeräusche stimulieren das Hirnwachstum und das Nervenwachstum auf positive Weise. Künstliche Geräusche hingegen bewirken etwas anders. Da gibt es unglaublich viel zu lernen. Ich weiß das alles nicht. Ich weiß nur: ich mag das, und es entspricht meiner Neigung, das Ganze so einfach und so ruhig wie möglich zu halten, wenn ich hier vor die Kamera trete oder im Satsang oder im Retreat bin und euch und dich dazu einladen möchte, sich wenigstens für ganz kurze Zeit dem Einen zuzuwenden, was so unscheinbar ist, und doch das Einzige, was sich anzuschauen lohnt, ist.
Ja... vielleicht kann ich es so ausdrücken.
Danke, Rita. Ich freue mich, dass du da bist.
Meditation ist innere Faulheit
Link zum Thema im Video bei 41m10s
[Erzähler-in:] Die nächste Frage ist von Konstanze.
[Dhyan Mikael:] Konstanze, hallo. Schön, dass du da bist.
[Erzähler-in:] „Lieber Mikael, wie ignorierst du deine Gedanken? Ich falle ins Unbewusste beim Meditieren und wache irgendwann auf. Dann merke ich, dass ich meinen Gedanken gefolgt bin. Danke für deine Antwort.”
[Dhyan Mikael:] Das ist ganz einfach, Konstanze. Wenn du in der Meditation irgendwann wieder zu dir kommst, denke überhaupt nicht darüber nach, was gerade passiert ist, überhaupt nicht. Freue dich einfach: „Ah, ich bin wieder da!” – und du gehst mit deiner Aufmerksamkeit wieder zum Kronenchakra.
Das ist „Gedanken ignorieren”.
Während du in den Gedanken bist, kannst du sie nicht ignorieren, aber irgendwann kommst du zurück. Und dann nicht darüber nachdenken, dass du gerade in Gedanken warst, sondern sich einfach daran freuen über dieses Geschenk, wieder hier zu sein – und dann hier bleiben.
Und dann verlierst du dich wieder. Aber irgendwann bist du wieder da, und dann wieder: „Ah, danke, danke Gott, danke Swamiji, danke, wer auch immer.
Ah, wie schön, wieder hier zu sein.”
Und dann bleibst du einfach hier.
So mache ich das.
Weißt du, ich sprach gestern davon, was Meditation eigentlich ist. Und es gibt da eine schöne Analogie, die ich erfunden habe.
Gestern, glaube ich, habe ich sie erfunden.
Wenn du faul bist...
Du liegst irgendwo faul herum: du kannst Faulsein nicht richtig machen.
Kein Mensch kann zu dir kommen und sagen: „Das machst du aber nicht gut, dieses Faulsein.” Das macht gar keinen Sinn.
Du kannst dich beim Faulsein auch nicht beeilen.
Faulsein kann man auch nicht falsch machen, weil Faulsein impliziert, dass man überhaupt nichts tut; dass man ziel- und sinnlos ist.
Faulsein kann man nicht falsch machen. So ist Meditation auch: Meditieren ist innere Faulheit. Und die kann man nicht falsch machen, da kann man sich nicht beeilen, da gibt es keine Dringlichkeit, es gibt keinen Maßstab, wie gut man das macht. Man ist einfach da und tut nichts.
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Und wenn du da herumliegst und faul bist und dann plötzlich deine Gedanken kommen und sagen: „Aber das machst du hier nicht richtig”, dann könntest du eigentlich nur lachen.
Und so ist es beim Meditieren auch. Meditieren ist innere Faulheit – und die kann man nicht falsch machen, da kann man sich nicht beeilen, da gibt es keine Dringlichkeit, es gibt keinen Maßstab, wie gut man das macht. Man ist einfach da und tut nichts.
Und wenn man doch wieder etwas tut, merkt man ganz schnell, wenn man wieder da ist: „Ah, hier ist es aber schöner.” Und das ist das Einzige, was du wahrnehmen musst: „Ah, hier ist es aber schöner, hier bleibe ich.” Natürlich verlierst du dich wieder, aber du weißt beim nächsten Mal: „Ah, jetzt bin ich wieder da, schön, danke.
Dann kann ich noch ein bisschen faul sein.”
Faul sein kann man auch nicht mit Ernst machen.
„Ich muss jetzt aber ein bisschen besser faul sein.” Und beim Meditieren ist es genauso. Das kann man nicht ernst machen. Wenn man irgendetwas ernst macht, dann meditiert man nicht, dann ist man nicht faul, dann tut man etwas.
Meditation ist etwas vollkommen Unbegreifliches, und im Grunde ist es etwas, was man nicht tun kann. Man kann sich nur der Gefahr aussetzen, dass es geschieht.
Aber du kannst da nichts tun. Swamiji hat da einen ganz tollen Rat gegeben. Er hat gesagt: „Die Verantwortung dafür, wie deine Meditation ist, die habe ich.”
Also, Swamiji sagt das, nicht ich.
Das heißt: wenn die Meditation nicht so ist, wie du glaubst, dass sie sein sollte, dann kannst du es ihm in die Schuhe schieben; dann kannst du sagen: „Hey, Swamiji, was soll denn das? Streng dich mal ein bisschen an.”
Aber es hat nichts mit dir zu tun.
Das ist die Art und Weise, wie man sich zum Meditieren hinsetzt.
Danke für deine Frage, Konstanze. So schön.
Wir wollen Hingabe nicht freiwillig lernen
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[Erzähler-in:] Dann lese ich eine Frage von Sabine vor.
[Dhyan Mikael:] Sabine, guten Abend. Hallo, ich freue mich, dass du hier bist.
[Erzähler-in:] „Lieber Mikael, ich hatte vor zwei Wochen eine OP. Direkt nach der OP bekam ich für sieben Stunden Vorhofflimmern. In circa drei Wochen kommt die nächste OP. Nun habe ich solche Angst, dass danach wieder das Vorhofflimmern kommt. Die OP selbst habe ich soweit gut überstanden, dank deiner so hilfreichen Worte vorher.
Ich weiß auch jetzt, es sind nur meine Gedanken und mein Nicht-bei-mir-Sein. Mein Herz meldet sich jetzt regelmäßig mit unregelmäßigen Herzschlägen und Herzrhythmusstörungen. Es ist vieles klar geworden. Auf der anderen Seite ist die Angst da und macht es mir so schwer. Kannst du mir dazu bitte etwas sagen?”
[Dhyan Mikael:] Ich freue mich, dass du die erste Operation so gut überstanden hast.
Ja, ich habe auch ein Herz, das gerne lustige Kapriolen schlägt. Manchmal fühlt es sich an, als würde es einfach mal kurz aussetzen, aber dann geht es weiter – ein treues Organ.
Ich war vor ein paar Monaten auch im Krankenhaus. Ich hatte einen kleinen Eingriff mit einer Vollnarkose.
Und ich weiß, wie es ist: Ich weiß nicht, ob ich wieder aufwachen werde. Ich weiß nicht, wo ich aufwachen werde.
Und wie jeden Tag habe ich auch diesen Tag Gott geschenkt und habe gesagt: „Hey, Gott” – oder Leben... Gott... weißt du, nicht der christliche Gott: das Leben, egal wie du das nennst –, „das ist dein Leben. Lebe auch diesen Tag so, wie du es vorgesehen hast.
Ich bin dabei.
Dies ist nicht mein Leben, ich bin einfach dabei, und ich bin zu allem bereit.”
Und dann kann dein Herz entspannen, mein Gott.
Wir tun so, als wäre die Möglichkeit, dass dieser Körper stirbt, etwas ganz Schreckliches. Das ist total absurd.
Aber wir fühlen uns so. Aber wenn du es kannst, die Verantwortung für dein Leben auf diese Weise in die Hände des Lebens zu legen, dann ist es eine unendliche Entlastung.
Es gibt Weise, die sagen: „Erst die, die gestorben sind, beginnen zu leben.” Und das ist damit gemeint.
Wenn du bereit bist, jetzt, in diesem Moment, zu sterben, wenn du ganz und gar einverstanden und ruhig damit bist, dann beginnst du zum ersten Mal zu leben. Davor bist du nur weggelaufen. Das ist kein Leben. Erst wenn dieses Leben nicht mehr dir gehört, beginnt etwas ganz Neues, und nur das kann man überhaupt Leben nennen.
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Wenn du bereit bist, jetzt, in diesem Moment, zu sterben, wenn du ganz und gar einverstanden und ruhig damit bist, mit der Möglichkeit, dass es jetzt der letzte Atemzug ist, der letzte Herzschlag, und dann ist es vorbei: Dann beginnst du zum ersten Mal zu leben.
Davor bist du nur weggelaufen.
Das ist kein Leben.
Erst wenn dieses Leben nicht mehr dir gehört, wenn du keinen Anspruch mehr darauf hast, dann beginnt etwas ganz Neues, und nur das kann man überhaupt Leben nennen.
So erlebe ich das.
Und dann erfreust du dich an allem, an jedem Schmerz, an jedem Gefühl, an jeder Angst, an jedem Grün, an jedem Sonnenschein, an jeder Krankheit, an jedem Genesen.
Was dabei wirklich sehr viel hilft … Ich habe vergessen, wie ich dorthin gekommen bin, wo ich heute bin, weil das alles so von selbst geht. Ich bin ja auch nicht schlauer als du. Aber ich war viele Jahre lang bei einem Meister und lebte in seiner Aura, und die war genau diese Aura von Akzeptanz und Loslassen. Und dann, vor neun Jahren oder so, begann ich mit der Samarpan-Meditation. Und auch die ist das totale Loslassen. Deswegen heißt sie Samarpan-Meditation – jedenfalls hieß sie bis vor kurzem so, jetzt wird sie Himalaya-Meditation genannt, aber ich kann mich einfach nicht umstellen...
„Samarpan” ist ein Sanskrit-Wort aus Indien, und es heißt: Hingabe, Loslassen. Und wenn du sie probierst, weißt du auch, warum sie so heißt. Wenn du dich einfach hinsetzt und mit der Aufmerksamkeit ins Kronenchakra möchtest und die Gedanken ignorieren möchtest, dann kannst du das nur tun, dieses Ignorieren der Gedanken, wenn du alles loslässt.
Denn die Gedanken kommen mit allem daher, die ganze Zeit, mit jeder Angst, mit jeder Möglichkeit, mit jeder Sorge. Die wollen nicht ignoriert werden. Und wenn du sie ignorieren möchtest, musst du im Grunde mit allem einverstanden sein – dann kannst du meditieren.
Und wenn du die Meditation jeden Morgen machst, übst du genau das, und ganz allmählich lernst du das während des Meditierens, so ein bisschen.
Und dann, ohne dass du dafür etwas tust, passiert dir das dann auch in deinem alltäglichen Leben immer mehr.
Es ist einfach ganz natürlich für dich, so zu leben, mit den Jahren.
Also, wenn du das lernen möchtest, wenn du das üben möchtest, meditiere jeden Tag – falls du das nicht eh schon tust. Ich antworte hier ja nicht nur auf deine Frage, sondern lege allen Menschen nahe, zu meditieren.
Ja, und dann gehst du in diese nächste Operation, dann gehst du in dieses nächste Abenteuer mit genau dieser Haltung. Du meditierst einfach, du lässt alles gehen: du begibst dich in die Hände der Ärzte, in die Hände der Krankenschwestern und Krankenpfleger, in die Hände Gottes, und sagst: „Jetzt bin ich mal gespannt, wo ich aufwachen werde.”
Ich bin wieder hier, aber ich bin immer zu allem bereit.
Und das sind die Früchte der Meditation: diese Freiheit, diese Hingabe.
Und zu Beginn des Satsangs wurde gefragt, warum all diese Dinge denn Geschenke seien – oder gestern auch.
Das ist wieder genau das Gleiche.
Dieses Vorhofflimmern, das dich so geschreckt hat, das gibt dir jetzt eine unendliche Möglichkeit, Hingabe zu üben.
Du weißt, die nächste Operation steht an. Du willst sie machen. Du weißt, es ist für dich das Richtige.
Und jetzt, ob du willst oder nicht, musst du einen Weg finden, wie du damit einverstanden sein kannst. Das ist das Geschenk.
Wir wollen Hingabe nicht freiwillig lernen.
Wir wollen Hingabe nicht freiwillig lernen, aber das Leben zwingt uns dazu. Das ist das Geschenk an Partnern, die schwierig sind, an Familienmitgliedern, die uns die Knöpfe drücken, an Krankheit und an allem anderen: es zwingt uns zur Hingabe. Und wenn uns dann zum ersten Mal Hingabe geschieht, dann staunen wir nur noch.
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Wir sind verliebt in unsere Gedanken.
Aber das Leben zwingt uns dann dazu. Das ist das Geschenk. Das ist das Geschenk an Partnern, die schwierig sind, das ist das Geschenk an Familienmitgliedern, die uns total die Knöpfe drücken. Das ist das Geschenk an Schmerzen, an Krankheit, an Vorhofflimmern und an allem anderen: es zwingt uns zur Hingabe.
Und wenn wir dann zum ersten Mal Hingabe tun, wenn sie geschieht, meistens weil wir nicht mehr anders können, dann staunen wir nur noch.
Wenn du magst, bin ich auch bei deiner zweiten Operation dabei.
Danke, dass du da bist.
Das Nichts greift immer mehr Raum
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[Erzähler-in:] Die nächste Frage ist von einer anderen Andrea.
[Dhyan Mikael:] Andrea, grüß dich. Ich freue mich, dass auch du hier bist. Willkommen.
[Erzähler-in:] „Lieber Mikael, mir geht es oft so, dass mir alles im Außen unwichtig ist, auch wenn ich natürlich das Alltägliche brauche, dass mein Körper so lange am Leben bleibt, wie ich hier sein soll. Aber alles andere im Außen, Nachrichten, das Reagieren auf manche Menschen, Aktivitäten, vor allem die Mitmenschen, sind mir oft so unbedeutend. Ich genieße das Nichts und habe das Gefühl, dass es immer mehr Raum greift. Hast du ein paar Gedanken dazu? In Liebe, Andrea.”
[Dhyan Mikael:] Gedanken dazu habe ich leider überhaupt keine, aber ich kann dir sagen, dass du hier in bester Gesellschaft bist. Mir geht es genauso.
Ich habe keine Ahnung, was in der Welt geschieht. Es ist so lange her, dass ich mir Nachrichten angeschaut habe. Ich habe Besseres zu tun. Mein Gott, habe ich Besseres zu tun. Ich bin den ganzen Tag beschäftigt, aber nur mit den Dingen, für die ich Energie habe. Alles andere ignoriere ich. Ich kann einfach nicht anders. Es interessiert mich einfach nicht.
Ja, es nimmt immer mehr Raum ein, von selbst. Wenn man einmal damit anfängt, in diese Richtung zu schauen, geht alles andere von selbst, immer mehr, immer mehr, immer mehr. Man staunt und staunt und staunt.
Die Welt wird immer stiller, immer friedlicher, immer tiefer.
Und man weiß überhaupt nicht, wie das möglich ist.
Willkommen im Klub.
Danke, Andrea.
In der Akzeptanz liegt Heilung
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[Erzähler-in:] Die nächste Frage ist von Eva.
[Dhyan Mikael:] Eva, guten Abend. Hallo.
[Erzähler-in:] „Lieber Mikael, mir geht es oft so” – nein. „Lieber Mikael, könntest du zum Zwölf-Schritte-Programm der anonymen Alkoholiker etwas sagen? Kannst du zu dem Programm etwas sagen? Kennst du es?”
[Dhyan Mikael:] Ich kenne es nicht.
Ich habe keine Ahnung, was die zwölf Schritte der anonymen Alkoholiker sind.
Aber eines weiß ich, das habe ich davon gehört: dass, wenn sich die anonymen Alkoholiker treffen und begrüßen, jeder sagt – ich weiß nicht, ob das stimmt, aber so habe ich das mal gehört: „Hallo, mein Name ist Mikael, und ich bin Alkoholiker.”
Und in diesem Anerkennen dessen, was ist, liegt so eine Kraft.
Ich weiß nicht, was die zwölf Schritte sind, die danach kommen. Wahrscheinlich sind die alle völlig egal. Einfach dieses: „Ja. Ja, ich trinke – und ich bin machtlos und schwach.
So bin ich.” Und dann sitzt man in dieser Gruppe und sagt: „So bin ich, schaut mich an.”
Das hat so eine Kraft.
Das ist Akzeptanz.
Die schwierigen zwölf Schritte sind davor, die sind nicht Teil des Programmes: das Leiden und die Verzweiflung, die die Menschen überhaupt erst dazu zwingt – gegen alle Widerstände dieses Menschen – anzuerkennen, was ist. Wenn sie dann an dem Punkt sind, wo sie das sagen können, ist eigentlich schon alles erledigt.
Dann brauchen sie einfach Zeit, um zu lernen, damit zu sein, und um zu erfahren, dass es auch andere Menschen gibt, die so sind.
Und sie sehen die anderen Menschen, alle schön, alle total berührend, und alle wie ich, und das macht etwas mit den Menschen. Das gibt Mut, das gibt Führung, das gibt Kraft.
Im Grunde ist es ähnlich, wie Swamiji immer sagt: Es ist unendlich wichtig, dass die Menschen sich einmal im Monat, mindestens, am besten einmal in der Woche, zur Gruppenmeditation treffen, und zwar in der Gruppe.
Da trifft man sich als echte Menschen. Die Meditation alleine jeden Morgen ist die Basis. Das ist ganz wichtig, diese Regelmäßigkeit jeden Morgen, und dann regelmäßig, aber auch in der Gruppe, mit all diesen unmöglichen Menschen, die genauso unmöglich sind wie ich, von außen eindeutig sichtbar alles Verrückte, aber die meditieren und werden immer schöner. Dann bekommt man eine Ahnung davon, dass man womöglich selbst auch in Ordnung ist. Und das ist so eine Ermutigung, das ist so eine Wohltat.
Also, ich kann nicht wirklich etwas zum Programm sagen, aber das Wenige, was ich darüber weiß, ist schön.
Ich weiß nicht, warum du fragst, aber falls du Alkoholikerin bist, dann mach es genauso.
Liebe dich, wie du bist. Versuch nicht, dich zu ändern.
Liebe dich, wie du bist. Und wenn du keine Alkoholikerin bist, sondern anders – jeder Mensch hat so seine Lieblingspunkte, wo man vollkommen davon überzeugt ist, dass man verkehrt ist –: liebe dich so, wie du bist. Versuche nicht, dich zu ändern.
Swamiji hat einmal zu Alkoholikern gesprochen, und ihnen hat er genau das gesagt – ein ganzer Saal voll Alkoholiker, in der Klinik, Härtefälle.
Und er sprach zu ihnen und sagte: „Von mir aus, wenn du heute eine Flasche Schnaps trinkst, trink von mir aus morgen zwei.
Er sagte: „Wenn du heute eine Flasche Schnaps trinkst, trink von mir aus morgen zwei. Versuche nicht, dich zu verändern – aber meditiere.” Sei, wie du bist, aber meditiere. Die Magie geschieht nicht dadurch, dass wir uns irgendwie dahingehend überlisten, anders zu werden. Die Magie besteht darin, dort zu sein, wo ich heute bin.
Link zum Zitat im Video bei 1h05m37s
Versuch nicht, dich zu verändern, aber meditiere.
Sei, wie du bist, aber meditiere. Werde wach. Gib dich dem hin, wie es ist.”
Die Magie geschieht nicht dadurch, dass wir uns irgendwie dahingehend überlisten, anders zu werden. Die Magie besteht darin, dort zu sein, wo ich heute bin. Und durch die Meditation werden wir dazu fähig, weil wir dort diese Hingabe lernen, das zu akzeptieren, was ist, und nicht darüber nachzudenken.
Dann geschieht Heilung.
Ob das eine Alkoholsucht ist oder Gedankensucht oder egal was: da geschieht die Heilung – in dieser Akzeptanz.
Das ist das eine und das einzige, was wir zu lernen haben.
Danke, Eva.
Wenn Meditation einen Zweck hat, ist es keine Meditation
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[Erzähler-in:] Ich möchte eine Frage von Martin vorlesen.
[Dhyan Mikael:] Ja, gerne. Martin, guten Abend. Ich freue mich, dass du da bist. Hallo.
[Erzähler-in:] „Ich habe den Meister Kiran aus der Interviewserie Facetten des Erwachens sprechen gehört, wo er über Meditation spricht. Er geht in dem Interview sogar so weit, dass er meint: Meditiere nicht eine Stunde, meditiere 24 Stunden. Ich möchte dazu sagen, dass ich auch wieder meditiere und es mir guttut. Mir fällt jedoch auch auf, dass eine 24-Stunden-Meditation etwas Magisches haben kann. Er sagt weiter: Aber wer macht das schon? Kannst du dazu vielleicht etwas sagen?”
[Dhyan Mikael:] Ja, sehr gerne.
[Erzähler-in:] „Es geht noch ein bisschen weiter. Soll ich noch weiterlesen?”
[Dhyan Mikael:] Ja, ja, bitte. –
[Erzähler-in:] „Denn ich selbst spüre auch eine Kraft, wenn ich so lange mit mir sitze, bis ich aufstehe und mich mir selbst stelle. Bei mir geht es nämlich darum, dass ich einen Nachbarn habe, der trampelt, und zwar fast immer, denn wenn ich mich in Meditation setze oder entspannen möchte und nach innen gehe … Ich komme quasi so nicht weiter, tiefer an den Punkt, wo ich mich erkenne, oder vielleicht besser gesagt in Ruhe herausgehe und auch ruhig spreche.
Vielleicht liege ich auch zu viel, jedoch sehe ich in dieser Aussage auch eine tiefere Wahrheit. Ich kann die Frage leider nicht in den allgemeinen Chat reinkopieren und würde gerne noch schreiben: Hallo Mikael.”
[Dhyan Mikael:] Ja, schreib mir gerne, wenn du noch eine Frage hast, die du hier nicht schreiben kannst. Ich freue mich auf deinen Brief.
Dieser Nachbar, der da trampelt, ist ein unendliches Geschenk.
Du missverstehst, worum es beim Meditieren geht. Es geht in der Meditation nicht darum, dass du dich selbst erkennst und still wirst. Das kannst du nicht herbeiführen. Das Einzige, was du tun kannst, ist, dich von dem abzuwenden, was nicht still ist – und das sind deine Gedanken und die Geräusche, die dich ärgern und aufregen.
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Weißt du, es ist so: Du missverstehst, worum es in der Meditation überhaupt geht.
Es geht in der Meditation nicht darum, dass du dich selbst erkennst und still wirst – überhaupt nicht.
Du kannst das nicht herbeiführen, dass du dich selbst erkennst und still wirst. Das geht nicht. Das Einzige, was du tun kannst, ist, dich von dem abzuwenden, was nicht still ist, und das sind deine Gedanken und die trampelnden Geräusche des Nachbarn oder andere Dinge, die dich ärgern und aufregen.
Schau, es ist so: wir haben diese Tendenz, unsere Aufmerksamkeit ständig im Außen zu haben. Und selbst wenn wir nichts zu tun haben und alles ist gut, wir sind allein, aber ein Geräusch von weit weg, von jemand anderem, reicht, und unsere Aufmerksamkeit rast dorthin, und wir sind unfähig, sie einfach bei uns zu lassen.
Unsere Aufmerksamkeit geht dahin, unsere Gedanken gehen los über den blöden Nachbarn und darüber, wie blöd ich bin, dass ich es nicht besser kann.
Und im Meditieren machen wir ganz einfach eine einzige Sache: wir ignorieren diese Eindrücke. Wir ignorieren die Eindrücke unserer Gedanken. Wir ignorieren die Eindrücke des Körpers. Wir ignorieren die Eindrücke der Ohren, der Augen, der Nase.
Wir ignorieren die Eindrücke der Erinnerungen, der Fantasie und der Vorstellung, und sind einfach hier. Was dann da geschieht oder nicht, spielt überhaupt keine Rolle, ist überhaupt nicht unsere Angelegenheit und liegt auch überhaupt nicht in unserer Hand. Und wenn du versuchst, ein bestimmtes Ziel dort zu erreichen, bist du wieder in Gedanken. Das hat mit Meditation überhaupt nichts zu tun.
Faul sein hat kein Ziel. Wenn Faulsein ein Ziel hat, ist es nicht mehr Faulsein. Wenn Meditation ein Ziel hat, ist es nicht Meditation. Das ist wie bei Liebe. Wenn Liebe ein Ziel hat oder einen Zweck, ist es nicht Liebe.
Faul sein hat kein Ziel. Wenn Faulsein ein Ziel hat, ist es nicht mehr Faulsein. Wenn Meditation ein Ziel hat, ist es nicht Meditation. Das ist wie bei Liebe. Wenn Liebe ein Ziel hat oder einen Zweck, ist es nicht Liebe.
Link zum Zitat im Video bei 1h11m10s
Ich möchte gerne noch etwas zu deiner ersten Frage sagen, über das, was du von diesem Menschen über Meditation gehört hast, und dass man im Grunde vierundzwanzig Stunden meditieren sollte, aber das kaum einer tut. Und er hat recht.
Meditation ist es nur, wenn man immer meditiert.
Aber damit ist nicht gemeint, vierundzwanzig Stunden lang dazusitzen, am besten womöglich noch im Schneidersitz, die Augen geschlossen halten und innen versinken. Das ist damit überhaupt nicht gemeint.
In dieser halben Stunde übst du das, was dir im Moment unmöglich ist. Du gibst dir einfach diese dreißig Minuten – und die reichen: länger ist nicht notwendig –, damit du einen Geschmack davon bekommst. Es ist nicht wichtig, länger als dreißig Minuten zu meditieren. Was wichtig ist, das ist, dass du es jeden Tag machst, ohne Ausnahme.
Ich habe dir vorhin erzählt, ich war ja vor ein paar Monaten im Krankenhaus, musste ganz früh im Krankenhaus sein, sieben, halb acht, dann sieben, halb sieben, irgendwie so etwas.
Halb sieben, glaube ich.
Oder noch früher? Ich habe es vergessen, so richtig früh war es.
Aber natürlich habe ich davor meditiert.
Und am nächsten Tag ging es mir unglaublich schlecht – aber natürlich habe ich meditiert, weil es das Allerhilfreichste ist bei allem, was ich erlebe.
Und wenn du das tust, diese halbe Stunde jeden Tag, was dann passiert, ganz allmählich, ist, dass diese Qualität, die du in der Meditation immer mal wieder für Momente einfach so erlebst, dass du nämlich nicht denkst, sondern einfach hier bist, die breitet sich dann ganz allmählich im Leben aus.
Und dann lebst du immer mehr in deinem Alltag genauso. Du hast deine Augen auf, du sprichst, du arbeitest, du gehst einkaufen, du machst Liebe, du streitest, aber du denkst nicht, du bist da, und du weißt gar nicht, was dir geschieht.
Und so wird die Meditation immer länger, füllt immer mehr deines Alltags aus, deine Träume, deinen Schlaf, dein Einschlafen, dein Aufwachen, ganz allmählich, mit den Jahren, immer mehr.
Aber das ist keine formelle Meditation: acht Stunden dasitzen, darum geht es überhaupt nicht.
Dreißig Minuten reicht, und dann während des ganzen Tages immer wieder zurückkehren in die Stille, während des gesamten Tages, immer wieder, immer wenn es dir auffällt, dass du in Gedanken bist, die Gedanken ignorieren und einfach hierher kommen, tun, was zu tun ist, einfach da sein.
Und du kannst reden und arbeiten, aber innen ist alles still. Das ist damit gemeint.
Das ist eine wunderschöne und sehr einfache Art zu leben. Alles andere ist unendlich schwierig und anstrengend.
Und es passiert von selbst. Das Magische an dieser Art des Meditierens ist, dass man es nicht machen kann, aber dass es von selbst geschieht. Du musst nur eines tun: bereit sein, dich jeden Morgen für eine halbe Stunde hinzusetzen, egal was passiert, egal wie viel du denkst, egal wie falsch du es machst, diese Art des Faulseins.
Du setzt dich hin und machst dir keinerlei Gedanken darüber, wozu es gut sein soll, wie gut du es machst, was du alles falsch machst – das vergisst du alles.
Und einfach dadurch bekommst du eine Verbindung zu einer Kraft und einem Leben, das – ich weiß überhaupt nicht, wie das möglich ist, aber es wird immer mehr.
Ja, so funktioniert das. Und Swamiji, der indische Meditationsmeister, der die Samarpan-Meditation aus dem Himalaya zu uns bringt, der sagt genau das Gleiche. Er sagt: Eigentlich geht es darum, den ganzen Tag zu meditieren. Aber nicht so [im Schneidersitz], sondern alles, was getan wird, zu tun, ohne dass die Gedanken irgendeinen Raum haben, ohne dass ich irgendwie denke.
Ich meditiere, und auf eine Art und Weise, die ich dir nicht erklären kann, kann ich so doppelt so viel arbeiten und bin freundlicher und bin hilfreicher, und mir schmeckt alles besser und alles ist schöner, sogar die schwierigen Dinge, einfach weil ich den ganzen Tag meditiere. Aber das geschieht von selbst. Das ist nichts, was man sich vornehmen muss.
Ein Jugendlicher, der in der Pubertät ist, der braucht sich nicht vornehmen, erwachsen zu werden. Das passiert von selbst, einfach indem er weiteratmet und jeden Tag lebt. Und so ist es damit auch. Du lebst einfach jeden Tag weiter.
Du meditierst jeden Tag ein bisschen, weil es so schön ist, wenigstens eine halbe Stunde lang faul zu sein. Der Rest geschieht von selbst.
Und, und damit möchte ich meine Antwort an dich abschließen, der Rest geschieht nur von selbst.
Wenn du versuchst, es zu machen, passiert das Gegenteil.
Es geht nur mit Loslassen.
Danke für deine Frage. Danke, Martin.
Der Sprung in der Eierschale
Link zum Thema im Video bei 1h18m45s
[Erzähler-in:] Ich möchte eine Frage von Nils vorlesen.
[Dhyan Mikael:] Ja... Nils, guten Abend. Wie schön, dass du da bist. Ich freue mich sehr.
[Erzähler-in:] „Hallo Mikael. Swamiji schreibt in seinem Buch, dass bei einer Sache der Guru dem Schüler nicht helfen kann. Der Schüler muss es selbst wollen, sein Ego aufzugeben. Es ist eine ganz und gar persönliche Angelegenheit, die jeder mit sich selbst ausmachen muss. Es wäre schön, wenn du dies noch ein wenig ausführen könntest.”
[Dhyan Mikael:] Ja, ich kenne die Stelle.
Ich kann natürlich überhaupt nichts darüber sagen, was Swamiji da meint und sagt. Da musst du ihn schon selbst fragen.
Und das kannst du auch, falls du eine Frage hast. Man kann ihm schreiben. Du kannst deine Fragen an den deutschsprachigen Verein für die Samarpan-Meditation schreiben, aber du kannst auch ihm selbst schreiben. Die Kontaktinfos findest du auf meiner Webseite, auf der Seite Himalaya-Samarpan-Meditation.
Aber ich kann dir sagen, wie ich das verstehe – aber das ist meine ganz persönliche Sicht und meine ganz persönliche Erfahrung. Es hat nichts mit ihm zu tun.
Der Unterschied muss klar sein. Ich kann da nichts in seinem Namen sagen.
Aber genauso ist es.
Swamiji sagte an einer anderen Stelle: Der Guru kann alles für den Schüler tun – er kann ihm alles leichter machen, er kann die Last von ihm nehmen, er kann Schlimmes verhindern, er kann ihm Energie schenken oder was weiß ich was –, aber dass der Schüler meditieren will, das kann der Guru nicht herbeiführen.
Das muss er selbst wollen.
Das ist „das Ego aufgeben”. Das Ego will nicht meditieren: „so eine Zeitverschwendung, und ich kann es eh nicht richtig, und was soll das überhaupt? Und so ein Scheiß...”
Nach drei Tagen sagt das Ego: „Nein, das ist nichts für mich.” Und da hat es auch recht. Für das Ego ist es wirklich nichts. Und dann die Kraft zu haben, diesem ganz leisen Gefühl, das sagt: „Aber ich will” – dem zu folgen, das muss der Schüler selbst. Deswegen ist all das Leiden notwendig in deinem Leben, weil du vorher dazu nicht bereit bist. Sobald du dazu bereit bist, wird alles leichter.
Aber das muss jeder einzelne Mensch selbst wollen.
Dieses „Okay...”, dieses „die Gedanken ignorieren”, das klingt ja völlig harmlos. Und dann schreiben mir die Leute: „Ja, aber ich schaffe das nicht in der Meditation. Immer Gedanken, die ganze Zeit.” Ja, natürlich! Das ist das Ego, das mit aller Macht versucht, dich in eine andere Richtung zu lenken. Und wenn du diese eine einfache Sache tust: dich hinsetzen und für einen Moment die Gedanken ignorierst, egal wie wichtig sie sich machen, egal wie sehr du sie magst, egal wie viel Angst du davor hast, vor dem, was sie da erzählen – du ignorierst sie trotzdem...
Dieser eine Akt, das ist „das Ego ignorieren”.
Und wenn du das wenigstens für eine Sekunde am Tag machst, ist schon alles anders. Dann weißt du: Wow, es ist möglich. Und wenn es für eine Sekunde möglich ist, dann ist es auch für zwei Sekunden möglich. Wenn es für zwei möglich ist, warum dann nicht für vier?
Wenn du das wenigstens für eine Sekunde am Tag machst, ist schon alles anders. Dann weißt du: Wow, es ist möglich. Und wenn es für eine Sekunde möglich ist, dann auch für zwei. Wenn für zwei, warum dann nicht für vier? Wenn du einmal die Freiheit erlebt hast, für einen Moment, ist ein Sprung in der Eierschale: dann kommt Licht ins Gefängnis.
Link zum Zitat im Video bei 1h22m46s
Morgen sind es dann schon acht, dann zehn und so weiter. Wenn du einmal die Freiheit erlebt hast, für einen Moment, dann ist ein Sprung in der Eierschale: dann kommt Licht ins Gefängnis.
Aber das kann der Guru nicht bewirken. Darum kümmert sich das Leben.
Mit unendlicher Liebe klopft es dich weich, mit den Geschenken, über die wir hier immer wieder sprechen.
Und das ist der Grund, warum ich Satsang gebe: um dich immer wieder daran zu erinnern, was du eigentlich willst. Aber wir nehmen so viele andere Sachen wichtig, und so erzähle ich dir immer wieder, dass es eigentlich eine gute Idee ist, das zu tun. Der Rest passiert von selbst.
Es ist ein unendliches Wunder.
Es ist ein Wunder über Wunder, das du überhaupt nicht begreifst. Du begreifst dein Glück überhaupt nicht, weil es für dich so selbstverständlich ist, wenn du beginnst, dich selbst zu spüren, wenn du im Satsang landest, wenn du womöglich meditierst, egal wie schlecht, oder wenn du einen Meister hast oder einen Guru oder solche verrückten Videos schaust, wie ich sie mache.
Die Revolution in deinem Leben hat längst stattgefunden. Wenn du hier bist, hat Erleuchtung längst stattgefunden. Du weißt nur nichts darüber. So viele Leben hast du auf diesen Moment gewartet. Jetzt musst du nur noch eine Kleinigkeit tun: bereit sein, das alles gehen zu lassen und für ein paar Minuten meditieren, jeden Tag.
Die Revolution hat längst stattgefunden. Wenn du hier bist, hat Erleuchtung längst stattgefunden, du weißt nur nichts darüber. Jetzt ist nur noch eine Kleinigkeit zu tun: bereit sein, alles gehen zu lassen und für ein paar Minuten meditieren, jeden Tag. Der Rest geschieht von selbst. Die Arbeit ist schon getan, in so vielen Leben. Dies ist das Leben der Ernte.
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Der Rest geschieht von selbst. Die ganze Arbeit ist schon getan, weißt du, in so vielen Leben.
Das ist das Leben der Ernte.
Es ist unglaublich. Es ist ungeheuer. Aber es ist keine grandiose Geschichte da draußen, mit Trompeten im Himmel und riesigem Theater und irgendwelchen dramatischen Dingen.
Diese Revolution, das Ungeheuerliche was geschieht in deinem Leben, sind diese wenigen stillen Momente, wo du dich abwendest vom Gedanken, vom Ego, wo du einfach nur faul bist in dir drin, völlig unscheinbar.
Aber das ist unfassbar. Es ist unfassbar, dass dir das möglich ist.
Du hast so viele Leben lang gebetet dafür, dass das endlich geschieht. Jetzt ist es so weit.
Ich möchte erzählen, wie die Meditation zu mir kam.
Weißt du, ich bin ein vollkommen unesoterischer Mensch. Ich bin total unspirituell. Ich bin Ingenieur, ich bin Programmierer, ich bin ein total verrückter Junge. Ich sitze am liebsten vor dem Computer und programmiere, wenn ich nicht gerade Videos mache. Aber jetzt programmiere ich gerade, weil es dann leichter wird, mehr Videos zu machen.
Und ich habe nie nach Erleuchtung gesucht, ich habe nie nach Seelenheil gesucht, ich habe nie nach dem Himmel gesucht. Ich wusste nichts von dieser Reise, auf der ich bin. Ich wusste nicht, dass ich schon seit vielen Leben auf dem Weg bin. Das hat mich alles nicht interessiert. Ich war und bin immer noch ein ganz normaler Mensch.
Aber ich bin irgendwie zu meinem spirituellen Meister gestoßen, und ich bin nicht da bei ihm geblieben, weil ich dachte, der bringt mir jetzt Erleuchtung. Ich fand es da einfach toll. Er hat mich total berührt, ich wusste nicht warum. Dann war ich Teil seines Teams und habe mich um die Technik gekümmert, und für mich war das ein fantastischer Spielplatz. Ich fand es einfach fantastisch, und ich wollte nirgendwo anders mehr sein. Und er hat mich ganz langsam zu mir gebracht, ohne dass ich Ambitionen hatte.
Ich war reif, ohne davon zu wissen. Du bist reif, ohne davon zu wissen.
Und dann, vor etwa neun Jahren – wie gesagt, ich habe nie nach etwas gesucht, ich habe auch nie eine Meditation gesucht, ich habe auch nie einen Guru gesucht... Aber vor etwa neun Jahren traf ich meinen Meister Soham nach einer einwöchigen Pause wieder zum nächsten Satsang. Er war eine Woche zu Hause gewesen, ich war eine Woche bei mir zu Hause, und dann trafen wir uns in der Nähe von Kassel zum nächsten Retreat und saßen abends zusammen. Und dann erzählte er mir, dass ein indischer Guru ihn kontaktiert hätte und ihn eingeladen hätte zu einem Heiligen-Retreat nach Indien.
Und wie gesagt, ich bin ein ganz normaler Mensch, völlig unesoterisch, Füße auf dem Boden.
Ich hörte diesen Namen, ich hörte Soham davon erzählen, und ich war wie vom Donner gerührt. Ich fing an zu weinen, und ich bebte innerlich, und ich hatte nur einen einzigen Gedanken: „Endlich, endlich ist es so weit, endlich findet er mich wieder.”
Ich wusste davon nichts. Ich habe für so etwas keinerlei Wahrnehmungsfähigkeit.
Seit dem Tag meditiere ich. Einen Tag habe ich nicht meditiert, da lag ich mit 41,2 Grad Fieber im Bett, und mir war so elend, ich dachte, ich sterbe. Ich konnte nicht, es war nicht möglich, ich war verrückt vor Fieber. Alle anderen dreihundert oder dreitausend irgendetwas Tage habe ich meditiert, weil meine Seele weiß, was sie will.
Wir wissen nicht, wie glücklich wir sind. Wir wissen nicht, was wir für einen Segen haben – brauchen wir auch nicht zu wissen. Du bist hier, das reicht.
Ich habe gerade vergessen, zu wem ich spreche und was die Frage war. Aber danke, dass du da bist.
Danke, Nils. Danke, dass du mich auf diese Reise geschickt hast gerade.
Ich freue mich, dass du da bist.
Was Pfingsten wirklich bedeutet
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[Erzähler-in:] Pavitra hat eine Frage.
[Dhyan Mikael:] Pavitra, guten Abend, hallo. Wie schön, dass du da bist. Ich freue mich sehr.
[Erzähler-in:] „Lieber Mikael, kannst du bitte etwas darüber sagen, was für dich Pfingsten bedeutet? Danke, alles Liebe von Pavitra.”
[Dhyan Mikael:] Pfingsten ist für mich im Grunde das schönste der christlichen Feste, denn da geht es ans Eingemachte.
Die Welt ist mit Ostern beschäftigt, weil das so dramatisch ist. Aber Pfingsten...
da geht das, was in der christlichen Kirche der Heilige Geist genannt wird, auf die Jünger über.
Und in der christlichen Kirche wird das alles total verklärt, weil es da nur einen Heiligen gibt, also einen Guru, nämlich Jesus. Und es gab nie einen vor ihm, und es wird auch nie wieder einen geben. Das ist natürlich totaler Käse, aber so ist es halt in dieser Kultur.
Aber in Indien ist das Phänomen Guru viel bekannter und Teil der Kultur. Und da ist nicht der einzelne Guru so...
der ist nicht einzigartig, sondern man weiß: Es gibt diese Medien Gottes, und man weiß, wie die sind.
Und da gibt es viele Berichte darüber, wie das ist, wenn der Guru stirbt – also wenn er den Körper verlassen hat. Sie reden ja nicht von Sterben, weil sie wissen: Der Guru stirbt nie – der Körper vergeht. Und dann, nach einer gewissen Zeit, breitet sich die Energie des Gurus, die, während er in seinem Körper war, eingesperrt war – die breitet sich dann aus über die ganze Welt.
Und es gibt viele Schüler von Gurus, die das beschrieben haben, nachdem ihr Guru den Körper verlassen hat: wie sie dann nach einer gewissen Zeit, nach einigen Monaten, in manchen Fällen nach einigen Jahren, höchst erstaunliche Erfahrungen gemacht haben, weil dann diese Energie zu ihnen kam und ihnen alles leichter gemacht hat.
Und so war das bei den Jüngern von Jesus.
Jesus hatte es wirklich schwer. Jesus war einer der ganz wenigen Gurus auf dieser Welt, die keinen einzigen erleuchteten Schüler hatten.
Seine Schüler liebten ihn, aber sie hatten keine Ahnung, wovon er spricht. Keiner von ihnen wusste auch nur im Ansatz, wovon er sprach.
Am letzten Abendmahl, am letzten Tag des Zusammenseins, haben sie sich darüber gestritten, wer, wenn er dann im Himmel ist, links und rechts von ihm sitzen darf. Sie haben nichts verstanden.
Aber das macht nichts, genauso wenig, wie es etwas ausmacht, dass wir überhaupt nicht verstehen, worum es hier geht.
Wenn wir lieben und offen sind, dann kommt das alles zu uns. Es ist unglaublich.
Und einige Wochen – man weiß es nicht genau, weil diese Erzählungen, die uns überliefert sind, sehr verklärt sind und sehr in Geschichtsform gegossen. Fast alles, was man so liest über Jesus, hat einen wahren Kern, aber wie es erzählt wird und wie es in Geschichten gebettet ist, ist oftmals erfunden. Zum Beispiel ist es im Grunde eine gesicherte Erkenntnis, dass es so etwas wie die Bergpredigt nie gegeben hat, obwohl es natürlich in der christlichen Tradition ein ganz wichtiges Ereignis war.
Es gab niemals diese Bergpredigt, aber das, was in der Bergpredigt in der Bibel zitiert wird, das hat er wohl zumindest an vielen Stellen gesagt, aber zu ganz unterschiedlichen Zeiten, an ganz unterschiedlichen Orten. Und der Evangelist webt dann daraus eine Geschichte, sodass die Leser und Zuhörer das gut verstehen können. Und deswegen weiß ich nicht, wie viel Zeit vergangen war zwischen dem Zeitpunkt, wo Jesus verschwand, und dem Zeitpunkt, wo diese Energie ihres Gurus auf die Schüler überging.
Vielleicht – wir feiern jetzt Ostern und dann Pfingsten, also zwei Monate; vielleicht waren es zwei Jahre, vielleicht auch 15, vielleicht waren es auch nur zwei Monate, wer weiß. Das spielt alles keine Rolle.
Aber diese Energie, die gibt es, und wenn du offen bist – und offen sein heißt ganz einfach nichts anderes als: nicht in Gedanken sein, nicht in Fantasien sein, nicht in irgendwelchen Vorstellungen über irgendetwas Grandioses, sondern einfach leer sein, hier sein, verfügbar sein –, dann kommt die Energie zu dir.
Und genau wie bei den Jüngern von Jesus kommt sie zu dir, auch wenn du dumm bist, selbst wenn du so dumm bist wie ich, selbst wenn du alles falsch machst, so wie ich. Es spielt alles keine Rolle. Das ist das Schöne an den Jüngern von Jesus: Sie waren so einfach, sie hatten nichts auf der Reihe, sie haben ständig gezweifelt, sie haben nichts verstanden, und doch haben sie alle Geschenke bekommen.
Und was da geschieht, ist nichts Einzigartiges.
Alles, wovon Jesus sprach, alles, was Jesus die Menschen hat erleben lassen, ist, wie das Leben funktioniert, damals wie heute.
Danke für deine Frage, Pavitra.
Und dann kommt dein Pfingsten
Link zum Thema im Video bei 1h38m45s
[Erzähler-in:] Die nächste Frage ist von Eva.
[Dhyan Mikael:] Eva, bitte.
[Erzähler-in:] „Lieber Mikael, so wie ich das verstanden habe, fehlen 30 Jahre Aufzeichnungen von Jesus. Du sprichst manchmal über Jesus. Gerne möchte ich mehr darüber erfahren. Gibt es Bücher darüber? Alles Liebe, Eva.”
[Dhyan Mikael:] Na ja, mit Jesus ist es so eine Sache. Ich sagte ja vorhin, dass es in Indien ein jahrtausendealter Bestandteil der Kultur ist, dass es Gurus gibt, Medien des Höchsten, die es den einfachen Menschen spürbar werden lässt, was ihre wahre Essenz ist.
Und Jesus war einer dieser Gurus, aber er lebte in einer Kultur, die ganz anders war, die keinerlei Gurus kannte. In den Schriften der Propheten wurde zwar gesagt, dass es einen geben wird, aber in dieser Kultur war und ist kein Platz für einen Guru. Jeder, der auch nur ein wenig guruhaft wirkte, wurde sofort um die Ecke gebracht. Mit Jesus haben sie es ja auch gemacht.
Und die christliche Kirche hat dann aus Jesus etwas Einzigartiges gemacht – nicht jemand, der wie alle Menschen auf dem Weg vom Menschsein zum Gottsein ist, sondern einer, der von Gott gesandt, fertig, heilig und perfekt vom Himmel gefallen ist, und der, als er seine Mission hier erledigt hat, ebenso mysteriös in den Himmel zurückgekehrt ist.
Es wird nicht gesagt, wie er so geworden ist. Es ist einfach eine Mystifizierung. In Indien ist es ganz anders. Da liest man von den Heiligen, wie die als Kinder waren und was sie alles erlebt haben und wie ihr Werdegang war. Das Leben eines jeden Gurus dort war vollkommen anders, vollkommen einzigartig. Jeder Guru war völlig anders.
Und das ist ganz spannend. Swamiji gibt alle zwei Monate ein englischsprachiges Pamphlet heraus, das Madhuchaitanya-Magazin, und da werden Diskurse von ihm abgedruckt und Fragen beantwortet und alles Mögliche. Und in jeder dieser Ausgaben wird auch ein Guru besprochen, der Lebensweg und was ihn ausgemacht hat. Und es ist faszinierend, alle zwei Monate von einem anderen Guru zu lesen und zu erkennen, wie einzigartig und völlig verschieden die waren, völlig abgefahren manchmal, völlig verrückt manchmal, völlig irre – aber Medien Gottes.
Und so war Jesus auch; wir wissen es nur nicht. 30 Jahre fehlen in seiner Biografie. Der wird irgendwo hingegangen sein, der wird irgendwo selbst erinnert worden sein an seine Göttlichkeit.
Der wird seinen Guru gefunden haben, wer weiß.
Aber das ist alles nicht wichtig. Das einzig Wichtige ist, dass du dich daran erinnerst, was Jesus gesagt hat. Er sagte: „Ich bin der Menschensohn, und ich bin Gottes Sohn.” Er sagt: „Ich bin Mensch, genau wie du.
Ich bin Gottes Sohn, genau wie du Gottes Tochter bist.
Ich bin wie du”, hat er gesagt.
„Wenn ich Gottes Sohn bin, dann bist du Gottes Tochter.” Das kann nicht anders sein.
Aber ich möchte noch eine Sache dazu sagen.
Es gibt in der christlichen Kirche die Neigung, Jesus Christus – ich will es einmal so sagen – seine Menschlichkeit zu verstecken.
Und das hat einen Grund.
Wir können das, was durch einen Guru fließt, am besten wahrnehmen, wenn wir ihm nicht zu nahe kommen.
Wenn wir eine relativ große Distanz zu ihm haben, dann sind wir in der Lage zu spüren, was da durch ihn fließt. Wir können diese Magie spüren.
Aber wenn wir ihm sehr nahekommen, dann werden durch unsere Augen, durch unsere Ohren, durch unsere Nase, durch unser Leben die unmittelbaren Eindrücke der profanen Menschlichkeit des Gurus als Körper überwiegen.
Und dann nehmen wir das wahr, und dann ist es im Vordergrund, und wir nehmen nicht mehr wahr, was durch ihn fließt.
Swamiji sagt selbst, es ist am besten, wenn der Schüler vom Guru fernbleibt – einfach nur deswegen, weil wir die Neigung haben, uns mit unseren Sinnen auf das zu stürzen, was offensichtlich ist. Und das, was offensichtlich ist, ist: Da ist ein Mensch, der pinkelt und kackt genau wie du, der hat vielleicht genau wie du Mundgeruch, der ist vielleicht genau wie du manchmal schlecht gelaunt, weil außen nichts Göttliches ist.
Aber wenn du weiter weg bist, wenn du die Alltäglichkeit nicht erlebst, dann bist du wieder offen für das, was da noch ist und was viel größer ist, und das Einzige, worauf es ankommt.
Und in Indien ist es so: Es gibt unglaublich viele Gurus überall, und einige davon sind sogar echte Gurus. Und Swamiji sagt, zu jeder Zeit gibt es ein lebendiges Medium Gottes auf der Erde. Es ist immer einer da. Sobald du offen wirst, sobald du bereit wirst, ist einer von ihnen in deinem Leben.
Du erkennst ihn vielleicht nicht, aber er ist da, und er wirkt.
Und die christliche Kirche hat diese ganzen menschlichen Details, wie es dazu kam, dass er so ist, und so weiter und so fort, vielleicht deswegen ausgeblendet, um den Menschen die Fähigkeit zu bewahren, das zu spüren, worauf es eigentlich ankommt.
Aber ich rede jetzt gerade darüber, weil ich etwas sagen möchte, worauf Swamiji immer hinweist. Er sagt: Das, was wirklich hilfreich ist, ist der lebendige Guru. Der von vor 2000 Jahren, der bringt dich vielleicht an den Punkt, wo du offen wirst, aber dann brauchst du ein lebendiges Medium Gottes. Das berührt dich, und dann wird es zu deiner Erfahrung. Die Kirche hat die Geschichte von diesem heiligen Jesus Christus, der vor 2000 Jahren gelebt hat, lebendig gehalten und hat damit in deinem Leben die Erinnerung an etwas lebendig gehalten, was vollkommen mysteriös ist.
Das hat dir die Fähigkeit bewahrt, zu wissen, dass es so etwas gibt.
Aber dann, dann kommt es darauf an, dass du selbst die Erfahrung machst. Es geht nicht darum, etwas zu glauben.
Und das erlebst du dann hier, jetzt, mit einem lebendigen Jesus Christus, der nicht so ist, wie du ihn dir vorstellst, und den du meistens gar nicht erkennst.
Es heißt in den alten Schriften: Sobald der Schüler bereit ist, ist der Guru da.
Es heißt in den alten Schriften: Sobald der Schüler bereit ist, ist der Guru da. Und genauso ist es – hier, jetzt, lebendig, nicht in Geschichten, nicht irgendwo da oben. Und dann kommt dein Pfingsten: Du wirst berührt von etwas, was du dir überhaupt nicht erklären kannst. Du weißt überhaupt nicht, was los ist. Aber du erlebst es.
Link zum Zitat im Video bei 1h49m11s
Und genauso ist es, und zwar hier, jetzt, lebendig, nicht in Geschichten, nicht irgendwo da oben.
Und dann kommt dein Pfingsten: Du wirst berührt von etwas, was du dir überhaupt nicht erklären kannst.
Du weißt überhaupt nicht, was los ist.
Aber du erlebst es.
Ich weiß nicht, ob das Sinn macht, was ich hier erzähle. Keine Ahnung.
Danke für deine Frage.
Nicht das Gefühl quält, sondern der Widerstand dagegen
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[Erzähler-in:] Nun eine Frage von Irene.
[Dhyan Mikael:] Irene, guten Abend, hallo. Wie schön, dass du hierher gefunden hast.
[Erzähler-in:] „Lieber Mikael, ich meditiere schon längere Zeit deine Meditation. Du sagst, Gefühle einladen und da sein lassen. Doch es fällt mir schwer, denn sie verursachen Herzrasen, Atemprobleme. Was kann mir helfen?”
[Dhyan Mikael:] Danke für deine Frage. Zunächst einmal möchte ich dich korrigieren: Es ist nicht meine Meditation.
Ich meditiere die Samarpan-Meditation, und sie hat mein Leben verändert, und deswegen erzähle ich dir davon. Aber ich meditiere genau wie du. Es ist also nicht meine Meditation. Es ist noch nicht einmal Swamijis Meditation. Swamiji wurde beauftragt von Gurus im Himalaya, Gurus, die so weit weg sind, dass sie nicht mehr in die Gesellschaft können.
Sie haben ihn beauftragt, diese Meditation zu uns zu bringen. Es ist also noch nicht einmal seine. Er ist nur der Bote. Er sagt von sich selbst: Er ist der Kellner, der das fertig gekochte Essen serviert.
Wenn du Gefühle hast und du sie nicht haben willst, wenn du Angst vor ihnen hast, wenn du gegen sie kämpfst – und dieser Kampf ist oft sehr, sehr, sehr subtil; oft brauchen wir Jahre, um zu begreifen, dass wir da in Wirklichkeit gegen uns selbst kämpfen –, dann plagt es uns. Es ist anstrengend.
Aber sei geduldig mit dir selbst. Ich sage das so leicht: Lade die Gefühle ein, lass sie da sein.
Aber so leicht es klingt, das muss man üben, daran muss man sich gewöhnen. Ich empfinde das so, als würde ich das immer wieder neu lernen.
Ich habe das vor 26 Jahren zum ersten Mal von meinem Meister Soham gelernt, und wenn heute ein Gefühl kommt, das mich irgendwie in Anspruch nimmt, dann ist es für mich auch heute, als würde ich zum ersten Mal lernen, wie ich wirklich offen dafür bin.
Es wird immer feiner.
Und es ist nicht das Gefühl, was dir oder deinem Herz oder deinem Atem Schwierigkeiten macht. Es ist der Widerstand dagegen.
Es ist nicht das Gefühl, was dir Schwierigkeiten macht. Es ist der Widerstand dagegen. Und es ist ganz normal, dass wir den anfangs gar nicht wahrnehmen können. Wir sind willig, ja. Wir wollen erleben, wie das ist, wenn ich das einfach willkommen heiße. Aber wir brauchen einfach eine Weile, bis wir wirklich offen werden. Also sei geduldig mit dir selbst.
Link zum Zitat im Video bei 1h53m23s
Und es ist ganz normal, dass wir den anfangs gar nicht wirklich wahrnehmen können. Wir sind willig, ja. Wir wollen erleben, wie das ist, wenn ich das einfach willkommen heiße. Aber wir brauchen einfach eine Weile, bis wir wirklich offen werden.
Also sei geduldig mit dir selbst.
Und keine Sorge, es wird dich nicht umbringen, auch wenn dein Herz ein paar Kapriolen schlägt.
Weißt du, wir haben irgendwie in uns eingebaut, so eine ganz grundlegende Überzeugung, dass diese Dinge wirklich ein Problem sind.
Und diese Überzeugung sitzt so tief, dass wir darüber eigentlich gar nichts wissen.
Aber sie prägt unseren Umgang mit uns selbst, mit diesen Gefühlen.
Und erst ganz allmählich kommen wir überhaupt dahinter, dass die ja in Wirklichkeit gar kein Problem sind. Aber das muss man ein paarmal selbst erleben.
Irgendwann wirst du einmal ein richtig intensives Gefühl haben, das so stark ist, dass du überhaupt nicht weißt, was du tun sollst. Und aus purer Verzweiflung tust du dann das, was ich dir rate, und lässt es halt da sein. Dann wirst du irgendwann einmal erleben: Wow, so geht es ja viel einfacher. Das ist ja vollkommen anders.
Und wenn du das einmal so ein bisschen erlebt hast, dann bröckelt diese unbewusste, tiefe Überzeugung, dass es alles wirklich ein Problem ist. Dann wird es langsam leichter.
Aber wir müssen es immer wieder erleben, immer wieder, weil diese Überzeugung so alt ist, und alle glauben daran.
Sei geduldig mit dir selbst.
Die Gefühle sind ein Teil von dir. Sie sind kein Problem, überhaupt nicht.
Fang bei dir selbst an
Link zum Thema im Video bei 1h56m21s
[Erzähler-in:] Als Nächstes lese ich eine Frage von Silvia vor.
[Dhyan Mikael:] Silvia, guten Abend, hallo. Wie schön, dass du da bist.
[Erzähler-in:] „Es gibt Personen, die behaupten, dass es Menschen gäbe ohne Seele, und zwar circa 98 Prozent der Menschheit. Was sagst du dazu? Danke.”
[Dhyan Mikael:] Für mich ist es so: ich bin so sehr damit beschäftigt, ganz langsam zu lernen, meine Seele zu spüren – das ist der Inhalt dieses Lebens –, ganz langsam, nach und nach.
Ich mache mir keine Gedanken über mich. Ich nehme mich, wie ich bin.
Ich übe Hingabe jeden Morgen, und ganz langsam komme ich dem näher, was ich eingangs beschrieben habe, in der Antwort auf die Frage, ob wir Bewusstsein seien.
Ganz allmählich entsteht diese Ahnung, was ich alles nicht bin, und diese Ahnung über die Richtung, in der ich bin.
Wenn ich mit dieser Aufgabe irgendwann einmal fertig sein sollte und dann noch Zeit in diesem Leben übrig habe, dann beginne ich vielleicht, wenn es mich interessiert, mir darüber Gedanken zu machen, wie der Zustand der anderen Menschen ist. Aber im Moment bin ich immer noch mit mir selbst beschäftigt.
Es ist leicht, sich Gedanken über andere Menschen zu machen, aber ich empfehle dir dringend, erst bei dir anzufangen.
Und wenn du dann noch Zeit übrig hast am Ende deines Lebens, dann – wenn du es dann immer noch willst –, dann stell dir diese Frage. Aber ich habe keine Zeit dafür.
Ich bin so blind.
Ich bin so am Anfang.
Ich möchte noch so viel lernen.
Ich habe keine Zeit für solche Fragen.
Deswegen kann ich dir da nicht weiterhelfen. Tut mir leid.
Danke, Silvia. Ich freue mich total, dass du da bist. Du berührst mich total.
Jeder große Guru bleibt Schüler
Link zum Thema im Video bei 1h59m52s
[Erzähler-in:] Soll ich noch weiter vorlesen? Es ist schon wieder neun.
[Dhyan Mikael:] Wie ist das nur möglich?
[Erzähler-in:] Ich habe noch vier, fünf, also noch mehrere Fragen.
[Dhyan Mikael:] Ja, komm, wir machen noch ein paar Minuten weiter.
[Erzähler-in:] Gut.
Die nächste Frage ist von Fabian.
[Dhyan Mikael:] Fabian, hallo. Ich freue mich, dass du da bist.
[Erzähler-in:] „Lieber Mikael, ich frage mich, wie das bei dir ist, zwecks deinen Meistern. Ist Swamiji oder Soham dein Meister? Und warum hast du nur das Bild von Swamiji hinter dir stehen? Liebe Grüße von Fabian.”
[Dhyan Mikael:] Das kann ich dir erzählen, und das ist nicht das Bild von Swamiji.
Swamiji möchte nicht, dass wir Bilder von ihm verehren.
Er sagt: „Es geht nicht um mich. Es geht nur um die Energie, die durch mich fließt, und die hat mit mir nichts zu tun.” Und das ist ein Energiebild.
Da siehst du nicht ihn, sondern sinnbildlich die Guru-Energie, die durch ihn fließt.
Es ist so – und ich danke dir für deine wunderschöne Frage, ich spreche sehr gerne darüber: Soham ist ein ganz außergewöhnlicher Meister, einzigartig.
Ich habe dir vorhin erzählt, wie es für mich war, als ich diesen Tag erlebte, wo er mir von Swamiji zum ersten Mal erzählte, wie das mein Leben in einem einzigen Augenblick verändert hat. Ich habe zwei Leben: das Leben bis zu diesem Tag, und das Leben danach. Seit diesem Moment, wo ich seinen Namen zum ersten Mal hörte, ist er bei mir, ist er in mir, und mein Leben ist anders.
Und obwohl Soham mir das selbst so nicht erzählt hat, habe ich beobachtet, dass es für Soham genauso war.
17 Jahre lang war ich im Grunde in jedem einzelnen Satsang von Soham gewesen, den er bis dahin gehalten hat.
Dann kamen wir zu diesem neuen Retreat, nachdem Soham von Swamiji gehört hatte, und ab da war sein Satsang vollkommen anders. Er war ein anderer Mensch.
Da war kein Meister mehr, da waren nur noch Schüler.
Und so war Soham vorher auch schon. Jeder große Guru ist Schüler, weiß nichts und weiß immer noch weniger und wird immer noch offener. Und da habe ich erlebt, wie offen und wie bereit er wirklich ist. Von einem Tag auf den anderen hat sich alles verändert. Über die Hälfte, zwei Drittel aller Menschen, die ihm bis dahin gefolgt sind, sind verschwunden, weil sie den alten Soham wiederhaben wollten.
Da war kein Meister mehr übrig.
Das macht ihn natürlich nur noch mehr zum Meister.
Aber das war seine Lehre, das war sein Beispiel, so wie Johannes der Täufer, der zu seinen Jüngern sagte: „Warum seid ihr noch bei mir? Folgt ihm; ich bin noch nicht einmal würdig, seine Füße zu berühren.”
Und das hat mir Soham später dann auch einmal gesagt. Er sagte, er fühle sich wie Johannes der Täufer. Seit Swamiji da ist, kann er nur noch eins tun: die Leute in diese Richtung schicken.
Von ihm ist nichts mehr übrig. Ich liebe ihn deswegen nur noch mehr. Aber von ihm ist nichts mehr übrig.
Und von Swamiji auch nicht, nur noch von dieser Energie, die du da siehst.
Wenn ich heute manchmal bei Soham sitze, spüre ich in mir das Geschenk, das er mir fortwährend gibt. Beschreiben kann ich es nicht, ich bin nur total ergriffen davon.
Danke für deine Frage. Fahr fort, Simone.
Verstehen ist nicht nötig – nur Offenheit
Link zum Thema im Video bei 2h05m08s
[Erzähler-in:] Hier ist noch eine Frage von einem Herrn, der sich Mister Knister nennt.
[Dhyan Mikael:] Mister Knister, das ist aber mal ein schöner Name. Schön, dass du da bist.
[Erzähler-in:] „Meine Mutter drückt mir immer noch einen Knopf, und ich kann nicht einmal genau sagen, welchen. Aber ich fühle mich sofort extrem unwohl, bedrängt, vielleicht vereinnahmt in ihrer Nähe. Magst du darüber noch sprechen? Danke.”
[Dhyan Mikael:] Oh, sehr gerne. Sehr, sehr, sehr gerne.
Ich will dir ein Geheimnis verraten.
Weißt du, wer alle Knöpfe in dir dahin gebaut hat – nicht nur den, den sie dir jetzt drückt, alle –: deine Mutter.
Sie kennt jeden Knopf, und sie kann alle drücken, nach Belieben. Davon weiß sie natürlich nichts, das passiert alles automatisch.
Sie meint es nicht böse. Das ist einfach so.
Deine Mutter ist Gott für die Kinderseele.
Aber es gibt einen Ausweg, und der besteht nicht darin, mit deiner Mutter zu diskutieren oder sie zu bitten, bitte diesen Knopf nicht mehr zu drücken. Das kann sie nicht.
Sie weiß nichts von diesen Knöpfen, sie weiß nichts vom Drücken. Sie ist halt so, wie sie ist, genau wie du.
Aber wenn du bereit bist, das, was der Knopf in dir auslöst, zu fühlen, dann wird etwas anders.
Dann ist es, als wäre deine Mutter plötzlich nicht mehr im Bild.
Dann ist es nur noch eine Angelegenheit zwischen dir und diesem Gefühl. Was dieses Gefühl hervorgerufen hat, ist vollkommen nebensächlich – wenn du bereit bist, das Gefühl willkommen zu heißen. Wenn du das Gefühl nicht haben willst, dann denkst du darüber nach: „Wo kommt es her? Wie kann ich das verhindern? Wer ist schuld? Was kann ich tun?”
Aber wenn das Gefühl willkommen ist, dann brauchst du nichts anderes zu wissen.
Und wenn du das Gefühl willkommen heißt, bringt das Gefühl das mit, was dir die Heilung gibt.
Die Gefühle dieser alten Knöpfe sind meistens sehr diffus. Du weißt überhaupt nicht, was du da fühlst. Das brauchst du auch nicht zu wissen. Worauf es ankommt, ist nicht, dass du das analysieren und verstehen kannst. Es geht nur um deine Offenheit für das, was da zu dir kommt. Verstehen brauchst du es überhaupt nicht. Du brauchst es nicht einmal benennen zu können.
Es spüren reicht. Einfach fühlen, einfach erleben, wie es ist: erleben, wie es ist, diesen Knopf gedrückt zu bekommen. Du kennst ihn so gut.
Und jetzt sei endlich bereit.
Das wird alles für dich ändern.
Du kannst deine Mutter nicht ändern. Du kannst auch den Knopf in dir nicht ändern, ganz gleich, wie viel Therapie du machst. Es geht nicht.
Aber einfach deine Bereitschaft, zu sagen: „Okay, Schluss mit dem Theater. Jetzt sage ich Ja dazu. Komm – für immer: komm, und bleib da.”
Und es wird eine völlig andere Angelegenheit. Probiere es mal aus.
Wenn du das tust, wirst du ein unendliches Geschenk entdecken.
Aber du musst es ausprobieren, sonst weißt du nicht, wie die Milch schmeckt.
Man kann nicht aus Büchern lernen, wie die Milch schmeckt. Keiner kann es dir erklären, du musst sie schon trinken.
Danke. Danke, dass du da bist.
Ich lasse mich von Gott überraschen
Link zum Thema im Video bei 2h10m05s
[Erzähler-in:] Es gibt noch eine Frage von Kundalinus.
[Dhyan Mikael:] Kundalinus, hallo. Wie schön, dass du auch heute da bist. Ich freue mich.
[Erzähler-in:] „Hallo Mikael, planst du mal offene Satsangs, vielleicht auch in der Münchner Gegend, wie Samarpan damals? Ganz lieben Gruß.”
[Dhyan Mikael:] Ich weiß nicht, ob das je stattfindet, aber wer weiß?
Falls du meinen Newsletter abonniert hast, dann weißt du, ich habe im letzten Newsletter beschrieben, warum ich jetzt die letzten Wochen keine Videos veröffentlicht habe. Ich programmiere gerade mithilfe von meinen neuen KI-Kollegen eine Software, die mir dabei hilft, schneller Videos veröffentlichen zu können. Das wird mir dramatisch viel Arbeit ersparen. Und eine liebe Bekannte schrieb mir: „Ja, was machst du denn dann mit der ganzen Freizeit, die du dann hast?”
Und ich antwortete ihr, dass ich das schon öfter erlebt habe im Leben, wenn ich bestimmte neue Sachen gelernt habe, die mir dann die Arbeit mit den Videos und anderen Dingen erleichtert haben, dass ich dadurch zwar sehr viel Zeit gewonnen habe, aber dass Gott bereits etwas im Sinn hatte mit dieser Zeit, ohne dass ich davon wusste.
Und so ist es wahrscheinlich diesmal auch.
Im Moment brauche ich etwa zwei, zweieinhalb Tage, um ein Video – inklusive der ganzen Untertitel und der Zitate und all den Sachen, die da dranhängen, ich bin halt auch Perfektionist – zu bearbeiten. Das ist viel, viel Zeit.
Und dann mache ich ja die Morgenmomente daraus, jeden Morgen, und die Shorts. Im Grunde brauche ich für ein Video, wenn ich diese ganze Arbeit zusammenrechne, die sich dann im Laufe der Zeit für jedes Video, für jede Aufzeichnung ergibt, etwa vier Tage. Das ist eine Menge Zeit. Diese ganze Zeit schrumpft dann auf, ich schätze mal, einen halben Tag insgesamt.
Es ist gigantisch.
Aber ich habe den Verdacht, dass Gott schon wieder etwas im Sinn hat. Ich weiß nicht, was es ist. Ob es solche Satsangs sind, weiß ich nicht.
Ich glaube nicht, aber ich lasse mich überraschen. Ich habe hier nichts zu sagen, weißt du?
Ich weiß nicht, wie das möglich ist. Der erste Retreat, der letztes Jahr im Frühjahr stattfand, der hat sich ganz von selbst ergeben. Ich hatte das nicht geplant, und seitdem geschehen Retreats. Es ist magisch, wie so etwas entsteht. Ich lasse mich also überraschen.
Aber wenn du Lust hast, mal zu einem Live-Satsang zu kommen: Es gibt bald eine sehr gute Gelegenheit dafür, wenn du aus der Münchner Gegend kommst, wo ich selbst lange, lange Zeit gelebt habe. Ich bin Anfang September in Oberösterreich, das ist von dir einen Katzensprung weg. Das sind die Nicht-Dualitäts-Tage auf Jetzt-TV. Und da bin ich zwei Tage lang und gebe vier Satsangs.
Es ist ein wunderschönes Retreat-Haus, ganz toll. Ich fühle mich da regelrecht zu Hause. Für mich ist es wirklich eine ganz besondere Erfahrung gerade. Und da kannst du, wenn du willst, vier Satsangs mit mir erleben. Da sind dann aber auch noch, ich glaube, sieben andere Satsang-Lehrer da. Da kannst du dir also richtig eine Überdosis Satsang reinziehen, wenn du möchtest.
Und wenn dir das noch nicht reicht, Mitte September bin ich noch einmal da, am gleichen Ort, für den Herbstretreat, eine Woche lang.
Und das ist die Art und Weise, wie ich im Moment Live-Satsangs direkt vor Ort gebe. Das ist für mich sehr schön, so im Rahmen eines Retreats. Es ist unendlich fruchtbar. Vielleicht hast du ja Lust. Was sonst noch geschehen mag... wie gesagt: ich lasse mich überraschen, und alles ist möglich.
Gott ist verrückt.
Danke für deine Frage und ganz herzliche Grüße nach München.
Danke.
Unterstütze mich, wenn es dir Freude macht
Link zum Thema im Video bei 2h14m58s
Simone, haben wir noch eine Frage?
[Erzähler-in:] Nein, wir haben keine Frage mehr.
[Dhyan Mikael:] Ah, wie schön. Da freue ich mich, dass alle drankommen konnten. Vielen Dank.
Ja, vielen Dank, dass du diesen Satsang und diese Pfingstzeit mit mir zugebracht hast. Es ist für mich wirklich ein Geschenk, im Satsang zu sein mit dir und mit euch.
Es verändert mich, es bereichert mich.
Für mich gibt es nichts Besseres.
Wenn du weiterhin dabei sein möchtest, lade ich dich ein, meinen Newsletter zu abonnieren oder die Morgenmomente, die ich jeden Morgen verschicke. Das geht auf meiner Webseite kostenlos. Überhaupt ist alles kostenlos, was ich hier mache, auch die Retreats übrigens.
Es ist alles auf Spendenbasis. Zum Glück gibt es einige Leute, die mich schon unterstützen, und ich bin unendlich dankbar dafür, weil ich nichts lieber tue. Und am liebsten würde ich nur noch Retreats und Satsangs und Videos machen, und eines Tages wird es wohl auch so weit sein. Und wenn du das unterstützen möchtest, dann freue ich mich. Auf meiner Webseite, auf der Spende-Seite, habe ich ein paar Informationen zusammengestellt, wie das ganz einfach geht.
Wenn du Lust dazu hast, kannst du dich da gerne informieren. Was für mich sehr, sehr hilfreich ist, ist, wenn Menschen eine Mitgliedschaft bei Steady für mich abschließen. Da bekomme ich jeden Monat einen gewissen Betrag, den kannst du aus vier verschiedenen Beträgen wählen.
Und das ist ganz toll für mich, weil ich dann ein bisschen absehen kann, wie viel Unterstützung im Moment hereinkommt. Dann kann ich die Zeit, die ich für die Satsangs nehmen kann, viel besser planen. Das ist sehr hilfreich für mich. Aber jede Art der Unterstützung ist willkommen, ganz wie du magst. Fühl dich zu nichts verpflichtet. Ich sage immer: Freude ist ein guter Kompass. Tu das, wozu du Lust hast. Das ist das Richtige. Es ist alles für dich da, nur für dich.
Und wenn dich die Samarpan-Meditation interessiert, über die ich ständig spreche – wie gesagt, ich betone es noch einmal, es ist nicht meine Meditation, es ist die, die Swamiji bringt, und es ist noch nicht einmal seine.
Wenn du dich dafür interessierst: auf meiner Webseite, auf der Seite Himalaya-Samarpan-Meditation, habe ich die Informationen dazu zusammengestellt, wie du den Verein hier in Deutschland erreichst, und wie du Swamiji erreichst. Ich habe dir da die Links gegeben zu Informationen zu Online-Meditationen, auch zu Schriften zu dem Thema.
Das kann deine Ausgangsbasis sein für deine eigene Recherche in diese Richtung.
Danke, dass du da bist. Danke für diese Intensität.
Ich liebe dich.